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    Fumaderm – was ist das und wie wird es angewendet?

    Der Wirkstoff in Fumaderm ist ein Fumarsäureester.

    Diese Medikament ist rezeptpflichtig.

    Allgemeine Informationen

    Fumarsäure ist eine natürliche Substanz und gehört zu dem Fruchtsäuren. Man findet sie z.B. in der Heilpflanze Gemeiner Erdrauch (Fumaria officinalis), die schon im Mittelalter bei trockener und schuppender Haut angewandt wurde. Fumaderm enthält nicht die Fumarsäure selbst, sondern zwei chemische Abkömmlinge (Ester) der Fumarsäure (Dimethylfumarat und Ethylhydrogenfumarat). Anders als die Fumarsäure können diese Fumarsäureester problemlos aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden und sind daher für eine innerliche Therapie in Tablettenform geeignet. Die Tabletten sind magensaftresistent, d.h. sie lösen sich erst im Dünndarm auf und können dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

    Bei welcher Erkrankung wird Fumaderm angewandt?

    Fumarsäureester können bei mittelschweren bis schweren Formen der Psoriasis vulgaris eingesetzt werden, wenn die alleinige äußerliche Therapie mit Cremes, Salben, Bädern und Licht nicht ausreicht. Als schwer wird eine Psoriasis eingestuft, wenn mehr als 25 Prozent der Körperoberfläche betroffen sind, die gängigen äußerlichen Therapien nicht ausreichend wirken oder häufig Rückfälle auftreten.

    Wirkung von Fumaderm

    Die gesunde Haut erneuert sich ständig, indem Hornschicht-bildende Zellen (Keratinozyten) durch die Hautschichten an die Oberfläche gelangen  und in rund 28 Tagen zu Hornzellen werden. Diese abgestorbenen Hornzellen fallen dann durch Waschen oder Reiben an der Kleidung ab. Bei Psoriasis teilen sich die Keratozyten vermehrt und die Zeit bis zur Umwandlung in eine (unvollständige) Hornzelle ist auf 3-5 Tage verkürzt. Beide Mechanismen führen zu einer vermehrten Schuppenbildung. Zusätzlich wandern weiße Blutkörperchen (Leukozyten) in die Haut ein und bilden kleinen Eiterherde unter der Hornschicht.

    Fumarsäureester führen zum einen dazu, dass die krankhaft gesteigerte Teilung der Keratozyten ausgebremst wird. Zum anderen wirken sie auch ausgleichend auf das überaktive Immunsystem, was sich an einer Verminderung entzündlicher Botenstoffe (Zytokine) ablesen lässt. Auch auf die Einwanderung der Leukozyten ist ein hemmender Effekt gezeigt worden. Vollständig aufgeklärt ist der Wirkmechanismus aber bis heute noch nicht.

    Anwendung von Fumaderm

    Um den Körper langsam an den Wirkstoff zu gewöhnen und damit die Nebenwirkungen zu vermindern, steht für die ersten drei Wochen ein spezielles Präparat mit niedrigerer Dosierung (Fumaderm initial) zur Verfügung.

    Üblicherweise nimmt man davon in der 1. Woche eine Tablette (abends) in der 2. Woche zwei Tabletten (morgens und abends) und in der 3.Woche drei Tabletten (morgens, mittags, abends).

    Danach wird auf das höher dosierte Präparat (Fumaderm®) umgestellt. Auch hier fängt man erste einmal mit einer Tablette am Abend an und steigert die Dosis dann langsam über sechs Wochen bis zu einer Maximaldosis von 3x2 Tabletten.

    Erste Behandlungseffekte sieht man erfahrungsgemäß nach vier bis sechs Wochen. Innerhalb von drei Monaten wird dann meist eine deutliche Verbesserung des Hautbildes erreicht. Sind die Hauterscheinungen abgeklungen, sollte versucht werden, die Dosis auf die individuell erforderliche Erhaltungsdosis zu reduzieren, die meist deutlich unterhalb der Maximaldosis liegt.

    Die Tabletten müssen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Generell ist darauf zu achten, dass während der Behandlung ausreichend getrunken wird (1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt).

    Wann darf Fumaderm nicht eingenommen werden?

    • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe
    • bei schweren Allgemeinerkrankungen
    • bei schweren Magen-Darmerkrankungen (z.B. Magen- oder Zwölffingerarmgeschwüre)
    • bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen
    • bei chronischen Erkrankungen mit Beeinträchtigung der Leukozytenzahl und -funktion
    • bei Krebserkrankungen
    • bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren (in Ausnahmefällen möglich)

    Worauf muss man besonders achten?

    Vor Behandlungsbeginn muss der Arzt das Blutbild kontrollieren. Nur, wenn hier alles in Ordnung ist, darf mit der Therapie begonnen werden. Außerdem sollte vor der Behandlung sichergestellt werden, dass keine erhöhten Leber- und Nierenwerte vorliegen.

    Blutbild, Leber- und Nierenwerte müssen auch während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden. Bei auffälligen Veränderungen muss die Behandlung abgebrochen werden.

    Falls es wegen Nebenwirkungen notwendig erscheint, kann die Therapie ohne Probleme abrupt abgesetzt werden. Dies sollten Sie aber immer mit ihrem Arzt besprechen. Wird die Therapie nach einer Pause weiter fortgeführt, kann die Dosis rascher erhöht werden als bei der Erstbehandlung.

    Schwangerschaft und Stillzeit

    Weil nicht genügend Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte das Präparat hier nicht eingesetzt werden. Bisher sind keine schädigenden Einflüsse auf das ungeborene Kind beobachtet worden. Trotzdem sollte das Präparat abgesetzt werden, wenn während der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt.

    Mögliche Nebenwirkungen von Fumaderm

    Sehr häufig (bei einem von 10 Behandelten oder mehr)

    • Gesichtsrötung und Hitzegefühl (Flush) vier bis sechs Stunden nach der Medikamenteneinnahme – meist nur zu Beginn der Therapie
    • Durchfall (Diarrhö) – meist nur zu Beginn der Therapie
    • leichte Formen der Lymphopenie (bei 50 Prozent der Behandelten)
    • leichte Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen)

    Häufig (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)

    • Völlegefühl, Oberbauchkrämpfe, Blähungen (geht im Laufe der Behandlung meist zurück)
    • Schwere Formen von Lymphopenie (bei 3% der Behandelten)
    • Vorübergehende Eosinophilie

    Gelegentlich (bei mehr als einem von 1000 Behandelten aber weniger als bei einem von 100)

    • Übelkeit (geht im Laufe der Behandlung meist zurück)
    • Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen (geht im Laufe der Behandlung meist zurück)
    • Vermehrte Eiweißausscheidung über die Nieren (Proteinurie)
    • Erhöhung der Serumkreatininkonzentration (Grund für einen sofortigen Therapieabbruch)
    • Erhöhung der Leberwerte

    Selten (mehr als einer von 10.000 Behandelten aber weniger als einer von 1000)

    • allergische Hautreaktionen

    Sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 Behandelten)

    • anhaltende Eosinophilie
    • Akute lymphatische Leukämie (ALL)
    • Irreversible Panzytopenie (Einzelfallbericht)
    • Unspezifische Knochenschmerzen mit Erhöhung der alkalischen Phophatase und and Absinken des anorganischen Phosphats

    Wechselwirkungen mit Medikamenten

    Fumarsäureester dürfen nicht zusammen angewandt werden mit:

    Eine gleichzeitige äußerliche Anwendung von Fumarsäureabkömmlingen z. B. in Form von Cremes oder Bädern sollte während der Behandlung vermieden werden, da der Wirkstoff zum Teil auch über die Haut aufgenommen wird und die maximale Dosis dann möglicherweise überschritten wird.

    Alle anderen äußerlichen Mittel wie Dithranol, Salizylsäure, Teerderivate, topisches Vitamin D3 und Analoga, topische Retinoide, topische Kortikosteroide und pflegende Externa können problemlos mit dem Medikament kombiniert werden.

    Kurzfristig (bis zu vier Wochen) kann Fumaderm auch mit einer Lichttherapie kombiniert werden. Von einer Langzeitkombination wird aber wegen mangelnder Erfahrung abgeraten.

