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  • Rolf Blaga
    Rolf Blaga

    Zehn Irrtümer in der Hautpflege bei Psoriasis

    Bei Schuppenflechte ist die Pflege der geplagten Haut das A und O. Viele Tipps geistern herum. Wir klären über die zehn häufigsten Irrtümer und warnen vor Risiken.

    Psoriatiker haben eine empfindliche Haut und brauchen entsprechende Pflegemittel.

    Stimmt nicht. Mit Psoriasis hat man zwar eine trockene, aber keine „empfindliche“ Haut. Die hat niemand. Trotzdem werden spezielle Produkte für die „sensitive“ oder „hypersensitive“ Haut angeboten. Das sind aber lediglich Begriffe aus der Werbung. „Empfindlichkeit“ ist objektiv nicht messbar, sondern immer subjektiv. Die einzige Haut, die man als „empfindlich“ bezeichnen könnte ist die von Babys, solange sie noch nicht vollständig entwickelt ist.

    Objektiv messbar dagegen ist, ob die Haut eines Menschen auf einzelne Stoffe allergisch reagiert. Bei Verdacht sollte man das vom Arzt feststellen lassen. Mit einem Allergiepass kann man dann gezielt Produkte meiden, in denen diese Stoffe enthalten sind. Aber Achtung: Pflegemittel, die zum Beispiel als „hypoallergen“ angepriesen werden, sind nur frei von den wichtigsten bekannten Allergieauslösern. Wer auf andere Stoffe allergisch reagiert, muss weiterhin genau in die Inhaltsliste schauen.

    Bei trockener Haut hilft kein Fett, sondern nur Feuchtigkeit.

    Stimmt nicht. Eine trockene Haut ist immer zugleich fettarm. Die Haut braucht Stoffe, die in der Lage sind, Wasser zu binden. Feuchthalte-Wirkstoffe sind Fett, Urea (Harnstoff), Hyaluron- und Milch-Säure. Wie hoch der Fettanteil dabei sein soll, hängt vom Hautzustand ab.

    Man unterscheidet bei den Pflegemitteln zwischen

    • Hydro Lotion (Öl in Wasser, weniger Fett.) zur alltäglichen Pflege
    • Lipi Lotion (Wasser in Öl, mehr Fett) für trockene Haut
    • Creme (wenig Wasser, mehr Öle und Fette) für sehr trockene Haut

    Je trockener die Haut ist, desto fetthaltiger muss die Pflege sein: Man beginnt praktischerweise mit einer Lipi-Urea-Lotion, um einen schnellen Effekt zu erreichen. Danach steigt man auf eine Urea-Fett-Creme um, die langfristig und intensiv wirkt.

    Unklar ist, ob Harnstoff den Säureschutzmantel der Haut (Hydrolipid-Mantel) aus dem Gleichgewicht bringt. Die Schutzschicht benötigt ein saures Milieu, Urea dagegen ist alkalisch. Bei Wikipedia liest man, dass sich eine „Hautoberflächen-pH-Verschiebung bei gesunder Haut [...] binnen weniger Stunden zurückbildet“. Ob das auch für erkrankte Haut gilt, bleibt offen. Wer es für sich genau wissen will, kann das mit einem Haut-pH-Tester messen lassen, ein Service, den zum Beispiel (Haut-) Apotheken anbieten. Oder mit einem einfachen pH-Teststreifen.

    Zu viel Einfetten verhindert, dass die Haut selbst Fett genug produziert.

    Nein, die Haut verliert ihre Selbstregulierungs-Funktion nicht. Aber es kann sein, dass man bestimmte Präparate nicht verträgt und die Haut deshalb mehr austrocknet.

    Tägliches Haarwaschen lässt die Haare schneller nachfetten.

    Auch das ist nicht richtig. Ob die Haare besonders schnell nachfetten hängt von der Menge und der Produktivität der Talgdrüsen ab. Das aber ist Veranlagung und somit bei jedem Menschen unterschiedlich.

    Früher trockneten aggressive Wasch-Substanzen die Haut stark aus und regten die Talgdrüsen an. Heute sind Shampoos so mild, dass tägliches Waschen kein Problem ist. Sollten die Haare kurz nach der Wäsche trotzdem fettig wirken, sollte man ein Trocken-Shampoo benutzen.

    Jede gute Hautpflege beginnt mit einer gründlichen Reinigung.

