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  • Rolf Blaga
    Rolf Blaga

    noreiz im Test

    Im Winter 2015/16 konnten Leser des Psoriasis-Netzes sich wieder an einem Produkttest beteiligen. Auf Wunsch des Anbieters haben wir ausnahmsweise ein Doppelpack an die Tester geschickt: Die "noreiz-Intensiv-Salbe" und das "noreiz-Akut-Spray". Insgesamt antworteten am Ende 15 Nutzer auf die Abschluss-Fragerunde, nachzulesen in unserem Forum.

    Der Geruch beider Produkte hat die große Mehrheit (9) nicht gestört. Angenehm fanden ihn 5 bei der Salbe bzw. 4 beim Spray. Einzelne haben bei beiden überhaupt nichts gerochen.

    Eine Salbe zieht normalerweise immer langsamer ein, als ein Spray. Dazu meinten 6 Tester, ihre Einzugszeit sei ausreichend. Ebenso viele fanden aber, die Salbe würde schnell (3) oder sogar sehr schnell (3) einziehen. Wie zu erwarten, waren beim Spray fast alle der Meinung, es ziehe schnell (6) bzw. sehr schnell (8) ein.

    Auf die Frage, wie ergiebig die standardmäßig angebotene Menge ist, antworteten fast alle mit gut (11 bei der Salbe, 10 beim Spray) oder sogar sehr gut (3 bei der Salbe, 4 beim Spray).

    Bis auf eine Person haben alle die Produkte sehr gut (10 die Salbe, 9 das Spray) bzw. gut (4 die Salbe, 5 das Spray) vertragen.

    noreiz und der Juckreiz

    Wesentlich war, wie schnell die Produkte bei den Testern auf den Juckreiz gewirkt haben. Dabei gab es bei der Salbe einen Gleichstand von Pro und Contra: So meinten 6, der Juckreiz würde nur langsam verschwinden. Genauso viele fanden dagegen, er würde schnell (4) bzw. sehr schnell (2) vergehen. Nur 3 meinten, der Juckreiz verschwinde mit der Salbe gar nicht. Besser dagegen wurde das Spray bewertet: Zweidrittel fanden, der Juckreiz würde damit schnell (6) oder sehr schnell (4) verschwinden, Eindrittel (5) meinten nur langsam. Niemand hatte das Gefühl, dass das Spray überhaupt nicht auf den Juckreiz wirkt.

    Genauso interessant war zu erfahren, wie lange der Effekt anhält. Bei beiden Produkten gab es auch in diesem Punkt ein Unentschieden. So meinte praktisch die Hälfte, der Juckreiz komme schnell wieder (7 bei der Salbe, 8 beim Spray), die andere Hälfte, er bleibe eine zeitlang weg (7 bei der Salbe, 7 beim Spray). Nur ein Tester meinte, bei der Salbe bliebe der Juckreiz längere Zeit weg.

    Rötungen blieben meist auch mit noreiz

    Ähnlich sah es bei der Frage aus, ob die Produkte die Rötung durch die Psoriasis verschwinden lassen würden. Bei den meisten blieb sie überwiegend bestehen (Salbe: 7, Spray:8) oder verschwand nur ein wenig (Salbe: 7, Spray:6). Nur bei einer Testerin haben beide Produkte die Rötung verblassen lassen.

    Als letztes sollten die Tester beantworten, ob sie anderen Psoriatikern raten würden, die Produkte auszuprobieren. Die Mehrheit würde beide nur bedingt weiter empfehlen (Salbe: 9, Spray: 10). Überhaupt nicht empfehlen würden sie 4. Dagegen würden 2 Tester das Spray und 1 die Salbe weiter empfehlen.

    Kommentar

    Eindeutig hatten alle den Eindruck, dass die „noreiz“-Produkte den Juckreiz lindern würden. Das Spray wurde besser bewertet als die Creme. Manche mussten mehrmals sprühen, bis das Jucken verschwand. Ein Patt gab es aber bei der Einschätzung, wie schnell der Effekt eintritt und wie lange er anhalten würde. Die Teilnehmer berichteten,  zwischen 10 Sekunden, einer Stunde, aber auch einer halben Nacht juckfrei gewesen zu sein. Die enttäuschte Erwartung ist vermutlich der wesentliche Grund, weshalb die Mehrheit die „noreiz“-Produkte nur eingeschränkt weiter empfehlen würden. "noreiz" hat nicht bei allen Testern wie erhofft gewirkt.

    noreiz ist ein Cosmeceutical

    Das ist typisch für Produkte, die über die Pflegeeigenschaft hinaus weitere Effekte versprechen, wie eben den Juckreiz zu bekämpfen. Solche Kosmetika nennt man Cosmeceuticals. Meist beschränkt sich ihre tatsächliche pharmazeutische Wirkung auf leichte Fälle. Doch die Werbung verspricht oft etwas anderes.

