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D

Im Psoriasis-Lexikon erklären wir Begriffe rund um die Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Hier sind Begriffe, die mit D beginnen. 
DAAB
DAAB ist die Abkürzung des Vereins Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. 
Daktylitiden
Daktylitiden sind „Wurstfinger“ oder „Wurstzehen“ – also wenn einzelne Zehen oder Finger wie eine Wurst geschwollen sind. Das kann ein Symptom der Psoriasis arthritis sein.
Daktylitis
Die Daktylitis ist die Entzündung eines Fingers oder einer Zehe. Schätzungsweise ein Drittel der Patienten mit Psoriasis arthritis sind von einer Enthesitis oder einer Daktylitis betroffen.
DBP
DBP ist die Abkürzung für Dibutylphtalat – ein Weichmacher. 
DDG
DDG ist – wenn wir im Bereich der Psoriasis bleiben – die Abkürzung für "Deutsche Dermatologische Gesellschaft". Dies ist die deutschsprachige wissenschaftliche Fachgesellschaft für Hautärzte.
DDL
DDL ist die Abkürzung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft. Dies ist ein Zusammenschluss der Experten für den Einsatz von Laser in der Behandlung der Haut. Im Bereich der Psoriasis sind dies also die Experten für den Excimer-Laser. 
Dermatologe
Ein Dermatologe ist schlicht und ergreifend ein Hautarzt. 
Dermatologie
Dermatologie ist die Lehre von den Hautkrankheiten.
DermBest
ein Register mit Daten zum Verlauf, Wirksamkeit und Sicherheit von Biologika in der Dermatologie
Dermis
Die Dermis ist die Lederhaut – die mittlere der drei Hautschichten. Unter dem Mikroskop wird sie noch in weitere Schichten unterteilt.
Desquamation
„Desquamation“ heißt nichts anderes als Abschuppung. 
DHA
DHA ist die Abkürzung für Docosahexaensäure. Das ist eine Omega-3-Fettsäure.
Diagnostik
Diagnostik ist die Gesamtheit der Untersuchungen, um eine Krankheit erkennen zu können oder andere Krankheiten ausschließen zu können.
Differentialdiagnosen
Differentialdiagnosen sind mehrere mögliche Diagnosen, um die es sich bei einer Krankheit handeln könnte. Solche Differentialdiagnosen gibt es auch bei der Psoriasis. Hier können mögliche andere Diagnosen ein Lichen planus, Pityriasis rubra pilaris, ein atopisches Ekzem, im Gesicht ein seborrhoisches Ekzem, auf dem Kopf „normale“ Schuppen sein. Ein erfahrener Arzt kann sie vielleicht mit geübtem Auge unterscheiden, es kann aber auch eine Biopsie nötig sein. 
DIP
DIP ist die Abkürzung für „distale Interphalangealgelenke“. Das wiederum ist der Fachausdruck für die Endgelenke der Finger und der Zehen.
Disposition
„Disposition“ ist die Veranlagung – im medizinischen Bereich also eine Veranlagung zu einer Erkrankung, zu einem Symptom.
DLQI
DLQI ist die Abkürzung des englischen Begriffes Dermatology Life Quality Index. Der DLQI ist ein valides und zuverlässiges Messinstrument, das die gesundheitsbezogene Lebensqualität (LQ) bei Hauterkrankungen wie Psoriasis, atopischem Ekzem oder Akne beurteilt. Er besteht aus zehn Fragen zu den Gesamtsymptomen, Beruf/Arbeit, Freizeit, sozialen Beziehungen, Therapie und den gesamten Alltagsaktivitäten. Jeder Antwort wird ein Wert von 0 bis 3 zugeordnet, wobei 0 einer guten und 3 einer schlechten LQ entspricht.

Die Werte werden dann addiert zu einem Gesamtwert in einem Bereich von 0 bis 30. DLQI und PASI-Score (siehe dort) ergänzen sich gegenseitig. Die Korrelation von DLQI und PASI nimmt mit der Erkrankungsschwere der Psoriasis zu.
DMARD
DMARD ist die Abkürzung für „Disease-modifying anti-rheumatic drug“. Es handelt sich um eine Klasse von Medikamenten, die bei Psoriasis arthritis, aber auch bei der Rheumatoiden Arthritis und anderen Erkrankungen eingesetzt werden. Oft werden sie auch als Basismedikamente bezeichnet.
Die Arzneimittel sind dazu da, die Krankheit langfristig zu verändern. Sie sind also keine schnell wirkenden Schmerzmedikamente o.ä. Vielmehr sollen sie künftige Schäden zum Beispiel an den Gelenken verhindern oder die Krankheit bremsen, damit sie nicht so schnell noch schlimmer wird.
Beispiele für Medikamente dieser Klasse sind im Bereich der Psoriasis
Azathioprin Ciclosporin A Goldsalze Leflunomid Methotrexat (MTX) Sulfasalazin TNF-alpha-Blocker wie  Adalimumab, Certolizumab, Etanercept, Golimumab oder Infliximab doppelblind
Bei einer doppelblinden Studie wissen weder Arzt noch Patient, ob der Patient einen Wirkstoff oder ein Placebo bekommt. Siehe auch unverblindet oder einfachblind.
DPB
DPB ist die Abkürzung für die Selbsthilfeorganisation Deutscher Psoriasis Bund e.V.
Dyslipidämie
Eine Dyslipidämie ist eine Fettwechselstörung. 
Dyshidrosis
Bei einer Dyshidrosis breiten sich zwischen den Fingern, an den Fußsohlen und an den Handinnenflächen Bläschen aus. Beim Ausdrücken tritt eine wässrige Flüssigkeit aus. Irgendwann trocknen die Bläschen ein oder sie platzen. Zurück bleiben Schuppen.

