Manuka-Honig bei Psoriasis – was ist dran?

Honig
Honig zur Behandlung der Psoriasis

BieManuka-Honig soll eine Schuppenflechte lindern können. Wir haben uns angesehen, welche Belege es dafür gibt – und drehten uns schnell im Kreis.

In einem Beitrag des privaten Senders TV-Berlin vom Dezember 2014 berichtete Heilpraktiker und Buchautor Detlef Mix, eine Behandlung mit Manuka-Honig habe bei „schwerwiegenden Hautproblemen wie Neurodermitis oder Psoriasis sehr gute Erfolge erzielt“. Wer diese Aussage nachprüft, muss zu dem Ergebnis kommen, dass es keinen Grund gibt, Manuka-Honig als „natürliche Alternative“ zur Behandlung der Schuppenflechte auszuprobieren.

Medizinischer Honig

Honig wird schon seit Jahrhunderten in allen Kulturen als Heilmittel eingesetzt – innerlich wie äußerlich. Für die äußerliche Behandlung ist in Europa der „medizinische Honig“ MediHoney® als Medizinprodukt zugelassen. Das ist sterilisierter Honig, durch den z.B. Wunden schneller heilen und das Infektions-Risiko gesenkt werden soll. Auf keinen Fall darf man Speise-Honig auf Wunden auftragen. Der enthält meist Pestizide und Schadstoffe – selbst biologisch angebauter (Öko-Test 11/2014). Zwar können sich Keime im Honig nicht vermehren, Verunreinigungen können aber Infektionen noch verschlimmern.

Im Experten-Chat des MDR wies Elke Derichs vom Klinikum St. Georg Leipzig darauf hin, dass eine Behandlung mit medizinischen Honig immer dann sinnvoll sei, wenn man auf die klassischen Wundheilungs-Präparate allergisch reagiert. Die Wunde solle aber vorher begutachtet werden – entweder vom behandelnden Arzt oder in einem Wundzentrum bzw. in einer Wund-Sprechstunde. Nur die könnten beurteilen, womit genau eine Wunde behandelt werden müsse. Auch mit medizinischem Honig sollte man also grundsätzlich keine Selbstmedikation betreiben!

Manuka-Honig

Manuka-Honig kommt aus Neuseeland und wird von Bienen aus dem Nektar der Südsee-Myrte (einer Verwandten des australischen Teebaums) erzeugt. Schon die Ureinwohner, die Maori kannten seine Heilwirkung. Seit den 1980-er Jahren weiß man auch bei uns, dass Manuka-Honig anti-bakteriell wirkt. Professor Dr. Thomas Henle (Institut für Lebensmittelchemie TU Dresden) konnte nachweisen, welcher Inhaltsstoff das bewirkt: Manuka-Honig enthält Methyl-Glyoxal – 700 bis 1.000 Milligramm pro Kilogramm. In anderen Honig-Sorten ist dieser Stoff nicht enthalten.

Deshalb wird Manuka-Honig vor allem bei der Wundheilung eingesetzt, aber auch bei bakteriell verursachten Infektionen, so Prof. Dr. Karsten Münstedt (Uniklinikum Gießen). Der Onkologe Prof. Dr. Arne Simon (Universitäts-Kinderklinik Bonn) setzt Honig bei Operationswunden ein. Er gibt an, damit den Antibiotika-Einsatz extrem gesenkt zu haben. Der Internist Dr. Roland Zerm (Antroposophische Klinik Berlin Havelhöhe) behandelt seit 2004 Patienten mit diabetischem Fuß erfolgreich mit Manuka-Honig-Auflagen [1].

Honig bei Psoriasis

Dass Psoriasis mit Manuka-Honig erfolgreich behandelt werden kann, hat sich – trotz intensiver Recherche – in keiner einzigen publizierten wissenschaftlichen Arbeit finden lassen. Es gibt aber eine kleine Studie aus Dubai, die immer wieder zitiert wird: In 2003 hat Noori S. Al-Waili u.a. acht Psoriasis-Patienten mit unbehandeltem Honig, Bienenwachs und kalt gepresstem Olivenöl behandelt. Die Bienenzutaten stammen alle aus der näheren Umgebung, enthielten aber kein Methyl-Glyoxal. Die Patienten hatten eine leichte Psoriasis und wurden links mit der Honig-Mischung, rechts mit reinem Paraffin behandelt. Eine Vergleichsgruppe von zehn Psoriatikern bekam links Kortison, statt des Honig-Mix. Bei der Honig-Gruppe verbesserte sich die Psoriasis bei 5 von 8 deutlich. Aber in beiden Gruppen verbesserte sie sich bei einigen auch nur durch das wirkstofffreie Paraffin. Der Autor meinte am Ende seiner Veröffentlichung, die Honig-Mischung erscheine „nützlich“ bei der Behandlung der Psoriasis vulgaris (und übrigens auch der Neurodermitis).

Außerhalb medizinischer Publikationen kommt die Aussage, Manuk-Honig könne bei Psoriasis helfen von Heilpraktikern und Api-Therapeuten (Heilen mit Bienenprodukten), ohne dass es belegt wird. Wer im Internet recherchiert stößt auf immens viele kommerzielle Anbieter, die Manuka-Honig unter anderem auch bei Psoriasis anbieten.

