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    Fumaderm – was ist das und wie wird es angewendet?

    Der Wirkstoff in Fumaderm ist ein Fumarsäureester.

    Diese Medikament ist rezeptpflichtig.

    Allgemeine Informationen

    Fumarsäure ist eine natürliche Substanz und gehört zu dem Fruchtsäuren. Man findet sie z.B. in der Heilpflanze Gemeiner Erdrauch (Fumaria officinalis), die schon im Mittelalter bei trockener und schuppender Haut angewandt wurde. Fumaderm enthält nicht die Fumarsäure selbst, sondern zwei chemische Abkömmlinge (Ester) der Fumarsäure (Dimethylfumarat und Ethylhydrogenfumarat). Anders als die Fumarsäure können diese Fumarsäureester problemlos aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden und sind daher für eine innerliche Therapie in Tablettenform geeignet. Die Tabletten sind magensaftresistent, d.h. sie lösen sich erst im Dünndarm auf und können dann über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

    Bei welcher Erkrankung wird Fumaderm angewandt?

    Fumarsäureester können bei mittelschweren bis schweren Formen der Psoriasis vulgaris eingesetzt werden, wenn die alleinige äußerliche Therapie mit Cremes, Salben, Bädern und Licht nicht ausreicht. Als schwer wird eine Psoriasis eingestuft, wenn mehr als 25 Prozent der Körperoberfläche betroffen sind, die gängigen äußerlichen Therapien nicht ausreichend wirken oder häufig Rückfälle auftreten.

    Wirkung von Fumaderm

    Die gesunde Haut erneuert sich ständig, indem Hornschicht-bildende Zellen (Keratinozyten) durch die Hautschichten an die Oberfläche gelangen  und in rund 28 Tagen zu Hornzellen werden. Diese abgestorbenen Hornzellen fallen dann durch Waschen oder Reiben an der Kleidung ab. Bei Psoriasis teilen sich die Keratozyten vermehrt und die Zeit bis zur Umwandlung in eine (unvollständige) Hornzelle ist auf 3-5 Tage verkürzt. Beide Mechanismen führen zu einer vermehrten Schuppenbildung. Zusätzlich wandern weiße Blutkörperchen (Leukozyten) in die Haut ein und bilden kleinen Eiterherde unter der Hornschicht.

    Fumarsäureester führen zum einen dazu, dass die krankhaft gesteigerte Teilung der Keratozyten ausgebremst wird. Zum anderen wirken sie auch ausgleichend auf das überaktive Immunsystem, was sich an einer Verminderung entzündlicher Botenstoffe (Zytokine) ablesen lässt. Auch auf die Einwanderung der Leukozyten ist ein hemmender Effekt gezeigt worden. Vollständig aufgeklärt ist der Wirkmechanismus aber bis heute noch nicht.

    Anwendung von Fumaderm

    Um den Körper langsam an den Wirkstoff zu gewöhnen und damit die Nebenwirkungen zu vermindern, steht für die ersten drei Wochen ein spezielles Präparat mit niedrigerer Dosierung (Fumaderm initial) zur Verfügung.

    Üblicherweise nimmt man davon in der 1. Woche eine Tablette (abends) in der 2. Woche zwei Tabletten (morgens und abends) und in der 3.Woche drei Tabletten (morgens, mittags, abends).

    Danach wird auf das höher dosierte Präparat (Fumaderm®) umgestellt. Auch hier fängt man erste einmal mit einer Tablette am Abend an und steigert die Dosis dann langsam über sechs Wochen bis zu einer Maximaldosis von 3x2 Tabletten.

    Erste Behandlungseffekte sieht man erfahrungsgemäß nach vier bis sechs Wochen. Innerhalb von drei Monaten wird dann meist eine deutliche Verbesserung des Hautbildes erreicht. Sind die Hauterscheinungen abgeklungen, sollte versucht werden, die Dosis auf die individuell erforderliche Erhaltungsdosis zu reduzieren, die meist deutlich unterhalb der Maximaldosis liegt.

    Die Tabletten müssen unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit während oder unmittelbar nach den Mahlzeiten eingenommen werden. Generell ist darauf zu achten, dass während der Behandlung ausreichend getrunken wird (1,5 bis 2 Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt).

    Wann darf Fumaderm nicht eingenommen werden?

    • bei bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe
    • bei schweren Allgemeinerkrankungen
    • bei schweren Magen-Darmerkrankungen (z.B. Magen- oder Zwölffingerarmgeschwüre)
    • bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen
    • bei chronischen Erkrankungen mit Beeinträchtigung der Leukozytenzahl und -funktion
    • bei Krebserkrankungen
    • bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren (in Ausnahmefällen möglich)

    Worauf muss man besonders achten?

    Vor Behandlungsbeginn muss der Arzt das Blutbild kontrollieren. Nur, wenn hier alles in Ordnung ist, darf mit der Therapie begonnen werden. Außerdem sollte vor der Behandlung sichergestellt werden, dass keine erhöhten Leber- und Nierenwerte vorliegen.

    Blutbild, Leber- und Nierenwerte müssen auch während der Behandlung regelmäßig kontrolliert werden. Bei auffälligen Veränderungen muss die Behandlung abgebrochen werden.

    Falls es wegen Nebenwirkungen notwendig erscheint, kann die Therapie ohne Probleme abrupt abgesetzt werden. Dies sollten Sie aber immer mit ihrem Arzt besprechen. Wird die Therapie nach einer Pause weiter fortgeführt, kann die Dosis rascher erhöht werden als bei der Erstbehandlung.

    Schwangerschaft und Stillzeit

    Weil nicht genügend Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, sollte das Präparat hier nicht eingesetzt werden. Bisher sind keine schädigenden Einflüsse auf das ungeborene Kind beobachtet worden. Trotzdem sollte das Präparat abgesetzt werden, wenn während der Behandlung eine Schwangerschaft eintritt.

