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Cosentyx (Secukinumab)

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Sammlung meiner Beiträge zu Cosentyx zur besseren Übersicht für alle Interessierten (und mich) und neue Kommentare und Beiträge zur aktuellen Entwicklung.

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GrBaer185

Impfungen bei Therapie mit Cosentyx

 Secukinumab (Cosentyx®), IL-17A Rezeptor

Impfungen mit Totimpfstoffen:
Jederzeit möglich; im Idealfall Immunisierung mind. 2, besser 4 Wochen vor Therapiebeginn abschließen.
Bei laufender Therapie: Verabreichung in der Mitte des Behandlungsintervalls 

Impfungen mit Lebendimpfstoffen:
Keine Impfungen während Therapie (FIa) Impfungen mind. 4 Wochen vor bzw. frühestens 2 Monate nach Therapie

Kommentar:
2 Wochen nach Einzeldosis keine eingeschränkte Immunantwort nach Influenza- und Meningokokken Impfung (FI-A) [142] 

Wiedergegeben nach dem Downloadinhalt des vollen Artikels "Impfen bei Immundefizienz" unter:

https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00103-019-02905-1

GrBaer185

Von meinem Arzt lasse ich mir jeweils meine Werte der Blutuntersuchung ausdrucken, bzw. als Kopie geben.
So kann ich auch über längere Zeit und bei einem Arztwechsel die Entwicklung der Werte verfolgen.
Auch ist es so möglich durch Vergleiche eine Verschlechterung oder auch eine Verbesserung von einzelnen Laborwerten zu sehen,
die sonst vielleicht gar nicht auffallen würde, da die Werte immer im Normalwertbereich liegen.

Mein Lymphozytenwert ist seit einer langjährigen Therapie mit Fumarsäure-Estern stark erniedrigt.
Maßgeblich für die Bewertung ist die absolute Zahl der Leukozyten. In den Laborwerten ist jedoch die Zahl der Lymphozyten als Prozentwert
der (aller) Leukozyten angegeben.

Mit den aktuellen Laborwerten vom 20.05.2019 aus der Tabelle unten ergibt sich:

Leukozyten         4,4 pro nl (Nanoliter) = 4400 pro Mikroliter

Lymphozyten     17 %    (der Leukozyten)

daraus ergibt sich die absolute Zahl der Lymphozyten pro Mikroliter (µl) als
  4400/µl * 0,17 = 748/µl

(absolute) Zahl der Lymphozyten     748 pro Mikroliter

Ein Wert, wo man mit dem Arzt über weitere Maßnahmen reden sollte ist ein Lymphozytenwert kleiner 500 pro Mikroliter (µl).

Laborw 20Mai2019.jpg

Der CRP-Wert (C-reaktives Protein) ist ein Entzündungsmarker. Er ist bei Entzündungen im Körper erhöht, z.B. auch bei Psoriasis Arthritis oder einer Lungenentzündung.
Vor Beginn der Therapie mit Cosentyx war mein CRP-Wert immer erhöht und lag bei Werten oberhalb von 10 oder auch 20 mg/l. Bei Infektionen der Atemwege auch sehr hoch, z.B. 18.3.2011 bei 138,7 mg/l  oder bei meiner Lungenentzündung am 11.06.2018 bei 249 mg/l.
Seit der Therapie mit Cosentyx liegt mein CRP-Wert im Normbereich (Ausnahme bei Infekten). 
Im Folgenden Laborwerte vor und kurz nach Beginn der Therapie mit Cosentyx am 13.03.2017:

Laborw 2016-2017.jpg

GrBaer185
Ich hatte zu Begin meiner Therapie mit Cosentyx schnell guten Erfolg, aber auch neurodermitisartige, juckende Hautveränderungen in den Armbeugen und einen entzündeten kleinen Finger (siehe früheren Blog-Eintrag). 
Nachdem ich im Juli 2017 wegen einem grippalen Infekt den Spritzenabstand auf 5 Wochen verlängert hatte und die Haut nicht negativ reagierte, blieb ich versuchsweise bei einem (ca.) 5 Wochenabstand.
Auch mit dem größeren Spritzenabstand von 5 Wochen blieb und ist mein Hautzustand für mich sehr zufriedenstellend und stabil.
 
Spritzenintervalle:
Vom 13.03.2017 (Beginn der Therapie) bis 14.9.2017 nach "offiziellem" Behandlungsplan,
ab 14.7.2017 5 Wochen Abstand wegen Erkrankung und dann versuchsweise zur Nebenwirkungsverringerung , dann
29.12.2017 - 04.02.2018  5 Wochen und 2 Tage Abstand
04.02.2018 - 14.03.2018  5 Wochen und 3 Tage Abstand
14.03.2018 bis 27.06.2018 jeweils 5 Wochen Abstand zw. den Spritzen
27.06.2018 - 15.08.2018  7 Wochen Abstand
15.08.2018 - 26.09.2018  6 Wo.
26.09.2018 - 01.11.2018  5 Wo. und 1 Tag
01.11.2018 - 06.12.2018  5 Wo.
06.12.2018 - 04.01.2019  4 Wo. und 1 Tag 
04.01.2019 - 10.02.2019  5 Wo. und 2 Tage
10.02.2019 - 11.03.2019  4 Wo. und 1 Tag
11.03.2019 - 01.05.2019  7 Wochen und 2 Tage (größerer Abstand wegen fiebrigem Infekt der oberen Atemwege). Antibiotikum:
Wegen einem fiebrigen Infekt der oberen Atemwege Einnahme des Antibiotikums
Amoxicillin-ratiopharm 1000 mg Filmtabletten dreimal täglich eine vom 15.4. bis 21.4.2019.
 