Detlef Mix erklärte in dem oben genannten TV-Beitrag, Manuka-Honig ernähre das Gewebe und halte es durch seine osmotische Wirkung feucht. Auf Nachfrage, wie der Honig auf die Psoriasis wirken könne, erklärte er, Bienengift würde die Nebennieren zur Kortisonproduktion anregen. Manuka-Honig vereinige eine Vielzahl von Stoffen, die anti-mikrobiell, anti-entzündlich, osmotisch, selektiv pro-biotisch, heilungsfördernd u.s.w. wirken. Er wolle sich nach Fallbeispielen umtun, aber am deutlichsten helfe die eigene Erfahrung. Das Problem ist, dass Honig üblicherweise überhaupt kein Bienengift enthält.

Im Psoriasis-Netz berichtet in 2012 eine Patientin, sie habe einen Wickel mit Hanuka-Honig und Heilerde ausprobiert. Sie fand es wohltuend und wirksam. Die Stellen wären merklich blasser geworden, die Haut entspannter und der Juckreiz weniger. Diese Wirkung hätte sogar mehrere Tage angehalten. Wir wissen nicht, wie stark die Psoriasis (PASI) bei ihr war und in welchem Stadium sie sich gerade befand. Im Juli 2014 hat sie jedenfalls diese Therapie nicht mehr angewendet. Weitere Psoriasis-Patienten haben sich dazu nicht geäußert.

Einschränkungen

In der Deutschen Apotheker Zeitung 25/2011 berichtet ein Autorenteam, dass in allen größeren veröffentlichten Studien nicht nachgewiesen werden konnte, dass Honigprodukte auch chronische Wunden heilen. Sie sollten nur bei akuten Wunden wie zum Beispiel nach einer Operation oder einer Brandverletzung eingesetzt werden. Die Autoren stufen Manuka-Honig aufgrund seines Gehalts an dem bakteriziden Wirkstoff Methyl-Glyoxal als Arzneimittel ein, das seine Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in klinischen Studien unter Beweis stellen müsse, bevor es routinemäßig therapeutisch eingesetzt werden dürfe.

Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung äußert sich zum medizinischen Honig in ihrer S3-Leitlinie. Darin heißt es: „Anhand der vorliegenden Studien zeigt sich für medizinischen Honig keine Überlegenheit gegenüber Hydrogel. Es zeigen sich aber Hinweise auf mehr Schmerzen; deshalb sollte medizinischer Honig zur Behandlung von chronischen Wunden nicht eingesetzt werden.“ Der Hinweis, dass mehr Schmerzen auftreten würden, bezieht sich konkret auf das Methyl-Glyoxal im Manuka-Honig.

Beim Manuka-Honig mehr Fälschungen als Original

Wer Manuka-Honig kaufen will, muss wissen, dass 80 bis 85 Prozent der Angebote auf dem Markt gefälscht sind. In diesen Honigen ist kein Methyl-Glyoxal. Darauf wies 2013 die britische Agentur für Lebensmittelstandards hin. Manuka sei der „Star im Honigregal von Reformhäusern und Ökomärkten“, so der Biologe und Journalist Volker Mrasek im Deutschlandfunk. Da die Käufer bereit seien, bis zu 50 Euro für ein Glas zu zahlen, locke das Betrüger an. Professor Dr. Thomas Henle (Institut für Lebensmittelchemie TU Dresden) meint, dass diejenigen echte Manuka-Honige seien, die auf einem Prädikatssiegel den Gehalt an Methyl-Glyoxal angeben, abgekürzt als MGO oder als UMF (Unique Manuka Factor).

Kommentar

Die generelle Behauptung, Manuka-Honig habe bei Psoriasis schon „sehr gute Erfolge“ erzielt, ist nach unseren ausführlichen Recherchen nicht haltbar. Schriftlich darauf angesprochen konnte Detlef Mix, der das behauptet hat, nicht auf eigene Erfahrungen oder Quellen hinweisen. Stattdessen versprach er, sich „nach Fallbeispielen umzutun.“

Für Wirkung von Manuka-Honig fehlen Belege

Aber Einzelfälle sind keine abgesicherten Beweise für eine so grundlegende Behauptung. Bei Erfahrungsberichten kann nicht objektiv nachgeprüft werden, was letztendlich zur Erscheinungsfreiheit geführt hat. Ähnliches trifft auf die sehr kleine Untersuchung aus Dubai zu. Es sind lediglich acht Psoriatiker mit einer Honig-/Wachs-/Öl-Mischung behandelt worden. Es hätte auch andere Gründe geben können, weshalb sich bei den Patienten nach drei Wochen die Psoriasis gebessert hat. Einzelne Erfolge mit Paraffin ohne Wirksubstanz bekräftigen das. Das heißt nicht, dass Honig bei Psoriasis wirkungslos sein muss. Ein Beweis dafür, dass es Manuka-Honig sein muss, ist diese Untersuchung jedenfalls nicht. Der dabei verwendete Honig kam aus der arabischen Region und enthielt kein Bakterien tötendes Methyl-Glyoxal. Außerdem ist Psoriasis – im Gegensatz zur Neurodermitis – nicht bakteriell bedingt.