    Mögliche Nebenwirkungen von Fumaderm

    Sehr häufig (bei einem von 10 Behandelten oder mehr)

    • Gesichtsrötung und Hitzegefühl (Flush) vier bis sechs Stunden nach der Medikamenteneinnahme – meist nur zu Beginn der Therapie
    • Durchfall (Diarrhö) – meist nur zu Beginn der Therapie
    • leichte Formen der Lymphopenie (bei 50 Prozent der Behandelten)
    • leichte Leukopenie (Verminderung der weißen Blutkörperchen)

    Häufig (bei mehr als einem von 100 Behandelten aber weniger als bei einem von 10)

    • Völlegefühl, Oberbauchkrämpfe, Blähungen (geht im Laufe der Behandlung meist zurück)
    • Schwere Formen von Lymphopenie (bei 3% der Behandelten)
    • Vorübergehende Eosinophilie

    Gelegentlich (bei mehr als einem von 1000 Behandelten aber weniger als bei einem von 100)

    • Übelkeit (geht im Laufe der Behandlung meist zurück)
    • Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen (geht im Laufe der Behandlung meist zurück)
    • Vermehrte Eiweißausscheidung über die Nieren (Proteinurie)
    • Erhöhung der Serumkreatininkonzentration (Grund für einen sofortigen Therapieabbruch)
    • Erhöhung der Leberwerte

    Selten (mehr als einer von 10.000 Behandelten aber weniger als einer von 1000)

    • allergische Hautreaktionen

    Sehr selten (bei weniger als einem von 10.000 Behandelten)

    • anhaltende Eosinophilie
    • Akute lymphatische Leukämie (ALL)
    • Irreversible Panzytopenie (Einzelfallbericht)
    • Unspezifische Knochenschmerzen mit Erhöhung der alkalischen Phophatase und and Absinken des anorganischen Phosphats

    Wechselwirkungen mit Medikamenten

    Fumarsäureester dürfen nicht zusammen angewandt werden mit:

    Eine gleichzeitige äußerliche Anwendung von Fumarsäureabkömmlingen z. B. in Form von Cremes oder Bädern sollte während der Behandlung vermieden werden, da der Wirkstoff zum Teil auch über die Haut aufgenommen wird und die maximale Dosis dann möglicherweise überschritten wird.

    Alle anderen äußerlichen Mittel wie Dithranol, Salizylsäure, Teerderivate, topisches Vitamin D3 und Analoga, topische Retinoide, topische Kortikosteroide und pflegende Externa können problemlos mit dem Medikament kombiniert werden.

    Kurzfristig (bis zu vier Wochen) kann Fumaderm auch mit einer Lichttherapie kombiniert werden. Von einer Langzeitkombination wird aber wegen mangelnder Erfahrung abgeraten.

    Die Fun-Studie

    In der FUN-Studie wurde ermittelt, wie das Medikament Fumaderm bei Patienten mit einer mittelschweren bis schweren Schuppenflechte auf die Nagelpsoriasis wirkt. Das Ganze geschah am Universitätsklinikum in Lübeck.

    Es waren zunächst 34 Patienten, die zwischen November 2011 und April 2013 ins Studienprogramm aufgenommen wurden. In die Auswertung für die Studie kamen am Ende noch 17 Patienten, die das Fumaderm mindestens sechs Monate lang genommen hatten. Die Nagelpsoriasis verbesserte sich in der Studie um 40 Prozent. Parallel dazu wurde die Schuppenflechte (also am ganzen Körper) deutlich besser: War vorher ein PASI durchschnittlich bei 9, war er nach besagten sechs Monaten bei 3. Die Lebensqualität stieg um 60 Prozent.

    Über die Studie berichtete das "Krankenpflege-Journal" am 23.97.2014 unter der Überschrift "Fumarsäureester – wirksame Psoriasistherapie mit günstigem Sicherheitsprofil" (nicht mehr online).

    Weiteres Wissen

    • Bei Magenbeschwerden oder Durchfall hat sich das Trinken von alkalischen Tafelwasser und der Genuss von Milchprodukten bewährt. Meist klingen diese Beschwerden im Laufe der Behandlung von allein wieder ab, nur selten muss deshalb die Therapie abgebrochen werden.
    • Nach klinischen Studien profitieren etwa 70% der Patienten mit schwerer und schwerster Psoriasis von der Therapie mit Fumarsäureestern. Manchmal kann es aber etwas länger dauern, bis der Therapieeffekt eintritt. Besonders viel Geduld muss man bei trockenhyperkeratotischen Formen der Hand- und Fußpsoriasis und bei Gelenkbeteiligung haben.
    • Meist wird solange behandelt, bis die Hauterscheinungen vollständig abgeklungen sind oder der Betroffene mit dem Hautbild zufrieden ist. Bei schweren Psoriasisformen mit häufigen Rückfällen ist aber auch einer Langzeittherapie über Jahre möglich. Hierbei versucht man eine möglichst geringe Dosis zu finden, die die Hauterscheinungen gerade noch in Schach hält (Erhaltungsdosis). Bleibt der Behandelt unter einer niedrigen Dosis lange Zeit erscheinungsfrei, kann eine Auslassversuch gemacht werden.

    Lagerung: nicht über 25°

    Verwendete Literatur:

    • Leitlinie zur Therapie der Psoriasis mit Fumarsäureestern (Fumaderm) – ICD10:L40.0
    • Fachinformation Fumaderm initial/Fumaderm

    Maria Weiß, Ärztin

    Kosten von Fumaderm

    Der Preis für das Medikament beläuft sich auf

    • 116 Euro für 40 Tabletten Fumaderm initial
    • 230 Euro für 70 Tabletten Fumaderm
    • 320 Euro für 100 Tabletten Fumaderm
    • 625 Euro für 200 Tabletten Fumaderm

    Aber: Das ist eine Art "Listenpreis". Er kann durch Ratbatt- und andere Verträge zum Beispiel mit Krankenkassen auch niedriger sein – die Angabe soll ein Richtwert sein, mehr nicht.

    Wird Fumaderm weiterhin hergestellt?

    Ganz klar: Ja – auch wenn es jetzt mit Skilarence jetzt ein Medikament gibt, dessen Wirkstoff der gleiche ist, der auch in Fumaderm der wichtigste ist.

    Der Hersteller von Fumaderm teilte uns mit:

    Fumaderm ist weiterhin wie gewohnt verfügbar. Biogen hat nicht vor, das Produkt vom Markt zu nehmen bzw. die Produktion einzustellen. Es besteht daher keine Veranlassung, Patienten auf ein anderes Produkt umzustellen.

