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    Was passiert, wenn die Hautkrankheit eine Berufskrankheit ist?

    Mehr als jeder dritte Verdacht auf eine Berufskrankheit hat mit der Haut zu tun. Millionen Bundesbürger haben im Job einen hellen Hautkrebs oder ein Handekzem bekommen. Doch das heißt nicht zwangsläufig, dass der Beruf aufgegeben werden muss. Darauf weisen Hautärzte der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft auf einer eigenen Internetseite hin.

    Bei uns geht es für gewöhnlich um die Schuppenflechte. Die wird noch nicht oft als Berufskrankheit anerkannt oder behandelt. Ein chronisches Handekzem aber zum Beispiel ist sehr häufig unter den Berufserkrankungen.

    In den letzten Jahren sind die Verdachtsfälle eines berufsbedingten Handekzeme ein wenig zurückgegangen. Jedoch wurden mehr Fälle von hellem Hautkrebs bei Leuten, die im Freien arbeiten, gemeldet.

    Wie das chronische Handekzem belastet

    Professor Christoph Skudlik berichtet aus seiner Erfahrung an der Universität Osnabrück:

    „Ich möchte meine roten, rissigen Hände am liebsten immer verstecken", sagt Claudia K., Altenpflegerin in der stationären Altenpflege. "Alle Kollegen und viele Patienten gucken darauf. Neulich haben mich sogar Angehörige einer Patientin angesprochen, ob ‚das’ ansteckend wäre. Außerdem schmerzen jedes Händewaschen, Händedesinfektion und Zugreifen“.

    Chronische Handekzeme kommen besonders in sogenannten Feuchtberufen vor. Sie belasten die Betroffenen erheblich. Die Lebensqualität leidet. Und: Wie sehr eine Hautkrankheit einen belasten kann, wird im Vergleich zu anderen schweren Erkrankungen unterschätzt. Das zeigen auch Studien. Speziell bei Handekzemen, die vom Beruf kommen, ist die Dunkelziffer hoch.

    Bislang meinen selbst Fachleute, dass die Prognose eines chronischen Handekzems schlecht ist. Viele denken auch, dass die Erkrankung oft unaufhaltsam ist. Die Folge: Viele Betroffene geben ihren Beruf auf. Dabei geht das anders. Es gab eine bundesweite Studie in mehreren Hautarztpraxen und in Kliniken. Daran nahmen mehr als 1000 Menschen mit einem schweren beruflichen Handekzem teil. Sie bekamen alles, was heute für sie getan werden kann: die Behandlung beim Hautarzt, Beratung von Gesundheitspädagogen, ambulante Seminare zum Hautschutz und stationäre Reha-Maßnahmen – also eine Hautkur.

    Fünf Jahre lang fragten die Forscher immer wieder nach, wie es den Betroffenen inzwischen geht. Das Ergebnis:

    • Mehr als drei Viertel konnten weiterhin arbeiten.
    • Zwei Drittel arbeiteten sogar weiterhin im ursprünglichen Beruf.
    • Nur neun Prozent hatten den ursprünglichen Beruf wegen der Hauterkrankung aufgegeben.
    • Die Zeiten der Arbeitsunfähigkeit wegen der Hauterkrankung sanken. Vor der Studie waren es durchschnittlich 34,5 Tage pro Jahr, danach nur noch 7,3 Tage.

    Und weil das überzeugende Zahlen waren, gibt es die intensivierte Betreuung bei chronischen beruflichen Handekzemen inzwischen für alle Betroffenen in der Bundesrepublik. Wer ein chronisches Handekzem hat und in einem Beruf arbeitet, der die Haut belastet, sollte zu einem Hautarzt gehen. Solche Berufe sind zum Beispiel in der Krankenpflege, in der Gastronomie, im Küchengewerbe, im Friseur- oder Bauhandwerk, in der Metallbearbeitung usw.

