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Krafttraining oder funktionelles Training – was hilft bei Psoriasis arthritis besser?

Nicht nur bei Psoriasis arthritis ist Bewegung Gold wert. Aber was ist besser: das gute alte Krafttraining oder das moderne funktionelle Training? Eine Studie hat versucht, Licht ins Dunkel zu bringen.

Für eilige Leser

  • Bewegung ist wichtig – nicht nur bei Psoriasis arthritis. Eine Studie zeigt, dass sowohl Krafttraining als auch funktionelles Training helfen können. Aber: Es gibt keinen klaren Sieger.
  • Die Wahl der Trainingsmethode sollte auf persönlichen Vorlieben basieren, denn das Wichtigste ist, in Bewegung zu bleiben.

Die Einzelheiten

Sport kann Schmerzen lindern, die Beweglichkeit verbessern und sogar die Stimmung aufhellen. Aber welcher Sport ist der Richtige? Forscher haben sich in einer Studie genau diese Frage gestellt. 41 Patienten mit Psoriasis arthritis wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Die einen machten Krafttraining, die anderen funktionelles Training. Beide Gruppen trainierten zwölf Wochen lang. Beim funktionellen Training kamen elastische Bänder zum Einsatz, beim Krafttraining wurden klassische Geräte verwendet.

In beiden Gruppen zeigten sich Verbesserungen in Kraft, Beweglichkeit und Lebensqualität. Interessanterweise gab es zwischen den Gruppen kaum Unterschiede. Das könnte daran liegen, dass beide Trainingsarten ähnlich effektiv sind – oder die Studie einfach zu klein war, um einen Unterschied festzustellen.

Für Menschen mit Psoriasis arthritis heißt das: Bewegung hilft, egal in welcher Form. Ob man sich nun für Krafttraining oder funktionelles Training entscheidet, scheint weniger wichtig zu sein. Wichtig ist, dass man überhaupt aktiv wird und bleibt.

Ein kleiner Haken: Die Studie zeigt zwar, dass beide Trainingsformen helfen, aber sie lässt auch Fragen offen. Zum Beispiel, ob die Verbesserungen wirklich nur auf das Training zurückzuführen sind oder ob auch der Glaube daran eine Rolle spielt.

Fazit

Bewegung ist ein wichtiger Teil der Therapie bei Psoriasis arthritis. Ob Krafttraining oder funktionelles Training besser ist, lässt sich nicht eindeutig sagen. Beide Formen scheinen ähnlich effektiv zu sein.

cl

Tipps zum Weiterlesen

Artikel: Psoriasis arthritis – wenn Gelenke wehtun

Forum: Erfahrungen von Menschen mit Psoriasis arthritis

Diskussion: Psoriasis arthritis und Fitnessstudio – welche Erfahrungen habt Ihr?

Idee: Tandem-Partner für sportlicheres Leben gesucht


Quelle: Effectiveness of functional training versus resistance exercise in patients with psoriatic arthritis: randomized controlled trial; in: Adv Rheumatol 63, 58 (2023)


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Bildquellen

Geert Pieters / Unsplash

Zuletzt aktualisiert:

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Empfohlene Kommentare

GrBaer185

GrBaer185

Benutzer
(bearbeitet)

Zum niederschwelligen, kostenfreien Ausprobieren oder auch regelmäßigem Praktizieren zuhause kann ich die YOUTUBE Übungsvideos von Gabi Fastner empfehlen, z.B.:

(265) gabi fastner funktionelles training - YouTube

oder

(265) gabi fastner krafttraining - YouTube

oder mit Hanteln:

(265) gabi fastner hanteltraining - YouTube

und für die Gelenkbeweglichkeit und bei Gelenkschmerzen:

(265) gabi fastner arthrose - YouTube

 

Bearbeitet ( von GrBaer185)
Link ergänzt

Burg

Burg

Benutzer

Seit dem 9. Lebensjahr mach(t)e ich Sport im Verein, Gymnastik, Pilates, Turnen, Leichtathletik, Schwimmen und privat noch Balancieren, Akrobatik, Radfahren, Rollschuh-, Schlittschuh-, LL-Skilaufen, wandern. So wurden meine Muskeln und Bänder früh trainiert.

Wenn ich dann im Laufe des Lebens 1-2J mal keinen oder kaum Sport gemacht und dann wieder damit begonnen hatte, stellte ich fest, dass sich meine Muskulatur gezielt trainieren ließ - ich fühlte den Muskel "wachsen", als ob er ein "Langzeitgedächtnis" an frühere Aktivitäten hätte und sich mal schnell reaktivieren konnte.