    Tipps zum Weiterlesen


    Bildquellen

    • Fumaderm: Bildrechte beim Autor

    User Feedback

    Recommended Comments

    Hier einige eigene Erfahrungen mit o.g. Präparat.

    Habe 2002 nach einer Odyssee von Mandelentzündungen, ständigen Antibiotikaeinnahmen - verbunden mit 15 kg Gewichtsabnahme - und dann endlich einer Tonsillektomie beide Fumaderm-Präparate über ca. 3 Monate eingenommen. Angefangen habe ich, da gab es an meinem Körper keine "heile" Stelle mehr. Vom Scheitel bis zur Sohle, inkl. Fußbett, Handrücken... ALLES! Sämtliche Produkte die ich noch besaß habe ich in den Müll geworfen und habe mir nur eine Fettcreme gekauft. Ich habe vom 1. Tag an Buch geführt (war auch so vom Hautarzt verlangt) und für mich ging ein Wunder in Erfüllung, ohne Quatsch. Natürlich wurden auch die regelmäßigen Laborkontrollen vorgenommen, aber da war stets alles in Ordnung. Nach ca. 3 Wochen gingen die Stellen mehr und mehr zurück und verschwanden dann vollständig, selbst die hartnäckigen Ellenbogen wurden sauber. Es war einfach genial. Und es ging mir wirklich prima. Bis dahin hatte ich in ca. 25 Jahren mit dieser Erkrankung ALLES ausprobiert was ich kriegen konnte. Von der Hautklinik über qualvolle Teerbehandlungen oder Dithranol-Behandlungen, Lichttherapie... Ich habe alles versucht, ganz ehrlich. Aber mit Fumaderm geschah für mich wirklich ein Wunder. Jetzt haben wir 2011 und ich habe außer an meinen Ellenbogen und ab und zu mal eine winzige Stelle (bei mir definitiv stressbedingt + psychisches Befinden), welche meistens von selbst wieder verschwindet, eine relativ gute Haut. Schön wäre es, wenn es für die kleinen "Stellchen" auch eine Creme mit diesem Wirkstoff gäbe. Das wäre echt supi!

    Für alle Betroffenen!

    Seid glücklich, dann geht es auch eurer Haut ein wenig besser!

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    Hallo, ich bin neu hier. Habe jetzt mit der Therapie Fumaderm begonnen, die überkommt mir aber überhaupt nicht. Nur noch starken Durchfall und Erbrechen. Ich werde wohl abbrechen müssen. Die Schuppenflechte ist in den 4 Wochen nach Einnahme nicht besser geworden, eher schlechter. Vielleicht würde mir eine Kur am toten Meer ja helfen. Ich bitte um Auskunft darüber. Danke.

    Gruß Anja

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    Hallo Anja.

    ich habe einige Zeit Fumaderm genommen. Dein Körper muss sich daran gewöhnen. Deshalb darf man die Dosis immer nur leicht steigern. Hatte ich gleichen Symtome wie Du. Nach ca 6 Wochen nichts mehr und vor allem keine Schuppenflechte.Es hatte einen langanhaligen Effekt, solange du die Tabletten nimmst. Ich habe es abgesetzt, da ich nicht jeden Tag 6 Tabletten einnehmen wollte. Hatte keine Beschwerden mehr.Das muss jeder für sich selbst entscheiden.Ich denke, Du nimmst die Tabletten unter ärztlicher Aufsicht ein. Ich war damals Versuchskaninchen bei einer Studie der Uni Köln. Brauchte für das Medikament nichts bezahlen. Ich weiß nicht, ob es das noch gibt.

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    Hallo,also ich bin total zufrieden mit Fumaderm....wenn es das nicht geben würde,wär mein "Leidensweg" unbeschreiblich.Nehme Fumaderm bestimmt schon 20Jahre und weiß jetzt wie ich damit am besten umgehe!Fange im Januar mit der 6wöchigen Therapie an, dann bin ich ungefähr im April frei, setze dann langsam ab und hab im Sommer keine Probleme!Im Winter ist mir die Schuppenflechte egal,dann lass ich Sie sprisßen...und im Januar gehts dann auf ein neues...mein weg damit umzugehen....lg Anja

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    Hallo, ICH NEHME NUN SEIT 5 JAHREN FUMADERM UND SEIT CA. 2 JAHREN DAVON NUR 1/2 TABLETTE ABENDS... BIN VÖLLIG BESCHWERDEFREI HABE NICHT MEHR DARAN GEGLAUBT.

    BIN SUPER ZUFRIEDEN UND GLÜCKLICH

    HATTE ES DAVOR GANZ SCHLIMM UND HABE SOGAR AN SELBSTMORD GEDACHT. ALSO, ES GIBT IMMER EINEN WEG, MAN MUSS IHN NUR FINDEN. Andrea

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    Ich nahm Fumaderm 5 Jahre lang und es war meine Rettung! Nur in der Anfangszeit hatte ich leicht mit Bauchschmerzen zu kämpfen. Dirch Fumaderm konnte ich wieder richtig leben, nicht nur viele Sommer mit Tshirt sondern auch wesentlich weniger Schmerzen durch die juckende, teils blutende Haut Konnte ich total genießen!

    Nach 4,5 Jahren und geringer Dosis stellten sich immer mehr und mehr Flushs ein! Da meine Haut auch im Winter TOP war (die ganz kleinen Herde nehme ich gerne hin) setzte ich Fumaderm ab.Nun nehme ich schon 4 Monate kein Fumaderm mehr und meine Haut ist immer noch sehr gut;)

    Ich möchte alle Leidenden ermutigen zu Fumaderm zu greifen auch wenn es viele negative Stimmen gibt, es hat sich für mich und mein Leben sehr gelohnt!!!

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    Ich hatte Fumaderm und nehme jetzt Skilarence.

    Beides habe ich anfangs nach Anweisung gesteigert, bis die Wirkung eintrat und dann auf eine Erhaltungsdosis gesenkt (z.Z. 1 Tablette aller 2 Tage. Der Flush ist erträglich, keine weiteren Beschwerden, keine Flechte mehr. Sehr gute Wirkung...

