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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Entfernung der Mandeln kann Psoriasis bessern – vielleicht

    Wer immer wieder eine Infektion mit Streptokokken ausbrütet und Schuppenflechte hat, hört zuweilen den Rat, sich die Gaumenmandeln entfernen zu lassen. Was ist da dran?

    Erste Studie

    Im Sommer 2006 stellten Münchner Mediziner um Professor Jörg Prinz das Ergebnis ihrer Forschung und Erfahrung dar: Sie hatten solche Psoriasis-Patienten untersucht, die ihre Schuppenflechte durch eine Streptokokken-Angina bekommen hatten. Dabei stellten sie fest, dass sich in den Mandeln („Tonsillen“) dieser Psoriatiker die gleichen Lymphozyten („T-Zellen“) befinden wie in den psoriatischen Haut. Durch molekular-biologische Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass diese T-Zellen von den Mandeln „gezielt in die Haut einwandern“. Wenn die Mandeln entfernt werden, wird „der Nachschub von krankheitsvermittelnden T-Zellen unterbunden“. Die Psoriasis kann dadurch positiv beeinflusst werden.

    Die Forscher wiesen damals deutlich darauf hin: Die Besserung war nur nachgewiesen für Fälle, in den die Schuppenflechte durch eine Angina verursacht wurde.

    Zweite Studie: Besserung der Psoriasis bei 70 Prozent

    Im Herbst 2014 veröffentlichten US-Forscher eine Studie. Sie wollten wissen, ob sich eine Besserung der Schuppenflechte nach der Entfernung der Mandeln wissenschaftlich beweisen lässt. Sie schauten sich die Datenlage dazu an.

    April W. Armstrong von der Universität von Colorado in Denver (USA) und ihre Kollegen durchforsteten medizinische Studien und Veröffentlichungen der letzten 53 Jahre. Sie wollten feststellen, ob die Mandel-Operation (Fachbegriff: Tonsillektomie) eine Psoriasis bessert. Durchsucht wurden die Datenbanken Medline, Cinahl, Cochrane, Embase, Web of Science und OVID-Datenbanken.

    Schlussendlich kamen 20 Artikel in die engere Auswahl. Darin wurden die Fälle von insgesamt 545 Psoriasis-Patienten erwähnt, denen die Mandeln entfernt worden waren oder entfernt werden sollten. 410 davon unterzogen sich wirklich der Operation. Danach besserte sich die Schuppenflechte bei 290 von ihnen – also bei 70 Prozent der Operierten. Einige berichteten von einer längerfristigen Besserung, bei anderen kam die Psoriasis später wieder.

    15 der 20 gefundenen Artikel hatten für die Forscher einen Nachteil: Es waren Einzelfallberichte oder Studien, in denen eine Kontrollgruppe fehlte.

    Das Fazit der Forscher: Die Entfernung der Mandeln kann eine Option für Patienten mit einer hartnäckigen Schuppenflechte und wiederkehrenden Mandelentzündungen sein. Sie fordern aber Studien, in denen Patienten nach einer Mandel-Operation langfristig beobachtet werden – also Monate und Jahre später erneut befragt werden, wie es ihnen und ihrer Haut geht. Dann erst könne der Nutzen einer Entfernung der Mandeln eindeutig belegt werden.

    Dritte Studie: Lebensqualität steigt nach Mandel-Operation

    Schwedische Forscher konzentrierten sich in einer Studie auf den Aspekt der Lebensqualität. Sie untersuchten 29 Patienten mit einer Plaque-Psoriasis, die in der Vergangenheit immer wieder eine Verschlechterung ihrer Schuppenflechte nach einer Streptokokken-Infektion erlebt hatten. 15 Patienten wurden die Mandeln entfernt, 14 nicht. Zwei Jahre danach wurden sie nach ihrer Lebensqualität, nach Stress (konkreter: mit Psoriasis verbundenem Stress) und nach der Schwere ihrer Schuppenflechte befragt. Diejenigen, bei denen die Mandeln entfernt worden waren, zeigten eine Verbesserung ihrer Lebensqualität um 50 Prozent. Der mit der Psoriasis verbundene Stress war um 60 Prozent zurückgegangen. Und: 87 Prozent der operierten Patienten meinten, dass sich die Entfernung der Mandeln für sie gelohnt hat. Das nüchterne Fazit der Forscher: "Eine Tonsillektomie kann die Lebensqualität bei ausgewählten Patienten mit Plaque-Psoriasis verbessern."