01.05.2019 - 01.06.2019  4 Wo. und 3 Tage
01.06.2019 - 10.07.2019  5 Wo. und 4 Tage (am li. Oberarm drei kleine, neue, leicht schuppende Hautbereiche)
10.07.2019 - 07.08.2019 4 Wo.;26.7. die Stellen am li. Oberarm sind weg (Daivobet Anwendung)
07.08.2019 - 
 
GrBaer185

Vor zwei Jahren und einer Woche begann ich mit dem Spritzen von Cosentyx.
Trotz Nebenwirkungen und einer Lungenentzündung unbekannter Ursache im Juni 2018 führte und führe ich 
die Therapie weiter.
Mein Hautzustand ist gut, verglichen mit der Zeit "vor" Cosentyx sehr gut. 
Ich habe nur noch größere Psoriasisstellen an beiden Schienbeinen. Wenige kleine Stellen, stecknadel- bis centstückgroß
habe ich an den Unterarmen (ca. 4 Stechnadelkopf große), Rücken eine Stelle und Oberschenkel zwei Stellen etwa centstückgroß.
Bei zusätzlicher Behandlung mit Daivobet Salbe verschwinden diese zeitweise.
In der Leiste habe ich wiederkehrend rote, entzündete Haut, die gut auf eine vom Dermatologen verschriebene Creme 
mit Hydrocortison, Clotrimazol und Zinkpaste anspricht oder auch nur Penaten Creme.

Bezüglich Gelenken und Sehnen habe ich (auch) unter Cosentyx zum dritten Mal Schnappfingerproblematik am kleinen Finger, zweimal Erbsenbeinentzündung am linken Handgelenk, Tennisellenbogen links (bin Rechtshänder) und Achillessehnenentzündung linkes Bein. Schnappfinger und Entzündung am Handgelenk haben sehr gut auf Spritzen 
mit Kortison (Kristallsuspension Lichtenstein) angesprochen. Achillessehne konservativ behandelt mit Krankengymnastik, Dehnübungen und Stoßwelle, ca, ein halbes Jahr bis Besserung, ebenso beim Tennisellenbogen (hier ohne Stoßwelle).
Ursache für Tennisellenbogen und vielleicht auch Erbsenbeinentzündung und Schnappfinger, bzw. ein Zusammenhang 
besteht möglicher Weise mit gerätegestützter Krankengymnastik. Ob ein Zusammenhang mit Cosentyx besteht???
Da die Belastung beim Training nicht übertrieben war, scheint mein Körper besonders sensibel und "übertrieben" auf die Trainingsreize reagiert zu haben. Falls eine Entzündungsreaktion auftritt, z.B. auch wegen kleiner Verletzungen oder zur Regeneration von beanspruchtem Gewebe, scheinen die Regelmechanismen meines Körpers die Entzündung nicht beenden zu können (Ähnliches läuft wohl beim sogenannten Köbner Effekt als Psoriasis-Auslöser ab).
Wenn durch Kortikoid-Einsatz (Spritze ins Gelenk; oder auch Salbe auf die Haut, dies war früher an meinem Hals der Fall, wo sich unter dem Bart Psoriasis-Herde ausbildeten, die nach einmal Kortisonsalbe verschwanden und weg blieben solange ich auf den Bart verzichtete) der Entzündungsprozess gestoppt wurde, hatte ich sehr lange oder bis heute "Ruhe", d.h. keine weiteren Entzündungen.

Meine Laborwerte sind unauffällig, außer den seit der Fumarat-Therapie erniedrigten Lymphozyten.
Werte vom 4.12.2018 (Normalwerte in Klammern; <= bedeutet "kleiner gleich"):
CRP  3,1 mg/l    (Normalwert <5,0)
Leukozyten 4,8 /nl      (3,7 - 10.1)
Lymphozyten 14 %     (18-45)
daraus errechnen sich 672 Lymphozyten pro Mikroliter (bei weniger als 500 ist Vorsicht geboten).
Gamma-GT    15 U/l  (<=71)
Creatinin (enzymatisch) 1,1 mg/dl  (<= 1,2)

Keine vermehrten Erkältungen. Grippeimpfung im Herbst durchgeführt.
Seit August 2018 im Ruhestand.
Derzeit einmal die Woche eine Stunde gerätegestützte Krankengymnastik mit Fahrradergometer.
Einmal die Woche 90 min. flotte Wanderung mit Seniorengruppe.

Cosentyx Spritzenabstand war wegen früherer Nebenwirkungen auf fünf Wochen verlängert, nun letztes Spritzendoppel
nach vier Wochen am 11.3.2019. Abwarten, ob bei 4 Wochen Spritzenabstand die Haut noch besser wird und die
Psoriasis-Reststellen verschwinden und ob hoffentlich nicht wieder alte Nebenwirkungen auftreten.

GrBaer185

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Am ‎28‎.‎06‎.‎2018 um 10:08 schrieb Tessa:

Wie ist es bei dir?