    Das weckte bei einigen hohe Erwartungen. Sie beteiligten sich am Test, weil sie starken Juckreiz hatten. Ein Tester hat seine Vorstellung so formuliert: „Kurz das Spray gezückt und schon ist der Spuk vorbei“. Aber so ein stark wirkendes Mittel gegen Juckreiz gibt es noch nicht einmal als verschreibungspflichtige Arznei! Gerade beim "Juckreiz" weiß man, dass Einschätzungen immer sehr subjektiv sind: Beim einfachen Ausprobieren eines Produkts werden unterschiedliche Ausgangsbedingungen nicht berücksichtigt. Nur mit Hilfe einer Juckreiz-Skala wäre festzustellen, wie stark und an wie vielen Stellen der Juckreiz bei den einzelnen Testern vor der Anwendung war. Außerdem wird Juckreiz nicht von jedem gleich wahrgenommen. Schließlich gibt es den Placebo-Effekt, wenn eine Wirkung nur glaubwürdig genug versprochen wird.

    noreiz pflegt überwiegend gut

    Bei allen hatten die „noreiz“-Produkte keinen Einfluss auf die Psoriasis-Stellen. Das hatte der Anbieter aber auch nicht versprochen. Trotzdem hatten es sich einige erhofft und waren enttäuscht. Wir können nur immer wieder dazu aufrufen, sich über echte Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Nicht verschreibungspflichtige Wirkstoffe aus der Naturheilkunde oder in Cosmeceuticals können nach unserer Erfahrung bei leichter Psoriasis wirken, selten bei moderater, aber nie bei schwerer.

    Die Pflegeeigenschaft der Salbe wurde überwiegend positiv bewertet: Sie hinterlasse eine weiche Haut. Uneinig war man sich, wie lange das zu spüren sei: Zwischen einer „halben Stunde“ und „noch Stunden danach“ wurde alles genannt. Einig war man sich darin, dass die Salbe nicht anhaltend fettet, so dass man dadurch z.B. Kleidung verschmutzt. Das Spray wird als angenehm kühlend empfunden. Es lasse sich gut verteilen, hinterlasse keinen Fettfilm und pflege gut.

    Gelobt wurde, dass man mit der Verschluss-Spitze die Tube aufsticht. Für Patienten mit Gelenk-Psoriasis sei es nämlich mühsam, bei anderen Produkten die winzige Alu-Verschlussfolie zu entfernen. Mehrere Tester hatten Probleme, die Salbe aus der Tube heraus zu bekommen. Das lag entweder an der Temperatur der Salbe, die nicht zu kalt sein dürfe. Einige haben sie deshalb vor Gebrauch angewärmt. Oder es lag daran, dass Tester wegen ihrer Psoriasis Arthritis nicht so viel Kraft in den Händen hatten.

    Aber der Preis...

    Bei einigen kam beim ersten Gebrauch ein gelbliches Öl aus der Tube. Auch die Schutzkappe der Spraydose bekamen nicht alle leicht ab. Eine Testerin meinte, aus der Spraydose käme zu viel Flüssigkeit heraus, die daneben gehe.

    Eine andere Testerin wies darauf hin, dass die Produkte das Konservierungsmittel Phenoxyethanol enthalten, das sie nicht vertrage. Grundsätzlich gilt das Mittel als gut verträglich. Es gibt aber Menschen, die darauf allergisch reagieren. Nur die müssen es meiden. Es sollte weder verschluckt noch in die Augen gerieben werden. In der Naturkosmetik wird es nicht verwendet.

    Obgleich fast alle Tester die „Ergiebigkeit“ der Produkte positiv bewertet hatten, war aus den Kommentaren nicht herauszulesen, worauf sich dieses Urteil bezog: Auf die Anwendung beim Juckreiz (punktuell) oder bei der Pflege (großflächig). Einige bemängelten, die Menge in der Tube (30 ml) und im Spray (50 ml) sei für eine regelmäßige Hautpflege viel zu wenig. Als reine Pflegeprodukte seien sie deshalb zu teuer.