    Die meisten wissen längst, dass das nicht stimmt. Der Haut werden Fette entzogen, wenn man lange Zeit heiß badet, duscht oder sich wäscht. Verstärkt wird dieser Effekt, wenn man reichlich Badezusatz, Seife oder Syndets benutzt. Durch eine allzu gründliche Reinigung kann die Haut Feuchtigkeit schlechter speichern. Besser ist eine kurze Reinigung mit lauwarmen Wasser und rückfettender Seife. Kein Problem ist ein gelegentliches Bad, 10 bis 15 Minuten bei maximal 39 Grad Celsius am besten mit Badeöl. Danach sollte die Haut nur sanft abgetupft werden, weil starkes Trockenrubbeln die Haut eher reizt.

    Solange die Poren der warmen Haut noch geöffnet sind, ziehen Pflegemittel besser in die Haut ein.

    Generell sollte man bei trockener Haut eher Syndets benutzen, da sie den ph-Wert in den leicht sauren Bereich verschieben (=besserer Hautschutz).

    Viel Wasser trinken hält die Haut schön.

    Das stimmt leider so auch nicht. Wer täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser trinkt, unterstützt zwar die Durchblutung und das Bindegewebe. Das schützt die Haut aber nicht vor Wind und Wetter. Die Feuchtigkeit der äußeren Hautschichten (Gesicht, Hände) geht ohne zusätzliche Pflege schnell verloren.

    Billige Pflegeprodukte aus dem Supermarkt taugen nichts.

    Stiftung Warentest und Ökotest haben immer wieder gute bis sehr gute Bewertungen an Billig-Angebote vergeben: Körperöle (siehe auch oben), Allzweck-Cremes, Gesichts-Cremes, Handcremes, Lotionen für trockene Haut, Basis-Pflege und Urea-Lotionen. „Nur die wenigsten Preis-Unterschiede sind mit hochwertigen Inhaltsstoffen zu erklären. Günstige Produkte enthalten mehr industriell verarbeitete Stoffe. Discounter können wegen hoher Stückzahlen günstiger produzieren“ (Ökotest 4/2014).

    Öl verstopft die Poren und trocknet die Haut aus.

    Stimmt nicht. Das Gegenteil ist der Fall: Pflanzliche Öle schützen die Haut grundsätzlich gut vor Feuchtigkeitsverlust. Besonders hervorzuheben sind Distel-, Jojoba-, Macadamina-Nuss-, Mandel-, Nachtkerzen- und Olivenöl. Nicht geeignet ist das stark beworbene Arganöl. Es hat einen zell-stimulierenden Effekt, der aber bei der Schuppenflechte gerade verhindert werden soll. Völlig ungeeignet für die Hautpflege sind Massageöle, weil sie schlecht einziehen.

    Im Praxistest haben nicht alle getesteten Öle messbar die Hautfeuchtigkeit verbessert. Alle für Psoriatiker in Frage kommenden Pflanzenöle enthielten dagegen Verunreinigungen (Maschinen-Öle, Abgase), poly-zyklische aromatische Kohlen-Wasserstoffe (PAK) und Weichmacher. Details findet man im Testbericht. Bei Werbeaussagen über die Wirkung bestimmter Öle sollte man die Liste der Inhaltsstoffe genauer lesen: Wirken tut nur, was in ausreichender Menge enthalten ist und deshalb in der Aufzählung ganz vorne steht.

    Meist heißt es, dass Öl auf die leicht feuchte Haut aufgetragen werden sollte. Tester hatten aber gleichgute Ergebnisse auf trockener Haut. Eine Öl-Wasser-Emulsion zieht besser ein und verbraucht weniger Öl.

    Pflegeprodukte sollten keine Duftstoffe enthalten.

    Das ist übertrieben: Duftstoff-Kontaktallergien stehen europaweit auf dem 7. Platz – hinter Nickel, Thiomersal-Impfstoffen, Cobalt und Chloriden. Nach einer Umfrage mussten lediglich 0,9 % derjenigen, die von einer Riechstoff-Reaktion berichteten, tatsächlich klinisch behandelt werden.

    Bisher sind 26 Duftstoffe bekannt, bei denen eine Kontakt-Allergie auftreten kann. Die müssen deklariert werden, wenn sie in einem Pflegeprodukt eine kritische Menge überschreiten. Allergische Reaktionen sind auch bei rein natürlichen Substanzen möglich. Wer befürchtet, auf bestimmte Substanzen allergisch zu reagieren, sollte das konkret diagnostizieren lassen, um auch seltene Auslöser zu berücksichtigen. Hautkranke haben kein höheres Risiko, eine Duftstoff-Allergie zu entwickeln.

    Für Duftstoffe spricht, dass ein Pflegemittel nur dann angenommen wird, wenn es für den Anwender persönlich „gut riecht“. Ansonsten bleibt es ungenutzt stehen, mag es noch so gut sein.