    In unserem Forum berichten Betroffene von ihren Erfahrungen mit einer Mandel-Operation.

    Quellen

    Lesetipp zum Thema

    Mandelentfernungen können nützlich sein - aber sind nicht harmlos

    (Deutschlandfunk Sprechstunde, 30.04.2013)

    "Mandeloperationen gehören zu den häufigsten Operationen. Vor allem im Kindesalter. Der Eingriff ist auch gefürchtet, da es immer noch relativ häufig zu Komplikationen nach der Operation kommt. Manche Patienten können aber von dem Eingriff auch profitieren."


    Bildquellen

    • HNO-Arzt: © Alexander Raths - Fotolia.com

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    Also, das verstehe ich jetzt echt nicht. Mir wurden mit 26 Jahren die Mandeln rausgenommen. Und kurz danach ist meine Psoriasis erst richtig ausgebrochen... Zufall?

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    Naja

    Meine Mandeln wurden mir mit 17 entfernt, mit 22 bekam ich Pso. Als ich schwanger war (mit 30)verschwand die Pso. Ich bezweifle mal die Erkenntnisse der Forschungsgruppe :P

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    bei mir hat es etwas geholfen

    hallo!bei mir ist die krankheit zwar nicht verschwunden, doch hat sie sich deutlich verbessert...allerdings litt ich zuvor auch an chronischer mandelentzündung, daher war es so oder so ratsam die mandeln zu entfernen...

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    Ich bin da was skeptisch

    Also ich muss sagen ich habe jetzt schon seit nunmehr als 5 Jahre Schuppenflechte und habe im letzten Jahr meine Mandeln rausbekommen und dadurch ist sogar noch schlimmer geworden.... also ich glaube nicht das dass klappt....

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    ich (45 Jahre) habe seit meinem 12 Lebensjahr die Pso. Die Ärzte waren der Ansicht, dass diese durch meine, immer wieder, entzündeten Mandeln kommen würde. Nach einer Mandel OP mit 16, kam die Pso noch häftiger :(

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    Kann ich mir nicht vorstellen...

    Ich bekam mit 20 die Mandeln entfernt und im gleichen Jahr stellte sich die Schuppenflechte ein. Kann mir nicht vorstellen, dass das was hilft.Während meiner 2 Schwangerschaften war ich erscheinungsfrei. Welch ein Segen! Aber man kann ja nicht immer schwanger sein...

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    Mandeln raus - positive Erfahrungen?

    Hallo,ich habe seit genau 4 Monaten Schuppenflechte und kann mich noch nicht damit abfinden, dass dies jetzt für den Rest meines Lebens so weiter gehen soll. Ich hatte 41 Jahre eine Superhaut am Körper und nie etwas bemerkt. Dann eine ganz fürchterliche Mandelentzündung mit Staph Aureus und Steptokokken und 6! Antibiotika. Und seit dem hab ich mind. die Hälfte meiner Haare verloren, die Diagnose ist histologisch bestätigt und am das am ganzen Körper. Gibt es positive Berichte zum Zusammenhang der Mandelentfernung und der Verbesserung der Psoriasis? Danke für aufmunternde Infos.

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    Mandel-OP steht bevor

    Liebe Leser, liebe Susanne,nach einer Mandelentzündung in einer Stressphase habe ich so reagiert, wie Herr Prinz es in seinen Forschungsergebnissen vorausgesagt hat, wichtig ist, wie es mein Arzt von der Psorisol-Klinik sagte, dass man nach einer OP ein Antibiotika gibt. Denn: Auch nach der OP sind noch Streptokokken im Körper. Ob man noch Streptokokken im Körper hat, die aktiv sind, kann eine Blutanalyse klären. Ich denke, ein Versuch ist eine Mandel-OP wert. Zumindest bei mir ist es so: Schlimmer kann es nicht kommen, ist so schlimm wie zu meiner Teenager-Zeit. Danach war es besser, habe allerdings auch auf Ernährung geachtet und viel Sport gemacht. Grüße, ich lass von mir hören.

