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Von Nerd auf 5 bei 30°

Claudia

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blog-0805233001375011882.jpgAnfang des Jahres fing das an. Vom Sportstudio war ich genervt - zu oft waren die Geräte zu begehrt, zu oft bildeten sich "Schnattergruppen", die einem die Ohren vollschwatzten, wogegen auch der beste Kopfhörer nicht half. Also sah mich das Sportstudio nicht mehr. Okay, im Moment ist es wegen U-Bahn-Bauarbeiten auch schlechter erreichbar, und leider liegt der Umweg dann doch zu nahe an meinem Zuhause, so dass ich oft auch eine Ausrede hatte, eben doch gleich nach Hause zu gehen statt zum Sport. Also musste ein anderer Sport her, weil: ohne geht es nicht, wenn man den ganzen Tag am Computer arbeitet.

Der Frühling war da - und die Idee, es mal mit dem Laufen zu probieren lag nahe. Im April ging's los. Doch kaum hatte ich mit dem ersten zaghaften Training begonnen, hatte ich am ersten schönen Frühlingstag einen Unfall – mit Besuch in der Rettungsstelle, Nähen des kleinen Fingers (und seither zeitraubenden Terminen bei der Ergotherapie). Jedenfalls war mein Training erstmal futsch.

Trotzdem wollte ich es wissen und legte Ende Mai wieder los. Ich suchte mir, Spielkind wie ich auch bin, eine App fürs Smartphone und wählte Runtastic. Hinzu kam ein Brustgurt zum Messen der Herzfrequenz während des Laufens. Ich neige dazu, zu schnell zu laufen und werde damit wirklich effektiv gebremst.

Später wechselte ich die App und lief fortan mit Runkeeper. Grund für den Wechsel war zum einen, dass Runtastic nicht mit meinem alltäglichen Begleiter, dem Fitbit Ultra, zusammenarbeitet - und zum anderen Eleyne ;) Sie hatte gerade auch mit dem Laufen begonnen, und in ihrem Blog schrieben wir immer wieder mal hin und her. Inzwischen pausiert sie, gesundheitlich bedingt.

Geholfen hat mir auch ein Trainingsplan, bei mir einer für Anfänger, die 5 Kilometer am Stück laufen wollen. Im Schnitt alle zwei Tage ging ich in den letzten acht Wochen auf die "Piste", vor der Haustür los, über Asphalt und durch Parks. Neben "meinem" Trainingsplan gibt es sehr gute bei Runner'sWorld, die man in sein bevorzugtes Kalenderprogramm im Computer importierten kann oder natürlich schlicht ausdrucken.

Und ich hatte mir selbst ein Ziel gesetzt: die Vattenfall City-Nacht auf dem Ku'damm. Die war gestern. Hätte ich vor einem Jahr im Leben nicht daran gedacht, zu laufen, so hätte ich natürlich schon gar nicht mit solch einer Hitze gerechnet: Bei meinem ersten "amtlichen" Lauf waren gestern Abend um 20 Uhr um die 30 Grad.

Der Start war suboptimal - weil zu schnell. Fixere Läufer drängelten ganz schön stark und trieben mich zusätzlich an. Dabei steht in jedem Ratgeber, dass man bei "Rennen" am Anfang schön langsam laufen soll. Naja, ich muss es mir beim nächsten Mal noch mehr einbläuen. Die ersten zwei Kilometer waren die schwersten. Ans Aufhören dachte ich zu keiner Zeit, es war nur einfach - ja, schwer eben. An Kilometer 2 stand die erste Wasserversorgung – und eine Dusche, über die Straße gespannt, die eine wahre Erholung war. Und dann konnte ich auch das Geschehen am Rande genießen. Samba-Trommler waren da, und Leute, die einfach jeden mit Klatschen oder Rufen anfeuerten. Inzwischen war ich ja auch in einer übersichtlichen (weil langsamen) Gruppe angekommen, deren Mühe von manchem Anfeuerer extra belohnt wurde.

Bei Kilometer 3 wusste ich: Das schaffst Du. Wenn Du bis hierher gekommen bist, ist der Rest nicht schlimm. Sehr geholfen hat mir eine Art Armbanduhr, die ich derzeit testen darf. Die mio Alpha zeigt einem die Herzfrequenz, ohne dass man einen beengenden Brustgurt umschnallen muss. Außerdem warnt sie, wenn man will, mit buntem Blinken, wenn man außerhalb der Herzfrequenzbereiche läuft, die gut sind.

Im Ziel gab's schließlich wieder jede Menge Wasser, das man innerlich und äußerlich anwenden konnte – sprich: das innerlich für den Durst und äußerlich auf Kopf, Arme und Beine angewendet wurde.

Alles in allem war die Hitze gar nicht so ein Problem – und Dabeisein alles. Das "Feeling" jedenfalls ist unbeschreiblich.

Und das Fazit? Heute habe ich mich zum Silvesterlauf angemeldet. Kommt jemand mit? ;)



6 Comments


Recommended Comments

Gibt es unterwegs Aschenbecher oder schmeisst man die Kippe einfach auf den Boden beim Lauf?

Cool, das du mal den Popo aufraffst und sowas machst.

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Also Hawe, den Kommentar hättest du dir wirklich sparen können!

Und wie wärs mit selber "Popo aufraffen"!

Ich finds toll, Claudia!

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Super Sache, Claudia.

Ich laufe auch. Nicht so wie Du mit professionellem Trainingsplan, aber es macht Spaß.

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Ach, na irgendwann brauche ich auch keinen Trainingsplan mehr :) Für den Anfang war's gut zum Sich-dran-Festhalten und das langsame Steigern.

Spaß macht's auf jeden Fall :)

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Bröselbert

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Bravo! Ich werd ein wenig neidisch, wenn ich das lese. Ich hatte immer viel Freude am laufen, der Höhepunkt waren zwei Halbmarathons. Inzwischen machen mir da leider die Knie ein en Strich durch die Rechnung, ich befürchte fast, dass da eine PSA auch ihr Unwesen treibt (neben Fingern und wahrscheinlich Rücken). Llerdings hab ich die Knieprobleme schon länger als die ersten Hauterscheinungen, insofern kann ich das nicht genau sagen.

DIe EInstellung, dass du irgendwann keinen Trainingsplan (und ich ergänze: auch keine Pulsuhr) mehr brauchst, finde ich übrigens super :) Horch in dich rein, synchronisiere dein Körpergefühl mit der Zahl auf der Pulsuhr, und irgendwann ists überflüssig :) Ich habe immer nach Atmung gelaufen. X Schritte ein, X Schritte ausatmen und dann schauen, welches Tempo ich mit welcher Atmung wie lang durchhalte. Auch da kann man sich zu ölangsamen laufen zwingen ("wenn ich nicht mehr 4 schritte ein, 4 schritte aus schaffe, muss ich halt langsamer laufen, bis ich damit wieder klarkomm")

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