    Die Fun-Studie

    In der FUN-Studie wurde ermittelt, wie das Medikament Fumaderm bei Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte auf die Nagelpsoriasis wirkt. Das Ganze geschah am Universitätsklinikum in Lübeck.

    Es waren zunächst 34 Patienten, die zwischen November 2011 und April 2013 ins Studienprogramm aufgenommen wurden. In die Auswertung für die Studie kamen am Ende noch 17 Patienten, die das Fumaderm mindestens sechs Monate lang genommen hatten. Die Nagelpsoriasis verbesserte sich in der Studie um 40 Prozent. Parallel dazu wurde die Schuppenflechte (also am ganzen Körper) deutlich besser: War vorher ein PASI durchschnittlich bei 9, war er nach besagten sechs Monaten bei 3. Die Lebensqualität stieg um 60 Prozent.

    Über die Studie berichtete das "Krankenpflege-Journal" am 23.97.2014 unter der Überschrift "Fumarsäureester – wirksame Psoriasistherapie mit günstigem Sicherheitsprofil" (nicht mehr online).

    Weiteres Wissen

    • Bei Magenbeschwerden oder Durchfall hat sich das Trinken von alkalischen Tafelwasser und der Genuss von Milchprodukten bewährt. Meist klingen diese Beschwerden im Laufe der Behandlung von allein wieder ab, nur selten muss deshalb die Therapie abgebrochen werden.
    • Nach klinischen Studien profitieren etwa 70% der Patienten mit schwerer und schwerster Psoriasis von der Therapie mit Fumarsäureestern. Manchmal kann es aber etwas länger dauern, bis der Therapieeffekt eintritt. Besonders viel Geduld muss man bei trockenhyperkeratotischen Formen der Hand- und Fußpsoriasis und bei Gelenkbeteiligung haben.
    • Meist wird solange behandelt, bis die Hauterscheinungen vollständig abgeklungen sind oder der Betroffene mit dem Hautbild zufrieden ist. Bei schweren Psoriasisformen mit häufigen Rückfällen ist aber auch einer Langzeittherapie über Jahre möglich. Hierbei versucht man eine möglichst geringe Dosis zu finden, die die Hauterscheinungen gerade noch in Schach hält (Erhaltungsdosis). Bleibt der Behandelt unter einer niedrigen Dosis lange Zeit erscheinungsfrei, kann eine Auslassversuch gemacht werden.

    Lagerung: nicht über 25°

    Verwendete Literatur:

    • Leitlinie zur Therapie der Psoriasis mit Fumarsäureestern (Fumaderm) – ICD10:L40.0
    • Fachinformation Fumaderm initial/Fumaderm

    Maria Weiß, Ärztin

    Kosten von Fumaderm

    Der Preis für das Medikament beläuft sich auf

    • 116 Euro für 40 Tabletten Fumaderm initial
    • 230 Euro für 70 Tabletten Fumaderm
    • 320 Euro für 100 Tabletten Fumaderm
    • 625 Euro für 200 Tabletten Fumaderm

    Aber: Das ist eine Art "Listenpreis". Er kann durch Ratbatt- und andere Verträge zum Beispiel mit Krankenkassen auch niedriger sein – die Angabe soll ein Richtwert sein, mehr nicht.

    Wird Fumaderm weiterhin hergestellt?

    Ganz klar: Ja – auch wenn es jetzt mit Skilarence jetzt ein Medikament gibt, dessen Wirkstoff der gleiche ist, der auch in Fumaderm der wichtigste ist.

    Der Hersteller von Fumaderm teilte uns mit:

    Fumaderm ist weiterhin wie gewohnt verfügbar. Biogen hat nicht vor, das Produkt vom Markt zu nehmen bzw. die Produktion einzustellen. Es besteht daher keine Veranlassung, Patienten auf ein anderes Produkt umzustellen.

    Tipps zum Weiterlesen


    Bildquellen

    • Fumaderm: Bildrechte beim Autor

    User Feedback

    Recommended Comments

    Hier einige eigene Erfahrungen mit o.g. Präparat.

