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Wikifreie Zone - Wer weiß was, Halbwissen ist auch gefragt

Vielleicht ist es mal ganz spannend, nicht gleich zu googeln oder bei Wikipedia zu schauen - eigenes Wissen ist gefragt, die Fantasie oder Vermutungen.

Redewendungen, Wörter, Fragen aus allen Bereichen, Bräuche - woher kommen sie oder was bedeuten sie:

Ich fang mal an und frage euch, was bedeutet der Spruch:

Da beisst die Maus keinen Faden ab?

Wer antwortet, darf auch gern die nächste Frage stellen oder wer gerade hier vorbeischaut.

Bearbeitet ( von kaschek)

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Hervorgehobene Antworten

Nebenzipfel ...?

smilie_girl_004.gif

Für mich ist klar was ein Nebenzipfel ist. Für euch ganz ohne Nachgucken auch?

Hat das was mit einem flotten Dreier zu tun? :confused:

Für mich ist klar was ein Nebenzipfel ist. Für euch ganz ohne Nachgucken auch?

Hüstel, könnte es sich um den Wurmfortsatz, bzw. Blinddarm handeln?

OK

Ich ziehe die Frage zurück. War zu fachspezifisch und nicht so ganz passend in diesem Thread.

.....Aber nett finde ich das Wort doch ;)

OK

Ich ziehe die Frage zurück

Nix da, ich will jetzt wissen, was das ist. ;)

Nix da, ich will jetzt wissen, was das ist. :)
Es bezieht sich auf die Richtwirkung von Antennen.

Sie empfangen bevorzugt aus einer Richtung. Was so am Rande noch abgegriffen wird nennt man in der grafischen Darstellung Nebenzipfel.

Völlig unerotisch die Sache aber für den Techniker wichtig zu wissen. ;)

Falls es interessiert wie man Nebenzipfel reduzieren kann, so findet man das hier.

@ Happy

Also ich fand die Frage passend und spannend. Schade, dass du so schnell aufgelöst hast. Ich hätt gern noch ein paar wilde Theorien gelesen. ;)

Kann mich jemand über den Ursprung von Blau machen, im Sinne von: "Heute mache ich Blau" aufklären?

Ich denk, das hat was mit besaufen zu tun. Alternative wär blaues Blut: Die Adeligen arbeiten ja nix.

keine offene Frage mehr? tja

was passiert mit jemanden der über den Jordan geht?

Also ich zu 99,9 % :cool:

Ich zu 100 %! :altes-lachen

Ich hab mal gehört, Fisimatenten stammt aus der Zeit der französichen Revolution.

"Visitez ma tente" ("Besuchen Sie mein

Zelt") als Einladung napoleonischer Offiziere an deutsche Mädchen.

Aha - alles klar.;)

Eine Mitmutter, ist das die kleine Mutter, die von hinten gegen die große Mutter geschraubt wird.

Nee, Mitmutter sagt die Mutter zur Schwiegermutter ihres Kindes.

Immer noch alles klar? :):altes-lachen

Nee, Mitmutter sagt die Mutter zur Schwiegermutter ihres Kindes.

Immer noch alles klar? ;):altes-lachen

Jepp! :):confused:

Also Peter`s Theorie fürs Blaumachen ist nicht schlecht, aber es gibt noch eine andere Erklärung. Gute Nacht!

Kann mich jemand über den Ursprung von Blau machen, im Sinne von: "Heute mache ich Blau" aufklären?

Hat das nicht etwas mit der Blaufärberei zu tun?

Bei Blaufärben ist die Farbe doch erst mal grün und wird auf dem Stoff erst durch den Luftsauerstoff blau,

Das dauert, also kann der Färber in der Zeit nix weiter tun als warten oder angenehmere Dinge.

