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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Cosentyx – was ist das und wie wird es angewendet?

    Cosentyx ist ein Medikament zur Behandlung der Schuppenflechte und der Psoriasis arthritis. Der Wirkstoff in Cosentyx heißt Secukinumab.

    Cosentyx gehört zur Gruppe der so genannten Biologika. Diese Stoffe heißen so, weil sie von lebenden Zellen hergestellt werden – das „Bio“ kommt also von Biologie (und nicht von „Bio“ wie im Lebensmittelmarkt). Bei Cosentyx handelt es sich um einen gentechnisch hergestellten humanen Antikörper gegen Interleukin-17A. Hersteller ist die Firma Novartis.

    Bei welcher Erkrankung wird Cosentyx angewandt?

    Cosentyx ist seit Januar 2015 zugelassen für die Behandlung einer Plaque-Psoriasis, die mittelschwer bis schwer ist. Außerdem ist es seit November 2015 zugelassen zur Behandlung von Psoriasis arthritis und ankylosierender Spondylitis (Morbus Bechterew).

    Wirkungsweise von Secukinumab

    Secukinumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper, der das Interleukin-17A (IL-17A) neutralisiert. Es verhindert die Ausschüttung von entzündungshemmenden Zytokinen, Chemokinen und Mediatoren. Ist genug Secukinumab im Körper, erreicht es die Haut – und reduziert dort lokale Entzündungsmarker. Rötung, Verhärtung und Schuppung der Psoriasis-Stellen werden vermindert.

    IL-17A kommt im Körper eines Menschen natürlich vor. In gesundem Maße ist es an den üblichen Antworten auf Entzündung und Immunsystem beteiligt. Bei Plaque-Psoriasis aber kommt in den Schuppenflechte-Stellen zu viel IL-17A vor.

    Wie wird Cosentyx angewandt?

    Die Therapie sollte ein Arzt begleiten, der mit der Therapie der Schuppenflechte und / oder der Psoriasis arthritis einige Erfahrung hat.

    Cosentyx wird als Spritze oder als Pen verabreicht und subkutan – also unter die Haut – gespritzt. Das kann der Patient selbst tun, wenn er Erfahrung mit der Selbst-Injektion hat. Dabei sollte die Injektion aber möglichst nicht in Bereiche der Haut gesetzt werden, die von Psoriasis befallen sind.

    Dosis bei Schuppenflechte

    Empfohlen wird bei Schuppenflechte eine Dosis von 300 Milligramm Secukinumab. Die muss aus eher technischen Gründen immer auf zwei Einzel-Dosen verteilt werden. Sie bekommen dann also zwei Spritzen bzw. Pens mit jeweils 150 Milligramm Secukinumab pro Anwendung.

    Update: Im Februar 2021 soll eine Version des Pens und der Spritze mit 300 Milligramm auf den Markt kommen.

    Cosentyx wird im ersten Monat einmal pro Woche gespritzt, danach alle vier Wochen.

    Wirkt das Medikament nach 16 Wochen nicht oder nicht ausreichend, sollten Arzt und Patient über ein Absetzen der Therapie sprechen.

    Dosis bei Psoriasis arthritis

    In einer Mitteilung zur Zulassung bei Psoriasis arthritis verwies der Hersteller Novartis auf eine Studie, in der bei 84 Prozent der Patienten mit Psoriasis arthritis die Gelenkzerstörung aufgehalten worden sei. Erste Erfolge in der Behandlung hätten sich nach ein bis drei Wochen gezeigt. Sie hätten auch nach zwei Jahren noch angehalten.

    Laut Zulassung wird Cosentyx bei Psoriasis arthritis in der Dosierung von 150 mg in den ersten vier Wochen wöchentlich gespritzt. Danach geht es einmal im Monat weiter.

    Wer neben der Psoriasis arthritis noch eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte hat oder auf TNF-alpha-Blocker nicht reagiert, kann die doppelte Dosis nehmen: Dann sind 300 mg pro Anwendung möglich.

    Dosis bei Kindern

    Kinder mit Schuppenflechte können ab einem Alter von 6 Jahren Cosentyx anwenden. Die empfohlene Dosis für Kinder bis 50 Kilogramm Gewicht ist eine Injektion mit 75 Milligramm Secukinumab. Alle Kinder, die schwerer als 50 Kilogramm sind, sollen eine 150-Milligramm-Injektion bekommen. Wenn die Wirkung dann noch nicht genügend ist, kann die Dosis auf 300 Milligramm erhöht werden.

    Wann darf Cosentyx nicht eingenommen werden?

    Betroffene, die eine chronische Infektion oder eine immer wieder auftretende Infektion hatten oder haben, sollten mit Cosentyx eher vorsichtig sein. Eine klinisch relevante, aktive Infektion gehört zu den Gegenanzeigen – spricht also gegen die Anwendung von Cosentyx.

    Das Gleiche gilt für Patienten mit aktiver Tuberkulose. Wer eine latente Tuberkulose hat, sollte vor Beginn der Therapie eine Anti-Tbc-Therapie machen.

    Noch deutlicher vorsichtig sollten Betroffene mit Morbus Crohn sein. In den Studien vor der Zulassung von Cosentyx traten Exazerbationen der Darmerkrankung auf – teilweise sogar mit schweren Fällen. Das geschah sowohl bei denen, die den Wirkstoff bekamen, als auch bei denen, die ein Placebo-Medikament erhielten.

    Schwangerschaft und Stillzeit

    Nein, im Gegenteil: Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung verhüten – und mindestens 20 Wochen danach.

    Zwar gab es in Tierversuchen keine direkten oder indirekten Schäden auch nicht am Embryo, bei der Geburt oder danach, dennoch sollte eine Schwangerschaft vermieden werden.

    Ebenso unbekannt ist, ob Cosentyx in die Muttermilch übergeht.

    Für die Auswirkung von Secukinumab auf die Zeugungsfähigkeit gibt es keine Untersuchungen. In Experimenten mit Tieren gab es keine nachteiligen Wirkungen in diesem Bereich.