Hallo Tessa,
danke für den Bericht.
Ich spritze Cosentyx seit rund 1,25 Jahren mit sehr gutem Ergebnis für die Haut ( nur wenige  kleine Stellen an der rechten Wade und einer Zehe..
Zwischenzeitlich hatte ich Ausschlag und Juckreiz in den Armbeugen und Kniekehlen, ähnlich einer Neurodermitis, ging wieder weg. Ebenso mit Salbe der Ausschlag in der Leiste und die trockene, rote und spröde Haut am kleinen Finger rechts. An zwei Fingergelenken ist die Haut sehr trocken und wenn ich nicht genug salbe, reißt sie ein. Generell kommt mir die Haut trockener als vor Cosentyx vor.
Zwei Sachen, die nicht mit Cosentyx zusammenhängen müssen:

- Im linken Knie gab es beim Aufstehen vom Tisch plötzlich einen Stich, einige Tage später waren die Beschwerden so stark, dass ich nur noch humpeln konnte. Orthopädin: Verdacht auf Plicasyndrom (hatte ich noch nie), MRT: altersentsprechend gesundes Knie, mittlerweile mit gerätegestützter Krankengymnastik wieder schmerzfrei.

- Rechte Hand Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom (beim Lenkradhalten und vor allem beim Schlafen kribbeln in der Hand), Handgelenksorthese zum Schlafen, Nervenleitungsgeschwindigkeitsmessung nur leichte Abweichung zw. links und rechts. Mittlerweile keine Beschwerden mehr. Vermutlich eher muskuläre Verspannung/ Fehlhaltung im Schulterbereich.

Hatte am Mi., 6.6.18 abends plötzlich Schüttelfrost und 39,4 °C Fieber. Arzt tippte auf Virus, abhören der Lunge o.B.., kein Husten, keine Erkältung, gab mir vorsorglich falls es nicht besser wird ein Rezept für ein Antibiotikum mit. Fr. leichte Brustschmerzen und etwas Auswurf beim Räuspern, woraufhin ich das Antibiotikum holte und einnahm. Keine Besserung, Fieber ging nur mit Ibuprofen 400 mg runter, bei nachlassen der Wirkung nach ca. 8 Stunden wieder Schüttelfrost und 39,5 °C Fieber. Montag zum Röntgen: bilaterale atypische Lungenentzündung, CRP 249 mg/l, neues Breitbandantibiotikum, das dann nach 2,5 Tagen endlich anschlug.

Sprach Arzt auf möglichen Zusammenhang mit Biologicum an und meine von früher von Fumarsäurederivaten und FUMADERM her immer noch niedrigen Lymphozytenwerte (um 650 pro Mikroliter), meinte, auch 30 jährige bekämen Lungenentzündung.

Habe mir gestern wieder 2 Cosentyx-Spritzen gesetzt - hoffe, dies war kein Fehler...

GrBaer185

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Am ‎18‎.‎12‎.‎2017 um 17:09 schrieb arni:

Das viel gelobte Cosentyx hat mir schweren Schaden zugefügt. Das werde ich wohl nie vergessen. 

Hallo Arni,

kannst Du das näher erläutern oder einen Link angeben, falls Du es woanders schon dargestellt hast?
Wäre super, danke!

arni

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Mal gucken, ob ich das noch alles zusammen bekomme...

Es fing an mit einer Kieferhöhlenentzündung

Dann kam die trockene Haut. Hab mich 3x tgl. cremen müssen. Habe mich sonst kaputt gekratzt. Mein Bauchnabel ist gerissen und hat sich entzündet.

Der nächste Infekt kam

Fieberschübe und Schüttelfrost ohne einen Infekt zu haben. Bestimmt 4 Wochen ging so. Dies habe ich heute noch, wenn sich ein Schub ankündigt. 

Dann Schmerzen der Weichteile und Gelenke und Muskelschmerzen. Besondern mein Knie schmerzte und wurde dann im Verlauf auch dick. 

Lungenentzündung war die nächste Station

Dann kam für mich das Schlimmste. Die Schuppenflechte, die vorher gut war, explodierte. Steht auch unter selten Nebenwirkungen im Beipackzettel Ausbruch der Psoriasis. Ich hatte den schlimmsten Psoriasis Schub meines Lebens. Davon habe ich mich erst nach 1,5 Jahren erholen können. Aber nur durch ein neues wirksames Biological. 

Es folgten 2x Nasennebenhöhlen-Vereiterungen

Consentyx wieder mal ausgesetzt und alle Infekte sind innerhalb von 7 Tagen verschwunden. 

Neuer Start mit Secukinumab

Wieder einen heftig Infekt und 3x Bindehaut-Vereiterung

2 Abszesse haben sich gebildet

 

Das war das Ende vom Cosentyx für mich. Ich habe lange aus verschiedenen Gründen daran festgehalten. Aus heutiger Sicht viel zu lang. Meine Rheumatologin würde heute mit Ihren neuen Erfahrungen mit diesem Medikament auch anders handeln. Aber damals, war es der große Renner und kein Arzt hatte Zweifel zugelassen. Selbst heute noch, sehen Dermatologen dieses Medikament als den Durchbruch der Psoriasis Medizin an und sind immun gegen Kritik. 

 

Die meisten Patienten vertragen Cosentyx zum Glück sehr gut und profieren von dessen Wirkung.

Es ist immer schwierig abzuklären, wenn man weitere Baustelle hat, ob diese Dinge vom Cosentyx kommen oder völlig unabhängig sind. Fast unmöglich. Dazu müsste man Cosentyx mal aussetzen und gucken. Aber wer setzt schon freiwillig ein gut wirksames Medikament ab mit der Möglichkeit, dass es hinterher nicht mehr so gut wirken wird. 

Dir bleibt eigentlich nicht viel übrig als abzuwarten. Wenn sich Deine Nebenerkrankungen häufen und ein anderer Leidensdruck entsteht, dann musst Du handeln. 

