Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Ich wollte allen mal ein bißchen Mut machen, die Angst haben vor Fumaderm. Ich habe vor 20 Jahren den ersten Schub Psoriasis bekommen und war kreuz unglücklich. Nach einer langen Odyssee habe ich dann von Fumaderm erfahren, das damals noch im Versuch war und nur wenige Ärzte waren angeschlossen daran. Zum Glück war auch ein Internist in meiner Heimatstadt dabei. Damals gab es eine Klinik in den Bergen in der Schweiz, die auf Fumarsäuretherapie spezialisiert waren. Ich hatte nochmal Glück dort hingeschickt zu werden. Nach 4 Wochen war ich erscheinungsfrei, und mit einer Erhaltungsdosis von 1 Tablette blieb ich es auch für 5 Jahre! Dann hatte ich während eines Urlaubs ausprobiert, ob ich ohne Fumaderm auskomme. Aber nach anderthalb Jahren fing es wieder an. Bis heute, immer wenn ich einen Schub bekomme, und es immer schlimmer wird, dann nehme ich wieder Fumaderm. Und es hilft. Jeder ist anders natürlich. Ich bekomme auch manchmal Magenschmerzen, Blähungen und auch den Flush, aber es geht noch.
Man hat mir damals gesagt, mit der Einnahme der Tabletten immer eine Mahlzeit einzunehmen, also gut zu essen, nicht nur eine Kleinigkeit wie ein Brötchen oder ein paar Kekse. Bei mir hilft das, die Nebenwirkungen sind dann weniger.
Und es gab in der Klinik eine spezielle Begleit-Diät. Keine Nüsse oder Nußprodukte (auch aufpassen bei pflanzlichen Ölen, könnte Erdnussöl mit beisein). Keinen Wein oder Weinprodukte wie Essig (Apfelessig ist ok), und drittens keine Gewürze, wie Pfeffer, getrocknete Paprika usw. Frische Paprika oder Kräutersalz ist ok. Ich hatte damals sogar ein spezielles Buch bekommen über diese Diät.
Außerdem ist Lichttherapie wichtig, also Sonne oder UV Bestrahlung. UVB ist mir zu gefährlich, bei manchen ortansässigen ( nicht einfühlsamen) Ärzten war ich schon böse verbrannt. In der Klinik bekam ich entweder Sonnenbad auf dem Balkon, oder wenn die nicht schien, eine Solariumbehandlung mit UVA und UVB gemischt, aber ganz vorsichtig, wurde von 30 Sek. auf 7 Minuten gesteigert in 4 Wochen, und 7 Minuten war maximal.
Leider muss ich euch enttäuschen was die Klinik angeht, denn die gibt es nicht mehr. Was ich sehr sehr schade finde. Wenn ich einen Schub habe versuche ich all die Komponenten der Klinik nachzuahmen so gut es geht. Es ist niemals so gut weggegangen wie dort, aber trotzdem, bis auf Ministellen an den Ellbogen alles weg, und ich kriege es wirklich am ganzen Körper.
Ich bin ja überzeugt, daß eine Kombination von verschiedenen Faktoren hilft. Fumaderm, die Diät, Sonne, anderes Klima, und vor allen Dingen Entspannen. Bleibt zuhause, wenn ihr die Tabletten auf eine hohe Dosis steigert. Widmet Euch euch selbst und lasst es euch gutgehen!
In der Schweiz hatten sie die Dosis unter ärztlicher Aufsicht fast täglich gesteigert. So war ich ganz schnell auf 4 Tabletten am Tag. Zu Hause geht das leider nicht. Ich bin immer in ärztlicher Behandlung und lasse mein Blut kontrollieren, bis jetzt war es immer gut.
Was die umstrittene Diät angeht, so habe ich Beispiele von Menschen wo das gewirkt hat. Vielleicht hatte ich ja nur das Glück Fumaderm vertragen zu haben, aber ein Versuch ist es allemal Wert.
Also versucht es ruhig. Ich wünsche Euch viel Erfolg, und das Ihr bald erscheinungsfrei werdet. Wanda