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    Guest Siglinde Sch.

    Posted

    Ich bin dem Medikament so dankbar. Habe eine lange Zeit mit der Schuppenflechte leben müssen. Hautkliniken und Hautärzte. Bis vor 45 Jahren ein Hautarzt mir mit Fumaderm geholfen hat. Jetzt nehme ich eine Tablette am Tag und bin seit dem Beschwerde frei.

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    Hallo Siglinde,

    schön, dass dir Fumaderm schon so lange hilft – wir sind nur etwas irritiert: Das Medikament wurde 1995 zugelassen, also vor 26 Jahren. ?

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    • Rolf Blaga
      By Rolf Blaga
      Auf der diesjährigen Hautärzte-Tagung der DDG wurde wieder einmal viel Interessantes rund um die Psoriasis berichtet: Auffällig ist der Wechsel hin zur Dauer-Therapie, nicht nur bei innerlichen Wirkstoffen. Selbst das Ausschleichen bei Kortison wurde in Frage gestellt. Inzwischen ist nachgewiesen, dass eine Psoriasis sich bessern kann, wenn die Mandeln entfernt oder Zahnfleisch-Entzündungen behandelt werden. Als schwer ausrottbarer Mythos gilt die Warnung vor Beta-Blockern. Fumaderm® dagegen erwies sich in einer Untersuchung auch nach 12 Jahren als wirkungsvolles und sicheres Medikament. In Einzelfällen wurde Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt.
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      Keine Behandlungspausen mehr?
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      Zahnfleisch-Entzündung behandeln?
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      Begleiterkrankungen (Komorbiditäten)
      Dr. Marc Alexander Radtke bezeichnet die Psoriasis als „Gatekeeper“ (Türhüter) für weitere Krankheiten. Selbst bei leichteren Formen seien Unterschiede im Immunsystem gefunden worden. Es gelte, Begleit-Erkrankungen früh zu erkennen und gezielt zu behandeln. Vor allem bei der Psoriasis arthritis gebe es nur ein kurzes Zeitfenster für Diagnose und Behandlung. Schon nach zwei bis vier Jahren entwickele ein bedeutender Teil der Patienten Schädigungen, die nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten.
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      Stress und Depression
      Professor Kai G. Kahl erklärte, dass bei der Depression fast die gleichen Begleit-Erkrankungen auftreten wie bei der Psoriasis. Er erklärte das neurobiologisch: Psoriatiker seien oft eingeschränkt bei den Aktivitäten des täglichen Lebens wie auch in ihren sozialen Beziehungen. Sie nähmen ihre Krankheit besorgt wahr und hätten Angst vor dem nächsten Schub. Das beeinflusse Psyche und Persönlichkeit und mache Stress. Wird der chronisch, ist das Gehirn nicht mehr in der Lage, die nötige Energie (Glukose) selbst aufzubringen und greift in den Insulin-Haushalt ein. Das wiederum fördert die Neigung zu kohlenhydrat- und fettreicher Ernährung, Alkohol- und Nikotin. Stress aktiviere die gleichen Botenstoffe, wie eine Entzündung und könne damit auf Dauer eine Depression auslösen. Bei den Hautkranken mit Depression, Ängsten und Selbstmordgefährdung stehen die Psoriatiker weit vorne.
      Aber auch die Entzündung der Psoriasis könne zur Depression führen – unabhängig vom Stress. Entsprechende Bio-Marker seien im Gehirn nachweisbar. Deshalb sei es denkbar, so Professor Kahl, dass die Therapie der Psoriasis ebenfalls eine Depression verbessere.
      Psychotherapeutisch biete sich, neben Medikamenten, eine Therapie des Akzeptierens und das Engagierens (Acceptance-and-commitment-treatment) an: „Du hast zwar eine Psoriasis, aber was hält dich davon ab, das zu machen, was du willst?“. Es gehe darum, die Menschen zu befähigen, trotz der Krankheit ihren eigenen Lebenssinn zu finden, d.h. gesund und zielgerichtet zu leben.
      Mythen über Medikamente
      Es müsse genau hingeschaut werden, so Professor Reich, ob ein Medikament gegen eine andere Krankheit die Psoriasis triggert. Genauso wenig wie Spinat besonders viel Eisen enthält, genauso wenig würden Beta-Blocker generell eine Psoriasis verursachen oder verschlimmern. Zwar wisse man das schon seit einigen Jahren, aber selbst in den aktuellen Psoriasis-Leitlinien würde das noch so behauptet. Tatsächlich aber würden Beta-Blocker eine Psoriasis nur in einzelnen Fällen verschlechtern.
      Bei Lithium, oft zur Behandlung von psychisch Kranken eingesetzt, sei es sehr zweifelhaft, ob es eine Psoriasis auslöst oder antreibt. Während der Wirkstoff Chloroquin, der gegen Malaria eingesetzt wird, deutlich auf die Psoriasis wirke.
      Fumaderm-Therapien langfristig ausgewertet
      Mediziner der Universitätsklinik Bochum hatten die Akten von 879 Patienten ausgewertet, die seit 12 Jahren mit Fumarsäureester (FSE) behandelt wurden. Das, so Dr. Heinrich Dickel, sei die erste Langzeit-Untersuchung, die länger als drei Jahre umfasst. Einige Patienten seien zusätzlich mit MTX oder UV-Licht behandelt worden. FSE habe über diese Zeit nicht an Wirkung verloren, unabhängig von der jeweiligen Psoriasis-Form. Wenn FSE abgesetzt und dann wieder eingesetzt wurde, wirkte es genau so gut wie vorher. Denn anders, als z.B. bei den Biologika, würden keine Anti-Körper gebildet. Über diesen langen Zeitraum hätte es keine schweren (so genannte „oppurtunischen“) Infektionen gegeben. Deshalb bestätigte Dr. Dickel dem Fumarsäure-Gemisch „ein gutes Sicherheitsprofil“.
