<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0"><channel><title>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/page/4/?d=33</link><description>Artikel: Neues &#xFC;ber Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</description><language>de</language><item><title>"Blut mobil" will Blutentnahme f&#xFC;r chronisch Kranke leichter machen</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/blut-mobil-will-blutentnahme-fuer-chronisch-kranke-leichter-machen-r1279/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/blutabnahme-zuhause-mhh.jpg.bafacc43206a899e9e235153bc7abfb6.jpg" /></p>
<p>
	<span>Für eine einfache Blutuntersuchung nicht mehr regelmäßig den Weg zum Facharzt – genau das könnte bald Realität werden: Das Projekt "Blut mobil" der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat es sich zum Ziel gesetzt, den Alltag von Menschen mit chronischen Erkrankungen erheblich zu erleichtern.</span>
</p>

<p>
	<span>Rund 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einer chronisch Krankheit oder gleich mehreren. Viele kennen das Prozedere: regelmäßige Arztbesuche, oft nur für eine Blutabnahme. Besonders in ländlichen Regionen oder für Berufstätige und pflegende Angehörige ist das eine echte Herausforderung. Doch damit könnte bald Schluss sein. </span>
</p>

<p>
	<span>Unter Leitung von Professorin Alexandra Dopfer-Jablonka und Professor Georg Behrens von der </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/kliniken/rheumakliniken-uni/medizinische-hochschule-hannover/" rel="">Klinik für Rheumatologie und Immunologie der MHH</a> <span>wird an einem Konzept gefeilt, das es Patienten ermöglicht, sich zu Hause selbst Blut abzunehmen und die Proben per Post ins Labor zu schicken. Die Ergebnisse landen dann direkt beim Arzt.</span>
</p>

<p>
	„Bislang muten wir Teilnehmenden unserer klinischen Studien mitunter für eine einzige Blutentnahme eine weite Anreise zu“, sagt die Oberärztin. „Das ist nicht mehr zeitgemäß."
</p>

<p>
	<span>Die Idee für das Konzept entstand während der Corona-Pandemie, als Blutproben von zu Hause aus gesammelt werden mussten. Die Technik hat sich so weit entwickelt, dass bereits kleinste Blutmengen für eine Analyse ausreichen. Die Qualität der selbst entnommenen Proben steht denen aus der Praxis in nichts nach, sagen die beiden Experten.</span>
</p>

<p>
	"Das Gerät, das die PatientInnen benutzen sollen, ist ein Tasso-Gerät", schreibt eine MHH-Mitarbeiterin auf Nachfrage. "Dieses wird ähnlich wie ein Blutzuckermessgerät am Oberarm platziert und entnimmt innerhalb von fünf Minuten ungefähr 200 bis 500 ul Kapillarblut. "Mittlerweile benötigen die modernen Labor Maschinen erstaunlich wenig Probenmaterial, um valide Ergebnisse zu liefern", so die MHH-Mitarbeiterin.
</p>

<p>
	Wie das Tasso-Prinzip funktioniert, wird in einem Video demonstriert:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="autoplay; fullscreen; picture-in-picture; clipboard-write" frameborder="0" height="360" src="https://player.vimeo.com/video/409226805?app_id=122963" title="Tasso OnDemand Training Video - Tasso-M20" width="640" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	<span>Das Projekt, das mit 750.000 Euro vom Europäischen Sozialfonds unterstützt wird, soll nun in die Praxis umgesetzt werden. Statt alle drei Monate könnte ein Besuch beim Facharzt nur noch jährlich nötig sein. Die restlichen Termine werden durch das Blutentnahmepäckchen ersetzt, das man nach Hause geschickt bekommt und dann zur Analyse einsendet. Auf diese Weise wird nicht nur den Patienten der Weg</span> erspart, sondern den Praxen auch viele Termine für Rountine-Blutabnahmen.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	<span>Mit dem E-Rezept können Verordnungen elektronisch versendet und eingelöst werden.</span>
</p>

<p>
	<span>Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Aufwand für Patienten und Entlastung für die Praxen. Und wer weiß, vielleicht wird dieses System bald auch in anderen medizinischen Bereichen zum Einsatz kommen.</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong><span>Tipps zum Weiterlesen</span></strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-regelmaessige-untersuchungen/" rel="">Welche Werte sind bei Psoriasis wichtig?</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/blutwerte-psoriasis-arthrtitis/" rel="">Welche Blutwerte sind bei Psoriasis arthritis wichtig?</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/search/?&amp;type=forums_topic&amp;tags=Blutwerte&amp;search_and_or=or&amp;sortby=newest" rel="">Erfahrungen mit den Blutwerten bei Psoriasis und Psoriasis arthritis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1279</guid><pubDate>Thu, 22 Feb 2024 06:29:00 +0000</pubDate></item><item><title>Beyonc&#xE9; hat eine Haarpflegelinie auch wegen ihrer Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/beyonc%C3%A9-hat-eine-haarpflegelinie-auch-wegen-ihrer-psoriasis-r1280/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/beyonce-psoriasis.png.8ea191e1d9b086644ce0384edbb3640b.png" /></p>
<p>
	<strong>Beyoncé Knowles-Carter, eine Ikone der Musikindustrie und eine Inspiration für viele, hat kürzlich in einem seltenen Interview über ihre Erfahrungen mit Psoriasis gesprochen. Die Erkrankung hat sie demnach dazu inspiriert, ihre eigene Haarpflegelinie namens "Cécred" zu gründen.</strong>
</p>

<p>
	Beyoncé, die im texanischen Houston aufwuchs, hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. Von ihren Anfängen als Mitglied der Girlgroup "Destiny's Child" bis hin zu ihrer Solokarriere hat sie die Musikwelt mit Hits wie "Crazy in Love" und "Single Ladies" bereichert. Neben ihrer Musik ist sie auch als Unternehmerin bekannt – für eine Modemarke oder eine Sportbekleidungslinie beispielsweise
</p>

<p>
	In ihrem <a href="https://www.essence.com/beauty/beyonce-2024-essence-cover-cecred/" rel="external nofollow">Interview mit dem Portal "Essence"</a> erzählte Beyoncé nun, wie ihr Vater ihr half, ihre Psoriasis mit natürlichen Ölen und Hausmitteln zu behandeln. Diese Erfahrungen in ihrer Kindheit, insbesondere die Zeit, die sie im Friseursalon ihrer Mutter Tina Knowles verbrachte, hätten sie tief geprägt. "Diese Momente waren mir heilig", so Beyoncé im Video. Ihre Erfahrungen seien ein Teil der Inspiration für ihre neue Haarpflegelinie Cécred.
</p>

<p>
	"Ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit meinem Haar", sagt Beyoncé trotz der Psoriasis. "Die Beziehung, die wir zu unserem Haar haben, ist eine sehr persönliche Reise."
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>(cl)</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Bildergalerie</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1557-prominente-mit-schuppenflechte/" rel="">Prominente mit Psoriasis</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Artikel</strong>:<span style="color:#c0392b;"> </span><a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/schuppenflechte-kopf/kopfhaut/" rel="">Schuppenflechte auf der Kopfhaut in 5 Schritten loswerden</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Tipps</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/schuppenflechte-hausmittel/" rel="">Hausmittel bei Psoriasis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1280</guid><pubDate>Mon, 19 Feb 2024 18:55:00 +0000</pubDate></item><item><title>Bewerber auch mit Psoriasis arthritis f&#xFC;r RheumaPreis gesucht</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/bewerber-auch-mit-psoriasis-arthritis-fuer-rheumapreis-gesucht-r1278/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/arbeit-beruf.jpg.6fc57d19aadad0e11b39647f4ae97f36.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Wer Psoriasis arthritis hat und sich von seinem Arbeitgeber gut unterstützt fühlt, kann sich für den RheumaPreis 2024 bewerben.</strong>
</p>

<p>
	Körperliche Einschränkungen sollten heute nicht mehr so stark wie früher das Berufsleben beeinträchtigen – möchte man meinen. Die Realität sieht jedoch oft noch anders aus. Wie das anders ginge, zeigt die Initiative RheumaPreis jedes Jahr. Sie prämiert positive Beispiele, wenn Betroffene und Arbeitgeber gute Lösungen gefunden haben, damit Menschen im Job bleiben können.
</p>

<p>
	Die möglichen Probleme sind vielfältig: Mal müssen Betroffene in der Arbeitszeit zum Arzt, mal kommt der Krankheitsschub plötzlich und zwingt zur Pause, mal fallen körperlich belastende Tätigkeiten aus. Spätestens seit der Corona-Pandemie ist Homeoffice in weit mehr Firmen möglich als zuvor. Wenn die Isolation am Schreibtisch zuhause jedoch zu groß wird, können "Dritt-Arbeitsplätze" in einem Gemeindezentrum oder einem Coworking-Space eine Zwischenlösung sein.
</p>

<p>
	Jetzt läuft die Ausschreibung für den diesjährigen RheumaPreis. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf mobilem Arbeiten oder anderen Wegen des modernen Berufslebens. Für den RheumaPreis kann sich jeder mit seiner Geschichte bewerben. Aufgeschrieben werden sollte dabei, welche Erfahrungen Betroffene oder eben Arbeitgeber mit der neuen Arbeitswelt gemacht haben.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Ein weiterer Schwerpunkt des diesjährigen Preise liegt auf Aus- und Weiterbildung, denn damit können Berufstätige mit einer chronischen Gelenkerkrankung durchaus im Berufsleben oder sogar in der bisherigen Firma gehalten werden.
</p>

<p>
	Für den RheumaPreis können sich Betroffene mit einer Erkrankung aus dem rheumatischen Formenkreis bewerben, also auch der Psoriasis arthritis. Sie sollen und können in allen Phasen ihres Berufslebens sein, vom Azubi und Studienten bis zu Angestellten oder Selbstständigen. Auch Bewerbungen von Arbeitgebern oder Team-Bewerbungen sind möglich. Und sollte keiner der beiden Schwerpunkte passen, kann sich jeder Berufstätige auch abseits davon bewerben.
</p>

<p>
	Im Jahr 2020 war zum Beispiel Mona Heyen <a href="https://www.rheumapreis.de/preistraegerinnen/2020" rel="external nofollow">mit ihrer Bewerbung erfolgreich</a>: Ihr Arbeitgeber zeigt viel Verständnis für die Einschränkungen durch ihre Psoriasis arthritis. Das zeigt sich darin, dass sie jederzeit zum Arzt gehen kann oder einen höhenverstellbaren Schreibtisch samt besonderer Tastatur und Maus bekommen hat. Ähnlich war es bei Udo Lücke, <a href="https://www.rheumapreis.de/preistraegerinnen/2017" rel="external nofollow">der 2017 mit dem RheumaPreis bedacht wurde</a>: Er wollte sich wegen der Psoriasis arthritis beruflich neu orientieren und stieß bei einer Bank auf offene Ohren.
</p>

<p>
	Die Ausschreibung für den RheumaPreis 2024 und die Bewerbungsformulare sind <a href="https://www.rheumapreis.de/bewerbung/online-formular" rel="external nofollow">auf der Internetseite der Initiative RheumaPreis</a> zu finden. Die Bewerbungsfrist endet am bis zum 30. Juni 2024. Vergeben wird der RheumaPreis in diesem Jahr in Düsseldorf.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>cl</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/antrag-auf-schwerbehinderung-bei-schuppenflechte-oder-psoriasis-arthritis-r1181/" rel="">Antrag auf Schwerbehinderung bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis</a> – so geht's
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Erfahrungsaustausch</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/47985-psapso-und-unsere-begrenzte-lebenszeit/" rel="">Berufstätig mit Psoriasis: Wie schafft Ihr das? Wo macht Ihr Abstriche?</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜ </span><strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/18445-schuppenflechte-und-arbeiten/" rel="">Berufswechsel wegen Psoriasis – was meint Ihr?</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1278</guid><pubDate>Thu, 15 Feb 2024 13:26:00 +0000</pubDate></item><item><title>Schlafst&#xF6;rungen und Psoriasis &#x2013; keine seltene Kombination</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/schlafstoerungen-und-psoriasis-%E2%80%93-keine-seltene-kombination-r1277/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/schlafstoerungen-psoriasis.jpg.b8f6a6200745ac27443fee73d82ec1d2.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Weltweit wurden Menschen mit Hauterkrankungen gefragt, ob sie an Schlafstörungen leiden. Das Ergebnis zeigt: Auch Menschen mit Psoriasis haben häufiger keine guten Nächte.</strong>
</p>

<h2>
	Für eilige Leser
</h2>

<ul>
	<li>
		Schlafstörungen sind bei Menschen mit Hauterkrankungen weit verbreitet und beeinträchtigen das Wohlbefinden sowie die Produktivität am Arbeitsplatz.
	</li>
	<li>
		Weibliche Menschen und jüngere Personen mit Hauterkrankungen haben häufiger Schlafstörungen.
	</li>
	<li>
		Juckreiz, (Haut-)Schmerzen und Brennen sind prädiktive Faktoren für Schlafstörungen bei Patienten mit Hauterkrankungen.
	</li>
</ul>

<h2>
	Das Ergebnis in Kürze
</h2>

<p>
	In dieser <a href="https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/jdv.19818" rel="external nofollow">weltweiten Studie</a> wurde untersucht, wie oft Menschen mit Hauterkrankungen auch von Schlafstörungen betroffen sind. Von den 17.627 Teilnehmern mit Hauterkrankungen berichteten 42,3 Prozent von Schlafstörungen. Weibliche Teilnehmer waren häufiger betroffen als männliche.
</p>

<p>
	Wer Symptome wie Juckreiz und (Haut-)Schmerzen hat, hat häufiger auch Schlafstörungen. Betroffene berichteten außerdem über Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und vermehrte Schläfrigkeit. Das wirkte sich auch negativ auf ihre Arbeitsleistung aus. Die Studienautoren betonen, wie wichtig es ist, dass Schlafstörungen bei Patienten mit Hauterkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ihr Tipp: Ärzte sollten ihre Patienten regelmäßig auch nach Schlafstörungen fragen und Leitlinien zur Bewältigung entwickeln.
</p>

<h2>
	Die Einzelheiten
</h2>

<p>
	Die Daten in dieser Studie stammen aus dem "All Project". Dafür wurden Erwachsene in 20 Ländern auf allen Kontinenten befragt. Insgesamt nahmen 50.552 Personen an der Umfrage teil, von denen 17.627 an einer Hauterkrankung erkrankt waren. Aus Deutschland antworteten 2000 Teilnehmer.
</p>

<p>
	Insgesamt gaben 42,3 Prozent der Befragten an, dass sie wegen einer Hauterkrankung eine Schlafstörung hatten.
</p>

<p>
	Teilnehmer mit Schlafstörungen waren häufiger gleich nach dem Aufwachen müde, klagten über nachlassende Konzentration und Aufmerksamkeit, Schläfrigkeit über den Tag, ein Kribbeln in den Augen und wiederholtes Gähnen.
</p>

<p>
	Deutlich wurde in den Aussagen der Teilnehmer mit einer Hautkrankheit, dass sich ihre Schlafstörungenauf das Arbeitsleben negativ auswirken. Sie fühlten sich bei der Arbeit weniger produktiv.
</p>

<p>
	Die Forscher schlussfolgern: Wer auch tagsüber Symptome wie Kribbeln, Brennen, Prickeln, (Haut-)Schmerzen und Juckreiz hat, ist auch ein Kandidat für Schlafstörungen. Und: Ärzte sollten ihre Psoriasis-Patienten auch zu Schlafstörungen befragen
</p>

<h2>
	Fakten in Daten
</h2>

<p>
	<iframe aria-label="Balken" data-external="1" frameborder="0" height="327" id="datawrapper-chart-mc1Yn" scrolling="no" src="https://datawrapper.dwcdn.net/mc1Yn/1/" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" title="Schlafstörungen bei Menschen mit Hauterkrankungen" loading="lazy"></iframe>
</p>

<p>
	<iframe aria-label="Balken (gruppiert)" data-external="1" frameborder="0" height="300" id="datawrapper-chart-XPt4s" scrolling="no" src="https://datawrapper.dwcdn.net/XPt4s/1/" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" title="Symptome" loading="lazy"></iframe>
</p>

<h2>
	Auswirkungen
</h2>

<p>
	Von den Teilnehmern mit einer Psoriasis <em>und</em> einer Schlafstörung
</p>

<ul>
	<li>
		waren 73,8 Prozent nach dem Aufwachen müde
	</li>
	<li>
		litten 68 Prozent unter verminderter Konzentration und Aufmerksamkeit
	</li>
	<li>
		hatten 80 Prozent über den Tag auch Phasen der Schläfrigkeit
	</li>
</ul>

<h2>
	Wer hat die Studie bezahlt?
</h2>

<p>
	Die Studie wurde von der Firma Pierre Fabre finanziert. Einige Autoren sind Mitarbeiter des Unternehmens.
</p>

