Tabletten und Spritzen
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Raptiva wurde von Genentech zusammen mit Xoma entwickelt. Genentech ist eine Tochterfirma von der Roche. Die Firma Serono wiederum hat die Vertriebsrechte außerhalb der USA und Japans. In den USA erhielt das Medikament Raptiva die Zulassung für die Behandlung einer mittelschweren bis schweren Plaque-Psoriasis bei erwachsenen Patienten im Oktober 2003. In der Schweiz war es am 16. März 2004 so weit. Die EU-Zulassung erfolgte im September 2004. Das Biotech-Medikament konnte bei erwachsen
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Amevive sollte das erste Biologic gegen Schuppenflechte in Deutschland werden. Im September 2001 beantragte die Firma Biogen die Zulassung für den Wirkstoff Alefacept bei der FDA in den USA und der EMEA für Europa. Damals wurde mit einer Zulassung im 1. Quartal 2003 die Zulassung in Europa gerechnet. Schon vorher schürte Alefacept hohe Erwartungen: (Zitat aus der Berliner Morgenpost vom 11. Juni 2000) Bereits im Jahr zuvor berichtete der "Stern" über den Wirkstoff: In d
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Die neuesten Medikamente im Bereich der Schuppenflechte – die Biologics - helfen unbestritten vielen Betroffenen, die vorher nur noch wenig Hoffnung und Lebensqualität hatten. Aber: Sie sind auch sehr teuer. Darum entbrennt jetzt eine Debatte. Im Arzneimittel-Report, den die Gmünder Ersatzkasse (GEK) jedes Jahr zusammenstellt, werden immer Zahlen genannt – so auch für 2009. Arzneimittelexperte Gerd Glaeske forderte schon damals, dass eine Kosten-Nutzen-Analyse gemacht werden sollte. 13 Proz
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Biologics helfen oft sehr gut – allerdings können die Medikamente aus der Gruppe der TNF-alpha-Blocker eine bislang im Körper "ruhende" Tuberkulose (Tbc) reaktivieren. Deshalb werden Patienten vor einer Behandlung mit TNF-alpha-Inhibitoren routinemäßig auf das Vorliegen einer latenten Tuberkulose untersucht. Dazu war bislang der Tuberkulin-Hauttest am verbreitetsten. Jetzt wird ein neues Testverfahren empfohlen. Der Einsatz von TNF-alpha-Blockern ist mit einem erhöhten Tbc-Risiko verbunden.
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Biologics helfen ohne Frage vielen Menschen, die mittelschwer bis schwer an der Schuppenflechte, an Psoriasis arthritis oder anderen Autoimmunerkrankungen leiden. Sie bergen aber auch Risiken, und von denen kristallieren sich nach und nach mehrere heraus. Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA hat jüngst vor invasiven Pilzinfektionen gewarnt, die während der Behandlung mit TNF-Alpha-Blockern aufgetreten sind. Einige davon gingen sogar tödlich aus. Die Verschärfung der Warnhinweise durch die FDA
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In einigen Fachzeitschriften wird von einem erstmaligen Ausbruch oder einer starken Verschlimmerung der Schuppenflechte nach dem Einsatz von Biologics berichtet. Auch von Betroffenen gibt es entsprechende Berichte. Das Psoriasis-Netz fragte bei Professor Kristian Reich nach, der damals am Hamburger Dermatologikum arbeitete. Wer ist vor allem betroffen? Professor Reich: TNF-alpha-Blocker (= Enbrel, Humira und Remicade, die Redaktion) wirken nicht nur bei Psoriasis. Sie sind auch für and
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Das Wichtigste in Kürze Ab Frühjahr 2026 ist die Apotheke verpflichtet zu prüfen, ob ein verordnetes Biologikum durch ein preisgünstigeres Präparat mit dem gleichen Wirkstoff ersetzt werden kann. Schon jetzt erhalten gesetzlich Versicherten ein anderes, aber wirkstoffgleiches Präparat, wenn ihre Krankenkasse entsprechende Rabattverträge mit einer Pharmafirma geschlossen hat. Für beide Situationen gelten Ausnahmen: Aus medizinischen Gründen darf die Ärztin oder der Arzt auf ein namentli
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Als häufigste Nebenwirkung der Behandlung mit Biologics wird eine Infektion genannt. Damit war bislang meist eine "innerliche" Infektion gemeint. Eine Studie lenkt den Blick aber auch auf Infektionen der Haut, die nach der Nutzung von Remicade, Enbrel oder Humira häufiger vorkamen. TNF-Alpha-Blocker sind in den letzten Jahren zu wichtigen Medikamenten geworden: Sie helfen denen, die die Hoffnung auf Besserung ihrer Krankheit schon aufgegeben hatten. Sie sind schweren Fällen vorbehalten, wei
