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    Rolf Blaga

    Gemüse gegen Schäden von UV-Licht

    Wer sich verstärkt UV-Strahlen aussetzt, weiß eigentlich, dass das nicht völlig ungefährlich ist. Gerade Menschen mit Psoriasis aber lassen sich aus therapeutischen Gründen öfters mit natürlichem oder künstlichem UV-Licht bestrahlen. An der Charité Berlin hat eine Studie ergeben, dass es Gemüsesorten gibt, mit denen die Nebenwirkungen von UV-Bestrahlung abgemildert werden können.

    Wer sich verstärkt UV-Strahlen aussetzt, weiß eigentlich, dass das nicht völlig ungefährlich ist. Man riskiert einerseits Hautkrebs und andererseits altert die Haut vorzeitig. Wer viel an der Sonne ist, bekommt eher Falten und schlaffe Haut als diejenigen, die sich vor UV-Licht schützen.

    Gerade Menschen mit Psoriasis aber lassen sich aus therapeutischen Gründen öfter mit natürlichem oder künstlichem UV-Licht bestrahlen. An der Charité Berlin hat eine Studie unter der Leitung von Professor Jürgen Lademann aus 2006 ergeben, dass es Gemüsesorten gibt, mit denen die Nebenwirkungen von UV-Bestrahlung abgemildert werden können.

    Freie Radikale ohne Bindung

    Durch UV-Strahlen werden körpereigene Moleküle in "freie Radikale" zerteilt. Diese ungebundenen Radikale neigen dazu, anderen Molekülen des Körpers den Sauerstoff zu entreißen und sie damit zu zerstören. Freie Radikale werden deshalb als “Zellkiller” bezeichnet. Sie verursachen eine Kettenreaktion, die als Entzündungsschritte im Körper ablaufen. Das führt zu Zellschäden im Bindegewebe, die nicht mehr zu reparieren sind. Die Haut ist dadurch nicht mehr so elastisch und glatt, sondern altert vorzeitig. Außerdem können freie Radikale die DNS, schädigen, das Immunsystem schwächen und Hautkrebs hervorrufen.

    “Anti-Oxidantien” dagegen können Sauerstoff binden und zerstören dadurch freie Radikale. Sie werden deshalb als “Radikalenfänger” bezeichnet. Das Problem ist, dass der menschliche Körper “Anti-Oxidantien” nicht selbst produziert. Sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. In der Studie wurde untersucht, inwieweit “Functional Food” in der Haut biologisch wirkt.

    Fazit: Wer sich mit Nahrungsmitteln ernährt, die “Beta-Karotin” oder “Lycopin” enthalten, hat auch mehr “Anti-Oxidantien” in der Haut.

    Lycopin aus rotem Gemüse

    “Beta-Karotin” ist in Karotten (Mohrüben) enthalten und wird am besten im Körper freigesetzt, wenn man das frische Gemüse mit etwas Öl isst. “Lycopin” findet man in vielen roten Gemüsesorten, vor allem in Tomaten, roten Paprikaschoten und roten Grapefruits. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Konzentrate (Tomaten-Ketchup und Paprika-Paste) mehr “Lycopin” an die Haut abgeben als das frische Gemüse. “Lycopin” gilt als sehr effektiver “Anti-Oxidant”, der deutlich stärker wirkt, als “Beta-Karotin”.

    Andere Autoren empfehlen Granatapfel-Saft und grünen Tee. Generell gilt, dass man sehr viel trinken soll, wenn man die Haut geschmeidig halten will. Wer während des Sonnenbads Alkohol trinkt, ist deutlich weniger vor Strahlungsschäden geschützt. Auch Stress und Krankheiten bewirken, dass weniger “Anti-Oxidantien” in der Haut sind.

    Richtige Ernährung ersetzt nicht das Sonnenschutz-Mittel. Je hellhäutiger man ist, desto mehr muss man die Haut vor UV-Strahlung schützen. Aber wer sich zusätzlich mit “Anti-Oxidantien” versorgt, bei dem können die negativen Auswirkungen einer UV-Bestrahlung abgemildert werden.

    Quellen:


    Bildquellen

    • Gemüse: Qaisar Saeed / Fotolia

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