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    Enbrel (Etanercept) – was ist das und wie wird es angewendet?

    Etanercept ist ein Arzneimittel-Wirkstoff. Er wird in den Medikamenten Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto eingesetzt.

    Diese Medikamente sind rezeptpflichtig.

    Etanercept gehört zur Gruppe der so genannten Biologika. Diese Stoffe heißen so, weil sie von lebenden Zellen hergestellt werden – mit „Bio“ wie man es vom Lebensmittelmarkt kennt hat das nichts zu tun. Bei Etanercept handelt es sich um einen gentechnisch hergestellten  löslichen Rezeptor, der Tumor-Nekrose-Faktor-alpha (TNF-α) bindet und dadurch inaktiviert.

    Bei welcher Erkrankung werden Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto angewandt?

    Etanercept kann sowohl bei Psoriasis arthritis als auch bei mittelschwerer bis schwerer chronischer Plaque-Psoriasis des Erwachsenen angewandt werden.

    Bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis wird Etanercept angewandt, wenn andere Systemtherapien wie Fumarsäureester, Retinoide, Methotrexat oder Ciclosporin nicht ausreichend gewirkt haben oder nicht vertragen werden.

    Enbrel ist auch zur Behandlung der chronischen schweren Plaque-Psoriasis bei Kindern und Jugendlichen ab 6 Jahren zugelassen, wenn diese unzureichend auf eine andere innerliche Therapie oder eine Lichttherapie angesprochen haben oder sie nicht vertragen.

    Bei fortschreitender aktiver Psoriasis arthritis wird Etanercept eingesetzt, wenn herkömmliche krankheitsmodifizierende Antirheumatika nicht ausreichend wirken.

    Enbrel und Benepali werden auch zur Behandlung der Psoriasis arthritis bei Jugendlichen ab 12 Jahren eingesetzt, wenn die unzureichend auf eine Behandlung mit Methotrexat angesprochen haben oder diese Behandlung nicht vertragen.

    Darüber hinaus wird Etanercept auch bei anderen chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew eingesetzt.

    Wirkmechanismus

    Der Tumor-Nekrose-Faktor (TNF-alpha) ist ein wichtiger Bestandteil des körpereigenen Abwehrsystems gegen Bakterien. Er schafft die Voraussetzungen für andere Zellen und Eiweißstoffe, im Kampf gegen Bakterien optimal zu funktionieren. TNF-α wird vor allem von Makrophagen ausgeschüttet und hat vielfältige Wirkungen in vielen Organsystem. Eine örtlich erhöhte Konzentration von TNF führt zu den klassischen Entzündungssymptomen: Hitze, Schwellung, Rötung und Schmerz. Erhöhte Konzentrationen im Blut können zu Fieber und Appetitminderung mit Gewichtsverlust führen.

    Bei chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Psoriasis, ist TNF-α außer Kontrolle geraten. Man findet den Faktor in hohen Konzentrationen, obwohl Bakterien bei dieser Entzündung gar nicht mit im Spiel sind. Die eigentlich gegen Bakterien gerichtete Entzündungsreaktion mit all ihren Folgen wie Schmerz, Rötung und Gewebezerstörung läuft sozusagen ins Leere. Indem man TNF- α aus dem Spiel nimmt, kann man die Entzündungsreaktion ausbremsen.

    Etanercept ist eine lösliche Andockstelle (Rezeptor) für TNF-α. Durch die Bindung an den Rezeptor wird TNF-α quasi „weggefangen“ und kann seine biologische Wirkung in den Zielorganen nicht entfalten.

    Wie wird die Therapie angewandt?

    Es wird empfohlen, dass die Behandlung mit Enbrel und Benepali von speziellen Fachärzten eingeleitet und überwacht wird, die über viel Erfahrung mit diesem Medikament verfügen.

    Enbrel und Benepali werden ähnlich wie die Insulinspritze beim Diabetiker unter die Haut (subkutan) injiziert. Ursprünglich stand die Substanz in Dosierungen von 25 mg und 50 mg als Trockenpulver zur Herstellung einer Injektionslösung zur Verfügung. Seit November 2006 ist Etanercept in Deutschland auch als vorgefüllte Fertigspritze in beiden Dosierungen erhältlich.

    Bei Psoriasis arthritis werden in der Regel zweimal wöchentlich (mit einem Abstand von 3-4 Tage) 25 mg Etanercept verabreicht.

    Die gleiche Dosierung gilt für die Plaque-Psoriasis. Alternativ kann über 12 Wochen auch eine höhere Dosierung von 50 mg zweimal wöchentlich verabreicht werden, danach wird die Dosis, falls noch eine Behandlung notwendig ist, auf 25 mg zweimal wöchentlich reduziert. Behandelt wird bis zum Eintreten einer deutlichen Besserung.

    Bei Kindern und Jugendlichen mit Plaque-Psoriasis ab 6 Jahren beträgt die empfohlene Dosis einmal wöchentlich 0,8 mg/kg Körpergewicht, maximal aber 50 mg pro Dosis. Die Therapie ist für eine Dauer von bis zu 24 Wochen zugelassen.