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Bestimmte Schmerz- und Rheumamittel sowie ein erst seit wenigen Jahren bekanntes Medikament gegen Diabetes haben offensichtlich auch einen positiven Effekt auf die Vorbeugung und Behandlung der Alzheimer-Erkrankung. Dies haben Forscher um Professor Michael T. Heneka von der Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Münster (UKM) zusammen in Wissenschaftlern anderer Zentren in Deutschland, Belgien, Schweden und den USA herausgefunden. In umfangreichen experimentellen Untersuchungen wie
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Moderne Therapien gegen Schuppenflechte schädigen die Leber nicht, sondern verbessern krankhaft erhöhte Werte sogar deutlich. Eine Studie beweist, dass eine wirksame Behandlung der Hautentzündung den gesamten Körper entlastet und die Leberfunktion schützt. Viele Menschen mit Schuppenflechte haben auch Probleme mit der Leber. Das liegt oft daran, dass Psoriasis den ganzen Körper betrifft. Die Entzündung bleibt nicht nur auf der Haut. Sie wandert über das Blut auch zu anderen Organen. Oft kom
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Deine Psoriasis ist dank eines Biologikums zur Ruhe gekommen. Die Haut ist glatt, der Juckreiz verschwunden und die Lebensqualität ist zurück. Nach Monaten oder vielleicht sogar Jahren der stabilen Haut fragst Du Dich vielleicht: „Muss ich das Medikament wirklich für immer so oft spritzen? Könnte ich die Abstände zwischen den Injektionen vielleicht vergrößern?“ Diese Frage ist auch ein topaktuelles Thema in der dermatologischen Forschung und Praxis. Immer mehr Ärzte und Patienten beschäftig
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Jugendliche und junge Erwachsene, die einen so genannten TNF-Alpha-Blocker bekommen, sollten sehr genau auf ihre Blutkontrollen achten: Die US-Arzneimittelbehörde FDA warnt, dass bei jungen Menschen mit dieser Therapie mehr Fälle mit einer Blutkrebs-Art beobachtet werden, die sonst sehr selten ist. Unter den Medikamenten sind Remicade, Simponi, Enbrel und Humira. In Deutschland ist nur Enbrel zur Behandlung von Kindern ab 8 Jahren zugelassen. Die meisten Fälle wurden beim Einsatz der Medika
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Rheuma- und damit auch Mittel gegen Psoriasis arthritis sind abends verträglicher. Dann gibt es weniger Magenprobleme. Viele Medikamente wirken besser, wenn sie nach dem biologischen Rhythmus eingenommen werden. Den muss allerdings jeder für sich finden. Viele Medikamente sprechen besser an, wenn sie abhängig vom biologischen Rhythmus eingenommen werden. Der ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. So muss also ganz individuell entschieden werden, wann die beste Tageszeit für welches
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Der Überzug schützt einige Pillen gegen Zerstörung im Magen, weil der Wirkstoff erst dahinter wirken soll Nicht jede Tablette darf man zerteilen, um sie leichter schlucken zu können oder in geringerer Dosis zu nehmen. Davor warnte das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" in Ausgabe 11/2004. Manche Pillen besitzen Einkerbungen, um sie exakt brechen zu können. Eine glatte Tablette kann dagegen bedeuten, dass sie einen Schutzüberzug besitzt. "Es gibt auch Wirkstoffe, die durch Magensäure
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Ein Viertel aller Tabletten werden von den Patienten zu Hause geteilt, bevor sie sie einnehmen.. Das ist nicht immer unproblematisch: Knapp zehn Prozent Tabletten haben keine Bruchkerbe, so dass eine genaue Teilung schwierig ist. Bei vier Prozent ist das Zerteilen sogar gefährlich für den Patienten. Dabei stehen für mehr als die Hälfte der geteilten Tabletten ohne Bruchkerbe geeignete Alternativen zur Verfügung, die oft sogar günstiger sind. Dies sind die Ergebnisse einer Untersuchung, die
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TNF-alpha-Blocker werden bei der Behandlung der Rheumatoiden und der Psoriasis arthritis eingesetzt – beispielsweise in Adalimumab (Humira), Etanercept (Enbrel) oder Infliximab (Remicade). Die Medikamente erhöhen aber auch das Risiko, an einer schweren Infektion – zum Beispiel mit Listeriose-Erregern – zu erkranken. Forscher des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) haben herausgefunden, wie diese gefährliche Nebenwirkung entsteht. Sie entdeckten, dass TNF-alpha essenziell für die Bildung von
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Die Schmerzmittel Ibuprofen und ASS sollten nicht gemeinsam eingenommen werden. Darauf weist die Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft hin. Grund: Ibuprofen hebt die Blutverdünnung, die ASS bewirken soll, teilweise wieder auf. Alternative zu Ibuprofen wäre beispielsweise der Wirkstoff Diclofenac. Zwar gäbe es eine Möglichkeit, Ibuprofen und ASS gemeinsam anzuwenden, doch die klingt nicht eben alltagstauglich: Ibuprofen könnte 30 Minuten nach oder acht Stunden vor ASS eingenommen werd