<h2>
	Tipps zum Weiterlesen
</h2>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/unruhige-beine-%E2%80%93-eine-begleiterkrankung-der-psoriasis-arthritis-r1262/" rel="">Unruhige Beine – eine Begleiterkrankung der Psoriasis arthritis?</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Artikel</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/psyche-wunden/" rel="">Psyche und Psoriasis: Mit der Krankheit leben, ohne zu verzweifeln</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/14274-schlafst%C3%B6rung/" rel="">Erfahrungen mit Schlafstörungen bei Psoriasis und Psoriasis arthritis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1277</guid><pubDate>Mon, 12 Feb 2024 06:28:00 +0000</pubDate></item><item><title>Dunkle Hautfarbe kann die Psoriasis-Diagnose erschweren</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/dunkle-hautfarbe-kann-die-psoriasis-diagnose-erschweren-r1276/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/psoriasis-people-of-color.jpg.dfbc94ff5fac36d2ee678b5c3f414a5d.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Zwei Millionen Menschen in Deutschland sind an Psoriasis erkrankt. Trotz der beeindruckenden Zahl fällt Ärzten die Diagnose nicht immer leicht. Eine Herausforderung kann da sein, wenn der Betroffene dunkle Haut hat. Dann kommt die richtige Therapie so manches Mal erst spät – so wie bei Amadu Manjo Keita.</strong>
</p>

<p>
	„Der ganze Körper war kaputt“ – so drastisch beschreibt Amadu Manjo Keita heute die Folgen seiner Hauterkrankung. Schuppen, Juckreiz und Hitze plagten den 43-Jährigen über mehrere Monate, sorgten für schlaflose Nächte und eine stark eingeschränkte Lebensqualität. „Ich war bei vielen Ärzten“, erzählt er von seiner Behandlungs-Odyssee. Keiner diagnostizierte die Schuppenflechte.
</p>

<p>
	Das Problem: „Bei dunkler Haut ist die Rötung oft schlechter erkennbar“, erklärt Paloma Aitana Seidel, Assistenzärztin an der <a href="https://www.ukm.de/kliniken/hautklinik" rel="external nofollow">Hautklinik am Universitätsklinikum Münster</a> (UKM). „In Lehrbüchern sind häufig Bilder heller Haut gezeigt, also mit einer typischen starken Rötung und der weißlichen Schuppung. Bei dunkler Hautfarbe ist das nicht immer so gut sichtbar.“ Deshalb sei die Diagnose da auch etwas schwieriger zu stellen – zumindest mit dem Blick.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Aufschlussreich kann in Fällen wie diesem eine  <span ipsnoautolink="true">Biopsie sein – eine Hautprobe der Betroffenen</span><span style="display: none;"> </span>, weiß Seidel: „Dem Mikroskop ist es egal, wie dunkel oder wie hell die Haut ist. Da lässt sich dann anhand von Mustern erkennen, ob es sich um eine Schuppenflechte handelt.“
</p>

<p>
	So war es auch bei Keita, als er in der <a href="https://web.ukm.de/index.php?id=9821" rel="external nofollow">Spezialsprechstunde Psoriasis am UKM</a> vorstellig wurde. Dort zeigte er seine vielen, am ganzen Körper verteilten, bräunlich verhornenden Hautveränderungen.
</p>

<p>
	Nachdem eine erste Behandlung mit Tabletten schnell nicht mehr wirkte, ist Keita inzwischen auf eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/dossier/biologics-r3/" rel="">Biologika-Therapie</a> eingestellt. „An der Haut sind nur noch vereinzelt Hautveränderungen der Schuppenflechte erkennbar. Auch der Juckreiz und die <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="">Gelenkschmerzen</a> sind vollständig zurückgegangen. Die Lebensqualität ist deutlich gebessert und die Therapie wird gut vertragen“, fasst Seidel die nach vielen Umwegen schließlich erfolgreiche Therapie zusammen.
</p>

<p>
	<strong>Mehr „People of Color“ in Studien an UKM-Hautklinik</strong>
</p>

<p>
	„Damit Menschen, die keine weiße Haut haben, besser in klinischen Studien repräsentiert sind, versuchen wir in unseren Studien an der UKM-Hautklinik mehr ,People of Color´ einzuschließen“, sagt Oberärztin Dr. Nina Magnolo. Sie ist auch Leiterin des Studienzentrum für innovative Dermatologie. Auch in Vorträgen und Fortbildungen werde das Thema mittlerweile mehr ins Zentrum gerückt. „Damit die Patienten schneller ihre Diagnose erhalten und versorgt werden können.“
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/gvVa8Sb9hNw?feature=oembed" title="Schuppenflechte bei „People of Color“: Oft nicht leicht zu erkennen" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	 
</p>

<p>
	Mit der Diagnostik von Hauterkrankungen bei dunkelhäutigen Patienten beschäftigte sich auch eine <a href="https://www.nature.com/articles/s41591-023-02728-3" rel="external nofollow">Studie, die im Februar 2024 im Journal "Nature Medicine" erschienen ist</a>.
</p>

<p>
	In dieser Studie wurde ein Experiment durchgeführt, um die diagnostische Genauigkeit von Ärzten bei der Beurteilung von Hautkrankheiten zu bewerten. Teilnehmer waren unter anderem erfahrene Dermatologen, Dermatologen in Ausbildung und Allgemeinmediziner. Sie wurden gebeten, Bilder von Hautkrankheiten zu beurteilen und differentialdiagnostische Einschätzungen abzugeben.
</p>

<p>
	Das Ergbnis: Die diagnostische Genauigkeit von Ärzten war bei Bildern dunklerer Hauttöne im Vergleich zu Bildern hellerer Hauttöne geringer. Holten sich die Ärzte Hilfe durch maschinelles Lernen, verbesserte sich ihre diagnostische Genauigkeitdeutlich.
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Wissen</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/diagnose-der-psoriasis/" rel="">So stellt der Hautarzt die Diagnose Psoriasis</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Forum</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Erfahrungen, Tipps und Tricks für das Leben mit Schuppenflechte</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Checkliste</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/files/file/5-was-gegen-den-juckreiz-helfen-kann/" rel="">Was gegen den Juckreiz helfen kann</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1276</guid><pubDate>Tue, 06 Feb 2024 09:10:00 +0000</pubDate></item><item><title>Warum Kim Kardashian ihr Bein mit Folie umwickelt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/warum-kim-kardashian-ihr-bein-mit-folie-umwickelt-r1274/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_02/kim-kardashian-psoriasis-instagram.jpg.d5767f685b28ce691d4ec59b3efb0bf6.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Auf Instagram hat Kim Kardashian wieder einmal ihre Psoriasis gezeigt. Zu sehen ist auch, wie sie gerade eine Folie von ihrem Bein entfernt. Warum denn das?</strong>
</p>

<p>
	Kim Kardashian könnte man leicht auf ihr Leben als Celebrity reduzieren – als Berühmtheit, die vor allem als Model bekannt und von Rapper Kanye West geschieden ist. Doch das würde ihr nicht gerecht. Kim Kardashian ist auch Unternehmerin, Rechtsanwältin und Darstellerin vor allem in Serien.
</p>

<p>
	Und: Kim Kardashian hat Schuppenflechte. Davon <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/kim-kardashian-fragt/" rel="">erzählt sie freimütig alle Jahre wieder</a> – oder auch öfter, wenn ihre Psoriasis gerade „blüht“. Das ist gerade wieder der Fall. <a href="https://www.instagram.com/kimkardashian/" rel="external nofollow">In einer Instagram-Story</a> zeigte sie eine große Psoriasis-Stelle am Bein, das sie gerade von einer Folie befreit und dann eincremt.
</p>

<p>
	Diese Folie hat durchaus ihren Sinn. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Okklusivverband. Okklusiv – das heißt: Ein Körperteil wird bedeckt, zum Beispiel eben mit Folie. Das kann man machen, ohne eine Creme oder Ähnliches vorher aufzutragen. Dann dient es vor allem dazu, die Schuppen zu lösen und die Haut aufzuweichen. Man kann auch vorher eine Creme auftragen. Die wirkt dann durch das Aufweichen und den luftdichten Verschluss stärker. Dafür eigenen sich jedoch nicht alle Cremes.
</p>

<p>
	Auch weniger prominente Betroffene wickeln sich also Haushaltsfolie um Beine oder Arme, um entweder sanft und schnell die Schuppen loszuwerden oder um ihrer Creme einen Wirkungs-Kick zu geben. Für die Prozedur bei Psoriasis an den Händen gibt es Folienhandschuhe, nicht zu verwechseln mit Gummihandschuhen.
</p>

<p>
	Warum die Psoriasis gerade jetzt so stark ist, kann Kim Kardashian nicht ausmachen. In ihrer Instagram-Story jedenfalls schreibt sie: „Ich werde nicht lügen, das ist schmerzhaft. Ich weiß nicht, was meine Auslöser sind. Ich habe meine Ernährung nicht umgestellt. Ich habe alles versucht! Schuppenflechte ist Mist!“
</p>

<p>
	Aber weil sie sich von ihrer Schuppenflechte noch nie unterkriegen ließ, sieht sie in der aktuellen Psoriasis-Stelle sogar etwas Nettes: „Spinne ich oder hat meine Psoriasis zum Valentinstag die Form eines Herzens?“
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/topic/6220-verfahrenstipp-okklusivverband/" rel="">So wird ein Folienverband angewendet</a> - Tipps und Tricks in unserem Forum
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/gallery/album/1557-prominente-mit-schuppenflechte/" rel="">Prominente mit Psoriasis </a>– Bildergalerie mit bekannten Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/schuppenflechte-hausmittel/" rel="">Hausmittel bei Schuppenflechte</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1274</guid><pubDate>Thu, 01 Feb 2024 13:46:00 +0000</pubDate></item><item><title>Videokurs f&#xFC;r Menschen mit Psoriasis startet &#x2013; und das steckt dahinter</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/videokurs-fuer-menschen-mit-psoriasis-startet-%E2%80%93-und-das-steckt-dahinter-r1273/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_01/hello-professor-psoriasis-kurs.jpg.311075c5dd70b669d0ad566b9ef5c41d.jpg" /></p>
<p>
	Bei Instagram und Facebook kommt man derzeit kaum an der Werbung für einen Kurs vorbei, wenn man dort öfter zum Thema Psoriasis unterwegs ist: Ein „2h Videokurs vom führenden Professor für Psoriasis“, wird da versprochen. Zum „Early Bird“-Preis, wenn man schnell ist. Wir haben uns das Angebot von „Hello Professor“ angesehen und mit David Neisinger gesprochen. Er ist einer der Köpfe dahinter.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image ipsAttachLink_left" data-fileext="jpg" data-fileid="23252" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_01/hello-professor-david-neisinger.jpg.01f1e5e983fd1d0762c2fb5dc9ed0819.jpg" rel="" style="float: left;"><img alt='David Neisinger von "Hello Professor"' class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="23252" data-unique="vqkrawman" style="width: 200px; height: auto;" width="421" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2024_01/hello-professor-david-neisinger.thumb.jpg.4f16f528ed58eea56bfc39f9c9b2587a.jpg" loading="lazy" height="749.38"></a><strong>Herr Neisinger, woher kommt Ihr Interesse an dem Thema Gesundheit im Netz?</strong><br>
	In meiner Familie gab es in den letzten Jahren einige gesundheitliche Herausforderungen. Da haben wir gemerkt, wie anstrengend es ist, zu einer Erkrankung die wirklich guten, seriösen Informationen zu finden. Dr. Google führte uns schnell zu Angeboten, zum Beispiel in Facebook-Gruppen, die zum Teil haarsträubend waren. Überhaupt fanden wir das Zusammensuchen der Informationen bei Google nicht den richtigen Weg.
</p>

<p>
	<strong>Warum bieten Sie einen Kurs gerade zur Psoriasis an? Es gibt so viele Erkrankungen.</strong><br>
	Im Bereich Psoriasis gibt es einfach einen sehr starken Informationsbedarf, der Leidensdruck ist hoch. Es gibt effektive Medikamente, die zum Teil nicht verschrieben werden. Wir wollen Betroffenen mehr Wissen über ihre Erkrankung an die Hand geben und sie darauf hinweisen, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
</p>

<p>
	<strong>Und warum gerade Sie?</strong><br>
	Weil es sonst keiner macht. Meine Schwester ist Assistenzärztin an der Hautklinik der Charité. Sie bedauert, dass sie im Sprechzimmer für einen Patienten immer nur zehn Minuten Zeit hat. Schulungen für Patienten mit Psoriasis finden außerhalb einer Reha kaum bis gar nicht statt. Da lag der Gedanke nahe, sie digital anzubieten. So kann jeder den Kurs absolvieren, wann er dafür Zeit und Nerven hat.
</p>

<p>
	<strong>Was wird in dem Kurs vermittelt?</strong><br>
	Wissen. Professor Michael P. Schön, unser Experte im Kurs, erklärt, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, für wen sie funktionieren, gibt Tipps und Tricks. Er spricht über den Umgang mit Angehörigen oder in der Partnerschaft, über psychische Aspekte oder den Alltag. Der Kurs ist didaktisch aufbereitet, soll also so verständlich wie möglich sein, so dass Laien das medizinische Fachchinesisch auch verstehen.
</p>

<p>
	<strong>Gibt es auch Aufklärung über unseriöse Therapiemethoden?</strong><br>
	Ja, Professor Schön sagt auch, was Quatsch ist. Er drückt es anders aus, aber er wird auch die Grenzen von Behandlungsmethoden benennen.
</p>

<p>
	<strong>Ist der Kurs für Betroffene aller Psoriasis-Formen geeignet?</strong><br>
	Ja, Professor Schön wird über alle Formen sprechen. Das Thema Psoriasis arthritis werden wir nur anschneiden können, weil es in eine andere Fachdisziplin gehört.
</p>

<p>
	<strong>Werden auch individuelle Fragen beantwortet?</strong><br>
	Das dürfen wir rechtlich nicht. Allgemeine Verständnisfragen werden auf jeden Fall beantwortet. Professor Schön ist Chef der Universitäts-Hautklinik in Göttingen. Er bringt aus seiner Sprechstunde die Antworten auf die häufigsten Fragen mit, die ihm seine Patienten stellen.
</p>

<p>
	<strong>Und nach dem Kurs?</strong><br>
	Ein Jahr lang kann jeder die Inhalte des Kurses immer wieder ansehen. Aus unserer Erfahrung mit einem ähnlichen Kurs zum Thema Urtikaria haben wir viel über die Bedürfnisse von Betroffenen gelernt. Wir haben Checklisten, Merkblätter und eine Liste von Spezialzentren zusammengestellt. Teilnehmer können sich untereinander austauschen.
</p>

<p>
	<strong>Sie versprechen, den „führenden Kurs für Betroffene von Schuppenflechte“ anzubieten. Ist es nicht ganz schön hochtrabend, gleich von „führend“ zu sprechen?</strong><br>
	Es gibt einfach so gut wie keine derartigen Kurse im Bereich der Hauterkrankungen, da ist „führend“ schnell erreicht. (<em>lächelt</em>)
</p>

<p>
	<strong>Die Internetseite zum Kurs erinnert ja schon an eine der typischen Seiten, auf denen man zum Kauf von Wundermitteln zum Superduper-Schnäppchenpreis gedrängt wird.</strong><br>
	Ja, am Marketing müssen wir noch feilen. Wir arbeiten seit Juli 2023 am Konzept und der Umsetzung, da lernen wir noch.
</p>

<p>
	<strong>Haben Sie sich die Umsetzung des Kurses leichter vorgestellt?</strong><br>
	Einerseits ja, andererseits nein. Es war leichter als gedacht, Professoren für das Angebot zu begeistern. Schwieriger ist es, Betroffenen zu zeigen, warum der Kurs für sie spannend sein könnte, was er bewirken kann.
</p>

<p>
	<strong>Der Kurs soll später einmal 89 Euro kosten. Wäre das nicht etwas, was Krankenkassen bezahlen müssten?</strong><br>
	Natürlich, aber sie tun es nicht. Unsere Gespräche mit einzelnen Kassen waren ernüchternd. Die eine forderte eine mehrtägige Schulung mit wohnortnahen Präsenz-Terminen, die andere sah gleich gar keinen Bedarf. Unser Ziel ist es, dass unser Angebot eines Tages über Selektivverträge mit Krankenkassen finanziert wird.
</p>

<p>
	<strong>Wie haben Sie denn den Aufbau des Kurses finanziert, noch so ganz ohne die Einnahmen von Kurs-Teilnehmern?</strong><br>
	Aus eigenen Ersparnissen. Investoren gibt es nicht, und wenn mal welche anklopfen sollten, wollen wir uns nicht in eine bestimmte Richtung drängen lassen.
</p>

<p>
	<strong>Auch andere arbeiten an dem Angebot einer Patientenschulung. Fürchten Sie da Konkurrenz?</strong><br>
	Nein, das ist doch super. Mehr Angebot ist gut. Es hilft, digitale Schulungen in die Regelversorgung zu überführen.
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Mehr über den Psoriasis-Kurs von „Hello Professor“</strong></span>
</p>

<p>
	Der <a href="https://www.helloprofessor.com/psoriasis" rel="external nofollow">Psoriasis-Kurs von "Hello Professor"</a> startet am 1. März 2024. <a href="https://www.psoriasis-bund.de/psoriasis-bund/organisation/wissenschaftlicher-beirat/prof-dr-michael-peter-schoen/" rel="external">Professor Michael P. Schön</a> von der Universitäts-Hautklinik in Göttingen hat zwei Stunden Videomaterial aufgenommen, in dem er sein Wissen und seine Erfahrung weitergibt. Hinzu kommen Übersichten wie Checklisten, Merkblätter, eine Auflistung von Spezialzentren und ein E-Book sowie eine Austauschmöglichkeit für Kursteilnehmer.
</p>