    Habe 2002 nach einer Odyssee von Mandelentzündungen, ständigen Antibiotikaeinnahmen - verbunden mit 15 kg Gewichtsabnahme - und dann endlich einer Tonsillektomie beide Fumaderm-Präparate über ca. 3 Monate eingenommen. Angefangen habe ich, da gab es an meinem Körper keine "heile" Stelle mehr. Vom Scheitel bis zur Sohle, inkl. Fußbett, Handrücken... ALLES! Sämtliche Produkte die ich noch besaß habe ich in den Müll geworfen und habe mir nur eine Fettcreme gekauft. Ich habe vom 1. Tag an Buch geführt (war auch so vom Hautarzt verlangt) und für mich ging ein Wunder in Erfüllung, ohne Quatsch. Natürlich wurden auch die regelmäßigen Laborkontrollen vorgenommen, aber da war stets alles in Ordnung. Nach ca. 3 Wochen gingen die Stellen mehr und mehr zurück und verschwanden dann vollständig, selbst die hartnäckigen Ellenbogen wurden sauber. Es war einfach genial. Und es ging mir wirklich prima. Bis dahin hatte ich in ca. 25 Jahren mit dieser Erkrankung ALLES ausprobiert was ich kriegen konnte. Von der Hautklinik über qualvolle Teerbehandlungen oder Dithranol-Behandlungen, Lichttherapie... Ich habe alles versucht, ganz ehrlich. Aber mit Fumaderm geschah für mich wirklich ein Wunder. Jetzt haben wir 2011 und ich habe außer an meinen Ellenbogen und ab und zu mal eine winzige Stelle (bei mir definitiv stressbedingt + psychisches Befinden), welche meistens von selbst wieder verschwindet, eine relativ gute Haut. Schön wäre es, wenn es für die kleinen "Stellchen" auch eine Creme mit diesem Wirkstoff gäbe. Das wäre echt supi!

    Für alle Betroffenen!

    Seid glücklich, dann geht es auch eurer Haut ein wenig besser!

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    Hallo, ich bin neu hier. Habe jetzt mit der Therapie Fumaderm begonnen, die überkommt mir aber überhaupt nicht. Nur noch starken Durchfall und Erbrechen. Ich werde wohl abbrechen müssen. Die Schuppenflechte ist in den 4 Wochen nach Einnahme nicht besser geworden, eher schlechter. Vielleicht würde mir eine Kur am toten Meer ja helfen. Ich bitte um Auskunft darüber. Danke.

    Gruß Anja

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    Hallo Anja.

    ich habe einige Zeit Fumaderm genommen. Dein Körper muss sich daran gewöhnen. Deshalb darf man die Dosis immer nur leicht steigern. Hatte ich gleichen Symtome wie Du. Nach ca 6 Wochen nichts mehr und vor allem keine Schuppenflechte.Es hatte einen langanhaligen Effekt, solange du die Tabletten nimmst. Ich habe es abgesetzt, da ich nicht jeden Tag 6 Tabletten einnehmen wollte. Hatte keine Beschwerden mehr.Das muss jeder für sich selbst entscheiden.Ich denke, Du nimmst die Tabletten unter ärztlicher Aufsicht ein. Ich war damals Versuchskaninchen bei einer Studie der Uni Köln. Brauchte für das Medikament nichts bezahlen. Ich weiß nicht, ob es das noch gibt.

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    Hallo,also ich bin total zufrieden mit Fumaderm....wenn es das nicht geben würde,wär mein "Leidensweg" unbeschreiblich.Nehme Fumaderm bestimmt schon 20Jahre und weiß jetzt wie ich damit am besten umgehe!Fange im Januar mit der 6wöchigen Therapie an, dann bin ich ungefähr im April frei, setze dann langsam ab und hab im Sommer keine Probleme!Im Winter ist mir die Schuppenflechte egal,dann lass ich Sie sprisßen...und im Januar gehts dann auf ein neues...mein weg damit umzugehen....lg Anja

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    Hallo, ICH NEHME NUN SEIT 5 JAHREN FUMADERM UND SEIT CA. 2 JAHREN DAVON NUR 1/2 TABLETTE ABENDS... BIN VÖLLIG BESCHWERDEFREI HABE NICHT MEHR DARAN GEGLAUBT.