Wegen Deiner Sehnengeschichte und auch Kniebeschwerden auch mal beobachten ob noch weitere Dinge hinzukommen. Vielleicht unterdrückt Cosentyx auch nicht ausreichend die rheumatologische Seite. 

Ich wünsche Dir für heute erst einmal eine Gute-Besserung für Deine Lungenentzündung. 

bearbeitet 29. Juni von arni


 

GrBaer185

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Hallo Arnhild,

zunächst vielen Dank für die ausführliche und sehr interessante Beschreibung Deiner Erfahrungen mit Cosentyx.
Da sind ja einige Parallelen zu mir: trockene, teils rissige Haut, Knieproblem, Juckreiz, Lungenentzündung.
Hast Du die vermutlichen Nebenwirkungen gemeldet?
Noch ohne Lungenentzündung hatte ich bei Novartis (Tel. Nr. aus dem Beipackzettel) angerufen, weil ich mich unglücklich gespritzt hatte (wohl etwas zu tief am Bauch und eine Ader getroffen, gab eine richtige Beule mit später blauem Fleck) und wissen wollte, ob es schlimm ist, wenn Cosentyx aus Versehen in eine Ader gespritzt wird. Die Ärztin, zu der ich durchgestellt wurde, gab mir diesbezüglich Entwarnung. Bei der Gelegenheit schilderte ich auch gleich meine "Nebenwirkungen" und stellte Fragen zur Dosierung.
Ich bekam in Folge umfangreiche Fragebogenunterlagen zu den von mir genannten Nebenwirkungen für meinen Arzt. Dieser füllte sie schnell aus und sah keinen Zusammenhang mit Cosentyx - deckt sich gut mit dem was Du geschrieben hast, für den Arzt ist es DAS fantastische Präparat bei Psoriasis.
Meine atypische Lungenentzündung habe ich auf der im Beipackzettel genannten Web-Seite des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen, www.pei.de  gemeldet. Bisher ohne Reaktion, kann aber noch kommen.

Mir geht es soweit wieder gut und ich war heute wieder das erste Mal seit der Lungenentzündung bei der gerätegestützten Krankengymnastik.
Bezüglich arthritischer Beschwerden scheint Cosentyx bei mir "nicht" zu wirken, seit vielen Wochen schmerzt mir am Handballen der linken Hand das Erbsenbein und die Achillessehne links wird auch nicht besser (habe nächste Woche meine vierte Stoßwellenbehandlung). 
Nachdem ich zu Beginn der Cosentyx-Therapie grippale Infekte und Halsschmerzen hatte und das Spritzenintervall deshalb auf fünf Wochen verlängert hatte, bin ich allerdings 'off Label' bei fünf Wochen Spritzenabstand geblieben und meine Haut ist nach wie vor sehr gut (nur vernachlässigbare kleine Stellen). Siehe auch:


Habe mich auch bis zu meiner Lungenentzündung gut gefühlt und gefreut, das Cosentyx bei meiner Haut so super geholfen hat (zuvor im Dez. 2016 PASI von 34,3 und DLQI von 22).
Frage mich halt, wann die nächste Lungenentzündung kommt (meine Vorletzte war 2000 und Anfang 2003). So wie Du denkst, zulange bei Cosentyx geblieben zu sein, so war ich zu lange bei Fumaraten und FUMADERM geblieben, trotz Leuco- und Lymphopenie. Habe nun immer noch verringerte Lymphozytenwerte.

Welches Biologikum nimmst Du jetzt Arnhild?

Alles Gute und viele Grüße!
 

GrBaer185

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Hallo Bettina,

ich wurde weder auf Lungenembolie noch auf Lupus erythematodes noch auf einen DIL gecheckt.    
Geröntgt wurde ich jetzt zweimal, ersten als  nach  4 Tagen (am Montag) immer noch hohes Fieber (39,5 °C) trotz drei Tagen Antibiotikum bestand, mit der Diagnose bilaterale atypische Lungenentzündung, dann eine Woche später zur Kontrolle nachdem ich ein anderes, diesmal Breitbandantibiotikum bekommen hatte.

Bei einem Hämatologen (Krankenhaus Neukölln) mit Knochenmarkspunktion war ich vor ca. 22 Jahren wegen der niedrigen Lymphozytenwerte (durch Fumarate) ohne besonderes Ergebnis, neuerlich nicht mehr. Sprach jetzt meinen Internisten auf einen Hämatologen an, ohne dass er dies befürwortete.
Ich frage mich, was ein neuerlicher Hämatologenbesuch bringen soll mit welchen Erkenntnissen und vor allem mit welchen Handlungsfolgerungen.

Mir geht es schon wieder recht gut. Ob Cosentyx die Ursache oder eine Mitursache der Lungenentzündung ist kann man halt nicht  sagen. 2000 und 2003 hatte ich auch eine Lungenentzündung ohne Cosentyx. Nachdenklich macht es mich aber schon, da es "kein Schnupfen" ist und aus heiterem Himmel kam, d.h. keine Erkältung, kein Husten und beim Abhören am ersten Tag ohne Befund. Der Arzt dachte an eine Virusinfektion und meinte ein Antibiotikum würde mir nichts bringen.
PS: Ich rauche nicht, bin gegen Pneumokokken geimpft (Auffrischimpfung erst 3 Wochen vor der Lungenentzündung), habe kein Asthma und lebe auch sonst recht gesund. 
Hast Du eine Idee, wie man die Lymphozytenzahl erhöhen/ pushen kann?

Ein schönes Wochenende wünscht B.