Im TV-Beitrag erklärte Dr. Zerm, dass Manuka-Honig so wirksam bei der Wundheilung sei, weil er die Epidermilisierung fördere, d.h. sich neue Haut schneller bildet. Bei der Psoriasis bildet sich die Haut 9 x schneller, als es von der Natur vorgesehen ist. Kann ein Wirkstoff gut bei Psoriasis sein, wenn er diese krankhafte Hauterneuerung weiter anheizt? Da sind wir unsicher.

In vielen Artikeln über Manuka-Honig wird stets nur auf die jahrelangen Erfahrungen des Dr. Zerm (Berlin) und des Prof. Dr. Simon (Bonn) hingewiesen. Überzeugender wäre es, wenn weitere, naturheilkundlich orientierte Kliniken diese Erfolge bestätigen könnten.

Gute Pillen – Schlechte Pillen: Raten von Behandlungsversuchen ab

Das kritische Magazin zweifelt im Heft 1/2013 daran, die „die Ergebnisse nur einer Forschungsgruppe“ zur Wundbehandlung verlässlich sind. Die günstigen Effekte von Honig bei Psoriasis und Neurodermitis in der Studie aus Dubai beruhten „wesentlich auf Placebowirkungen. Denn gerade bei diesen Hauterkrankungen wirke sich ein Wechsel der Therapie relativ häufig – aber meist zeitlich begrenzt – günstig aus“. Ausdrücklich rät GPSP davon ab, zu versuchen, ernsthafte Erkrankungen mit Honig zu behandeln.

Gesundheits-Lounge – keine objektive Darstellung

Leider bestätigt dieser TV-Beitrag erneut unsere langjährigen schlechten Erfahrungen mit Gesundheitsberichten in privaten Sendern. Der TV-Bericht wurde innerhalb der Serie „Die Gesundheits-Lounge“ bei TV-Berlin gesendet. Wer sich die Themen dieser Sendereihe und die Macher genauer anschaut, sieht, dass es darum geht, die Ideen der „Komplementärmedizin und ganzheitliche Lebensweise“ zu verbreiten. Dieser „Expertentalk“ ist ein bunter Mix aus Naturheilkunde, Homöopathie, Anthroposophie und Esoterik. Einige der schon gesendeten Themen sind wissenschaftlich widerlegt (lebendiges Wasser) oder lebensgefährlich (Vitalpilze als Krebstherapie).

Kritische oder abwägende Positionen sind im Konzept der „Gesundheits-Lounge“ nicht vorgesehen. Über mögliche Gefahren oder Nebenwirkungen erfährt man ebenfalls nichts. Korrekterweise hätten die beiden Experten auf mögliche Schmerzen, allergische Reaktionen und Blutzucker-Anstieg durch Manuka-Honig hinweisen müssen, eventuell auch auf Wechselwirkungen zu Chemo-Therapeutika. Statt allgemein von „direkten wundheilungs-fördernden Wirkungen“ zu sprechen, hätten sie darauf aufmerksam machen müssen, dass das bei chronischen Wunden von Schulmedizinern völlig anders gesehen wird. Zu den „chronischen Wunden“ müsste man ebenfalls die Psoriasis zählen.

Die Aussage in dem TV-Beitrag zur positiven Wirkung des Manuka-Honigs auf die Rhinosinusitis (gleichzeitige Entzündung von Nasen-Schleimhaut und –Nebenhöhlen) ist erst theoretische Erkenntnis. Dass Manuka-Honig gegen schädliche Magen-Bakterien helfe, so Prof. Henle, sei wissenschaftlich noch nicht hinreichend belegt. Ein osmotischer Effekt des Honigs, wie Heilpraktiker Mix in seiner schriftlichen Antwort behauptet, „wird nach den heutigen Kenntnissen in Frage gestellt“. Vielleicht hätte auch erwähnt werden können, dass es einen ähnlich gut gegen Bakterien wirkenden Honig gibt, den Sidr-Honig aus dem Jemen.

In dem TV-Gespräch hätten die Experten die Zuschauer unbedingt vor den weit verbreiteten Fälschungen warnen müssen. Selbst Prädikatssiegel mit MGO- oder UMF- Angaben kann man nachmachen. Echten Manuka-Honig zu bekommen ist vermutlich nicht so leicht. Dazu hätte man als Zuschauer gerne genaue Hinweise von den Experten bekommen.

Man sollte wissen, dass Bernhard Mix nur einige Monate vor der Sendung ein Buch zu diesem Thema auf den Markt gebracht hat: „Manuka-Honig: Ein Naturprodukt mit außergewöhnlicher Heilkraft“. Honi soit qui mal y pense.

[1] „Manuka-Honig zur Wundbehandlung“, Deutsche Apotheker Zeitung, 04.08.2011

Über Rolf Blaga 115 Artikel
Rolf Blaga hat bis 2012 als Studienrat in Berlin am Oberstufenzentrum Gesundheit unterrichtet. Seit 1993 ist er aktiv in der Psoriasis-Selbsthilfe tätig, sowohl regional im Psoriasis Forum Berlin als auch überregional in der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft.