    Mögliche Nebenwirkungen

    Sehr häufige Nebenwirkungen (bei einem von 10 Behandelten oder mehr)

    • Infektionen der oberen Atemwege

    Häufige Nebenwirkungen (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)

    • Herpes im Mund (Oraler Herpes)
    • Nasenlaufen (Rhinorrhö)
    • Durchfall (Diarrhö)

    Gelegentliche Nebenwirkungen (bei mehr als einem von 1000 Behandelten, aber weniger als bei einem von 100)

    • Nesselsucht (Urtikaria)
    • Hefepilz-Infektion im Mund (Orale Candidose)
    • Fußpilz (Tinea pedis)
    • Entzündung des Gehörgangs (Otitis externa)
    • Verminderung der neutrophilen Granulozyten im Blut (Neutropenie)
    • Entzündung der Bindehaut (Konjunktivitis)

    Seltene Nebenwirkungen

    • Rötung und Abschälung größerer Bereiche der Haut. Kann juckend oder schmerzhaft sein (exfoliative Dermatitis)

    Weitere Nebenwirkungen

    • Seltene Fälle von anaphylaktischen Reaktionen
    • Zunahme mukosaler od. kutaner Candidosen (leichte bis mittelschwere, nicht schwerwiegende Fälle)
    • Mukokutane Candidose (einschl. ösophageale Candidose)

    Wechselwirkungen von Secukinumab

    Lebensimpfstoffe sind während der Behandlung mit Cosentyx tabu. Mit inaktivierten Impfstoffen oder Totimpfstoffen kann dagegen immunisiert werden.

    Unklar ist, wie sicher und wirksam Cosentyx ist, wenn man es mit Immunsuppressiva oder eine Lichttherapie kombiniert. Darum ging es in den Studien nicht.

    Was sollte man sonst noch wissen?

    Latex-Allergiker sollten vorsichtig sein: Die Kappe zum Schutz der Nadel enthält einen Abkömmling von Naturlatex. Überempfindlichkeitsreaktionen können vom Hersteller nicht ausgeschlossen werden.

    Wie bei allen Biologics sind es vor allem Infektionen, auf die Patient und Arzt achten sollten. Bei den Studien zur Zulassung von Cosentyx waren überwiegend die oberen Atemwege von Infektionen betroffen. Neu im „Sortiment“ der möglichen Nebenwirkungen ist dagegen eine Pilzinfektion der Mundschleimhaut ("mukokutane Candida-Infektionen“).

    Weniger als 1 Prozent der Teilnehmer in Studien mit Cosentyx entwickelten Antikörper gegen Secukinumab. Die Hälfte davon wiederum waren neutralisierende Antikörper. Dennoch wurden weder ein Verlust der Wirkung noch Unstimmigkeiten beim Abbau des Wirkstoffs im Körper beobachtet.

    Lagerung

    Cosentyx kommt in einer Einmalspritze oder in einem Pen aus der Apotheke. Es sollte nicht geschüttelt werden (im Übrigen auch nicht gerührt). Und: Es gehört in den Kühlschrank bei 2 bis 8 °C, nicht aber ins Tiefkühlfach. Das Medikament sollte im Karton bleiben, damit es vor Licht geschützt wird.

    20 Minuten vor der Anwendung sollte Cosentyx aus dem Kühlschrank genommen werden.

    Empfohlen wird ein Blick auf den Inhalt. Der sollte klar sein, kann auch schon mal etwas gelblich sein. Ein Luftbläschen darin ist auch noch normal. Nicht normal sind deutlich sichtbare Teilchen (Partikel), eine trübe Flüssigkeit oder gar eine braune Färbung.

    Fällt der Spritzen-Termin einmal in eine Reise, hält Cosentyx vier Tage bei Raumtemperatur durch. Danach muss es aber wieder in den Kühlschrank.

    Kosten

    Eine Doppelpackung Cosentyx kostet etwa 1990 Euro. Das ist ein Listenpreis. Er kann durch spezielle Verträge oder andere Umstände anders sein. Die Angabe dient nur als ungefährer Anhaltspunkt.

    Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn der Arzt die Anwendung von Cosentyx für geboten hält.

    Betreuungsprogramm

    Der Hersteller Novartis bietet für Patienten, die Cosentyx nehmen, zwei Telefonnummern an:

    • Telefon 01802 232300 (Medizinischer Info-Service)
    • Telefon 0800 26 73 690 (Servicecenter für Patienten mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis)

    Verwendete Literatur

    Mehr zum Thema

    Studiendaten zu Cosentyx

    In den letzten Studien mit dem Wirkstoff Secukinumab vor dessen Zulassung hatten 70 Prozent der Teilnehmer eine Verbesserung ihrer Plaque-Psoriasis um 90 oder 100 Prozent erreicht. 100 Prozent Verbesserung ist dabei gleichbedeutend mit einer kompletten Erscheinungsfreiheit. Angewendet wurde dabei 16 Wochen lang eine Dosis von 300 Milligramm gekommen. Laut Hersteller zeigte sich sein Medikament dem Biologics-"Klassiker" Enbrel überlegen. Nach zwei Wochen soll die Psoriasis bereits um die Hälfte reduziert worden sein – was bei Enbrel erst nach sieben Wochen der Fall gewesen sei.

    Studie 1 ("ERASURE")

    Eine Verbesserung der Psoriasis um 75 Prozent erreichten nach 12 Wochen

    • 81,6 Prozent der Patienten mit 300 Milligramm Secukinumab
    • 71,6 Prozent der Patienten mit 150 Milligramm Secukinumab
    • 4,5 Prozent der Patienten mit einem Placebo

    Studie 2 ("FIXTURE")

    Eine Verbesserung der Psoriasis um 75 Prozent erreichten nach 12 Wochen

    • 77,1 Prozent der Patienten mit 300 Milligramm Secukinumab
    • 67,0 Prozent der Patienten mit 150 Milligramm Secukinumab
    • 44,0 Prozent der Patienten mit Etanercept
    • 4,9 Prozent der Patienten mit einem Placebo

    In einer Studie in Phase IIIb ("CLEAR") war Cosentyx nach Angaben des Herstellers wirksamer als Stelara (Wirkstoff: Ustekinumab).

    In weiteren Studien wurde untersucht, wie der Wirkstoff speziell auf eine Psoriasis an den Händen und Füßen, auf Nagelpsoriasis und bei einer Pustulosa an Händen und Füßen wirkt.