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    Ausgelöst DURCH angina

    Da steht doch oben im Artikel das es bei Patienten geholfen hat die es Durch eine Angina bekommen haben ....bei mir war es so ...Angina gehabt, medikament genommen und übersäht war ich dann. Jetz bin ich aber durch das ganze für uns wieder bisschen stutzig soll ich nun operieren oder nich ?!

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    Bei mir hat's funktioniert!

    Ich habe mit ca. 11 Jahren eine schlimme Schuppenflechte bekommen. Mein Hautarzt hat mir und meinen Eltern dann auch zu einer Entfernung der Mandeln geraten. Allerdings hatte ich vorher nie Probleme mit einer Mandelentzündung, weswegen ich das ganze nie verstanden habe. Bereits nach einigen Tagen nach der OP konnte ich schon eine deutliche verbesserung meines Hautbildes feststellen und die Schuppenflechte verschwand dann vollständig innerhalb weniger Wochen nach der OP. Seitdem habe ich allerdings andauernd schlimme Rachenentzündungen. In den ersten 1-2 Jahren hatte ich die regelmäßig alle 8-10 Wochen. Mittlerweile sind aber auch die regelmäßigen Rachenentzündungen verschwunden und die Schuppenflechte ist nie wieder gekommen.

    Da ich vor der Erkrankung nie Probleme mit den Mandeln hatte, kann ich leider niemanden zu einer OP raten. Bei mir hat es zwar funktioniert, aber möglicherweise war es ja auch nur Zufall.

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    schade, dass es so lang gedauert hat...

    ich habe seit meinem 16 lebensjahr pso. ich bin von arzt zu arzt gerannt, aber keiner (dematologe) sucht nach dem grund! "sie wissen, dass man pso nicht heilen kann..." erst jetzt habe ich endlich eine kompetente ärztin (allgemeinmeizinerin) gefunden, die mir helfen will. schwupdiwups sind wir auf den lösungsansatz der mandelentfernung gekommen. denn bis zu meinem 15 lebensjahr litt ich ständig unter schwerer angina. jetzt soll ein bluttest zeigen, ob eine streptokokken-infektion vorliegt. wenn JA, dann sofort raus mit den dingern!

    schade, dass es da draußen so viele hautärzte gibt, die nicht auf ursachensuche gehen, sondern ständig nur otison verschreiben... :(

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    hat funktioniert

    Meine Tochter bekam in der ersten Klasse massiv PSO (die einzelnen Flecken kleinflächig, aber am ganzen Körper). Der 3. Hautarzt riet uns aufgrund der kleinflächigen Erscheinungen zur Mandel-entfernung (mehrm. Bluttest notwendig wg. best. Werten). Meine Tochter hatte zwar oft Hals- schmerzen, aber keine heftigen Mandelent-zündungen. Nach der OP ist alles recht schnell abgeheilt, nur ein paar echt winzige Fleckchen sind geblieben, mit denen man aber gut leben kann. Laut unserem Arzt ist eine OP hilfreich, wenn Mandelprobleme vorliegen, ein bestimmter Wert im Blut dauerhaft erhöht ist und die Schuppenflechte eher kleinflächig ist.

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    Mandelentfernung ist Unsinn

    Im Alter von nur 3 Jahren wurden meine Mandeln entfernt. Heute bin ich 64 J., vor ca. 5 Jahren habe ich Schuppenflechte bekommen. Wahrscheinlich wurde sie durch Antibiotika nach umfangreichen Zahnbehandlungen (Implantate) ausgelöst.

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    Mit 16 habe ich die Pso bekommen und bin zu einem Hautarzt, der auch mir geraten hat die Mandeln raus zu nehmen. Gesagt, getan - und siehe da, 7 Jahre war ich nach der Mandelentfernung komplett beschwerdefrei. Danach fing es leider wieder an, ich denke, das hat mit dem angenommenen stressigen Job zu tun. Aber bei mir hat die Mandelentfernung die beste Wirkung von allem gehabt!