<p>
	Derzeit gilt ein Einführungspreis von 49 Euro. Danach kostet er 89 Euro.
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<em>Danke an unserer <a href="https://steadyhq.com/de/psoriasisnetz/about" rel="external nofollow">Fördermitglieder</a> W. und Kirsten für ihren Input in der Vorbereitung auf das Interview.</em>
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> Artikel: <a href="https://psoriasis-netz.de/magazin/forschung/patientenschulungen-lebensqualitaet/" rel="external">Wirkung von Patientenschulungen untersucht</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> Überblick: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/rehabilitation-klinik/reha-antrag-schuppenflechte-psoriasis-arthritis/" rel="">Reha bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis beantragen – so geht‘s</a>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span>  Forum: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Erfahrungsaustausch von Betroffenen mit Psoriasis oder Psoriasis arthritis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1273</guid><pubDate>Tue, 30 Jan 2024 17:24:00 +0000</pubDate></item><item><title>Umfrage: Wollen Psoriasis-Patienten eine Online-Sprechstunde?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/umfrage-wollen-psoriasis-patienten-eine-online-sprechstunde-r1270/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_01/notebook-stifte-kopfhoerer.jpg.20ce0cfe62c286cd66ac3276f9fd147b.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Zum Arzt gehen, ohne zum Arzt zu gehen – das ungefähr ist der Ansatz der Teledermatologie. Aber wollen Psoriasis-Patienten das überhaupt, eine Online-Sprechstunde mit einem oder mit ihrem Arzt? Patrick Reinders vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf will das mit einer Umfrage herausfinden.</strong>
</p>

<p>
	Teledermatologie kommt bei Menschen mit einem Hautproblem derzeit vor allem in Form von Online-Diagnosen an: Ein paar Bilder werden bei einem der Anbieter hochgeladen, Hautärzte schauen sich die Bilder an und innerhalb von einem Tag oder dreien kommt eine Antwort mit der möglichen Diagnose. Das ist schon mal was – doch für chronisch Kranke ginge da mehr.
</p>

<p>
	Patrick Reinders hat sich für seine Doktorarbeit genau dieses Thema ausgesucht. "In meinem Studienprojekt geht es darum, herauszufinden, unter welchen Bedingungen Patienten mit Psoriasis eine teledermatologische Versorgung in Anspruch nehmen würden", erklärt er. Würden sich Psoriasis-Patienten bei einem akuten Schub zum Beispiel lieber per Video mit einem Hautarzt unterhalten, sich also Fahrtweg und die Zeit im Wartezimmer sparen – oder ist der gewohnte Arztbesuch in der Praxis für sie dann doch der bessere Weg?
</p>

<p>
	Jetzt sucht Patrick Reinders Psoriasis-Betroffene, die an seiner Umfrage teilnehmen. Einzige Bedingung: Sie müssen volljährig, die Diagnose muss bestätigt sein.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a class="simple-button-plugin" href="https://ww2.unipark.de/uc/preftele/" rel="external nofollow" style="display: inline-block; background-color: rgb(39, 174, 97); border: 1px solid rgb(39, 174, 97); color: rgb(255, 255, 255) !important; padding: 5px 10px; border-radius: 5px; font-size: 16px; text-decoration: none !important; cursor: pointer;" target="_blank">An der Online-Umfrage teilnehmen</a>
</p>

<p>
	<strong>So geht's</strong>: Wir haben die Umfrage einmal "durchgespielt" und ernsthaft beantwortet. Präsentiert werden auf jeder Seite drei verschiedene Möglichkeiten der Behandlung. Aus diesen drei Möglichkeiten soll man aussuchen, welche man für sich wählen würde.
</p>

<p>
	<strong>Ein Tipp</strong>: Anfangs ist es etwas verwirrend, weil sich die Fragen und Antworten zu wiederholen scheinen. Das tun sie aber nicht – immer sind die Antwortmöglichkeiten <em>etwas</em> unterschiedlich.
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>(cl)</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/hier-stellen-hautaerzte-die-diagnose-online-r1129/" rel="">Hier stellen Hautärzte die Diagnose online</a> – Anbieter von Online-Diagnosen bei Hautproblemen
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Psoriasis-Forum</a> für alle Fragen, Antworten und TIpps rund um das Leben mit <a class="notreplace" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/schuppenflechte-psoriasis-r1113/" rel="" style="text-decoration:underline;" target="_blank" title="Schuppenflechte: Ursachen, Symptome, Behandlung, Medikamente...">Schuppenflechte</a> und <a class="notreplace" href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/" rel="" style="text-decoration:underline;" target="_blank" title="Psoriasis arthritis: Das Wichtigste über die Schuppenflechte in den Gelenken">Psoriasis arthritis</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1270</guid><pubDate>Wed, 24 Jan 2024 06:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>So soll der Haut&#xE4;rzte-Mangel in Ost-Sachsen gelindert werden</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-soll-der-hautaerzte-mangel-in-ost-sachsen-gelindert-werden-r1269/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_01/arzt-leuchtlupe-patientin.jpeg.957a72b8263705c5a96633618f81923c.jpeg" /></p>
<p>
	<strong>Hausärzte behandeln im Osten Sachsens jetzt auch die Hauterkrankungen von Patienten. Dieser Weg ist auch eine Reaktion darauf, dass es in der Region keine Hautärzte mehr gibt.</strong>
</p>

<p>
	In der Region Löbau-Zittau leben 115.000 Menschen. Einen Hautarzt aber sucht man vergeblich in der Region: Vier Dermatologen könnten sich dort niederlassen, doch seit Juli 2022 gibt es keinen einzigen. Das hatte auch das sächsische Sozialministerium mitbekommen. Es drohte der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eine Strafgebühr an, wenn sich an der Unterversorgung nichts ändert – immerhin 25.000 Euro pro Monat.
</p>

<p>
	Die KV wehrte sich, das Ministerium änderte seine Ansage: Die KV muss seither regelmäßig melden, wie es um die hautärztliche Versorgung in Löbau-Zittau aussieht.
</p>

<p>
	Nun ist ein Projekt gestartet, das zwar keine Hautärzte vor Ort hervorzaubert, aber auch praktikabel klingt: Hausärzte bekommen einmalig Geld für Technik, damit sie Patienten mit einer Hauterkrankung behandeln und einen Hautarzt um Rat bitten können. Pro Patient erhalten beide beteiligten Ärzte dann 15 Euro auf die übliche Vergütung "obendrauf".
</p>

<h2>
	Diese 14 Arztpraxen machen mit
</h2>

<p>
	In <strong>Großschönau</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		Dr. med. Ulrike Krischel, Buchbergstraße 51 c; Terminvereinbarung unter Telefon 035841 633190
	</li>
</ul>

<p>
	In <strong>Herrnhut</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		Dr. Susanne Augustin, Oskar-Lier-Straße 2; Terminvereinbarung unter: www.praxis-taube.de
	</li>
	<li>
		Ute Taube, Herrnhuter Straße 12 (OT Berthelsdorf); Terminvereinbarung auf <a href="https://www.praxis-taube.de/" rel="external nofollow">www.praxis-taube.de</a>
	</li>
</ul>

<p>
	In <strong>Kottmar</strong>, OT Eibau:
</p>

<ul>
	<li>
		Grit Seidl, Bahnhofstraße 3; Terminvereinbarung unter: 03586 387105
	</li>
</ul>

<p>
	In <strong>Leutersdorf</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		Grit Reinisch, Bahnhofstraße 2 a; Terminvereinbarung unter Telefon 03586 386140
	</li>
</ul>

<p>
	<strong>In Löbau:</strong>
</p>

<ul>
	<li>
		Dipl.-Med. Birgitt Neumann, Breitscheidstraße 44; Terminvereinbarung unter: 03585 862250
	</li>
	<li>
		MUDr. Jan Svestka, Obere Dorfstraße 8 (OT Ebersdorf); Terminvereinbarung unter: 03585 832222
	</li>
</ul>

<p>
	In <strong>Oderwitz</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		Dr. med. Gottfried Hanzl / MUDr. Abraham Bucek / MUDr. Martina Paul, Scheringerstraße 2; Terminvereinbarung auf <a href="https://www.praxis-dr-hanzl.de/" rel="external nofollow">www.praxis-dr-hanzl.de</a>
	</li>
</ul>

<p>
	In <strong>Seifhennersdorf</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		Dipl.-Med. Gabriele Hosang, Rumburger Straße 10; Terminvereinbarung unter Telefon 03586 404324
	</li>
	<li>
		MUDr. Katarina Varga / Aleksander Gerlich, Nordstraße 4; Terminvereinbarung unter Telefon 03586 404225
	</li>
</ul>

<p>
	In <strong>Zittau</strong>:
</p>

<ul>
	<li>
		MUDr. Lukas Bauer / Dr. med. Eckhard Naumann / MUDr. Jana Hlavacova, Theodor-Korselt-Straße 1b; Terminvereinbarung unter Telefon 03583 700188
	</li>
	<li>
		MUDr. Michaela Pozarova, Gubenstraße 17; Terminvereinbarung unter Telefon 03583 700436
	</li>
	<li>
		Dipl.-Med. Anett Scholz, Dr.-Brinitzer-Straße 8; Terminvereinbarung unter Telefon 03583 512541
	</li>
	<li>
		MUDr. Katarina Lacnakova / MUDr. Ivana Prajerova, Zittauer Straße 19 (OT Hirschfelde); Terminvereinbarung unter Telefon 035843 25205
	</li>
</ul>

<p style="text-align: right;">
	(Stand 9.2.24)
</p>

<p style="text-align: right;">
	<em>(cl)</em>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Tipps zum Weiterlesen</strong></span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/KV-Sachsen-will-hautaerztliche-Versorgung-in-Ostsachsen-puschen-446297.html" rel="external">KV Sachsen will hautärztliche Versorgung in Ostsachsen puschen</a> (Ärzte Zeitung, 16.1.2024)
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/clubs/2-sachsen/" rel="">Psoriasis-Netz Sachsen</a> – Forum für Betroffene in Sachsen
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums/" rel="">Psoriasis-Forum</a> für alle Fragen, Antworten und TIpps rund um das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis
</p>

<div>
	<hr style="width:150px; margin:2em auto 1.9em; border:none; border-bottom:1px solid #000;">
</div>

<p>
	<em>Danke an <a contenteditable="false" data-ipshover="" data-ipshover-target="https://www.psoriasis-netz.de/profile/30044-supermom/?do=hovercard" data-mentionid="30044" href="https://www.psoriasis-netz.de/profile/30044-supermom/" rel="">@Supermom</a> für ihre Zuarbeit.</em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1269</guid><pubDate>Tue, 23 Jan 2024 11:27:00 +0000</pubDate></item><item><title>"Es war so schlimm, dass ich nicht mehr schreiben konnte"</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/es-war-so-schlimm-dass-ich-nicht-mehr-schreiben-konnte-r1268/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2024_01/psoriasis-arthritis-erfahrungsbericht.jpg.1d323a0f7b6cdab7cfed2ca94e060805.jpg" /></p>
<p>
	Sandro Herrmann* litt wegen Psoriasis arthritis jahrelang an starken Schmerzen. Er konnte nicht einmal mehr einen Stift halten und musste rückwärts die Treppe hinuntersteigen. Noch mehr Mühe bereitete ihm die Psoriasis, da er überall Spuren hinterließ. Erst eine Entkalkungsanlage, ein verständnisvoller Rheumatologe und die richtigen Medikamente brachten dem 67-Jährigen die ersehnte Linderung.
</p>

<p>
	<strong>Herr Herrmann, seit wann leiden Sie an Psoriasis arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>)?</strong><br>
	Früher trieb ich sehr viel Sport: Skifahren, Leichtathletik, Handball und Fußball. Vor etwa 14 Jahren begann ich zuzunehmen und habe nach und nach den Sport wie auch generell die Bewegung reduziert.
</p>

<p>
	<strong>Wie hat sich die Psoriasis arthritis bemerkbar gemacht?</strong><br>
	Vor rund zehn Jahren hatte ich einen Schub. Dieser war mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden. Das rechte Bein schwoll stark an. Ich konnte nur mit Stöcken gehen und mich von einer Möbelecke zur nächsten Stütze bewegen. Treppensteigen war äußerst schwierig und mühsam. Die Treppe hinuntersteigen konnte ich nur rückwärts.
</p>

<p>
	<strong>Wie erlebten Sie die Schmerzen?</strong><br>
	Sie waren so schlimm, dass ich nicht mehr schreiben konnte. Ich konnte keinen Stift mehr halten. Auch hatte ich keine Kraft mehr in den Händen. Das Ausräumen der Geschirrwaschmaschine ging nur noch Teller für Teller.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	<strong>Welche Gelenke schmerzten? Und bei welchen Tätigkeiten haben Sie sie gespürt?</strong><br>
	Es waren alle Gelenke betroffen: Finger, Zehen, Knie, auch der Rücken schmerzte. Der Schmerz war immer da.
</p>

<p>
	<strong>Wie hat sich die Psoriasis arthritis auf Ihre berufliche Tätigkeit ausgewirkt?</strong><br>
	Da ich seit 34 Jahren selbstständig bin, konnte ich meine beruflichen Tätigkeiten immer der momentanen Situation anpassen. Zudem konnte ich auf die volle Unterstützung meiner Mitarbeitenden zählen. Und glücklicherweise gab es ja den Computer, wenn ich nicht mit dem Stift schreiben konnte.
</p>

<p>
	<strong>Hat die Psoriasis arthritis Ihre Lebensqualität beeinträchtigt?</strong><br>
	Ja, meine Bewegung reduzierte sich auf ein Minimum.
</p>

<p>
	<strong>Wie sind Sie mit der Psoriasis arthritis umgegangen?</strong><br>
	Ich machte immer, was ich meinem Gesundheitszustand entsprechend machen konnte. Sportliche Aktivitäten wurden immer seltener. Mit dem Skifahren habe ich schon vor Jahren aufgehört. Velofahren war schon auf kurzen Strecken schmerzhaft, das spürte ich in den Knien. Der Schmerz war jeweils am nächsten Tag am stärksten.
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Ein Lesetipp</strong>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/sport-und-bewegung-bei-schuppenflechte/" rel="">Sport und Bewegung bei Schuppenflechte und Psoriasis arthritis</a>
</p>

<p>
	<strong>Was hilft Ihnen am meisten?</strong><br>
	Vor sechs Jahren wurde ich zum ersten Mal an einen Rheumatologen verwiesen. Ich fühlte mich von ihm verstanden. Das war super für mich. Ich konnte verschiedene Medikamente und Schmerzmittel ausprobieren. Nun bin ich bei Methotrexat gelandet. Ich nehme außerdem jeden Tag ein Schmerzmittel ein und es geht mir besser.
</p>

<p>
	<strong>Was empfehlen Sie anderen Betroffenen?</strong><br>
	Das ist eine sehr schwierige Frage. Psoriasis arthritis ist eine persönliche Angelegenheit. Helfen oder unterstützen können mich nur Leute, denen ich vollkommen vertraue. Sonst macht bei mir sofort alles "zu". Es ist wie eine stetige Suche nach dem optimalen Wohlbefinden, gut ist es nie.
</p>

<p>
	<strong>Haben Sie sich je in einer <span ipsnoautolink="true"><a href="https://www.psoriasis-netz.de/adressen/selbsthilfegruppen/" rel="">Selbsthilfegruppe</a></span> ausgetauscht? Oder wo haben Sie Unterstützung erhalten?</strong><br>
	Nein, ich habe keine Unterstützung außerhalb der Familie erhalten. Das wollte ich auch so.
</p>

<p>
	<strong>Sind Sie auch von Psoriasis betroffen?</strong><br>
	Ja, und dies ist für mich die weitaus größere Einschränkung. Ich litt immer schon an empfindlicher Haut: Schuppen auf dem Kopf und im Bereich der Ohren. Zudem hatte ich Flecken oder Flechten auf dem Rücken und an den Ellbogen. Mit viel <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/behandlung/behandlung-salben/" rel="">Cremes, Salben und zeitweise auch mit Cortison</a> geht es mir gut. Ich ging schon als Kind nicht gerne zum Friseur. Es war und ist auch heute noch eher ein Zwang und eine Qual für mich. Die Suche nach einem <a href="https://www.psoriasis-netz.de/schuppenflechte-shampoo/" rel="">Shampoo</a>, das nicht brennt, war schon immer ein Problem. Leider ist mein Friseur, der auch mein "Lieferant" war, gestorben und jetzt geht die Suche wieder von vorne los. Ich brauche auch eine spezielle Haarspülung. Hinzu kommen Salben für den Körper, sonst brennt meine Haut, vor allem an den Beinen.
</p>

<p style="margin-left: 40px;">
	<span style="color:#c0392b;">➜</span> <strong>Ein Lesetipp</strong>: <a href="http://Schuppenflechte%20auf%20der%20Kopfhaut%20in%205%20Schritten%20loswerden" rel="external nofollow">5 Schritte, um Psoriasis auf dem Kopf loszuwerden</a>
</p>