Bei der Reaktivierung der Bänder ging es aber nicht schnell, trotzdem war/bin ich dabei geblieben und nach etwa 3-5J konnte ich dann doch deutliche Erfolge erkennen, ähnlich ist es bei mir beim Faszientraining (Dehnübungen) - es dauert...

Noch habe ich keine PsA (nur eine Schwester) und kann deshalb nur von Rückenproblemen durch einige Bandscheibenvorfälle und damit verbundener PNP und die mir guttuende Wirkung von Bewegung und Sport über einen längeren Zeitraum berichten. (Ob Sport bei mir als Vorbeugung einer PsA gewirkt hat? Oder eine PsA ist da und ich bekomme davon nichts mit?)

Ich nehme teils gezielt mit Bewegung, Sport und Entspannungsübungen Einfluss auf mein Schmerzgeschehen und halte es somit (ohne Schmerzmittel!) in erträglichem oder sogar schmerzfreiem Maß.

Sollte beim Sport mal der LWS-Bereich stark gereizt worden sein, habe ich dafür einige Übungen entwickelt, um wieder in die Schmerzfreiheit zu gelangen, genauso bei sich anbahnenden Sehnenscheidenentzündungen.

Ein funktionelles Training alleine reicht bei mir nicht aus, auch das Krafttraining hilft mir - zumindest, alleine aus der Wanne mit medizinischen Bädern zu kommen, aber auch bei der Schmerzreduktion (z.B. bei einem verstauchten Fußgelenk arbeitete (belastete) ich in den Schmerz hinein und nach 1-2 Wochen konnte ich schon wieder schmerzfrei rennen). - Da muss aber jeder selbst auf SEINEN Körper "hören" / achten, was er kann oder auch nicht. LG Burg

PNP - Polyneuropathie

LWS - Lendenwirbelsäule

 

Burg

Burg

Benutzer
Am 18.4.2024 um 16:38 schrieb Burg:

Bei der Reaktivierung der Bänder ging es aber nicht schnell

Hier mal eine Beschreibung aus einem Radiobericht warum die Bänder länger zum Aufbau beim Training brauchen und dass man darauf Rücksicht nehmen soll. 

Zitat

Bänder und Sehnen verbinden Muskeln, Knochen und Gelenke. So halten sie unseren Bewegungsapparat zusammen und sorgen für kontrollierte Bewegungsabläufe. Sie sind sehr stabil. Es gibt aber Bewegungen, die ungünstig sind für Bänder und Sehnen: Schnelle Richtungswechsel wie etwa bei einigen Mannschaftssportarten können sie belasten. Die Folge: Schmerzen. Werden sie überbeansprucht, können Sehnen gestaucht oder überdehnt werden, an- oder gar abreißen. Das Problem: Bänder und Sehnen sind schlechter durchblutet als etwa Muskeln oder die Haut. Daher dauert bei einer Überlastung oder Verletzung die Heilung länger. Auch die Anpassung an höhere Beanspruchungen erfolgt langsamer

Sehnen und Bänder sollen täglich trainiert (gedehnt) werden, damit sich das Kollagen darin aufbaut. Auch wenn sie schmerzen, sollen sie sehr leicht/sanft bewegt werden.

Bei mir waren 3 Tage Schonung und Entspannung (leichtes Spielen der Hände in und mit imaginärem Wasser) nach einer (leichten) Entzündung besser. 

Ein Ex-Tennisspieler berichtet, dass er bei Sehnenscheidenentzündung keine Anti-Schmerzmittel nimmt, da er dadurch dann keine Kontrolle über die angemessene Belastbarkeit seiner Sehne hat. 

Vor 50J hatte ich auch bemerkt, dass mir die IBU-Creme mehr schadete als nützte. Nach dem Abklingen der Schmerzen (für etwa 2-4 Stunden), belastete ich meine Sehnenscheide unkontrolliert zu stark, so dass meine Entzündung noch weiter fortschreiten konnte. Die IBU-Creme reduzierte innerhalb 1 Woche nicht meine Entzündung. Deshalb hatte ich auch lieber auf Anti-Schmerzmittel verzichtet. 

LG Burg 

 

Radelbine

Radelbine

Benutzer

Also für mich ist das eine nicht ohne dass andere denkbar. Sport heißt für mich vom Hochintervall Training,  🏋️♀️ , funktionelle Gymnastik, Dehnung, Yoga und Konditionstraining brauche ich alles. Nicht bewegen heißt Verschlechterung, egal welche Bewegung bringt mir Besserung. Am besten schön im Wechsel. Das einzige was mich gefühlt nicht vorwärts gebracht hat, progressive Muskelentspannung. Heute war es der Hausputz, Möbelrücken und zum Einkaufen gehen, Weihnachtstriathlon. Hoh hoh hoh ! 
 

Schöne Feiertage, Radelbine 

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