    Ökotest hat 2011 in einem Urea-Lotion-Test bei keinem Produkt allergie-auslösende Substanzen gefunden. Noch in 2010 wurden in Körperpflegemitteln Duftstoffe gefunden, die häufig Allergien auslösen (Hydroxy-Citronellal, Iso-Eugenol, Lyral, Cinnamyl-Alkohol). Enthalten waren außerdem Duftstoffe, die nur sehr selten zu allergischen Reaktionen führen (Citral, Citronellal, Eugenol, Geraniol, Coumarin). In einem Pflegemittel fand man synthetische poly-zyklische Moschus-Duftstoffe, die sich im Körper anreichern.

    Synthetische Stoffe wirken heutzutage genauso gut wie ihre Vorbilder aus der Natur.

    Stimmt leider überhaupt nicht: Synthetisch, aus Erdöl hergestellten Mineralöle sind nur dafür da, dass sich eine Lotion leicht verteilen lässt. Sie haben keinerlei Pflege- oder Feuchthalte-Funktionen.

    Typischerweise sind in Kosmetika enthalten:

    • Cera Microcristallina (Microcristallina Wax)
    • Ceresin
    • Dimethicone
    • Liquidum
    • Mineral Oil
    • Ozokerite
    • Paraffin, Paraffinum
    • Petrotaturn
    • Polvisobutene

    Als Ausnahme gilt (Dex-) Panthenol. Das wird als Wasser-Öl-Emulsion gut von der Haut aufgenommen und wirkt feuchthaltend, zellstimulierend, juckreizlindernd, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd, aber eventuell allergieauslösend.

    Ungeklärte Risiken und Nebenwirkungen

    Bedenklich ist, dass viele gängige Kosmetika gesundheitsschädliche oder riskante Inhaltsstoffe enthalten können.

    Gesättigte und aromatische Kohlenwasserstoffe

    Die Stiftung Warentest hat im Heft 6/2015 in allen untersuchten Pflegeprodukten gesättigte und aromatische Kohlenwasserstoffe festgestellt. Die sind zwar in Kosmetika erlaubt, können aber nach Angaben der Warentester trotzdem gefährlich werden (Gewebe-Anreicherung, Organ-Knötchen, Krebsverdacht). Das Risiko sei besonders groß, wenn sie über den Mund in den Körper gelangen. Alles spräche dafür, dass sie auch über die Haut aufgenommen werden – zusätzlich zu den Mengen, die in Lebensmitteln und den Druckfarben von Lebensmittel-Verpackungen enthalten sind. Von keinem anderen Schadstoff, so Prof. Andreas Kortenkamp (Brunel University London), hätten wir so viel im Körper: 1 g Mineralöl.

    Dagegen geht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Mai 2015 davon aus, dass keine gesundheitlichen Risiken durch Mineralöle in Kosmetika zu erwarten seien: Gesättigte Kohlenwasserstoffe würden nicht über die Haut in den Kreislauf gelangen. Aromatische Kohlenwasserstoffe könnten zwar in die Haut gelangen. Aber gemäß EU-Kosmetikverordnung dürfen nur Mineralöle verwendet werden, die nachweislich frei von krebserregenden Stoffen seien. Für alle nachlesbar werden weiterführende Fragen beantwortet.

    Synthetische Öle sind in fast allen herkömmlichen, auch sehr teuren Pflegemitteln enthalten. Nur in ausgewiesener Naturkosmetik sind sie nicht erlaubt. Die Stiftung Warentest rät "besonders Vorsichtigen", auf mineralölhaltige Pflegemittel zu verzichten. Schon Ökotest hatte gerade Hautkranken empfohlen, möglichst nur natürliche Substanzen zu verwenden. Nicht jeder aber wird sich das finanziell erlauben können.

    Konservierungsstoff Parabene

    Parabene haben als Konservierungsmittel das gefährliche Formaldehyd ersetzt. Sie werden verdächtigt, die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern zu verringern und bei Mädchen eine frühzeitige Pubertät auszulösen. Vor allem aber sollen sie Hoden-, Prostata- und Brustkrebs auslösen. Das behauptet Prof. Andreas Kortenkamp (Brunel University London) in einem Bericht an die WHO. Es sei nicht die Dosis, sondern der jahrelange Gebrauch der Kosmetika, der zu nicht rückgängig zu machenden Schädigungen führe. Unterstützt wird er von Andreas Gieser (Umweltbundesamt), der darauf verweist, dass viele Stoffe in Kosmetika "klassische Störer der Spermienproduktion" seien: Weichmacher (Stalate) und Konservierungsmittel wie Parabene.