<p>
	<strong>Was hilft?</strong><br>
	Seit wir eine Entkalkungsanlage installiert haben, geht es mir deutlich besser. Mit verträglichen und hautfreundlichen Salben geht es mir ebenfalls ganz gut. Wichtig für mich ist ein pH-neutraler Wert von 7. Als Zwanzigjähriger erhielt ich zum ersten Mal eine Cortisonalbe für die Flecken im Gesicht von einer Ärztin in Aarau. Meine Haut wurde aber immer dünner und empfindlicher gegen Sonnenlicht, deshalb habe ich die Salbe nur kurze Zeit angewendet. Die vielen Schuppen wurden immer häufiger ein Problem für mich, da ich überall Spuren hinterließ. Aber meine Frau und meine Familie haben mich immer bedingungslos unterstützt. Das hilft natürlich sehr.
</p>

<p>
	<strong>Leiden Sie an Begleiterkrankungen?</strong><br>
	Ich habe stark zugenommen und neuerdings muss ich den Blutdruck regulieren.
</p>

<p>
	<strong>Wie geht es Ihnen heute?</strong><br>
	Gut, denn ich wurde von meiner Frau, den Kindern und dem Rheumatologen ernst genommen und voll und ganz unterstützt. Die Medikamente, die ich nehme, helfen mir. Ich hoffe, dass es noch lange so weiter geht!
</p>

<p>
	*Name von der Redaktion geändert.
</p>

<p>
	<em>Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der <a href="https://www.spvg.ch" rel="external nofollow">Schweizerischen Psoriasis- und Vitiligo-Gesellschaft (SPVG)</a></em>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1268</guid><pubDate>Thu, 18 Jan 2024 19:09:00 +0000</pubDate></item><item><title>Eli Lilly baut eine Fabrik &#x2013; und das hier ist f&#xFC;r den Hinterkopf</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/lilly-fabrik-pharmaindustrie-fakten/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_11/pharmaindustrie-produktion.jpg.94050b53c75ae9a195c4feeb2595e5c9.jpg" /></p>
<p>
	Es kommt selten vor, aber diesmal hat es eine Wirtschaftsnachricht <span ipsnoautolink="true">ins Psoriasis-Netz geschafft</span>: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/eli-lilly-baut-neue-produktionsstaette-in-deutschland-und-investiert-in-startups-r1263/" rel="">Eli Lilly wird in Zukunft „injizierende“ Medikamente auch in Deutschland produzieren</a>.
</p>

<p>
	Eine gute Meldung für deutsche Arbeitsplätze! Bemerkenswert auch deshalb, weil große Pharmafirmen immer wieder damit drohen, Produktionsstätten in andere Länder zu verlagern. Sie begründen das vor allem damit, dass Innovationen in Deutschland durch Bürokratie behindert werden würden (<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/medikament-spevigo-in-deutschland-vom-markt-genommen-r1258/" rel="">siehe Spesolimab</a>). Außerdem würden ihre Preise unterlaufen werden, weil sie durch das <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ministerium/gesetze-und-verordnungen/guv-20-lp/gkv-finanzstabilisierungsgesetz" rel="external nofollow">GKV-Stabilisierungsgesetz</a> um fünf Prozent gekürzt werden sollen. <a href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/pharmakonzern-darum-investiert-eli-lilly-2-3-milliarden-euro-in-deutschland/29501112.html" rel="external nofollow">Lilly gehört nicht zu den Klägern gegen das Gesetz</a>, teilt aber die Kritik daran.
</p>

<p>
	Sachlich ist festzustellen:
</p>

<ul>
	<li>
		<strong>Hochpreisige Medikamente wie Taltz sind nie in Niedriglohnländern hergestellt worden</strong>, sondern immer schon in Europa, Nordamerika oder Japan. In dieser Preisklasse riskiert man keine Lieferengpässe.
	</li>
	<li>
		<strong>Die Produktion der Firma muss erweitert werden</strong>. Vor allem wegen des erwarteten Ansturms auf die so genannte "Abnehmspritze" Mounjaro. Aber auch der Umsatz von Taltz außerhalb der USA steigt steil an. Zwischen 2020 zu 2022 <a href="https://www.annualreports.com/HostedData/AnnualReports/PDF/NYSE_LLY_2022.pdf" rel="external nofollow">um über 25 Prozent von 500 Millionen US-Dollar auf 757,4 Millionen US-Dollar.</a> Dieser Trend hält an, wie die bisher <a href="https://investor.lilly.com/news-releases/news-release-details/lilly-reports-first-quarter-2023-financial-results-highlights" rel="external nofollow">für 2023 veröffentlichten Quartalszahlen</a> zeigen.
	</li>
	<li>
		Der <strong>Rechtsstreit mit Novartis</strong> wegen Patentverletzungen wurde <a href="https://www.annualreports.com/HostedData/AnnualReports/PDF/NYSE_LLY_2022.pdf" rel="external nofollow">2022 außergerichtlich geklärt</a>. Damit ist abgesichert, dass bei Taltz weiterhin auf dem Markt bleiben darf.
	</li>
	<li>
		Eli Lilly steht inzwischen <strong>auf dem ersten Platz einer <a href="https://www.mordorintelligence.com/de/industry-reports/psoriasis-drugs-market" rel="external nofollow">Prognose</a></strong>, welche Firma von 2023 bis 2028 Marktführer bei Psoriasis-Medikamenten sein werden.
	</li>
	<li>
		Was gerne verdrängt wird: Großen Pharmafirmen, die auch Psoriasis-Biologika herstellen, wurden <strong>in den USA </strong><a href="https://bukopharma.de/images/pharmabrief/Pharma-Brief_Archiv/2016/Phbf2016_09-10.pdf" rel="external nofollow"><strong>illegale Methoden mit teilweise schwerwiegenden Folgen</strong> nachgewiesen</a>. Bei manchen liegt es länger zurück, andere sind Wiederholungstäter bis in die heutige Zeit (Opioide). Über Eli Lilly zum Beispiel ist bekannt, dass  Informationen über schwere bis hin zu tödlichen Nebenwirkungen bei Psychopharmaka verschwiegen oder heruntergespielt wurden. Außerdem wurden Ärzte bestochen Medikamente zu verschreiben, obwohl die für die jeweiligen Krankheiten nicht zugelassen waren. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eli_Lilly_and_Company#Immunologie" rel="external">Eli Lilly musste in 28.500 Fällen Betroffene entschädigen</a>. Das war zwischen 2005 und 2009. Heutzutage müssen alle Beteiligten sehr genau hinsehen, was rund um die als "Abnehmspritze" hochgejubelten Medikamente Mounjaro (Eli Lilly) und Wegovy bzw. Ozempic (Novo Nordisk) passiert. Erste "umstrittene Werbemethoden" von Novo Nordisk sind <a href="https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/abnehmspritze-wegovy-novo-nordisk-interessenskonflikte-1.6272938?reduced=true" rel="external nofollow">bereits bekanntgeworden</a>. 
	</li>
</ul>
]]></description><guid isPermaLink="false">1265</guid><pubDate>Mon, 27 Nov 2023 09:41:00 +0000</pubDate></item><item><title>Eli Lilly baut neue Produktionsst&#xE4;tte in Deutschland und investiert in Startups</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/eli-lilly-baut-neue-produktionsstaette-in-deutschland-und-investiert-in-startups-r1263/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_11/eli-lilly-alzey.jpg.df0291bad6d946f368fcdd30099b5173.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Die Firma Eli Lilly will eine neue Produktionsstätte in Deutschland bauen. Dafür zahlt der Hersteller 2,3 Milliarden Euro. Außerdem will Lilly in Startups investieren. Wirtschaftsminister Robert Habeck und Gesundheitsminister Karl Lauterbach gefällt das.</strong>
</p>

<p>
	Eli Lilly plant den Bau einer neuen Produktionsstätte in Alzey (Rheinland-Pfalz). Außerdem sollen bis zu 100 Millionen Dollar in Startups aus der Life-Science- und Biotech-Branche fließen. Konkret soll mit der Anlage in Alzey die weltweite Produktion von injizierbaren Medikamenten und Pens ausgebaut werden. Der Standort soll 2027 in Betrieb genommen werden. Dann sollen bis zu 1000 Fachkräfte – Ingenieure, Anlagenbediener und Wissenschaftler – dort arbeiten und unter anderem Diabetes-Medikamente wie Mounjaro (Wirkstoff: Tirzepatid) produzieren. Lilly stellt unter anderem das Psoriasis-Medikament Taltz her.
</p>

<p>
	Noch müssen das Bundesland und lokale Behörden für Lillys Investition in Alzey  einige Genehmigungen erteilen.
</p>

<p>
	Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sagte bei der Vorstellung der Pläne: „Die Ansiedlungsentscheidung ist eine gute Nachricht für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Sie schafft neue und zukunftsfähige Arbeitsplätze, zeigt das Vertrauen der Unternehmen in die Attraktivität unseres Pharma- und Industriestandorts und trägt zu einer verbesserten Gesundheitsversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger bei.“
</p>

<p>
	Professor Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit, betonte: „Diese Investition zeigt: Gute innovative Produkte kann man zuverlässig in Deutschland entwickeln und produzieren. Aber wir werden die Rahmenbedingungen für Forschung und Produktion noch weiter verbessern. So sichern wir Patientinnen und Patienten den schnellen Zugang zu neuen Therapieoptionen und machen uns unabhängiger von brüchigen Lieferketten.“
</p>

<p>
	Mit dem geplanten Werk in Alzey hat Lilly dann sechs Produktionsstandorte in Europa, unter anderem eins in Fegersheim bei Straßburg in Frankreich.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1263</guid><pubDate>Fri, 17 Nov 2023 18:21:00 +0000</pubDate></item><item><title>Nina: Eine Mini-Serie zeigt das Leben mit Psoriasis</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nina-eine-mini-serie-zeigt-das-leben-mit-psoriasis-r1260/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_09/nina-psoriasis-film.jpg.e48b36c0f2934d9ed6a9e2ec7ed49afc.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Eine Mini-Serie soll zeigen, wie sehr die Psoriasis das Wohlbefinden beeinflussen kann, dass es Hoffnung gibt – und überhaupt, dass es Wichtigeres im Leben gibt.</strong>
</p>

<h2>
	Die Story
</h2>

<p>
	Nina ist Modedesignerin, etwas geheimnisvoll und ziemlich introvertiert. Von der ersten Minute an merkt der Zuschauer: Da ist ein dunkles Geheimnis. Etwas quält sie.
</p>

<p>
	Bei einem Fotoshooting lernt Nina das Männer-Model Marco kennen. Er ist selbstbewusst und optimistisch – also ganz das Gegenteil. Wie das so ist: Die beiden kommen sich näher und eines Tages lüftet er ihr Geheimnis, das der Zuschauer vorher auch in Dusch-Szenen gut sehen kann. Nina hat starke Psoriasis zum Beispiel am Rücken, im Nacken und im Haaransatz.
</p>

<p>
	Nina kämpft gegen den Druck ihrer Umgebung, ihre Schuppenflechte, ihre depressiven Momente und die Anziehung zu Marco. Doch dann gibt es da noch eine Hautärztin und vor allem ihren Vater. Der hat selbst Psoriasis, vermag seiner Tochter aber zumindest emotional kaum zu helfen – zu sehr verschließt sie sich.
</p>

<p>
	Alle zusammen schaffen es am Ende, dass Nina wieder Lebensfreude entwickelt. Nach einer Modenschau wendet sie sich unter anderem an Betroffene: "Und den Personen, die an Psoriasis leiden, denen möchte ich mit auf den Weg geben: Ja, es gibt Hoffnung, lasst Euch helfen, hört nicht auf zu kämpfen um ein erfülltes Leben zu haben."
</p>

<p>
	<a class="ipsAttachLink ipsAttachLink_image" data-fileext="jpg" data-fileid="22747" href="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_09/nina-psoriasis-film-still.jpg.b4d2751d5163edbaad700e11476ce3a7.jpg" rel=""><img alt="nina-psoriasis-film-still.jpg" class="ipsImage ipsImage_thumbnailed" data-fileid="22747" data-unique="80fbb3gvb" style="height: auto;" width="1000" src="https://www.psoriasis-netz.de/uploads/monthly_2023_09/nina-psoriasis-film-still.thumb.jpg.86a1b34a98aec0baede26adcd852139f.jpg" loading="lazy" height="420"></a>
</p>

<h2>
	Die Schauspieler
</h2>

<p>
	Nina wird von Alba Ribas gespielt. Sie ist unter anderem aus der Netflix-Serie Cable Girls bekannt. Ihren Vater verkörpert Lluís Marco (Hospital Central). Raùl de la Cruz spielt Marco. Judit Farrés ist die mutmachende Hautärztin.
</p>

<h2>
	Hintergrund
</h2>

<p>
	Die Serie wurde von der spanischen Pharmafirma Almirall in Auftrag gegeben. Deren Interesse am Thema ist nicht schwer zu erraten. Das Unternehmen hat sich Unterstützung geholt: von der <a href="https://ifpa-pso.com/" rel="external nofollow">IFPA</a> (einem Dachverband von Psoriasis-Organisationen), der spanischen Patientenorganisation <a href="https://www.accionpsoriasis.org/" rel="external nofollow">Acción Psoriasis</a> und von Dr. Eva Vilarrasa, Dermatologin am Hospital de la Santa Creu i Sant Pau.
</p>

<p>
	Almirall will die Lebensqualität von Menschen mit Schuppenflechte nicht nur mit seinen Medikamenten verbessern, sondern auch, indem das Bewusstsein für die Auswirkungen der Krankheit auf ihr Wohlbefinden geschärft wird.
</p>

<h2>
	Unsere Meinung
</h2>

<p>
	In der Serie wird die Psoriasis schonungslos gezeigt. Die quälenden Momente, die viele Betroffene kennen, sind nicht übertrieben dargestellt. Natürlich macht der Fokus darauf die Serie zu keiner heiteren Unterhaltung, aber so hochwertig und mit so viel Aufwand wurde das Leben mit Psoriasis nicht oft in Filmen behandelt. Ein wenig merkt man der Serie ihre Heimat an: Stellenweise fühlt man sich an spanische Telenovelas mit den dazugehörigen kleinen und großen Dramen erinnert.
</p>

<p>
	Besagte Dusch-Szenen sind gut gemacht. Die Psoriasis-Stellen sind etwas sehr rot geraten, aber noch realistisch.
</p>

<p>
	Schade, dass die Serie nur als Dreiteiler zu sehen ist – zumindest die deutsche Fassung. Die insgesamt etwa 45 Minuten kann man sich schon mal nehmen.
</p>

<h2>
	Und nun: Film ab
</h2>

<p>
	Hier ist die Mini-Serie in einer YouTube-Playlist:
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/videoseries?list=PLTIVHJuyF6rZhkf4GtMi9VqZ1lAxNenNQ" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	Und nein, Marco (links) sieht nicht die ganze Zeit aus wie Mephisto. <span class="ipsEmoji">😉</span>
</p>

<p>
	Sollte die Playlist nicht funktionieren, sind das die Direktlinks: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ydMQ-YbSFKA" rel="external nofollow">Teil 1</a> | <a href="https://www.youtube.com/watch?v=PTYe3z15KI0" rel="external nofollow">Teil 2</a> | <a href="https://www.youtube.com/watch?v=enYRJZjbd7c" rel="external nofollow">Teil 3</a>
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1260</guid><pubDate>Fri, 29 Sep 2023 17:01:00 +0000</pubDate></item><item><title>Aktuelles zur Versorgung von Psoriasis-Patienten in Deutschland 2023</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/aktuelles-zur-versorgung-von-psoriasis-patienten-in-deutschland-2023-r1259/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_09/konferenzraum.jpg.30c2b98ee7a779916cda7428f9ffecc4.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Im September 2023 fand die „13. Nationale Konferenz zur Versorgung der Psoriasis“ in Hamburg statt. Dabei ziehen Dermatologen, Vertreter der Pharmaindustrie und der Selbsthilfe Bilanz, wie und mit welchen Maßnahmen Psoriasis-Betroffene in Deutschland versorgt werden. Vor allem aber erfährt man aktuelle Zahlen und Zusammenhänge. Und deshalb waren wir online dabei.</strong>
</p>

<p>
	Die für uns interessantesten Erkenntnisse:
</p>

<ul>
	<li>
		Mehr als die Hälfte der <em>innerlichen</em> Medikamente, die gegen Schuppenflechte verschrieben werden, sind immer noch <strong>Kortison-Präparate</strong>. Die bekommen Patienten vor allem von Ärzten, die keine Dermatologen sind. Betroffene riskieren damit langfristige Schäden, die es mit spezialisierten Psoriasis-Medikamenten nicht gäbe.
	</li>
	<li>
		Die <strong>Chance, ein Biologikum verschrieben zu bekommen</strong> und damit medizinisch angemessen behandelt zu werden, ist im Norden Deutschlands bis zu 8-mal größer als im Süden.
	</li>
	<li>
		Erfahrene Dermatologen können <strong>Psoriasis Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>) unter Umständen schneller erkennen und besser behandeln</strong> als Rheumatologen. Die sind meist schwerer erreichbar und sollen seltener das gesamte Spektrum an <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>-Biologika nutzen.
	</li>
	<li>
		Es gibt ein <strong>Register für Betroffene mit pustulöser Psoriasis</strong> (<a href="https://www.ppbest.de/de/" rel="external nofollow">PP Best</a>). Darin soll erfasst werden, wie innerliche Medikamente langfristig wirken und welche Nebenwirkungen auftreten.
	</li>
	<li>
		Betroffene mit einer schubweise auftretenden <em>generalisierten</em> pustulösen Psoriasis können das Medikament <strong>Spevigo</strong> grundsätzlich weiterhin über eine internationale Apotheke beziehen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten dafür aber nur dann, wenn das vorher beantragt und gut begründet wurde.
	</li>
</ul>

