Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschäftigen.
Das UKSH Gesundheitsforum Kiel bietet einen Rauchentwöhnungs-Kurs an. Er wird digital und vor Ort in Kiel abgehalten. Und: Er ist kostenlos.
Der dritte Teil des Kurses behandelt das Thema „Nichtraucher bleiben“. Er vermittelt Strategien, um vor einem Rückfall gewappnet zu sein oder mit einem Rückfall umzugehen.
Der Kurs ist nicht als Frontalvortrag gedacht, sondern als moderierte gemeinschaftliche Diskussion. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, dass jeder seinen eigenen Weg zum Nichtraucher findet. Es wird aber natürlich auch respektiert, wenn sich Teilnehmer nicht an den Diskussionen beteiligen wollen.
Der Kurs ist ein Gruppenkurs mit Eike Hansen, einem zertifizierten Rauchentwöhnungstrainer mit jahrelanger Erfahrung Er ist Lungenarzt und Ex-Raucher und weiß genau, worüber er redet. Die drei Teile des Kurses bauen aufeinander auf, sie können aber auch jeweils einzeln besucht werden.
Informationen zum Kurs gibt es unter Telefon 0431 500-10741 oder per Mail an gesundheitsforum.kiel@uksh.de. Auf beiden Wegen kann man sich auch anmelden.
Wer vor Ort teilnehmen will: Die Veranstaltung findet im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-Park Kiel am Mühlendamm 1 in 24113 Kiel statt.
16. September 2026 04:00 PM
Hallo,
ich hoffe ich habe das richtige Unterforum getroffen! - Ansonsten bitte verschieben!
Um es von vornherein klarzustellen:
Ich nutze das Mittel nicht, ich empfehle es niemandem und ich verkaufe es auch nicht. Ich möchte hier auch nur einen sehr kurzen Abriss verfassen.
Das Thema erscheint mir interessant genug für einen Beitrag und ich habe in diesem Forum noch keinen Einzigen dazu finden können.
Es handelt sich um den Pilz „Chaga“ (lat. Inonotus obliquus).
Dieser wächst parasitär an Birken in kalten Gefilden und ist vor allem in der russischen und asiatischen Volksmedizin vorzufinden.
Wie kam ich dazu?
Ich schreibe in dem Thread über Kartalin und bin der erneuten Frage nach dem Inhaltsstoff „Solidol“ nachgegangen. Dabei bin ich auf den Begriff der „Rybakov Salbe“ gestoßen, welche in einem Bericht über Chaga erwähnt wird. Daraufhin habe ich begonnen, gezielt nach „Chaga“ zu suchen.
Schnell erfährt man:
Dem Pilz werden antioxidantische, anti-inflammatorische, immunstabilisierende und anti-karzinogene(!) Eigenschaften nachgesagt. Klingt unter anderem nach der eierlegenden Wollmilchsau für Psoriatiker - Alarmglocken werden eingeschaltet.
Jetzt wird es spannend:
Sucht man nach der Kombination Psoriasis + Chaga, findet man recht schnell eine aus dem russischen übersetzte „Studie“ von 1973 (entspricht eher einem Bericht). Diese beschreibt eine komplette Remission der Psoriasis-Symptome bei 38 Patienten, alleine durch die Einnahme von Chaga-Extrakt. Unter anderem wurde „Befungin“ verwendet, ein in Russland käufliches Präparat mit Chaga-Extrakt.
„Continued regular intake of Chaga lead to a full disappearance of psoriatic lesions without any extra treatments.”, “The maximum efficiency […] is noted after 9 to 12 weeks of continuous intake.”
Die Alarmglocken merken an:
Die Übersetzung ins Englische wurde von einer holländischen Firma (Oriveda) in Auftrag gegeben, welche - oh la la - Pillen mit Chaga-Extrakt vertreibt. (Alarmglocke eins beginnt nun leise zu läuten.)
Sieht man sich auf deren Website um, findet man ebenso schnell den Preis – nicht grade billig. (Alarmglocke zwei sorgt für harmonische Klänge.)