Viele Betroffene haben auch einen starken Juckreiz.

Ein Problem: Die Ursache der Dyshidrosis lässt sich oft nicht wirklich finden. Weil die Symptome oft in der wärmeren Jahreszeit oder im Urlaub in feuchtwarmen Gegenden auftreten, gilt ein Zusammenhang mit einer übersteigerten Schweißproduktion als ein Ansatzpunkt.

Zur Behandlung werden Bäder oder Umschläge mit adstringierenden Badezusätzen empfohlen – also mit solchen, die die Haut dazu bringen, sich zusammenzuziehen. Das schaffen synthetische Gerbstoffe, wie sie in Tannolact oder Tannosynt enthalten sind. Ist die Dyshidrosis richtig schlimm, können Kortisontinkturen vom Hautarzt helfen.

So, und warum wir das alles hier schreiben: Auch eine Psoriasis pustulosa geht mit Bläschen einher. Da besteht also Verwechslungsgefahr, und am Ende kann nur ein Hautarzt die beiden Erkrankungen auseinanderhalten. Um es noch verwirrender zu machen: Selbst eine Schuppenflechte an Händen und Füßen (Psoriasis palmaris et plantaris) kann aussehen wie eine Dyshidrosis.

In unserem Forum haben schon einige Betroffene ihre Erfahrungen mit der Dyshidrosis ausgetauscht. Wenn du Fragen hast, kannst du dort sofort loslegen.
Redaktion
Redaktion

C

Im Psoriasis-Lexikon erklären wir Begriffe rund um die Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Hier sind Begriffe, die mit C beginnen.
Cedirogant
Cedirogant ist ein Wirkstoff, der derzeit in Studien für die Therapie der Psoriasis untersucht wird. Anfangs trug er das Kürzel ABBV-157.
Art: Tablette oder Kapsel Firma: Abbvie Phase: 1 von 3 Nachzulesen: hier Eintrag im Verzeichnis klinischer Studien in Europa: nicht vorhanden (Stand: Januar 2024) CHMP
Das CHMP ist das Committee for Medicinal Products for Human Use. Es handelt sich dabei um den Arzneimittelausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur. Dieser Ausschuss befindet zum Beispiel darüber

• ob neue Medikamente zugelassen werden oder nicht
• ob schon zugelassene Medikamente neue Gefahren haben, auf die hingewiesen werden muss
• ob schon zugelassene Medikamente zurückgezogen werden müssen
CHS-0214
CHS-0214 der Name einer Substanz, die (nicht nur) für den Einsatz bei Psoriasis erforscht wird. Es handelt sich dabei um ein Biosimilar (einen „Nachbau“) für Enbrel. So kommt CHS-0214 also auch als Injektion daher.

Entwickelt wird die Substanz von der Firma Coherus BioSciences. Einzelheiten finden sich im europäischen Register klinischer Studien.
Clazakizumab
Clazakizumab ist der Name einer Substanz, die in klinischen Studien erforscht wurde. Sie soll bei Psoriasis arthritis eingesetzt werden. Anfangs hieß die Substanz auch BMS-945429 oder ALD518. Es handelt sich dabei um eine Injektion.
Entwickelt wird Clazakizumab von der Alder. Zwischenzeitlich war auch Bristol-Myers Squibb daran beteiligt.
Einzelheiten über die letzte Studie sind im Eintrag im Verzeichnis von klinischen Studien in Europa zu finden. Diese Studie wurde in Deutschland demnach vorzeitig abgebrochen.
Die Studien befanden sich in Phase II. Insgesamt durchläuft ein Wirkstoff drei Studienphasen, bevor eine Firma einen Antrag auf Zulassung als Medikament stellen kann.
 Zum Weiterlesen
Ergebnisse einer Phase-IIb-Studie zur Anwendung bei Psoriasis arthritis Compliance
Compliance ist die Bereitschaft des Patienten, eine Therapie sorgfältig, regelmäßig und verantwortungsvoll durchzuführen.