    Kurz gemeldet

    • Februar 2021: Der Hersteller hat die Zulassung für einen Pen und eine Spritze mit 300 Milligramm Secukinumab bekommen. Die Anwender dieser höheren Dosis müssen dann künftig nicht mehr zwei Injektionen spritzen. [Quellen: hier und hier]
    • Juli 2020: Kinder ab 6 Jahren mit einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte können jetzt auch mit Cosentyx behandelt werden. [Quelle]
    • November 2019: In einer Studie sollte gezeigt werden, ob Cosentyx bei Psoriasis arthritis deutlich besser wirkt als Humira. Hat nicht geklappt – rein statistisch, wie der Konzern erklärt. Das Ergebnis sei dennoch ermutigend.
    • Oktober 2019: Hersteller Novartis verkündet, dass Cosentyx inzwischen das umsatzstärkste Medikament des Konzerns ist und der Erlös aus dem Geschäft damit gestiegen ist. Deshalb erhöht er seine Prognose für Umsatz und Gewinn.
    • Juli 2019: Eine seltene Nebenwirkung kommt neu in den Beipackzettel: die Rötung und Abschälung der Haut größerer Körperpartien, die juckend oder schmerzhaft sein kann. Der Fachausdruck heißt exfoliative Dermatitis.
    • Mai 2019: In einer Studie wurden verschiedene Spritzen-Intervalle untersucht. Das Ergebnis: Die 300-mg-Dosis alle vier Wochen ist die erfolgsversprechendste. Aber: Für Anwender, die mehr als 90 kg wiegen und nach 24 Wochen noch keine 90-prozentige Besserung ihrer Schuppenflechte bemerkt haben, könnte ein Spritzenintervall alle zwei Wochen nützlich sein. (Quelle: British Journal of Dermatology)
    • November 2018: Die Dosierung von Cosentyx darf bei Psoriasis arthritis flexibler sein. Der Hersteller bekam grünes Licht, das künftig auch in die Packungsbeilage zu schreiben.

      (Quelle: cash.ch und andere)

    • Juni 2018: In den USA darf der Hersteller nun in den Beipackzettel schreiben, dass Cosentyx auch die Zerstörung der Gelenke aufhalten kann.

      (Quelle: Pressemitteilung von Novartis)

    Mehr über Cosentyx


    Bildquellen

    • Cosentyx – Wirkstoff Secukinumab: Bildrechte beim Autor

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    Recommended Comments

    Hallo ,

    ich leide ca 35 jahre an Psoriasis die letzten 20 jahre sehr schwere Psoriasis am ganzen Körper. Viele Therapien haben keinen Erfolg gebracht. Seit 8 Wochen spritze ich Cosentyx die mir die Hautklinik verschrieb.

    Ich kann es nicht glauben wie ein Wunder ich bin bis jetzt zu 95 % absolut Schuppen frei meine Haut ist glatt kein jucken keine rote Haut. Die Nebenwirkungen bis heute sind geringer als ich dachte.

    Ich fühle mich wie ein neuer Mensch und bin dankbar das ich Cosentyx bekomme und hoffe auf einen langen Erfolg.

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    Nach über 40 Jahren hat mir Cosentyx geholfen. z.zt keine plaque. lebensqualität geht vor. alles toll. danke prof. dr. jenne aus kiel! er und dr. meyerhofer sind die besten ärzte! totales vertrauen. Hier mein Dank an Euch!

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    Ich kann nur sagen, nach einem Marathon von Untersuchungen im Krankenhaus und nach fast 10 Jahren den Hautarzt gewechselt, habe ich heute das Rezept bekommen, morgen geht es los ! *freu*

    Mein Arbeitskollege hat seit seiner Kindheit Psoriasis, ist gerade 50 geworden, nimmt es seit 8 Wochen und er hat NIX mehr ! Er sagt, ich fühle mich wie NEU geboren, alles wech !Ich fange morgen an und freu mich drauf !

    Ich kann nur jedem raten, wer seinem Hautarzt danach fragt, und er will abwimmeln, (der Grund liegt auf der Hand, er will natürlich das Sie weiter Monat für Monat zur Bestrahlung kommen, Salben verschreiben aus dem Eimer, so sag ich das immer, und natürlich Geld mit Euch zu verdienen!

    Wie es einem geht interessiert leider wenige Ärzte! Wenig Arbeit und Dauerkunden, fertig! Die Erfahrung habe ich gemacht, furchtbar!Habe nach 10 Jahren den Arzt gewechselt, das war Oktober 2017, jetzt haben wir Januar 2018 und morgen geht es zum Ziel !Gebe Euch gerne Tipps wenn ihr welche braucht.

    Liebe Grüße Tommy

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    Hallo,

    "Lebensimpfstoffe sind während der Behandlung mit Cosentyx tabu." Für wie lange? Wenn eine Impfung mit Lebensimpfstoff bevor steht. Könnte mir da einer helfen?

    Danke!

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    Ich habe heute Cosentyx zum dritten Mal gespritzt. Leider empfinde ich das Spritzen des Medikamentes als ziemlich schwierig, da sich der Kolben nur schwer herunter drücken lässt.Habt Ihr auch diese Erfahrung gemacht? Zuvor hatte ich ein anderes Medikament, das sich wesentlich leichter selbst spritzen ließ. Mit Cosentyx selbst bin ich sehr zufrieden. Die Psoriasis auf dem Kopf und Rücken ist deutlich besser geworden. Ich hoffe sehr, dass es so bleibt.

    Viele Grüße

    Chris

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    Ich nehme seid Oktober 2017 Cosentyx, vorher jahrzehntelang alles mögliche gemacht , ohne Erfolg.

    Bin zu 99% erscheinungsfrei und habe auch keine Nebenwirkungen.

    Das Blutbild wird regelmäßig gemacht.

    Ich freue mich nach 30 Jahren psorias, diesen Sommer Kleider und Tops anziehen zu können.

    Bin meinem Arzt sehr dankbar, dass er mir das Medikament verschrieben hat.

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    Gute Frage. Stell sie am besten mal beim Servicecenter des Herstellers unter 0800 26 73 690. Die Antwort würde uns auch interessieren.

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    Nehme das Mittel gut 11/2 Jahre, kann nur sagen top

    Meine Haut sieht aus,als wäre da nie etwas gewesen?

    Würde es immer empfehlen.

    Das einzige was mir bei mir auffällt, vielleicht nur ein Hirngespinst, ich hab das Gefühl zugenommen zuhaben!

