👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
Du besuchst unser Angebot gerade als Gast und kannst manch nützliche Funktion nicht nutzen – zum Beispiel, um zu antworten, selbst zu fragen oder mehr Bilder zu sehen. Aber es gibt Abhilfe 🙂
Umweltschützer: Das Tote Meer liegt im Sterben
Noch ziehen die salzigen Fluten zwischen Israel und Jordanien täglich Tausende von Touristen in ihren Bann. Doch das Tote Meer könnte in einigen Jahren seinem traurigen Namen alle Ehre machen.
Umweltschützer in Jordanien schlagen Alarm: Sollte die Austrocknung des Toten Meeres - so die eindringliche Warnung - unverändert anhalten, könnte der Salzsee spätestens 2050 von der Landkarte verschwunden sein.
Wie der britische Fernsehsender BBC berichtet, geht dem salzigsten See der Erde schlicht und einfach das Wasser aus. Israelis und Jordanier, angesichts der gerade grassierenden Dürre händeringend auf das nasse Elemente angewiesen, zweigen Wasser von den Zuflüssen ab.
Umgeleitet auf Felder, verbraucht in Industrie oder im Haushalt erreicht immer weniger Flusswasser das Tote Meer.
"Das Frischwasser wird in Städte wie Amman gepumpt, folglich fliesst kaum mehr Wasser den Jordan hinunter", so Sultan Abdul Rahman von der Umweltschutzorganisation "Friends of the Earth". Folglich sei nicht nur das Meer an sich in Gefahr, auch das gesamte Ökosystem entlang
des Jordans, in seinen Wadis und Quellen könnte aus den Fugen geraten.
Derzeit sinkt der Wasserspiegel des Toten Meers um mehr als einen Meter pro Jahr. Mit dem niedrigsten Punkt der Erde ist nicht nur eine Touristenattraktion und eine heilsame Umgebung für chronisch Kranke in Gefahr - in der eigentlich lebensfeindlichen Umgebung gedeihen auch viele seltene Tiere und Pflanzen.
Die Gruppe "Friends of the Earth" will nun laut BBC versuchen, das Tote Meer unter den Schutz der Uno stellen zu lassen - eine Idee, die bei jordanischen Regierungsvertretern auf wenig Gegenliebe stößt.
Vielmehr sollte, so die offizielle Linie, endlich damit begonnen werden, Wasser aus dem Roten Meer ins Landesinnere zu leiten.
Bislang scheitert das ehrgeizige Projekt am nötigen Geld - und an der unsicheren politischen Lage in Nahost. Angesichts der Spannung zwischen Israel und Jordanien ist kaum ein Investor bereit, große Mengen an Geld in ein Wasserprojekt zu stecken. Zu groß ist das Risiko, buchstäblich auf Sand zu bauen. Das Tote Meer trocknet
derweil weiter aus.
aus SPIEGEL-ONLINE