<h2>
	Innerliche Kortisone weiterhin vorn
</h2>

<p>
	Viele <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/" rel="">Ergebnisse der 12. Versorgungskonferenz in 2021</a> gelten auch weiterhin. So wurden in 2022 wieder mehr innerliche Glukokortikosteroide (220.000) gegen Schuppenflechte verordnet als kortisonfreie Präparate (200.000). Diese Verschreibungen verstoßen eindeutig gegen die „zum Zeitpunkt der Behandlung bestehenden, allgemein anerkannten fachlichen Standards“, <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__630a.html" rel="external nofollow">wie es im § 630a StGB</a> heißt. In den Psoriasis-Leitlinien sind innerliche Kortisionpräparate zur Therapie der Schuppenflechte nicht vorgesehen und gelten als nicht geeignet. (Weiteres unter „<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/nationale-versorgungskonferenz-psoriasis-2021/#toc7" rel="">Verschreibungen: Kortison und MTX am häufigsten</a>“.)
</p>

<p>
	Es sind überwiegend Nicht-Dermatologen, die so therapieren. Auf der Konferenz wurde offen angesprochen, dass es auch Hautärzte gibt, die sich nicht ausreichend weiterbilden. Professor Mrowietz verwies darauf, dass Psoriasis-Symposien inzwischen schlecht besucht seien. Man würde viele Kollegen mit diesem Thema nicht mehr erreichen. Ihre Therapieangebote enden dann bei „MTX + irgendetwas“. Nur 30 bis 40 Prozent verordnen überhaupt Biologika.
</p>

<p>
	Den betroffenen Patienten kann nur geraten werden, den Arzt zu wechseln, wenn sie nicht nach aktuellem medizinischem Standard behandelt werden.
</p>

<h2>
	Biologika-Verschreibungen weiterhin wohnortabhängig
</h2>

<p>
	In Deutschland werden inzwischen 94.000 Patienten mit einem innerlich wirkenden (systemischen) Mittel behandelt. Vor allem Biologika werden immer häufiger verschrieben.
</p>

<p>
	Weiterhin gibt es aber eine „Nord-Süd-Schere“, die aussagt, wie hoch die Chance ist, als Psoriasis-Patient sachgemäß versorgt zu werden. Dem Marketing-Slogan des Bundeslands <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/MV_tut_gut." rel="external">„MV tut gut“</a> können auch Psoriasis-Erkrankte zustimmen. Dagegen müssen Betroffene in BaWü weiterhin darunter leiden, dass es dort unter den Hautärzten heißt: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wir_k%C3%B6nnen_alles._Au%C3%9Fer_Hochdeutsch." rel="external">„Wir können alles. Außer Biologika“</a>. Es gab Zeiten, da waren die Badener bekannt für ihren Widerstandsgeist. Sollten sie sich jetzt nicht auch gegen „altmodische“ Behandlungsmethoden wehren?
</p>

<div style="min-height:677px">
	<script type="text/javascript" defer src="https://datawrapper.dwcdn.net/zBbeU/embed.js?v=1" charset="utf-8"></script><noscript><img alt="full.png" src="https://datawrapper.dwcdn.net/zBbeU/full.png" loading="lazy"></noscript>
</div>

<h2>
	Mit <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr> zum Rheumatologen oder zum Dermatologen?
</h2>

<p>
	Professor Mrowietz empfiehlt Patienten, die eine Psoriasis Arthritis (<abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>) feststellen und behandeln lassen wollen, zu einer erfahrenen Hautärztin oder einem Hautarzt zu gehen. Denn bei denen bekommt man meist schneller einen Termin als beim Rheumatologen. Und schnell muss es gehen, sollte eine <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr> vorliegen, weil man sie so früh wie möglich therapieren muss. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickelt ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Inzwischen sind viele Dermatologen darin geschult, eine <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr> zu erkennen.
</p>

<p>
	Außerdem würde in der Dermatologie eine <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr> zur Zeit wirksamer behandelt werden, so Prof. Mrowietz. <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37653583/" rel="external">Untersuchungen</a> haben gezeigt, dass Rheumatologen seltener Haut-Betroffene sehen würden. Deshalb setzten sie vorrangig TNF-alpha-Blocker (Infliximab, Certolizumab, Adalimumab, Etanercept, ) ein. Die sind aber bei der Haut-Psoriasis nicht besonders wirkungsvoll. Dermatologen würden dagegen die neueren IL-17 und IL-23-Hemmer einsetzen, die besser auf Haut <u>und</u> Gelenke wirken.
</p>

<p>
	Dagegen wäre einzuwenden, dass Rheumatologen, die sich bei ihrer Therapie an das <a href="https://www.nature.com/articles/s41584-022-00798-0" rel="external nofollow">GRAPPA-Behandlungsschema 2021</a> halten, sehr wohl das gesamte Spektrum an <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr>-Biologika im Blick haben. Letztendlich kommt es auch bei Diagnose und Therapie der <abbr title="Psoriasis arthritis">PsA</abbr> vor allem darauf an, ob der behandelnde Arzt auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens ist. 
</p>

<h2>
	Eigenes Register für pustulöse Psoriasis
</h2>

<p>
	Bei "<a href="https://www.ppbest.de/de/" rel="external nofollow">PP Best</a>" sollen Daten gesammelt werden, wie Betroffen mit einer pustulösen Psoriasis (PP) oder einer generalisierten pustulösen Psoriasis (GPP) behandelt werden. Solche Register dienen dazu, vor allem die langfristigen Wirkungen und Nebenwirkungen zu erfassen. (Siehe: "<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/forschung/neues-und-bewaehrtes-zur-psoriasis-im-jahr-2017#toc10" rel="">Psoriasis-Register – Sicherheit im Blick</a>")
</p>

<p>
	Die Betroffenen können zur Zeit nur mit Medikamenten behandelt werden, die nicht für ihre Erkrankung zugelassen sind („off-label-use“). Denn aktuell gibt es für beide Krankheitsbilder kein zugelassenes Medikament in Deutschland. Alle hatten auf den IL-36-Hemmer Spevigo (Wirkstoffname Spesolimab) gehofft. Der ist für die schubweise auftretende GPP zugelassen. Das Präparat wurde aber Ende August 2023 <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/medikament-spevigo-in-deutschland-vom-markt-genommen-r1258/" rel="">vom deutschen Markt genommen</a> worden.
</p>

<p>
	Trotzdem haben sich einige Behandlungszentren entschlossen, für diese relativ kleine Patientengruppe ein eigenes Register einzurichten. Denn die pustulösen Formen sind bisher schwer zu behandeln, so dass es sinnvoll ist, so viel Daten wie möglich zu sammeln und auszutauschen. Patienten, die an einer pustulöse Psoriasis oder einer generalisierten pustulösen Psoriasis erkrankt sind, sollten ihre Ärztin oder ihren Arzt auf dieses Register aufmerksam machen.
</p>

<h2>
	Spevigo weiterhin für deutsche Patienten verfügbar?
</h2>

<p>
	Es ist nicht bekannt, wie viel Patienten seit der Zulassung mit Spevigo behandelt worden sind. Aber es werden nur sehr wenige sein. Grundsätzlich ist es möglich, dass sie das Präparat über eine internationale Apotheke aus dem Ausland beziehen dürfen. Das ist im <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/amg_1976/__73.html" rel="external nofollow">§ 73 Abs.3 Arzneimittelgesetz</a> geregelt. Das gilt auch für Medikamente, die vom deutschen Markt genommen wurden, weil ihnen kein Zusatznutzen zugesprochen wurde. In <a href="https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/wie-einzelimporte-funktionieren-122571/" rel="external nofollow">Vergleichsfällen</a> konnten Patienten die aus dem Ausland erhalten. Vorausgesetzt, es gibt in <a href="https://www.apotheke-adhoc.de/rubriken/detail/apo-tipp/einzelimport-was-ist-zu-beachten-apo-tipp/" rel="external nofollow">„Deutschland für die Erkrankung kein vergleichbares Arzneimittel in Bezug auf Wirkstoff und Wirkstärke.“</a>
</p>

<p>
	Betroffene müssten bei ihrer Krankenkasse „rechtzeitig“ eine Kostenübernahme beantragen. Den Zeitpunkt sollte man mit dem Arzt absprechen, denn der ist abhängig davon, wann ein nächster Schub kommen könnte. Außerdem sollte man mit der Kasse klären, wie lange es dauert, bis der Antrag entschieden wird. Lehnt die Kasse ab, kann man sachlich begründet widersprechen. Wesentliche Widerspruchsgründe sind, dass innerliche Gluko-Kortikosteroide keine „vergleichbaren Arzneimittel“ und nicht für die GPP zugelassen sind und dass sie darüberhinaus schwere Langzeitschäden verursachen können.
</p>

<p>
	Auf der Konferenz wurde Kliniken geraten, sich einen Vorrat anzulegen, um die Versorgung zu sichern.
</p>

<h2>
	Was uns außerdem auffiel
</h2>

<ul>
	<li>
		Das weit verbreitete Verordnungsprinzip „Das wirksamste Präparat bis zum Schluss aufzuheben“ ist bei der Psoriasis-Therapie unangemessen. Es verlängert unnötig das Leid der Betroffenen. Darüber war man sich auf einem <a href="https://medicaljournalssweden.se/actadv/article/view/18471#:~:text=Downloads-,PDF,-PUBLISHED" rel="external nofollow">internationalen Think Tank auf den Faröer Inseln</a> einig, wie Professor Mrowietz berichtete. Abhängig vom Schweregrad wäre es falsch, zuerst mit bekannt schwach wirksamen Therapien zu behandeln. Dazu zählen UV-Bestrahlung, MTX, Fumarate und innerliche Steriode. In vielen Fällen müsse sofort mit hoch wirksamen Präparaten eingestiegen werden.
	</li>
	<li>
		Die deutsche Dermatologie wird sich weiter vernetzen:
		<ul>
			<li>
				Aus regionalen <em>Psoriasis</em>-Netzen werden krankheitsübergreifende <em>Haut-oder Entzündungs</em>-Netze.
			</li>
			<li>
				Die erste „Nationale Versorgungskonferenz <strong>Haut</strong>“ des neu gegründeten <a href="https://hautnetz-deutschland.de/" rel="external nofollow">Hautnetz Deutschland e.V.</a> wird am 27.10.2023 in Berlin stattfinden.
			</li>
			<li>
				Aus dem <a href="https://kiosk.psoriasis-bund.de/de/profiles/5a5487659e96/editions/6b07a2a2b557f0df7d4d/pages" rel="external nofollow">„<abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben."><abbr title="Das PsoNet ist ein Zusammenschluss von Ärzten, die sich auf die Therapie der Psoriasis spezialisiert haben.">PsoNet</abbr></abbr>-Magazin"</a> soll langfristig ein „Hautnetz-Magazin“ werden.
			</li>
		</ul>
	</li>
	<li>
		Die Leitlinien zur Behandlung der Psoriasis müssen überarbeitet werden. Dafür werden dringend Hautärztinnen und Hautärzte gesucht, die keine oder nur geringe Beziehungen zur Pharmaindustrie haben („Interessenkonflikte“). Das erklärte Prof. Dr. Alexander Nast, Leitlinienbeauftragter der DDG. In der Vergangenheit mussten viele erfahrene Mitarbeiter aus dem Gremium ausscheiden, weil sie zu eng mit den Arzneimittelherstellern verbunden waren. Es wird schwer werden, in der deutschen Dermatologie industrie-unabhängige Wissenschaftler zu finden.
	</li>
</ul>

<h2>
	Über die Nationale Versorgungskonferenz Psoriasis
</h2>

<p>
	Das Treffen wird organisiert von den Ärzteverbänden <a href="https://www.bvdd.de/der-verband/ueber-uns/" rel="external">BVDD</a>, <a href="https://derma.de/ddg/ueber-die-ddg/" rel="external nofollow">DDG</a>, von <a href="https://www.psobest.de/" rel="external nofollow">PsoBest </a>und <a href="https://www.uke.de/kliniken-institute/institute/versorgungsforschung-in-der-dermatologie-und-bei-pflegeberufen/bereiche/cvderm/index.html" rel="external nofollow">CVderm</a> sowie dem Patientenverband <abbr><a href="https://www.psoriasis-bund.de/psoriasis-bund/" rel="external">Deutscher Psoriasis-Bund</a></abbr>. Teilnehmer sind Hautärzte, Fachleute aus der Pharmaindustrie und Patientenvertreter. Dieses Treffen gibt es seit 2009.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1259</guid><pubDate>Fri, 29 Sep 2023 07:35:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wearables zeigen bei rheumatischen Erkrankungen einen Schub an</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wearables-zeigen-bei-rheumatischen-erkrankungen-einen-schub-an-r1254/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_08/smartwatch-tracker-rheuma.jpg.edca5a0509810da2dd19c0db50a1ecb9.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Smartwatches oder Fitness-Tracker können Menschen mit Psoriasis arthritis und ähnlichen Erkrankungen helfen: Sie motivieren sie zu mehr Bewegung – und bemerken nebenbei, wenn ein Schub naht.</strong>
</p>

<p>
	Wearables, also tragbare Geräte wie Smartwatches und Fitness-Tracker, sind mittlerweile auch in der Medizin angekommen. Sie sammeln Daten über einen längeren Zeitraum, die ein Arzt sonst nur in dem Moment in der Praxis erfassen kann, wenn der Patient vor ihm steht.
</p>

<p>
	Schrittzahl, Puls, zurückgelegte Distanz, Sauerrstoffsättigung, Atemfrequenz oder Schlafqualität – all das wird von den Geräten am Handgelenk aufgezeichnet. Tagelang, wochenlang, jahrelang. Manche Geräte können einfache EKGs aufzeichnen, den Blutdruck und die Temperatur messen oder Stürze erkennen.
</p>

<p>
	<a href="https://link.springer.com/article/10.1007/s00393-023-01377-8" rel="external nofollow">Erste Studien zeigen nun</a>, dass Wearables es schaffen, dass Menschen mit rheumatischen Erkrankungen körperlich aktiver werden. Eine Sichtung mehrerer Studien zog aus den Daten von 1600 Patienten den Schluss, dass schon nur das bloße Tracking dazu führte, dass die Teilnehmer im Schnitt 1520 Schritte mehr gingen oder bis zu 16 Minuten länger aktiv waren.
</p>

<p>
	Dr. Martin Krusche erklärt das mit typischen Funktionen der Wearables: Nutzer können sich individuelle Ziele setzen und automatisch an sie erinnern lassen. "Das steigert offenbar die Motivation und verringert die Hürden für eine körperliche Betätigung im Alltag“, so Krusche. Er ist stellvertretender Leiter der Sektion für Rheumatologie und entzündliche Systemerkrankungen der III. Medizinischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.
</p>

<p>
	Wie soll ein Wearable nun aber einen Schub erkennen?
</p>

<p>
	Während eines Schubs nehmen die körperliche Aktivität und die Schrittzahl in typischer Weise ab. Dass sich das technisch erfassen lässt, wurde in Studien untersucht. Immer, wenn die Patienten mit axialer Spondyloarthritis, Rheumatoider arthritis oder Gicht in den Studien einen Schub hatten, bewegten sie sich weniger. „Mit einem maschinellen Lernprogramm wurden in einer Studie fast 96 Prozent der Schübe korrekt erkannt“, sagt Krusche.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Die Wearables könnten auch den Krankheitsverlauf überwachen und zum Beispiel telemedizinische Angebote ergänzen, so Krusche. In Studien eingesetzt, könnten sie zeigen, wie wirksam eine Therapie im Alltag eines Patienten ist – wenn er sich wieder mehr bewegt zum Beispiel.
</p>

<p>
	Aber der Nutzen geht noch weiter: Einige Geräte erkennen Herzrhythmussstörungen, für die einige Betroffene mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung ein höheres Risiko haben. „Um Folgeschäden wie einen Schlaganfall zu vermeiden, ist es wichtig, diese Arrhythmien frühzeitig zu entdecken“, erläutert Krusche.
</p>

<p>
	Auch die Messung von Sauerstoffsättigung und Atemfrequenz kann sinnvoll sein, denn auch das Risiko von Lungenerkrankungen wie einer Lungenfibrose kann bei einigen Patienten mit einer rheumatischen Erkrankung erhöht sein.
</p>