Mein Opa sagte immer Blau ist keine Farbe, blau ist ein Zustand... :P

Na ja, nach meiner Erkenntnis hat er auch nicht blau gemacht. :o

Und wo wir schon mal beim Thema sind frag ich euch:

Warum wurde in der Schweiz die 0,5 Promille Grenze für Autofahrer wieder auf 0,8 Promille angehoben? :D

Kann mich jemand über den Ursprung von Blau machen, im Sinne von: "Heute mache ich Blau" aufklären?

Hallo kaschek,

es gibt eine historisch einwandfrei belegte Erklärung für "blau machen" und den "blauen Montag":

Der Begriff stammt tatsächlich aus der Färberei, genauer "Schönfärberei", also dem Färben mit bunten Farben und nicht nur mit Steinen und Erden. Wollgarne wurden früher mit Auszügen aus der Pflanze Färberwaid (auch Färberwayd) blau gefärbt. In aller Regel wurde nur Montags blau gefärbt. Montag morgens kamen dazu von der Stadt beauftragte Dienstleute und lieferten Urin (von der Stadtbevölkerung gesammelt !!) in Kesselwagen bei den Färbern ab, diese vermengten die nötigen Zutaten, Färberwayd, Urin und die zu färbenden Stoffe miteinander in großen Bottichen. Dann musste der Stoff in diesem Gebräu mindestens 24 h "ziehen". Da aber nun die Bottiche und Gerätschaften belegt waren, konnten die Färber am Montag nicht mehr weiterarbeiten und machten nach nur 1 bis 2 Stunden in der Werkstatt frei. Dafür hatten sie ja aber auch am Sonntag einige Stunden in der Werkstatt zugebracht, um alles vorzubereiten.

Wurden die Färber am Montag Mittag in der Gaststube angetroffen und darauf angesprochen, antworteten sie: "Ich mach' heut blau, hab' darum jetzt frei!"

Der Begriff des Blauen Montags hat sich bis heute gehalten.

Hoffe, mit meiner Klugschei..erei geholfen zu haben, :o

lg tamma

Gleich noch eins draufsetzen,

Kennt jemand den Ursprung des Schimpfwortes LACKEL oder DÄMLACK ?

(meist im schwäbischen, auch im bayrischen Sprachgebrauch)

Mit ein wenig Geschichtswissen kann man drauf kommen....

lg tamma

  • 2 Wochen später...

Ich weiß es nicht und wie es aussieht auch sonst keiner.

Klärst du uns auf?

Hoffe, mit meiner Klugschei..erei geholfen zu haben, ;)

lg tamma

Da kann ich noch was draufsetzen.

Daher kommt auch die Redewendung "grün und blau hauen".

Das "Blauen" braucht Sauerstoff und wenn die Färber mit langen Stangen die Stoffbahnen bewegten, ging der Luftaustausch schneller und das Blau trat schneller hervor.:smile-alt:

hallo, ihr Lieben -

was ist ein Grasmieger ;)

nette Grüsse sendet - Bibi -

Gleich noch eins draufsetzen,

Kennt jemand den Ursprung des Schimpfwortes LACKEL oder DÄMLACK ?

(meist im schwäbischen, auch im bayrischen Sprachgebrauch)

Mit ein wenig Geschichtswissen kann man drauf kommen....

lg tamma

ok, falls es jemand interessiert :confused:

Zur Zeit der Pfälzer Erbfolgekriege (Ende 17 Jh.) schickte der französische König Ludwig XIV, der "Sonnenkönig" seine Truppen in die Kurpfalz (heute Region um Heidelberg) und später nach Württemberg bis runter nach Österreich (Bodenseeregion). Er wollte sich die Kurpfalz unter den Nagel reißen, und da das zunächst nicht klappte, befahl er seinen Truppen, den Menschen im Westen Süddeutschlands die Lebens- und Arbeitsgrundlage zu nehmen, indem sie alles von Wert zerstörten. Die "Politik der verbrannten Städte und Dörfer" war geboren.