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    Hallo zusammen,

    ich bin auch ein bisschen verzweifelt. Habe ebenfalls nach mehreren Mandelentzündungen Schuppenflechte am ganzen Körper bekommen. Mein Hautarzt hat sofort gesagt, daß die Mandeln raus müssen.Ich habe nun Cortisonsalbe bekommen und soll auf die Sonnenbank....?? Bleibt die Schupenflechte jetzt für den Rest meines Lebens?Das wären im besten Fall noch ca. 45 Jahre...:-( Weiß Jemand Rat?

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    Hallo Katjes, nein . Die Schuppenflechte kommt und geht in schueben, ich habe Grad ein ganz heftigen Schub hinter mir , meine Haut sieht wieder super aus und ich genieße es wieder kurze Kleidung anzuziehen.

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    Hallo zusammen. Ich leide seit 2 Jahren an Psoriaris-pustelosa.Habe diverse Salben ausprobiert, Mtx gespritzt,Ciclosporin, Toctino und jetzt Fumaderm eingenommen.Fumaderm beschert mir Magenkrämpfe, Durchfälle und sich ständig verschlechternde Blutwerte. Meine Ärztin rät mir zur Mandel-Op. Habe aber nie Probleme mit den Mandeln gehabt, war auch nicht der Auslöser.Ich weiß nicht, was ich tun soll.Wenn ich so die Erfahrungsberichte lese, geben diese auch keine eindeutigen Aussagen, die mir helfen. Also was tun???

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    Hallo zusammen. Also ich hab meine Schuppenflechte seit etwa 9 Jahren. Erst ein Tip eines Bekannte, der selber total befallen war, hat mir geraten die Mandeln raus zu machen, da es bei ihm vor etwa 13 Jahren geholfen hatte völlig Beschwerdefrei zu sein. Dies ließ mich nicht mehr in Ruhe und ich ging zum HNO-Arzt, der mir sagte das meine Mandeln nur gerötet, aber offensichtlich nicht chronisch entzunden wären. Er wehrte sich eher ein wenig, da eine Mandel-OP im Alter von 43 Jahren kein Spass ist. Ich wollte es aber unbedingt. Während der OP stellte sich heraus, das die Mandeln doch tatsächlich chronisch entzündet waren und sogar beim Rausholen mit der Pinzette noch die gelbe Entzüngungsflüssigkeit absonderte. Direkt einen Tag nach der OP merkte ich das auch indem ich einen heftigen Schub bekam und überall blutete ohne mich groß anzustrengen, es brannte einfach alles. Ein weiterer Tag später tat mir nichts mehr weh und meine Haut fühlt sich gerade an wie rumgedreht, obwohl es nun erst genau eine Woche her ist das ich operiert wurde. Ich fühle mich gut, trotz der Halsschmerzen gerade eben. Ich werde aber gerne auch weiter informieren und auf dem Laufenden halten.

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    Hallo Leidensgenossen,

    Bei mir brach die Pso im Alter von 17 Jahren aus. Nach gut einem halben Jahr war ich dann wieder relative Beschwerdefrei, bis auf die Kopfhaut, die nie mehr ganz frei war. Aber ansonsten war nur hier und da mal eine kleine Stelle betroffen, womit es sich gut leben ließ. Im Februar diesen Jahres hatte ich eine so schlimme Mandelentzündung, wie noch nie zuvor in meinem Leben und seit dem ist meine Pso extrem ausgebrochen und nicht mehr besser geworden. Die vierte Hautärzin (alle drei zuvor verschrieben mir nur Kortiso-Cremes und rieten mir, mich mit meinem Schicksal abzufinden...) veranlasste sofort ein großes Blutbild und schickte mich zum HNO Arzt. Sie widerum testete auch nochmal das Blut, womit sie zu der Erkenntnis kam, dass ich eine chronische Mandelentzündung habe. Demnach riet sie mir zur Entfernung der Mandeln. Auch meine Hautärztin schloss sich diesem Befund an, bevor wir irgendwelche anderen Maßnahmen mit Tabletten und Spritzen versuchen.Im November habe ich nun einen OP-Termin und hoffe auf Besserung.Ich werde mich wieder melden und von dem Ergebnis berichten.