    Schließlich kritisierte ein Tester, dass nicht darauf hingewiesen werde, wie lange die Salbe verwendet werden könne, wenn sie einmal geöffnet ist. Das entsprechende Kennzeichnungssymbol fehle. Außerdem bemängelte er auf der Internetseite des Anbieters, dass die Inhaltsstoffe nicht vollständig gemäß INCI aufgeführt werden.

    Begeisterte Kundenzuschriften sind kein Wirkungsnachweis

    Die getesteten Produkte gehören zu der Gruppe der Cosmeceuticals. Solche „Kosmetika mit Doktorfaktor“ (ÖKOTEST) versprechen zum Beispiel die Haut zu entfetten, Altersfalten zu beseitigen, Juckreiz zu lindern, das Bakterium Staphylococcus aureus zurückzudrängen oder Bindegewebe neu zu bilden. Solche Aussagen müssen aber nicht durch placebo-kontrollierte und randomisierte Studien nachgewiesen werden. Sie können also objektiv nicht nachgeprüft werden. Die Anbieter sollten deshalb schon in eigenem Interesse, um ihre Glaubwürdigkeit zu beweisen, unabhängige wissenschaftliche Studien vorlegen. Das forderten Derma-Pharmazeuten auf ihrer Jahrestagung 2016.

    Der (im typischen Denglisch verfasste) Name „noreiz“ enthält das Versprechen, mit diesem Präparat würde es keinen Juckreiz mehr geben. Der Anbieter verspricht das ausdrücklich für die Neurodermitis (Atopische Dermatitis). Bei seiner Bitte an uns, die Produkte testen zu lassen, verwies er auf „zahlreiche positive Rückmeldungen auch von Psoriasis-Patienten“.

    Auf der eigenen Internetseite beruft sich der Anbieter auf die Forschungsergebnisse von Professor Axel Kramer (Greifswald) mit Thiocyanat. In einem Interview erklärt er ausführlich, wie der Stoff positiv auf die typische Hautbarriere-Schädigung der Neurodermitis einwirkt. Obgleich das Video den Titel trägt „Wie Thiocyanat es schafft, den Juckreiz unmittelbar zu stoppen“, sagt Professor Kramer kein Wort zum Thema „Juckreiz“. Nur indirekt kann man daraus schließen, dass weniger Neurodermitis auch weniger Juckreiz bedeutet.

    Wissenschaftliche Veröffentlichungen darüber, wie Thiocyanat genau auf welchen Juckreiz wirkt, werden nicht angeführt. Stattdessen wird auf begeisterte Kundenzuschriften verwiesen. Das sind aber keine seriösen, nachprüfbaren Daten.

    Psoriatiker haben, anders als Neurodermitiker, keine gestörte Hautbarriere. Bei ihnen kommt die Entzündung von innen. Bisher wurden Pflegeprodukte oder Rezepturen mit juckreiz-stillenden Wirkstoffen wie Polidocanol, Palm-Itoyl-Ethanolamin (PEA), Menthol oder Kampfer angeboten. Leichter und nicht ausgeprägter Juckreiz kann damit kurzfristig meist eingedämmt werden.

    Gegen chronischen Juckreiz (Pruritus) sind Cosmeceuticals  zu schwach. Pruritus ist bisher ein sehr schwer zu behandelndes Symptom. Es gibt in Deutschland dagegen noch keinen zugelassenen Wirkstoff, obgleich Hoffnung besteht.


    Themen: Produktetests

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    Recommended Comments

    Grüß Gott,

    mit großem Interesse habe ich die Ausführungen zu noreiz gelesen. Davor hatte ich ein Telefonat mit einer Mitarbeiterin des Herstellers. Mich hat die Aussage auf der Verpackung des Pflegeshampoos:„Dauerhafte Hautberuhigung" zu einem Anruf veranlasst. Diese Aussage signalisiert mir, dass ich keinen Juckreiz mehr haben werde, wenn ich dies Mittel anwende. Die Dame am Telefon meinte, dass ich es regelmäßig anwenden muss, damit dies der Fall ist.Sie war nicht gerade freundlich ...Ich finde, dass mit diesem Hinweis gesagt wird, dass das Shampoo den Juckreiz beseitigt. Wenn ich Apfelessig nehme, nimmt dies den Juckreiz auch, aber eben nicht dauerhaft. Freundliche Grüße Marianne H.