 

GrBaer185

November 2017

GrBaer185

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Hallo miteinander,

es würde mich interessieren, wie es Euch mit Cosentyx weiter ergangen ist?

Hat der gute Behandlungserfolg angehalten?

Habt Ihr Nebenwirkungen?

Wie lange sollt Ihr Cosentyx weiter spritzen?

 

Ich selber spritze mich heute das 12. Mal. Haut im Vergleich zu davor sehr gut. Nebenwirkung ein Jucken und kleine Pickelchen in den Armbeugen. trockene, rissige Haut am kleinen Finger rechts und Entzündung/ rote Haut in der Leiste.  Dermatologe meint, es sehe wie Neurodermitis aus und hat mir eine Zinksalbe mit Hyydrokortison verschrieben.

Kleine, linsengroße Hautstellen mit Verhornungsstörungen an Wade und Fuß. Mal trockene, schuppende Hautstelle an Stirn. Allgemein scheint die Haut trockener als vor der Cosentyx-Therapie zu sein. Und etwa drei Kilogramm habe ich zugenommen.

 

Am ‎24‎.‎11‎.‎2017 um 10:11 schrieb Donna:

Trotz einmal aussetzen im Juni wegen einer OP habe ich keinen Schub bekommen. 

Hallo Donna,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Wie lange hast Du im Juni ausgesetzt? Wie lange war da der Abstand zwischen den Spritzen? Hast Du dann normal weiter gespritzt, dass heißt alle 4 Wochen oder zunächst den Abstand verkürzt wie beim Therapiebeginn?

Aus welchen Gründen wurde Dir das Aussetzen vor der OP empfohlen und wie lange vor der OP durftest Du nicht gespitzt haben?

Ich wünsche Dir weiterhin guten Erfolg und keine Nebenwirkungen.
 

GrBaer185

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Schöne Weihnachten Jeannette. Wie sieht es bei Dir aktuell mit Wirkung und Nebenwirkungen aus?

Spritzt Du Cosentyx in erster Linie wegen einer Psoriasis-Arthritis und daher 150 mg? 

Laut Beipackzettel werden bei Plaque-Psoriasis 2 Spritzen mit je 150 mg, also zusammen 300 mg als Einzeldosis empfohlen.
 

GrBaer185

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Hallo Heike,

wie geht es Dir aktuell?

Durch Cosentyx ist meine Psoriasis am Kopf ganz verschwunden. Haare sind bei mir als Mann eh schon lichter, habe da keinen Haarausfall beobachtet

Ich würde an Deiner Stelle aber mal den Dermatologen ansprechen wegen dem Haarausfall. Es gibt auch Nebenwirkungen die selten sind und jeder Patient reagiert anders. Für Cosentyx gibt es noch nicht so viel Erfahrung und alle Beobachtungen im Zusammenhang mit der Therapie sollten gemeldet werden.
 

GrBaer185

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Schöne Weihnachtsfeiertage zusammen,

das Problem mit trockener haut und Juckreiz, vor allem in den Armbeugen, Kniekehlen und Oberschenkeln hab ich auch. Teilweise springt mir die Haut an den Fingern auf.  Mein Dermatologe hat mir dafür eine Salbe rezeptiert.

Dafür ist die Psoriasis praktisch verschwunden.

Cosentyx spritze ich nun alle 5 Wochen.

Ich wünsche schon mal allen einen guten Rutsch!


 

GrBaer185

Spritzenintervall verlängern?!

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     Am ‎06‎.‎12‎.‎2015 um 01:57 schrieb Franke70:

"Hallo hat jemand schon mal den 4 wöchigen Spriten abstand verlängert, weil das Hautbild sehr gut ist? Mein Doc meinte, ich könnte mal versuchen, evtl. längeres Intervall mit den Spriten oder auf eine Spritze alle 4 Wochen zu gehen." 

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hallo Franke,

das ist eine gute Frage, denn alle Betroffenen werden über den gleichen Kamm geschoren, heißt bekommen nach dem selben Schema die gleiche Dosis Antikörper gespritzt, egal wie groß, schwer sie sind oder wie schlimm ihre Psoriasis ist. Auch spielen Laborparameter bislang keine Rolle für die Dosiswahl, es ist egal wie hoch z. Bsp. der Entzündungswert CRP ist und das Ziel von Secukinumab, das Interleukin 17A wird überhaupt nicht bestimmt.

Einmal aus Termingründen und einmal wegen einem fiebrigen Infekt habe ich den Spritzenabstand beim Hautarzt von 4 auf 5 Wochen verlängert. 

Die ersten beiden Spritzen (es sind immer zwei Spritzen auf einmal, da die Wirkstoffmenge für eine Anwendung auf zwei Spritzen verteilt ist - warum??) erhielt ich am 13.03.2017.  Seit dem 5. Spritzentermin am 10.04. sollte der Abstand vier Wochen betragen. Da ich einen fiebrigen Infekt mit zweimal abends 38,7 °C  Temperatur und etwas Schleim auf den Bronchien/Lunge links hatte ( Symptome gingen nach Antibiotikum weg), war der 6. Termin erst am 15.5. und wegen Terminschwierigkeiten der 7. Termin erst wiederum nach 5 Wochen am 19.6.

Der Dermatologe meinte, eine Woche mehr sei nicht relevant, der Abstand sollte aber nicht größer als 6 Wochen sein. Von einem Absetzen von Cosentyx wegen geringer Nebenwirkungen riet er mir ab, da unklar sei, ob Cosentyx nach einer Pause wieder gut anspreche. Ich hatte zu beginn trockene Lippen und die Haut an den ehemaligen Psoriasisstellen war pergamentartig. Im Leistenbereich heilte die Psoriasis nicht ab, die Haut war weiterhin rot und riss teilweise ein - Antipilzcreme half da, ebenso wie zwischen zwei Fingern, wo die Haut juckte und trocken-rissig war.