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    Hallo zusammen,als ich zwischen den Jahren 1987-88 eine Angina hatte brach bei mir die Psoriasis in Februar 1988 aus. Nach allen Versuchen blieb mir nichts anderes übrig im Mai 1988 in die Hautklinik zu gehen und mich behandeln zulassen. Ich hab von anfang an gesagt das man mir bitte die Mandeln rausnehmen soll dann wird sich meine Psoriasis bessern. Das wurde auch gemacht und die Besserung traf ein so das ich bald darauf die Klinik verlassen konnte.Also kann man wohl Sagen das man auch als Patient schon wusste das damit ein zusammenhang steht.Ich war auf jedenfall Froh das es wenigsten dadurch ein bissel besser wurde.

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    Das Thema ist leider schon ein wenig veraltet aber ich hoffe trotzdem auf Empfehlungen :)

    Vor ca. vier Monaten hatte ich eine schlimme Mandelentzündung, ausgelöst durch eine Streptokkokeninfektion. Diese heilte nach zwei Wochen ab, einige Erreger blieben aber scheinbar zurück und lösten prompt einen extremen Psoriasis Schub aus. Mein Hautarzt teilte mir dann die Diagnose mit und verschrieb mir für 30 Tage ein Breitbandantibiotikum, man könne es noch stoppen. Zuerst war ich noch ziemlich hoffnungsvoll, dass es abheilen würde aber scheinbar war es schon zu spät.Inzwischen halte ich mich mit Monovo & Psorcutan über Wasser, aber die Stellen vom ersten Ausbruch sind immer noch nicht komplett abgeheilt.

    Gerade an den Stellen wo mir aufgrund einer Narbenbehandlung Cortison gespritzt wurde und die 1x pro Monat mit einem Fraxell Laser behandelt werden, ist die Psoriasis unglaublich schlimm.

    Gibt es Leute mit ähnlichem Krankheitsverlauf und ist es eventuell zu spät, sich erst nach 9 Monaten die Mandeln entfernen zu lassen?

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    Ich habe an armen, beinen und ganz extrem am bauch eine psoriasis die durch eine angina ausgelöst wurde. Seid gut 3 monaten hab ich sie schon und bei mir sind alle Wege für eine mandel op eingeleitet denn meine Ärztin ist überzeugt es würde die psoriasis lindern. Bis dahin hab ich cortison und calcipatriol haltige salben verordnet bekommen. Es lindert zu mindest die rötungen . Ich bin zuversichtlich, es wird schon alles, die Psyche spielt bei psoriasis eine Grosse Rolle eigl so wie bei jeder Krankheit, man darf sich nicht stressen.

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    Mir wurden vor 8 Tagen meine Mandeln entfernt (ich bin 36 Jahre alt). Den ersten Psoriasis Schub hatte ich etwa mit 22 Jahren, allerdings nicht so schlimm, nur an der Kopfhaut. Ich bin an eine gute Homöopathin gelangt, die mir Globuli verabreicht hat, woraufhin alles verschwunden ist - für Jahre. Nach der Geburt meines Sohnes (mit 32 Jahren) bekam ich allerdings wieder einen Schub, diesmal gepaart mit Psoriasis Arthritis (beide Knie schwollen immer wieder stark an und mussten punktiert werden, wenn es ganz schlimm war, schmerzte mir meine HWS so stark, dass ich nicht mehr schlucken konnte, Finger und Zehen taten auch weh...). Die Psoriasis war jetzt ausgeprägter. Am Haaransatz (dafür aber nicht mehr auf der Kopfhaut), an den Unterarmen, Ellenbogen, in den Ohren, kleinere Stellen an Rumpf und Beinen. Ich bekam dann Kortison, zeitweise auch MTX, aber nur für 5 Monate. Ich bin wieder an einen guten Heilpraktiker geraten, der mir nahe legte, die Mandeln zu entfernen, übrigens auch die Weisheitszähne. Ich hatte nie eine Mandelentzündung, deshalb war ich verwundert. Der HNO-Arzt weigerte sich, meine Mandeln raus zu nehmen, weil sie „ganz klein und glatt und in keinster Weise auffällig“ seien, auch das Blutbild war in Ordnung. Ich wollte es aber trotzdem unbedingt. Nach der OP wurde mir mitgeteilt, dass die Mandeln zwar oberflächlich gut aussahen, auch klein ABER sie gingen der tief in den Rachen rein und waren dort schon richtig „matschig“, so dass sie schwer zu greifen waren. Es war also höchste Zeit, dass die Dinger raus kamen. Ich bin gespannt, inwiefern sich die Mandel-OP und die Weisheitszahnentnahme (6 Wochen vorher) auf meinen allgemeinen Zustand auswirken. Auch wenn ich eine ganz gute Ausgangssituation hatte, da wir vor der Mandel-OP 5 Wochen in Griechenland waren. Danach waren Haut und Gelenke eh spitzenmäßig. Ich werde in ein paar Monaten noch mal Bericht erstatten. Jedenfalls lasst euch nicht vom äußeren Schein der Mandeln täuschen. Das Buch „Darm mit Charme“ von Gulia Enders ist in dem Zusammenhang übrigens auch zu empfehlen. Da wird ebenfalls von einem Zusammenhang zwischen Mandeln und Psoriasis gesprochen.