    Wann dürfen Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto nicht angewendet werden?

    • bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Enbrel und Benepali oder einen der Hilfsstoffe
    • bei Blutinfektionen (Sepsis) oder einem erhöhten Risiko für eine Sepsis
    • bei bestehenden akuten oder chronischen Infektionen einschließlich Tuberkulose

    Worauf müssen Arzt und Betroffener besonders achten?

    Die Kanülenkappe der Fertigspritze enthält Latex, was bei Personen mit Latex-Allergie zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen kann. Auch der Wirkstoff selbst kann allergische Reaktionen verursachen. Bei schwerwiegenden allergischen Reaktionen muss die Therapie unverzüglich abgebrochen und vom Arzt eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

    Besonders gefürchtet ist unter der Behandlung mit TNF-Hemmstoffen das Wiederaufflackern einer nicht richtig ausgeheilten Tuberkulose (Tbc). TNF-α ist in besonderer Weise daran beteiligt, Tuberkelbakterien dauerhaft in Schach zu halten. Fällt diese Wirkung weg, kann die Tuberkulose erneut ausbrechen und dann zu schweren Krankheitsverläufen führen.

    Ihr Arzt wird dich daher ausführlich befragen, ob du jemals an einer Tbc erkrankt warst oder Kontakt mit Tbc-Kranken hattest. Zusätzlich wird unter Umständen mittels Röntgenaufnahme und/oder Hauttest (Tuberkulin-Test) nach einer inaktiven (latenten) Tuberkulose gefahndet.

    Wird eine aktive Tuberkulose festgestellt, darf mit der Therapie mit Enbrel und Benepali nicht begonnen werden. Bei einer inaktiven Tuberkulose wird zuerst eine Anti-Tuberkulosetherapie eingeleitet.

    Auch wenn sich vor der Therapie keine Hinweise für eine Tuberkulose ergeben haben, ist eine spätere Infektion oder ein Wiederaufflackern nicht völlig ausgeschlossen. Du solltest daher während des Behandlungszeitraums besonders auf mögliche Anzeichen einer Tuberkulose wie anhaltender Husten, Gewichtsverlust, niedriges Fieber und Nachtschweiß achten und ggf. sofort deinen Arzt informieren.

    Auch andere Infektionen können unter Enbrel und Benepali gehäuft auftreten bzw. schwerer verlaufen. Ihr Arzt wird daher versuchen, Infektionen vor der Behandlung weitgehend auszuschließen. Tritt eine schwere Infektion während der Behandlung auf, muss die Behandlung mit Etanercept möglicherweise abgebrochen werden, bis die Infektion unter Kontrolle ist. Mögliche Symptome einer Infektion wie Unwohlsein, Fieber, Gewichtsverlust, Schwitzen, Husten und Atemnot sollten daher unter der Behandlung immer ernst genommen werden.

    Patienten mit wiederkehrenden Infektionen in der Vorgeschichte oder begünstigenden Erkrankungen wie z.B. einem fortgeschrittenen Diabetes müssen während der Therapie sorgfältig überwacht werden.

    Auch eine chronische Hepatitis B sollte möglichst ausgeschlossen werden. Einige Menschen sind Träger des Hepatitis-B-Virus ohne davon zu wissen. Die Therapie mit Enbrel könnte das Virus aktivieren.

    Beim heutigen Wissenstand kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass TNF-Gegenspieler wie Enbrel das Risiko für Lymphome und andere bösartige Erkrankungen erhöhen.

    Manche Impfstoffe enthalten lebende Erreger. Auf Impfungen mit solchen Lebend-Impfstoffen sollte während der Therapie mit Enbrel verzichtet werden. Dazu gehören z.B. Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Gelbfieber und Typhus. Impfungen mit Tot-Impfstoffe stellen kein Problem dar.

    Besondere Vorsicht ist auch bei Patienten mit symptomatischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) geboten, da sich diese unter Umständen verschlechtern kann.

    In Einzelfällen ist es unter Enbrel zu einer Störung des blutbildenden Systems mit Verminderung von weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen gekommen. Deuten Symptome wie anhaltendes Fieber, Blutergüsse, Blutungen und Blässe auf solch eine Störung, solltesst du unverzüglich Ihren Arzt aufsuchen.

    Unter der Behandlung mit Etanercept können sich Autoantikörper gegen Zellbestandteile oder den Wirkstoff entwickeln. Die klinische Bedeutung dieser Autoantikörper ist noch unklar.

    Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto in Schwangerschaft und Stillzeit

    Da nicht genug Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte das Präparat hier nicht eingesetzt werden. Während der Behandlung ist eine sichere Empfängnisverhütung zu empfehlen.

    Welche Nebenwirkungen können auftreten?