    Das Bundesinstitut für Risikobewertung widerspricht dem: Die zugrundeliegende Studie von Kortenkamp sei mangelhaft, weil viel zu wenig Patienten untersucht worden seien. Die Gruppe der Methyl- und Ethylparabene sei sicher, mengenmäßig unbedenklich und von einem internationalem unabhängigen Gremium bewertet. Lediglich für Butyl- und Propylparabene werden höhere Grenzwerte vorgeschlagen. Außerdem gibt es inzwischen immer mehr paraben-freie Kosmetikprodukte, so dass der Verbraucher selbst wählen kann.

    Konservierungsstoff Methyl-Isothiazolinon (MI)

    Parabene werden in Kosmetika ersetzt durch MI, das nach aktuellen Erkenntnissen ein besonders starkes Allergiepotential hat (ÖKO-TEST März 2016.

    Nano-Partikel

    Sie sind so klein, dass viele Wirkungen im Körper noch nicht bekannt sind. Schon jetzt weiß man, dass sie wegen ihrer ultrafeinen Struktur von „Fresszellen“ (Makrophagen) aufgenommen werden. Die können das Immunsystem aktivieren und entzündliche Reaktionen hervorrufen. Es besteht Kennzeichnungspflicht auf der Verpackung, z.B. SILICA DYMETHYL SILYLATE [NANO].

    Mikro-Plastik

    Plastikgranulat in Kosmetikmitteln sollen Schuppen lösen und verunreinigte Haut schleifen. Sie können im Abwasser kaum herausgefiltert werden und gelangen so in Seen und Meere.  Bei Fischen wurde festgestellt, dass sie das Gewebe der Magenwand durchdringen und sich im Organismus anlagern können. Das führt zu Entzündungen.

    Über die Verdunstung und die Nahrungskette kommen Mikropartikel in Lebensmittel (Trinkwasser, Milch, Bier, Softdrinks und einige Honigsorten).

    In den USA sind Mikroperlen in Kosmetika verboten, in Deutschland nur in Zahnpasta.

    TOXFOX

    Wer wissen will, welche (problematischen) Inhaltsstoffe in einem Pflegemittel sind, kann auf dem Smartphone eine App des BUND laden, den TOXFOX.

    Ängste unberechtigt?

    ÖKO-TEST bewertet über die Jahre hinweg mehr als die Hälfte der untersuchten Kosmetika als „sehr gut“. Abwertungen erfolgten wegen problematischer oder umstrittener Zusatzstoffe wie bestimmte Konservierungsmittel und Emulgatoren. Die schlechtesten Bewertungen erhielten immer wieder teure Marken-Kosmetika.

    Naturkosmetik

    Die Bezeichnung "Bio" bei einem Pflegemittel sagt nichts darüber aus, welche Stoffe erlaubt und welche verboten sind. Genauer sind die Labels der zertifizierten Naturkosmetik. Grundsätzlich sind Mineralöle, Konservierungsstoffe und Weichmacher bei allen verboten. Bei einigen Natur-Labels sind aber z.B. Benzyl-Alkohol und Sorbin-Säure erlaubt. Man muss leider bei jedem Label genau ergründen, wofür es steht.

    Kosmetik selbst gemacht

    Wer seine Kosmetik selbst anrührt, weiß, was darin enthalten ist. Es gibt eine unübersehbare Menge an Ratgebern dafür. Seriös ist zum Beispiel "Luxus für die Haut". Anfangs braucht man eventuell etwas Geduld, manchmal sogar Gespürsinn, woher man ungewöhnliche Rohstoffe bekommt.

    Tipps

    • Hautkranke sollten ihre Haut auch in erscheinungsfreien Zeiten gut mit fett- und feuchtigkeitshaltigen Mittel pflegen. Viele Ärzte empfehlen tägliches Eincremen.
    • Die Luftfeuchtigkeit in Räumen sollte bei trockener Haut zwischen 50 und 60 Prozent liegen. Das kann man mit einem Hygrometer messen. Erreichen kann man das mit Zimmerpflanzen, Verdunster und vor allem Stoß-Lüften. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen darf nur kurz gelüftet werden, weil kalte Luft extrem trocken ist.
    • Gegen das Jucken kann helfen, Pflegemittel im Kühlschrank aufzubewahren und kühl aufzutragen. Weitere Tipps haben wir in unserer Checkliste gegen den Juckreiz zusammengetragen.
    • Wer ein neues Produkt ausprobieren will, sollte es erst an einer kleinen Stelle auftragen. So kann man überprüfen, ob man es verträgt.
    • Ökotest rät von Gesichtscremes mit UV-Schutz ab. Stattdessen sollte man erst eine Creme auftragen und danach ein gutes Sonnenschutzmittel. Kombi-Produkte hätten meist einen zu geringen Lichtschutzfaktor (mindestens LF 20). Außerdem würden sie überwiegend chemische Filtersubstanzen mit hormonähnlicher Wirkung enthalten statt mineralische.