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    Überlege auch schon laaaange ob ich mir die rausnehmen lasse, aber in dem Zusammenhang ist ja für die Pro Contra liste ein weiterer Pluspunkt!, vielen dank für den Artikel!Hab mir mir die Freiheit genommen und deinen Artikel in 2 entsprechend passende Facebook-Gruppen zu veröffentlichen - Da kamen auch schon sehr gut an, bzw. gute Resonanz - Ich werde deinen Blog weiter verfolgen! ;)

    Beste Grüße, Rika

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    Vor acht Jahren begann die Pso bei mir nach einer infernalen Mandelentzündung. Also ich habe mir vor sieben Jahren die Mandeln entfernen lassen. Danach (ca. sechs Wochen später) war ich für ca. 14 Monate komplett (also 100%) Pso-frei. Sie ist zwar tatsächlich wieder gekommen aber nur ca. 15% von dem was ich mal hatte. Angefangen hatte es nach der langen Pause wieder mit einer Staphylokokken induzierten Erkältung (diese Mistfiecher). Seit dem bekomme ich die Staphylokokken (aus der Nase) leider auch nicht richtig weg und die Pso bleibt Dauergast :-( ... Aber wie gesagt ist es bei weitem nicht so schlimm wie vor der OP !!!!Ich kann übrigens für mich sagen, dass ich seit der Tonsillektomie weniger kränklich bin.

    Für mich war es die absolut richtige Entscheidung.