    Sehr häufig (bei einem von 10 Behandelten oder mehr)

    • Infektionen (bei 29%) – einschließlich Infektionen der oberen Atemwege, Bronchitis, Blasenentzündung, Hautinfektionen
    • Reaktionen an der Injektionsstelle (bei 37%) – einschließlich Blutung, Bluterguss, Rötung, Juckreiz, Schmerzen, Schwellung

    Häufig (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)

    • Leichtere allergische Reaktionen
    • Juckreiz (Pruritus)
    • Fieber

    Gelegentlich (bei mehr als einem von 1000 Behandelten aber weniger als bei einem von 100)

    • Schwere Infektionen - einschließlich Lungenentzündung, eitrige Weichteilentzündung (Phlegmone), septische Gelenkentzündung (Arthritis), Blutinfektion (Sepsis)
    • Hautreaktionen wie Angioödem (allergische Schwellung), Nesselsucht (Urtikaria), Hautausschlag
    • Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie)

    Selten: (mehr als einer von 10.000 Behandelten aber weniger als einer von 1000)

    • Tuberkulose
    • Blutbildveränderungen wie Anämie, Verminderung von weißen Blutkörperchen (Leukopenie, Neutropenie), Panzytopenie (Verminderung aller Blutzellen, einzelne Todesfälle)
    • Krampfanfälle (Konvulsionen)
    • demyelinisierende Erkrankungen des zentralen Nervensystems (z.B. Multiple Sklerose, Opticusneuritis, Querschnittsmyelitis)
    • erhöhte Leberenzyme
    • Gefäßentzündung der Haut (kutane Vaskulitis)
    • Subakuter kutaner oder diskoider Lupus erythematodes, Lupus-ähnliches Syndrom

    Sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 Behandelten)

    • Aplastische Anämie (einzelne Todesfälle beschrieben)
    • Erkrankungen des Lungengewebes (interstitielle Pneumopathie)

    Wechselwirkungen mit Medikamenten oder Wirkstoffen

    Auch wenn es unwahrscheinlich ist, kann ein Einfluss von Etanercept auf die Pharmakokinetik und Sicherheit von Methotrexat nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. In klinischen Studien wurden aber keine Wechselwirkungen mit Glukokortikoiden, nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR), Analgetika oder Methotrexat beobachtet.

    Die Kombination mit einem weiteren TNF-α-Gegenspieler bringt keinen klinischen Vorteil und erhöht die Infektionsgefahr, sodass davon abgeraten wird. Das gleiche gilt für die Kombination mit Anakinra.

    Was sollte man sonst noch über Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto wissen?

    • Ein Ansprechen auf die Therapie mit Enbrel war bei Psoriasis-Arthritis bereits nach vier Wochen nachweisbar. Auch eine deutliche Verbesserung der körperlichen Funktionsfähigkeit und gesundheitsbezogenen Lebensqualität ist gezeigt worden.
    • Etanercept ist vor allem für die Langzeittherapie einer stabilen, ständig fortschreitenden Psoriasis geeignet. In den Leitlinien wird Etanercept zur Induktionsbehandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris empfohlen, wenn man die Erkrankung mit anderen Therapeutika nicht in den Griff bekommt oder diese unverträglich oder kontraindiziert sind. Besonders wird die Therapie mit TNF-α-Gegenspielern empfohlen, wenn die Patienten zusätzlich unter einer Gelenkbeteiligung leiden.
    • Da sehr viele Patienten mit anderen Erkrankungen bereits mit Enbrel behandelt wurden, lässt sich das Risiko für unerwünschte Wirkungen aufgrund der langen Erfahrungszeit hier besonders gut abschätzen.
    • Dem chinesischen Hamster sei Dank: "Das Dimer Etanercept wird per Genexpression aus Eierstockzell-Linen des chinesischen Hamsters hergestellt", schrieb die Pharmazeutische Zeitung einmal.
    • Am Anfang war Enbrel für eine Intervall-Behandlung der Schuppenflechte (und anderer Krankheiten) zugelassen. Später erhielt der Hersteller die Zulassung, dass Erwachsene es sowohl in Intervallen, aber auch dauerhaft und ohne Abbrechen einsetzen konnte. Möglich machten das anderem die Daten einer Studie namens Crystel. Bei der wurden die Sicherheit und Effektivität der Behandlung mit Enbrel für beide Varianten untersucht – sowohl für die Intervall- als auch für die dauerhafte Anwendung, und das für eine Dauer von bis zu 54 Wochen. In der Studie traten bei der längeren Behandlung mit Enbrel keine neuen Nebenwirkungen auf.
    • Benepali kommt vom koreanischen Hersteller Samsung Bioepis. Den Vertrieb in der EU und der Schweiz erledigt die Firma Biogen. Das Medikament war zuvor unter dem Substanznamen SB4 entwickelt worden. "Eine 52-wöchige klinische Phase-III-Studie ergab, dass die Sicherheit und Wirksamkeit von Benepali mit Enbrel vergleichbar ist", schrieb der Hersteller in der Mitteilung zur Zulassung.
    • Auch andere Firmen entwickeln Biosimilars mit dem Wirkstoff Etanercept. So findet sich im europäischen Studien-Register auch eine entsprechende Studie mit dem Hersteller Hexal als Initiator.
    • Zur grundsätzlichen Einschätzung des Wirkstoffes siehe "Ist Enbrel noch zweckmäßig bei Psoriasis?"

