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Arnos Genesungstagebuch

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Bestandsaufnahme


Arno Nühm

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Moin zusammen,

ich weiß noch nicht, ob ich hier richtig gestrandet bin. Von den Artikeln zB über das richtige Haarewaschen oder über die Existenz der Psoriasisarthritis war ich sehr beeindruckt.

Von Forum und Chat habe ich eher den Eindruck, dass hier ziemlich tote Hose herrscht. Die meisten Themen sind mehrere Jahre alt. Viele kommen neu mit vielen Fragen und sind dann fix wieder weg. Spricht doch dafür, dass man sehr gut alleine zurecht kommt mit dieser Seuche. Mein Onkel nannte seine chronische Polyarthritis immer seine Seuche. Und jetzt habe ich auch sowas. Endlich mal eine Krankheit, von der man etwas sehen kann. 

Ich muss mich im Augenblick um meinen Rentenantrag kümmern, die erste Verlängerung steht an. Ungünstiges Timing, da von Pso und PSA der Verlauf viel zu kurz ist, als dass er etwas hergeben könnte. Und zum Glück habe ich noch nicht wirklich viele körperliche Einschränkungen. Welche sich entwickeln und wie ich damit klarkomme, will ich hier dokumentieren. 

 

1. Zeigefinger links

Beugen und Strecken ist eingeschränkt möglich, der Finger kann nicht mehr richtig krumm gemacht werden. Müslipackung öffnen etc geht nicht mehr, dazu muss ich eine Schere nehmen. Hose hochziehen nur mit veränderter Handhaltung. Deo unter die rechte Achsel sprühen: Dazu muss ich den richtigen Winkel erwischen, sonst kann ich nicht genug Kraft aufwenden. Zahnseide benutzen wird schwierig, ich kann mit dem Finger nicht die Seide hochziehen. Bereits geöffnete Flaschen kann ich mit dem Mittelfinger ersatzweise öffnen, bei einer noch ungeöffneten muss ich die rechte Hand nehmen (Ich halte sonst die Flasche mit rechts.) -  der linke Zeigefinger ist dafür nicht mehr einsetzbar, weil die Griffkraft zu schwach ist.

2. kleiner Finger links

Dieser Finger käme sonst alternativ beim Öffnen der Flasche zum Einsatz und wenn die Flasche bereits geöffnet war, gelingt dies auch noch. Bei bisher ungeöffneten Flaschen ist auch hier die Griffkraft zu schwach. Das Zudrehen von Flaschen ist schmerzhaft. Hier gibt es noch keine sichtbare Veränderung.

3. mittlere Zehen

Schmerzen beim Krümmen der Zehen, Gleichgewicht halten erschwert.

4. Daumen rechts

Der Daumen fühlt sich anders an als sonst, bisher zum Glück noch keine Einschränkungen.

 

Dann habe ich noch Schmerzen durch entzündete Sehnen, die ich trotz der Schmerzmedis (z. Zt. Ibuprofen 600mg 2x tgl.) noch unterschiedlich stark spüre. Einschränkungen hierdurch sind entsprechend tagesformabhängig. Manchmal scheint die Ernährung Einfluss zu haben darauf. 

1. Finger lassen sich manchmal nicht voll spreizen, vor allem der Daumen und kleine Finger auseinander. Folglich kann ich gar nicht mehr Zehnfingerschreiben oder nur noch kleine Buchstaben tippen.

2. Das Abknicken des Handgelenks ist schmerzhaft an der Handgelenksinnenseite sowie das Aufstützen auf die Hände an den Handballen. Dies macht sich besonders dann bemerkbar, wenn ich Unterarmgehstützen verwenden muss wie zuletzt wegen der Kniegelenkspunktion oder aber auch einfach, weil meine Füße mich nicht mehr sicher tragen.

3. Meine Füße tun manchmal so weh, dass ich kaum stehen kann. Ich muss mich dann zum Zähneputzen hinsetzen. Nachts habe ich meine Krücken immer in Reichweite, weil ich nie weiß, wie stark die Schmerzen sind, wenn ich aufwache. 

 

Meine Haut laugt durch die Schuppenflechte beim Waschen sehr schnell aus und dann neigt sie dazu, sich zu öffnen. Deshalb sah ich mich gezwungen, alle Tätigkeiten im Haushalt, bei denen man sich die Hände nass oder schmutzig macht, an meinen Ehemann zu delegieren. Das betrifft nicht nur den Fußboden wischen, das schließt auch das Auswaschen des Handtuchs nach dem Quarkwickel ein oder mal eben das Schneidebrett abwischen. Handschuhe tragen ist nur eine Notlösung, denn auch der Schweiß im Handschuh greift die Haut an. Wann immer möglich nutze ich Sterillium zur Desinfektion meiner Hände anstatt sie zu waschen.

 

Der Teil war einfach, das waren die körperlichen Beschwerden. Dabei will ich es hier auch fürs erste belassen.

 

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