    Liebe GrüßeMo

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Auf der diesjährigen Hautärzte-Tagung der DDG wurde wieder einmal viel Interessantes rund um die Psoriasis berichtet: Auffällig ist der Wechsel hin zur Dauer-Therapie, nicht nur bei innerlichen Wirkstoffen. Selbst das Ausschleichen bei Kortison wurde in Frage gestellt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass eine Psoriasis sich bessern kann, wenn die Mandeln entfernt oder Zahnfleisch-Entzündungen behandelt werden. Als schwer ausrottbarer Mythos gilt die Warnung vor Beta-Blockern. Fumaderm® dagegen erwies sich in einer Untersuchung auch nach 12 Jahren als wirkungsvolles und sicheres Medikament. In Einzelfällen wurde Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt.
      Alle zwei Jahre, um den 1. Mai herum, lädt die Fachgesellschaft der Hautärzte, die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), zur Tagung ein. Viele Jahre fand das in Dresden statt, dieses Jahr aber im neuen CityCube Berlin. Wir dürfen dankenswerter Weise daran teilnehmen, um Informationen weiterzugeben, die Patienten interessieren könnten.
      Keine Behandlungspausen mehr?
      Für die Psoriasis galt bisher, dass nur bei Bedarf behandelt wird. Ist der Patient mehr oder weniger erscheinungsfrei, wird der Wirkstoff abgesetzt – bis zum nächsten Schub (Intervall-Therapie). So sind die meisten Hautärzte auch bei innerlich wirkenden Stoffe vorgegangen. Nur bei Fumarsäureester und Methotrexat gab es schon immer viele Patienten, die ohne Unterbrechung behandelt wurden. Bei den Biologika hieß es von Anfang an, dass sie dauerhaft gegeben werden sollten. Skeptiker verdächtigen die Pharmafirmen, sie würden dieses Vorgehen unterstützen, um noch mehr Präparate zu verkaufen. Der Sinneswandel beruht aber auf der relativ neuen Erkenntnis, dass die Entzündung der Psoriasis weitere schwere Krankheiten fördert.
      Deshalb haben viele Referenten gefordert, Psoriasis-Patienten „lebenslang“ zu behandeln – unabhängig davon, wie schwer sie betroffen sind. Um schwere Begleiterkrankungen zu verhindern oder abzumildern, so Professor Peter Altmeyer, solle die „risikoreiche Entzündungslast im Körper gering“ gehalten werden. Professor Matthias Augustin sprach sich bei einer schweren Psoriasis gegen jede Therapie-Pause aus. Professor Kristian Reich dagegen würde prüfen, ob der Wirkstoff niedriger dosiert oder in größeren Zeitabständen gegeben werden kann, wenn ein Patient ein Jahr erscheinungsfrei ist.
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      Professor Reich bestätigte auf Nachfrage, dass man bei äußerlich angewendetem Kortison nicht mehr völlig ausschleichen sollte, wenn der Patient erscheinungsfrei geworden ist. Inzwischen gelte auch dafür, die Dosis zu reduzieren und den Zeittakt zu verlängern, aber nicht auf Null Kortison zu setzen. Sonst komme die Psoriasis schneller wieder. Aus der Behandlung des Atopischen Ekzems (Neurodermitis) wisse man, dass  bleibender Kortison-Schäden nicht zu erwarten sind.
      Professor Altmeyer machte darauf aufmerksam, dass Biologika zwar dauerhaft eingesetzt werden, aber im Laufe der Zeit schwächer wirken würden. Niemand wisse bisher, was danach komme.
      Psoriasis fördert weitere Entzündungen
      Mandeln entfernen?
      Bisher wurde nur vermutet, dass eine Psoriasis sich verbessert, wenn die Mandeln entfernt werden. Jetzt weiß man mehr über die Zusammenhänge zwischen Mandeln und Haut. Wenn Streptokokken eine Mandelentzündung (Angina) verursachen, so wandern Linolsäuren (CLA) in die Haut, anstatt in die Leber oder die Nieren. Bei einem Drittel der Psoriatiker verschlechtert sich daraufhin der Hautzustand.
      Professor Ulrich Mrowietz wies auf eine aufwendige Untersuchung aus Island hin. Bei 70 Prozent der Psoriasis-Patienten verbesserte sich der PASI nach zwei Monaten deutlich, nach dem die Mandeln herausgenommen wurden. Bei niemanden wurde sie durch die Operation schlimmer. Das entspricht auch den Erfahrungsberichten in der Psoriasis-Community. In Südost-Asien sei das die erste Maßnahme bei der pustulösen Form an Händen und Füßen (Psoriasis pustulosa palmoplantaris). Professor Mrowietz meinte, HNO-Ärzte würden bei Erwachsenen nicht gerne die Mandeln entfernen. Vermutlich seien ihnen die Zusammenhänge zur Psoriasis noch nicht so bekannt. Vielleicht hilft ein Hinweis auf die Doktorarbeit einer HNO-Ärztin aus Aschersleben?
      Zahnfleisch-Entzündung behandeln?
      Es ist schon seit 1820 bekannt, dass Zahnfleisch-Entzündungen (Parodontitis) und Rheumatoide Arthritis miteinander zusammenhängen. Für die Psoriasis wird das erst seit einigen Jahren vermutet. Professor Mrowietz erklärte, dass sich bei der Parodontitis die gleichen Entzündungsparameter zeigen, wie bei der Psoriasis. Beide würden sich gegenseitig verstärken („triggern“). Die Entzündung finde in einer „hoch aktiven Zone mit kompetenten Immunsystem“ statt. Ihre schwere Form führe zu Knochenabbau und Zahnverlust.
      Psoriasis komme bei Patienten mit Parodontitis häufiger vor, als in der Normalbevölkerung. Auch umgekehrt konnte gezeigt werden, dass Psoriatiker eher gefährdet sind, daran zu erkranken. Raucher und Übergewichtige hätten ein zusätzliches Risiko.
      Viele merken nicht, dass sie eine Zahnfleisch-Entzündung haben. Typische Symptome fallen erst auf, wenn sie dauerhaft auftreten. Die Diagnose erfordert meist eine aufwendige Untersuchung mit einer Sonde. Wie bei anderen Begleiterkrankungen kann vermutet werden, dass eine Behandlung der Parodontitis auch die Psoriasis verbessert – und umgekehrt.
      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • HamburgerDeern282
      By HamburgerDeern282
      Hallo, Ich habe im Dezember durch eine Mandelentzündung Schuppenflechte bekommen. Die Hautärztin hat mir eine durch die Apotheke angerührte Salbe verschrieben die nach kurze Zeit auch die Schuppen von den betroffen stellen entfernt hat. Meine Haut ist wieder glatt und es bilden sich auch keine neuen Schuppen was ich als erfolg ansehe und schon etwas erleichtert bin. Aber die roten kleinen flecke sind immer noch da.
       