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    das mit der Gewichtszunahme war bei mir am Anfang auch. Aber wirklich gesund ernähren habe ich mich nie. Seitdem ich aber auf Wasser und auf low carb (nicht jeden Tag, aber ich achte auf Kalorien) umgestiegen bin geht es eigentlich wieder. :)

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    Ich nehme Cosentix seit 2,5 Jahren. Meine Haut war noch nie so gut. Allerdungs schwitze ich seit einiger Zeit fürchterlich ( Unter- und Oberhemd sind nach einem 30 minütigen Spaziergang total durchgeschwitzt ). Der Schweiß läuft mir so den Kopf runter. Gibt es bei dem Einen oder Anderen gleiche Erfahrungen?

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    Lieber Tommy, ich stimme Dir zu. "Leide" seit über 30 Jahren und fange demnächst (endlich) mit Cosentyx an.

    Natürlich interessiert es mich sehr, wie es Dir damit inzwischen ergangen ist. Vit. bist Du so nett und schreibst mir kurz von Deinen Erfahrungen.

    Herzlichen Dank.

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    Hallo, ich habe seit 40 Jahre Schuppenflechte und bin nach "Cremereichen" und "Lichtherapie"-Jahren nach eigener Recherche auf eine Studie in unserem Uniklinikum gestossen. Nach einer einjährigen Studien-Teilnahme spritze ich nun seit 2016 regelmäßig Cosentyx. Anfänglich ein Supermedikament, nach 3 Monaten völlig unauffällige Haut und die Freude riesengroß. Nach 6 Monaten kam die erste Nebenwirkung: beidseitige Otitis und Schuppung der gesamten Ohrmuschel. Seit Sommer 2018 habe ich nun am gesamten Körper rote Hautflecken, mal stärker mal blasser. Ich creme täglich, doch sie gehen nicht weg (Dr. Hauschka-Med Lotion). Teilweise mit starkem Juckreiz einhergehend, ist der Verdacht meiner Hautärztin zusätzlich nun Neurodermitis. Die verordneten Kotisonsalben nutze ich nur im Notfall, da die Wirkung nur kurzzeitig anhält. Seit Januar 19 habe ich nun außerdem geschwollene Augenlider und schuppige Lippen und Mundpartie. Für die Lippen und den Mund habe ich das Wollfett für mich entdeckt. An die Otitis hatte sich mein Körper gewöhnt und Dank 14-tägiger HNO-Arzt-Besuche die Entzündung eingestellt.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Tipps?

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    Ich leide seit ca 1 jahr an psoriasis, der erste schub war sehr kräftig. Kopfhaut, gesicht, rücken, arme, bauch, beine und füsse waren betroffen. Cortison hat meine kopfhaut und gesicht erstmal befreit bis der zweite schub kam (der bis heute sichtbar im gesicht und körper ist)....Jetzt bekomme ich cosentyx, habe heute die erste spritze bekommen. Hoffe es hilft

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    Meine lieben Leidensgenossen! Seit über 40 Jahren leide ich unter diesen Joch der Krankheit. Ich war zur über 80% befallen uns sah zum Schluss aus wie ein Zombie. Arme, Beine, Rücken, Bauch, Gesicht und Hände waren betroffen (und auch andere Stellen). Da ich eine neue Hüfte brauchte und ich nicht Operiert werden konnte, (wegen meiner Schuppenflechte) kam ich erst mal in eine Hautklinik.Diese Behandlung hat kaum Wirkung gezeigt bis ich an einer Studie mit Cosentyx teilnehmen durfte. Nach ca. 4 Wochen waren meine Beschwerden soweit in Griff, daß ich Operiert werden konnte. Heute bin ich zu 99% beschwerdefrei. Nebenwirkung habe ich zum Glück noch keine. Bin ein neuer Mensch geworden.Meine Psyche ist wieder in Ordnung und ich habe keinen Drang mehr, mich zu verstecken oder mein leben zu beenden.Das Medikament ist Gold wert. Ich hoffe für jeden Menschen, ( der das brauch ) das auch zu bekommen. Mfg Jockertruck

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    Hallo,

    Ich bin Fan Cosentyx Fan, wenn es erlaubt ist so direkt zu schreiben. Ich habe mich über 15 Jahre einem Marathon an Bädern, Cremes, Bestrahlung, Tabletten (Den Namen weiß ich allerdings nicht mehr, sie haben ständiges aufstoßen hervorgerufen. Super unangenehm das ständige zu unterdrücken in der Öffentlichkeit. Puh.) unterzogen. Ich habe am ganzen Körper geblüht, geschwitzt, gelitten.Als Kassenpatientin musste ich den Weg aber von unten beginnen und habe alles probieren müssen. Es gab kleine Erfolgen, aber keine dauerhaften. Bis ich vor drei Jahren Cosentyx verschrieben bekommen habe. Sehr leichte Handhabung sich selbst die Pens zu spritzen. Der Erfolg war so fix da und hält bis heute. Selbst eine 6 monatige Auszeit hat nur 2 Centgroße Psoriasisstellen hervorgerufen und jetzt nach 4 Wochen sieht man nur noch Sonnenbedingt auf der Haut die Stellen. In meinem Fall sind positive Nebenwirkungen eine sehr glatte, sogar samtweiche Haut (am ganzen Körper) und die neue Lebensqualität, die mein Selbstbewusstsein so gestärkt habt. Negative Nebenwirkung, ich schwitze sehr schnell und mehr (besonders Kopf und Rücken), aber das ist nach all den Beschwerden eine kontrollierbare Kleinigkeit für mich. An Gewicht habe ich nicht zugelegt.

    Meine Hautärztin hat mich all die Jahre durchgängig so liebevoll und zuversichtlich unterstützt und nach Lösungen gesucht, die auch vereinbar mit meinem Berufsleben sind und für mich gefunden.Lieben Dank Frau Dr. Winzer (Berlin)!<3

    Schöne Grüße,Lucy

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    Bei mir fingen die Hautprobleme, vor 3 Jahren an. Nach vier Wochen Klinikaufenthalt, mit Salben und Lichttherapie Behandlungen wurde es etwas besser. Da kannte ich das Medikament noch nicht. In den nächsten Wochen hatte ich einen dermaßigen Schub, dabei verlor ich den Geschmacksinn sowie all meine Haare, die Fuß und Fingernägel durch die Schuppenflechte. In der Hautklinik wurden Tests gemacht,um herrauszufinden um was es sich handelt. Nach dem ich dann mit Consentyx gespritzt wurde, sah man die Veränderung nach und nach. Ich spritze seit knapp drei Jahren das Medikament und meiner Haut und mir geht es soweit gut. Ich habe nur festgestelt, das meine Haut mit Wärme und Nässe Schwierigkeiten hat. In der Zeit habe ich gemerkt, wie schnell eine Schuppenflecht dein Leben verändern kann. Ich bin meinem Hautarzt so dankbar für die Hartnäckige Suche nach der Ursache.

