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Liebe mit Zukunft?!

Hallo Zusammen

 

Ich weiss nicht ob ich hier richtig bin aber ich brauche unbedingt einen Tipp/Rat...Leute mit dieser "Krankheit" zum Reden und zum Austausch.

 

Und zwar geht es darum: Ich habe im Sommer 2012 per Zufall einen wundervollen Mann in einem Forum kennengelernt. Es war keine Datingseite und wir nicht auf der Suche...wir haben seither täglich miteinander geschrieben, uns hervorragend verstanden...und uns dann ein Jahr später auch getroffen.

 

Es hat mich total erwischt! :-) ...und das teilte ich Ihm schon nach dem vierten Treffen mit.

 

Nun kommt es zur eigentlichen Thematik: Wie wir schon zuvor geschrieben hatten ist auch er an mir interessiert, will sich mit mir treffen aber er sagte zu Anfangs bereits, dass er möchte das es nicht zu schnell geht mit uns. Da wir weit auseinander wohnen (600km) dachte ich das wäre der Grund und hatte halt Angst, dass es nicht weiter geht...ich setzte ihn ziemlich unter Druck und wollte unbedingt mehr Treffen.

 

Dann erzählte er mir davon, dass er eine Hautkrankheit hat, was ihm sehr schwer viel mir das zu sagen. Er erzählte ein wenig von seiner letzten Beziehung (von einem Jahr) die von ihr beendet wurde eben wegen dieser Krankheit. Seither (seit über 10 Jahren) hatte er keine Beziehung mehr geführt und auch nicht gewollt.

 

Da ich auch jemanden kenne, der diese Krankheit hat erzählte ich ihm davon...auch das ich kein Problem damit habe. Er mir sagte (weil ich ihn ja leider unter Druck gesetzt habe) dass wenn er sich jetzt entscheiden müsste er nur eine Freundschaft haben möchte und er es langsam angehen möchte auch wegen Vertrauen aufzubauen.

 

So, jetzt ist das ganze wieder über ein halbes Jahr her und seither haben wir zwei wunderschöne Wochenenden miteinander verbracht. Nach wie vor jeden Tag schriftlichen Kontakt. Meine Gefühle zu ihm wachsen immer mehr an und ich weiss leider nicht wie ich ihm helfen kann oder ob ich mich richtig verhalte.

 

Bei unserem ersten Wochenende haben wir uns das erste mal geküsst...es war wunderschön! An unserem zweiten Wochenende war es ähnlich wobei ich mir bei jedem Treffen erhoffe eine Beziehung mit ihm zu starten. Ich möchte für ihn da sein, ihm bei seiner Krankheit helfen, ihn unterstützen...ich will ihn genau so haben wie er ist.

 

An unserem letzten Abend lagen wir im Bett und da erzählte er mir davon, wie sehr er gerne intim mit mir werden würde. Es viel ihm wieder sehr schwer, er wirkte traurig...und meinte, dass er ein Problem damit hat, mit seiner Krankheit. Ich sagte ihm, dass wir uns damit Zeit lassen bis es für uns beide passt, ich ihn genau so möchte wie er ist mit allem was dazu gehört. Er meinte, auch wenn wir uns Zeit lassen wird die Krankheit ja da sein und ich hätte das nicht verdient.

 

Ich weiss nicht was ich machen soll um ihm zu helfen. Ich bin so verliebt in ihn...und möchte ihn gerne fragen ob er wegen seiner Krankheit keine Beziehung mit mir will und sich deshalb so schwer fallen lassen kann. Vielleicht ist er auch gar nicht verliebt oder will es nicht zulassen "glücklich" mit mir zu werden?!

 

Ich will ihn auch nicht drängen darüber zu reden wenn er nicht will. Soll ich es so laufen lassen, ihm Zeit geben oder ihm zeigen, dass ich mich damit auseinander setze, es wirklich ernst meine?!

 

(Tut mir leid, dass es etwas zu lang geworden ist aber so ist es verständlicher mit dem Zusammenhang)

.....ich hoffe auf einen hilfreichen Austausch mit Euch und bedanke mich recht herzlich!

 

 

Liebe Grüsse

Sonnenblume

Bearbeitet ( von Sonnenblume_83)

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  • Muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben So wie du schreibst kennst du ihn ja nicht erst seit letzter Woche und hast ihm nach 2 Tagen deine Gefühle offenbart. Sondern du hast dir Zeit gelassen.

  • also mir wäre  es jetzt an der Zeit, endlich NÄgel mit Köpfen zu machen !!   Ich habe das gefühl, dass Du Deine Zeit verschwendest, weil er sich gar nicht binden will- die GRünde sind letzlich egal-

Hervorgehobene Antworten

...mit Erstaunen lese ich das hier...

 

Matze auch Frauen vergleichen sich ständig... da gibts keine Unterschiede, da hat Kurkuma recht...

 

Das Erstaunen meinerseits beziehts sich darauf, dass es scheinbar möglich ist, sich absolut nur über die Pso zu identifizieren...

 

Seit ich 14 Jahre alt bin, begleitet sie mich...in einem Alter wo schon der kleinste Pickel auf der Nase zur ausgewachsenen Katastrophe werden kann... und dennoch habe ich beizeiten gelernt mich nicht über die Haut zu definieren...schlimmer war der Gedanke eines Tages im Rollstuhl zu sitzen, weil die Gelenke nicht wollten... und das hat mir den Ansporn gegeben, zu leben so lange es nur geht... und ich habe versucht jeden Tag zu genießen und jedem Menschen der mir begegnet ein freundliches Gegenüber zu sein...und so gut wie nie ist meine Haut ein Thema... Kinder fragen gerne, aber sie sind mit einer klaren Antwort sehr schnell zufrieden zu stellen...