    Lagerung

    Enbrel und Benepali werden im Kühlschrank (2 bis 8°C) gelagert und darf nicht eingefroren werden. Werden keine Fertigspritzen verwendet, muss das Trockenpulver nach Anleitung mit „Wasser für Injektionszwecke“ gelöst werden. Dies dauert bei 25 mg bis zu 2 min, bei 50 mg bis zu 10 min. Die fertige Injektionslösung sollte dann so schnell wie möglich verwendet werden (auf jeden Fall innerhalb von 6 Stunden bei Lagerung im Kühlschrank)

    Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto auf Reisen

    Wer mit Enbrel oder Benepali auf eine Flugreise geht, muss einiges beachten.

    • Das Medikament sollte deutlich beschriftet sein, am besten geht das im Originalkarton.
    • Der Patient sollt einen Brief seines Arztes dabei haben. Er dient als Erklärung für den Zoll und die Flughafensicherheit, denn die werden sicherlich wissen wollen, warum jemand Spritzen und / oder Ampullen bei sich hat.
    • Der Arzt kann eine Zollbescheinigung ausfüllen. Einen Vordruck dafür bekommt er vom Hersteller des Medikamentes.
    • Wenn die Reise nicht länger als vier Wochen dauert, kann es bei maximal 25 Grad aufbewahrt werden. Danach darf es dann aber nicht wieder gekühlt werden.
    • Enbrel und Benepali können in einer Kühltasche als Handgepäck mit an Bord genommen werden. Aber aufgepasst: Die kleine Kühltasche, die der Hersteller manchen Patienten zur Verfügung stellt, dient nur dem kurzen Transport aus der Apotheke nach Hause und nicht für eine lange Flugreise.

    Preis

    Für eine Packung mit 4 Pens mit je 50 Milligramm (Stand Februar 2020) belaufen sich die Kosten für Enbrel und Benepali auf 1427,74 Euro.

    Der Preis kann durch Verträge variieren und soll nur ein ungefährer Anhaltspunkt sein.

    Maria Weiß, Ärztin

    Tipps zum Weiterlesen rund um Etanercept

    Kurz gemeldet

    Juli 2020: Bei der Anwendung des Pens passieren offensichtlich mehr Fehler. Das fiel bei der Auswertung von Meldungen auf, die zunächst einen defekten Auslösemechanismus vermuteten. Doch nicht immer bestätigte sich ein solcher Defekt als Ursache. Deshalb schreibt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft:

    Die Nadelschutzkappe sollte erst kurz vor der Applikation abgenommen werden, da ansonsten Lösung in der Kanüle auskristallisieren und diese verstopfen kann.

    Zur Applikation des Pens sollte eine nicht zu weiche Körperstelle genutzt werden.

    Der Kanülenschutz muss durch das Aufdrücken auf die Haut komplett in den Pen zurückgeschoben sein, bevor die Injektion gestartet werden kann. Wird der Auslöseknopf versehentlich vorher betätigt, kann dies zu einer Blockade des Pens führen.

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/07/20/etanercept-defekter-ausloesemechanismus-oder-anwendungsfehler/

    Oktober 2018: In einer Studie wurde verglichen, wie Enbrel im Vergleich zu MTX und zur kombinierten Behandlung mit beiden Medikamenten bei der Behandlung der Psoriasis arthritis abschneidet. Das Ergebnis: Enbrel und die Kombination wirkten besser als MTX allein. (Quelle: Hersteller)

    Verwendete Literatur:

    Tipp: In unserem Forum tauschen Anwender ihre Erfahrungen mit Enbrel, Benepali, Erelzi und Nepexto aus.