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      Viele merken nicht, dass sie eine Zahnfleisch-Entzündung haben. Typische Symptome fallen erst auf, wenn sie dauerhaft auftreten. Die Diagnose erfordert meist eine aufwendige Untersuchung mit einer Sonde. Wie bei anderen Begleiterkrankungen kann vermutet werden, dass eine Behandlung der Parodontitis auch die Psoriasis verbessert – und umgekehrt.
      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
      Psoriatiker benötigten eine lebenslange Betreuung, um Komorbiditäten kontrollieren zu können. Sie sollten sich alle 12 Monate (bei schwerer Pso alle 6 Monate) auf eine Fettstoffwechsel-Störung (Lipid-Stoffwechsel-Störung = Dyslipidämie) untersuchen lassen. Außerdem regelmäßig nach Blut-Hochdruck (arterielle Hypertonie), Adipositas und Diabetes.
      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • GrBaer185
      By GrBaer185
      Guten Tag Frau Dr. Allmacher!
      Ich hab eine Frage zum Dosierschema bei Biologicals:
      Bei Biologicals sind häufig zu Beginn der Therapie, in der Initialphase (Startphase),  die Spritzenabstände kürzer, als dann in der Dauer-/Erhaltungstherapie.
      Zum Beispiel werden bei Cosentyx (Wirkstoff Secukinumab) die ersten fünf Dosen (z.B. je 300 mg als zwei Spritzen) im Abstand von einer Woche gespritzt und anschließend werden nur noch alle vier Wochen (300 mg) gespritzt.
      Hierdurch kann nach meiner Abschätzung (siehe Diagramm 2 im Blog  Cosentyx® - Dosierung, Halbwertszeit und pharmakokinetische Eigenschaften - Cosentyx® (Secukinumab) - Psoriasis-Netz (psoriasis-netz.de) ) in Behandlungswoche vier bis fünf eine mittlere Serumkonzentration (rund 3 in a.u.) von Secukinumab erzielt werden, die rund doppelt so hoch liegt wie der in der Dauertherapie sich einstellende mittlere stady-state-Wert (rund 1,5 a.u.).
      Dies macht wohl Sinn, da zunächst ein sehr aktives Entzündungsgeschehen "gestoppt" werden muss und zur Verhinderung eines erneuten Aufflammens ein weniger großer Eingriff in das Immunsystem ausreicht - ein anschaulicher Vergleich dazu: Um ein fahrendes Auto zu stoppen, braucht es eine viel größere Kraft, als um ein stehendes Auto am losrollen zu hindern).
      Nun gibt es Fälle, bei denen durch ein Aussetzen bzw. eine Verlängerung des Spritzenintervalls oder aber durch innere oder äußere Trigger es zu einem erneuten Aufflammen der Psoriasis kommt und eine Rückkehr zur Erhaltungsdosierung mit einem Abstand von vier Wochen keine zufriedenstellende Verbesserung bringt.
      Unter welchen Umständen und Bedingungen ist dann eine erneute Initialdosierung mit wöchentlichem Abstand oder zumindest eine (vorübergehende) Dosissteigerung medizinisch vertretbar und unter Berücksichtigung gesetzlicher Vorgaben (Medikamentenzulassung, Kostenübernehme durch Kassen) möglich?
      In dem Zusammenhang eine Zusatzfrage:
      Ein überlegenswerter Ansatz  ist es, entsprechend der Serumglukosebestimmung bei Diabetes mellitus, den Serumspiegel von Interleukin-17-A bei der Therapie mit Secukinumab zu monitoren und die Dosierung daran und an der Ausprägung der Psoriasis zu orientieren.
      An welchen Universitätskliniklaboren ist eine Bestimmung des Interleukin-17-A-Spiegels möglich und in welchen Studien erfolgte dies? Ist absehbar, ab wann Interleukin-17-A Untersuchungen für Patienten in dermatologischen Praxen zur Verfügung stehen?
      Vielen Dank im Voraus und viele liebe Grüße
      GrBaer
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Im November 2014 erschien das Buch "Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert" des dänischen Medizinforschers Peter C. Gøtzsche auf Deutsch. Schon bei seinem Erscheinen ein Jahr zuvor auf Englisch hat es weltweit Furore gemacht und ist als grandiose Radikal-Kritik an den global agierenden Pharmakonzernen gelobt worden.
      Gøtzsche behauptet, dass nahezu alle großen Pharmafirmen ihre Medikamente mit Methoden vertreiben, die mehr oder weniger „kriminell“ seien. Tausende Patienten wären gestorben oder hätten schwere Schäden erlitten, weil die Firmen verhindert haben, dass negative Wirkungen eines Medikaments bekannt wurden. Der Autor warnt davor, Informationen über Medikamente unkritisch zu übernehmen. Die Pharmaindustrie setze mit enorm viel Geld und ohne Skrupel ihre Marketing-Interessen auf allen Ebenen durch. Er rät Patienten, mit Medikamenten sehr vorsichtig umzugehen und sie abzusetzen, wenn sie einem zu riskant erscheinen. Gøtzsche ist kein Anhänger einer Alternativ-Medizin. Er fordert für die gesamte Schulmedizin unabhängige, industrie-ferne Experten und Studien. Sein Standpunkt ist eindeutig: Er glaube der Pharmaindustrie nicht, weil sie die Öffentlichkeit wiederholt belogen habe – selbst wenn sie manchmal die Wahrheit sage.
      Pharmakonzerne begehen Straftaten
      Als Patient würde man sich wünschen, Gøtzsche wäre ein klassischer „Verschwörungstheoretiker“. Dann könnte man, was er behauptet, als völlig überzogenen Generalverdacht zurückweisen: Die internationalen Pharmakonzerne würden Straftaten begehen, wie man sie von der Mafia und vergleichbaren kriminellen Organisationen kenne und seien verantwortlich für zehntausende Tote. Die vielen Fälle, über die er ausführlich berichtet, sind aber genauso passiert und werden von ihm akribisch belegt. Keinem Pharma-Anwalt ist es gelungen, sein Buch juristisch zu verhindern. Was noch erschreckender ist: Trotz veröffentlichter Skandale, Gerichtsurteile, Vergleiche, Strafgelder, Schadensersatz und Abfindungen in Milliardenhöhe wären das keine Einzelfälle geblieben. Die Zahl der Straftaten nehme weiterhin schnell zu. In den USA würden Pharmariesen dreimal so viele schwere oder mittelschwere Gesetzesverstöße begehen wie andere Unternehmen.
      Medikamente sind dritthäufigste Todesursache
      Fast jede Berufsgruppe, die für die Pharmaindustrie von Bedeutung sei, werde mit großen Geldbeträgen bestochen. Kriminalität, Korruption und unzulängliche Überwachung von Medikamenten seien gängige Praxis. Die wissenschaftliche Literatur über Medikamente werde systematisch verfälscht. Manager der Pharmaindustrie würden Ärzte, Patienten, Behörden und Gerichte belügen. Anstelle von unabhängigen Experten bestimmten Pharmakonzerne, was wir von Medikamenten halten sollen. Das erklärt, so Gøtzsche, weshalb Medikamente in den Vereinigten Staaten und in Europa (nach Herzkrankheiten und Krebs) die dritthäufigste Todesursache seien.