 

...die eigene Einstellung zu sich selber und zur Pso kann sehr stark auch die Mitmenschen beeinflussen...

 

Die Pso ist definitiv kein Hindernis zu LIEBEN und GELIEBT zu werden! :daumenhoch:

...diese Erfahrung wünsche ich euch allen! :)

Bearbeitet ( von Supermom)

.Das Erstaunen meinerseits beziehts sich darauf, dass es scheinbar möglich ist, sich absolut nur über die Pso zu identifizieren...

 

Ich denke, wenn man als Kind ständig von den Eltern geschlagen wurde, d.h. einem ständig das Gefühl gegeben wurde, nicht gut genug und nicht perfekt zu sein, egal wie sehr man sich anstrengt, entwickelt man irgendwann einen Selbstbestrafungsmechanismus. Man fängt an, sich zu sagen, man sei es nicht wert, geliebt zu werden, denn man ist ja/ hat ja ... (beliebige Gründe einsetzbar). Auch ohne diesen Hintergrund ist es schon schwer genug, denn die Medien suggerieren einem ja auch ständig, dass man nur beliebt ist, wenn ... - wie Kurkuma schon sagte. Davor sind weder Männer noch Frauen gefeit.

 

 

Viele Grüße

Antje

Ich denke, wenn man als Kind ständig von den Eltern geschlagen wurde, d.h. einem ständig das Gefühl gegeben wurde, nicht gut genug und nicht perfekt zu sein, egal wie sehr man sich anstrengt, entwickelt man irgendwann einen Selbstbestrafungsmechanismus. Man fängt an, sich zu sagen, man sei es nicht wert, geliebt zu werden, denn man ist ja/ hat ja ... (beliebige Gründe einsetzbar). Auch ohne diesen Hintergrund ist es schon schwer genug, denn die Medien suggerieren einem ja auch ständig, dass man nur beliebt ist, wenn ... - wie Kurkuma schon sagte. Davor sind weder Männer noch Frauen gefeit.

 

 

Viele Grüße

Antje

 

 

....das ist wohl wahr...

 

Wie wichtig ist es doch die eigenen Stärken zu finden und rauszufiltern...und wie schön ist es, wenn andere sie an einem entdecken...

Bearbeitet ( von Supermom)

Ja die Erziehung spielt da sicher eine große Rolle. Ich wurde zwar nicht geschlagen (im Gegenteil ich wurde eher verwöhnt und behütet), aber mir wurde eingetrichtert, dass man nach außen hin (zu fremden Menschen) immer ein positives Bild zeigen muss und keine Schwächen zeigen darf. Meine Mutter und Großmutter legen penibelst Wert darauf, dass Fremde einen positiven Eindruck bzw. eine positive Meinung haben. Das ist sogar wichtiger als die Meinung der eigenen Familie. Warum das so ist weiß ich nicht. Aber ich glaub es hat bei mir dazu geführt, dass ich viele Jahre nicht den Mut hatte jemandem von meiner Pso zu erzählen und sie mein Leben lang versteckt habe. Und wenn sie jemand sieht ist das die Hölle für mich, weil ich immer im Kopf habe, dass ich perfekt sein oder wirken muss. Das ist auch ohne die Pso so und es ist einfach nur anstrengend.

 

Das schlimmste ist, dass man es weiß, aber es nicht so einfach abstellen kann. Man ist so aufgewachsen und die Erziehung wirkt sehr stark nach. Vor 5 Jahren war ich noch viel schlimmer drauf. Es ist ein langer und anstrengender Prozess der Charakter- und Denkweisenumstellung, aber ich glaube ich bin da auf einem guten Weg.

 

Ich identifiziere mich nicht über die Pso. Im Gegenteil. Mir ist bewusst dass es nur etwas nebensächliches ist. Aber dieser schwachsinnige Drang perfekt sein zu wollen ist leider nach wie vor vorhanden. Bei mir kommt er aber lustigerweise nicht von den Medien, da ich kein Fernsehen gucke und mich Medien und Gesellschaftsmeinungen allgemein nicht sonderlich interessieren.

 

Letztlich läuft das alles wieder auf das eigene Selbstbild hinaus. Wenn man selbst denkt, dass man mit Pso weniger Wert ist oder weniger Wert ist, wenn man nicht perfekt ist, dann sinkt auch das Selbstbewusstsein und man wird unsicher. Der wichtigste Schritt ist in meinen Augen, dieses Problem erstmal zu identifizieren und zu wissen woher es kommt. Da hilft Selbstreflektion und der Blick in die Vergangenheit.

 

Was noch interessant ist, ist dass die Pso bei mir erst richtig ausbrach, als ich mich damals von meiner Freundin getrennt habe. Ich vermute mal, dass ich auch ohne Pso schon ein schlechtes Selbstbild hatte und durch die Trennung dann "die Bestätigung" bekam, dass ich nicht gut genug bin und schon war die Pso da. Vielleicht kam die Pso bei mir und Matze ja wirklich als eine Art Ausrede zum Vorschein um das schlechte Selbstbild darauf schieben zu können.

 

In den letzten 1-2 Jahren hab ich dann viel an meiner Persönlichkeit gearbeitet und ich glaube es hatte schon einen gewissen positiven Effekt auf die Pso und meine Psyche. Vor Kurzem habe ich auch erstmals einem Kollegen von meiner Pso erzählt und sie ihm sogar gezeigt. Das war ein großer Schritt für mich und ich glaube dass es nur besser werden kann.