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    • Redaktion
      By Redaktion
      In der klassischen Selbsthilfegruppe freuen sich die Besucher über jede Probe eines Mittels zur Pflege der Haut – schließlich ist diese Pflege unerlässlich, und sie muss meist selbst bezahlt werden. Außerdem muss jeder Betroffene finden, welches Mittel seiner Haut am besten hilft. Doch wenn die Proben verteilt sind, kommt oft wenig mehr als „ganz gut“ oder „taugt nichts“. Das wollten wir genauer wissen. Deshalb haben wir uns im Herbst 2011 entschlossen, möglichst viele Pflegemittel von Nutzern des Psoriasis-Netzes testen und bewerten zu lassen.
      Natürlich sind wir uns bewusst, dass das keine „objektiven“ Tests sind. Dafür ist die Zahl der Tester zu gering.
      Selbstverständlich haben hinterher auch andere Nutzer und der Hersteller die Gelegenheit, diese Bewertungen zu kommentieren. Damit wollen wir versuchen, mehr über ein Pflegeprodukt zu erfahren, als es die Werbeaussagen einzelner Firmen zulassen. Es geht dabei in erster Linie darum, untereinander Erfahrungen auszutauschen – ein typisches Merkmal von Patienten-Selbsthilfe.
      Es dürfen nur Pflegemittel getestet werden, keine – wenn auch rezeptfreien – Arzneimittel. Einige Präparate sind „zugelassene Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung von Hauterkrankungen“. Für die gelten die gesetzlichen Vorschriften über “Anwendungsbeobachtungen“. Für Vorschläge, welche Produkte getestet werden sollen, sind wir offen.
      Das Psoriasis-Netz bietet diese Tests ohne jedes kommerzielle Interesse an. Wir bekommen von niemanden Geld, Geschenke oder andere Vorteile dafür. Die Firmen stellen uns die Präparate kostenlos zur Verfügung, erfahren aber nicht, an wen wir sie auf unsere Kosten versenden.
      Die Tester wurden gebeten, Pflege-Lotionen auf den gesamten Körper aufzutragen, Pflege-Cremes oder –Salben aber nur auf die Psoriasisstellen. Allen sollte klar sein, dass Pflegeprodukte nicht dazu gedacht sind, die Psoriasisstellen zu behandeln. Sie bewirken, dass die Haut geschmeidig bleibt, und schützen sie vor Austrocknung, enthalten aber keine medizinischen Wirkstoffe.
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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Insgesamt haben sich 12 Personen an dem Test beteiligt. In den Kommentaren haben fast alle Tester etwas zu der Creme gesagt. Trotzdem haben ärgerlicherweise letztendlich leider nur sechs Tester den Fragebogen ausgefüllt.
      Für alle (6) war der Geruch der Creme kein Problem. Ebenfalls alle fanden, dass die Creme sehr schnell oder schnell (5) bzw. in angemessener Zeit (1) einzieht. Alle waren sich einig, dass sie sehr ergiebig (5) bzw. ergiebig (1) ist. Außerdem haben alle, die die Fragen beantwortet haben, die Creme sehr gut (5) oder gut (1) vertragen. Die Mehrheit der Tester (5) hatte den Eindruck, das Produkt würde so wirken, wie der Hersteller es verspricht. Nur ein Tester meinte, das Produkt halte das Herstellerversprechen nur „etwas“ ein. Die Mehrheit (5) würde die Creme weiter empfehlen, einer nur „bedingt“.
      Kommentare
      Als erstes fiel den Testern der Verschluss der recht großen Flasche (500 g) auf: Der Creme-Spender ist so konstruiert, dass man ihn nur drehen und einrasten muss, um die Flasche richtig zu verschließen. Für Sicherheit und Transport sehr praktisch. Diese Konstruktion fanden viele „raffiniert“.
      Den Geruch der Creme beschrieb eine Testerin wohlmeinend als „steril neutral“, so wie ein medizinisches Pflegemittel riechen sollte. Einer meinte, nicht der Geruch zähle, sondern die Pflege-Eigenschaft.