<p>
	Professor Christoph Specker bremst die Euphorie jedoch ein wenig. Der Präsident der Deutschen Rheumatologischen Gesellschaft mahnt einen effektiven Datenschutz an – und eine geeignete telemedizische Infrastruktur. Lösungen mit künstlicher Intelligenz müssten die riesigen Datenmengen, die die Geräte erzeugen, selbst nach Auffälligkeiten durchsuchen. Bis zu einem breiten Einsatz der Geräte sei weitere Forschung nötig.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1254</guid><pubDate>Mon, 21 Aug 2023 20:43:00 +0000</pubDate></item><item><title>Ablehnung wegen Schuppenflechte: Konzepte gegen Mythen und Ausgrenzung</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/ablehnung-wegen-schuppenflechte-konzepte-gegen-mythen-und-ausgrenzung-r1235/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_06/antistigmatisierung.jpg.7b39104fb3ef228f72da1a23f75a8e7e.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Schuppenflechte geht oft mit Stigmatisierung und Ausgrenzung einher. Hier stellen wir Ansätze vor, die helfen sollen, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und das öffentliche Bewusstsein für diese oft missverstandene Krankheit zu schärfen.</strong>
</p>

<p>
	Menschen mit einer sichtbaren Krankheit müssen in allen Lebenslagen damit rechnen, schief angesehen, gemieden oder ausgegrenzt zu werden. Fachleute sprechen von „Stigmatisierung“. Viele Betroffene leiden ein Leben lang darunter. Um dem entgegenzuwirken, wird an Anti-Stigmatisierungs-Konzepten gearbeitet. Inzwischen liegen die ersten Ergebnisse von Projekten vor, die das für Menschen mit Hauterkrankungen umgesetzt haben, vorrangig für Betroffene mit Psoriasis.
</p>

<ul>
	<li>
		Betroffene müssten trainiert werden, sich gegen die Reaktionen ihrer Umwelt zu wehren. Die wenigen angebotenen Patientenschulungen reichen dafür nicht aus.
	</li>
	<li>
		Beruflich haben Ärzte mit Patienten zu tun, meist ohne zu wissen, wie die von ihren Mitmenschen ausgegrenzt und abgelehnt werden. Pädagogen erfahren, dass Einzelne in der Gruppe wegen ihrer Erkrankung abgelehnt werden. In einem Projekt haben sich deshalb Medizinstudenten und Erzieherschüler mit diesem Thema und ihren eigenen Einstellungen befasst.
	</li>
	<li>
		Beruflich haben Friseure, Kosmetikerinnen, Physiotherapeuten und Pfleger mit Kunden oder Patienten zu tun, deren Hautkrankheit sie direkt berühren sollen. In einem Projekt haben sich deshalb diese „körpernahen“ Berufsgruppen mit Stigmatisierung auseinandergesetzt.
	</li>
	<li>
		Viele finden Hautkrankheiten abstoßend, weil sie völlig falsche Informationen darüber haben. In einem Projekt sollten typische Instagram-Nutzer Fotos von hautkranken und hautgesunden Personen bewerten und ihr eigenes Verhältnis zu den Betroffenen bewerten.
	</li>
	<li>
		Projekte mit Angehörigen von Berufsgruppen sind aufwendig. Wenn sie langfristig etwas bewirken sollen, müssen sie fest in die Aus- oder Fortbildung übernommen werden.
	</li>
	<li>
		Internetprojekte sind leichter durchzuführen. Sie sprechen Menschen dort an, wo sie tagtäglich aktiv sind. Wenn sie nachhaltig wirken sollen, müssen die Teilnehmer nach festgelegten Merkmalen zusammengesetzt und die Auswertung methodisch verbessert werden.
	</li>
</ul>

<h2>
	Stigmatisierung kann quälend sein
</h2>

<p>
	Menschen mit einer sichtbaren Hauterkrankung müssen in allen Lebenslagen damit rechnen, schief angesehen, gemieden oder ausgegrenzt zu werden. Das ergab unter anderem eine <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/schuppenflechte-stigmatisierung-umfrage/" rel="">Fragebogenaktion des Psoriasis-Netz mit dem Deutschen Psoriasis Bund.</a> Die fand 2020 statt, und es hatten sich 630 Betroffene daran beteiligt. Die wenigsten schaffen es darauf zu reagieren und ihre Mitmenschen auf ihr Verhalten anzusprechen. Stattdessen leiden viele darunter; oft ein Leben lang. Stigmatisierung kann quälend sein. Sie kann Betroffene davon abhalten, selbstverständlich unter Menschen zu gehen und ein normales Leben zu führen. Ablehnung gehört zu den Gründen, weshalb sich Betroffene mit Psoriasis <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/medikamente/brodalumab/schuppenflechte-und-selbstmord/" rel="">öfter das Leben nehmen als der Durchschnitt</a>.
</p>

<h2>
	Training der Betroffenen wäre optimal
</h2>

<p>
	Gefragt sind Methoden und Konzepte, wie dieser Stigmatisierung entgegengearbeitet werden kann. Der beste Weg ist erscheinungsfrei zu werden. Das heißt, so wirkungsvoll therapiert zu werden, dass die Hauterkrankung nicht mehr sichtbar ist. Das gelingt aber nicht in allen Fällen und nicht bei allen Hauterkrankungen. Die zweitbeste Lösung ist, die Erkrankten selbst zu stärken. Sie sollen sich Techniken und Argumentationshilfen aneignen, um in solchen Situationen angemessen reagieren zu können. Das dafür notwendige Training können aber <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis/die-krankheit-selbst-in-die-hand-nehmen/" rel="">bisherige Patientenschulungen</a> nicht anbieten. Patientenvertreter und Kliniken sollten entsprechendes Coaching fördern und von den Krankenkassen fordern, das zu finanzieren.
</p>

<h2>
	Projekte mit Kontaktpersonen
</h2>

<p>
	Anstatt Betroffene individuell zu stärken, kann man diejenigen aufklären, die häufig mit Hautkranken zu tun haben. Bei <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/schuppenflechte-stigmatisierung-umfrage/" rel="">unserer Umfrage</a> erinnerte sich um die 50 Prozent an negative Erfahrungen in pädagogischen Einrichtungen, einschließlich Schule, Ausbildung oder Studium. Fast 16 Prozent berichteten, dass sie abfällige Blicke oder abwertende Bemerkungen sogar in medizinisch-therapeutische Einrichtungen erlebt hätten. Ausdrücklich wurden Hautarztpraxen genannt! Deshalb waren die entsprechenden Berufsgruppen erstes Ziel der Anti-Stigmatisierungsprojekte.
</p>

<p>
	Die im Folgenden beschriebenen Projekte erfüllten wissenschaftliche Ansprüche. Sie wurden mit zwei Gruppen durchgeführt. Die „Interventionsgruppe“ wusste, worum es ging; die „Kontrollgruppe“ wurde auf ein anderes Thema gelenkt. Die Fragen haben sie dann beantwortet, ohne vorher in das Problem eingeführt worden zu sein. Die Kontrollgruppe soll belegen, dass die Arbeit mit der Interventionsgruppe gewirkt hat. Wie der Vergleich mit einem Placebo die Wirksamkeit eines Medikaments beweist. Die nachfolgenden Ergebnisse beschreiben nur, was bei den aufgeklärten Teilnehmern nachweislich bewirkt wurde.
</p>

<h3>
	Medizinstudierende und angehende Erzieher
</h3>

<p>
	Das Projekt <a href="https://www.inmeinerhaut.de/fileadmin/In-meiner-Haut/Rachel_Sommer_DDGAGED_20210414.pdf" rel="external nofollow">ECHT</a> lief von 2018-2020 an den Unikliniken in Hamburg und Kiel und und wurde vom Bundes-Gesundheitsministerium gefördert. Das Psoriasis-Netz war an der Planung beteiligt. Zielgruppe waren <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9631292/" rel="external">Medizinstudierende</a> und <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8483191/" rel="external">angehende Erzieher</a>. Sie sollten verstehen, was es für Menschen bedeutet, wegen ihrer Krankheit stigmatisiert zu werden. Beide Gruppen sollen dadurch im späteren Berufsleben typische Situationen erkennen bzw. verhindern können. Dazu nahmen sie an einem 3-stündigen Seminar teil: Durch fantasievolle Übungen sollten sie nachempfinden, wie verletzlich man durch Hautsymptome sein kann. Sie wurden über Hauterkrankungen und Stigmatisierungen informiert. Schließlich sprachen sie mit einem betroffener Patienten über dessen Erfahrungen. Vor und nach dem Seminar sowie 12 Wochen später wurden die Teilnehmer befragt.
</p>

<p>
	Gegenüber den ursprünglichen Vorbehalten haben sich ihre Ansichten nach dem Seminar überwiegend positiv verändert. Psoriasis wurde nicht mehr mit abwertenden Eigenschaften belegt (unhygienisch, abstoßend). Falschen Aussagen zur Schuppenflechte (ansteckend, selbst verursacht) wurde seltener zugestimmt. Nähere Kontakte zu Hautkranken (Hand geben, nach Hause einladen, gemeinsam essen gehen) wollten auch nach der Aufklärung die meisten Erzieherschüler weiterhin nicht; Medizinstudierende waren dafür etwas offener. Ähnlich die Reaktion, ob man zukünftig eher bereit sei, mit Hautkranken zusammenzuarbeiten oder sogar zusammenzuleben. Dem stimmten Medizinstudierenden etwas häufiger zu als Erzieherschüler.
</p>

<p>
	Das Ergebnis ist solide, die Methode hilft, Klischees über Hautkranke abzulegen. Verhaltensänderungen sind nicht schon dann zu erwarten, wenn sich die Teilnehmer erstmals mit dem Thema befassen. Deshalb sollte „Stigmatisierung“ langfristig im Medizinstudium und in der Erzieher-Ausbildung in den Lehrplan aufgenommen werden. Dabei ist einzubeziehen, dass Stigmatisierungen bei vielen Erkrankungen vorkommen, z.B. bei Übergewicht (Adipositas) oder psychische Leiden. In jeder Berufsgruppe müsste außerdem trainiert werden, wie man„richtig“ auf Betroffene und stigmatisierende Situationen reagiert. Vertretern der Ärzte, Psychologen und Patienten sollten Bildungspolitiker davon überzeugen.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_4545_7" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/HapkH72IQK0?feature=oembed" title="In meiner Haut" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	<em>Dieser Film erklärt Stigmatisierung und ist ein weiteres Ergebnis des ECHT-Projektes.</em>
</p>

<h3>
	Menschen in "körpernahen" Berufen
</h3>

<p>
	Das <a href="https://www.beginn-studie.de/" rel="external nofollow">Projekt BEGINN</a> läuft seit 2021 an der Uniklinik in Hamburg und wird vom Eucerin-Hersteller Beiersdorf gefördert. Zielgruppe sind Friseure, Kosmetikerinnen, Pflegekräfte und Physiotherapeuten. Also Menschen, die beruflich auch Hautkranke berühren. Das läuft nicht immer problemlos ab, weil die Beschäftigten nicht Bescheid wissen. Psoriasis-Betroffene haben <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/psyche/schuppenflechte-stigmatisierung-umfrage/" rel="">bei unserer Umfrage</a> berichtet, in solchen Situationen verständnislos und ablehnend behandelt worden zu sein. Angehörige „körpernaher“ Berufe wurden ausgesucht, um solche Reaktionen zukünftig möglichst auszuschließen. Angeboten wurde ein 2 1/2 -stündiges Seminar, inhaltlich fast identisch mit dem des ECHT-Projekts (Selbsterfahrung, Aufklärung, Patientengespräch). Die Teilnehmer wurden vor und nach dem Seminar befragt. Was die erneute Abfrage nach drei Monaten ergeben hat, soll bis Herbst 2023 ausgewertet sein.
</p>

<p>
	Die direkten Reaktionen nach dem Seminar unterschieden sich deutlich von den ursprünglich geäußerten Vorbehalten. Unabhängig von der Berufsgruppe wurde Psoriasis kaum noch negativ gesehen oder falschen Aussagen zugestimmt. Die Vorbehalte gegen nähere Kontakte zu Hautkranken gingen zurück. Außerdem waren alle Berufsgruppen tendenziell bereit, ihr eigenes Verhalten zu verändern.
</p>

<p>
	Selbst wenn das Langzeitergebnis noch nicht vorliegt, wird schon jetzt deutlich, dass es etwas bringt, Stigmatisierung anzusprechen und zu überprüfen. Vorurteile und Vorbehalte gegenüber kranken Kunden oder Patienten werden im Berufsalltag vermutlich selten erörtert. Für jeden dieser unterschiedlichen Berufe müsste darüberhinaus trainiert werden, wie man sich professionell gegenüber Betroffenen verhält. Das sollte in die Aus- oder die Fortbildung von körpernahen Berufen aufgenommen werden. Die Projekte-Macherinnen planen als ersten Schritt, dazu die Handelskammer Hamburg anzusprechen. Dabei wird sie das Psoriasis-Netz unterstützen.
</p>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" id="ips_uid_4545_8" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/NDEb6EfioZ4?feature=oembed" title="Social Mission - Entstigmatisierung von Psoriasis | Eucerin" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<p>
	<em>Zum Vergleich: Der von Beiersdorf geförderte Film zur Stigmatisierung von Hautkranken</em>
</p>

<h3>
	Instagram-Nutzer
</h3>

<p>
	Einen völlig anderen Weg ist man 2021 bis 2022 an der TU München gegangen: Es sollte herausgefunden werden, <a href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10074282/" rel="external">ob Instagram dazu beitragen könnte, die Stigmatisierung von Psoriasis-Betroffenen zu verringern</a>. Zielgruppe waren Instagram-Nutzer im Alter von 18 bis 49 Jahren ohne Psoriasis. Die Teilnehmer erhielten einen Link zu einem Fragebogen. Auf Skalen sollten sie bewerten, wie sie zu Menschen mit Psoriasis stehen. Außerdem sollten sie auf Fotos angeben, ob sie den abgebildeten Personen vertrauen würden. Gezeigt wurden die gleichen 10 Personen mit und ohne Psoriasis. Danach mussten sie 10 Minuten lang durch den Inhalt eines Instagram-Account scrollen. Der enthielt Bilder, Texte und Videos zur Schuppenflechte und zu Beeinträchtigungen der Lebensqualität. Dieser Account ist in Absprache mit dem Psoriasis-Netz speziell für diese Studie eingerichtet worden. Die Fragen und die Fotobewertung wurden direkt nach der Information auf dem Account und nach zwei Wochen wiederholt.
</p>

<p>
	Die wesentlichen Ergebnisse zeigten sich direkt nach dem Scrollen auf dem Instagram-Account: Deutlich mehr rückten von negativen Klischees über Psoriasis ab. Ebenfalls stimmten eindeutig weniger den 14 Mythen über Psoriasis zu. Aber es konnte nicht festgestellt werden, dass sich die inneren Vorbehalte der Teilnehmer merklich geändert hätten. Nach wie vor waren viele nicht bereit, auf Hautkranke zuzugehen (Hände schütteln u.ä.). Weiterhin äußerten viele, sie würden mit den Betroffenen keine näheren Beziehungen eingehen (Zusammenleben im gleichen Haushalt u.ä.). Die Fotobewertung konnte nicht beurteilt werden. Es war nicht eindeutig festzustellen, ob und wie die Teilnehmer Aussehen und Vertrauen miteinander verbanden. Waren die Darstellungen zu „schmeichelhaft“, wurden die Fotos zu lange gezeigt oder ahnten die Teilnehmer wegen der vorher gestellten Fragen, welche Antwort von ihnen erwartet wurde?
</p>

<p>
	Die Autoren räumen ein, dass eine reine Wissensvermittlung nicht so erfolgreich ist, um negative Einstellungen und vor allem Stigmatisierungs-Verhalten zu beeinflussen. Als wirksamer würden zwischenmenschliche Kontakte und persönliche Ansprache gelten. Solche Projekte seien aber für alle Beteiligten sehr zeit- und arbeitsaufwendig. Im Vergleich dazu sei eine 10-minütige Aktion mit vorherigen Online-Aufrufen und unkompliziertem Zugang „günstig“. Unter kontrollierten Bedingungen könne man über Social-Media-Plattformen durchaus die Stigmatisierung von Menschen mit sichtbaren Hauterkrankungen beeinflussen. Sie schlagen unter anderem vor, zukünftig in einem „kontrollierten Umfeld“ zu agieren, z.B. eine statistisch relevante Anzahl „ausgewogener“ Teilnehmer (Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, Betroffenheit) zusammenzustellen. Bezogen auf Instagram fordern sie, dass bessere Verfahren entwickelt werden, um Fotobewertungen für Abfragen nutzen zu können.
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1235</guid><pubDate>Fri, 23 Jun 2023 08:13:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie skeptisch sind Rheumapatienten?</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wie-skeptisch-sind-rheumapatienten-r1240/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_07/skeptiker.jpg.8440224650cf22233075297ebfe060cb.jpg" /></p>

<p>
	Was denken Patienten mit entzündlichen Gelenkerkrankungen über ihre Medikamente? Rheumatologen aus Portugal haben sich das einmal genauer angeschaut.
</p>

<p>
	Ärzte in einem Krankenhaus in Portugal haben 58 Rheuma-Patienten gefragt, wie skeptisch sie ihren Medikamenten gegenüberstehen. 25 Patienten davon hatten Psoriasis arthritis. Die Ergebnisse, kurz gefasst:
</p>