 

 

Liebe Grüße

 

Robert

Selbst wenn man in idealsten Bedingungen aufgewachsen ist, hat man vermutlich ein gestörtes Verhältnis zu sich selbst, weil man von Natur aus nun mal nicht perfekt ist. Bei Kierkegaard wäre es die Verzweiflung gleichzeitig man selbst und man nicht selbst sein zu wollen (ohne Gott-Komponente gedacht). Bei Freud die beunruhigende Diskrepanz zwischen Über-Ich und Ich. Man kann mit Sicherheit auch noch weiter zurückgehen, um festzustellen, dass es ein uraltes Problem ist - Medien hin oder her.
Die Lösung ist vermutlich, sich einfach so anzunehmen, wie man ist und sich zu trauen, auch mal abgelehnt zu werden. Für soziale Wesen, die wir sind, ist das natürlich eine schmerzvolle Mammutaufgabe. Falls es euch tröstet, mit dem Alter wird es leichter, denn irgendwann merkt man, dass der körperliche Verfall sowieso nicht zu stoppen ist. Die Pso ist dann nur noch ein weiterer Punkt auf der Liste. Und irgendeiner kann einen immer nicht leiden, egal wie doll man versucht, es allen recht zu machen. Also lieber gleich den eigenen Weg gehen. :D

 

Viele Grüße

Antje

oh Antje...fein formuliert....besser kann man es nicht sagen :daumenhoch::)

 

@Kurkuma:...die Erziehung zur Contenance (nicht unbedingt die schlechteste, wenn sie mit Liebe geschieht) ...soll Stärke entwickeln...

...da, wo du vor anderen deine Schwäche nicht zeigst, bist du nicht angreifbar...dem freundlichen, angepassten lieben Kind begegnet der Erwachsene/Stärkere eben auch anders...

...aber auch sie hat, wie alles, die andere Seite, dass man eben nicht zeigt, was wirklich los ist... Gefühle versteckt, Ängste entwickelt...

 

..es erkannt zu haben ist der erste Schritt...und nun helfen eben nur stete Selbstreflexion um an sich zu arbeiten

letztlich kann man immer nur an sich selber etwas verändern...niemals den anderen

Der Thread wird immer intensiver - das ist gut, weil Ursachen/Gründe ausgesprochen werden sollten!

 

Aber es kratzt auch bei mir irgendwie innendrin, wenn ich das lese. Das lasse ich eigentlich ungern zu, weil ich auch nicht eben eine schöne Kindheit hatte, und dadurch viel alleine für mich entschieden habe, weil da einfach niemand war, der für mich da war und nach dem ich mich hätte richten können. Wenn man sich nur auf sich selbst verlassen konnte für lange Zeit, dann ist es eine enorm große Hürde sich zu öffnen und anderen Zugang zu sich zu geben, weil man seine stützende Mauer zum Teil einreißen muss - und manches Mal eine offene Wunde präsentiert, die zusätzliche Verletzungen nur schwer verkraften könnte.

Andererseits heilt eine solche Wunde eher selten von alleine.

 

Ich persönlich kann mich nur so richtig öffnen bei meinem Mann und einer Freundin. Und das war auch nicht immer einfach, einige Male war ich sehr kurz davor auch diese Menschen wegzuschieben. Ich bin alles andere als einfach (gewesen?), und hätten sie nicht um mich gekämpft, ich wäre heute wohl ziemlich alleine und keine Ahnung wo gelandet.

Ganz ehrlich traue ich den meisten Menschen auch heute noch nicht, und bleibe lieber für mich. Trotz Therapie (die für mich viel zum Guten verändert hat) hat sich daran nichts geändert, ich bleibe wohl so. Wobei ich nun auch nicht sagen würde, dass mir heute gravierend etwas fehlen würde oder dass ich feindselig anderen gegenüber wäre.

Ich muss nur nicht jeden gleich zu einem Freund machen und ihm alles erzählen was mich bewegt.

Anders wäre es sicher ohne die wenigen Menschen, die ich liebe und die mich zurücklieben, die sich mein Vertrauen mehr als verdient haben. Da hab ich Glück gehabt; heute weiß ich, um solche Menschen lohnt es sich zu kämpfen und auch sich zu öffnen. Nur weiß man das halt vorher nicht, bei welchen Menschen es ok ist, und daher bleibt immer ein Risiko.

 

Aber das hat mit der Pso bei mir nichts zu tun, und der Witz ist, die Pso kam überhaupt erst richtig durch, als ich endlich mal so richtig glücklich und zufrieden im Leben war.

 

 

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass manche Menschen von alleine irgendwann anfangen, sich ihrem Problem zu stellen, andere tun das nie und schlucken es immerwieder runter, und einige brauchen den Anstoß von außen, damit ihnen wirklich bewußt wird, was los ist, was man möchte, und was letztlich wichtiger ist: alleine seine alten Wunden lecken oder sich öffnen, und evtl. noch zusätzliche Wunden riskieren - aber vielleicht auch eine "Heilung", und nicht mehr alleine zu sein. Entscheiden muss das jeder für sich, ein bißchen mit dem Finger stupsen sollte aber erlaubt sein.

Ich hab den Stups von außen gebraucht. Und das hier zu schreiben ist mir leider immer noch nicht leicht gefallen.