    BIN SUPER ZUFRIEDEN UND GLÜCKLICH

    HATTE ES DAVOR GANZ SCHLIMM UND HABE SOGAR AN SELBSTMORD GEDACHT. ALSO, ES GIBT IMMER EINEN WEG, MAN MUSS IHN NUR FINDEN. Andrea

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    Ich nahm Fumaderm 5 Jahre lang und es war meine Rettung! Nur in der Anfangszeit hatte ich leicht mit Bauchschmerzen zu kämpfen. Dirch Fumaderm konnte ich wieder richtig leben, nicht nur viele Sommer mit Tshirt sondern auch wesentlich weniger Schmerzen durch die juckende, teils blutende Haut Konnte ich total genießen!

    Nach 4,5 Jahren und geringer Dosis stellten sich immer mehr und mehr Flushs ein! Da meine Haut auch im Winter TOP war (die ganz kleinen Herde nehme ich gerne hin) setzte ich Fumaderm ab.Nun nehme ich schon 4 Monate kein Fumaderm mehr und meine Haut ist immer noch sehr gut;)

    Ich möchte alle Leidenden ermutigen zu Fumaderm zu greifen auch wenn es viele negative Stimmen gibt, es hat sich für mich und mein Leben sehr gelohnt!!!

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    Ich hatte Fumaderm und nehme jetzt Skilarence.

    Beides habe ich anfangs nach Anweisung gesteigert, bis die Wirkung eintrat und dann auf eine Erhaltungsdosis gesenkt (z.Z. 1 Tablette aller 2 Tage. Der Flush ist erträglich, keine weiteren Beschwerden, keine Flechte mehr. Sehr gute Wirkung...

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    Guest Siglinde Sch.

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    Ich bin dem Medikament so dankbar. Habe eine lange Zeit mit der Schuppenflechte leben müssen. Hautkliniken und Hautärzte. Bis vor 45 Jahren ein Hautarzt mir mit Fumaderm geholfen hat. Jetzt nehme ich eine Tablette am Tag und bin seit dem Beschwerde frei.

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    Hallo Siglinde,

    schön, dass dir Fumaderm schon so lange hilft – wir sind nur etwas irritiert: Das Medikament wurde 1995 zugelassen, also vor 26 Jahren. ?