      Das Buch ist derart umfassend, dass es an dieser Stelle nicht vollständig gewürdigt werden kann. Aber es ist so eindrucksvoll, dass „mündige Patienten“ es unbedingt lesen sollten. Zumal es nicht nur sehr verständlich geschrieben ist, sondern auch streckenweise spannend. Diese Buchbesprechung konzentriert sich auf die Aussagen, die uns Psoriatiker interessieren könnten.
      Pharmahersteller mussten Milliarden Beträge zahlen
      Der Autor schildert Fälle u.a. von Abbott (AbbVie), Janssen (Janssen-Cilag), Merck (MSD), Novartis und Wyeth (Pfizer) – alles Firmen, die auch Biologika für Psoriasis und Psoriasis arthritis auf den Markt gebracht haben. Sie mussten allein in den USA Strafen zwischen 95 Millionen und 3 Milliarden Dollar zahlen.
      Die häufigsten Straftaten waren
      illegale Vermarktung (Ärzten wurde empfohlen, die Medikamente für nicht zugelassene Indikationen zu verwenden) falsche Darstellung von Forschungsergebnissen durch bezahlte Autoren Verschweigen oder Vertuschen schädlicher Wirkungen von Medikamenten Bestechung von Ärzten und Beamten bis hin zu Rabatt-Betrug an öffentlichen Gesundheitsdiensten In 2012 musste z.B. die Firma Amgen 762 Millionen Dollar zahlen, weil sie in den USA u.a. Enbrel® für die leichte Psoriasis propagiert und Ärzten Schmiergelder bezahlt hatte. Dramatisch war der Fall Vioxx, ein nicht-sterioales Anti-Rheumamittel (NSAR) zur Behandlung von Gelenkerkrankungen wie der Psoriasis arthritis. Das Medikament wurde von Merck (MSD) auf den Markt gebracht. Gøtzsche beschreibt, dass es von Anfang an bekannt gewesen sei, dass COX-2-Hemmer das Thrombose-Risiko erhöhen. Kritische Wissenschaftler und Journalisten, die immer wieder darauf hinwiesen, wurden von der Firma systematisch verfolgt, beruflich diffamiert und persönlich bedroht. Das Unternehmen verpflichtete medizinische „Meinungsmacher“ für viel Geld, positive Aussagen zu Vioxx® abzugeben.
      Merk habe, so der Autor, mit Vioxx® ungefähr 120.000 Patienten durch Thrombosen umgebracht. Viele von ihnen hätten gar nicht mit dem Mittel behandelt werden müssen. Paracetamol hätte die gleiche Wirkung gehabt. Die Firma wurde wegen Betrugs bei der Vermarktung von Vioxx® verurteilt. So zahlte Merck z.B. 2007 in einem Vergleich 4,85 Milliarden Dollar, der ohne die zusätzlichen 1,2 Milliarden Dollar an Anwaltskosten vermutlich noch höher ausgefallen wäre. In 2012 musste die Firma noch einmal als Geldstrafe und Schadenersatz fast 1 Milliarde Dollar zahlen.
      Die Geschichte der NSAR sei, so Gøtzsche, „eine Horror-Story voller übertriebener, unlogischer oder falscher Behauptungen, Gesetzesverstöße, untätiger Behörden und Nachgiebigkeit gegenüber der Industrie." Mehrere dieser Medikamente mussten vom Markt genommen werden. Die Behauptung, NSAR besäßen eine entzündungshemmende Wirkung sei ein Schwindel. Konkret benennt er z.B. Naproxen, Piroxicam und Benoxprofen und macht Pfizer und Eli Lilly für den Tod hunderter Patienten verantwortlich. Auch bei der bei der Celecoxib-Studie von Pfizer wäre betrogen und gelogen worden. Trotzdem werden NSAR weiter zur Behandlung der Psoriasis arthritis eingesetzt.
      Pharmaindustrie honoriert Ärzte und Wissenschaftler
      Pharmaunternehmen würden nie über Vor- und Nachteile ihrer Medikamente sprechen, sondern nur darüber, wie wirksam und ungefährlich sie seien. Als Beleg beriefen sie sich auf Studien, die sie selbst finanziert, vorstrukturiert und ausgewertet hätten. Sie würden Ärzten und Wissenschaftlern extrem hohe Honorare zahlen, nicht selten bar. Gøtzsche stellt fest, dass die meisten Experten eines Fachgebiets auch für die Pharmaindustrie arbeiten. In Dänemark, wo das genehmigt werden muss, haben 39 % der Dermatologen die Erlaubnis, für die Pharmaindustrie zu arbeiten. Damit gäbe es im ärztlichen und im wissenschaftlichen Bereich keine gegenseitige Kontrolle unter Kollegen mehr. Unabhängige Studien gäbe es immer seltener. Sie würden von den Pharmafirmen sabotiert, z.B. indem keine Placebos zur Verfügung gestellt werden. Gøtzsche fordert Gesetze, die eine unabhängige Forschung ermöglichen. Klinische Studien müssten als öffentliche Aufgabe durchgeführt werden. Die Pharmaindustrie, die gegenwärtig erheblich von staatlich finanzierten Universitäten und dem öffentlichen Gesundheitswesen profitiert, könnte das über Steuern mittragen.
      Der Autor stellt fest, dass die meisten Mitglieder in beratenden Ausschüssen keine „unabhängigen Experten“ seien. Er weist darauf hin, dass in allen Arzneimittel- oder Leitlinien-Ausschüssen und in Wissenschaftlichen Beiräten Ärzte mit finanziellen Verbindungen zu Pharma-Unternehmen sitzen. Selbst wenn „Interessenkonflikte“ offengelegt werden, sei es fraglich, ob sich ein hoch dotierter Berater der Pharmahersteller stets neutral nur von Daten leiten lasse. Das widerspräche der inzwischen weit verbreiteten Kultur der unbegrenzten Gier und des Betrügens.
      Bei Vorträgen, so Gøtzsche, würden Ärzte Folien zeigen, die offenkundig nicht sie, sondern Pharmaunternehmen vorbereitet hätten. Das kennen wir z.B. von den „Psoriasis-Gesprächen“. Hautärzte laden ihre Patienten ein, um über Schuppenflechte zu referieren. Mal wird der Sponsor gar nicht erwähnt, mal wird der Firma AbbVie allgemein für die Unterstützung gedankt – ohne aber dass die Zuhörer erfahren, was genau die Firma mit Psoriasis zu tun hat. Wir haben nie erlebt, dass die Patienten darüber informiert werden, der Arzt würde jetzt eine vorgegebene Präsentation der Firma AbbVie vortragen.
      Widerspruch nicht willkommen
      Wie schwierig es ist, wissenschaftlich Klarheit über ein Medikament zu bekommen, zeigt sich z.B. bei Fumaderm®: Die unabhängigen Mediziner des arznei-telegramms kritisieren das Medikament immer wieder. Sie weisen z.B. auf die unzulängliche Studienlage hin und bemängelten, dass Aufsichtsbehörden viel zu langsam auf die bekannt gewordenen drei Todesfälle reagiert hätten. Der Hersteller Biogen-Idec erklärte seinerzeit, diese Patienten hätten aufgrund ihrer Blutwerte nicht weiter mit Fumaderm® behandelt werden dürfen. Die Firma wies darauf hin, dass es bei jetzt fast 200.000 Patientenjahren keine schweren Nebenwirkungen durch Fumaderm® gegeben hätte. Zweifel und Unsicherheit bleiben, weil es keine klärende wissenschaftliche Auseinandersetzung zwischen den unabhängigen Medizinern und den Experten der Pharmafirma gibt. Das bestätigt Gøtzsche, der darauf verweist, dass Widerspruch bei Pharmafirmen nicht willkommen sei. So etwas störe die Geschäfte.
      Mondpreise der Pharmaindustrie
      Um den Absatz ihrer Medikamente zu steigern, würden Pharmafirmen Statistiken vorlegen um zu beweisen, dass bestimmte Krankheiten nicht optimal behandelt werden würden. Sie warnen folglich vor einer „Unterbehandlung“. Versorgungsforschung gibt es inzwischen auch bei der Psoriasis. Nicht ganz unerwartet wird seit einigen Jahren verkündet, Psoriasis-Patienten seien unterversorgt.