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    Guest Hautpflege im Herbst – Die besten Beauty-Tipps für die Übergangszeit – Promi GQ Magazin

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    […] Zehn Irrtümer in der Hautpflege bei Psoriasis Völlig ungeeignet für die Hautpflege sind Massageöle, weil sie schlecht einziehen. Im Praxistest (test 3/2015) haben nicht alle getesteten Öle messbar die Hautfeuchtigkeit verbessert. Alle für Psoriatiker in Frage kommenden Pflanzenöle enthielten … Read more on Psoriasis-Netz […]

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    • Redaktion
      By Redaktion
      Insgesamt haben 14 Personen an dem Test teilgenommen. Für die Mehrzahl (8) war der Geruch des Schaums kein Problem, drei fanden ihn angenehm und zwei haben gar nichts gerochen. Nur eine Testperson störte sich am Geruch.
      Alle fanden, dass der Schaum sehr schnell (13) bzw. schnell (1) einzieht. Die Mehrheit (10) hielt ihn für sehr ergiebig bzw. gut ergiebig (3) sei. Nur eine Person empfand das Präparat nicht so ergiebig. Sämtliche Tester (14) haben den Schaum sehr gut vertragen.
      Fast alle (13) waren überzeugt, dass das Produkt genau so wirkt, wie der Hersteller es verspreche. Nur eine Person meinte, dass es „etwa“ so wirke, wie versprochen.
      93 % der Tester (13) würden den Schaum weiterempfehlen, ein Tester nur bedingt.
      Kommentare
      Wer seine Haut bisher immer nur mit Cremes und Lotionen gepflegt hatte, musste sich erst einmal auf den Schaum umstellen. Die meisten fanden es lediglich gewöhnungsbedürftig, eine Testerin aber meinte, es sei umständlich. Ein anderer konnte sich nicht vorstellen, dass vor allem größere, sehr trockene Hautpartien durch den Schaum genügend Fett bzw. Feuchtigkeit erhalten. Mit-Tester dagegen verwiesen darauf, dass man ihn nur sparsam auftragen müsse, denn er lasse sich leicht verteilen.
      Durch das Nachkerzen-Öl ist der Schaum kein reiner Feuchtigkeitsspender. Trotzdem hinterlässt er nach dem Auftragen keinen Fettfilm. Das haben die Tester bestätigt. Die Haut fühle sich, wie sie schreiben, entspannt, weich und fühlbar feiner an. Bei vielen wurden die Psoriasis-Stellen blasser, weicher, spannten weniger, dickere Hautschuppen lösten sich ab und kleinere Reststellen verschwanden völlig. Bei mehreren verschwand der Juckreiz, vor allem dann, wenn sie den Schaum mehrmals am Tage auftrugen.
      Ein Tester riet dazu, generell Pflegeprodukte im Kühlschrank aufzubewahren, weil sie dann beim Auftragen kühlen. Offen blieb bei diesem Tipp, ob sie sich dann immer noch so gut verreiben lassen und man mehr verbraucht.
      Ein Nutzer hat einen Zwei-Seiten-Vergleich gemacht - auf der einen Seite den Schaum, auf der anderen Seite ein solehaltiges Pflegemittel, das er schon seit langem benutzt. Der Schaum, so der Tester, sei nicht nur deutlich schneller eingezogen, sondern er habe die Haut schon nach wenigen Tagen an den rauen Stellen geglättet. Das habe sein bisheriges Pflegemittel nie geschafft.
      Fast einhellig waren die Tester sehr zufrieden bis begeistert.
      200 ml des Allpresan-Schaums gibt es im Internet (ohne Versandkosten), so eine der Tester, ab 12,61 Euro.
      Links zum Weiterlesen
      Testrunde in unserem Forum Informationen beim Hersteller
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Von Zeit zu Zeit können Nutzer Produkte testen, die zu einer guten Hautpflege bei Psoriasis beitragen sollen. An einem Test von Iso-Urea MD Baume Psoriasis® haben 15 Personen  teilgenommen. Am Ende des Tests bewerteten die Anwender das Produkt.
      Die meisten Tester und Testerinnen haben entweder überhaupt keinen Geruch bemerkt (6) oder empfanden ihn als angenehm (7). Nur zwei haben einen Duft festgestellt, störten sich aber nicht daran.
      Alle gaben an, dass die Creme sehr schnell (2) bzw. schnell (13) einziehe. Ebenfalls alle bewerteten, die Creme als sehr ergiebig (6) oder gut ergiebig (9). Von der Mehrheit wurde sie entweder sehr gut (4) oder gut (8) vertragen, während drei Tester sie nicht so gut vertragen haben. Schlecht vertragen hat sie niemand.