Lesetipp zu diesem Thema
Warum es fast aussichtslos ist, dass Patienten eine Therapie befolgen
(Pharmazeutische Zeitung, 16.10.2013)
Fragt man einen Bekannten oder Verwandten: „Ja und warum nimmst Du die Tabletten nun nicht?“, gibt’s immer irgendeinen plausibel klingenden Grund. Fachleute nennen das Verhalten Non-Adhärenz. Der Patient macht einfach nicht richtig mit, was er eigentlich mit dem Arzt besprochen hat. Wissenschaftler haben das Problem untersucht und sind offenbar ziemlich ratlos.
CoronaBest
CoronaBest ist ein Register mit Daten zum Verlauf, Wirksamkeit und Sicherheit von innerlichen Therapien für Hauterkrankungen während der Corona-Pandemie
COVA322
COVA322 war der Name einer Substanz, die für die Behandlung der Psoriasis arthritis getestet wurde. Es handelte sich dabei um ein so genanntes Biologic, das sich sowohl gegen das Interleukin 17A als auch gegen TNF-alpha richtet. Entwickelt wurde es von der Firma Covagen.
Ende August 2014 wurde die Firma Covagen von der Firma Janssen-Cilag gekauft. Die wiederum ist Hersteller des Biologics Stelara, das jedoch an einem anderen Interleukin (nämlich 12/23) ansetzt. In der Mitteilung wurde auch erklärt, dass COVA322 zu diesem Zeitpunkt in Phase1b-Studien bei Psoriasis war und unter Janssen-Cilag auch weiterentwickelt werden sollte. Das geschah offensichtlich nicht – zumindest wird das in dieser Studie so beschrieben.
Phase 1b ist ein recht frühes Stadium. Insgesamt gibt es bei der Entwicklung eines neuen Medikamentes drei Phasen, wobei die Phasen I und II noch einmal jeweils in zwei "Unterphasen" unterteilt sind.
Im Verzeichnis von klinischen Studien in Europa findet sich kein Eintrag zu COVA322.
Zum Weiterlesen
Informationen der entwickelnden Firma zur bevorstehenden Phase Ib/IIa-Studie CRP
CRP ist die Abkürzung für C-reaktives Protein. Das ist ein Eiweiß, das in der Leber produziert wird. Der Wert kann erhöht sein, wenn Entzündungen da sind oder wenn das Gewebe geschädigt ist.
Cytochrom P450
Das Cytochrom-P450-System (CYP) ist eine wichtige Gruppe von Enzymen, die eine große Rolle beim Abbau von Medikamenten im Körper spielen. CYP-Enzyme kommen hauptsächlich in der Leber vor.
Die P450-Enzyme machen Medikamente wasserlöslicher, damit sie leichter ausgeschieden werden können. Aber sie können auch manche Medikamente überhaupt erst aktivieren. Und: Manche Menschen bauen Medikamente dadurch schneller oder langsamer ab.
Man kann sich das System wie einen Tunnel vorstellen, durch den ganz verschiedene Substanzen müssen – körpereigene wie die von Wirkstoffen oder Alkohol-Abbaustoffe. Wer mehrere Medikamente nimmt, kann den Tunnel schnell überlasten. Auch deshalb sollte immer ein Wechselwirkungs-Check für alle Medikamente, die man so nimmt, spätestens in der Apotheke erfragt werden.
Die Aktivität der CYP-Enzyme kann auch von anderen Substanzen gehemmt oder verstärkt werden. Drei Beispiele:
Grapefruit hemmt das Enzym CYP3A4 aus der P450-Gruppe und verstärkt so die Wirkung mancher Medikamente. Johanniskraut verstärkt das Enzym CYP3A4 aus der P450-Gruppe und schwächt so manche Medikamente ab. Rauchen verstärkt das Enzym CYP1A2 aus der P450-Gruppe und kann die Wirkung bestimmter Medikamente abschwächen. Für alle, die Medikamente nehmen, ist es wichtig zu wissen, ob man zu den schnellen oder langsamen Abbauern bestimmter Medikamente gehört und man Substanzen zu sich nimmt, die die Wirkung von Medikamenten beeinflussen können.
Ärzte finden in den sogenannten Fachinformationen zu den Medikamenten meist einen Absatz, ob sie den P450-Weg nutzen oder eben nicht.
Cytostatika (oder Zytostatika)
Cytostatika sind Medikamente zur Behandlung von Tumoren oder aus der Transplantationsmedizin. Sie werden aber auch bei schwerer Psoriasis angewandt.
 