      Deutlich kritisiert der Autor die „Mondpreise“ von aktuellen Medikamenten. So sei die Behandlung eines Rheuma-Patienten mit einem Biologikum in Dänemark 120-mal teurer als eine Therapie mit einem konventionellen Mittel. Begründet würden die Preise mit den immensen Forschungsausgaben der Firmen. Tatsächlich aber sei immer wieder nachgewiesen, so Gøtzsche, dass diese völlig überhöht angesetzt werden. Die Ausgaben für Marketing seien doppelt so hoch und Preisabsprachen wären in dieser Branche üblich. Wenn neue Medikamente so gut wären, wie die Pharmaindustrie uns weismachen wolle, wäre es kaum nötig, sie zu pushen und Ärzte zu bestechen, damit sie die Präparate verschreiben.
      Bezahlen müssen diese exorbitanten Preise die Patienten, die Steuerzahler bzw. die Versicherten der Krankenkassen. Für Gøtzsche ist das „Diebstahl“. Pharmaunternehmen, die solche Preise verlangen, würden sich wie Straßengangster verhalten, denen man schutzlos ausgeliefert sei.
      Wertung
      Es fällt schwer, sich der Argumentation von Gøtzsche zu entziehen. Die Vorwürfe sind seriös recherchiert. Seine Schlussfolgerung, die Straftaten von Pharmafirmen seien kriminell, weil sie immer wieder vorkommen und Strafen oder Schadensersatz quasi aus der Portokasse finanziert werden, sind nachvollziehbar. Die unglaublich vielen Todesfälle durch Arzneimittel sind ebenfalls dokumentiert und machen Patienten am meisten Angst.
      Die positive Wirkung von Psoriasis-Medikamenten ist objektiv nachzuweisen. Man kann messen, wie sich die Plaques zurückentwickeln – klassischerweise mit dem PASI.
      Todesfälle gab es bei dem Biologikum Raptiva®, das daraufhin sofort vom Hersteller Serono (heute Merck-Serono) vom Markt genommen wurde. Schwerwiegende Nebenwirkungen der Biologika sind bei rund 1 Prozent der Patienten möglich. Sie sollen in Registern für Psoriasis und Psoriasis Arthritis gemeldet werden. Gøtzsche führt an, viele Ärzte würden solche Meldungen nicht machen: Das sei viel zu zeitaufwendig und bürokratisch, Pharmavertreter würden sie hinterher bedrängen und nicht immer würde eine Erkrankung mit dem Medikament in Verbindung gebracht.
      Unsere Erfahrung ist, dass die Dermatologen, die sich zum PsoNet zusammengeschlossen haben, in ihren Schulungen immer wieder auf die Register hingewiesen werden. Patienten sollten unbedingt mit dem Arzt darüber sprechen, wenn die Ursachen für einzelne Erkrankungen nicht zu klären sind.
      Was bleibt, sind 120.000 Todesfälle nach der Einnahme von Vioxx®. Das Medikament wurde auch bei Psoriasis arthritis verschrieben. Der Firma Merck (MSD) wurde vor Gericht vorgeworfen, sie hätte sich eines „arglistigen, repressiven und frevlerischen“ Verhaltens schuldig gemacht. Natürlich hoffen wir alle, dass so etwas nie wieder passiert. Gøtzsche ist da extrem pessimistisch: „Wir trauen keinem Menschen, der uns wiederholt belogen hat, selbst wenn dieser Mensch manchmal die Wahrheit sagt“.
      Aber welche Alternative haben betroffene Patienten? Der Däne empfiehlt uns, möglichst sparsam Medikamente einzunehmen, bewusst die Vorteile gegen die Nachteile abzuwägen und sich politisch für industrie-ferne Experten und Gremien einzusetzen.
      Hinweise
      Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiertPeter C. Gøtzsche, München 2015
      Interview mit Peter C. Gøtzsche, Süddeutsche Zeitung vom 05.02.2015
      Themenverwandte Bücher:Patient im Visier – Die neue Strategie der PharmakonzerneCaroline Walter, Alexander Kobylinski, Hamburg 2010
      Weiße Kittel – Dunkle Geschäfte – Im Kampf gegen die GesundheitsmafiaDina Michels, Berlin, 2009
      Korrupte Medizin – Ärzte als Komplizen der KonzerneHans Weiss, Köln 2008
      Der verkaufte Patient – Wie Ärzte und Patienten von der Gesundheitspolitik betrogen werdenRenate Hartwig, München 2008
      Kranke Geschäfte – Wie die Pharmaindustrie uns manipuliertMarkus Grill, Hamburg 2007
      Big Pharma –Das internationale Geschäft mit der KrankheitJacky Law, Düsseldorf 2007
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Zum ersten Barcamp rund um die Psoriasis fuhr ich voller Skepsis: Das Camp wurde von einer Werbeagentur im Auftrag der Pharmafirma Novartis veranstaltet. Das ist der Hersteller von Cosentyx. 
      Unser größter Vorbehalt: Wir finden, dass Pharmafirmen seit langem alle Register ziehen, um Patienten direkt anzusprechen. Pharmafirmen sind in erster Linie daran interessiert, mehr oder weniger teure Medikamente zu verkaufen. Anders als Ärzte, die Betroffene möglichst wirkungsvoll behandeln wollen. Und anders als Selbsthilfeinitiativen, in denen sich die Patienten neutral informieren und austauschen. Pharmafirmen haben für solche Aktionen richtig viel Geld. Da können weder Ärzte noch Selbsthilfe mithalten.
      Trotzdem wollte ich es mir mal ansehen und nicht immer nur skeptisch gucken. Also ging es am Samstagmorgen los in die Jugendherberge in Köln-Riehl.
      Empfangen wurden wir Teilnehmer von mehreren Mitarbeitern von Novartis, erkennbar an blauen Hoodies mit Aufschrift, sowie von Moderatorin Anne Seubert. Der Tag begann mit Brötchen, Kaffee und Tee – sowie mit einer Vorstellungsrunde aller. Jeder nannte seinen Vornamen, woher er kam und drei Stichworte, mit denen er sich selbst beschrieb – Hashtags sozusagen. 
      Dann ging es an die Themenfindung. Und was Barcamps von anderen Veranstaltungen unterscheidet: Alle Anwesenden bestimmen, worüber gesprochen wird. Jeder konnte also einbringen, was ihn rund um das Thema Psoriasis am meisten interessiert. Von der Runde wurden die Vorschläge ausgewählt, für die sich die meisten begeistern konnten. Am Ende gab es mehr Themen als Zeit, und so wurden es am Vormittag zwei Parallel-Sessions. Für den Nachmittag konnten sich dann alle darauf einigen, dass alle Themen in einem Saal zur Sprache kamen.
      Die Wunsch-Themen waren:
      Welcher Lebensstil kann Psoriasis vorbeugen? Ernährung, „gute“ Lebensmittel, Genussmittel Schuppenflechte hat viele Facetten – welches Symptom belastet mich persönlich und wie helfe ich mir? Selbsthilfegruppen – ist persönlicher Austausch noch modern? Alternative Therapie-Möglichkeiten Gesellschaftliches Ansehen der Psoriasis Kuren – welche, wo, wann? Ein wichtiger Teilnehmer hielt sich im Hintergrund und hatte ständig Stifte zur Hand: Der Zeichner Wolfgang Friesslich hielt in sogenannten Sketchnotes fest, welche Themen, Probleme, Fragen angesprochen wurden. Wir zeigen sie hier in einer Galerie:
       