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    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Das Medikament Fumaderm ist in Deutschland eines der am meisten verschriebenen innerlichen Medikamente bei Psoriasis. Offiziell ist es für die Behandlung ab 18 Jahren zugelassen. Künftig sollen auch Kinder und Jugendliche damit therapiert werden können. Dafür läuft seit einigen Jahren in mehreren deutschen Kliniken die KiFuDerm-Studie, deren Ergebnisse noch ausstehen. Jetzt wurden Daten von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht, die in der Vergangenheit „off-label“ mit Fumarsäureestern behandelt wurden.
      Bislang gibt es für die innerliche Therapie von Psoriatikern unter 18 Jahren keine Standard-Therapie, sondern lediglich eine Empfehlung: Zuerst sollen Methotrexat und Ciclosporin zum Einsatz kommen. Als Alternative werden Fumarsäureester (FSE) und Retinoide genannt – letztere jedoch erst im Jugendalter. Das Biologic Enbrel darf ab sechs Jahren angewendet werden, wenn eines der zuvor genannten Medikamente ausprobiert wurde oder aus einem triftigen Grund nicht verwendet werden darf.
      Einsatz ohne Zulassung oft mangels Alternativen
      In den vergangenen Jahren wurde diese Altersgruppe außerhalb der Zulassung („off-label“) trotzdem mit Fumaderm behandelt. Daten dieser Patienten wurden von Forschern um Professor Kristian Reich ausgewertet. Sie wollten wissen, wie wirksam und sicher das FSE -Gemisch in der Langzeittherapie in dieser Altersgruppe ist. Dazu lagen ihnen Angaben von 127 Patienten zwischen 6 und 17 Jahren vor. Sie alle hatten eine mittelschwere bis schwere Psoriasis und waren in mehreren Zentren oder Arztpraxen bis zu drei Jahre lang mit FSE behandelt worden. Dabei hatten sie maximal vier Tabletten pro Tag eingenommen.
      66 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen hatten FSE ein Jahr lang genommen, die anderen hatten zwischenzeitlich abgebrochen. Nach zwei Jahren blieben noch 39 Prozent übrig, nach drei Jahren 24 Prozent. Fast 60 Prozent dieser jungen Teilnehmer verwendeten zusätzlich zu Fumaderm Hautpflegeprodukte oder äußerliche Medikamente (wirkstoffhaltige Cremes, Salben o.ä.).
      Ergebnisse
      Die Ärzte sollten beurteilen, wie sich Schwellung, Schuppung und Rötung der Psoriasis bei den jungen Patienten durch FSE verändert haben. Dieser so genannte PGA verbesserte sich nach drei Monaten bei 36,4 Prozent und nach sechs Monaten bei 50,0 Prozent von ursprünglich 2,7 auf unter 1. Im Durchschnitt war der Wert nach 36 Monaten (drei Jahre) bei den Verbliebenen um die Hälfte auf 1,3 gesunken.
      Die Ausbreitung und der Schweregrad der Psoriasis (PASI) verbesserten sich durch FSE um 75 Prozent (PASI 75) nach drei Monaten bei 18,9 Prozent und nach sechs Monaten bei 30,4 Prozent. Eine Verbesserung um 90 Prozent (PASI 90) trat bei 7,6 Prozent nach drei Monaten, bei 10,9 Prozent nach sechs Monaten auf.
      Das Ausmaß des Hautbefalls (BSA) verbesserte sich durch FSE von anfangs 18,2 nach nach drei Monate auf 9,1 und nach sechs Monaten auf 7,6. Nach 36 Monaten betrug der Durchschnittswert bei den Verbliebenen 6,6.
      Sicherheit und Nebenwirkungen
      Fumaderm ist für erwachsene Patienten oft ein harter Brocken wegen der Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn der Therapie. Das war bei den Youngstern nicht anders: Bei 29,1 Prozent wurden "unerwünschte Ereignisse" während der FSE–Therapie registriert. Am häufigsten waren das Magen-Darm-Beschwerden und Hitzewallungen ("Flushs"). 11,8 Prozent der jungen Patienten brachen die FSE-Therapie deshalb ab.
      Wie auch bei Erwachsenen veränderten sich bei den Kindern und Jugendlichen während der Langzeit-Therapie die Werte von Leukozyten, Lymphozyten und Gamma-Glutamyl-Transpeptidase (GGT). Das konnte von den Autoren jedoch nicht seriös bewertet werden, weil im Studienverlauf für immer weniger Patienten die Laborwerte dokumentiert wurden. Ob junge Patienten wegen riskanter Blutwerte aus der Therapie genommen wurden, sei nicht festhalten worden.
      Nebenwirkungen in Zahlen
      Ergebnisse einer ersten Studie zu Fumaderm im Kinder- und Jugendalter. Bei den 127 Teilnehmern zeigten sich folgende Nebenwirkungen:
      Beschwerden Zahl der Teilnehmer mit diesen Beschwerden in Prozent ausgedrückt Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm) 33 25,43 Infektionen und Infestationen 4 2,97 Erkrankungen an Muskeln, Skelett oder Bindegewebe 2 1,58 Erkrankungen an Nieren oder Harnweg 2 1,58 Erkrankungen an Haut und Unterhaut 1 0,79 Erkrankungen an Gefäßen (Flush) 10 7,87 Fazit