Redaktion
Redaktion

B

Im Psoriasis-Lexikon erklären wir Begriffe rund um die Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Hier sind Begriffe, die mit B beginnen.
Balneophototherapie
Die Balneophototherapie ist eine Kombination aus einem medizinischen Bad und einer UV-Bestrahlung – entweder gleichzeitig oder danach. Als Badezusatz können Sole oder andere Substanzen zum Einsatz kommen, die die Haut lichtempfindlicher und damit für die UV-Bestrahlung "durchlässiger" machen.
Balneotherapie
Eine Balneotherapie ist eine Behandlung mit Bädern aller Art.
Basaliom
Das Basaliom ist eine Form des Hautkrebses. Es wächst sowohl in Breite als auch Tiefe. Und: Es kann, wenn es nicht behandelt wird, auch Knochengewebe in Mitleidenschaft ziehen. Ein Basaliom bildet aber meist keine Metastasen. Es wird mit einer Operation entfernt.
Basaliome treten gern an Stellen auf, die oft der Sonne ausgesetzt sind. Einer der Gründe für die regelmäßige Hautkrebs-Untersuchung. 
Basenbäder
Nein, Basenbäder sind keineswegs Bäder, die man mit seiner Base (altdeutsch für Cousine) nehmen muss. Vielmehr ist das Wasser bei so einem Bad basisch, es hat also einen pH-Wert von mehr als 7. 
Basistherapie
Die Basistherapie ist so etwas wie eine Grundlagen-Therapie. Sie ist langfristig angelegt.
Basistherapeutika
Dieser Begriff wird oft benutzt, wenn es um Psoriasis arthritis und andere rheumatische Erkrankungen geht. Gemeint sind die sogenannten langsam wirkenden Antirheumatika oder DMARDs wie MTX, Sulfasalazin, Azathioprin oder Ciclosporin.
BClear
BClear ist ein Gerät zur UV-Therapie. Es wurde vom Lumenis als Hochenergie-Blitzlampe bezeichnet. In einigen Praxen und Kliniken ist es noch vorhanden.
BCT194
BCT194 ist der Name einer Substanz, die in einem österreichischen Studienzentrum zur Behandlung der Schuppenflechte erforscht wurde. Entwickelt wurde sie von der Firma Novartis. Es handelte sich dabei um eine 0,5%-ige Creme.
Studien zu Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit von BCT194 wurden abgeschlossen – eine mit Freiwilligen mit Psoriasis und eine zur Wirkung der Substanz im Körper.
Einzelheiten finden sich im Verzeichnis klinischer Studien in den USA. Später wurde über die Studie im "European Journal of Pharmaceutics and Biopharmaceutics" berichtet.
BCX-4208
BCX-4208 ist kein TNF-Alpha-, sondern ein Purin-nucleosid-phosphorylase (PNP)-Blocker. Über eine Phase-II-Studie wurde im Herbst 2008 berichtet. Demnach ist das Medikament sicher bei der Gabe von 20 bis 120 Milligramm täglich. Für die Psoriasis zumindest ruht die Entwicklung offenbar.
BCX-4208 soll(te) als orales Medikament auf den Markt kommen – also als Kapsel oder Tablette.
Entwickelt wurde der Wirkstoff von der Firma BioCryst. Die Einzelheiten zur Studie in den USA finden sich bei ClinicalTrials.gov.
BF-37
BF-37 ist der Name einer Substanz, die für die Behandlung der Psoriasis vulgaris getestet wurde bzw. wird. Es handelt sich dabei um ein topisches Mittel – also um eine Creme, eine Salbe oder ein Gel. Bei BF-37 handelt es sich um eine veränderte Formulierung des bereits bekannten Wirkstoffes Riluzol. Entwickelt wurde sie von der Firma Biofrontera.
Eine Phase-II-Studie startete im Frühjahr 2008. Biofrontera nimmt an, dass BF-37 unmittelbar in die zellulären Grundlagen des Immunsystems der Haut eingreifen und das bei Schuppenflechte übermäßige Wachstum der Keratinozyten stoppen kann.
Die neue Creme mit dem Wirkstoff BF-37 wurde auch in Kiel und Dresden getestet. Neben dem Wirksamkeitsnachweis wurden auch Verträglichkeit und Sicherheit der Substanz überprüft.
Die Creme wurde an zwölf Patienten an den Prüfzentren Kiel und Dresden untersucht. Jeder Patient wurde 14 Tage lang an fünf erkrankten Stellen behandelt. Auf zwei Stellen kam ein Placebo (Scheinmedikament) oder BF-37 mit einer Okklusion – ein „Abdichten“ mit Folie oder Salbe, meist mit Folie. An zwei weiteren Stellen geschah das gleiche, jedoch ohne Okklusion. Auf eine fünfte Stelle kam zum Vergleich eine Salbe oder Creme mit Kortison.
Die Wirksamkeit wurde anhand des PASI bestimmt. Die Studie wurde randomisiert, doppelblind und durch den Vergleich zu Placebo und einem Vergleichsmedikament kontrolliert durchgeführt. Die klinische Leitung lag bei den Wissenschaftlern um Professor Ulrich Mrowietz von der Uniklinik Kiel.
Zuvor wurde mit BF-37 eine kleine Phase II-Studie mit kürzerer Behandlungsdauer durchgeführt, die eine gute Wirkung der Substanz vermuten lässt. BF-37 wird derzeit parallel in einer klinischen Phase II-Studie bezüglich seiner Wirksamkeit bei der Behandlung von Neurodermitis erprobt.
Insgesamt gibt es bei der Entwicklung eines neuen Medikamentes drei Phasen, wobei die Phasen I und II noch einmal jeweils in zwei „Unterphasen“ unterteilt sind.
Zum Weiterlesen
Biofrontera startet Phase II-Studie bei Schuppenflechte Informationen im Verzeichnis klinischer Studien in Europa Bimosiamose 5% Creme
