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Hallo zusammen,
nachdem ich es glücklicherweise überlebt hab und mich nach fast zwei Wochen endlich wieder so weit bewegen kann, dass ich meine Erfahrung mit Humira teilen kann, hier meine Geschichte:
Ich leide seit ca. 4 Jahren unter einer Psoriasis Arthritis. Bis vorletzte Woche nahm ich Humira seit fast 1 1/2 Jahren und war ebenso begeistert davon, wie es wohl die meisten sind. Meine Schmerzen waren vorher so schlimm, dass ich keine Nacht durch schlafen konnte. Nach nur 3 Wochen mit Humira war alles wie weg geblasen und scheinbar auch ohne irgendwelche nennenswerten Nebenwirkungen bis...
...ich eines Morgens um 4:00 Uhr auf der Intensivstation eines Krankenhauses aufwache und an X Geräte inkl. künstliche Beatmung angeschlossen bin.
Was ist passiert?
Meine Freundin und ich lagen am Sonntagnachmittag gemütlich auf der Couch, vor dem Fernseher und waren gerade im Begriff eine Runde zu schlummern. (Alles Weitere kenn ich nur aus den Erzählungen meiner Freundin). Plötzlich schreckte ich mit einem lauten Ächzen hoch, mein ganzer Körper verkrampfte bzw. zog sich zusammen, meine Augen haben sich verdreht und ich verlor das Bewusstsein, während mein Körper weiter krampfte. Es war wohl nicht so, wie man sich einen epileptischen Anfall vorstellt, bei dem man wild um sich schlägt, es war wohl mehr so, dass sich meine Muskeln einfach nur extrem fest zusammen gezogen und gehalten haben. Mir lief sehr viel Schaum aus dem Mund und ich hab mir die Zunge und die Unterlippe zerbissen, so dass mir auch noch Blut aus dem Mund lief. Der Notarzt hat mich sofort in ein künstliches Koma gelegt und intubiert, da alles nach einem Tumor o.ä. im Gehirn aussah.
Da man bei sämtlichen Untersuchungen nichts finden konnte und ich im Allgemeinen sogar sehr gute Blutwerte hatte, konnte ich am Dienstag schon wieder entlassen werden. Die Schmerzen des Krampfanfalls spüre ich dafür heute (1 1/2 Wochen später) noch sehr deutlich in den Muskeln und Knochen.
Was mich nun wirklich erschüttert hat war, dass sich kein Arzt "offiziell" getraut hat, das Humira dafür verantwortlich zu machen. Ich nehme ansonsten nicht einmal Aspirin und bin kerngesund. Die einzigen beiden Ärzte, die es sich getraut haben auszusprechen waren mein Hausarzt und der junge Arzt in der Notaufnahme des Krankenhauses. Mein Hausarzt meinte erst heute Morgen, dass es wohl eine Art "ungeschriebenes Gesetz" unter vielen Ärzten ist, sich bedeckt zu halten. Wahrscheinlich, um einer Klage durch einen mächtigen Pharmakonzern zu entgehen. Mein Hausarzt hat auch weitere Berichte über epileptische- bzw. spastische Krampfanfälle bei Humira-Patienten gefunden.
Für mich ist Humira auf jeden Fall Geschichte! Wäre meine Freundin an diesem Sonntag nicht kurzentschlossen etwas länger bei mir geblieben, könnte ich euch heute womöglich nichts mehr von meiner Erfahrung mit Humira erzählen...
Seit vorsichtig mit dem Zeug! Es kann euch ohne Vorankündigung einfach von den Socken holen…
Grüße
Dominik
aus Nürnberg