      Die aktuellen Meldungen über den Wirkstoff Dimethyl-Fumarat, der in Fumaderm® enthalten ist, wurden auf der Tagung nicht problematisiert. Auf Nachfrage bemerkte Professor Altmeyer, ein PML-Risiko gebe es schließlich für alle immunsuppressiven Wirkstoffe, vor allem bei MS-Medikamenten. Durch regelmäßige Blutkontrollen könne das aber ausgeschlossen werden.
      Psoriasis als Berufskrankheit
      Professorin Vera Mahler berichtete, dass es zwischen 1995 und 2010 in Deutschland 130 Fälle gab, in denen Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt wurde. Sechs Betroffene davon wurden wegen ihrer Berufsunfähigkeit als „rentenberechtigt“ eingestuft.
      Zwar sei Psoriasis genetisch bedingt, aber unter bestimmten Bedingungen könne sie als Berufskrankheit gelten. Zum Beispiel, wenn sie erstmals durch berufliche Einwirkungen am Arbeitsplatz ausbricht; aber auch, wenn sie sich beruflich bedingt verschlimmert oder deutlich verändert. Wer das an sich beobachtet, solle das unbedingt der Hautärztin berichten und dokumentieren lassen.
      Grundlage ist die Berufskrankheiten-Verordnung, eine Liste der offiziell anerkannten Berufskrankheiten. Die jeweils aktuelle Version findet sich auf der Internetseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Psoriasis wäre nach Ziffer 5101 zu überprüfen. Ein wesentlicher Hinweis ist, dass sie sich in der „arbeitsfreien Zeit“ deutlich bessere. Wirklichkeitsfremd sei, so Prof. Mahler, dass dem eine sechswöchige, durchgehende Arbeitspause zugrunde gelegt werde. Das geht heutzutage eigentlich nur durch Krankschreibung.
      Berufsbedingt entstehe eine Psoriasis an „Kontaktstellen“,meist an den Händen (Köbner-Effekt). Typisch sei die „ekzematisierte Psoriasis“. Eine Berufskrankheit werde auch dann anerkannt werden, wenn die Arbeit lediglich eine wesentliche Teil-Ursache sei. Die Krankheit schütze nicht vor einer beruflich erworbenen Kontakt-Allergie. Es dauere bei Psoriatikern nur manchmal etwas länger, bis die ausbreche.
      Neue Medikamente
      Apremilast (Otezla)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Aprimelast geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Apremilast sei für Patienten, die nicht auf TNF-Alpha-Blocker ansprechen oder sie nicht benutzen wollen bzw. können („Second-Line Medikament“), so Professor Mrowietz. Die Wirkung sei schwächer, als die des neuen IL-17a-Bloker Secukinimab (Cosentyx®) und würde über ein Jahr nachlassen. Vor allem die Magen-Darm-Probleme würden sich im Laufe der Therapie verbessern. Gewichtsverluste, auf die der Hersteller hinweist, seien bei nur 6 Prozent der Patienten beobachtet worden. Generell hätte es im Beobachtungszeitraum von fünf Jahren keinen Abbruch wegen der Nebenwirkungen gegeben.
      Dr. Michael Sebastian berichtete über deutliche Verbesserung der Nagel-, Kopf und Palmoplantaris-Psoriasis. Einige Patienten hätten auf Apremilast extrem gut angesprochen, andere nicht („Non-Responser“). Der Wirkstoff sei eine zusätzliche Chance für an sich „aus-therapierte“ Patienten. Eine regelmäßige Blutbild-Kontrolle sei nicht nötig.
      Secukinumab (Cosentyx)
      Über das hinaus, was das Psoriasis-Netz bisher schon über Secukinumab geschrieben hat, gab es weitere Informationen:
      Das Biologikum, so Professor Reich, zeige erst nach 16 Wochen seine volle Wirksamkeit. Es scheine auch die Psoriasis arthritis sehr gut zu beeinflussen. Wenn die Behandlung unterbrochen wird, wirke es bei Wiederaufnahme genau so gut wie vorher. Im Gegensatz zu anderen Biologika werden bei Secukinumab kaum Anti-Körper gebildet.
      Es gebe keine Sicherheitsbedenken, so Professor Mrowietz. Aber es könnte sich die Zahl der Leukozyten verringern, so dass eine Neutropenie möglich ist. Bei manchen Patienten hätten sich die Schleimhäute mit dem Hefepilz Candida infiziert. Genau zu beobachten sei, ob Patienten unter dieser IL-17a-Therapie später einen Morbus Crohn (MC) entwickeln. Professor Ulrich Amon schließt Secukinumab für MC-Patienten aus.
      Biosimilars
      Es sei kein Problem, vom Original-Biologikum Infliximab (Remicade®) auf das Biosimilar zu wechseln. Dr. Sandra Philipp berichtete, dass bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis über ein Jahr lang keine signifikanten Unterschiede festgestellt wurden. Beide angebotenen Präparate (Remsima®, Inflectra®) sind identisch und werden vom gleichen Produzenten geliefert.
      Bestrahlungstherapie
      Die angekündigten Studien zum sichtbaren Licht (Dermodyne) parallel in verschiedenen Behandlungszentren kommt erst einmal nicht zustande. Es war vorgesehen, die Blaulicht-Therapie bei Neurodermitis-Patienten zu vergleichen mit einer äußerlichen Behandlung (erst Kortison, dann Tacrolimus). Die positiven Erfahrungsberichte sollten wissenschaftlich untermauert werden.
      Aus unterschiedlichen Gründen haben aber fast alle Therapiezentren, die sich daran beteiligen wollten, die Geräte nicht installiert oder nicht in Betrieb genommen. Lediglich in Wien bei Professor Adrian Tanew und in Mainz bei Dr. Detlef Becker wird das Verfahren angewendet. Die geplante Studie wurde von deren Universitätsgremien als „Arzneimittel-Studie“ eingeordnet. Die damit verbundenen Anforderungen und Kosten sind aber für die beiden Zentren zu hoch.
