Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Hallo zusammen,
ich bin neu in diesem Forum und möchte mich kurz vorstellen: Ich bin 62 Jahre alt und weiß erst seit ungefähr zwei Monaten, dass ich Psoriasis habe. Nun bin ich am Recherchieren, suche im Netz nach Informationen und bin deshalb auch auf dieses Forum gestoßen. Super, dass es diese Seite gibt!
Zu meiner „Psoriasis-Geschichte“:
Nach einer Urlaubswoche im März 2023, in der ich jeden Tag einige Stunden mit Wanderstiefel unterwegs war, hatte ich plötzlich eine zweite Hornhaut an den Füßen. Es fühlte sich wie eine neue Sohle an, und ich war völlig ratlos, was dies bedeuten könnte. Ich habe die schon etwas älteren Einlagen aus meinen Stiefeln weggeworfen, weil ich dachte, dass diese vielleicht der Grund für die seltsame Erscheinung waren. Es war eine durchgängige Hautschicht, ohne Druckstellen und ohne Schmerzen. Es fühlte sich an, als hätte sie mir nachts einer einfach angeklebt. Ich hatte anfangs keine Beschwerden, aber nach und nach gab es kleine Risse in der Hornhaut. Dann kam dazu, dass ich auch sehr raue und manchmal aufgerissene Hände bekam. Ich dachte damals, es liegt daran, dass es im April noch recht kalt war und ich viel mit dem Fahrrad ohne Handschuhe unterwegs war. Auch war kurz zuvor erst die Corona-Zeit vorbei, in der ich meine Hände sehr oft desinfiziert hatte. So vermutete ich, dass die Hände vielleicht durch das viele Waschen in den Jahren zuvor einen Schaden abbekommen haben könnten. Ich bin erst mal drei Wochen an die Nordsee in Urlaub und hatte danach einen Termin bei einer neuen Hautärztin in einer großen Praxis. Ich war sowieso unzufrieden mit der jährlichen Hautkrebsvorsorge in einem Klinikum, und dachte, es ist eine gute Gelegenheit, einfach mal eine neue Praxis zu suchen und das Phänomen mit meinen Füßen aufzuklären. Die Hautärztin konnte mir keinen Rat geben, verschrieb Cremes (auch Cortison), empfahl mir aber einen Allergietest.
Nun war so, dass ich vier Wochen vor diesem unerwarteten „Geschenk“ einer zweiten Fußsohle begonnen hatte, einen Cholesterinsenker zu nehmen und auch genau vier Wochen vorher erstmals Corona hatte (fünfmal geimpft, leichter Verlauf). Die Ärztin war sich trotz meines Nachfragens sicher, dass kein Zusammenhang zu dem Medikament oder der Corona-Erkrankung bestehen kann. Mit meinem Hausarzt habe ich dann besprochen, dass ich zuerst einmal den Cholesterinsenker absetze, bevor ich ein Allergietest bei der Hautarztpraxis mache. Ich wollte ausschließen, dass alles eine Reaktion auf das Medikament war. Inzwischen machten die Füße auch zunehmend Probleme, zumal sie immer wieder aufrissen, was im Sommer unangenehm war, dazu kamen phasenweise aufgerissene Hände. Das Absetzen des Medikaments brachte nichts. Der Allergietest im Herbst brachte ein Ergebnis, nämlich eine Allergie gegen Thiuram Mix (Gummi u.a.). Ich glaube, es war nur eine schwache Reaktion und ob diese Empfindlichkeit überhaupt Einfluss auf meine Gesundheit haben kann, weiß ich nicht.
Während der Sommermonate war sich meine Fußpflegerin schon sehr sicher, dass ich unter einer Schuppenflechte leide. Ich habe von ihr erstmals den Namen Psoriasis gehört, eigentlich ein schönes Wort! Ohne klare Diagnose wollte ich aber nicht anfangen, mich verrückt zu machen und im Internet zu recherchieren. Als ich dann zur Auswertung des Allergietests bei einer anderen Ärztin in der Praxis landete und ihr meine Füße und Hände zeigte, war sie sich sofort sicher, dass ich unter Psoriasis leide. Sie sah auch die Corona-Infektion als ganz klaren Auslöser. Deshalb weiß ich eigentlich erst seit November sicher, dass ich eine Schuppenflechte habe.
Durch meine Recherche im Internet habe ich dann verschiedene Fotos gesehen und auch verstanden, wie viele unterschiedliche Formen es gibt. Hellhörig wurde ich, als ich Bilder sah von Rötungen unter den Hautfalten. Ich leide nämlich schon seit vielen Jahren (8 Jahre?) manchmal unter geröteter Haut unter den Achseln und unter der Brust. Bei meiner jährliche Hautkrebsvorsorge (als Privatpatientin untersuchte mich immer der Chefarzt der Hautklinik in meiner Nähe, Termine von wenigen Minuten!), bekam ich nie einen Hinweis darauf, dass dies eine Psioriasis sein könnte. Ich bekam Destitin-Salbe verschrieben, die ich manchmal anwendete. Die Hautrötungen haben sich über die Jahre hinweg nicht verschlechtert, waren mal da, mal weg und so konnte ich damit gut leben. Inzwischen vermute ich, dass ich schon etliche Jahre eine leichte Form der Psoriasis hatte, ohne es zu wissen, und Corona dann der Auslöser war für alles weitere.
Schon in diesem Sommer bekam ich auch an den Schienbeinen leichte Rötungen, wie ein kleines Ekzem. In der Zwischenzeit habe ich auch in den Armbeugen einen leichten Ausschlag. Ich stelle leider fest, dass die Psoriasis sich einfach weiterentwickelt und an verschiedenen Stellen in verschiedener Form auftaucht. Vielleicht, um mir zu erklären, was sie so alles kann!?
Wie sehr mich alles beeinträchtigt, kann ich nicht richtig beurteilen. Denn ich sehe an euren Beiträgen (und anderen Schilderungen im Netz), wie viel heftiger diese Erkrankung sein kann. Vermutlich ist bei mir alles noch halbwegs okay. Ich bin in meinem Alltag nicht wirklich eingeschränkt, wobei es beim Laufen nervt, wenn die Hornhaut unter den Füßen Beschwerden macht. Und ständig die Hände eincremen ist auch nicht immer sehr praktisch.
Ich weiß im Moment noch nicht richtig, wie ich weiterverfahren soll. Zwar habe ich in drei Wochen wieder einen Hautarzttermin, aber ich bin mir inzwischen unsicher, ob mich Ärzte überhaupt richtig informieren. Auch weiß ich nicht, welche Behandlungen für mich in Frage kommen und ob ich mich nun ganz intensiv mit allem beschäftigen soll oder dem Thema vielleicht gar nicht so viel Zeit widmen soll. Dass jeder seine eigene Psoriasis hat, habe ich nun schon oft gelesen und es ist eigentlich auch eine ganz nette Vorstellung, dass alles so indivduell und persönlich ist. Andererseits bedeutet dies aber, dass ich wohl selbst austesten muss, was gut ist und was nicht. Auch etwas anstrengend, oder?
Ich werde also einfach hier ab und zu die Beiträge lesen und wenn ich Fragen habe, werde ich sie euch stellen.
Eine erste Frage kommt schon jetzt: Im Internet (natürlich eine Werbeseite), kam der Hinweis auf eine Creme, nämlich Alnovat. Diese habe ich mir gekauft. Sie riecht nach Marzipan, was ja auch ganz gut in die Weihnachtszeit passte. Aber bringt sie etwas? Hat vielleicht jemand von euch schon Erfahrung damit?
Viele Grüße
Frederike