8 Kommentare

  1. Schon beim ersten Abschnitt werde ich stutzig.
    Gamma bestrahlter Manuka-Honig (Medihoney) enthält keine Pestizide und Schadstoffe?

    Für jede Studie gibt es eine Gegenstudie!

    Die täglich positiven Rückmeldungen über den MGO-Manuka-Honig sind die ehrlichsten Rückmeldungen!

    Gruss aus der Schweiz

    Markus A.

  2. Uns erreichte zu dem Artikel folgende Email von Prof. Dr. Matthias F. Melzig, Institut für Pharmazie (FU Berlin):

    Ein schöner Artikel, der m.E. keine Fehler enthält – sachlich und logisch argumentiert.
    Vielleicht zwei kleine Anmerkungen, zu den Meinungen der zitierten Personen:
    1. Im Honig ist kein Bienengift enthalten.
    2. Die osmotische Wirkung des Honigs auf der Haut/Schleimhaut ist eine Tatsache und reine Physikochemie – dazu benötigt man keine Studien und das ist auch nicht strittig!
    Matthias F. Melzig

  3. Auf Anfrage erreichte uns zu dem Artikel folgende Email von Dr. Dr. Bernhard Uehleke, Abteilung für Klinische Naturheilkunde der Charitè Berlin im Immanuel-Krankenhaus Wannsee:

    Die Aufarbeitung und Darstellung des komplexen Themas ist ganz vorzüglich und transparent!
    Manchmal kommt es mir vor, daß die Apotheken mit dem so genannten medizinischen Honig zu viel Geld machen und es oft – so meine Erfahrung bei Herpes – auch einfachster Honig „tut“. Wenn der normale Honig so verseucht wäre, dann dürfte man ihn auch nicht essen, da bei Anwenundung auf der Haut ja keine vollständige Resorption erfolgt im Gegensatz zur Einnahme.
    Der Manuka-Honig ist natürlich von besonderem Interesse. Vielleicht würde aber ein Anmischen von Honig und Teebaumöl auch genügend antibakterielle Verstärkung bringen?

    Insgesamt lassen sich bei so wenig Studien kaum Aussagen tätigen.

    Bernhard Uehleke

  4. Ich räume durchaus ein, dass es andere Hautläsionen gibt, bei denen die erfolgreiche Honiganwendung besser dokumentiert ist als bei Psoriasis. Den Wahrheitsgehalt einer Aussage kann man jedoch, außer mit Doppelblindstudien und Metaanalysen, am besten durch den Selbstversuch herausfinden. Leider kann ich nicht zwischen den Zeilen kommentieren. Also führe ich jeweils den Absatz und ggf, Unterabsatz an auf den ich mich beziehe.

    *Medizinischer Honig*

    Honig wird bereits seit Jahrtausenden für medizinische Zwecke eingesetzt, wie Dokumente aus den alten Hochkulturen dies belegen. Beim Medizinprodukt Medihoney handelt es sich in aller Regel um Manuka-Honig gemischt mit seinem australischen Verwandten dem Jellybushhonig. Bei der Gel-Variante wurden noch 20% andere Substanzen (Wachse, Öle) zugesetzt, um die Konsistenz zu verändern. Beide werden gammabestrahlt, um evtl. vorhandene Clostridiensporen abzutöten. Als Zulassungskriterium diente übrigens die osmotische Wirkung, die bei jedem Zucker gegeben ist. Sauberen Honig zu sterilisieren, erscheint mir genauso sinnvoll wie das Abkochen von Alkohol. Natürlich würde ich nicht unbedingt den Honig verwenden, an dem man sich bereits wochenlang auf dem Frühstückstisch bedient hat. Ansonsten verwendet man selbstverständlich Speisehonig in der Medizin. In Osteuropa und im arabischen Raum ist dies gängige Praxis. Dass Honig heutzutage durch Schadstoffe belastet sein kann, ist eine traurige Tatsache. Daran ändert weder die Bestrahlung noch die Zulassung als Medizinprodukt etwas.
    Es entspricht der gängigen Praxis in vielen Ländern, dass Honig erst zum Einsatz kommt, wenn alle kassentauglichen und pharmagestützten Präparate versagt haben. Oft mutet man den Patienten monatelange Martyrien zu, bevor man sie mit der Honiganwendung daraus erlöst. Und alles nur, um sehr fraglichen Erstattungskriterien zu entsprechen oder weil man sich unter den Sachverständigen auf eine mangelhafte Evidenzlage beruft.