      Professor Tanew ist davon überzeugt, dass die Therapie mit Blaulicht wirkt, wenn auch langsam. Er könne sich aber nicht erklären, weshalb sie funktioniert. In Wien werde es jetzt nur eine einfache Studie mit Blaulicht geben.
      Hautkrebs
      Empört reagierten viele Referenten auf den Vorwurf des TV-Magazins „Kontraste“, Hautkrebs-Screening sei nutzlos und teuer. Die Früherkennung führe nicht dazu, dass sich die Zahl der Todesfälle verringert. Stattdessen würden mehr Hautkrebs-Diagnosen gestellt, obgleich unklar sei, wie viele davon tatsächlich gefährlich werden würden.
      Auch die Hammerwerferin Betty Heidler lässt sich auf Hautkrebs untersuchen Der Pressesprecher des Berufsverbandes BVDD, Dr. Ralph von Kiedrowski, meinte, die Sterblichkeit sei tatsächlich genau so hoch wie vor Einführung der Früherkennung. Allerdings verdoppele sich die Erkrankungsrate bei Hautkrebs alle zehn Jahre. Das läge auch daran, dass die Bevölkerung immer älter würde. Freya Trautmann (Uniklinik Dresden) hat ermittelt, dass Screening Teilnehmer länger überleben. Die Ursache sei aber vermutlich nicht eine frühere Diagnose bzw. frühzeitige Behandlung, sondern die Veränderung des Lebensstils. Patienten, die zum Screening gehen, verhalten sich wahrscheinlich inbezug auf die Hautkrebs-Gefahr bewusster.
      Andere Experten gestehen dagegen ein, dass die Datenlage „miserabel“ sei. Selbst die Meldequoten seien je nach Region und Tumortyp unterschiedlich. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin fordert einen „klaren Nutzennachweis“. Bis dahin sollte die Bevölkerung nicht ermuntert werden, zum Haut-Screening zu gehen.
      Tipps
      Bei Kopf-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich zwei Nächte lang eine Kappe mit Eucerin 5 % - Shampoo + Creme (Kortison oder kombiniert mit Calcipotriol). Salicyl sei nicht für alle Patientengruppen geeignet, alkoholische Tinkturen würden austrocknen, Daivobet Gel sei schwer auszuwaschen und Clarelux-Schaum würde spannen. Bei manchen Psoriasis-Formen sind die Stellen feucht und damit schwer einzucremen. Prof. Reich empfiehlt, sie kurz mit dem Fön zu trocknen. Bei Nagel-Psoriasis empfiehlt Prof. Reich eine Kombinationsbehandlung: erst Onypso-Lösung (Harnstoff) auftragen, nach kurzer Wartezeit Clobegalen®-Lösung (Kortison) und danach Daivobet Gel (Kortison + Calcipotriol) – alles luftdicht über Nacht einwirken lassen. Wer es schafft, 5 kg abzunehmen, könne seinen Therapie-Erfolg verdoppeln, so Prof. Augustin mit Hinweis auf eine italienische Studie. Bei Abnehmer-Programmen ohne Begleitung (Coaching) würden die meisten nach einer Zeit in alte Verhaltensweisen zurückfallen, so Dr. Sascha Gerdes. In Deutschland hätten diejenigen Psoriasis-Patienten die besten Erfolge, so Prof. Mrowietz, die ihre Therapie ausführlich mit der Ärztin bzw. dem Praxispersonal besprochen hätten. Ob ein Wirkstoff für einen konkreten Psoriasis-Patienten tatsächlich geeignet ist, sollte frühesten sechs Monate nach Therapie-Beginn entschieden werden. Spätestens nach 4 bis 6 Wochen aber sollte das Präparat sichtbar ansprechen, so Dr. Andreas Körber. Produkte
      Wer versuchen will, ob seine Krankenkasse das Bestrahlungsgerät BlueControl bezahlen würde, kann selbst oder über den behandelnden Arzt Antragsunterlagen bei Hönle anfordern. Parallel dazu bietet die Firma eine dreimonatige Testphase an. Wer das Gerät danach kauft, bekommt die Miete beim Preis angerechnet. Präparate mit sulfoniertem Öl aus schwefelreichem Schiefer werden oft mit teerhaltigen gleichgestellt. Sie haben aber, so der Hersteller Ichthyol Gesellschaft, andere Eigenschaften und weniger Nebenwirkungen. Die Ichthyol Gesellschaft stellte ihre seit langen Jahren bekannten Präparate in modernem Design vor. Das Crino Cordes® N Shampoo wird nicht vor Herbst 2015 lieferbar sein. Auf der Tagung war außerdem Bionatar vertreten, das von Psoriasis-Netz-Nutzern getestet wurde. Die Creme letiSR ist eigentlich für Rosazea entwickelt, eignet sich aber für alle, die Rötungen im Gesicht haben. Die Haut wird leicht getönt, was streifenfrei aufzutragen und vor allem sehr unauffällig ist. Tarmed®, das teerhaltige Shampoo, wird noch vor dem Sommer 2015 auf dem deutschen Markt kommen, hieß es am Firmenstand von GSK. Dann darf dieses Fertigpräparat wieder verschrieben werden. Man kann sich das Shampoo aber auch als Rezeptur verschreiben lassen. Leo wird Daivobet-Gel ab Herbst 2015 in einer völlig anderen "Applikation" anbieten. Details wurden nicht genannt, aber wir vermuten eine Flasche mit Spender. Damit wäre (nicht nur) unsere jahrelang geäußerten Kritik endlich erfolgreich: Die Plastikflasche ist viel zu steif, um das Gel herauszudrücken – besonders bei Gelenkproblemen. Die Öffnung ist viel zu scharfkantig, weil man sie selbst aufschneiden muss. Fumaderm ist in Tübingen relativ erfolgreich gegen krankhaften Haarausfall eingesetzt worden, so Dr. Katharina Meier.
    • Redaktion
      By Redaktion
      Mit welcher Dosis fängt man an? Bei Fumaderm wird zu Beginn der Therapie mit dem Präparat Fumaderm initial begonnen. Davon wird morgens eine Tablette genommen. Bei Skilarence wird zu Beginn der Therapie mit Tabletten mit geringerer Dosis (30 mg) begonnen. Davon wird abends eine Tablette genommen. Die nächste Dosis-Anpassung entnimmst du am besten dem Beipackzettel und den Aussagen deines Arztes.