Der Lippentrockenheit hat sich normalisiert, die früheren Psoriasisherde sind kaum noch von der "normalen" Haut zu unterscheiden, habe das Gefühl, dass die Haut trockener ist. Außerdem das Gefühl geschwollener Augenlieder und ein Jucken in den Armbeugen und der Oberschenkelinnenseite (gerade die wenigen Stellen, die zuvor nicht von der Psoriasis betroffen waren). Ich habe 3 Kilogramm zugenommen und frage mich, ob das vielleicht an Wassereinlagerungen liegen könnte.

Erstmals ist bei mir nach einem stechenden Schmerz beim Aufstehen vom Küchentisch ein Plicasyndrom diagnostiziert worden und in der Linken Hand habe ich zeitweise ein kribbeln in den Fingern (Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, neurologisch nicht erhärtet, vermute nun eher Folge von Fehlhaltung der Schultern, Muskelverspannung). Ich frage mich allerdings auch, ob vielleicht doch ein Zusammenhang mit den Cosentyx-Spritzen besteht.

Die Psoriasishaut hat sich bereits nach dem ersten Spritzentermin angefangen zu bessern und ich bin seit einigen Wochen erscheinungsfrei (bis auf die nun neuen roten Pünktchen nach Kratzen aufgrund des Juckreizes in den Armbeugen (s.o.). Fußnägel haben begonnen normal nachzuwachsen. Zuvor hatte ich eine sehr stark ausgeprägte Psoriasis die im Begriff war in eine Erytrodermie überzugehen. 

Ich trage seit langem wieder kurze Hemden und konnte erstmals wieder unbeschwert ins Schwimmbad und an den Badesee gehen - super. 

Bin gespannt, was mein Dermatologe zu meiner neuen Hautbaustelle in den Ellenbeugen und der Oberschenkelinnenseite sagen wird.

bearbeitet 12. Juli 2017 von GrBaer185

 

 

 

    

GrBaer185

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"nach ein halben jahr erscheinungsfreiheit sollte ich die spritzen dann ganz absetzen "

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Hallo kingotto,

hast du unerwünschte Nebenwirkungen?

Ein Absetzen des Biologikums will sehr gut überlegt sein. Von meinem Dermatologen hatte ich zur Behandlungsdauer keine klare Aussage erhalten. Er sagte, trotz guter Haut solle ich weiter Cosentyx spritzen lassen. Es sei unklar, ob das Biological nach einem Absetzen wieder so gut anspricht. Hat sich angehört nach einer Dauertherapie.

Unklar ist mir auch, ob ein Ausschleichen der Therapie möglich ist, indem der Abstand zwischen den Spritzen verlängert wird und/oder nur eine Spritze (statt der üblichen Doppelspritzung) gegeben wird. Hierzu wäre es wichtig, näheres über die Pharmakokinetik zu wissen. Als Laie dachte ich, wie bei anderen Medikamenten würde Cosentyx allmählich aus dem Fettgewebe des Bauches, in das es bei mir gespritzt wird, vom Körper resorbiert und dann allmählich "verwertet" werden und wirken. Mein Arzt meinte, das Cosentyx recht schnell in den Blutkreislauf kommt und das Interleukin 17A auch "schlagartig" verringert. Bis zum nächsten Spritzentermin in vier Wochen würde die Interleukin 17A Menge dann wieder allmählich zunehmen.

 

GrBaer185

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In der Fachinformation zu Cosentyx (sehr lesenswert)

siehe:      https://www.gelbe-liste.de/produkte/cosentyx-150-mg-injektionsloesung-in-einem-fertigpen_885274/fachinformation

steht:

"In der Psoriasis-Studie 5 (SCULPTURE) wurden 966 Patienten ausgewertet. Alle Patienten erhielten Cosentyx in einer Dosis von 150 mg oder 300 mg in den Wochen 0, 1, 2, 3, 4, 8 und 12. Anschließend wurden die Patienten per Randomisierung entweder einem kontinuierlichen Erhaltungsregime mit monatlich der gleichen Dosis beginnend ab Woche 12 oder einem „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf"-Regime mit der gleichen Dosis zugewiesen. Bei Patienten, die die „Wiederholungsbehandlung bei Bedarf" erhielten, konnte das Ansprechen nicht in angemessener Weise aufrechterhalten werden, weshalb ein fixes monatliches Erhaltungsregime empfohlen wird."

Es wird also eine ständige, vierwöchentliche Erhaltungsdosis von Cosentyx empfohlen.
 