      Der Hersteller schreibt der Creme zu, sie würde Haut-Schuppen verringern und vorbeugend gegen Schuppenbildung wirken. Dem haben nur vier Tester zugestimmt, während zehn meinten, die Schuppung sei nicht zurückgegangen. Eine hatte derzeit keine schuppigen Stellen. Außerdem sollten sich die Plaques verringern. Auch bei dieser Frage bestätigten nur vier Tester, ihre dicken Stellen seien dünner geworden, während zehn das verneinten. Die Testerin ohne Schuppen hatte auch keine Plaques.
      Desweiteren heißt es für Iso-Urea MD Baume Psoriasis, der Juckreiz würde zurückgehen. Dem stimmten nur drei Tester zu, während zehn das nicht bestätigen wollten. Zwei hatten keinen Juckreiz.
      Das Produkt wird damit beworben, dass es lang anhaltend Feuchtigkeit spenden würde. Die Mehrheit (11) bestätigten, dass ihre Hautfeuchtigkeit sich verbessert habe, während drei Tester das verneinten. Eine war sich nicht sicher.
      Die meisten würden (6) das Produkt nur bedingt oder aber gar nicht (5) weiterempfehlen, während wenige (4) auch anderen raten würden es auszuprobieren.
      Kommentar
      Aus den Beiträgen der Tester konnte man heraushören, dass mehrere sich von dieser Creme versprochen hatten, ihre Psoriasis würde abheilen. Daher möglicherweise ihre negative Bewertung, als das nicht passierte. Iso-Urea MD Baume Psoriasis ist kein Medikament. Aber es wird als Medizinprodukt speziell für Psoriatier angeboten. Es soll, so die Herstellerwerbung, Plaques reduzieren, Hautschuppen verringern und den Juckreiz lindern. Der enthaltene Wirkstoff Procerad hat in einer sehr kleinen Vergleichs-Studie Rötung, Schuppung und Dicke der Stellen besser verringert als eine Kortisoncreme. Deshalb ist es verständlich, dass die Tester mehr erwartet haben, als bei einem reinen Pflegeprodukt. Bei einigen (20 %) aber hat die Creme tatsächlich die Schuppen schnell gelöst und neue Schuppen nur langsam und als dünne Schicht gebildet. Möglicherweise hängt die Wirkung der Creme auch davon ab, wie stark jemand betroffen ist (PASI). Bei einer leichten Psoriasis tritt die positive Wirkung vermutlich eher ein als bei einer schweren.
      Bestätigt wurde von allen Testern, dass die Creme, wie der Hersteller sagt, nicht fettet, nicht klebt und sich leicht verteilen lässt. Ihre Konsistenz (Galenik) wurde positiv beurteilt. Wer die Creme aber auf offene Hautstellen, im Gesicht oder sogar im Genitalbereich aufgetragen hat, musste erfahren, dass 10-prozentiger Harnstoff (Urea) brennen kann. Das gilt aber für alle Urea-Produkte.
      Zwei haben den Test abgebrochen, weil sich ihre Psoriasis verschlimmert hat – wobei es völlig offen ist, ob das mit der Creme zu tun hatte. Die eine der Abbrecherinnen leidet an der schwer zu therapierende Form der Psoriasis pustulosa. Ob da eine urea-haltige Creme überhaupt sinnvoll ist, muss bezweifelt werden.
      Obgleich die Creme auch gegen Juckreiz helfen soll, enthält sie – außer hochdosiertem Harnstoff – keinen weiteren juckreiz-stillenden Wirkstoff, wie z.B. Polidocanol.
      Lob und Anmerkungen zur Tube von Iso-Urea MD Baume Psoriasis
      Gelobt wurde die Austrittsöffnung der Tube. Die sei nur so groß, dass man auch kleinere Stellen punktgenau und sparsam eincremen könne. Das könnte aber darauf hindeuten, dass die Creme nur für die Psoriasis-Stellen und nicht für den gesamten Körper gedacht ist. Praktisch sei auch die große Verschlusskappe, auf der die Tube sicher steht.
      Kritisch wurden von vielen vermerkt, dass ab einem bestimmten Verbrauch die Creme nur noch schwer aus der Tube zu drücken sei. Das gilt aber für alle Kunststoff-Flaschen. Wer auch das letzte herausholen will, schneidet die Tube auf und schützt die Creme vor dem Austrocknen. Viele Hersteller kennen das Problem und füllen mehr als die angegebene Menge in die Tube. Neben der Mengenangabe steht dann ein kleines „e“, z.B. „100 ml ℮“. Das steht für quantité estimée (= frz. für „geschätzte, veranschlagte Menge“). Diese Angabe findet sich aber nicht auf dem getesteten Produkt.