      Welche Dosis gilt für die langfristige Anwendung? Die Dosis für die langfristige Anwendung muss bei jedem Patienten gemeinsam mit dem Arzt gefunden werden. Der eine braucht die Maximaldosis von 6 Tabletten pro Tag, der andere kommt mit weniger hin.
      Wann sollte eine Wirkung zu sehen sein? Nach etwa sechs Wochen.
      Wie lange muss man Fumaderm oder Skilarence nehmen? Im Prinzip ist die Therapie auf eine lebenslängliche Anwendung angelegt. Diabetes-Medikamente nimmt man ja auch sein Leben lang. Aber natürlich kannst du mit deinem Arzt nach einer langen Zeit Erscheinungsfreiheit auch über einen Auslassversuch sprechen.
      Was sollte während der Therapie mit Fumaderm kontrolliert werden? • Nierenwerte (Serum-Kreatinin)
      • Leberwerte (Transaminasen, γGT)
      • Blutbild inklusive Differenzialblutbild
      • Urinstatus
      Was sollte während der Therapie mit Skilarence kontrolliert werden?
      • Nierenwerte (Serum-Kreatinin)
      • Leberwerte (ALT, AST, γGT)
      • Blutbild inklusive Differenzialblutbild
      • Urinstatus
      Bei wie vielen Patienten hilft das Medikament? 50 bis 70 Prozent der Patienten konnten die Ausbreitung ihrer Psoriasis nach 16 Wochen um 75 Prozent reduzieren (gemessen am PASI).
      Wann ist das Medikament nicht zu empfehlen? • wenn du schwere Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, der Leber und / oder der Nieren hast
      • wenn du schwanger bist oder stillst
      Welches sind die wichtigsten Nebenwirkungen? • gastrointestinale Beschwerden (kurz: Magen-Darm)
      • Flush (Rotwerden)
      • Mangel an Lymphozyten im Blut (Lymphopenie)
      • Erhöhung der Zahl eosinophiler Granulozyten im Blut (Eosinophilie)
      Mit welchen Medikamenten sollte man Fumaderm nicht gleichzeitig anwenden? MTX, Retinoide, Psoralene, Ciclosporin, Immunsuppressiva, Zytostatika und Medikamente mit bekanntem schädlichem Einfluss auf die Niere
      Seit wann gibt es die Medikamente? Fumaderm gibt es seit 1995. Skilarence wurde im Jahr 2017 zugelassen.
      Was kosten Skilarence und Fumaderm? Eine Packung mit 90 Tabletten Skilarence kostet 261,38 Euro.
      Eine Packung mit 100 Tabletten Fumaderm kostet 304,19 Euro.
      (Stand April 2021)
      Das sind Listenpreise, die nur zur ungefähren Orientierung dienen können, denn es gibt ja noch Rabattverträge o.ä.
      Hinweise:
      Dies ist eine Kurzfassung mit den wichtigsten Fragen zum Medikament Fumaderm. Eine längere Fassung mit weiteren Informationen findest du auf der Seite "Fumaderm - was ist das und wie wird es angewendet?" Die hier genannten Informationen sind immer Durchschnittswerte. Ärzte haben unterschiedliche Erfahrungen und können beispieslweise die nötige Dosis anders einschätzen. Auch die Dauer, bis ein Medikament anspricht, ist sehr verschieden. Meist lohnt sich Geduld auch über eine angegebene Durchschnitts-Dauer hinaus. Quelle: Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris Update 2021
    • malgucken
      By malgucken
      Hallo Frau Dr. Allmacher,
      seit Jahren nehme ich Fumaderm ein und habe damit Erfolg. Dieser lässt aber in letzter Zeit nach, dass ich doch überlege, ob ein anderes Medikament für mich geeigneter wäre.
      Meine Fragen:
      Haben Sie Erfahrungen mit einem Wirkverlust von Fumaderm?
      Welches Medikament würden Sie nach Fumaderm empfehlen?
      (Die Gelenkbeteiligung ist minimal, d.h. derzeit nicht vorhanden. Die Blutwerte werden kontrolliert und sind immer in Ordnung gewesen.)
      Oder sollte ich den Frühjahrsschub (welcher immer bei mir auftritt) einfach abwarten und mit Fumaderm weiter machen?
      Es grüßt Sie
      Kati
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Das Medikament Fumaderm ist in Deutschland eines der am meisten verschriebenen innerlichen Medikamente bei Psoriasis. Offiziell ist es für die Behandlung ab 18 Jahren zugelassen. Künftig sollen auch Kinder und Jugendliche damit therapiert werden können. Dafür läuft seit einigen Jahren in mehreren deutschen Kliniken die KiFuDerm-Studie, deren Ergebnisse noch ausstehen. Jetzt wurden Daten von Kindern und Jugendlichen veröffentlicht, die in der Vergangenheit „off-label“ mit Fumarsäureestern behandelt wurden.
      Bislang gibt es für die innerliche Therapie von Psoriatikern unter 18 Jahren keine Standard-Therapie, sondern lediglich eine Empfehlung: Zuerst sollen Methotrexat und Ciclosporin zum Einsatz kommen. Als Alternative werden Fumarsäureester (FSE) und Retinoide genannt – letztere jedoch erst im Jugendalter. Das Biologic Enbrel darf ab sechs Jahren angewendet werden, wenn eines der zuvor genannten Medikamente ausprobiert wurde oder aus einem triftigen Grund nicht verwendet werden darf.
      Einsatz ohne Zulassung oft mangels Alternativen
      In den vergangenen Jahren wurde diese Altersgruppe außerhalb der Zulassung („off-label“) trotzdem mit Fumaderm behandelt. Daten dieser Patienten wurden von Forschern um Professor Kristian Reich ausgewertet. Sie wollten wissen, wie wirksam und sicher das FSE -Gemisch in der Langzeittherapie in dieser Altersgruppe ist. Dazu lagen ihnen Angaben von 127 Patienten zwischen 6 und 17 Jahren vor. Sie alle hatten eine mittelschwere bis schwere Psoriasis und waren in mehreren Zentren oder Arztpraxen bis zu drei Jahre lang mit FSE behandelt worden. Dabei hatten sie maximal vier Tabletten pro Tag eingenommen.
