Die Selbsthilfegruppe in Neustadt am Rübenberge ist offen für Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis und Rosazea. Bei den Treffen geht es darum, sich über Auswirkungen der Krankheit, Behandlungsarten und -hilfen auszutauschen – über Reha, Akut-Einweisung, Grad der Behinderung, Vorträge, Broschüren...
Die Treffen finden jeweils am zweiten Montag im Monat statt.
Eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Organisatorin ist unter 05032-18 21 zu erreichen.
Die Einrichtung kann mit einem Rollstuhl erreicht werden.
Mehr Informationen gibt es hier.
13.07.2026 13:00
bis
15:00
Hallo,
ich bin neu und etwas ungeübt im Umgang mit Foren.
Es geht um meinen Sohn. Er ist jetzt 5 Jahre und hat seit 2 Jahren schuppige und gerötete Haut an Penis und Eichel.
Ich habe den Weg in das Forum gewählt, da wir die Schulmedizin aus meiner Sicht abgehandelt haben und ich fühle mich bisher nicht besonders ernst genommen. Mit alternativen Methoden wie homöopathie etc. haben wir bisher keine Erfahrung.
Mit drei Jahren, kurz nach dem Kindergartenbeginn hat es mit einer Rötung an der Unterseite des Penis angefangen. Wir gingen den naheliegenden Weg, erseinmal zum Kinderarzt. Dieser hatte zuerst versucht mit verschiedenen antiseptischen Präraraten, die Entzündung zu bekämpfen, ohne Erfolg. Nach mehreren Terminen und einiger Zeit hat er ein Cortisonpräparat (Fucicort) verschrieben. Mit Anwendung dieser Salbe waren die Beschwerden nach einigen Tagen verschwunden. Nach kurzer Zeit jedoch kehrte die Entzündung wieder zurück. So wiederholten wir das ganze über eine längere Zeit, auch mit Pausen in denen wir nur Pflegeprodukte (Linola Fett, EUBOS Hautruhe etc.) angewendet hatten. Die zeitlichen Abstände wurden dabei immer kürzer. Der Kinderarzt hat uns dann an den Hautarzt überiesen.
Der Hautarzt hatte dann im Ausschlussverfahren mittel gegen Bakterien und Pilze probiert, ebenfalls ohne Erfolg. Man muss sich vorstellen, wie das für ein 3-4 jähriges Kind ist, ständig seinen Penis zeigen zu müssen. Er hat es aber tapfer über sich ergehen lassen. Nachdem die Behandlung auf Pilze und Bakterien ebenfalls erfolglos war, hat der Hautarzt ebenfalls verschiedene Cortisonpräparate ausprobiert, welche unterschiedlich gute Wirkung zeigten. Am besten hat immer die Fucicort geholfen. Der Hautarzt hatte auch einen Abstrich gemacht, jedoch wurden hier lediglich Feuchtkeime gefunden. Nach einer Weile hatte uns der Hautarzt an eine Hautklinik im städtischen Klinikum überwiesen.
In der sogenannten Kindersprechstunde, die leider wenig kindgerecht war, haben wir nach 5 Minuten die Diagnose "Neurodermitis" bekommen. Als Behandlung wurde Elidel verschrieben mit der Empfehlung einer anschließenden Beschneidung. Da wir kein Vertrauen in diese Abfertigung hatten, haben wir Elidel nie angewendet, auch weil schon so viel erfolglos probiert wurde. Ich habe dem Hautarzt von unseren Erfahrungen berichtet und um eine weitere Überweisung in eine andere Hautklinik gebeten.
Der dort behandelnde Oberartzt sagte, dass es auf keinen Fall Neurodermitis sei. Von der Beschaffenheit der Wundränder sähe es aus wie eine "Schuppenflechte". Das war das erste mal, wo dieser Begriff gefallen war. Die nachfolgende Behandlung mit Silkis Salbe blieb jedoch ohne Erfolg, auch die nachfolgende Behandlung mit Advantan. Bei ausbleiben einer Besserung wurde auch hier eine Beschneidung empfohlen. Inzwischen waren 1,5 Jahre vergangen.
Wenn die Entzündung ganz akut war, war die Vorhaut so zugeschwollen, dass man sie kein bisschen zurückziehen konnte, d.h. das Trockenhalten war schwer, wass den Zustand zusätzlich verschlechterte. Im gesamten Verlauf kamen die Entzündungen schubweise so dass man schwer beurteilen konnte, ob eine Verbesserung oder auch Verschlechterung von dem Medikament kam, welches gerade angewendet wurde. Die Haut veränderte sich abwechselnd von entzündlich rot bis trocken schuppig. Manchmal war die Haut sogar gerissen und hat geblutet.
Letztendlich haben wir uns zu einer Beschneidung in der Kinderchirurgie entschlossen, da wir kein Cortison mehr anwenden wollten und die Vorhaut schon seit längerem zugeschwollen war. Wir hatten die Hoffnung, dass die Beschneidung das befallene Gewebe möglichst vollständig entfernt. Abgesehen davon, dass die Bechneidung nicht besonders schön gemacht wurde, hat es für 1-2 Monate sehr vielversprechend ausgesehen. Danach hat die Entzündung wieder an der Unterseite des Penis angefangen und nun langsam die komplette Eichel befallen (was vor der OP nicht der Fall war) d.h. die Situation hat sich nach der OP eher noch verschlimmert.
Eine Hautuntersuchung in der Pathologie ergab keinen Hinweis auf Psoreasis.
Vor kurzem haben wir noch beim Kinderarzt einen Allergietest gemacht, der ebenfalls unspezifisch war.
Das ist der Stand...
... wir haben keine genaue Diagnose
... behandlung gegen Pilz und Bakterien blieb erfolglos
... Cortison hilft, aber nur für kurze Zeit
... es scheint, je mehr man macht und anwendet, umso schlimmer wird es
... es ist schlimmer, wenn er Zitrusfrüchte isst obwohl keine Allergie vorliegt
... generell scheint es keine Allergie zu sein (Ernährung, Waschmittel,...)
Zur Zeit machen wir einmal wöchentlich ein Kamillosanbad und wenn die Haut ganz schlimm tocken ist verwenden wir Bepanthen Salbe (dünn aufgetragen), die wir auch während der Wundheilung nach der OP verwendet haben. Wir verwenden weite Baumwollunterhosen um die Haut nicht zu sehr mechanisch zu belasten. Wir haben die Waschmittelmenge auf ein Minimum reduziert und nehmen nur sensitiv Waschmittel. So halten wir den Zustand zur Zeit konstant ohne Medikamente mit starken Nebenwirkungen.
Wir wissen nicht, zu welchem Arzt wir jetzt noch gehen sollen, daher folgende Fragen an die Community:
Hat jemand Erfahrung mit alternitiven Heilmethoden? (Heilpraktiker, Ernährung, etc.)
Kennt jemand einen Heilpraktiker, der sich auf Hautprobleme spezialisiert hat? (Vorzugsweise im Rhein-Neckar Raum)
Kann uns jemand Tips geben, was wir noch probieren können?
Kennt jemand einen guten Hautarzt, der uns eine zuverlässige Diagnose stellen kann? (Vorzugsweise im Rhein-Neckar Raum)
Vielen Dank für Euer Feedback!
Liebe Grüße
RaSe