Es ist sehr beruhigend zu hören, dass auch Frauen sich ständig miteinander vergleichen. Wahrscheinlich ist es tatsächlich so wie Kurkuma schon mehrfach betont hat: Männer und Frauen sind gar nicht sooo verschieden sie voneeinander immer meinen, da sie sich beide im Grunde ein und dasselbe vom Leben erhoffen. -_-

 

Und was das mit der Erziehung betrifft: Ich denke, auch eine "Überbehütung" ist für ein gesundes Selbstvertrauen nicht förderlich, da man sich daran gewöhnt, immer alles von jemandem gemacht zu bekommen. Auch das mit der Gewichtung der Meinung Anderer kenne ich nur zu gut. Bin auf dem Dorf groß geworden, wo jeder jeden kennt und es daher natürlich immer von Bedeutung für die eigene Familie war, was "d' Leire" (die Leute) von einem halten. :huh:

 

Heute interessiert mich die Meinung Anderer nur noch wenig, da es in den meisten Fällen ohnehin nur unreflektiertes Geschwätz ist. Wichtig ist doch, wie es auch Antje schreibt, dass man mit sich selbst ins Reine kommt. Und dabei ist der Austausch hier im Forum eine sehr wertvolle Hilfe. :daumenhoch:

Mittlerweile denke ich mich sogar, es ist die beste Selbst-Therapie, einfach über alles zu lachen: über das Geschwätz der Leute, über die Pso (egal wie schwer sie ist) und auch über die vielen anderen kleinen Missgeschicke, die einem tagtäglich passieren. Offene Selbstironie macht einen doch auch viel sympathischer als jemanden, der immer nur Witze über andere machen kann.

 

Abgesehen davon habe ich neulich mal irgendwo (vielleicht war es bei Paul Coelho) gelesen, dass man im Leben ohnehin viel mehr für das geliebt wird, was einem daneben geht, als für das, was einem gelingt.  :)   

 

Abgesehen davon habe ich neulich mal irgendwo (vielleicht war es bei Paul Coelho) gelesen, dass man im Leben ohnehin viel mehr für das geliebt wird, was einem daneben geht, als für das, was einem gelingt.  :)   

 

 

..... :daumenhoch: .... :D ....

 

...weil die Menschen sich eben vergleichen! :)

Mach Dir keine Sorgen, xelila.

Ich bin sicher, Vielen von uns ging es ganz genauso wie Dir: Sie waren (oder sind es vielleicht immer noch) eine lange Zeit ihres Lebens immer nur mit Leuten zusammen (gewesen), die ihnen kein Halt geben konnten, weil sie viel zu sehr mit sich selber beschäftigt waren und daher eigentlich selbst Hilfe benötigt hätten (sie aber weder gesucht noch angenommen haben) :mellow:

Die Trennung von ihnen ist dann das einzig Richtige, was Du machen kannst bzw. konntest. Sicher gibt es Menschen in unserer Gesellschaft, die Wert auf möglichst viele flüchtige Bekanntschaften legen. Aber das ist kein Muss. Im Gegenteil: Ich schätze einen guten Kontakt zu wenigen Leuten viel viel wertvoller ein als 500 oberflächliche Facebook-Freundschaften. :daumenhoch:

Ich hab den Stups von außen gebraucht. Und das hier zu schreiben ist mir leider immer noch nicht leicht gefallen.

 

 

....toll Xelila! :)

Ja das Forum ist auch da hilfreich!

 

 

Kleine Randbemerkung:

Bei all eurer Offenheit jetzt hier...behaltet bitte im Auge, dass das hier INTERNET ist ...www...ihr wisst schon :daumenhoch: ... und kein geschlossener Raum!

Für intensivere Gespräche, auch mit mehreren, gibt es die Möglichkeiten der PNs.

Bearbeitet ( von Supermom)

Muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben ;)

So wie du schreibst kennst du ihn ja nicht erst seit letzter Woche und hast ihm nach 2 Tagen deine Gefühle offenbart.

Sondern du hast dir Zeit gelassen.

Auch du hast das Recht auf Gefühle und Gewissheit.

Kleines Beispiel

Ich habe 2 Söhne die die Frauen Welt gerade für sich entdecken.

Wochenlang wurde jede freie Sekunde ge WhatsAppt

Dann wurde telefoniert. Es hat gedauert bis man sich das erste Mal getroffen hat.

Ständig gab es Gründe und Ausreden warum es von der einen oder anderen Seite nicht geklappt hat.

Nun hat man sich 2 Mal getroffen und ich stelle aus Gesprächen mit meinem Sohn fest das es einfach nicht" Zong "gemacht hat.

Aus welchen Gründen auch immer.

Geruch....Aussehen....Emotionen. ....

Man kann sich Menschen auch schön schreiben/ telefonieren.

Das ist meinem Sohn passiert.

Irgendwie hat er sich die reale Person anders vorgestellt.

Er mag diese junge Frau weil sie witzig ist...und zu einem Zeitpunkt als er es gebraucht hat ,viel Zeit für ihn hatte.

Aber verliebt ist er nun mal leider nicht.

Aus Angst sie zu verletzen ist er aber nicht in der Lage ihr das zu sagen.

Selbst jetzt wo ihr die Veränderung auffällt und sie ihn fragt warum er so anders ist...ist er nicht in der Lage ihr die Wahrheit zu sagen.

Unsere Erkrankung ist Käse darf aber nicht die Entschuldigung für alles sein.

Ich habe nach dem was du geschrieben hast dich in keiner Weise als aufdringlich empfunden.

Eine Beziehung selbst nur eine enge Freundschaft sollte auf Ehrlichkeit aufgebaut sein. Wenn das von Anfang an nicht stimmt ist der Wurm drin.

Ich finde es auch in keiner Weise schlimm das du hier nach fragst. Denn du tust es ja anonym.

Und der Name deines Freundes fällt auch nicht.

Eigentlich ist das ein zusätzlicher Liebes Beweis der ihm zeigen sollte wie ernst dir die Geschichte ist.

Du wirst wohl in den sauren Apfel beißen müssen und ihn Um eine aufrichtige Antwort bitten.

Alles andere ist warm halten seinerseits.

Ob du mit der Antwort leben kannst ist dann deine Sache.

Aber so wirst du Gewissheit haben und Notfalls Abstand schaffen können damit du dich Umorientierung kannst.

Oder aber ihr seid in der Lage endlich etwas festes entstehen zu lassen soweit das auf diese Entfernung möglich ist.