Eine Phase-I-Studie zur Sicherheit der Creme an 6 männlichen Patienten mit Schuppenflechte verlief erfolgreich. Es traten bei Anwendung morgens und abends keine Nebenwirkungen auf. Achtung: Es geht in Phase I noch nicht um die Wirksamkeit eines Präparats. Über Bimosiamose wird auch an der Charité geforscht.
In einem späteren, vier Monaten dauernden Versuch wurde die Creme in 1%, 3% und 5%iger Stärke zweimal täglich auf die Haut aufgetragen – allerdings bei Mini-Schweinenbei Mini-Schweinen. Dabei gab es keine Nebenwirkungen.
Die Firma Revotar Biopharmaceuticals AG, die die Bimosiamose 5% Creme entwickelt hatte, ging pleite.
Zur Untersuchung finden sich Angaben im US-Verzeichnis klinischer Studien.
Bitte berühren
"Bitte berühren" ist eine Aufklärungskampagne zu den Themen Schuppenflechte und Neurodermitis. Damit soll die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden. So sollen Erkrankte zum Beispiel zum Besuch beim Hautarzt motiviert werden. Dafür gibt es auf der Internetseite zur Kampagne eine Hautarzt-Suche. Seit Januar 2017 gibt es dort auch das interaktive Angebot "Im Dialog": Betroffene können über ein Kontaktformular ihre Frage zur Psoriasis an Experten senden. Frage und Antwort können später auf der Webseite nachgelesen werden.
Unter dem Motto "Bitte berühren" finden von Zeit zu Zeit Aktionen statt – etwa zum Start am "Welt-Umarmungs-Tag" (Hug Day) oder aus Anlass der Fortbildungswoche für Hautärzte. So soll die Aufmerksamkeit für die Erkrankung und die Erkrankten erhöht werden.
Koordiniert wird die Initaitive vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Mitstreiter sind außerdem
die Deutsche Dermatologische Gesellschaft das Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie die regionalen Psoriasisnetze PsoNet (Zusammenschlüsse von Ärzten – nicht zu verwechseln mit unserem Psoriasis-Netz) der Deutsche Psoriasis-Bund e.V. Bis Ende 2017 waren auch dabei:
die Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V. unsere Patientenplattform www.Psoriasis-Netz.de Danach waren die Macher der Internetseite "Farbenhaut" Projektpartner. Inzwischen sind auch sie nicht mehr dabei.
Finanziell unterstützt wird die Initiative von mehreren Pharmafirmen. Aber: Das Psoriasis-Netz bekam für seine Teilnahme weder Geld noch andere Zuwendungen (und das ist auch gut so). 
Blutiger Tau
Manchmal liest man vom blutigen Tau, wenn es darum geht, wie die Schuppenflechte genauer diagnostiziert werden kann. Dieser Tau ist ein typisches Merkmal für die Psoriasis. Es handelt sich um kleine punktförmige Bluttropfen, wenn man an einer Schuppenflechte-Stelle das letzte Häutchen ablöst. Es ist kein großer Bluttopfen, wie er zum Beispiel nach dem Blutabnehmen zu sehen ist, sondern eben sehr viel kleiner. 
B-Lymphozyten
B-Lymphozyten sind Zellen des Abwehrsystems. Sie bilden Antikörper, die sich an körperfremde Substanzen anlagern, um sie für andere Zellen als fremd zu kennzeichnen.
BMI
Der Body Mass Index ist ein Maß des relativen Körpergewichts. Er dient zur Abgrenzung von Unter- und Übergewicht sowie der Adipositas.
Der BMI berechnet sich als Quotient aus Körpergewicht (kg) und Quadrat der Körperhöhe (m²).
20 bis 25 kg/m² = Normalgewicht
25 bis 30 kg/m² = Übergewicht
> 30 kg/m² = Adipositas
Der BMI sollte jedoch altersabhängig betrachtet werden und ist nur ein ungefährer Anhaltspunkt. Er sollte nicht überbewertet werden. 
Body Surface Area (BSA)
BSA ist – im Bereich der Schuppenflechte jedenfalls – die Abkürzung für Body Surface Area – zu Deutsch: Körperoberfläche. Gemeint ist ist der Anteil der Körperoberfläche, der von der Psoriasis bedeckt ist. Um den BSA zu bestimmen, nimmt man seine Handfläche und misst, wie viel Handflächen auf die Schuppenflechte passen.
Eine Handfläche ist ungefähr so viel wie
• 2,5 Prozent der Beine
• 5 Prozent eines Arms
• 10 Prozent des Kopfes
Als mittelschwer bis schwer gilt eine Schuppenflechte, wenn mehr als 10 Prozent des gesamten Körpers mit Psoriasis bedeckt ist. Alles darunter wird als leichte Schuppenflechte eingestuft.
Der BSA ist aber nur ein sehr, sehr grobes Maß, denn dabei wird nicht beachtet, wie stark entzündet oder wie schuppig die Stellen sind, geschweige denn, ob die Erkrankung an Stellen sitzt, an denen sie den Betroffenen besonders einschränkt. 
BOW015
BOW015 ist der „Codename“ für ein neues altes Medikament: Es soll ein Biosimilar für Remicade werden – also ein Generikum, ein Nachbau. Folgerichtig ist BOW015 auch eine Injektion. Es soll eines Tages zur Behandlung der Psoriasis vulgaris und der Psoriasis arthritis eingesetzt werden.
Die Substanz wird von der Firma Epirus Biopharma entwickelt.
BSG
BSG ist die Blutkörperchen-Senkungs-Geschwindigkeit. Der Wert ist Ergebnis eines groben Suchtests auf Entzündungszeichen.
Redaktion
Redaktion