    *Manuka-Honig*

    Jeder Honig wirkt antibakteriell. Das ist schon viel länger bekannt. Bei den meisten Honigen erfolgt die Wirkung über Glucose-Oxidase GOD, wodurch bei Berührung mit Wasser oder auch Wundexsudat kontinuierlich Wasserstoffperoxid und Gluconsäure gebildet wird. Manuka-Honig wirkt uneingeschränkt, auch wenn man in ihm mittels Katalase die GOD neutralisiert hat, auch in tiefen Wunden und unter einem dichten Verband.
    Honig bei antibiotikaresistenten Keimen einzusetzen, senkt selbstverständlich den Antibiotika-Einsatz, welcher ohnehin in solchen Fällen eher sinnfrei erscheint und in ganz großem Umfang unbedingt überdacht werden sollte. Es wäre wünschenswert, wenn es viel mehr Ärzte wie Dr. Zerm geben würde, die sich ihre Methoden nicht von ihren Pharmareferenten suggerieren ließen.

    *Honig bei Psoriasis*

    Honig enthält immer auch Spuren anderer Bienenprodukte, auch Bienengift. Deshalb verwendet man z.B. für manche Augenpräparate auf Honigbasis den Honig stachelloser Bienen. Keineswegs habe ich die Wirkung des Honigs durch das Vorhandensein von Bienengift erklärt, sondern ging lediglich auf eine andere Behandlungsmöglichkeit im Rahmen der Apitherapie ein. Nachfolgend meine arglose Antwort im Zusammenhang:

    ***Mit neuseeländischem Manuka-Honig haben tatsächlich Psoriasis-Patienten sehr gute Erfolge erzielt. In der Apitherapie verwendet man zudem Bienengift zur Behandlung der Schuppenflechte. Vorbehalte gegen Propolis sind mir nicht bekannt.

    Etwas flexibel im Denken zu bleiben, ist sicher von Vorteil. Wir könnten nun darüber philosophieren, dass die Psoriasis einem Bemühen des Patienten enspringt, sich gegen seine Umwelt abzugrenzen, sich einen Panzer zuzulegen, sich Freiraum zu schaffen. Mit dem Immunsystem verhält es sich meines Erachtens genauso wie mit allen Organ-. Drüsen- oder sonstigen Körperfunktionen. Bestreben des Körpers ist stets der Ausgleich, die Homöostase. Mangel zu substituieren und Überschüsse zu blockieren erscheint mir sehr kurzsichtig.
    Wenn also unser Immunsystem offenbar die Orientierung verloren hat, dann helfen wir ihm nicht, diese wiederzufinden, indem wir es unterdrücken.

    Beim Bienengift besteht die antientzündliche Wirkung u.a. darin, dass die Nebennieren zur Kortisonproduktion angeregt werden, was viel besser ist als die Hormonsubstitution von Außen. Honig, und speziell Manuka-Honig vereinigt eine Vielzahl von Stoffen, die antimikrobiell, antienzündlich, osmotisch, selektiv probiotisch, heilungsfördernd u.s.w. wirken.

    Ich werde mich nach Fallbeispielen umtun. Am deutlichsten hilft jedoch die eigene Erfahrung.***

    *Einschränkungen*

    Die Ausführungen der S3-Leitlinie sind hinlänglich bekannt und haben für entsprechende Irritationen gesorgt, zumal Krankenkassen, die zuvor zur Erstattung der Behandlungskosten geneigt waren, sich nun bei deren Verweigerung darauf berufen können. Schmerzen können in der Tat bei einem Teil der Patienten durch MGO verstärkt werden. Das liegt an Nervenendigungen, die durch entzündliche Prozesse gereizt sind. In der Klinik Havelhöhe trägt man diesem Umstand Rechnung, indem man lediglich einen relativ schwachen Manuka-Honig mit 100 mg/kg MGO wählt und ggf. zusätzlich schmerzlindernde Maßnahmen ergreift. Honig ist ein umfassender Wirkstoffcocktail, der u.a. entzündungshemmende Bestandteile enthält. Ist die Entzündung erst überstanden, lassen auch die Schmerzen nach.

    *Mehr Fälschungen als Original-Honig*

    Es ist leider wahr, dass vor allem in Großbritannien gefälschte Produkte angeboten wurden. Dabei kann man jedoch eher davon ausgehen, dass „normalen“ Honigen Methylglyoxal zugesetzt wurde. Die neuseeländischen Honigproduzenten haben mit der Entwicklung und dem Einsatz verfeinerter Testverfahren reagiert, um die Authentizität ihres Naturproduktes zu garantieren. Als Lebensmittel Honig ist die Manuka-Variante sicher nicht ganz billig, im Vergleich zu anderen Therapeutika jedoch ausgesprochen preiswert, besonders wenn man bedenkt, dass er die Funktion einzelner Wundversorgungsmittel in sich vereint.

    *Kommentar*

    Dazu stehe ich nach wie vor. Ihr Artikel stand drei Tage nach unserer kurzen Korrespondenz bereits im Netz. Für Ihr Anliegen habe ich sehr viel Verständnis. Sie wollen verhindern, dass irgendein Scharlatan neue Hoffnungen bei vielen Menschen entfacht, die sich doch wieder nur als Strohfeuer entpuppen könnten. Bei jeder Erkrankung unseres Organismus sind eine Vielzahl von Faktoren im Spiel, die es ganz individuell abzuwägen gilt. Da behaupte ich keineswegs, man solle einfach Honig darauf schmieren, und alles wird gut. Trotzdem halte ich es für wünschenswert, wenn es der eine oder andere Betroffene wenigstens ausprobieren würde.

