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Es ging los in 1996. Schmerzende Stellen auf den Ohren (Brillenträger). Als keine Hautcreme mehr half, ab zum Hautarzt -> Schuppenflechte. Zur Einholung einer 2. Meinung bei einem anderen HA. Dutzende Medikamente, Salben, Tinkturen, Cremes, Schaumapplikationen, PSOR-Kamm, Kur in Bad Bentheim, uvam.: jeweils nur kurze Linderung. 2020 ging der 1. HA in Rente, ich wechselte zum damaligen 2. HA. Da ich bislang nur äußerlich behandelt wurde, kam die Umstellung auf MTX-Pens. Hat etliche Wochen gedauert, bis allmählich Ruhe auf der Haut einkehrte und nach ca. 1 Jahr konnte ich sagen, dass die Herde alle nahezu schuppenfrei geworden sind, die starke Hautrötung auf blassrosa bis "ganz weg" zusteuerte und auch die vorherigen Herde flächenmäßig schrumpften.
Das ging knapp 5 Jahre gut. Dann die Blutdiagnose: weiße und rote Blutkörperchen gingen an Anzahl stark zurück. Sofortiges Absetzen von MTX. Anschließend etwa 6 Wochen gar kein Medikament. Dann die 1. Spritze Ilumetri (Wirkstoff Tildrakizumab). 4 Wochen warten -> nicht nur keine Verbesserung, sondern die Flechte kam zurück, mit Macht. Die 2. Spritze -> weitere 12 Wochen warten. Ich bekam in den ersten 6 Wochen Flechte, wo ich noch nie eine hatte, von der Schädeldecke bis zu den Fußgelenken, voll mit kleinen "Pickeln", die auch noch extrem juckten. Seit jetzt knapp 5 Wochen schlägt das Medikament an. Anfangs ging die starke Plaque zurück, dann der Juckreiz, schließlich Stand Heute: der ganze Körper ist so gut wie schuppenfrei, die Rötungen gingen zurück, die betroffenen Hautstellen sind blassrosa. Nächste Woche habe ich einen neuen Termin, in 2 Tagen noch die nötige Blutentnahme und dann wird entschieden, ob es so weiter gehen kann.
Die Spritzen (keine Pens) sind schweineteuer, aber wozu ist man krankenversichert? Jedenfalls sehe ich einer (hoffentlich) langjährigen Linderung entgegen.
Einen guten Rat für ALLE Betroffenen: habt Mut und vor allem Geduld. Psoriasis lässt sich nicht heilen, aber die Folgen können gelindert werden.