A

Im Psoriasis-Lexikon erklären wir Begriffe rund um die Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Hier sind Begriffe, die mit A beginnen.
abnormal
„abnormal“ ist das gleiche wie „anormal“ – also etwas, das von der Norm abweicht.
Absorption
Absorption heißt so viel wie „Aufnahme“. Meist geht es – wenn man im Bereich der Psoriasis bleibt – darum, wie ein Wirkstoff von der Haut oder vom Körper aufgenommen wird.
Abstrich
Bei einem Abstrich wird Haut oder Schleimhaut für eine Untersuchung entnommen. Für gewöhnlich geschieht das mit einem großen Wattestäbchen. Danach kommt das Entnommene auf ein kleines Glasplättchen und / oder auf einen Nährboden. 
Abszess
Jetzt wird’s wenig lecker: Ein Abszess ist eine Eiterbeule. Er kann wehtun (auch sehr wehtun). „Schuld“ sind Eiterbakterien, beispielsweise Staphylokokken. Meist muss die Ansammlung aufgeschnitten werden. 
ACR
Mit ACR ist – wenn man im Bereich der Schuppenflechte bzw. der Psoriasis arthritis denkt – meist das American College of Rheumatology gemeint.
ADF
ADF ist die Abkürzung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Forschung e.V. 
Adhäsion
Anhaften – z. B. Lymphozyten an die Gefäßwand, um von dort in die Haut zu gelangen 
adjuvant
„adjuvant“ ist der Fachbegriff für „unterstützend“ oder „ergänzend“.
Adstringierend
zusammenziehend
Ätiopathogenese
Ätiopathogenese ist der Fachbegriff für den kompletten Verlauf einer Erkrankung – für Ursachen, Entstehung und Krankheitsentwicklung.
Aktinische Keratose
Die auch Lichtwarze genannte Erkrankung ist ein Lichtschaden und leider auch eine Vorstufe von Hautkrebs. Vor allem dort, wo Sonne gut hinkommt, ist die Haut dann rauh und erhaben. Die Hautstellen müssen (!) behandelt werden. Das kann beispielsweise mit einer Kryotherapie oder eine Creme geschehen.
akut
„Akut“ heißt nichts anderes als „plötzlich auftretend“. 
Alkaloid
alkaliähnliche, stickstoffhaltige Verbindung, Heilmittel
Alopecia areata
Alopecia areata ist der Fachbegriff für den Kreisrunden Haarausfall. 
ambulant
„Ambulant“ ist etwas, das nicht in einem Krankenhaus oder einer Klinik gemacht oder durchgeführt wird. Eine ambulante Therapie ist zum Beispiel eine, die in einer Arztpraxis stattfindet und eben nicht in einem Krankenhaus. Es gibt auch ambulante Operationen, bei denen man nach der OP und ggf. dem Aufwachen aus Narkose nach Hause geht.
Das Gegenteil von „ambulant“ ist „stationär“. 
Analogpräparat
Ein Analogpräparat (oder Analogon) ist ein synthetisch hergestellter Stoff, der einen Naturstoff nachahmt, aber etwas abgewandelt ist und dadurch stärker wirken soll.
AN2898
AN2898 war der Name einer Substanz, die in klinischen Studien erforscht wurde. Sie sollte bei Psoriasis vulgaris eingesetzt werden. Es handelte sich dabei um eine Creme. Entwickelt wurde AN2898 von der Firma Anacor.

Im März 2009 berichtete die Firma Anacor von positiven Ergebnissen in einer Phase-I-Studie mit dem Wirkstoff AN2898. Er wurde in einer 5-Prozent-Version von den Probanden sehr gut vertragen. Die hatten die Creme oder Salbe okklusiv – also abgeschlossen unter einem Verband – auf die Haut aufgetragen. Wirkstoff dürfte Bor sein.

Der Hersteller hat die Entwicklung zugunsten eines anderen Kandidaten aufgegeben, den er für aussichtsreicher hält, derzeit aber nur für die Behandlung der Neurodermitis (atopischen Dermatitis) weitererforscht.