    Bildquellen

    • Enbrel-Pen 25mg: Hersteller

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      Es wäre unvernünftig, in schweren Fällen für das eigene Kind äußerlich aufzutragendes Kortison grundsätzlich abzulehnen. Selbstverständlich sollte man bei Kindern nur die schwach wirksamen Kortisonpräparate verwenden. Fragen Sie Ihren Arzt, zu welcher Wirkstoffklasse das Medikament gehört, das er Ihrem Kind verschreiben will. Es sollte zu Klasse I oder II gehören. Aber es gibt Ärzte die empfehlen den Eltern ein anderes Vorgehen: äußerliches Kortison kurzzeitig in höherer Wirkstoffstärke auftragen, anstatt über längere Zeit in niedriger.
      Wenn die Schuppenflechte abheilt, sollte Ihr Kind zu einem weniger starken Wirkstoff wechseln, bzw. zu einer Behandlung ohne Kortison, z.B. einer Salbe mit Harnstoff. Salben oder Cremes mit Kortison müssen bei Kindern äußerst sparsam aufgetragen werden!
      Kortison darf nicht bei großflächigem Befall angewendet werden. Windeln können die Wirkung verstärken 
      Vitamin D3
      Vitamin-D3-Analogika greifen in den Kalziumstoffwechsel ein und sollten deshalb nicht vor dem 6. Lebensjahr angewendet werden. Sie wurden in der Vergangenheit aber durchaus schon Säuglingen und Kleinkindern verschrieben. Maximal 30 % der Oberfläche darf behandelt werden.
      Für Kinder ab 6 Jahren ist nur Daivonex geeignet. Curatoderm Salbe und Curatoderm Emulsion sind für Kinder ab 12 Jahre. Die Curatoderm Emulsion ist ideal, weil sie die Haut gleichzeitig glättet. Sie ist aber das schwächste der Vitamin-D3-Präparate. Daivobet, also der Mix von Vitamin D3 und Kortison, darf erst ab 18 Jahren verschrieben werden.
      Grundsätzlich braucht diese Wirkstoffgruppe drei Wochen, bis ein Erfolg zu erkennen ist. Wer in die Sonne gehen oder sich mit künstlichem UV-Licht bestrahlen lassen will, sollte das Vitamin-D3-Präparat erst danach auftragen.
      Retinoide (Tazaroten)
      Zorac sollte bei Kinder und Jugendlichen nicht angewendet werden. 
      Pimecrolimus und Tacrolimus
      Douglan, Elidel und Protopic sind kortisonfreie Hautcremes. Sie sind für Kleinkinder ab zwei Jahren zugelassen. Pimecrolimus wird sogar bei Säuglingen angewendet. Die Medikamente dürfen offiziell nur bei Neurodermitis verschrieben werden. Sie wirken aber erfahrungsgemäß bei Schuppenflechte genauso gut oder sogar besser, wie kortisonhaltige Cremes. Kann der Hautarzt glaubhaft machen, dass ein Kind zugleich Neurodermitis und Psoriasis hat, darf er die Medikamente verschreiben. Ansonsten geht es nur auf Privatrezept oder mit vorheriger Ausnahmegenehmigung der Krankenkasse. 
      Die Wirkstoffe Tacrolimus und Pimecrolimus sind seit Mitte 2005 in Verruf geraten. Die Zulassungsbehörden der USA und der EU raten seit 2006 zur größten Vorsicht. Krebs erregende Krankheiten seien nicht auszuschließen. Die Hersteller und die deutschen Dermatologen-Verbände dagegen verweisen darauf, dass schon sehr viel Patienten damit behandelt worden seien, ohne dass Krebs aufgetreten sei. Sie halten diese Warnung für völlig übertrieben.
      Generell sind Pimecrolimus und Tacrolimus in der Neurodermitis-Therapie "Mittel der zweiten Wahl". Sie sollen erst dann eingesetzt werden, wenn andere Mittel nicht vertragen werden oder überhaupt nicht anschlagen. 
      Innerliche Medikamente für Kinder
      In sehr schweren Fällen verschreiben Ärzte Kindern auch Methotrexat (MTX). Es gibt jedoch keine Studien darüber. Andere Mediziner halten MTX schon für Erwachsene für zu stark. Ob man es Kindern, die Psoriasis arthrits haben, über längere Zeit anwenden sollte, ist unter den Ärzten strittig.
      Das gleiche gilt für Sandimmun. Das ist auch für Erwachsene ein starkes Medikament. Aber es ist für Kinder zugelassen, wenn sie unter einer sehr schweren Psoriasis leiden (pustulöse oder erythrodermische Form) und andere Medikamente nicht angeschlagen haben. Übermäßige Sonnenbestrahlung ist zu vermeiden. Die Liste der Nebenwirkungen und Gegenanzeigen ist sehr lang. Eltern, deren Kind Sandimmun nehmen soll, sollten sich vorher sehr genau über die Folgen informieren.
      Was ist schlimmer: das verzweifelte, leidende Kind oder mögliche (nicht sichere) Folgen? Eine schwere Entscheidung!
      In den letzten Jahren wurden einige Biologika auch für die Behandlung der Schuppenflechte bei Kindern zugelassen. Darüber sollten Sie mit dem Hautarzt sprechen.
      Wirkstoff Handelsnamen ab... Einschränkung Adalimumab Amgevita, Hulio, Humira, Idacio, Imraldi 4 Jahre Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf eine äußerliche Therapie oder Lichttherapie Etanercept Benepali, Enbrel 6 Jahre Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf andere innerliche Therapie oder Lichttherapie (oder Unverträglichkeit) Secukinumab Cosentyx 6 Jahre Voraussetzung: "Kinder, die für eine systemische Therapie in Frage kommen" Ustekinumab Stelara 6 Jahre Voraussetzung: unzureichendes Ansprechen auf andere innerliche Therapie oder Lichttherapie (oder Unverträglichkeit) UV-Bestrahlung bei Kindern
      Bestrahlung mit ultra-violettem Licht sollte bei Kindern erst dann erwogen werden, wenn andere Therapien nicht anhaltend geholfen haben. Die natürliche Sonne ist immer noch die bessere Wahl, obgleich auch hier Vorsicht geboten ist: So wird dringend vor jedem noch so kleinen Sonnenbrand bei den Kindern (bis 12 Jahre) gewarnt. Wer im Kindesalter immer wieder Sonnenbrände hatte, erkrankt im Alter leicht an Hautkrebs und dessen Haut altert vorzeitig.