In den Google-Suchergebnissen findet sich ansonsten nur noch ein (einziger) Erfahrungsbericht in Form eines Blogs, in dem jemand ebenfalls von seinem Erfolg mit Chaga-Extrakt berichtet. (Netterweise mit Werbelink zum o.g. Hersteller der Pillen, wie mir Alarmglocke drei sagt.)
Hier wird ebenfalls auf den Blog Bezug genommen, wobei ein Weiterer den Erfolg teilt.
Insgesamt lesen sich die Berichte und die Studie natürlich toll, aber es bimmeln nun alle drei Alarmglocken. Es klingt wie so oft nach einer Masche, Geld zu machen – Als Hersteller einfach potenzielle positive Effekte möglichst vage und schön umschreiben – schon springen viele drauf an… Schließlich handelt es sich ja um ein uraltes, natürliches Mittel.
Mal ernsthaft, Heilungs-Versprechen bei chronischen Erkrankungen wie der Psoriasis sind ja schon dreist, aber das Ganze auf eine tödliche Krankheit wie Krebs auszuweiten… Meine Recherche war erstmal beendet.
Nichtsdestotrotz habe ich den Blog Tage später erneut angesteuert. Anstelle „Chaga“ suchte ich nun nach Inonotus Obliquus – laut Blog der botanische Name des Gewächses.
Zu meinem Erstaunen musste ich feststellen, dass nicht nur irgendwelche Anbieter-Webseiten über eine vage Heilkraft des Pilzes informieren – Der Chaga-Pilz scheint offensichtlich Bestandteil aktueller, fundierter medizinischer Forschung zu sein, vor allem im asiatischen Raum (Südkorea,…).
Es existiert ein informativer Wikipedia-Artikel über den Pilz, in dessen Anhang einige der aktuellen Studien zum Pilz gelistet sind. Eine Suche bei Google Scholar oder PubMed bringt viele weitere Resultate.
Hier vielleicht einfach eine kurze Auswahl:
Inhibitory effect of chaga mushroom extract on compound 48/80-induced anaphylactic shock and IgE production in mice.
Anti-oxidant and anti-inflammatory activities of Inonotus obliquus and germinated brown rice extracts.
Anti-inflammatory effect of Inonotus obliquus, Polygala senega L., and Viburnum trilobum in a cell screening assay.
Orally administered aqueous extract of Inonotus obliquus ameliorates acute inflammation in dextran sulfate sodium (DSS)-induced colitis in mice
Immunomodulatory Activity of the Water Extract from Medicinal Mushroom Inonotus obliquus.
Im Konsens bestätigen die Studien die nachgesagten Eigenschaften. Oft wird (das fand ich am interessantesten) die Unterdrückung des Tumornekrosefaktor-alphas (TNF-alpha) und der Interleukine 1 (IL-1) und 6 (IL-6) erwähnt – Signalstoffe, die bei der Psoriasis eine herausragende Rolle spielen (siehe Biologicals).
Ich kann ich mir daher gut vorstellen, dass Extrakte des Pilzes einen sehr positiven Einfluss auf den Verlauf der Psoriasis nehmen können und finde den erwähnten Blogeintrag durchaus glaubhaft. Von dem her - vielleicht wäre es einen Versuch wert.
Schade ist natürlich, dass im direkten Zusammenhang mit der Psoriasis nur diese eine alte russische Studie, bzw. der eine vereinzelte Blogeintrag existiert.
Da stimmt mir sogar Wikipedia zu. “[…] research on its medicinal potential is ongoing. However there is currently no evidence for its effectiveness or safety for medicinal use.”
Gruß
PS:
Ich habe hier extra davon abgesehen, irgendetwas über die aktiven Inhaltsstoffe des Pilzes, dessen Vorkommen, die Gewinnung etc. pp. in dem Beitrag zu schreiben. Dazu finden sich viele weiterführende Informationen auf den oben verlinkten Seiten, wie z.B. der Wikipedia.
Ich möchte noch einmal anmerken, dass ich niemandem eine Anwendung empfehle, sondern lediglich die gefundenen Informationen interessant genug fand, um sie hier zu teilen.
Edited by Keiner von Vielen