Insgesamt durchläuft ein Wirkstoff drei Studienphasen, bevor eine Firma einen Antrag auf Zulassung als Medikament stellen kann.
Anamnese
Anamnese – das ist die Vorgeschichte der Krankheit. Der Arzt fragt dann beispielsweise nach früheren Erkrankungen, Symptomen und Beschwerden.
Ankylosierende Spondylitis
Die Ankylosierende Spondylitis gehört zu den Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis. Von ihr können die Wirbelsäule, die peripheren Gelenke, Sehnen, Augen, aber auch (selten!) die inneren Organe betroffen sein. 
Antagonist
Ein Antagonist ist ein Gegenspieler. In der Medizin bzw. Biologie ist damit eine Substanz gemeint, die die Wirkung einer anderen Substanz hemmt oder gleich ganz aufhebt.
Anthocyane
Farbstoff vieler roter und aller blauen Blüten; auch in den Früchten der Heidel- und Holunderbeeren vorkommend
Antigene
Antigene sind Moleküle, die das körpereigene Immunsystem als fremd erkennt und darauf, z. B. mit der Bildung von Antikörpern, reagiert. Antigene sind beispielsweise Bestandteile von Bakterien, Viren, Tumorzellen, Pollen oder Zellen anderer Menschen. 
Antihistaminika
Antihistaminika sind Substanzen bzw. Medikamente, die gegen eine Allergie wirken. Im Bezug auf die Psoriasis werden sie gegen den Juckreiz eingesetzt.
Antikörper
Antikörper sind winzige Helfer in unserem Körper, die uns vor Krankheiten schützen. Man kann sie sich wie kleine Superhelden vorstellen, die in unserem Blut und anderen Körperflüssigkeiten unterwegs sind.
Antikörper suchen nach Eindringlingen wie Bakterien oder Viren. Sie heften sich an diese Eindringlinge und markieren sie – und sie rufen andere Teile unseres Abwehrsystems zur Hilfe.
Antikörper haben eine Y-Form. An den oberen Enden des Y können sie sich an die Eindringlinge heften. Jeder Antikörper passt genau zu einem bestimmten Eindringling, wie ein Schlüssel zu einem Schloss.
Es gibt fünf Hauptarten von Antikörpern. Sie heißen IgA, IgD, IgE, IgG und IgM. Jede Art hat besondere Aufgaben und kommt an verschiedenen Stellen im Körper vor. Das "Ig" steht für Immunglobulin.
Manchmal können Antikörper auch Probleme machen – zum Beispiel, indem sie fälschlicherweise körpereigene Zellen angreifen.
Antiphlogistikum
Ein Antiphlogistikum ist ein Medikament, das eine Entzündung hemmen soll. 
antiproliferativ
Eine Substanz ist antiproliferativ, wenn sie gegen die Zellteilung arbeitet. Das ist im Bereich der Schuppenflechte sinnvoll, weil eines der Probleme bei der Erkrankung eine überstürzte Zellteilung ist. 
Aphten
Aphten sind entzündete Stellen an der Schleimhaut – meist im Mund, selten an den Genitalien. Die Geschwüre sind weißlich. Sie heilen für gewöhnlich nach ein oder zwei Wochen ab. Dem ist auch nur schwer nachzuhelfen. Manchmal (!) können Gele oder Lösungen, die die Stelle betäuben, etwas bewirken. Das wissen Arzt oder Apotheker am besten. Woher Aphten kommen, ist oft unklar. 
Apoptose
Apoptose ist ein gezielt ausgelöster Zelltod, der von externen oder internen Signalen verursacht wird.
In jeder Minute gehen im menschlichen Organismus zahlreiche seiner insgesamt vielen Billionen Zellen zugrunde. Gleichzeitig werden ständig neue Zellen gebildet. Diese Prozesse spielen bereits bei der embryonalen Entwicklung eine zentrale Rolle und laufen später beim Kleinkind ebenso ab wie beim alten Menschen. Wichtig ist indes ein Gleichgewicht zwischen Zelltod und Zellneubildung. Ist diese Balance gestört, drohen ernsthafte Erkrankungen: Sterben zu wenig Zellen ab, kann zum Beispiel Krebs entstehen, schreitet der Zelltod zu rasant voran, kann dies degenerative Hirnerkrankungen, wie beispielsweise Alzheimer, erklären.
ART621
ART621 war der Name einer Substanz, die in klinischen Studien erforscht wurde. Sie sollte bei Psoriasis vulgaris eingesetzt werden.
Entwickelt wurde ART621 von der Firma Arana Therapeutics.
"Das entzündungshemmende Mittel befindet sich seit März 2008 in der Indikation Psoriasis (Schuppenflechte)", schrieb "Euro am Sonntag" am 26.09.2008. Für die folgende Phase-III suche das Arana-Management einen Pharmapartner.
Es handelte sich um einen TNF-Alpha-Blocker. Sicherheits- und Wirksamkeitsdaten für die Indikation Psoriasis wurden für das erste Quartal 2009 erwartet. In einer ersten Phase-I-Studie war der Wirkstoff intramuskulär und subkutan gespritzt worden.
Die Ergebnisse einer Phase-II-Studie waren wohl nicht ganz so berauschend: Die Effizienz des Wirkstoffs war laut Artikeln um den 10.03.09 bei Schuppenflechte "nur mittelmäßig". Die Firma spricht aber von einer erfolgreichen Absolvierung der Tests.
Zum Weiterlesen
Arana successfully completes Phase II psoriasis study, FierceBiotech, 09.03.2009 Arteriosklerose
häufigste, krankhafte Veränderung der Arterien; Verdickungen der Innenhaut von Gefäßen, geht oft mit Verkalkungen einher
Arthrose
Gelenkerkrankung, bei der degenerative Prozesse (Knorpelschäden) an Gelenken im Vordergrund stehen; sprich: Abnutzung
asymptomatisch
Wenn etwas asymptomatisch ist oder verläuft, dann ist gemeint: Da sind keine Symptome, keine Anzeichen für eine Krankheit zu finden (obgleich sie da ist).
Atopie
„Atopie“ ist ein Fachbegriff für die Überempfindlichkeit der Haut oder der Schleimhäute gegen Stoffe in der Umwelt.
Atrophie
Mit dem Begriff Atrophie ist – zumindest im Bereich der Psoriasis und anderer Hautkrankheiten – das Dünnerwerden der Haut gemeint. Das ist eine typische Nebenwirkung von Kortisonsalben, wenn sie zu lange und / oder zu häufig angewendet wurden. 
Aufbrauchfrist
