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Ein Ausflug zu Fürst Pückler nach Branitz


Claudia

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Einmal im Jahr unternehmen wir mit der Berliner Selbsthilfegruppe einen Ausflug. Diesmal hatte sich der Organisator Park und Schloss Branitz ausgesucht. Also fuhren wir mit der Regionalbahn bis nach Cottbus, günstig mit dem Berlin-Brandenburg-Ticket. Von Cottbus aus fährt ein Bus zum Park - oder man läuft 2,4 Kilometer.

Der Park, der auch zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, ist wunderschön. Es gibt viele geschwungene Wege, viele entlang des Wassers, auf jeden Fall über viele und ganz verschiedene Brücken. Alles ist aber auch recht naturbelassen, nicht (zu) schick aufgemotzt.

Auffällig sind die beiden Pyramiden. Die wurden von Hermann Fürst von Pückler-Muskau höchstpersönlich angelegt. Er wollte sich und andere damit an seine Reise in den Orient erinnern. Sie bestehen auch unter der Grasschicht nicht aus Stein, sondern aus Erde. In der größeren Pyramide ist der Fürst schließlich auch begraben worden, seine Frau wurde zu ihm umgebettet.

Pückler-Eis

Nicht nur Eingeweihte verbinden mit Branitz sofort Fürst Pückler und damit zurecht das Pückler-Eis. Der Fürst war aber nicht der Erfinder, auch wenn das die meisten Mitreisenden glaubten. Nein, ihm wurde es - sagt man - vom einem königlich-preußischen Hofkoch gewidmet, der drei verschiedene Sorten Sahneeis übereinander geschichtet hatte. Und so kommt man kaum aus dem Park, ohne ein Pückler-Eis gegessen zu haben :)

Anreise und ausschweifende Spaziergänge ließen genügend Gelegenheit, sich über das Leben im Allgemeinen, aber auch über die Psoriasis im Besonderen auszutauschen - weshalb ein Ausflug immer ein Höhepunkt in unserer Selbsthilfegruppe ist.

2 Comments


Recommended Comments

Scheint ein lohnendes Ausflugsziel zu sein,

und mit den Bildern kannst du einen eigenen Kalender machen. :-)

Gruß Uwe

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Ihr seid zu beneiden für den Ausflug nach Branitz. Pückler war nicht nur ein überaus genialer Gartenarchitekt und Landschaftskünstler. Es gibt auch ein paar Indizien dafür, dass er an einer Hautkrankheit litt, an der die Aerzte 400 Jahre nur herumgedoktert haben: Syphilis. „Kauf auf einem Schiff eine jungfräuliche Schwarze, teile mit ihr einen Monat das Lager, und die Heilung wird sich einstellen.“ Das schrieb der Baroklyriker Gregorio de Matos 1684. Bis in das frühe 20. Jahrhundert war eine gezielte Infektion mit Malaria praktisch das einzige Mittel, einen Kranken vor dem letzten Stadium der Syphilis, der Verblödung zu bewahren. Fürst Pückler kaufte 1837 auf dem Sklavenmarkt in Kairo die minderjährige Machbuba, reiste mit ihr ein Jahr durch Afrika brachte sie anschließend nach Muskau, wo sie gestorben und begraben ist.

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