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Tacrolimus oder Kortison – was ist besser?

Eine Studie verglich, mit welcher Salbe Patienten zufriedener waren – mit einer mit Tacrolimus oder einer mit Kortison. Zwei Wochen lang wurden die Salben zweimal am Tag auf die Stellen aufgetragen. Das Ergebnis: Doppelt so viele sprachen sich für das Kortison-Produkt aus.

Die Begründung der Patienten: Die Kortison-Salbe hatte schneller gewirkt und schützte die Haut besser. Auch Juckreiz, Rötung und Entzündung waren beim Kortison-Präparat besser zurückgegangen.

Wie aussagekräftig die Studie ist, ist nicht einmal für die untersuchenden Ärzte eindeutig: Sie schreiben im "International Journal of Dermatology" (43/2004) selbst, dass die Studiendauer zu kurz war und zu wenige Patienten dabei waren.

15 Jahre später, im April 2019, beantworteten allerdings französische Arzneimittel-Experten in ihrer Fachzeitschrift die Frage wieder zugunsten des Kortisons:

Topisch angewendetes Tacrolimus kann Hautkrebs und Lymphödem verursachen. Seine Wirksamkeit unterscheidet sich aber kaum von der von topisch angewendeten Kortikosteroiden. Die umsichtige Verwendung eines topischen Kortikosteroids zur Behandlung von Neurodermitis-Schüben ist in dieser Situation eine bessere Option.

"Prescrire International", April 2019, Seite 108ff.

cl


Bildquellen

Frau am Strand: Burst / Unsplash

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Gast Arne aus HH

Gast Arne aus HH

Gäste

Seit Geburt habe ich das atopische Ekzem, seit der Pubertät ist es auf den ganzen Körper ausgedehnt. In der Fachklinik Bad Bentheim bekam ich 2002 zum ersten Mal Protopic Salbe. Nach 20 min. nach dem allerersten Auftragen auf der Haut am Arm bekam ich fix einen Lippenherpes. Soviel also zur immunsuppressiven Wirkung. Die behandelte Stelle, die stark entzündet war, sah nach zwei Stunden so aus, als ob dort nie eine Entzündung gewesen wäre.

Und da es die Haut nicht dünner macht, kann ich sie wunderbar im Gesicht anwenden.

Für meine durch die Neurodermitis eh schon eingeschränkte Attraktivität war und ist Protopic ein echter Segen. Einmal habe ich in diesen bisherigen 5 Jahren der Anwendung wohl zuviel aufgetragen, und bekam dicke Lymphknoten, was aber nach kurzzeitigem Absetzen der Salbe wieder verschwand.

Fazit: Mit Vorsicht und ohne Alkohol genossen ( wegen starker Gesichtsrötung nach Biergenuss....) ist Protopic eine tolle Alternative zum ewigen Cortison !

Da aber Langzeitstudien noch ausstehen, bin ich mir nicht 100%ig sicher, dass ich nicht doch einen Vertrag mit dem Teufel eingegangen bin.

Gast lena

Gast lena

Gäste

Hi! Schon als kleines Kind litt ich an Ekzemen, die von mehreren Ärzten als Schuppenflechte diagnositziert wurden. Es folgten dann immer Behandlungen mit Cortison Sowohl Salben als auch mit Spritzen. Mit der Pubertät schien ich es überwunden zu haben. Doch dann mit 23 bekam ich wieder Probleme an den Handinnenflächen sowie zwischen den Fingern und an den Ellenbogen. War sehr unglücklich und fast ein Jahr lang schien nichts zu helfen. Die Handflächen entzündetetn sich immer mehr und jede Bewegung war schmerzhaft. Auch hohe Dosen cortisonhaltiger Präparate zeigten keine Wirkung. Dann wechselte ich mal wieder in meiner Not den Hautarzt und der neue verschrieb mir probeweise Protopic in Kombination nach wie vor mit Balneum - Hermal als Pflegeprodukt. Und es ist wie ein Wunder! ein Segen. Ich konnte direkt zuschauen wie sich die Haut besserte. Und nach 2 Monaten war ich völlig Beschwerdefrei! Seit 4 Jahren bin ich jetzt fast beschwerdefrei. Pflege nach wie vor meine Haut sehr schonen und hauptsächlich mit Balneum Hermal Produkten 2 mal zeigten sich kleine Stellen wo es wieder los zu gehen schien. nach 2 drei Tagen Behandlung mit Protopic ist dann aber alles wieder im Lot! Für mich also wirklich ein Segen! Kann es nur weiterempfehlen. Habe auch keinerlei Nebenwirkungen bei mir feststellen können. Einen Versuch ist es wert. Und für mich ist die Lebensqualität dadurch enorm gestiegen! Alles gute allen Leidensgenossen!! Durchalten! Nicht verzweifeln!