    Das Verfahren beim Hautarzt

    Dr. Ralph von Kiedrowski berichtet aus seiner Erfahrung als Hautarzt in Selters:

    1. Der Hautarzt schaltet die gesetzliche Unfallversicherung ein, denn die übernimmt spezielle Behandlungs- und Präventionsprogramme. Es muss jedoch nicht unbedingt der Hautarzt sein: Auch Werks- und Betriebsärzte können das sogenannte Hautarztverfahren einleiten. Sie müssen dann die zusätzlichen Bezeichnungen Arbeitsmedizin oder Betriebsmedizin haben.
    2. Der Arzt stellt fest, ob die Hauterkrankung durch die berufliche Tätigkeit entstanden ist, wiederaufleben oder sich verschlimmern kann. Danach erstellt er einen Hautarztbericht. Den muss der Arbeitgeber übrigens nicht zwingend bekommen. Der Hautarzt darf zur Diagnosestellung auch einen Allergietest vornehmen. Er macht dann Vorschläge zur Therapie und zu speziellen Präventionsangeboten. Die können ambulant oder stationär passieren.
    3. Meist beantragt der Hautarzt auch einen Behandlungsauftrag. Der Unfallversicherungsträger muss darüber unverzüglich entscheiden.  Wird der Behandlungsauftrag erteilt, kann die Therapie durchgeführt werden – bezahlt vom Unfallversicherungsträger und nach dessen Vorgabe. Alle zwei Monate wird ein Verlaufsbericht erstellt.

    Ein Vorteil dieses ganzen Verfahrens: Die Berufsgenossenschaft übernimmt auch die Kosten für die Behandlungspflege oder Basistherapie – im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung. Und: Es gibt spezielle gesundheitspädagogische Hautschutz-Schulungsprogramme von den Unfallversicherungsträgern, zum Beispiel für das Friseurgewerbe oder Pflegeberufe.

    Im Beruf bleiben, trotz Psoriasis?

    Seit 1. Januar 2021 gilt: Die Unfallversicherung darf nicht mehr fordern, vor der Anerkennung einer „berufsbedingten Hauterkrankung“ den bisherigen Beruf völlig aufzugeben (Unterlassungszwang“. Das trifft zu, wenn es möglich ist, durch Vorsorgemaßnahmen im Betrieb und Schulungen den Hautzustand zu verbessern. Dann dürfen Betroffene in dem Beruf weiterarbeiten. Die deutlich bessere Versorgung durch die Unfallversicherung ist dann trotzdem gewährleistet.

    Wenig bekannt ist, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, ihren „Außenbeschäftigten“ regelmäßig anzubieten, sich auf berufsbedingten Hautkrebs untersuchen und dazu beraten zu lassen.

    Mehr Informationen

    • Es gibt eine Broschüre "Aktiv im Job" speziell für Menschen mit Psoriasis.
    • "Wann wird die Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt?" vom Psoriasis Forum Berlin e.V. [lesen]