      Fumarsäureester hätten bei den beteiligten Kindern und Jugendlichen „eine deutliche Verbesserung im Schweregrad der psoriatischen Hautläsionen" bewirkt; besonders deutlich nach den ersten sechs Monaten. Danach verbesserte sich der Hautzustand bei den meisten nur noch langsam.
      Die empfohlene Dosisierung für Erwachsene wäre auch für diese Altersgruppe wirksam und verträglich.
      Allerdings sind die Autoren der Studie bewusst vorsichtig, diese Ergebnisse für allgemeingültig zu erklären: "In dieser Studie hat ein geringer Teil der Patienten die Fumarsäureester länger als 12 Monaten erhalten", schreiben sie. Weshalb innerhalb von drei Jahren 76 Prozent der Kinder und Jugendlichen nicht mehr damit behandelt wurden, konnte den Daten nicht entnommen werden. Ihre möglichen Erklärungen: Die Psoriasis könne in diesem Alter auch ohne Therapie längere Zeit wegbleiben. Außerdem wollten Eltern oft, dass innerliche Therapien bei ihren Kindern so kurz wie möglich angewendet werden.
      Ausdrücklich verwiesen wird auf die laufende klinische Studie. Im Gegensatz zur nachträglichen (retrospektiven) Datenerhebung in der vorliegenden Veröffentlichung werden bei der KiFuDerm-Studie die Daten von Anfang an (prospektiv) erhoben und mit Placebos verglichen.
      Die Studie "Retrospektive Datenerhebung der Psoriasis-Behandlung mit Fumarsäureestern bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KIDS FUTURE-Studie) erschien im Januar 2016 im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (JDDG).
    • Marsmensch
      By Marsmensch
      Ich hab ja schon etwas hier durchs Forum gelesen und höre immer wieder, dass man nur Durchhalten muss, aber jetzt grade sind die Magenschmerzen wieder so heftig, dass ichs am liebsten hinschmeißen würde.
      Bin seit anderhalb Wochen bei 2 Stück blaue am Tag und mindestens einmal, eher 2mal am Tag Magenschmerzen. Ich trinke schon kein Kaffee mehr, rauche nicht und hab auch derzeit keinen besonderen Stress und nehme jede Tablette mit einer Tasse Milch. Gleichzeitig versuche ich noch mit Buscopan und Lefax gegenzuwirken aber ich frag mich echt ob das Sinn der Sache ist soviel in sich rein zu stopfen.
      Meine Psoriasis umfasst nahezu das komplette Gesicht und Kopfhaut, einzelne Fingernägel und verteilt sich sonst punktuell über den ganzen Körper. Eine Besserung sehe ich noch nicht. Hab eher den Eindruck, dass sich die stellen im Gesicht, sichtbar ausbreiten und noch stärker schuppen als vorher.
    • Nordlicht147
      By Nordlicht147
      Hallo ihr Lieben, 
      da meine Schwester stärker an Psoriasis leidet als ich, soll sie jetzt Fumaderm bekommen. Da ich viel von Nebenwirkungen gehört habe, hab ich mich im Internet mal schlau gemacht, was Betroffene tatsächlich berichten. Dabei habe ich einen Artikel gefunden, der alles ganz gut zusammenfasst. Den möchte ich euch nicht vorenthalten: http://bit.ly/2xAZQnL 
      Lieben Gruß aus dem schönen Norden :-)
    • biggimei
      By biggimei
      Hallo zusammen, ich bin 73 Jahre alt und habe seit knapp 3 Jahren Psoriasis pustulosa an beiden Füßen. Behandlung mit MTX und Neotigason musste wegen zu hoher Leberwerte abgebrochen werden. Lokaltherapie mit Daivobet und Daivonex sowie  4 Wochen Reha auf Borkum hatten leider keinen Erfolg. Jetzt soll Fumaderm eingesetzt werden. Ich bin sehr skeptisch und befürchte wieder ein Ansteigen der Leberwerte. Wer hat Erfahrungen mit Fumaderm?
    • billy
      By billy
      Hallo erst mal an alle
      seit fast ein Jahr nehme ich Fumaderm, zur zeit eine blaue am Tag. Meine haut ist sauber wie schon seit Jahren nicht mehr. Hin und wider gibt’s mal paar neuen kleine Flecken.
      Etwas länger als eine Jahr nehme ich auch phyto-strol-compact wegen Wechseljahresbeschwerde. Ungefähr genau solange bekomme ich fast jede Nacht, spätestens nach zehn Minuten nach dem ich mich im Bett hinlege Herz flattern- rasen-stolpern, manchmal werde ich das wegen aus Schlaf gerissen. Mir wird sehr heiß, mit Schweiß -ausbruch und -panik Attacke. Diese Attacke dauert gerade mal paar Sekunden die mir wie eine Ewigkeit vorkommen. Von zehn Nächte passiert das neun mal.
      Bei meine Haus Ärztin wurde zwei mal 24 Stunde EKG gemacht, genau diese zwei Nächte hatte ich keine Herz flattern – rasen-stolpern. EKG war dann O.K.
      Kommt das jemanden bekannt vor?
      LG
      Billy

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