      Verschwinden diese Flecken garnicht mehr? Vielleicht mag mir ja jemand was dazu sagen oder evtl tipps geben. Ich habe gehört ein Salzbad oder Zinksalbe soll helfen?
       
      Lg
    • puma-anja
      By puma-anja
      Hallo ihr lieben,
      wollte euch hiermit mitteilen das ich mir Anfang Oktober die Mandeln entfernen hab lassen, da der HNO es mir auch aufgrund meiner Schuppenflechte angeraten hat!
      Und Jippiajhey, siehe da, meine PSO is S E H R viel besser geworden..
      Wollte das nur loswerden, sollte einer von euch auch vor so einer Entscheidung stehen sich die Mandeln entnehemen zu lassen aufgrund seiner PSO kann ich dem nur positives zusprechen...
      Also denn....
      Schon mal ein frohes Fest und nen guten Rutsch...
      LG
      Anja
    • Ingo G.
      By Ingo G.
      Hallo Leidensgenossen.
      Zur Zeit habe ich den Monsterschub meines Lebens und sehe aus wie ein lebendiger Fliegenpilz.Eincremen ist fast zwecklos,mein Körper ist komplett bedeckt (nehme sonst Daivobet/die man aber nur zu 50% auf den Körper geben darf) und ich bräuchte nach jedem cremen eine neue Tube (zZt Niveacreme,damit die Haut nicht komplett unversorgt bleibt).Ich habe einen Kurantrag gestellt und nehme wieder Fumaderm ein.Meine hochambitionierte Hautärztin meint,dass meine Pso.so angeordnet wäre (kleine rote Stellen im Abstand von ca.5-10cm,die dann rasant größer werden),das dies Rückschlüsse auf eine vermeintliche Streptokkokeninfektion (der Atemwege?)zuließe.Ich habe nun am Donnerstag einen Termin beim HNO zur Fokkusierung.Im Netz habe ich leider nichts gefunden,ist irgendjemandem von euch zu diesem Thema etwas bekannt?
      Besten Dank im Voraus.
      Ingo-reichlich bedient von Psoriasis
    • Jenny1969
      By Jenny1969
      Hallo
      Hat jemand erfahrung mit der PP und chronisch entzündeten Mandeln ?
      Ich habe die PP seit ca. 14 Jahren , und bis jetzt hat keine Therapie angeschlagen ,
      viele haben Sie höchstens verschlechtert.
      Ich hatte als Jugendlicher mindestens 3x im Jahr eine heftige verteiterte Mandelentzündung , jetzt seit ca. 10 Jahren nur noch entzündet , da ich gleich wenn
      es anfängt zu kratzen im Hals ein Oma Hausmittelchen anwende , und nach ca. 8 Stunden schlafen tut nichts mehr weh.
      Ein Arzt sagt mir vor 10 Jahren bereits das diese entfernt werden sollten , da Sie
      total verklüftet wohl seinen , aber man hört ja nicht gleich auf die Ärzte.
      Meine HNO Ärztin sagte das Sie eigentlich entfernt werden sollen da Sie nicht klasse aussehen und auch dauernd wohl entzündet sind.
      Hat jemand erfahrung damit gemacht , hat es an der PP was bewirkt ?
      Ich habe mitte März den OP Termin zur entfernung.
      Liebe Grüße Jenny

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