<ul>
	<li>
		Die Patienten mit PsA und die, die jünger waren, hatten deutlich mehr Bedenken wegen Nebenwirkungen – im Vergleich zu denen mit Rheumatoider Arthritis und den Älteren.
	</li>
	<li>
		Die Patienten mit Rheumatoide Arthritis machten sich bei Medikamenten zum Spritzen mehr Sorgen wegen einer Langzeit-"Giftigkeit" als die mit Tabletten.
	</li>
	<li>
		Patienten mit nicht so schlimmer Rheumatoider Arthritis waren stärker davon überzeugt, dass sie Medikamente einnehmen sollten, als die mit einer stärkeren Erkrankung.
	</li>
</ul>

<p>
	<em>Quelle: <a href="https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Wie-skeptisch-sind-Rheumapatienten-429681.html" rel="external">Ärzte Zeitung, 06.06.2022</a></em>
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1240</guid><pubDate>Wed, 07 Jun 2023 05:12:00 +0000</pubDate></item><item><title>Formula-Di&#xE4;t, Ern&#xE4;hrungsumstellung und Medikamente reduzieren Psoriasis um 25 Prozent</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/formula-diaet-ernaehrungsumstellung-und-medikamente-reduzieren-psoriasis-um-25-prozent-r1227/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_05/mittelmeer-diaet.jpg.da44f8443a1e9d99275482f30b219280.jpg" /></p>
<p>
	<strong>Forscher haben untersucht, wie sich eine Formula-Diät und eine Ernährungsumstellung auf die Schuppenflechte auswirken. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse und die Tipps aus der Studie.</strong>
</p>

<h2>
	Das Wichtigste in Kürze
</h2>

<p>
	Eine spezielle Ernährungsumstellung kann in Kombination mit einer medikamentösen Therapie die Schwere der Psoriasis um 25 Prozent verbessern, so das Ergebnis einer Studie von Forschern aus Leipzig. Die chronische Hauterkrankung, die häufig mit starkem Übergewicht einhergeht, könnte durch eine Reduktion gesättigter Fettsäuren gelindert werden. Die Studie mit 33 übergewichtigen Patienten zeigte, dass eine alleinige Diät zwar nicht zur Heilung der Psoriasis führt, aber sie in Verbindung mit Medikamenten erträglicher macht. Die Forscher planen nun weitere Untersuchungen, um die Auswirkungen der Ernährungsumstellung auf die Therapieantwort bei Psoriasis-Patienten zu bestätigen.
</p>

<h2>
	Die Einzelheiten
</h2>

<p>
	Starkes Übergewicht birgt verschiedene Gefahren. Es bedeutet auch: Betroffene bekommen öfter als Gesunde eine Psoriasis oder die verläuft schwerer. Warum Adipositas eine Schuppenflechte verschlimmert, ist noch nicht klar. Wissenschaftler untersuchen, ob ein fehlgeleiteter Glukose- und Feststoffwechsel ein Grund dafür ist. Außerdem auf ihrer Kandidatenliste: die Aktivierung von Fettgewebe und eine folgende Entzündung in Dauerschleife.
</p>

<p>
	Forscher aus Leipzig <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/ernaehrung/wenn-uebergewichtige-bestimmte-fette-meiden-tun-sie-etwas-gegen-die-entzuendung-r1180/" rel="">hatten schon einmal gezeigt</a>, dass gesättigte, freie Fettsäuren aus der Nahrung bei Tiermodellen in Kombination mit Adipositas sowas wie ein Booster für eine Psoriasis sind. Die Wissenschaftler arbeiteten weiter an ihrer These und setzten die Studie fort. Sie überprüften ihre Erkenntnisse an echten Menschen – eben an übergewichtigen Patienten mit chronischer Schuppenflechte.
</p>

<p>
	Ihr Ergebnis: Eine Umstellug der Ernährung kann – zusammen mit einer Medikamenten-Therapie – die Psoriasis um 25 Prozent verbessern. Der Schwerpunkt der Ernährungsumstellung liegt dabei auf der Reduktion gesättigter Fettsäuren. Dabei wird die Besserung der Schuppenflechte auch erreicht, wenn die Betroffenen durch die Diät nicht an Gewicht abnahmen, sondern "einfach" nur andere Dinge aßen und tranken.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Das Weniger an gesättigten Fettsäuren sorgte auch dafür, dass der allgemeine Entzündungswert im Körper sank. "Daher könnte diese diätetische Intervention auch bei anderen entzündlichen Autoimmunerkrankungen hilfreich sein, bei denen ein Zusammenhang zwischen Krankheitsaktivität und Fettleibigkeit beschrieben worden ist“, sagt der Leiter der Studie, Professor Jan C. Simon. Er ist Direktor der Hautklinik am Universitätsklinikum Leipzig.
</p>

<p>
	An der Studie hatten 33 Patienten teilgenommen. Sie alle hatten eine leichte bis mittelschwere Schuppenflechte und starkes Übergewicht mit einem BMI von 25,7 bis 42,5. Sie bekamen zu Beginn eine Formula-Diät – also Flüssigkeiten mit einem Nährstoffpulver. Weil die Studie für jeden zugänglich ist und das dort in den Zusatzinformationen steht, ist es auch kein Geheimnis: Bei der Formula-Diät handelt es sich um Almased.
</p>

<p>
	Danach stellten die Teilnehmer ihre Ernährung auf eine angepasste Mittelmeerdiät um. Hautärzte sahen sich nach zwei, vier, acht und zwölf Wochen an, wie stark die Psoriasis noch war und welche Entzündungswerte im Blut zu finden waren.
</p>

<p>
	Während der Zeit der Studie hatten die Teilnehmer professionelle Ernährungsberater an ihrer Seite und acht Termine für Ernährungsberatungen.
</p>

<h2>
	Das Fazit
</h2>

<p>
	Das Fazit der Forscher: Eine Diät, bei der einfach nur die gesättigten Fettsäuren reduziert sind, wird allein die Schuppenflechte nicht heilen können. Wenn aber ohnehin ein Medikament im Einsatz ist und die Diät obendrauf kommt, kann die Schuppenflechte erträglicher werden.
</p>

<p>
	Der nächste Schritt ist für die Wissenschaftler auch schon klar: Sie wollen ihren Weg mit mehr Erkrankten testen. Dann soll auch geklärt werden, ob Patienten auf eine Therapie besser ansprechen, wenn sie die angepasste Diät einhalten – also wenn sie mit einer Medikamenten-Therapie überhaupt erst beginnen.
</p>

<p>
	Die Studie wurde vom <a href="https://www.hautnetz-leipzig.de/" rel="external nofollow">Hautnetz Leipzig / Westsachsen</a> und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert. Das Hautnetz ist ein Zusammenschluss von Ärzten der Region, die Spezialisten in der Behandlung der Psoriasis und der Neurodermitis sind. Alle Ergebnisse sind <a href="https://www.mdpi.com/2072-6643/15/7/1698" rel="external">im Artikel im Journal "Nutrients" nachzulesen</a>.
</p>

<h2>
	So lief die Ernährungsumstellung
</h2>

<p>
	Die Studienteilnehmer führten zunächst ein Ernährungstagebuch. Die Forscher ermittelten die Makro- und Mikronährstoffe sowie die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren. Sie berechneten den individuellen Energiebedarf der Patienten, weil sich daraus die Dosierung der Formlua-Diät ergab.
</p>

<p>
	Eine Woche lang nahmen die Teilnehmer damm statt der Mahlzeiten dreimal am Tag einen Formula-Shake ein. Dafür wurden 100 Gramm des Diät-Pulvers in 300 Milliliter stillem Wasser oder 200 ml Buttermilch oder 200 ml Tee ohne Zucker verrührt. Dazu kamen zwei Teelöffel (bzw. 6 Gramm) Pflanzenöl – Rapsöl, Sojaöl, Leinöl oder Walnussöl. Wer wollte, konnte zuckerfreie Zusatzstoffe reinrühren, also Zimt, Kurkuma oder Back-Kakao. Die Patienten sollten diese Drinks auch im Urlaub, an Feiertagen oder Geburtstagen zu sich nehmen, also eisern dabei bleiben. Darüber hinaus war jedes Gemüse erlaubt – und bei Bedarf  Weizenkleie, um Ballaststoffe zu haben. Feste "Essens"-Zeiten mit je einer Pause von vier bis fünf Stunden dazwischen wurden vereinbart.
</p>

<p>
	An Tag 8 und 9 gab es zwei Diät-Shakes pro Tag und ein Abendessen, bestehend aus ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot, Margarine oder fettarmem Hüttenkäse und magerer Wurst. Wieder waren Gemüse in jeder Menge und Weizenkleie erlaubt.
</p>

<p>
	Danach, in der zweiten und der dritten Woche, ersetzten die Teilnehmer nur noch zwei Mahlzeiten pro Tag durch einen Diät-Shake. Zur dritten Mahlzeit gab es wieder Bestandteile der Mittelmeerdiät – zum Beispiel ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot, fettreduzierte Margariene oder fettreduzierten Hüttenkäse und dazu Käse mit maximal 30% Fett in der Trockenmasse sowie magere Wurst.
</p>

<p>
	In der vierten Woche bestand dann nur noch eine Mahlzeit aus der Formula-Diät. Für die beiden anderen Mahlzeiten konnten die Teilnehmer Lebensmittel nach der <a href="https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/" rel="external">Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für eine Mittelmeer-Diät</a> (oder mediterrane Ernährung) und der Verwendung von Omega-3-reichen Lebensmitteln wählen. Und: Es gab Kochrezepte dazu.
</p>

<h2>
	Empfehlungen der DGE für eine vollwertige Ernährung
</h2>

<h3>
	1. Lebensmittelvielfalt genießen
</h3>

<p>
	Nutzen Sie die Lebensmittelvielfalt und essen Sie abwechslungsreich. Wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel.
</p>

<h3>
	2. Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“
</h3>

<p>
	Genießen Sie mindestens 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag. Zur bunten Auswahl gehören auch Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen sowie (ungesalzene) Nüsse.
</p>

<h3>
	3. Vollkorn wählen
</h3>

<p>
	Bei Getreideprodukten wie Brot, Nudeln, Reis und Mehl ist die Vollkornvariante die beste Wahl für Ihre Gesundheit.
</p>

<h3>
	4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen
</h3>

<p>
	Essen Sie Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich, Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Wenn Sie Fleisch essen, dann nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche.
</p>

<h3>
	5. Gesundheitsfördernde Fette nutzen
</h3>

<p>
	Bevorzugen Sie pflanzliche Öle wie beispielsweise Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette. Vermeiden Sie versteckte Fette. Fett steckt oft „unsichtbar“ in verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst, Gebäck, Süßwaren, Fast-Food und Fertigprodukten.
</p>

<h3>
	6. Zucker und Salz einsparen
</h3>

<p>
	Mit Zucker gesüßte Lebensmittel und Getränke sind nicht empfehlenswert. Vermeiden Sie diese möglichst und setzen Sie Zucker sparsam ein. Sparen Sie Salz und reduzieren Sie den Anteil salzreicher Lebensmittel. Würzen Sie kreativ mit Kräutern und Gewürzen.
</p>

<h3>
	7. Am besten Wasser trinken
</h3>

<p>
	Trinken Sie rund 1,5 Liter jeden Tag. Am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee. Zuckergesüßte und alkoholische Getränke sind nicht empfehlenswert.
</p>

<h3>
	8. Schonend zubereiten
</h3>

<p>
	Garen Sie Lebensmittel so lange wie nötig und so kurz wie möglich, mit wenig Wasser und wenig Fett. Vermeiden Sie beim Braten, Grillen, Backen und Frittieren das Verbrennen von Lebensmitteln.
</p>

<h3>
	9. Achtsam essen und genießen
</h3>

<p>
	Gönnen Sie sich eine Pause für Ihre Mahlzeiten und lassen Sie sich Zeit beim Essen.
</p>

<h3>
	10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben
</h3>

<p>
	Vollwertige Ernährung und körperliche Aktivität gehören zusammen. Dabei ist nicht nur regelmäßiger Sport hilfreich, sondern auch ein aktiver Alltag, indem Sie z. B. öfter zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren.
</p>

<p>
	<span class="ipsEmoji">👉</span> Zu jeder Empfehlung gibt die DGE auf ihrer Seite viele weitere Hinweise. Sich die <a href="https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/" rel="external">einmal komplett durchzulesen</a> schadet ganz sicher nicht.
</p>

<h2>
	Zusätzliche Hinweise für Lebensmittel mit geringerem Gehalt an gesättigten Fettsäuren
</h2>

<p>
	Ergänzend bekamen die Teilnehmer der Studie eine Empfehlung für Lebensmittel mit geringerem Gehalt an gesättigten Fettsäuren oder anders ausgedrückt: mit mehr Omega-3-Fettsäuren.
</p>

<table id="tabelle">
	<tbody>
		<tr>
			<td>
				<strong>Lebensmittel</strong>
			</td>
			<td>
				<strong>empfohlene Menge</strong>
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Beilagen (Bulgur, Kartoffeln, Vollkornnudeln, Couscous, Vollkornbrot, Haferflocken)
			</td>
			<td>
				vier Portionen pro Tag
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Gemüse
			</td>
			<td>
				mindestens drei Portionen pro Tag
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Obst
			</td>
			<td>
				nicht mehr als zwei Portionen pro Tag
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Natives Olivenöl extra, Oliven
			</td>
			<td>
				täglich
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Nüsse
			</td>
			<td>
				täglich
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Hülsenfrüchte
			</td>
			<td>
				täglich
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Milch und Molkereiprodukte (Joghurt und Käse)
			</td>
			<td>
				vier Portionen pro Woche
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Eier
			</td>
			<td>
				drei Portionen pro Woche
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Fisch
			</td>
			<td>
				zwei bis drei Portionen pro Woche
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Geflügel
			</td>
			<td>
				zwei Portionen pro Woche
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				Rotes Fleisch
			</td>
			<td>
				einmal pro Monat
			</td>
		</tr>
		<tr>
			<td>
				süße/salzige Snacks
			</td>
			<td>
				nicht mehr als zwei Portionen pro Woche
			</td>
		</tr>
	</tbody>
</table>

<p>
	 
</p>
]]></description><guid isPermaLink="false">1227</guid><pubDate>Tue, 16 May 2023 14:28:00 +0000</pubDate></item><item><title>Wie Desinformation funktioniert &#x2013; in Videos erkl&#xE4;rt</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wie-desinformation-funktioniert-%E2%80%93-in-videos-erklaert-r1249/</link><description><![CDATA[
<p>
	Konstantin alias <a href="https://www.youtube.com/@science_konny/featured" rel="external nofollow">Science-Konny</a> hatte sich Großes vorgenommen: Er hat PLURV erklärt. PLURV, das sind die Anfangsbuchstaben von <strong>P</strong>seudoexperten, <strong>L</strong>ogische Fehlschlüsse, <strong>U</strong>nrealistische Erwartungen, <strong>R</strong>osinenpicken und <strong>V</strong>erschwörung.
</p>

<p>
	Was haben die fünf Schlagworte gemeinsam? An diesen fünf "Dingen" erkennt man Desinformation.
</p>

<p>
	Konstantin also erklärt in Videos jedes einzelne "Schlagwort".
</p>

<h2>
	Teil 1
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/kfZafItA1N0?feature=oembed" title="Pseudoexperten - Die PLURV-Taxonomie der Desinformation (Folge 1)" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<h2>
	Teil 2
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/JM9Zj95Pb7w?feature=oembed" title="Logische Fehlschlüsse - Die PLURV-Taxonomie der Desinformation (Folge 2)" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<h2>
	Teil 3
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/pwgCGaU1cOI?feature=oembed" title="Rosinenpicken und unrealistische Erwartungen - Die PLURV-Taxonomie der Desinformation (Folge 3)" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<h2>
	Teil 4
</h2>

<div class="ipsEmbeddedVideo" contenteditable="false">
	<div>
		<iframe allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" allowfullscreen="" frameborder="0" height="113" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/Fg_32p8jCVU?feature=oembed" title="Verschwörung und die Rolle des Glaubens - Die PLURV-Taxonomie der Desinformation (Folge 4)" width="200" loading="lazy"></iframe>
	</div>
</div>

<h2>
	Teil 5
</h2>

<p>
	- folgt -
</p>

]]></description><guid isPermaLink="false">1249</guid><pubDate>Sat, 15 Apr 2023 00:03:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte Antoine de Saint-Exup&#xE9;ry &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-antoine-de-saint-exup%C3%A9ry-ueber-psoriasis-geschrieben-r1220/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_04/saint-exupery-psoriasis.jpg.105429a111c5ad7bf6b8f5ea03aa2f56.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte Antoine de Saint-Exupéry geschrieben – der Schöpfer von "Der kleine Prinz":</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🤴</span><span class="ipsEmoji">🦊</span>
</p>

<p>
	Eines Tages begegnete der kleine Prinz einem Mann, der von einer seltsamen Krankheit geplagt wurde. Seine Haut war rot und schuppig und juckte unerträglich.
</p>

<p>
	Der kleine Prinz fragte ihn, was mit ihm los sei, und der Mann erklärte ihm, dass er an Psoriasis litt. Der kleine Prinz fragte weiter und wollte alles über diese Krankheit erfahren.
</p>