      Die Creme ist relativ dünn und verführt dazu, zu viel auf einmal aufzutragen. Wenn man nur wenig nehme, lasse sie sich gut verteilen, so die meisten Tester, und sei nach einer Minute eingezogen. Sie hinterlasse einen leicht fettigen Film. Dadurch fühle sich die Haut sanft und samtig an. Einige hatten das Gefühl, Wachs aufzutragen. Das verwundert nicht, denn Dexeryl® besteht aus Glycerin, Vaseline, Paraffin, Glycerol und anderen Fetten. Das kann nachlesen, wer die Gebrauchs-Informationen auf Deutsch liest. Die kann man aber nur sehr umständlich hinter dem Flaschen-Etikett freilegen.
      Es dauert einige Minuten, bis der Fettfilm endgültig verschwindet. Ein Tester stört sich nicht daran, wenn es etwas länger dauert, bis eine Creme einziehe. Für ihn sei der Pflege-Effekt das wichtigste.
      In dieser Hinsicht gab es einige positive Erfahrungen: Einer Testerin fand, die Pflegewirkung halte länger an, als bei Urea-Produkten. Mehrere bestätigten, dass die Haut lange recht weich bleibe und nicht spanne. Durch den Fettgehalt würden sich Plaques lösen, die Haut nicht mehr so schuppen und Stellen weich werden, die bisher sich jeder Pflegemöglichkeit entzogen hätten. Selbst ihre Krümel-Nägel hätten, so eine Testerin, positiv darauf angesprochen. Bei einem anderen Tester habe sich die Haut beruhigt und das Jucken habe stark nachgelassen.
      Da Dexeryl keinen Harnstoff (Urea) enthält, brennt die Creme nicht auf offenen Stellen. Ein Tester hat sie im empfindlichen Gesicht verwendet. Dort habe er noch nach einer Stunde gemerkt, dass die Haut eingecremt sei.
      Ein Tester hat nach dem Eincremen an sehr warmen Tagen einen Schweißfilm auf der Haut bekommen. Aber er könne sich die Creme gut im Herbst oder Winter vorstellen, wenn die Haut extrem trocken sei. Eine Testerin fand, dass sich die Creme nach dem Duschen schlechter verteilen lasse. Ein anderer hatte sie als Massage-Creme benutzt und hinterher einen unangenehmen, klebrigen Film auf dem Rücken gehabt.
      Ein Tester lobt besonders, wie sparsam die Creme sei. Aber in einem Punkt ist sie doch nicht so sparsam: Mit dem Spender allein kann man den letzten Rest aus der Flasche nicht herausbekommen. Der Pump-Mechanismus reicht nicht aus. Man muss die Flasche mit der Kappe (die man hoffentlich aufgehoben hat!) verschließen und umdrehen. Dann läuft die Creme in die obere Öffnung.
      Fast gar nicht haben die Tester über den Preis gesprochen. Im Internet kostet Dexeryl® zwischen 12 und 14 Euro die 500 ml – Flasche (Oktober 2012, keine Versandkosten).
      Eine Testerin hat das Produkt abgesetzt, weil sie es nicht vertragen habe. Das liege aber nicht an der Creme, wie sie erklärt. Fast alle neuen Pflege-Cremes, die sie ausprobiere, würden bei ihr einen neuen Pso-Schub auslösen. Nebenbei erwähnt sie, dass sie einen PASI von 41,5 habe. Ein PASI größer als 10, gilt als mittelschwere oder schwere Psoriasis. In diesen schweren Fällen sollte nicht die Pflege, sondern die Behandlung mit entsprechend starken Mitteln im Vordergrund stehen.
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Insgesamt haben 10 Personen an dem Test teilgenommen. Einige davon haben einen Vergleichstest durchgeführt, das heißt an ausgesuchten Stellen nur das Testprodukt, an anderen Stellen ihr gewöhnliches Pflegeprodukt verwendet.
      Übereinstimmend haben alle die Salbe als „geruchslos“ bezeichnet. Sieben geben an, dass die Salbe „langsam“ einzieht, was bei einem Glyzerinanteil von 11% zu erwarten ist. Bis auf einen Tester fanden alle, dass die Salbe „ergiebig“ sei, d.h. sie hatten nicht den Eindruck, dass das Präparat sich schnell verbraucht. Ein Tester hat die Salbe nicht so gut vertragen, alle anderen schon. Fünf der Beteiligten meinten, die Salbe würde „in Etwa“ so wirken, wie der Hersteller es verspricht. Drei meinten das überhaupt nicht; zwei dagegen fanden das Herstellerversprechen „voll erfüllt“.