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In der vergangenen Zeit gab es immer wieder Fälle von schweren Nebenwirkungen, die während oder nach einer Therapie mit einem Biologic auftraten. Anfang Oktober 2008 meldete die Firma Merck Serono, dass ein Raptiva-Patient mit einer seltenen, aber lebensgefährlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems infiziert ist. (1) Ein anderer Patient, der ebenfalls mit Raptiva behandelt wurde, sei "aus unbekannter Ursache" verstorben. Nur einen Monat vorher, am 4. September 2008, hatte di
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Auf eine bekannte Nebenwirkung von Humira und Remicade haben Forscher mit einer Studie noch einmal hingewiesen: Während der Einnahme der Medikamente ist der Körper offenbar anfälliger für Viren, und so kann es häufiger zu einer Gürtelrose (Herpes zoster) kommen als bei anderen Medikamenten aus der gleichen "Klasse" - den Biologics. Allerdings steht die Gürtelrose als Nebenwirkung auch im Beipackzettel von Enbrel. Nur bei Raptiva und Stelara findet sich kein entsprechender Hinweis. Einzelhei
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Eine Therapie für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist die mit verschiedenen TNF-Alpha-Blockern, neudeutsch auch "Biologics" genannt. Diese Medikamente sind für diejenigen gedacht, die sehr schwer betroffen sind und bei denen andere Therapien nicht mehr anschlagen ("austherapierte Fälle"). Aber auch die Biologika sind keine Wundermittel: Sie helfen nicht in jedem Fall. Es gibt Patienten, bei denen sie äußerst erfolgreich sind, andere profitieren gut davon. Aber bei alle
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Vorbemerkung: Das Medikament Raptiva ist mittlerweile nicht mehr auf dem Markt. Wir halten diesen Text fest, weil er zeigt, wie zu seiner Markteinführung argumentiert wurde. Biologics: Bequem, dauerhaft wirkend und risikolos! Ein Wundermittel für Psoriatiker? In Berlin fand am 30. Oktober 2004 auf Einladung des Pharmakonzerns Serono eine aufwändige Fortbildungsveranstaltung statt. Jeder fünfte deutsche Hautarzt war gekommen. Viele namhafte Dermatologen hielten Vorträge. Anlass war, das
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Patientenbericht von Jörg Sch., Elektroniker, 37 Jahre Die Psoriasis ist das erste Mal im Oktober 2001 in Erscheinung getreten. Vorher hatte ich nie etwas bemerkt. Heute weiß ich, dass man die Veranlagung haben kann, ohne dass die Krankheit ausbricht. Der Befall trat zuerst an kleineren Stellen am Rücken auf und so ging ich im November 2001 zum ersten Mal zu einem Hautarzt, der dann (ohne große Ausführungen) die Schuppenflechte diagnostizierte. Er verschrieb mir eine Behandlung mit UV-
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Johnson & Johnson hat bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Zulassung für sein Psoriasis-Medikament mit dem Wirkstoff Icotrokinra beantragt. Damit steht zum ersten Mal ein Medikament vor der Zulassung, das als Tablette eingenommen wird und gezielt den IL-23-Rezeptor blockiert. Icotrokinra wurde speziell dafür entwickelt, den Interleukin-23-Rezeptor zu blockieren. Interleukin-23 ist ein Botenstoff im Körper. Er feuert die Entzündung bei der Schuppenflechte stark an. I
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Welches Medikament passt zum Patienten? Deutschlands Hautärzte trafen sich virtuell zu ihrer zweijährlichen Tagung. Wir haben uns dort umgehört, was es Neues und Interessantes für Menschen mit Schuppenflechte gibt. In dieser Folge haben wir zusammengetragen, wonach entschieden wird, mit welchem Medikament behandelt werden sollte. ***** In vielen Vorträgen wurde erklärt, worin sich die innerlich wirkenden Psoriasis Medikamente unterscheiden und in welchem Fall welches eingesetzt we
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Neues und Bewährtes zur Psoriasis im Jahr 2021 Deutschlands Hautärzte trafen sich virtuell zu ihrer zweijährlichen Tagung. Wir haben uns dort umgehört, was es Neues und Interessantes für Menschen mit Schuppenflechte gibt. Unter anderem ging es um Medikamente, die eine sogenannte paradoxe Psoriasis auslösen. ***** Professor Ulrich Mrowietz sprach über paradoxe Arzneimittelwirkungen: Ein Medikament löst eine Krankheit neu aus oder verschlechtert sie, obwohl es eigentlich genau gegen