<p>
	"Es ist eine seltsame Krankheit", sagte der Mann. "Sie lässt dich unwohl fühlen und manchmal fühlt man sich anders als andere Menschen."
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Der kleine Prinz war besorgt. Er wusste, wie es sich anfühlte, anders zu sein als die anderen. Aber er erkannte auch, dass der Mann trotz seiner Krankheit einzigartig und wertvoll war.
</p>

<p>
	"Du bist immer noch ein wunderbarer Mensch", sagte der kleine Prinz. "Deine Krankheit ändert nichts an deiner Schönheit und deinem Wert."
</p>

<p>
	Der Mann war gerührt und bedankte sich beim kleinen Prinzen für seine Worte. Er erkannte, dass er sich nicht allein fühlen musste und dass es immer jemanden gab, der ihn so akzeptierte, wie er war.
</p>

<p>
	Von diesem Tag an besuchte der kleine Prinz den Mann oft und sie hatten viele Gespräche über das Leben, die Liebe und die Schönheit – und darüber, wie man sich selbst und andere so akzeptieren konnte, wie sie waren.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🤴</span><span class="ipsEmoji">🦊</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Bisherige Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Hintergrund</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 6: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/" rel="">So hätte George Orwell über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 7: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-william-shakespeare-ueber-psoriasis-geschrieben-r1214/" rel="">So hätte William Shakespeare über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 8: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-stephen-king-ueber-psoriasis-schreiben-r1216/" rel="">So würde Stephen King über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 9: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-juli-zeh-ueber-psoriasis-schreiben-r1217/" rel="">So würde Juli Zeh über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 10: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-ernest-hemingway-ueber-psoriasis-geschrieben-r1218/" rel="">So hätte Ernest Hemingway über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1220</guid><pubDate>Sun, 09 Apr 2023 11:44:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte Ernest Hemingway &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-ernest-hemingway-ueber-psoriasis-geschrieben-r1218/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_04/ernest-hemingway-psoriasis.jpg.98a1a2a43f92884d5139e028ca28c6fe.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte Ernest Hemingway geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🏞️</span><span class="ipsEmoji">👨‍🦳</span>
</p>

<p>
	Die Haut des Mannes war rot und schuppig, und der Juckreiz war unerträglich. Es war die Psoriasis, die ihn quälte und ihn daran erinnerte, dass das Leben manchmal unbarmherzig sein konnte.
</p>

<p>
	Der Mann versuchte, die Schmerzen und die Scham zu verbergen, die seine Krankheit ihm bereitete. Er gab sich Mühe, sich stark zu halten und tat so, als ob alles in Ordnung wäre.
</p>

<p>
	Aber in den einsamen Momenten, wenn er allein mit seinen Gedanken war, konnte er den Schmerz nicht länger unterdrücken. Er war müde von der ständigen Belastung und wusste nicht, wie er weitermachen sollte.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-handshake-o" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Doch tief in seinem Inneren wusste er, dass er kämpfen musste. Er erinnerte sich an die Worte seines Vaters, der ihm beigebracht hatte, niemals aufzugeben, egal wie schwierig die Umstände auch sein mögen.
</p>

<p>
	Der Mann beschloss, dass er nicht zulassen würde, dass die Psoriasis ihn besiegen würde. Er würde sich nicht von seinen Träumen und Zielen abhalten lassen. Er würde weiterhin hart arbeiten und seinen Weg durch die Herausforderungen des Lebens bahnen.
</p>

<p>
	Die Psoriasis würde immer ein Teil von ihm sein, aber er würde lernen, mit ihr zu leben und nicht zuzulassen, dass sie ihn überwältigen würde. Der Mann würde weiterhin kämpfen und seine Geschichte auf seine eigene, einzigartige Art und Weise schreiben.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🏞️</span><span class="ipsEmoji">👨‍🦳</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Bisherige Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Hintergrund</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 6: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/" rel="">So hätte George Orwell über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 7: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-william-shakespeare-ueber-psoriasis-geschrieben-r1214/" rel="">So hätte William Shakespeare über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 8: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-stephen-king-ueber-psoriasis-schreiben-r1216/" rel="">So würde Stephen King über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 9: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-juli-zeh-ueber-psoriasis-schreiben-r1217/" rel="">So würde Juli Zeh über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 10: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-ernest-hemingway-ueber-psoriasis-geschrieben-r1218/" rel="">So hätte Ernest Hemingway über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1218</guid><pubDate>Fri, 07 Apr 2023 17:58:00 +0000</pubDate></item><item><title>So w&#xFC;rde Juli Zeh &#xFC;ber Psoriasis schreiben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-juli-zeh-ueber-psoriasis-schreiben-r1217/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_04/juli-zeh-psoriasis.jpg.07c1770e07c075da435adbf1b5818d48.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, würde Juli Zeh schreiben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🤔</span><span class="ipsEmoji">🪢</span>
</p>

<p>
	Die Psoriasis war wie ein unbezwingbarer Feind, der sich in Annas Körper eingenistet hatte. Die roten, schuppigen Flecken waren ein ständiger Begleiter und brachten sie oft an den Rand der Verzweiflung.
</p>

<p>
	Sie hatte alles versucht, um diese Krankheit zu besiegen - Salben, Cremes, Medikamente - aber nichts hatte wirklich geholfen. Es fühlte sich an, als würde sie gegen eine unsichtbare Macht kämpfen, die sich immer wieder erneuerte.
</p>

<p>
	Aber Anna war eine Kämpferin. Sie hatte gelernt, dass es im Leben nicht immer darum geht, den Feind zu besiegen, sondern um die Art und Weise, wie man mit ihm umgeht. Sie hatte gelernt, ihre Krankheit zu akzeptieren und sich nicht von ihr unterkriegen zu lassen.
</p>

<div>
	<div style="padding: 10px; background-color:#E9F3F6; border-left:3px solid #990000;">
		<p>
			<i class="fa fa-envelope" style="color:#990000;"></i> <b><span style="border-bottom:3px solid #990000;">Erfahrungen</span></b> von Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/forums" rel=""><u><b>Schau Dich in unserem Forum um</b></u></a>.
		</p>
	</div>
</div>

<p>
	Und so lebte sie ihr Leben trotz ihrer Psoriasis. Sie machte sich keine Gedanken darüber, was andere über sie dachten, sondern konzentrierte sich auf das, was wirklich zählte - ihre Familie, ihre Freunde und ihre Arbeit.
</p>

<p>
	Sie wusste, dass es gute Tage und schlechte Tage geben würde, aber sie ließ sich davon nicht entmutigen. Denn sie hatte gelernt, dass das Leben kein perfektes Bild ist, sondern ein ständiger Fluss von Höhen und Tiefen.
</p>

<p>
	Und so kämpfte sie weiter, Tag für Tag. Denn auch wenn sie die Psoriasis nicht besiegen konnte, würde sie niemals aufhören zu kämpfen. Denn das Leben ist zu kostbar, um es von einer Krankheit beherrschen zu lassen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🤔</span><span class="ipsEmoji">🪢</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Bisherige Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Hintergrund</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 6: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/" rel="">So hätte George Orwell über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 7: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-william-shakespeare-ueber-psoriasis-geschrieben-r1214/" rel="">So hätte William Shakespeare über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 8: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-stephen-king-ueber-psoriasis-schreiben-r1216/" rel="">So würde Stephen King über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1217</guid><pubDate>Wed, 05 Apr 2023 18:04:00 +0000</pubDate></item><item><title>So w&#xFC;rde Stephen King &#xFC;ber Psoriasis schreiben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-stephen-king-ueber-psoriasis-schreiben-r1216/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_04/stephen-king-psoriasis.jpg.37f0f36763883a5077cfe785a7a987f4.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, würde Stephen King schreiben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👻</span><span class="ipsEmoji">🧟‍♀️</span>
</p>

<p dir="ltr" id="docs-internal-guid-8e2485c7-7fff-550c-fa88-8e78f5df8275" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	<span style="font-size:11pt;font-family:Arial;color:#000000;background-color:transparent;font-weight:400;font-style:normal;font-variant:normal;text-decoration:none;vertical-align:baseline;white-space:pre;white-space:pre-wrap;">Die Haut von Joe war schon seit Jahren von der Psoriasis befallen. Es war, als würde sein Körper ihm einen ständigen Krieg erklären, den er niemals gewinnen konnte. Die roten, schuppigen Flecken breiteten sich unaufhaltsam aus und hinterließen eine Spur der Zerstörung auf seiner Haut.</span>
</p>

<p dir="ltr" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	<span style="font-size:11pt;font-family:Arial;color:#000000;background-color:transparent;font-weight:400;font-style:normal;font-variant:normal;text-decoration:none;vertical-align:baseline;white-space:pre;white-space:pre-wrap;">Aber das war nicht das Schlimmste. Nein, das Schlimmste war der Juckreiz. Ein unerträglicher Juckreiz, der ihn Tag und Nacht quälte und ihm keine Ruhe ließ. Es fühlte sich an, als würde seine Haut von tausend Nadeln gestochen werden und er konnte nichts dagegen tun.</span>
</p>

<p dir="ltr" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	<span style="font-size:11pt;font-family:Arial;color:#000000;background-color:transparent;font-weight:400;font-style:normal;font-variant:normal;text-decoration:none;vertical-align:baseline;white-space:pre;white-space:pre-wrap;">Die Menschen um ihn herum hatten längst aufgehört, ihn zu berühren. Sie fürchteten sich vor seiner Krankheit und vor dem, was sie nicht verstanden. Joe fühlte sich isoliert und allein gelassen, wie ein Aussätziger in einer Welt voller Gesunder.</span>
</p>

<p dir="ltr" style="line-height:1.38;margin-top:12pt;margin-bottom:12pt;">
	<span style="font-size:11pt;font-family:Arial;color:#000000;background-color:transparent;font-weight:400;font-style:normal;font-variant:normal;text-decoration:none;vertical-align:baseline;white-space:pre;white-space:pre-wrap;">Und doch wusste er, dass er nicht aufgeben durfte. Denn selbst wenn seine Haut ihm den Krieg erklärte, würde er niemals aufhören zu kämpfen. Denn in dieser Welt gibt es nichts Schlimmeres als aufzugeben.</span>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">👻</span><span class="ipsEmoji">🧟‍♀️</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Bisherige Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Hintergrund</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 6: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/" rel="">So hätte George Orwell über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 7: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-william-shakespeare-ueber-psoriasis-geschrieben-r1214/" rel="">So hätte William Shakespeare über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1216</guid><pubDate>Mon, 03 Apr 2023 18:00:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte William Shakespeare &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-william-shakespeare-ueber-psoriasis-geschrieben-r1214/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_04/psoriasis-prosa-shakespeare.jpg.ee6566f2852c3492d0415e1e50ba4cf5.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte William Shakespeare geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🏰</span><span class="ipsEmoji">🥷🏻</span>
</p>

<p>
	Oh, wie unglücklich ist der Mensch, dessen Haut von der Psoriasis heimgesucht wird! Wie ein Blatt im Wind wechselt die Krankheit ihre Erscheinungsformen, mal mild, mal stark und schwer zu ertragen.
</p>

<p>
	Ihr Jucken und Brennen zermürbt den Geist, ihr Ausschlag verunstaltet das Antlitz, und ihre Schuppen bedecken den Körper wie ein schmutziges Gewand.
</p>

<p>
	Doch trotz all dieser Qualen, die diese Krankheit bringt, gibt es Hoffnung, dass der Mensch sie besiegen kann.
</p>

<p>
	Denn wie in jedem Drama des Lebens gibt es auch in der Psoriasis einen Helden, einen Kämpfer, der sich der Herausforderung stellt und mit Mut und Entschlossenheit kämpft.
</p>

<p>
	Er nimmt die Medizin, die ihm gegeben wird, er achtet auf seine Ernährung und er pflegt seine Haut. Und er kämpft mit seiner Psyche, um seine innere Stärke und sein Selbstbewusstsein zu bewahren.
</p>

<p>
	Es ist ein langer und harter Kampf, aber am Ende siegt er. Seine Haut heilt, die Schuppen fallen ab und er ist endlich frei von der Last, die ihn so lange gequält hat.
</p>

<p>
	Doch wie in jedem guten Drama weiß der Held, dass die Krankheit immer wieder zurückkehren kann. So bleibt er wachsam und bereit, sich erneut der Herausforderung zu stellen, wenn es sein muss.
</p>

<p>
	Denn wie in jedem guten Drama weiß der Held, dass das Leben ein Kampf ist, und es sind unsere Kämpfe, die uns stärker und weiser machen.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<span class="ipsEmoji">🏰</span><span class="ipsEmoji">🥷🏻</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Bisherige Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Vorwort</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 6: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/" rel="">So hätte George Orwell geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1214</guid><pubDate>Sat, 01 Apr 2023 18:31:00 +0000</pubDate></item><item><title>So h&#xE4;tte George Orwell &#xFC;ber Psoriasis geschrieben</title><link>https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-george-orwell-ueber-psoriasis-geschrieben-r1213/</link><description><![CDATA[
<p><img src="https://www.psoriasis-netz.de/cms-app/monthly_2023_03/george-orwell-psoriasis.jpg.5389575135e50617d69b8278834275cc.jpg" /></p>

<p>
	<strong>Wir haben den Chatbot ChatGPT in die Rolle von elf Schriftstellern schlüpfen lassen. Wir baten ihn: Schreib einen Text über Psoriasis im Stil von ... Und so, meint der Textroboter, hätte George Orwell geschrieben:</strong>
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a href="https://emojipedia.org/identification-card/" ipsnoembed="true" rel="external nofollow"><span class="emoji">🪪</span></a><a href="https://emojipedia.org/woman-guard/" ipsnoembed="true" rel="external nofollow"><span class="emoji"><span class="ipsEmoji">💂‍♀️</span></span></a>
</p>

<p>
	Die Psoriasis war eine grausame Krankheit, die die Betroffenen quälte und in ihrem täglichen Leben einschränkte. Die Haut war rot und schuppig, und der Juckreiz konnte unerträglich werden.
</p>

<p>
	Doch es gab noch eine andere Dimension dieser Krankheit, die Orwell beunruhigte. Es war die Tatsache, dass die Gesellschaft oft dazu neigte, Menschen mit sichtbaren körperlichen Abweichungen zu stigmatisieren und auszugrenzen.
</p>

<p>
	Die Psoriasis konnte zu einem Stigma werden, das die Betroffenen für den Rest ihres Lebens begleitete. Sie wurden als "unrein" oder "unattraktiv" betrachtet und mussten sich mit Vorurteilen und Diskriminierung auseinandersetzen.
</p>

<p>
	Wie in vielen anderen Bereichen der Gesellschaft hatte die Krankheit auch politische Auswirkungen. Die Medikamente, die zur Behandlung eingesetzt wurden, waren oft teuer und für viele unerschwinglich. Die Patienten waren gezwungen, sich mit den Symptomen der Krankheit abzufinden, ohne die notwendige medizinische Versorgung zu erhalten.
</p>

<p>
	Die Psoriasis war ein Beispiel für die Ungerechtigkeit und den Mangel an Empathie, der oft in der Gesellschaft herrschte. Orwell erkannte, dass es notwendig war, sich für die Rechte und Bedürfnisse der Betroffenen einzusetzen und eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen gleich behandelt wurden – unabhängig von ihren körperlichen Merkmalen oder Krankheiten.
</p>

<p style="text-align: center;">
	<a href="https://emojipedia.org/identification-card/" ipsnoembed="true" rel="external nofollow"><span class="emoji">🪪</span></a><a href="https://emojipedia.org/woman-guard/" ipsnoembed="true" rel="external nofollow"><span class="emoji"><span class="ipsEmoji">💂‍♀️</span></span></a>
</p>

<p>
	<em><span class="emoji">Im Gegensatz zur Psoriasis-Prosa der bisherigen Folgen setzt die künstliche Intelligenz hier Orwell selbst als Person ein, Orwell schreibt also über sich selbst. Ganz schön egozentrisch, der Meister der Dystopie. </span></em><span class="ipsEmoji">😉</span>
</p>

<p>
	<span style="color:#c0392b;"><strong>Bisherige Folgen der Psoriasis-Prosa:</strong></span>
</p>

<ul>
	<li>
		<a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/wenn-ein-chatbot-ueber-psoriasis-schreibt-r1206/" rel="">Vorwort</a>
	</li>
	<li>
		Folge 1: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-wuerde-jk-rowling-ueber-psoriasis-schreiben-r1207/" rel="">So würde J.K. Rowling über Psoriasis schreiben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 2: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-agatha-christie-ueber-psoriasis-geschrieben-r1208/" rel="">So hätte Agatha Christie über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 3: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-rosamunde-pilcher-ueber-psoriasis-geschrieben-r1209/" rel="">So hätte Rosamunde Pilcher über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 4: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-guenter-grass-ueber-psoriasis-geschrieben-r1210/" rel="">So hätte Günter Grass über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
	<li>
		Folge 5: <a href="https://www.psoriasis-netz.de/magazin/themen/so-haette-stephen-hawking-ueber-psoriasis-geschrieben-r1211/" rel="">So hätte Stephen Hawking über Psoriasis geschrieben</a>
	</li>
</ul>

]]></description><guid isPermaLink="false">1213</guid><pubDate>Thu, 30 Mar 2023 18:03:00 +0000</pubDate></item></channel></rss>