      Ausdrücklich sollten einzelne Medikamente nicht angesprochen oder sogar bewertet werden. Das hatte der Veranstalter gleich am Anfang verkündet – schon, weil er das rein rechtlich auch muss. Wenn im Laufe des Tages derartige Fragen kamen, wurden die auch wirklich konsequent „abgebürstet". Darauf passten entsprechend geschulte Mitarbeiter auf.
      Nach der Mittagspause musste niemand den Kampf gegen das „Schnitzelkoma“ aufnehmen. Dafür sorgte ein prominenter Teilnehmer. Ex-Beachvolleyballer Julius Brink, der für Novartis deren Kampagne zum Thema Schuppenflechte begleitet.
      Julius Brink zeigte den Teilnehmern einfache Übungen, die halfen, das Mittagstief zu vermeiden. Überhaupt war der Sportler den ganzen Tag bei den Sessions dabei. Aus seinem eigenen Leben mit Schuppenflechte konnte er viel Erfahrung beitragen. Natürlich ist er Medienprofi, doch seine Tipps und Einwürfe klangen immer echt und nie angelesen oder bemüht.

      Gelassen ließ sich Julius Brink beim PsoCamp filmen und fotografieren. Cooler Typ halt
      Hier ein paar Beispiele:
      Andere sagten:
      Mein Fazit der Veranstaltung: Es war ein interessantes Barcamp – und ein Format, das Interessierte auch mal ohne eine Pharma- oder andere Firma auf die Beine stellen können.
      Eine Kritik können wir nur an Betroffene richten: Angemeldet hatten sich zwar mehr als 50, gekommen waren um die 25. Das ist schade und unfair. Die Macher hatten viel Kraft und Zeit in den Tag gesteckt. Wer es schafft sich anzumelden, sollte es auch schaffen sich abzumelden, wenn etwas dazwischenkommt.
      Ein dreiviertel Jahr nach dem BarCamp verriet Novartis seine Tipps, wie sie das PsoCamp vorbereitet haben.
      Du möchtest dich mit anderen austauschen, auch wenn gerade kein BarCamp geplant ist? Unsere Psoriasis-Community ist dafür wie geschaffen.

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Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

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