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weiter steht in der oben erwähnten Fachinformation:

 

"5.2 Pharmakokinetische Eigenschaften

Plaque-Psoriasis

Resorption
Bei gesunden Probanden wurden zwischen 2 und 14 Tagen nach einer subkutanen Einzeldosis von 300 mg in flüssiger Formulierung Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 43,2 ± 10,4 μg/ml erreicht.
Nach einer subkutanen Einzeldosis von entweder 150 mg oder 300 mg bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurden gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik 5 bis 6 Tage nach Gabe Spitzenkonzentrationen von Secukinumab im Serum von 13,7 ± 4,8 μg/ml bzw. 27,3 ± 9,5 μg/ml erreicht.
Bei anfänglich wöchentlicher Anwendung im ersten Monat betrug gemäß einer Analyse der Populationspharmakokinetik die Zeit bis zum Erreichen der Spitzenkonzentration 31 bis 34 Tage.
In Datensimulationen betrugen die Spitzenkonzentrationen im Steady-State (Cmax,ss) nach subkutaner Anwendung von 150 mg oder 300 mg 27,6 μg/ml bzw. 55,2 μg/ml. Die populationspharmakokinetische Analyse legt nahe, dass unter monatlichen Dosierungsregimes der Steady-State nach 20 Wochen erreicht wird.
Verglichen mit der Exposition nach einer Einzeldosis zeigte die populationspharmakokinetische Analyse, dass Patienten nach wiederholten monatlichen Erhaltungsdosen einen 2-fachen Anstieg der Spitzenkonzentrationen im Serum und der Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve (AUC) aufwiesen.
Eine populationspharmakokinetische Analyse zeigte, dass Secukinumab bei Patienten mit Plaque-Psoriasis mit einer mittleren absoluten Bioverfügbarkeit von 73 % resorbiert wurde. Über alle Studien hinweg wurden für die absolute Bioverfügbarkeit Werte im Bereich von 60 bis 77% berechnet.

Verteilung
Das mittlere Verteilungsvolumen während der terminalen Phase (Vz) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 7,10 bis 8,60 Liter, was auf eine begrenzte Verteilung von Secukinumab in periphere Kompartimente hindeutet.

Biotransformation
Der Großteil der IgG-Elimination erfolgt über intrazellulären Katabolismus nach einer Flüssigphasen- oder rezeptorvermittelten Endozytose.

Elimination
Die mittlere systemische Clearance (CL) nach Gabe einer intravenösen Einzeldosis bei Patienten mit Plaque-Psoriasis lag im Bereich von 0,13 bis 0,36 l/Tag. In einer Analyse der Populationspharmakokinetik betrug die mittlere systemische Clearance (CL) bei Patienten mit Plaque-Psoriasis 0,19 l/ Tag. Das Geschlecht hatte keine Auswirkungen auf die CL. Die Clearance war dosis- und zeitunabhängig.
Die mittlere Eliminationshalbwertszeit bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde auf Grundlage einer populationspharmakokinetischen Analyse auf 27 Tage geschätzt und lag über alle Psoriasis-Studien mit intravenöser Gabe hinweg in einem Bereich von 18 bis 46 Tagen.

Linearität/Nicht-Linearität
Die Pharmakokinetik von Secukinumab nach Einzel- und Mehrfachgabe bei Patienten mit Plaque-Psoriasis wurde in mehreren Studien ermittelt, in denen intravenöse Dosen von 1 x 0,3 mg/kg bis 3x10 mg/kg und subkutane Dosen von 1 x 25 mg bis zu mehrfachen Dosen von 300 mg angewendet wurden. Die Exposition verhielt sich über alle Dosierungsregimes hinweg dosisproportional."
 

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Am ‎26‎.‎09‎.‎2016 um 20:28 schrieb Franke70:

Hallo wollte mich wieder mal melden. Wie ich schon hier geschrieben habe nehme ich jetzt ein Jahr cosentyx. Seit Januar Spritze ich so 4-5 wöchig eine Spritze. Geht mir auch soweit sehr gut , aber seit zwei Wochen Mega Stress auf der Arbeit. Leichtes Jucken der Haut , mit zwei leichte centgrosse leicht rote stellen. Wenn es mehr wird werde ich mal wieder zwei spritzen monatlich nehmen. Wie geht's euch?? Mit freundlichen Grüßen Franke

Hallo Franke,

wie geht es Dir zur Zeit? Was gibt es Neues bei Dir? Spritzt Du noch Cosentyx?

 

Ich werde heute wieder zwei Cosentyx-Spritzen setzen ( nach 5 Wochen). Hatte vor einer Woche eine Grippeschutzimpfung und habe danach etwas gewartet.

Meine Haut ist recht gut. Allerdings habe ich wieder verstärkt ein Jucken an den Armbeugen-Innenseiten und mein kleiner Finger der rechten Hand ist ganz entzündet, ich muss ständig cremen, sonst reißt die Haut auf. Entzündete Haut habe ich auch in der Leiste. Der Dermatologe meint, es wäre wie bei einer Neurodermitis. Ich habe eine Zinksalbe mit Hydrokortison verschrieben bekommen.

 

 

 



 

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Schlage mich seit über 40 Jahren mit der Psoriasis herum, die zuletzt immer schlimmer
wurde. Mit einem Pasiscore von 34,3 und einem DLQI von 22 lies ich mich dann doch von
meinem Dermatologen von einer Behandlung mit Cosentyx überzeugen, da der
Hautzustand unerträglich wurde.

Die ersten beiden Spritzen (es sind immer zwei Spritzen auf einmal, da die
Wirkstoffmenge für eine Anwendung auf zwei Spritzen verteilt ist - warum??) erhielt
ich am 13.03.2017 - ich nehme an einer Studie beim Dermatologen teil und wollte mich
(diesmal) nicht selber spritzen, da es mir beim MTX zuletzt unangenehm war.

Seit dem 5. Spritzentermin am 10.04. sollte der Abstand vier Wochen betragen. Da ich
einen fiebrigen Infekt mit zweimal abends 38,7 °C  Temperatur und etwas Schleim auf den Bronchien/Lunge links hatte ( Symptome gingen nach Antibiotikum weg), war der 6. Termin erst am 15.5. und wegen Terminschwierigkeiten der 7. Termin erst wiederum nach 5 Wochen am 19.6.