      66 Prozent dieser Kinder und Jugendlichen hatten FSE ein Jahr lang genommen, die anderen hatten zwischenzeitlich abgebrochen. Nach zwei Jahren blieben noch 39 Prozent übrig, nach drei Jahren 24 Prozent. Fast 60 Prozent dieser jungen Teilnehmer verwendeten zusätzlich zu Fumaderm Hautpflegeprodukte oder äußerliche Medikamente (wirkstoffhaltige Cremes, Salben o.ä.).
      Ergebnisse
      Die Ärzte sollten beurteilen, wie sich Schwellung, Schuppung und Rötung der Psoriasis bei den jungen Patienten durch FSE verändert haben. Dieser so genannte PGA verbesserte sich nach drei Monaten bei 36,4 Prozent und nach sechs Monaten bei 50,0 Prozent von ursprünglich 2,7 auf unter 1. Im Durchschnitt war der Wert nach 36 Monaten (drei Jahre) bei den Verbliebenen um die Hälfte auf 1,3 gesunken.
      Die Ausbreitung und der Schweregrad der Psoriasis (PASI) verbesserten sich durch FSE um 75 Prozent (PASI 75) nach drei Monaten bei 18,9 Prozent und nach sechs Monaten bei 30,4 Prozent. Eine Verbesserung um 90 Prozent (PASI 90) trat bei 7,6 Prozent nach drei Monaten, bei 10,9 Prozent nach sechs Monaten auf.
      Das Ausmaß des Hautbefalls (BSA) verbesserte sich durch FSE von anfangs 18,2 nach nach drei Monate auf 9,1 und nach sechs Monaten auf 7,6. Nach 36 Monaten betrug der Durchschnittswert bei den Verbliebenen 6,6.
      Sicherheit und Nebenwirkungen
      Fumaderm ist für erwachsene Patienten oft ein harter Brocken wegen der Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn der Therapie. Das war bei den Youngstern nicht anders: Bei 29,1 Prozent wurden "unerwünschte Ereignisse" während der FSE–Therapie registriert. Am häufigsten waren das Magen-Darm-Beschwerden und Hitzewallungen ("Flushs"). 11,8 Prozent der jungen Patienten brachen die FSE-Therapie deshalb ab.
      Wie auch bei Erwachsenen veränderten sich bei den Kindern und Jugendlichen während der Langzeit-Therapie die Werte von Leukozyten, Lymphozyten und Gamma-Glutamyl-Transpeptidase (GGT). Das konnte von den Autoren jedoch nicht seriös bewertet werden, weil im Studienverlauf für immer weniger Patienten die Laborwerte dokumentiert wurden. Ob junge Patienten wegen riskanter Blutwerte aus der Therapie genommen wurden, sei nicht festhalten worden.
      Nebenwirkungen in Zahlen
      Ergebnisse einer ersten Studie zu Fumaderm im Kinder- und Jugendalter. Bei den 127 Teilnehmern zeigten sich folgende Nebenwirkungen:
      Beschwerden Zahl der Teilnehmer mit diesen Beschwerden in Prozent ausgedrückt Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm) 33 25,43 Infektionen und Infestationen 4 2,97 Erkrankungen an Muskeln, Skelett oder Bindegewebe 2 1,58 Erkrankungen an Nieren oder Harnweg 2 1,58 Erkrankungen an Haut und Unterhaut 1 0,79 Erkrankungen an Gefäßen (Flush) 10 7,87 Fazit
      Fumarsäureester hätten bei den beteiligten Kindern und Jugendlichen „eine deutliche Verbesserung im Schweregrad der psoriatischen Hautläsionen" bewirkt; besonders deutlich nach den ersten sechs Monaten. Danach verbesserte sich der Hautzustand bei den meisten nur noch langsam.
      Die empfohlene Dosisierung für Erwachsene wäre auch für diese Altersgruppe wirksam und verträglich.
      Allerdings sind die Autoren der Studie bewusst vorsichtig, diese Ergebnisse für allgemeingültig zu erklären: "In dieser Studie hat ein geringer Teil der Patienten die Fumarsäureester länger als 12 Monaten erhalten", schreiben sie. Weshalb innerhalb von drei Jahren 76 Prozent der Kinder und Jugendlichen nicht mehr damit behandelt wurden, konnte den Daten nicht entnommen werden. Ihre möglichen Erklärungen: Die Psoriasis könne in diesem Alter auch ohne Therapie längere Zeit wegbleiben. Außerdem wollten Eltern oft, dass innerliche Therapien bei ihren Kindern so kurz wie möglich angewendet werden.
      Ausdrücklich verwiesen wird auf die laufende klinische Studie. Im Gegensatz zur nachträglichen (retrospektiven) Datenerhebung in der vorliegenden Veröffentlichung werden bei der KiFuDerm-Studie die Daten von Anfang an (prospektiv) erhoben und mit Placebos verglichen.
      Die Studie "Retrospektive Datenerhebung der Psoriasis-Behandlung mit Fumarsäureestern bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland" (KIDS FUTURE-Studie) erschien im Januar 2016 im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (JDDG).
    • Marsmensch
      By Marsmensch
      Ich hab ja schon etwas hier durchs Forum gelesen und höre immer wieder, dass man nur Durchhalten muss, aber jetzt grade sind die Magenschmerzen wieder so heftig, dass ichs am liebsten hinschmeißen würde.
      Bin seit anderhalb Wochen bei 2 Stück blaue am Tag und mindestens einmal, eher 2mal am Tag Magenschmerzen. Ich trinke schon kein Kaffee mehr, rauche nicht und hab auch derzeit keinen besonderen Stress und nehme jede Tablette mit einer Tasse Milch. Gleichzeitig versuche ich noch mit Buscopan und Lefax gegenzuwirken aber ich frag mich echt ob das Sinn der Sache ist soviel in sich rein zu stopfen.
      Meine Psoriasis umfasst nahezu das komplette Gesicht und Kopfhaut, einzelne Fingernägel und verteilt sich sonst punktuell über den ganzen Körper. Eine Besserung sehe ich noch nicht. Hab eher den Eindruck, dass sich die stellen im Gesicht, sichtbar ausbreiten und noch stärker schuppen als vorher.

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