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Wie steht es mit der Lichttherapie, wenn man Azathioprin einnimmt.

Hervorgehobene Antworten

Vorbemerkung. Das Internet ersetzt nicht den Arztbesuch - Leitlinien.

Online-Informationen zu Krankheiten und Behandlungen bergen Chancen und Risiken. Ziel ist der gut informierte Kranke. Die erfolgversprechende Behandlung setzt Diagnosen voraus, die auf ärztlicher Befragungen und angemessener Untersuchung beruhen und die spezifische Situation des Kranken berücksichtigen.
 
Dabei kommt den Leitlinien der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften  (AWMF) besondere Bedeutung zu. Diese Leitlinien wurden folgendermaßen definiert: Die "Leitlinien" der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften sind systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen. Sie beruhen auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und in der Praxis bewährten Verfahren und sorgen für mehr Sicherheit in der Medizin, sollen aber auch ökonomische Aspekte berücksichtigen. Die "Leitlinien" sind für Ärzte rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung.
Die AWMF erfasst und publiziert die Leitlinien der Fachgesellschaften mit größtmöglicher Sorgfalt - dennoch kann die AWMF für die Richtigkeit des Inhalts keine Verantwortung übernehmen. Insbesondere für Dosierungsangaben sind stets die Angaben der Hersteller zu beachten!

 

Antwort:

 

Unerwartet viele Medikamente wirken als Photosensibilisatoren, d. h. sie erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Dann reagieren die Betroffenen schon auf kleinere UV-Mengen. Die Verstärkung der Lichtempfindlich durch Azathioprin kann gering oder auch stark ausfallen. Es ist umstritten, ob und wann man auch bei derart erhöhter Lichtempfindlichkeit phototherapeutisch behandelt werden sollte. Frau Professor Sylvia Schauder aus Göttingen gibt hierzu wertvolle Tipps (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/?id=29754). Bei Medikamenten mit kurzer Halbwertszeit, wie beim Azathioprin, kann es genügen, dieses Medikament abends einzunehmen.

 

Prof. Dr. med. H. Meffert
hans.meffert@web.de

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