      Den Preis von 15 Euro pro 100 ml fanden einige sehr hoch. Das stimmt nicht, wenn man ihn mit den Preisen für gleichwertige Pflegecremes vergleicht.
      Zusammenfassend muss man sagen, dass aus Sicht der weitaus meisten unserer Tester Iso-Urea MD Baume Psoriasis® die Haut gut und nachhaltig pflegt, Schuppung, Plaques und Juckreiz aber eher nur in Fällen einer leichten Psoriasis verringert.
      Wir bitten alle Beteiligten um Nachsicht, dass wir dieses kommentierte Ergebnis erst vier Monate nach Abschluss des Tests veröffentlichen. Da wir nur einen Test pro Monat veröffentlichen, mit den vorherigen Produktetests aber im Rückstand lagen, hat sich alles verzögert. Die Macher des Psoriasis-Netzes sind eben auch Patienten und arbeiten rein ehrenamtlich in ihrer Freizeit.
      Wenn du auch an einem solchen Test teilnehmen möchtest, kannst du dich auf dieser Seite eintragen. Wir melden uns dann.
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      "Neurodermitis – das ist die Krankheit, bei der sich die Leute so viel kratzen. Schuppenflechte juckt nicht so stark." Seit Jahren zeigt sich immer öfter, dass diese Meinung genau eins ist: eine Meinung. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Das bestätigt jetzt eine Studie. Zwei Forscherinnen in den USA haben sich angeschaut, was in 19 hochwertigen Untersuchungen zum Thema Juckreiz bei Neurodermitis und Psoriasis herausgefunden worden war.
      Das Ergebnis: Auf einer Skala von 0 bis 100 landete der Juckreiz bei Neurodermitis bei 62,87. Bei der Schuppenflechte betrug er 63,03 – sogar ein klitzekleines bisschen mehr. Für Statistiker ist das aber noch keine deutliche Abweichung.
      Und jetzt? Die beiden Forscherinnen schlagen vor, dass der Juckreiz in künftigen Studien zum Thema Psoriasis immer auch Thema sein sollte.  Schließlich lässt sich am Juckreiz auch erkennen, wie zufrieden jemand mit einer Therapie ist oder wie es um seine Lebensqualität steht.
      Juckreiz kann stark sein – egal, wie schwer die Schuppenflechte ist
      Auch Dr. David Roblin und Dr. Ro Wickramasinghe aus Großbritannien zeigten in einer Studie im Jahr 2014, dass der Juckreiz viele Menschen mit Schuppenflechte fest im Griff hat. Sie hatten die Daten von 158 Patienten ausgewertet, die an einer Studie für eine neue Salbe teilnahmen und eine leichte bis mittelschwere Psoriasis aufwiesen. 68,8 Prozent der Studienteilnehmer litten an einem mittelschweren Juckreiz, 33,8 Prozent an schwerem Juckreiz. Das bestätigte bis dahin schon bekannte Zahlen, in denen von 70 Prozent mit einem mittelschweren Juckreiz ausgegangen worden war.
      Unklar war aber, ob der Juckreiz stärker ist, wenn auch die Psoriasis stärker ist. Und genau das konnten die Forscher nicht bestätigen: Sie fanden keinen streng wissenschaftlichen Beweis dafür,  dass eine schwere Schuppenflechte mit einem stärkeren Juckreiz einhergeht. Für die Forscher ist vielmehr klar: Die Stärke des Juckreizes bei Psoriasis-Patienten ist unabhängig davon, wie schwer die Schuppenflechte ist. Und: Die gängigen Psoriasis-Medikamente wie Kortisonsalben oder Vitamin-D-Cremes richten sich gegen die Entzündung, nicht aber gegen den Juckreiz. Der ist aber für viele Betroffenen das quälendste Symptom, und so würden viele lieber zuerst den Juckreiz behandelt wissen.
      Die Wirkung der gängigen Medikamente auf den Juckreiz aber war nach Meinung der Forscher bis zum Zeitpunkt ihrer Studie nicht in anderen Studien berücksichtigt worden. Also zogen die Wissenschaftler das Fazit: Forscher und Ärzte müssten mehr Aufmerksamkeit darauf legen, Therapien gegen den Juckreiz bei Psoriasis und anderen Hauterkrankungen zu entwickeln.
      Quelle: "Itch intensity in moderate-to-severe plaque psoriasis versus atopic dermatitis: A meta-analysis" in: JAAD, Juni 2017
