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  • Claudia Liebram
    Claudia Liebram

    Sivash-Heilerde von der Krim soll Juckreiz lindern

    Der Schlick aus der Sole eines fernen Salzsees hat es Alexey Layer aus Karlsruhe angetan: Er bietet ihn als Medizinprodukt unter anderem zur Behandlung von Gelenkschmerzen und zur Linderung von Juckreiz bei Psoriasis an.

    Der Sivash-See trennt die Halbinsel Krim vom Festland, hat eine schmale Verbindungsstelle zum Asowschen Meer und ist mit maximal drei Metern nicht sehr tief. Die Verdunstung ist stark. So ist der Salzgehalt mit zehn  Prozent auch recht hoch. Im Sommer aber trocknen große Teile aus. Heraus kommt eine Salzwüste. In den restlichen Wasserstellen steigt der Salzgehalt schon mal auf 30 Prozent - den Wert, den auch das Tote Meer zwischen Israel und Jordanien erreicht.

    Aus dem nordwestlichen Teil dieses Salzsees also stammen die Produkte, die Alexey Layer aus Karlsruhe nach Deutschland gebracht hat und hier verkauft: Schlammpackung, Seife, Waschlotion und -Gel. Die Grundlage dafür wird von Hand dem Sivash-See entnommen, mit der dortigen Sole übergossen und luftdicht verpackt. Dann geht sie auf die Reise nach Deutschland.

    Grundsätzlich ist Schwefel ein altbekannter und anerkannter Wirkstoff bei entzündlichen Erkrankungen.

    Untersuchungen vom Forschungsinstitut für medizinische Rehabilitation und Kurortwissenschaft in Odessa bescheinigten dem Schlick von der Krim eine entzündungshemmende, analgetische, regenerierende Wirkung - zumindest auf die Gelenke und innere Organe. Hierzulande ist der Heilschlamm als Medizinprodukt zugelassen

    • zur Linderung von Juckreiz bei Neurodermitis und Psoriasis
    • zur unterstützenden Behandlung bei chronischen Erkrankungen der Knochen, Gelenke und Wirbelsäule
    • zur unterstützenden Behandlung bei Akne (verursacht durch unreine, fettige Haut)

    Der salz- und schwefelhaltige Heilschlamm wird auf die Psoriasis-Stellen aufgetragen und trocknet dort etwa 30 Minuten. Danach lässt er sich nach Aussagen des Herstellers fast restlos abreiben.

    Wer die Wirkung verstärken möchte, kann zuvor die Haut mit einem Bad aufweichen, dann den Schlamm anwenden und die Stellen nachts so (abgerieben) lassen und erst am nächsten Morgen abwaschen.

    Zur Behandlung von Schmerzen in den Gelenken wird nach dem Auftragen des Schlicks eine Folie drumherumgewickelt - hierbei soll er nämlich nicht trocknen. Nach 20 Minuten kommt dann Wasser zu Abwaschen zum Einsatz.

    Wer den Schlick vor Ort kennenlernen möchte, muss das Rustikale mögen: Die Infrastruktur ist noch nicht gut ausgebaut. Im Nachbardorf können Zimmer gemietet werden - inklusive Essensversorgung. Immer öfter werden auch deutsche oder österreichische Wohnwagen dort gesehen.

    Wer in oder um Karlsruhe wohnt, kann sich bei Info-Abenden über die Heilerde informieren. Die Termine werden auf der Internetseite des Vertreibers bekanntgegeben.

    SivashWie am Toten Meer zwischen Israel und Jordanien schwebt man, wenn man im Sivash-See badet.

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    • Sivash: Anbieter
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