Wenn er sich bewusst entschieden hat die letzten 10 Jahre auf einen Partnerschaft zu verzichten hat das vielleicht mit zurück liegenden Verletzungen zu tun. Kann aber nicht das Alibi sein dich auf sicheren Abstand zu halten.

Lass dich nicht benutzen oder ausnutzen.

In einer Partnerschaft geben immer 2 und nicht nur einer. LG Suzane

Bearbeitet ( von Suzane)

So hat das mit den Selbstzweifeln sicher bei Einigen von uns angefangen:

Mit einer blöden Bemerkung von einem Ahnungslosen :(  :angry:  

Der Thread wird immer intensiver - das ist gut, weil Ursachen/Gründe ausgesprochen werden sollten!

 

Aber es kratzt auch bei mir irgendwie innendrin, wenn ich das lese. Das lasse ich eigentlich ungern zu, weil ich auch nicht eben eine schöne Kindheit hatte, und dadurch viel alleine für mich entschieden habe, weil da einfach niemand war, der für mich da war und nach dem ich mich hätte richten können. Wenn man sich nur auf sich selbst verlassen konnte für lange Zeit, dann ist es eine enorm große Hürde sich zu öffnen und anderen Zugang zu sich zu geben, weil man seine stützende Mauer zum Teil einreißen muss - und manches Mal eine offene Wunde präsentiert, die zusätzliche Verletzungen nur schwer verkraften könnte.

Andererseits heilt eine solche Wunde eher selten von alleine.

 

Ich persönlich kann mich nur so richtig öffnen bei meinem Mann und einer Freundin. Und das war auch nicht immer einfach, einige Male war ich sehr kurz davor auch diese Menschen wegzuschieben. Ich bin alles andere als einfach (gewesen?), und hätten sie nicht um mich gekämpft, ich wäre heute wohl ziemlich alleine und keine Ahnung wo gelandet.

Ganz ehrlich traue ich den meisten Menschen auch heute noch nicht, und bleibe lieber für mich. Trotz Therapie (die für mich viel zum Guten verändert hat) hat sich daran nichts geändert, ich bleibe wohl so. Wobei ich nun auch nicht sagen würde, dass mir heute gravierend etwas fehlen würde oder dass ich feindselig anderen gegenüber wäre.

Ich muss nur nicht jeden gleich zu einem Freund machen und ihm alles erzählen was mich bewegt.

Anders wäre es sicher ohne die wenigen Menschen, die ich liebe und die mich zurücklieben, die sich mein Vertrauen mehr als verdient haben. Da hab ich Glück gehabt; heute weiß ich, um solche Menschen lohnt es sich zu kämpfen und auch sich zu öffnen. Nur weiß man das halt vorher nicht, bei welchen Menschen es ok ist, und daher bleibt immer ein Risiko.

 

Aber das hat mit der Pso bei mir nichts zu tun, und der Witz ist, die Pso kam überhaupt erst richtig durch, als ich endlich mal so richtig glücklich und zufrieden im Leben war.

 

 

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass manche Menschen von alleine irgendwann anfangen, sich ihrem Problem zu stellen, andere tun das nie und schlucken es immerwieder runter, und einige brauchen den Anstoß von außen, damit ihnen wirklich bewußt wird, was los ist, was man möchte, und was letztlich wichtiger ist: alleine seine alten Wunden lecken oder sich öffnen, und evtl. noch zusätzliche Wunden riskieren - aber vielleicht auch eine "Heilung", und nicht mehr alleine zu sein. Entscheiden muss das jeder für sich, ein bißchen mit dem Finger stupsen sollte aber erlaubt sein.

Ich hab den Stups von außen gebraucht. Und das hier zu schreiben ist mir leider immer noch nicht leicht gefallen.

 

Hallo xelila,

 

ich bin dir sehr dankbar, dass du so offen bist, obwohl es dir schwer fällt. Ich habe meine Probleme sehr viele Jahre verdrängt und runtergeschluckt. Erst vor etwa 2 Jahren habe ich angefangen an meinen Problemen zu arbeiten bzw. sie erst einmal zu identifizieren. Ich brauchte auch immer einen Impuls von außen um etwas zu machen. Allerdings bin ich ein extrem offener Mensch, der auf Leute zugeht und eigentlich sehr schnell sehr viel preisgibt. Dieses Extrem hat aber auch seine Nachteile. Ich habe mal etwas interessantes gelesen. Es ging darum, dass eine Frau eine Beziehung wollte, aber nur mit einem Mann bei dem sie sich zu 100% sicher sein kann, dass er sie für immer liebt. Und zwar deshalb weil sie zu viel Angst davor hatte, verletzt oder verlassen oder enttäuscht zu werden. Letztlich blieb sie allein. Denn was sie nicht erkannt hatte war, dass sie 2 Dinge wollte, die sich gegenseitig ausschließen. Die Sicherheit nicht verletzt zu werden und eine tiefere Beziehung zu einem Mann. Gerade aber um zu lieben muss man sich dem anderen öffnen und sich verletztbar machen. Wenn man absolute Sicherheit vor Enttäuschungen und verletzenden Dingen haben will, kann man nicht lieben.