Gast Gast

Gast Gast

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Persönliche Erfahrung

Hallo wertes Forum,

ich leide seit ein paar Jahren an im Winter auftretende hm, ich nenn es mal einfach Neurodermitis, insbesondere um die Augen (was nben dem brennen und jucken mich zudem immer aussehen lässt, als wäre ich um mind. 20 Jahre älter - die Haut wird erst rot und geschwollen,d ann ganz schrumpelig udn schuppig).

Kein Alllergietest hat was gebraucht, auch keine Homöopathie und mit Salben allein kam ich auch nicht weiter. Also hagelte ich mich immer wieder mit gering dosierten Kortisontabletten durch.

Eine Freunid hat mir jetzt Protopic zum probieren gegeben und ohne weitere Medikamente bin ich nun beschwerdefrei! Aber nur bei regelmäßiger Anwendung, denn als ich dachte, es sei so gut, dass ich nicht mehr schmieren müsste oder es nun noch mal mit dem wohl schwächer wirkenden Elidel versuchen kann, kam es direkt wieder. Also wieder geschmiert - am nächsten Tag schon wieder deutlich besser und nun ists wieder kay.

Ich weiß nicht viel über evtl. Nebenwirkungen, aber bin froh, etwas gefunden zu haben was bei äußerlicher Anwendung hilft! Und ich denke, bei allen Medikamenten, Lebensmitteln etc. - immer ist wirgendwas ungesund ung eine Studie besgt, dass es evtl. krebserregend ist etc. Ich bleib jetzt erst mal dabei udn schau, wie sich der Krankheitsverlauf vielleicht dadurch grundlegend verbessert.

Gast Gast

Gast Gast

Gäste

Hallo wertes Forum,

ich leide seit ein paar Jahren an im Winter auftretende hm, ich nenn es mal einfach Neurodermitis, insbesondere um die Augen (was mich neben dem Brennen und Jucken zudem immer aussehen lässt, als wäre ich um mind. 20 Jahre älter. Die Haut wird erst rot und geschwollen, dann ganz schrumpelig und schuppig).

Kein Alllergietest hat was gebraucht, auch keine Homöopathie und mit Salben allein kam ich auch nicht weiter. Also hangelte ich mich immer wieder mit gering dosierten Kortisontabletten durch.

Eine Freundin hat mir jetzt Protopic zum Probieren gegeben – und ohne weitere Medikamente bin ich nun beschwerdefrei! Aber nur bei regelmäßiger Anwendung, denn als ich dachte, es sei so gut, dass ich nicht mehr Cremen müsste oder es nur noch mit der wohl schwächer wirkenden Elidel versuchen kann, kamen die Beschwerden direkt wieder. Also wieder Protopic geschmiert - am nächsten Tag war es dann schon wieder deutlich besser und nun ist meine Haut um die Augen wieder ganz glatt.

Ich weiß nicht viel über evtl. Nebenwirkungen (zumindest nichts über die im Internet zu findenen Meinungen hinaus), aber bin froh, etwas gefunden zu haben, was bei äußerlicher Anwendung hilft! Und ich denke, bei allen Medikamenten, Lebensmitteln etc. – immer ist irgendetwas angeblich ungesund und eine Studie gibt es fast immer, die besagt, dass es evtl. krebserregend ist etc. Ich bleib jetzt erst mal dabei und schau, wie sich der Krankheitsverlauf vielleicht dadurch sogar grundlegend verbessert.

Gast Gast

Gast Gast

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Nachklapp Erfahrungsbericht

Ich wollte nur eine kurze "Wasserstandsmeldung" abgeben: Seit einem Monat nehme ich nun Protopic und bin damit noch immer beschwerdefrei! Mittlerweile wende ich die Creme auch nur noch unregelmäßig an - so etwa alle 2-3 Tage einmal abends. Eigentlich verteile ich sie genau dann ganz dünn auf der Haut, sobald ich wieder die ersten Kribbel- und Juck-Symptome oder leichte Hautrötungen spüre. Am nächsten Tag ist das Thema dann schon wieder behoben. Ich bin wirklich happy. Nebenwirkungen habe ich keine, vielleicht allenfalls eine etwas emfindlichere Haut, wenn ich mit dem Handtuch beim Abtrockenen reibe.

Gast Gast

Gast Gast

Gäste

Tipp: Neurodermitisursache

Ich habe noch einen Nachtrag zu den oben von mir verfassten Erfahrungsberichten: Ich habe nun endlich herausgefunden, was ich habe und kann so die Reizungen ganz vermeiden: Histamin-Intoleranz!!

Warum kam kein Arzt auf diese Idee, wo all meine mitgeteilten Beobachtungen wie in einer Checkliste die klassischen Symptome waren?!

Also an dieser Stelle auch noch mal ein Tipp an alle Neurodermitis-Betroffenen: Recherchiert mal nach Histamin-Intoleranz und ich bin sicher, dass einige sich hier wiederfinden werden.

V

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