      Künstliches UV-Licht (Schmalspektrum UVB 311 nm) sollte grundsätzlich nicht vor dem 12. Lebensjahr verordnet und auch danach sehr zurückhaltend genutzt werden. Es gibt Schulmediziner, die bei einer "refraktären Psoriasis" auch jüngere Kinder bestrahlen lassen. Das ist eine Form, die sich anders nicht behandeln lässt. Grundsätzlich würde man bei Kindern unter 12 Jahren auch keine Balneo-Fototherapie verschreiben. Hierbei wird vor der UV-Bestrahlung ein Salzbad genommen. Solarien haben überwiegend UVA-Licht. Der therapeutische Nutzen ist nicht sehr groß bei Psoriasis.
      PUVA-Bestrahlung kommt für Kinder nicht in Frage, wegen des Wirkstoff Psoralen. Auch Bade-PUVA ist nichts für den Nachwuchs. Creme-PUVA ist bei Kindern nur bei schweren Verlaufsformen, z.B. an den Händen und den Füßen, akzeptabel.
      Kinder mit Psoriasis sollen viel ins Freie in die Sonne. Licht fördert die Vitamin-D-Produktion, frische Luft stärkt das Immunsystem und härtet die Haut ab. Bitte beachten Sie dabei alle Vorsichtsmaßnahmen. Die Sonneneinstrahlung wird auch in unseren Breitengraden immer aggressiver. Die starke Mittagssonne ist auf jeden Fall zu meiden. Die Augen müssen durch eine Sonnenbrille geschützt werden. Die soll wirklich vor UV-Strahlen schützen. Also kein Kinderspielzeug aus gefärbten Plastikgläsern kaufen! Die Schultern sind durch T-Shirts aus Naturfasern zu schützen. Die Haut von Kleinkindern muss mit sehr hohen Lichtschutzfaktoren für Hauttyp I geschützt werden. Sonnenschutzmittel für empfindliche Kinderhaut sollte möglichst hautschonend sein. Sonnencremes schützen nur für eine bestimmte Zeit. Da nützt es nichts, die Creme mehrmals aufzutragen. Wenn die erlaubte Bestrahlungszeit erreicht ist, sollten Eltern ihre Kleinkinder für diesen Tag konsequent in den Schatten verbannen.
      Behandlung der Psoriasis an Händen und Füßen bei Kindern
      Die Behandlung der Psoriasis an den Hand- und Fußflächen ist nicht einfach – weder bei Kindern, noch bei Erwachsenen. Es gibt leider noch keine erfolgsversprechende Therapie, die sich durchgesetzt hat. Zwei Therapieformen lohnen sich auszuprobieren, weil sie sehr auch sehr gut für Kinder geeignet und ohne Risiko sind:
      Die Interferenzstrom-Therapie ist speziell für Hände und Füße entwickelt und erfolgreich getestet worden. Wir haben uns sehr ausführlich damit beschäftigt und glauben, dass das es einen Versuch Wert sein müsste.
      Die DermoDyne-Lichtimpfung war eine Bestrahlungsform, die ohne das gefährliche UV-Licht arbeitete. Ein Arzt aus Berlin hat uns berichtet, dass er mit diesem Verfahren erfolgreich Psoriasis an Händen und Füßen behandelt hat. Nach dem Tod ihres Erfinders ruht derzeit allerdings jede Beschäftigung mit diesem Verfahren.
      Beide Therapien werden nicht von den Kassen bezahlt.
      Geduld bei der Behandlung
      Ihr Kind wird vermutlich sehr lange, vielleicht das ganze Leben, Wirkstoffe und Therapien gegen Psoriasis anwenden. Deshalb sollten Sie möglichst vorsichtig mit allem umgehen, weil sich die Nebenwirkungen im Laufe der Zeit ansammeln.
      Rechnen Sie damit, dass ein Wirkstoff oder eine Therapie irgendwann nicht mehr so gut hilft. Sie müssen die Mittel wechseln, wenn sich die Psoriasis daran gewöhnt hat.
      Dann werden Sie Phasen haben, da wollen Sie nichts mehr von der Schulmedizin wissen. Sie werden natürliche, alternative oder sogar exotische Behandlungen ausprobieren. Bitte geben Sie nicht zu viel Geld dafür aus. Alles, was nach sechs Wochen nicht anschlägt, sollten Sie wieder absetzen. Auch pflanzliche Präparate können unerwünschte Effekte entfalten, wenn sie nicht richtig angewendet werden oder wenn Sie im Internet bei unseriösen Händlern kaufen.
      Sie sollten alternative Mittel oder Therapien als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung anwenden. Es gibt kein Wundermittel gegen Psoriasis! Sprechen Sie mit Ihrem Hautarzt, bevor Sie auf völlig andere Medizinrichtungen ausweichen.
      Sie dürfen auch die Ärzte unseres Expertenrats fragen. Scheuen Sie sich nicht, sie anzusprechen, denn sie haben viel Erfahrung mit psoriatischen Kindern.
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Auf der diesjährigen Hautärzte-Tagung der DDG wurde wieder einmal viel Interessantes rund um die Psoriasis berichtet: Auffällig ist der Wechsel hin zur Dauer-Therapie, nicht nur bei innerlichen Wirkstoffen. Selbst das Ausschleichen bei Kortison wurde in Frage gestellt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass eine Psoriasis sich bessern kann, wenn die Mandeln entfernt oder Zahnfleisch-Entzündungen behandelt werden. Als schwer ausrottbarer Mythos gilt die Warnung vor Beta-Blockern. Fumaderm® dagegen erwies sich in einer Untersuchung auch nach 12 Jahren als wirkungsvolles und sicheres Medikament. In Einzelfällen wurde Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt.
      Alle zwei Jahre, um den 1. Mai herum, lädt die Fachgesellschaft der Hautärzte, die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), zur Tagung ein. Viele Jahre fand das in Dresden statt, dieses Jahr aber im neuen CityCube Berlin. Wir dürfen dankenswerter Weise daran teilnehmen, um Informationen weiterzugeben, die Patienten interessieren könnten.
      Keine Behandlungspausen mehr?