 

Was für mich persönlich aber entscheidend war, war die Erkenntnis, dass ich als Mensch kein festes unveränderbares Ding bin, sondern mich selbst weiterentwickeln und verändern kann. Diese simple Erkenntnis, dass ich meine Persönlichkeit formen kann, war für mich damals ein Augenöffner. Ich war früher extrem schüchtern und hatte eine starke soziale Phobie. Heute spreche ich problemlos alle Menschen auf der Straße an, halte Präsentationen vor etlichen Leuten und finde sehr schnell Freunde. Fast alles was mich persönlich eingeschränkt hat, habe ich beseitigt und hinter mir gelassen. Die letzte große Hürde ist meine Eitelkeit (wobei das das falsche Wort ist). Nennen wir es eher das Denken, dass man immer perfekt wirken muss. Aber auch das konnte ich in den letzten Tagen bereits stark reduzieren. Und zwar indem ich mich direkt gestellt habe. Ich bin mit Schlumi-Klamotten anderen Leuten gegenüber getreten, habe bestimmte sinnlose Rituale abgestellt und beachte meine Pso nur noch sehr wenig. Das wichtigste aber ist, dass ich mir auch viel weniger einen Kopf um mein Aussehen mache. Und was soll ich sagen, es ist so viel angenehmer. Und die Reaktionen der anderen ist vollkommen gleich geblieben bzw. eher noch positiver, weil sie merken, dass ich mich mehr auf sie konzentriere und nicht so sehr auf mich. :) Ich konnte das alles aus eigener Kraft herbeiführen bzw. durch Inspiration anderer Menschen. Meine Eltern haben vieles falsch gemacht (wie wohl fast alle Eltern irgendwo), aber irgendwann muss man für das eigene Leben Verantwortung übernehmen. Und alles was einen stört und einschränkt (am Charakter) bekommt man meiner Meinung nach auch weg.

 

Noch ein kleiner Trick am Rande, den ich mir mal angewöhnt habe um negative Gefühle "loszuwerden" oder negative Erlebnisse zu verarbeiten: Das Problem an negativen Gefühlen sind nicht die Gefühle selbst. Das Leid entsteht erst dadurch, dass wir uns den negativen Gefühlen widersetzen, also z.B. denken "ich mag dieses Gefühl nicht und will das es verschwindet". Gefühle sind aber einfach nur Signale, die einen auf etwas hinweisen sollen. Widersetzt man sich und schiebt das Gefühl beiseite, dann wird es wieder kommen. Lässt man das Gefühl jedoch zu, dann verbraucht man es und es erfüllt seinen Zweck und verschwindet. Wenn man das Gefühl also zulässt und sich darauf konzentriert, dann löst es sich nach und nach auf. Das funktioniert sehr gut. Und wenn man sich bewusst drauf konzentriert, merkt man sogar dass das Gefühl selbst gar nicht so schlimm ist (es kann einen sogar antreiben). Der innere Widerstand gegen das Gefühl ist schlimm, aber der fällt dann weg. Aber das nur am Rande. :)

 

 

Liebe Grüße

 

Robert

Bearbeitet ( von Kurkuma)

...sich weiterentwickeln, sich selber immer mal reflektieren, an sich arbeiten, verändern was einen selbst stört...ist echt ein guter Weg Robert, aber dennoch sich selbst treu bleiben und sich nicht verbiegen, um der anderen Willen ist manchmal schwierig...

 

....und dennoch haben dir deine Eltern etwas Gutes mitgegeben, die Offenheit für solche Erkenntnisse... freut mich von deinem Weg zu lesen! :daumenhoch:

Bearbeitet ( von Supermom)

Jede Erfahrung im Leben hat sein Gutes. Das Verbiegen für die anderen ist gerade das, was ich abschalten will. Das heißt nicht, dass ich nicht freundlich anderen gegenüber bin oder nichts mehr für andere mache, aber ich will mich auch nicht immer zurückstellen. Ich werde meinen Weg gehen. Mit Respekt und Toleranz anderen gegenüber. Das ist und bleibt mein Wesen. Daran will ich gar nichts ändern.

 

Ja ich habe mit meinen Eltern lange darüber geredet. Ich bin ihnen kein Stück böse. Jede Erfahrung hat mich weiter gebracht. Jeder Teil der Erziehung und des Miteinanders. Es hat mir vorallem auch gezeigt, dass wir alle Menschen sind - mit Fehlern - nicht perfekt - und dennoch alle wertvoll und einzigartig. Auch die eigenen Eltern machen Fehler. Und das ist etwas sehr menschliches und überaus sympatisches. Ich mag Menschen mit Fehlern und Schwächen. Vorallem die, die dazu stehen. Und so ein Mensch möchte ich auch sein. Ich mag jeden Menschen. Weil er einzigartig und auf seine ganz eigene Weise etwas ganz besonderes ist und seinen Beitrag leistet. Auch wenn dies nicht für jeden ersichtlich ist. Ich wünsche mir so sehr, dass die Menschen toleranter anderen gegenüber sind. In jedem steckt so viel Potential und andere nur nach einer bestimmten Situation zu beurteilen, ist oft viel zu vorschnell.

 

Freundliche Grüße

 

Robert

Bearbeitet ( von Kurkuma)

...wie recht du hast, bin ja auch der Meinung, dass in jedem Menschen etwas durchaus liebenswertes einzigartiges Geniales steckt, man muss es nur entdecken und schon gewinnt das gegenüber an Konturen... (allerdings gibt es auch Menschen da muss man ein wenig suchen :daumenhoch:;) ...aber es ist zu finden...gewiss!)

 

Freu mich immer wieder von dir zu lesen! :)

 

herzlich Rike

Bearbeitet ( von Supermom)

  • 5 Monate später...
  • Ersteller

Hallo Ihr Lieben

 

Ich war lange Zeit nicht online und ich hoffe jedem von Euch geht es gut!

 

Es freut mich sehr, dass mein Thread Auslöser für manche schöne und hoffentlich auch hilfreiche Diskusion sowie als Austausch dient(e).

 

 

Vielleicht fühlt sich ja er Ein oder/und Andere weiterhin Angesprochen den Austausch, auch gerne mit mir zu suchen.