    *Keine Belege*

    Jeder Honig verfügt über medizinisch wertvolle Eigenschaften. Grundsätzlich unterscheidet sich Manuka-Honig hier hauptsächlich durch seinen alternativen antimikrobiellen Wirkstoff, Methylglyoxal statt Wasserstoffperoxid. Natürlich sind Mischungen mit Wachsen und Ölen dazu angetan die Haut geschmeidig zu erhalten. Ich freue mich über jeden Erfolg, den man mit anderen Honigen erzielen kann. Bereits 2006 habe ich dem Honig ganz allgemein, sowie weiteren Bienenprodukten mein Buch „Die Heilkraft des Honigs“ gewidmet.
    Dr. Zerm sprach von der Epithelialisierung bzw. Epithelisierung. Die Förderung der Bildung von gesundem, funktionstüchtigem Epithelgewebe wird durch den Honig gefördert, während es kaum zu Keloidbildung kommt. Der Wundverschluss erfolgt nicht nur oberflächlich durch narbiges Bindegewebe, sondern durch Epithelisierung aus der Tiefe und den Rändern der Wunde. Honig trägt u.a. durch seine osmotische Wirkung und das daraus resultierende feuchte Wundmilieu dazu bei. Dabei verkleben Honigverbände auch nicht mit der Wunde.

    *In vielen Artikeln über Manuka-Honig wird stets nur auf die jahrelangen Erfahrungen des Dr. Zerm (Berlin) und des Prof. Dr. Simon (Bonn) hingewiesen. Überzeugender wäre es, wenn weitere, naturheilkundlich orientierte Kliniken diese Erfolge bestätigen könnten.*

    Das halte ich ebenfalls für wünschenswert. Allerdings gibt es weltweit schon ein paar Kliniken mehr, die mit ähnlichen Erfahrungen aufwarten können.

    *Gesundheits-Lounge – keine objektive Darstellung*

    Über die Qualität des Sendeplatzes kann man sicher unterschiedlicher Meinung. Das will ich jetzt auch nicht weiter diskutieren. Allergische Reaktionen auf Honig sind extrem selten und Wechselwirkungen mit Chemotherapeutika, wenn vorhanden, dann eher positiv – die Hauptwirkung unterstützend, die Nebenwirkungen besänftigend. In Australien wurde sogar beobachtet, dass vormals resistente Bakterien durch den Honig wieder für Antibiotika sensibilisiert wurden. Wenngleich ich mich als „Bernhard“ Mix natürlich gar nicht angesprochen fühlen müsste, wollen Sie mir doch sicher nicht vorwerfen, dass ich mit meiner Arbeit auch Geld verdiene, oder? Daran kann ich jedenfalls nichts Verwerfliches finden.
    Ich werde auch weiterhin von Gesundheits- und Heilungsförderung statt von Krankheitsbekämpfung und Symptomunterdrückung berichten. Die Beiträge der GesundheitsLounge sind positiv angelegt und versuchen, Mut zu machen. Das ist auch mein Anliegen. Doch, wie gesagt, persönliche Erfahrungen sind nicht durch RCTs und Leitlinien zu ersetzen.
    Ihnen, Herr Blaga, wünsche ich viel Erfolg bei Ihrer Aufklärungsarbeit und Ihren Lesern Gesundung, wie auch immer sie dazu finden. Die Verantwortung dafür können wir niemandem übertragen.
    Alles Gute und liebe Grüße
    Detlef Mix

  5. Toller Artikel, Manuka ist eine gute Alternative zu Antibiotika, welches tatsächlich Antiobiotika resistente Bakterien bekämpft. Seit Dez. 2015 benutze ich regelmaessig Manukahonig MGO400 gegen meine chronische Sinusitis und Darmfehlbesiedlung. Das Thema ist unter bei den Ärzten leider nicht so bekannt und ich will auf gar keinen Fall Antibiotikum oder sonst was nehmen. Nach einiger Zeit purer Honiganwendung bin ich nun etwas sparsamer geworden. Abends benutze ich nun einen Vasokonstriktor Nasenspray in normaler Dosierung, lasse ihn 10 Minunten einwirken mit dem Kopf nach hinten geneigt/halb liegend, und wenn alles schoen offen ist, mache ich eine Spuelung mit Manukahonig ca. 20% und Kochsalz 3%-5% in Wasser (abgekochtes), je nachdem vorher noch eine reine Salzspuelung mit etwas Beby-Shampo drin, Tip von einer andern Aerztin. Tagsueber verwende ich einen selbergemachten 30ml Manukahonig-Salz-Nasenspray in aehnlicher Konzentration. Morgens wieder eine gleiche Nasenspuelung ohne Vasokonstriktor zuvor und 1 Teelöffel Manuka, wegen meiner Darmfehlbesiedelung. Ich mache das bereits seit 3 Monaten und ich bin begeistert. Die chronische Sinusitis ist besser geworden und mein Darm wirkt beruhigter. Wer ähnliche Probleme hat der kann gerne Manukahonig mal ausprobieren.
    Gruß