      Für die Psoriasis galt bisher, dass nur bei Bedarf behandelt wird. Ist der Patient mehr oder weniger erscheinungsfrei, wird der Wirkstoff abgesetzt – bis zum nächsten Schub (Intervall-Therapie). So sind die meisten Hautärzte auch bei innerlich wirkenden Stoffe vorgegangen. Nur bei Fumarsäureester und Methotrexat gab es schon immer viele Patienten, die ohne Unterbrechung behandelt wurden. Bei den Biologika hieß es von Anfang an, dass sie dauerhaft gegeben werden sollten. Skeptiker verdächtigen die Pharmafirmen, sie würden dieses Vorgehen unterstützen, um noch mehr Präparate zu verkaufen. Der Sinneswandel beruht aber auf der relativ neuen Erkenntnis, dass die Entzündung der Psoriasis weitere schwere Krankheiten fördert.
      Deshalb haben viele Referenten gefordert, Psoriasis-Patienten „lebenslang“ zu behandeln – unabhängig davon, wie schwer sie betroffen sind. Um schwere Begleiterkrankungen zu verhindern oder abzumildern, so Professor Peter Altmeyer, solle die „risikoreiche Entzündungslast im Körper gering“ gehalten werden. Professor Matthias Augustin sprach sich bei einer schweren Psoriasis gegen jede Therapie-Pause aus. Professor Kristian Reich dagegen würde prüfen, ob der Wirkstoff niedriger dosiert oder in größeren Zeitabständen gegeben werden kann, wenn ein Patient ein Jahr erscheinungsfrei ist.
      Schon 2014 wurde in München für das äußerlich wirkende Daivobet Gel eine Erhaltungs-Therapie empfohlen. Auch wenn keine Plaques mehr vorhanden sind, sollten die bekannten Stellen 2x wöchentlich weiter behandelt werden. In einer Übersichtsarbeit wird dieses Vorgehen für die Kombination Calcipotriol und dem starken Kortison Betamethason als wirkungsvoll und kostengünstig herausgestellt. „Vermutlich“, so die Autoren, wirke das Calcipotriol der Hautverdünnung durch Kortison entgegen. Da sei bisher aber noch nicht nachgewiesen.
      Professor Reich bestätigte auf Nachfrage, dass man bei äußerlich angewendetem Kortison nicht mehr völlig ausschleichen sollte, wenn der Patient erscheinungsfrei geworden ist. Inzwischen gelte auch dafür, die Dosis zu reduzieren und den Zeittakt zu verlängern, aber nicht auf Null Kortison zu setzen. Sonst komme die Psoriasis schneller wieder. Aus der Behandlung des Atopischen Ekzems (Neurodermitis) wisse man, dass  bleibender Kortison-Schäden nicht zu erwarten sind.
      Professor Altmeyer machte darauf aufmerksam, dass Biologika zwar dauerhaft eingesetzt werden, aber im Laufe der Zeit schwächer wirken würden. Niemand wisse bisher, was danach komme.
      Psoriasis fördert weitere Entzündungen
      Mandeln entfernen?
      Bisher wurde nur vermutet, dass eine Psoriasis sich verbessert, wenn die Mandeln entfernt werden. Jetzt weiß man mehr über die Zusammenhänge zwischen Mandeln und Haut. Wenn Streptokokken eine Mandelentzündung (Angina) verursachen, so wandern Linolsäuren (CLA) in die Haut, anstatt in die Leber oder die Nieren. Bei einem Drittel der Psoriatiker verschlechtert sich daraufhin der Hautzustand.
      Professor Ulrich Mrowietz wies auf eine aufwendige Untersuchung aus Island hin. Bei 70 Prozent der Psoriasis-Patienten verbesserte sich der PASI nach zwei Monaten deutlich, nach dem die Mandeln herausgenommen wurden. Bei niemanden wurde sie durch die Operation schlimmer. Das entspricht auch den Erfahrungsberichten in der Psoriasis-Community. In Südost-Asien sei das die erste Maßnahme bei der pustulösen Form an Händen und Füßen (Psoriasis pustulosa palmoplantaris). Professor Mrowietz meinte, HNO-Ärzte würden bei Erwachsenen nicht gerne die Mandeln entfernen. Vermutlich seien ihnen die Zusammenhänge zur Psoriasis noch nicht so bekannt. Vielleicht hilft ein Hinweis auf die Doktorarbeit einer HNO-Ärztin aus Aschersleben?
      Zahnfleisch-Entzündung behandeln?
      Es ist schon seit 1820 bekannt, dass Zahnfleisch-Entzündungen (Parodontitis) und Rheumatoide Arthritis miteinander zusammenhängen. Für die Psoriasis wird das erst seit einigen Jahren vermutet. Professor Mrowietz erklärte, dass sich bei der Parodontitis die gleichen Entzündungsparameter zeigen, wie bei der Psoriasis. Beide würden sich gegenseitig verstärken („triggern“). Die Entzündung finde in einer „hoch aktiven Zone mit kompetenten Immunsystem“ statt. Ihre schwere Form führe zu Knochenabbau und Zahnverlust.
      Psoriasis komme bei Patienten mit Parodontitis häufiger vor, als in der Normalbevölkerung. Auch umgekehrt konnte gezeigt werden, dass Psoriatiker eher gefährdet sind, daran zu erkranken. Raucher und Übergewichtige hätten ein zusätzliches Risiko.
      Viele merken nicht, dass sie eine Zahnfleisch-Entzündung haben. Typische Symptome fallen erst auf, wenn sie dauerhaft auftreten. Die Diagnose erfordert meist eine aufwendige Untersuchung mit einer Sonde. Wie bei anderen Begleiterkrankungen kann vermutet werden, dass eine Behandlung der Parodontitis auch die Psoriasis verbessert – und umgekehrt.
      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • Claudia
      By Claudia
      Professor Ulrike Blume-Petavi vom Klinischen Forschungszentrum für Haar- und Hautforschung der Charité erklärt, wie die Schuppenflechte beim  Nachwuchs behandelt wird.
      Veranstalter ist das Psoriasis Forum Berlin e.V.
      Zoom-Konferenz: https://us02web.zoom.us/j/83877766158?pwd=WVBqdDZhSmtmMFJnT01ZRTgzYjBDQT09
      Meeting-ID: 838 7776 6158
      Kenncode: 165183
       