Der Dermatologe meinte, eine Woche mehr sei nicht relevant, der Abstand sollte aber nicht größer als 6 Wochen sein. Von einem Absetzen von Cosentyx wegen geringer Nebenwirkungen riet er mir ab, da unklar sei, ob Cosentyx nach einer Pause wieder gut anspreche. Ich hatte zu beginn trockene Lippen und die Haut an den ehemaligen Psoriasisstellen war pergamentartig. Im Leistenbereich heilte die Psoriasis nicht ab, die Haut war weiterhin rot und riss teilweise ein - Antipilzcreme half da, ebenso wie zwischen zwei Fingern, wo die Haut juckte und trocken-rissig war.

Der Lippentrockenheit hat sich normalisiert, die früheren Psoriasisherde sind kaum noch von der "normalen" Haut zu unterscheiden, habe das Gefühl, dass die Haut trockener ist. Außerdem das Gefühl geschwollener Augenlieder und ein Jucken in den Armbeugen und der Oberschenkelinnenseite (gerade die wenigen Stellen, die zuvor nicht von der Psoriasis betroffen waren). Ich habe 3 Kilogramm zugenommen und frage mich, ob das vielleicht an Wassereinlagerungen liegen könnte.

Erstmals ist bei mir nach einem stechenden Schmerz beim Aufstehen vom Küchentisch ein Plicasyndrom diagnostiziert worden und in der Linken Hand habe ich zeitweise ein kribbeln in den Fingern (Verdacht auf Karpaltunnelsyndrom, neurologisch nicht erhärtet, vermute nun eher Folge von Fehlhaltung der Schultern, Muskelverspannung). Ich frage mich allerdings auch, ob vielleicht doch ein Zusammenhang mit den Cosentyx-Spritzen besteht.

Die Psoriasishaut hat sich bereits nach dem ersten Spritzentermin angefangen zu bessern und ich bin seit einigen Wochen erscheinungsfrei (bis auf die nun neuen roten Pünktchen nach Kratzen aufgrund des Juckreizes in den Armbeugen (s.o.). Fußnägel haben begonnen normal nachzuwachsen. Zuvor hatte ich eine sehr stark ausgeprägte Psoriasis die im Begriff war in eine Erythrodermie überzugehen. 

Ich trage seit langem wieder kurze Hemden und konnte erstmals wieder unbeschwert ins Schwimmbad und an den Badesee gehen - super. 

Bin gespannt, was mein Dermatologe zu meiner neuen Hautbaustelle in den Ellenbeugen und der Oberschenkelinnenseite sagen wird.

Der Entzündungsparameter CRP, der vor der Behandlung mit Cosentyx immer sehr hoch war, ist nun erstmalig seit langer Zeit wieder mit 3,0 mg/l im Normbereich ( < 5,0 mg/l).

 

Zu Nebenwirkungen schrieb ich auch:

 

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Am 24.2.2019 um 21:46 schrieb Prinz:

Der Wirkungseintritt von tremfya fängt ja bei den meisten erst ab der der 4 Woche an und nach 4 Monate volle Wirkung .Dachte auch schon mal das meine pso in den leisten keine pso ist ...weil ich die vor den biologika nicht hatte.... 

Ich würde abwarten ,meine Leisten ,Kopfhaut fast geheilt. Dienstag bekomme ich 2 tremfya Spritze .pso stellen fast kaum noch sichtbar.

Alles gute .lg

 

Hallo Prinz,

das ist sehr interessant. Ich habe unter Cosentyx auch rote, entzündete Haut in meinen Leisten bekommen, hatte früher trotz starker Psoriasis dort nie was. Dachte zuerst an einen Hautpilzbefall, mein Dermatologe verneinte dies und verschrieb mir eine rezeptierte Salbe mit Hydrocortison und Zink:
Hydrocortison Mikronisiert   0,5 g
Clotrimazol Mikronisiert        0,5 g
Pasta Zinci Mollis               49,0 g

Das war schon Nov. 2017, hat geholfen, die Hautveränderungen kamen aber wieder, haben mich jedoch nicht wesentlich beeinträchtigt.
Aktuell habe ich guten Erfolg bei der Leistenbehandlung mit trocknen der Leisten nach dem Duschen/waschen mit dem Haartrockner und dünnem Auftragen von Penaten Baby Wundschutzcreme, auch da ist wieder Zinkoxid drin.

VlG
 


 

Viele Grüße GrBaer

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Am 28.4.2019 um 11:55 schrieb Hubertus:

PS: Vergessen habe ich noch die Eiterpickel, die zu "wandern" scheinen. Anfangs waren sie am Oberkörper, nun v.a. an den Oberbeinen... sehr sehr nervig.

Mit meinen Cosentyx-Spritzen (nehme ich weiter) hatte ich auch mal einige wenige "Eiterpickel" an den Oberschenkeln, derzeit nicht mehr.
Ich hatte juckende, rote Haut in beiden Ellenbeugen, ähnlich Neurodermitis, ist jetzt auch weg. Ich bin zumeist mit der Dosierung "off label"  niedriger, d.h. ich habe den Spritzenabstand um rund 25 % verlängert, von 4 Wochen auf rund 5 Wochen. Siehe hierzu auch:

und
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/3950-spritzenintervall-verlängern/

und
https://www.psoriasis-netz.de/community/blogs/entry/3993-meine-spritzenintervalle-mit-cosentyx/?tab=comments#comment-12825

 

bearbeitet Mai 30 von GrBaer185
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