  6. Habe hier einen weiteren Artikel in der Ärzte Zeitung gefunden. Die Wahrheit liegt bekanntlich in der Mitte. Ich denke, wir haben alle einen Kopf zum Denken. Ich finde es jedenfalls gut, daß über solche Themen berichtet wird. Wenn man wirklich krank ist, ist man froh, vielleicht noch eine Möglichkeit zu sehen. Wir sollten in Deutschland versuchen das Schwarz-Weiß-Denken abzulegen. Jeder hat doch die Möglichkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich dann dementsprechend zu entscheiden. Es wäre die Pflicht des Staates, der Regierung, keine Produkte auf dem Markt zum Verkauf zuzulassen, die gefälscht sind oder gar verboten. Das nennt man Verbraucherschutz. Aber davon ist Deutschland mehr den je entfernt.
    Es wäre besser an einem Strang zu ziehen und sich Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Erfahrungen können auch gegensätzlich sein – der Mensch ist ein sehr komplexes Wesen. Der Honig ist auch nicht immer gleich, auch wenn er für ein Stoff gekennzeichnet ist. Hier noch eine Seite für die Lizenzen des Manukahonigs in Neuseeland:
    http://www.umf.org.nz/umf-members/?ps=&psorderby=title&toggle-order=on&psorder=ASC
    Für die MGO Kennzeichnung habe ich bisher nicht’s gefunden.

    „Ärzte Zeitung online, 02.10.2008

    Honig – mehr als nur Süßkram, sondern wirksames Bakterizid

    Honig ist ein beliebtes Haus- und Heilmittel schon seit Jahrtausenden. Mittlerweile macht sich auch die Schulmedizin den goldgelben Sirup als Arzneimittel zunutze. Denn es häufen sich die wissenschaftlichen Belege, dass er wirksam Bakterien abtötet.

    Von Angela Speth

    Honig – mehr als nur Süßkram, sondern wirksames Bakterizid.

    Honig – mehr als nur Süßkram, sondern wirksames Bakterizid.

    Foto: Ivan Uralskiy© http://www.fotolia.de

    Ein Löffelchen Honig, wenn es im Hals kratzt, ein Glas Milch mit Honig, wenn sich die rechte Bettschwere nicht einstellen will – mit kaum etwas anderem lassen sich für die Lust auf Süßes so gut medizinische Gründe vorschützen wie mit diesem Naturprodukt.

    Inzwischen ist die Anwendung nicht mehr auf die Naturheilkunde beschränkt. Dass sich medizinischer Honig etwa zur Behandlung bei rezidivierender Rhinosinusitis eignen könnte, haben jetzt kanadische Forscher bei einem Kongress in Chicago berichtet. Dieser Infekt klingt oft deshalb so schlecht ab, weil Keime auf der Mukosa Biofilme bilden, in denen sie für Antibiotika schwer angreifbar sind. Sehr wohl aber für Honig: Selbst in einer solchen schützenden Schleimschicht wurden damit 60 bis 70 Prozent der für Nebenhöhlenentzündungen typischen Bakterien abgetötet: Pseudomonas aeruginosa und Staphylococcus aureus, ob Methicillin-resistent oder nicht. Für ihre Versuche nutzten die Forscher aus Ottawa Kulturplatten, auf die sie zwei Sorten Honig träufelten: Manuka-Honig aus Neuseeland und Sidr-Honig aus Yemen.
    Honig tötet Keime, die bei Rhinosinusitis relevant sind

    Die im Vergleich getesteten Antibiotika hingegen, darunter Vancomycin, Gentamycin und Fusidinsäure, waren unwirksam, allein Rifampicin hatte einen schwachen bakteriziden Effekt. Fazit des Studienleiters Dr. Talal Alandejani: Eine topische Therapie mit Honig wäre bei Rhinosinusitis ideal, denn er sei leicht anwendbar, ungiftig und kostengünstig.
    Die Wunden krebskranker Kinder heilen schneller

    Medizinischer Honig wird bereits klinisch angewandt. Dr. Arne Simon und der Wundpflegespezialist Kai Sofka von der Krebsstation der Universitäts-Kinderklinik Bonn setzen darauf, um krebskranke Kinder mit chronischen Wunden zu behandeln. „Abgestorbenes Gewebe wird schneller abgestoßen, und die Wunde heilt schneller“, sagte Sofka in einer Mitteilung der Universität. Der Verbandwechsel bereite den Kindern weniger Schmerzen, weil sich die Umschläge leicht entfernen lassen, ohne neu gebildete Hautschichten zu verletzen. Weiterhin dämpfe der Honig unangenehme Gerüche.
    Es ist nicht der Zucker, der antibakteriell wirkt