Einer der Befehlshaber seiner Truppen war ein gewisser General Mélac, der die Befehle Ludwigs wohl allzugerne ausführte; er war ein richtiger Mordbrenner und überaus grausam. Er wütete in der gesamten Region zwischen Kurpfalz und Bodensee. Sein Name taucht in beinahe jeder Ortschronik auf, häufig wurde er sogar als DER Antichrist bezeichnet. (Interessanterweise kennt die französische Geschichtsschreibung diesen General nicht...)

Der Name "Mélac" wurde zum Schimpfwort.

Bis ins 19. Jahrhundert wurden große rothaarige Straßenköter nach ihm benannt. Im Laufe der Zeit veränderte sich das Schimpfwort folgendermaßen:

De Mélac (von Mélac) wurde zu Dämlack,

daraus wurde Lackel, und später auch Lackaffe (Mélac soll auch ein überaus eitler, narzistischer Mensch gewesen sein)

So, hiermit ist die kleine Geschichtsstunde beendet,

wünsche noch einen schönen Tag

lg tamma

@ Bibi

leider hab ich keine Ahnung, was ein "Grasmieger" ist...;)

@ Päonie

herzlichen Dank,

bin wieder was schlauer geworden :P,

lg tamma

Ich danke Dir, tamma.

Ich hab auch wieder was gelernt und du hast mich daran erinnert, dass ich vor einiger Zeit in Heidelberg einen Hinweis auf Lilo von der Pflaz gesehen hatte.

Da hab ich doch mal bei wiki nachgeguckt d040.gif , dass sie in Heidelberg geboren ist. r010.gif

Auch wieder was gelernt.

jau Päonie,

die Lilo, bei uns eher "Die Lotte" ;) von der Pfalz, war mit Philpp, dem kleinen Bruder von Ludwig dem XIV verheiratet. Lottes Bruder wiederum war der letzte Kurfürst. Als der starb, meinte Ludwig über die Verschwägerung einen Anspruch auf die Kurpfalz zu haben.... der Rest ist Geschichte :cool:

lg tamma

Ich hätte das auch was!

"Harter Tobakk"

Kleiner Tipp, es stammt von meinem Opa!

hallo, Geschmeidigbleiben -

hier im Sprachgebrauch ist es so, wenn jemand seine Meinung sagt und vielleicht etwas unangenehm wirkt, aber seine Meinung vertritt - das ist dann harter Tobak - ausser, er hat noch gleiche Meinungen - dann ist es starker Tobakk -

ich habe nicht gegoogelt - nur das fiel mir dazu ein -

aber meine Frage, was ist ein Grasmieger - upps - will hier nicht den Thread durcheinanderbringen.

nette Grüsse sendet - Bibi -

Ich hätte das auch was!

"Harter Tobakk"

Kleiner Tipp, es stammt von meinem Opa!

Starker Tobak (auch: Tabak) sein

Die Fügung geht auf einen alten Schwank zurück, in dem der Teufel von einem Jäger zum Narren gehalten wird: Der Teufel wusste nicht, was ein Gewehr ist. Der Jäger machte ihm weis, es sei eine Tabakspfeife, bot ihm einen Zug daraus an und feuerte ihm eine Ladung Schrot ins Gesicht, worauf sich der Teufel über den »starken Tabak« verwunderte.

Mein Opa sagte mir das die Redewendung früher oft gebraucht wurde, weil man zu Kriegszeiten keinen guten Tabak hatte und der oft mit Hanfstengeln und anderen Kräutern gemischt wurde. Diese Tabakmischung hieß bei den Soldaten " Harter Tobak". Weils dir die Lunge zerfetzt hat.

Mittlerweile wird es für diverse Behauptungen, die sehr persönlich oder auch offensiv sind, gebraucht.

Seine Chefin als alte Spinatwachtel zu bezeichnen ist wirklich starker Tobak! Starker Tobak, was die Zeitung da über die Asylanten schreibt.

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