 

 

Viele liebe Grüsse

Sonnenblume

  • Ersteller

Hallo xelila,

 

ich bin dir sehr dankbar, dass du so offen bist, obwohl es dir schwer fällt. Ich habe meine Probleme sehr viele Jahre verdrängt und runtergeschluckt. Erst vor etwa 2 Jahren habe ich angefangen an meinen Problemen zu arbeiten bzw. sie erst einmal zu identifizieren. Ich brauchte auch immer einen Impuls von außen um etwas zu machen. Allerdings bin ich ein extrem offener Mensch, der auf Leute zugeht und eigentlich sehr schnell sehr viel preisgibt. Dieses Extrem hat aber auch seine Nachteile. Ich habe mal etwas interessantes gelesen. Es ging darum, dass eine Frau eine Beziehung wollte, aber nur mit einem Mann bei dem sie sich zu 100% sicher sein kann, dass er sie für immer liebt. Und zwar deshalb weil sie zu viel Angst davor hatte, verletzt oder verlassen oder enttäuscht zu werden. Letztlich blieb sie allein. Denn was sie nicht erkannt hatte war, dass sie 2 Dinge wollte, die sich gegenseitig ausschließen. Die Sicherheit nicht verletzt zu werden und eine tiefere Beziehung zu einem Mann. Gerade aber um zu lieben muss man sich dem anderen öffnen und sich verletztbar machen. Wenn man absolute Sicherheit vor Enttäuschungen und verletzenden Dingen haben will, kann man nicht lieben.

 

Was für mich persönlich aber entscheidend war, war die Erkenntnis, dass ich als Mensch kein festes unveränderbares Ding bin, sondern mich selbst weiterentwickeln und verändern kann. Diese simple Erkenntnis, dass ich meine Persönlichkeit formen kann, war für mich damals ein Augenöffner. Ich war früher extrem schüchtern und hatte eine starke soziale Phobie. Heute spreche ich problemlos alle Menschen auf der Straße an, halte Präsentationen vor etlichen Leuten und finde sehr schnell Freunde. Fast alles was mich persönlich eingeschränkt hat, habe ich beseitigt und hinter mir gelassen. Die letzte große Hürde ist meine Eitelkeit (wobei das das falsche Wort ist). Nennen wir es eher das Denken, dass man immer perfekt wirken muss. Aber auch das konnte ich in den letzten Tagen bereits stark reduzieren. Und zwar indem ich mich direkt gestellt habe. Ich bin mit Schlumi-Klamotten anderen Leuten gegenüber getreten, habe bestimmte sinnlose Rituale abgestellt und beachte meine Pso nur noch sehr wenig. Das wichtigste aber ist, dass ich mir auch viel weniger einen Kopf um mein Aussehen mache. Und was soll ich sagen, es ist so viel angenehmer. Und die Reaktionen der anderen ist vollkommen gleich geblieben bzw. eher noch positiver, weil sie merken, dass ich mich mehr auf sie konzentriere und nicht so sehr auf mich. :) Ich konnte das alles aus eigener Kraft herbeiführen bzw. durch Inspiration anderer Menschen. Meine Eltern haben vieles falsch gemacht (wie wohl fast alle Eltern irgendwo), aber irgendwann muss man für das eigene Leben Verantwortung übernehmen. Und alles was einen stört und einschränkt (am Charakter) bekommt man meiner Meinung nach auch weg.

 

Noch ein kleiner Trick am Rande, den ich mir mal angewöhnt habe um negative Gefühle "loszuwerden" oder negative Erlebnisse zu verarbeiten: Das Problem an negativen Gefühlen sind nicht die Gefühle selbst. Das Leid entsteht erst dadurch, dass wir uns den negativen Gefühlen widersetzen, also z.B. denken "ich mag dieses Gefühl nicht und will das es verschwindet". Gefühle sind aber einfach nur Signale, die einen auf etwas hinweisen sollen. Widersetzt man sich und schiebt das Gefühl beiseite, dann wird es wieder kommen. Lässt man das Gefühl jedoch zu, dann verbraucht man es und es erfüllt seinen Zweck und verschwindet. Wenn man das Gefühl also zulässt und sich darauf konzentriert, dann löst es sich nach und nach auf. Das funktioniert sehr gut. Und wenn man sich bewusst drauf konzentriert, merkt man sogar dass das Gefühl selbst gar nicht so schlimm ist (es kann einen sogar antreiben). Der innere Widerstand gegen das Gefühl ist schlimm, aber der fällt dann weg. Aber das nur am Rande. :)

 

 

Liebe Grüße

 

Robert

 

Das hast Du wunderschön geschrieben, Robert!

 

Sowas macht sicher jedem Mut, nicht aufzugeben und sich auch immer wieder ein Stück weiter zu entwickeln!

 

 

Liebe Grüsse

Sonnenblume

hallo, Sonnenblume_83 -

 

ich möchte gern fragen, wie es dir geht - einige Monate sind ja vergangen -

 

nette Grüsse sendet - Bibi -

  • Ersteller

Hallo Bibi

 

Das ist ja lieb, dass Du fragst! Naja wie gehts mir?

 

An meinen Gefühlen zu ihm hat sich nichts geändert aber an der Situation leider auch nicht etwas schlagartiges. Wir treffen uns weiterhin regelmäßig und selten aber länger am Stück und es ist einfach nur schön mit ihm!

 

Seit September habe ich meine, wie soll ich sagen Gefühle gegenüber ihm bzw. den Wunsch nach einer Beziehung "im Griff". Ich gehe ihm damit einfach nicht mehr auf die Nerven und geniesse es einfach mit ihm, so wie es ist. Ich kann nur hoffen, dass es irgendwann doch mal mehr wird....die Chancen stehen gar nicht mal so schlecht würde ich sagen, wobei es aber noch viel Geduld brauchen wird. Echt schade, so ein feiner und toller Mann, der mal so sehr verletzt wurde!

 

Hast Du hier auch einen Thread oder weshalb bist Du hier?