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    • Redaktion
      By Redaktion
      Den Arzttermin gibt es nur selten zur gewünschten Zeit. Für Werktätige kann das ein Problem sein.
      Generell ist das Fernbleiben von der Arbeit wegen eines Arztbesuchs nur erlaubt, wenn die Beschäftigung für den Arbeitnehmer unzumutbar ist. Das betont Jobst-Hubertus Bauer, Rechtsanwalt in Stuttgart und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht des Deutschen Anwaltvereins.
      Ein Arbeitnehmer kann sich zum Beispiel bei akuten Beschwerden freistellen lassen oder wenn bei längerem Warten eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes droht. Ansonsten muss er dem Experten zufolge versuchen, einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten zu bekommen. Ist das nicht möglich, sollte er seine Abwesenheit so kurz wie möglich halten. "Für Arbeitnehmer ist es ratsam, sich vom Arzt bescheinigen zu lassen, dass der Termin während der Arbeitszeit wahrgenommen werden musste", rät Bauer.
      Eine Freistellung könne der Beschäftigte auch dann verlangen, wenn sein Arzt nur wenige freie Termine hat und nicht bereit ist, eine Behandlung außerhalb der üblichen Sprechzeiten vorzunehmen. Der Arbeitgeber dürfe in einem solchen Fall nicht auf einem Arztwechsel bestehen.
      "Die Wahl des Arztes ist Vertrauenssache und hat Vorrang vor den Interessen des Arbeitgebers. Wichtig ist jedoch, dass der Arbeitnehmer sich vor dem Termin vom Arbeitgeber eine entsprechende Erlaubnis holt", sagt der Rechtsanwalt.
      Auch für Vorsorge- und Routineuntersuchungen gibt es demnach eine Befreiungsmöglichkeit, obwohl hier keine medizinische Notwendigkeit besteht. Hat allerdings eine solche Untersuchung Zeit, bis zum Beispiel ein wichtiges Firmenprojekt fertiggestellt ist, ist es dem Arbeitnehmer zuzumuten, solange zu warten, wie Bauer betont. Hier gilt es zudem ebenfalls, möglichst einen Termin außerhalb der Arbeitszeiten auszumachen.
      Solange für den Arbeitnehmer der Arztbesuch während der Arbeitszeit unumgänglich ist, verhält er sich vertragsgerecht. Der Arbeitgeber kann ihn daher nicht abmahnen. Die Möglichkeit, ohne Lohnverluste zum Arzt zu gehen, ist allerdings nicht unbegrenzt. "In manchen Tarifverträgen ist die bezahlte Abwesenheit ausdrücklich auf einige Stunden pro Monat beschränkt", sagt der Experte. Ist der Arbeitnehmer hingegen so krank, dass er arbeitsunfähig ist, erhält er ohnehin Lohnfortzahlung.
      Quelle: ddp, 20.02.2004
    • Jeny
      By Jeny
      Guten Abend alle zusammen 🙂
      Ich wollt mal fragen wie ihr das so handhabt mit dem Arbeiten und den Arztterminen?
      Bei uns im Geschäft ist es so das ich die Termine nur auf die Freizeit legen kann; dass heisst mir wird die Zeit abgezogen in der ich zb. beim Blut abnehmen bin, oder ich muss mir halt nen Tag Urlaub nehmen wenn´s länger dauert!
      Ich hatte auch schonmal ein Attest vom Hautarzt mitgebracht; da ich mir keinen Urlaub für den Tag nehmen konnte und blöderweise auch noch Frühschicht hatte!
      Das Attest für die Stunde die ich weg war wurde leider nicht akzeptiert... da ich die Termine ja nicht auf die Arbeitszeiten legen soll... Toll, wenn man dringend nochmal ein Blutbild machen soll... was hätt ich den tun sollen!?!
      Zudem ist es jetzt halt so das ich immer in die Dermatologie nach Ulm gehe zum Blut nehmen und wegen meinen Rezepten für´s Enbrel (meinem Hautarzt wars zu teuer...), ja, und nach Ulm sinds gute 50km... das heisst das ich mit "nur" Blut nehmen ca. 2 Stunden unterwegs bin!
      Meistens will sich der Arzt dann ja aber noch die Haut angucken und die Wartezeiten sind dort manchmal echt übel lang...
      Ich leg die Termine schon immer nach möglichkeit auf meine Spätschicht, d. h. das ich erst um 11Uhr anfangen muss zu arbeiten... komme trotzdem immer zu spät und mir wird dann die Zeit abgezogen!
      Diese Woche war ich wieder mal (gute 3 Stunden warten müssen...erst um dreiviertel 12 ins Geschäft gekommen) ja, und heute hat die Ärztin angerufen das mein Blut nicht stimmt und im Urin Eiweiss ist, was auch immer das heissen mag! Naja, ich muss jetzt nächste Woche nochmal hin zum Blut nehmen, da hab ich aber frühschicht! D.h. ich muss mir nen Tag Urlaub nehmen um nicht an den Minusstunden zu ersticken!