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Mit einer Videobrille lässt sich der Juckreiz lindern – auch bei Schuppenflechte. Entdeckt wurde das eher zufällig, doch jetzt wollen Forscher in Oldenburg mehr wissen.
      An der Hautklinik der Uniklinik Oldenburg bekommen Patienten auf der Station schon mal eine Videobrille "verordnet". Gezeigt werden wahlweise Filme, die der Ablenkung und Entspannung dienen – aber nicht einfach, um die Tage schneller herumgehen zu lassen: Die Brille soll dafür sorgen, dass die Haut nicht mehr so juckt.
      Dabei war sie ursprünglich gar nicht für diese Anwendung gedacht. Vielmehr fing alles bei den Patienten mit Schmerzen an. Aber wie Menschen an langen Nachmittagen so sind: Die Bettnachbarn der "Brillenträger" wollten das Gerät auch mal ausprobieren. Und siehe da – bei ihnen ging der Juckreiz zurück.
      Die Wirkung soll nun in einer Studie mit 150 Patienten wissenschaftlich untermauert werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch die Entspannung mit der "audiovisuellen Stimulations-Brille" eine Entkopplung vom sogenannten Juckreizgedächtnis erfolgt – und damit zu einer Linderung des Juckreizes an sich.
      So sieht sie aus, die Videobrille
      Zuvor waren auf der Station insgesamt drei Systeme getestet worden: eines mit Virtual Reality, eines mit Augmented Reality Brille und die schmale weiße "audiovisuelle Stimulation Brille". Das Fazit der Patienten nach drei Monaten sprach deutlich für Letztere. Als Gründe gaben sie an, dass die anderen beiden Modelle eher unruhig machten, weil sie zum Mitmachen und Umherschauen animierten.
      Die nun favorisierte Videobrille kam vor einigen Jahren unter dem Namen "Cinemizer" auf den Markt. Sie hat zwei kleine OLED-Bildschirme. Die lassen es so wirken, als säße ihr Träger zwei Meter weit von einem 40-Zoll-Fernseher entfernt. Nach einer Einstellung der Sehschärfe kann gewählt werden, welcher Film es sein soll – und los geht's mit der Entspannung und Ablenkung.
      Professor Ulrike Rapp, die Direktorin der Hautklinik, sagt: "Alles, was dazu beiträgt, dass sich unsere Patientinnen und Patienten wohler fühlen, wirkt sich positiv auf die Heilung aus. Deshalb haben wir nun die Videobrille auf der Station regelmäßig im Einsatz.“ Sie und ihre Kollegen erhoffen sich einen einfachen und kostengünstigen Therapieansatz. Der könnte am Ende sogar dafür sorgen, dass Menschen mit Juckreiz weniger Medikamente brauchen – oder gar keine mehr.
      Du glaubst, du hast schon alles gegen diesen verdammten Juckreiz probiert? Wir haben da eine Checkliste für noch mehr Ideen gegen das Kratzen.
    • Guest
      By Guest
      Gestern wurde im SWR ein sehr interessanter Bericht zum Thema hormonelle Inhaltstoffe in unserer Kosmetik und deren toxische Auswirkung auf unseren Körper ausgestrahlt.
      Hier wurde auch auf eine neue App vom BUND https://www.bund.net/themen/chemie/toxfox/ hingewiesen.
      Mit dieser App kann man mit dem Handy den Barcode des Kosmetikprodukts scannen und gleichzeitig wird überprüft, ob die Kosmetik giftige Inhaltsstoffe enthält. Giftige Stoffe werden sofort angezeigt und auch erklärt. Wenn das Produkt noch nicht bekannt ist und damit auch nicht, ob giftig oder nicht, kann man gleichzeitig mit der App eine Giftanfrage an den Hersteller senden.
      Ich habe mir die App runtergeladen und ausprobiert. Ich bin begeistert davon und habe gleich alles gecheckt was zuhause so "rumsteht" an Kosmetik (was an einer Hand abzuzählen ist) und bin beim GUHL Shampoo meines Mannes fündig geworden. Was ich besonders gut daran finde ist, dass ich ab sofort gleich vor Ort beim Einkaufen prüfen kann, ob giftige Stoffe (auch versteckt) enthalten sind oder nicht.
      Vielleicht hat ja jemand von euch auch Interesse an so etwas (daher habe ich dieses Thema eröffnet).
       
       

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Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

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