      Der großen Mehrzahl (8) war es nicht möglich, die Tube völlig auszudrücken, so dass ein kleiner Rest blieb. Ebenfalls acht Tester würden das Produkt „bedingt“ weiterempfehlen, zwei immerhin „völlig“.
      Meinungen der Nutzer
      Die Nutzer bewerten den „Klebe-Effekt“ der fettigen Salbe unterschiedlich: Bei einigen klebte die Kleidung unangenehm und lang anhaltend am Körper, obgleich die Salbe nicht allzu dick aufgetragen und einmassiert wurde. Andere hatten dieses Problem überhaupt nicht. Das Problem gibt es vermutlich bei allen Fettsalben. Wer kann Tipps geben, wie man das möglichst verhindert oder minimiert? Keiner der Tester fand die Salbe „unangenehm fettig“.
      Einige haben erfolgreich versucht, mit der Fettsalbe krustige Schuppen (Plaques) zu lösen – am Kopf war sie hinterher gut auszuwaschen.
      Enttäuscht war vermutlich diejenige, die gehofft hatte, damit Psoriasis-Stellen wegzubekommen, die selbst Fumaderm getrotzt haben. Es wäre schön, wenn es gelungen wäre. Aber das darf man von einem reinen Pflegeprodukt nicht erwarten.
      Links zum Weiterlesen
      Testrunde in unserem Forum Ein Hinweis
      Die Kerasal Basissalbe ist inzwischen außer Handel. Ihr Nachfolger ist die absolut "baugleiche"  Excipial Fuß-Salbe.
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Insgesamt haben 11 Personen an dem Test teilgenommen. Einige davon haben einen Vergleichstest durchgeführt, d.h. an ausgesuchten Stellen nur das Testprodukt, an anderen Stellen ihr gewöhnliches Pflegeprodukt verwendet.
      Die Mehrzahl (7) fand den Geruch „angenehm“, die Restlichen (4) haben die Creme als „geruchslos“ bezeichnet. Bis auf einen gaben alle anderen Tester an, dass die Creme „schnell“ bzw. „sehr schnell“ einzieht. Alle Tester fanden, dass die Pflegecreme „ergiebig“ sei, d.h. sie hatten nicht den Eindruck, dass das Präparat sich schnell verbraucht. Zehn Tester haben die Creme „sehr gut“ vertragen, einer „gut“. Fünf der Beteiligten meinten, die Creme würde „in Etwa“ so wirken, wie der Hersteller es verspricht. Sechs dagegen fanden das Herstellerversprechen „voll erfüllt“. Der großen Mehrzahl (8) war es nicht möglich, die Tube völlig auszudrücken, so dass ein kleiner Rest blieb. Ebenfalls acht Tester würden das Produkt „völlig“ weiterempfehlen, drei immerhin „bedingt“. Meinungen der Nutzer zur iQlind Intensiv Pflegecreme
      Die Konsistenz wurde gelobt, d.h. die Creme fühlte sich beim Auftragen gut an, blieb als leichter Film auf der Haut, hinterließ aber keine Spuren oder Klebeeffekte an der Kleidung. Nach einigem Gebrauch wurde von vielen berichtet, die eingecremte Haut sei lang anhaltend „sehr weich“ und „samtig“ geworden. Einige Tester stellten fest, die Pflegecreme würde weder „prickeln“, noch die Haut „irritieren“, wie andere Produkte. Das liegt vermutlich daran, dass sie keinen Harnstoff (Urea) enthält.
      Zum Abschuppen ist die iQlind Intensiv Pflegecreme wohl nicht besonders geeignet. Während ein Tester meinte, durch die Creme sei seine Psoriasis zurückgegangen, haben andere das nicht bestätigt. Anti-psoriatische Wirkstoffe enthält sie nicht.
      Sehr praktisch empfanden viele den Klapp-Verschluss, anstelle einer Kappe zum Drehen. Bedauert wurde der hohe Preis, denn die Tube mit 100 ml kostet 26,80 € (Dezember 2011). Etwas billiger erhält man sie mit einem Gutschein oder Rabatt einer Online-Apotheke.
      Links zum Weiterlesen
      Testrunde in unserem Forum Informationen beim Hersteller