    • Claudia
      By Claudia
      Das aha! Allergiezentrum Schweiz organisiert zwei Ferienaufenthalte: ein Kinderlager für 8- bis 12-Jährige und ein Jugendcamp für 13- bis 16-Jährige. Vielleicht kennt ja jemand jemanden, für die oder den das was wäre.
    • Enno
      By Enno
      Hallo in die Runde!
      Ich habe mich hier ein wenig umgesehen und wollte in aller Kürze unsere Thematik einbringen - bitte dabei um einen fruchtbaren Diskurs unter Interessierten. Eure Erfahrungsberichte schätze ich sehr. 
      Unser Jüngster wird zwei Jahre und hat in den vergangenen Monaten hat sich Schuppenflechte an Händen, Füßen und Schienbeinen gezeigt. Wir waren auch schon beim KA, der meinte einen Badezusatz mit Ringelblume geben und verschrieb eine in der Apotheke angefertigte Creme. Dabei beobachten wir zusätzlich, ob es eine allergische Reaktion auf Lebensmittel sein kann, auch unter Absprache, also mit einer bestimmten Abfolge. Bisher war es so, dass wenn er aufgewühlt ist, zeigt sich die Psoriasis mehr, als wenn er einen ruhigen Tag hatte. Ich tippe auf psychosomatisch, ist aber bei einem Toddler schwer zu sagen wie ich finde. 
      Habe eben von dem Mittel Meteoreisen Globuli velati hier im Forum gelesen. Passt das zu diesem Hautbild eurer Ansicht nach? Eine homöopathische Alternative oder zusätzliche Anwendung würden wir jedenfalls begrüßen. 
      Freue mich über eure Antworten! 🙂
       

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