Der Begriff kommt vor, wenn es um Medikamente oder manchmal auch um Kosmetikprodukte geht. Die Aufbrauchfrist gibt an, wie lange ein Arzneimittel nach Anbruch der Packung verwendet werden kann. 
ausschleichen
Manchmal liest man, dass man ein Medikament ausschleichen soll – beispielsweise nach längerer Anwendung von Kortisonsalben. „Ausschleichen“ bedeutet, dass man ein Medikament behutsam, Schritt für Schritt absetzt, die Dosierung verringert.
Ein Beispiel: Hat man eine Creme bislang einmal am Tag aufgetragen, tut man das nun nur noch alle zwei Tage, nach einiger Zeit alle drei Tage usw. 
Autoimmunkrankheit
Autoimmunkrankheit ist eine Krankheit, bei der der Körper seine eigenen Strukturen als fremd erkennt und versucht, diese zu bekämpfen. Nach heutigem Verständnis sind die Schuppenflechte und die Psoriasis arthritis ebenfalls Autoimmunkrankheiten. 
autolog
Autolog bedeutet: Etwas stammt vom Patienten selbst. 
AVT04
AVT04 ist das Kürzel für einen Medikamenten-Wirkstoff, der derzeit in Studien getestet wird. Es handelt sich um einen Nachbau des Wirkstoffs Ustekinumab. Der ist im Medikament Stelara im Einsatz. [Quelle]
Redaktion
Redaktion
TNF-alpha-Blocker sind eine Art von Medikamenten, die im Körper die Reaktion auf den Tumor-Nekrose-Faktor alpha (TNF-α) unterdrücken. TNF-alpha ist an Autoimmunerkrankungen und immunvermittelten Störungen beteiligt – also auch an Psoriasis und Psoriasis arthritis.
TNF-alpha-Blocker wirken, indem sie den TNF-alpha binden und dessen Aktivität hemmen, was zu einer Verringerung von Entzündungen und anderen Symptomen führt.
TNF-alpha-Blocker, mit denen die Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis behandelt werden, sind:
Adalimumab Certolizumab pegol Etanercept Golimumab und Infliximab TNF-alpha-Blocker können entweder durch Selbstinjektion mit einer sehr kleinen Nadel unter die Haut der Oberschenkel oder des Bauches verabreicht werden oder durch intravenöse Infusion.
Redaktion
Redaktion
Pegcantratinib ist (oder besser: war) eine Substanz, die einmal in der Behandlung der Schuppenflechte, konkret der Psoriasis vulgaris, eingesetzt werden sollte. Sie war noch in der Erforschung, anfangs unter dem Kürzel CT327, später unter dem Kürzel SNA-120.
Entwickelt wurde CT327 von der Firma Creabilis Therapeutics. Die wurde an die Firma Sienna Biopharmaceuticals verkauft, und die ging pleite. 😕
Das äußerlich anzuwendende Medikament sollte die überstürzte Teilung von Keratinozyten abfangen.
Aus Phase IIa wurde berichtet, dass die Creme mit 0,1% gut wirksam war. Das Medikament wurde gut vertragen, es wurden keine Nebenwirkungen gemeldet.
In einer Phase-IIb-Studie wurden drei verschiedene Konzentrationen (0.05%, 0.1% and 0.5%) von 160 Patienten getestet. Im Verzeichnis von Studien in Europa findet sich ein Eintrag für diese Studie ausschließlich in Großbritannien.
Der Hersteller berichtete von einer schnellen Besserung des Juckreizes. Am Ende der Studie hatten 77 Prozent der Probanden nur noch einen milden oder gar keinen Juckreiz mehr.
Der Wirkstoff ging laut Hersteller nicht ins Blut über. Pegcantratinib wurde gut vertragen und es gab keine Nebenwirkungen auf der Haut.
Eine Phase-III-Studie war geplant. Erwartet wurden Umsätze von jährlich 800 Millionen US-Dollar (zu Spitzenzeiten).
Zum Weiterlesen
Eintrag zur Phase-II-Studie im europäischen Verzeichnis klinischer Studien Studienergebnis zum Rückgang vom Juckreiz im Fachblatt "Acta Dermato-Venereologica"
Redaktion
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DLQI steht für „Dermatologischer Lebensqualitäts-Index“. Es ist ein Fragebogen, mit dem gemessen wird, wie sehr eine Hauterkrankung wie Psoriasis das Leben eines Betroffenen beeinflusst.
Was ist der DLQI?
Der DLQI besteht aus 10 Fragen, die verschiedene Lebensbereiche abdecken, wie zum Beispiel Gefühle, Alltagsaktivitäten, Arbeit, Freizeit, soziale Kontakte und Beziehungen. Anders als der PASI (Psoriasis Area and Severity Index), der nur den Zustand der Haut misst, erfasst der DLQI die „gefühlte“ Krankheitslast.
Die Fragen beziehen sich beim DLQI-Test immer auf die vergangene Woche und sollen zeigen, wie stark die Hauterkrankung das tägliche Leben beeinträchtigt.
Wie wird der DLQI ausgefüllt?
Jede Frage wird mit einer Punktzahl von 0 bis 3 bewertet. 0 bedeutet: „Überhaupt nicht beeinträchtigt“, 3 bedeutet: „Sehr stark beeinträchtigt“. Am Ende werden alle Punkte addiert. Das Ergebnis liegt zwischen 0 und 30. Je höher die Punktzahl, desto stärker ist die Lebensqualität durch die Hauterkrankung beeinträchtigt.
Bedeutung der Punkte
Punktzahl Auswirkung auf das Leben 0 – 1 Keine Auswirkung 2 – 5 Geringe Auswirkung 6 – 10 Mäßige Auswirkung 11 – 20 Sehr große Auswirkung 21 – 30 Extrem große Auswirkung Wozu dient der DLQI?
Der DLQI hilft Ärztinnen und Ärzten, besser zu verstehen, wie sehr die Hauterkrankung das Wohlbefinden und den Alltag bremst.
Wichtig für die Therapie: Der Wert ist oft entscheidend für die Kostenübernahme von Medikamenten. Ein DLQI von über 10 deutet oft auf eine mittelschwere bis schwere Erkrankung hin. Dies kann die Tür zu modernen Therapien (wie Biologika oder andere Systemtherapien) öffnen, selbst wenn die Haut gar nicht so schlimm aussieht.
Wo kann ich meinen DLQI ermitteln?
Wir empfehlen da das Angebot vom Hautnetz Deutschland, einem Zusammenschluss von Hautärzten. Dort gibt es verschiedene Tools – unter anderem eben einen DLQI-Rechner.
Redaktion
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