    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Insgesamt haben 12 Personen an dem Test teilgenommen.
      Für die Mehrzahl (9) war der Geruch der Lotion kein Problem - vor allem, weil er sich schnell verflüchtigt. Nur wenige Tester (3) störten sich daran. Einer von ihnen konnte sich überhaupt nicht daran gewöhnen, während ein anderer Tester den Geruch als „angenehm“ empfunden hat.
      Bis auf eine Ausnahme fanden alle, dass die Lotion schnell (7) bzw. in angemessener Zeit (4) einzieht. Alle waren sich einig, dass sie ergiebig (6) bzw. sehr ergiebig (6) sei. Ebenfalls alle haben sie gut (4) oder sogar sehr gut (8) vertragen.
      Trotzdem hatten etwas mehr Tester (7) das Gefühl, das Produkt würde nur „in etwa“ so wirken, wie der Hersteller es verspreche. Die anderen (5) dagegen empfanden, dass die Herstellerversprechen eingehalten werde. Niemand fand, dass etwas Falsches versprochen worden sei. Im gleichen Verhältnis (7) gelang es den meisten nicht, die Flasche vollständig zu entleeren, bei den anderen (5) blieb nur ein kleiner Rest.
      Niemand würde von dem Produkt abraten, aber eine leichte Mehrheit (7) wollte es nur „bedingt“ weiter empfehlen.
      Kommentare
      Fast alle (10) waren sich einig, dass die Lotion einen Eigengeruch hat. Die, die ihn nicht mochten, beschrieben ihn als „käsig“ oder „muffig“, andere als „gewöhnungsbedürftig“. Der Hersteller gibt für diese Lotion an, dass sie „ohne Duft“ sei. Genau müsste es eigentlich heißen „ohne zusätzliche Duftstoffe“ bzw. „unparfümiert“. Nicht jeder empfindet Gerüche gleich. Deshalb sollte man die einzige wirkliche Negativbewertung („eklig“) als Ausdruck subjektiver Geruchsempfindlichkeit ansehen.
      Einige Tester schrieben, dass die Lotion immerhin 10 bis 15 Minuten brauche, bis sie gut eingezogen sei. Das ist nichts für Eilige und liegt vor allem daran, dass es sich eben nicht um eine reine Feuchtigkeits-Lotion handelt. Der Name „L 30 –Lipide“ verweist darauf, dass es sich um eine fetthaltige Lotion mit einem geringen Urea-Anteil handelt. Daher rührt auch der leichte „Film“ bzw. glänzenden „Schimmer“, den die Lotion auf der Haut hinterlässt. Der wurde aber von den meisten nicht als unangenehm empfunden, außer vielleicht direkt auf den Händen. Eine Testerin meinte, der dünne Fettfilm könnte sie vielleicht im Sommer mehr stören. Er ist aber nach einiger Zeit völlig verschwunden.
      Einig war man sich, dass die Lotion die Haut weich und geschmeidig macht, bei den meisten lang anhaltend. Mehrere bemerkten, dass sie nicht so brenne, wie andere Produkte. Das liegt daran, dass die Lotion nur 4 % Urea (Harnstoff) enthält. Durch den hohen Lipid-Anteil sind bei einigen Testern die rauen (Pso-) Stellen weicher, glatt und schuppenfrei geworden und juckten nicht mehr so stark.
      Die Konsistenz hätte den Effekt, so eine Tester, dass die Lotion gut aus der Flasche fließe und sich der Behälter gut leeren ließe.
      Ein Tester fand die Verpackung „billig“. Er vermutete, dass damit Kosten eingespart werden sollen. Die Flasche sei „Standardware“, der einfarbige Druck sähe "selbstgemacht“ aus. Ihm fehlte ein professionelles, wieder erkennbares Design dieses Herstellers. Den anderen, die sich dazu geäußert haben, war die Verpackung gleichgültig.
      Am Schluss ging es noch um den Preis. Um die 15 bis 17 Euro für 500 ml fand ein Tester entschieden zu viel, wenn man Daueranwender ist. Sicherlich gibt es preiswertere Lotionen.
      „Sana Vita L30-Lipide Feuchtigkeitslotion“ liegt im Vergleich zu Konkurrenzprodukten ähnlicher Qualität preislich im Mittelfeld. Links zum Weiterlesen
      Testrunde in unserem Forum Informationen beim Hersteller

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