 

 

Viele Grüsse

Sonnenblume

hall, Sonnenblume_83 -

 

danke dir für deine Antwort -

 

ich bin hier seit einigen Jahren - das Forum hat mir sehr geholfen und mein Selbstbewusstsein gestärkt - ich sage das immer wieder gern, das Event in Berlin -

 

in den Beiträgen schreibe ich gern, weil ich mich dem Forum gern einbringen möchte - ich bin 59 Jahre alt und ich versuche, hier zu helfen - habe schon etliche Therapien durch, Rehas und Kuren -

 

einen speziellen Thread habe ich hier nicht - bin auch nicht in anderen Foruen angemeldet wir Facebook usw.usw. ich bin nur hier -

  • Ersteller

Hallo Bibi

 

Das hört sich so an, als ob Du schon lange und auch schwer betroffen bist. Daher freut es mich sehr, dass Dir dieses Forum und auch die zahlreichen Hilfen von aussen (Therapien, Rehas, Kuren) so geholfen haben!

 

Es ist schön, dass Du Dich hier einbringst um anderen zu helfen oder auch mal Deine Sicht der Dinge preiszugeben. Auch das kann hilfreich sein, wenn man mal seine Dinge in eienr anderen Sichweise sieht.

 

 

Sonnenblume

  • Ersteller

Muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben ;)

So wie du schreibst kennst du ihn ja nicht erst seit letzter Woche und hast ihm nach 2 Tagen deine Gefühle offenbart.

Sondern du hast dir Zeit gelassen.

Auch du hast das Recht auf Gefühle und Gewissheit.

Kleines Beispiel

Ich habe 2 Söhne die die Frauen Welt gerade für sich entdecken.

Wochenlang wurde jede freie Sekunde ge WhatsAppt

Dann wurde telefoniert. Es hat gedauert bis man sich das erste Mal getroffen hat.

Ständig gab es Gründe und Ausreden warum es von der einen oder anderen Seite nicht geklappt hat.

Nun hat man sich 2 Mal getroffen und ich stelle aus Gesprächen mit meinem Sohn fest das es einfach nicht" Zong "gemacht hat.

Aus welchen Gründen auch immer.

Geruch....Aussehen....Emotionen. ....

Man kann sich Menschen auch schön schreiben/ telefonieren.

Das ist meinem Sohn passiert.

Irgendwie hat er sich die reale Person anders vorgestellt.

Er mag diese junge Frau weil sie witzig ist...und zu einem Zeitpunkt als er es gebraucht hat ,viel Zeit für ihn hatte.

Aber verliebt ist er nun mal leider nicht.

Aus Angst sie zu verletzen ist er aber nicht in der Lage ihr das zu sagen.

Selbst jetzt wo ihr die Veränderung auffällt und sie ihn fragt warum er so anders ist...ist er nicht in der Lage ihr die Wahrheit zu sagen.

Unsere Erkrankung ist Käse darf aber nicht die Entschuldigung für alles sein.

Ich habe nach dem was du geschrieben hast dich in keiner Weise als aufdringlich empfunden.

Eine Beziehung selbst nur eine enge Freundschaft sollte auf Ehrlichkeit aufgebaut sein. Wenn das von Anfang an nicht stimmt ist der Wurm drin.

Ich finde es auch in keiner Weise schlimm das du hier nach fragst. Denn du tust es ja anonym.

Und der Name deines Freundes fällt auch nicht.

Eigentlich ist das ein zusätzlicher Liebes Beweis der ihm zeigen sollte wie ernst dir die Geschichte ist.

Du wirst wohl in den sauren Apfel beißen müssen und ihn Um eine aufrichtige Antwort bitten.

Alles andere ist warm halten seinerseits.

Ob du mit der Antwort leben kannst ist dann deine Sache.

Aber so wirst du Gewissheit haben und Notfalls Abstand schaffen können damit du dich Umorientierung kannst.

Oder aber ihr seid in der Lage endlich etwas festes entstehen zu lassen soweit das auf diese Entfernung möglich ist.

Wenn er sich bewusst entschieden hat die letzten 10 Jahre auf einen Partnerschaft zu verzichten hat das vielleicht mit zurück liegenden Verletzungen zu tun. Kann aber nicht das Alibi sein dich auf sicheren Abstand zu halten.

Lass dich nicht benutzen oder ausnutzen.

In einer Partnerschaft geben immer 2 und nicht nur einer. LG Suzane

 

Liebe Suzane

 

Dankeschön auch für Deinen "Senf"! ;-) Leider lese ich es erst jetzt!

 

Im Grunde stimme ich Dir zu! Jedoch war er ja von Anfang an ehrlich zu mir (von wegen langsam angehen, Vetrauen aufbauen, seine Krankheit, seine Ex), er weiss von meinen Gefühlen und jetzt gehen wir es eben in seinem Tempo, eben langsam an....wenn es am Ende gut wird immer wieder gern. Ich weiss die Garantie hat man nie aber ich möchte in diesem Fall in jedem Fall dran bleiben, bis zum Schluss sonst würde ich mir ewige Vorwürfe machen.

 

Weshalb ich jetzt nicht mehr vorpresche bzw. es weiter einfach mal ganz normal laufen lasse: Er hat mir gesagt, dass seine Freundin wegen der Krankheit schluss gemacht hat, deshalb wird es wohl nicht ohne Grund in seinem Kopf ein schönes Chaos sein, verbunden mit Angst, Unsicherheit, auf der Suche nach Vertrauen...und das braucht je nach Typ-mensch eben Zeit und Geduld.

 

Naja, klingt sicher ziemlich naiv aber ich mag ihn wirklich sehr und ihm versuchen dieses Vertrauen zu geben.

 

 

Sonnenblume

 

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