    Welche Wirkstoffe im Honig sind es aber, die das Wachstum von Keimen hemmen? Zwar wurden inzwischen viele Inhaltsstoffe nachgewiesen: Spuren der Vitamine C, B1, B2, B6, Biotin und Pantothensäure, die Mineralstoffe Kalium, Magnesium und Calcium sowie Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan und Chrom. Doch chemisch betrachtet ist Honig nichts anderes als eine übersättigte Lösung aus rund 80 Prozent Zucker und 20 Prozent Wasser. Daher glaubte man lange, antibakteriell wirke der hohe Zuckeranteil, indem er den Keimen lebenswichtiges Wasser entziehe. Doch die britische Mikrobiologin Rose Cooper von der Universität von Wales wies nach, dass Honig, auf Wunden aufgetragen, dreimal besser wirkt als vergleichbare Zuckerlösungen.
    Wasserstoffperoxid wird kontinuierlich gebildet

    Also ging die Suche nach den bakteriziden Substanzen weiter, und entdeckt wurde Wasserstoffperoxid. Es entsteht permanent in kleinen Mengen aus dem enthaltenen Zucker, und zwar durch das Enzym Glucose-Oxidase, das die Bienen ihrem Sammelgut über den Speichel zusetzen. Der Vorteil gegenüber Wasserstoffperoxid aus der Apotheke: Da es im Honig ununterbrochen nachgebildet wird, reichen bereits geringe Mengen, um Wundbakterien zu töten. Diese niedrigen Konzentrationen sind auch deshalb günstig, weil die Hautzellen geschont werden.
    Methylglyoxal macht Manuka-Honig effektiv

    Doch Wasserstoffperoxid ist nicht das einzige Antiseptikum im Honig, wie Wissenschaftler der Technischen Universität Dresden entdeckten. Sie interessierten sich für den Honig des neuseeländischen Teebaums (Manuka-Baum, Leptospermum scoparium), der besonders stark antibakteriell und antimykotisch wirkt. Allerdings enthält er im Gegensatz zu vielen einheimischen Honigsorten weder Glucose-Oxidase noch Wasserstoffperoxid.

    Dem Rätsel kamen die Forscher erst auf die Spur, als sie den Honig einige Zeit stehen ließen. Sie fanden Methylglyoxal, das ebenfalls durch Abbau von Zucker entsteht und sich als entzündungshemmend erwies. Ob es von den Pflanzen oder den Bienen stammt, ist ungeklärt. In heimischen Honigsorten kommen ein bis fünf Milligramm pro Kilogramm vor, im Honig des Teebaums dagegen bis 800 mg.

    Doch damit dürfte die Suche nach Bakteriziden im Honig noch lange nicht zu Ende sein: Bisher wurden über 180 Begleitstoffe identifiziert.
    Tipp rund um Honig

    Honig aus dem Supermarkt darf nicht auf offene Wunden gelangen. Zwar können sich Keime im Honig nicht vermehren, dennoch als Verunreinigung vorhanden sein, so dass sich Wunden sogar verschlimmern. Zur Behandlung eignet sich nur speziell gereinigter medizinischer Honig, etwa der in Europa als Medizinprodukt CE-zertifizierte MedihoneyTM. Er besteht aus zwei Sorten: einer, die viel Wasserstoffperoxid bildet, und Manuka-Honig vom neuseeländischen Teebaum. Er wird mit Gammastrahlen sterilisiert, denn dabei bleiben die für die Heilwirkung maßgeblichen Stoffe intakt.

    Als Mittel gegen Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Halsschmerzen kann man aber ohne weiteres kommerziellen Honig verwenden. Allerdings sollte man ihn nicht über 40 Grad zu erhitzen, weil dadurch wirksame Enzyme zerstört werden. Kinderärzte empfehlen außerdem, Babys unter zwölf Monaten keinen Honig zu füttern wegen möglicher Clostridium-botulinum-Kontaminationen.“

  7. Pharmaindustrie behandelt Krankheit aber nicht seine Ursachen. Dadurch können sie weiter Geld kassieren. Ich hatte halbes Jahr Herpes und gerissene Lippe– habe jegliche Apotheken Salben benutzt und keine hat geholfen. Reine Honig von Imker habe ich aufgetragen auf diese Stelle drei Nächte– alles war wie von Hand weg und bis jetzt ist nicht mehr aufgetreten.

  8. Hallo, sehr guter Artikel. Ich finde es immer sehr gut, dass man erstmal kritisch mit einer Sache umgeht und nicht gleich alles glaubt, was irgendjemand behauptet. Ich habe auch die sehr ausführlichen Kommentare hier sehr gerne gelesen.
    Das Honig ein gesundes Lebensmittel ist, ist glaube ich unstrittig.
    Was das Thema Manuka Honig angeht, habe ich persönlich bisher nur gute Erfahrungen sammeln können. Klar, dass der dieser Honig aufgrund der Nachfrage viele Betrüger und Fälschungen an den Tag bringt. Daher sollte man genau auf die Gütesiegel und die Wirkstoffangabe achten und besonders günstige Angebote sehr kritisch betrachten. Mir selber hat man auch schon Manuka Honig zum halben Preis, des normalen Preises angeboten. Da habe ich dann lieber verzichtet, da mir das ganze spanisch vor kam. Beachtet man also ein paar Sachen bekommt man auch echten Manuka Honig. So zumindest meine Erfahrungen. Ich werde auch weiterhin auf den tollen Honig setzen und bin absolut überzeugt.

    Viele Grüße

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