      Gibts da nicht ne Sonderregelung oder ne Art Krankmeldung die ich mir von der Uni Klinik austellen lassen kann?
      Immerhin ist es ja doch ne heikle Angelegenheit mit dene Biologics, und die überprüfung und untersuchung ist ja schon wichtig!!!
      Wie regelt ihr das?
      Nehmt ihr euch immer Urlaub?
      Will meinen ganzen Urlaub eigentlich nicht für Blutabnehmen und Arztbesuche verplempern....
      LG
      JEnny
    • PseudoTom
      By PseudoTom
      Hallo zusammen,
      ich war hier Jahre nicht aktiv und hatte eigentlich auch keine Beschwerden oder Probleme (zum Glück), doch nun würde ich mich sehr über eure Hilfe, Tipps und Unterstützung freuen.
      Ich fasse kurz zusammen: Ich bin 53 Jahre jung und habe seit 2013 Psoriasis Arthritis, nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich gut damit leben und arbeiten. Habe auch einen GdB 50 seit 2015.
      Ich bin dann 2015 umgezogen und habe somit auch meinen Rheumatologen wechseln müssen. Schleichend wurden dann Kortison Tabletten und ähnliches abgesetzt. Alles gut.......bis auf die letzten, sagen wir 2 Jahre. Beruflich muss ich sagen, habe ich als Klempner einen wirklich schweren Beruf, überwiegend kniend und körperlich sehr anstrengend. Es häufen sich also die Krankmeldungen und richtig schlimm ist es nun dieses Jahr und die letzten 6 Monate. Brennen in den Gelenken (Handgelenk, Schulter und Ellenbogen ), beide Knie wurden bzw. werden operiert wegen Meniskusriss (nach OP keine Besserung), ich komme mir eben vor wie ein alter Mann. Übrigens habe ich seit Februar ständig Tinitus, was mich wahnsinnig macht und bisher niemand erklären konnte. Und das Ganze hat sich eigentlich erst seit meinem Umzug so entwickelt, was auch mit dem neuen Job zu tun hat, der mir einfach immer schwerer fällt. 
      Naja, derzeit bin ich seit 3 Wochen krankgeschrieben und mein Chef sagte mir, ich solle mir langsam etwas anderes suchen oder Ausschau halten, weil die Belastung einfach zu groß ist, da sind wir einig. 
      Meine Rheuma Tante hat nun  mit mir einen Reha Antrag gestellt, hoffe das wird genehmigt und hilft mir. Meine erste und letzte Reha ist 7 Jahre her. Mich beschäftigt, mehr als meine Gesundheit, wie geht weiter, beruflich und finanziell. Was kann ich tun, mit stehen nun noch die Reha und meine 2. Knie OP bevor, die kommen Anfang 2021 auf mich zu. Habt ihr einen Rat, wie ich mich einvernehmlich mit meinem Chef einigen kann und das Arbeitsverhältnis so beenden, dass ich keinerlei Schaden bzw. Sperren später erwartet muss? 
      Danke für eure Zeit und eventuelle Antworten 
    • Xeminio
      By Xeminio
      Hallo zusammen,
      Ich bin noch ganz neu hier wollte aber mal nach Erfahrungen fragen.
      Und zwar geht es im speziellen um Probleme mit Cosentyx und der Arbeit in medizinischen/pflegerischen Einrichtungen (z.b. Krankenhaus oder Pflegeheim).
      Ich bin momentan am überlegen in den Bereich der Medizintechnik zu wechseln, müsste dafür aber öfter in o.g. Einrichtungen.
      Meine Frau hat jetzt etwas Angst, da ich durch Cosentyx ja anfälliger für Infekte bin (gerade in Zeiten von Corona ist das ja nicht so lustig....).
       
      Danke schonmal für jede Info/Anregung die ihr für mich habt.
    • Feuerdrache
      By Feuerdrache
      Ein liebes hallo ich bräuchte mal eure Hilfe.
      Meine Tochter ist 17 macht derzeit noch ein Einjähriges Soziales Jahr als Altenpflegerin, möchte diesen Beruf auch weiter ausüben.
      Nun sind folgende Probleme aufgetreten, Schuppenflechte an Hände und Füsse unter den Fingernägeln, es sind starke Wunden vorhanden und Risse besonder an den Händen, nun hat sie auch noch eine Gelenkentzündung das Sie ihre Finger kaum noch bewegen kann. 
      Ihre Hände sehen voll übel aus :-(
      Welchen Beruf kann Sie den dauerhaft damit ausüben , was würdet Ihr empfehlen.

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Willkommen in der Community für Menschen mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Ohne Werbung, ohne Tracking, aber mit ganz viel Herz 💛

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