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Hallo zusammen,

 

ich bin Ende vierzig und neu hier.

Ich habe seit ich denken kann eine leichte Schuppenflechte hinter den Ohren gehabt. Dann kam im Laufe der Zeit eine stärkere Schuppenflechte am unteren Hinterkopf dazu, die mal stärker und mal schwächer und manchmal auch ganz weg war.

Seit Ende 2017 wurde die Schuppenflechte immer stärker und war ganz schön nervig / unerträglich. Sie hat sehr viel gejuckt.

Mitte Juli 2018 bin ich dann "hoppla" voll in die Wechseljahre gerauscht. Ich hatte von heute auf morgen rund um die Uhr alle dreißig Minuten eine Hitzewallung. Die Hitzewallungen haben mich nachts vom Schlafen abgehalten. Selbst wenn ich mal eingenickt war, bin ich von der nächsten Wallung wieder aufgewacht. Ich war nachts nur noch damit beschäftigt, mich entweder ab- oder zuzudecken. Hinzu kam ab und zu Herzrasen vom Feinsten.

Meine Rettung aus dieser Misere war dann eine Hormonersatztherapie. Ich schmiere mir jetzt jeden Morgen ein Östrogen-Gel auf die Haut und nehme abends Progesteron. Nach zwei Tagen waren die Hitzewallungen wie von Zauberhand verschwunden. Was für eine Erleichterung das war, könnt Ihr euch nicht vorstellen. Ich kann wieder schlafen :-). Puh!

Jetzt bin ich nur noch dabei, die genaue Dosis, die ich individuell brauche, einzujustieren. Bei zu viel Östrogen bekomme ich nämlich fast täglich eine Migräne-Aura (ohne darauffolgende Kopfschmerzen).

Warum ich Euch das alles schreibe? Ich habe heute Morgen entdeckt, dass meine Schuppenflechte am Hinterkopf komplett verschwunden ist. Ich war in letzter Zeit so sehr mit den Hitzewallungen und dann mit den Migräne-Auren beschäftigt, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass meine Schuppenflechte nicht mehr juckte und immer weiter verschwand. Und nun ganz weg ist!

Als ich vor zwei Wochen mit der Hormonersatztherapie begonnen habe, war die Schuppenflechte jedenfalls noch voll ausgeprägt da! 

Ich sehe da einen Zusammenhang zwischen Östrogenspiegel und Schuppenflechte. Um so niedriger der Östrogenspiegel, um so stärker ist die Schuppenflechte, jedenfalls bei mir. Früher war das rückblickend während des Zyklus so und dann als er immer weiter sank bis ich schließlich Hitzewallungen bekam. Und jetzt mit einem hohen Östrogenspiegel kann ich sagen: "Tschüss, Schuppenflechte"! :-)

Vielleicht hilft meine Beobachtung jemandem hier?

Viele liebe Grüße

Armadillo

 

 

 

Hervorgehobene Antworten

Hallo Armadillo,

danke für das Teilen deiner guten Erfahrungen!

Ich benutze seit einem Jahr natürliches Progesterongel. Das tut mir sehr gut und meiner Haut geht es sehr gut. Allerdings habe ich auch eine Vielzahl anderer Maßnahmen ergriffen (Ernährungsumstellung, Nahrungsergänzungsmittel, Pflanzliche Mittel wie Sulforaphan, Kurkuma und Agnus Castus). Meine junge erwachsene Tochter, die an einer systemischen AI Erkrankung litt und durch Ernährungsumstellung (kein Gluten und keine industriellen Sachen mehr) und die Einnahme von Nahrungsergänzung, und Sulforaphan symptomfrei geworden ist, nimmt auch natürliche Progesteroncreme von der Klösterl Apotheke in München. Die Endokrinologin verschreibt das auf Privatrezept. Soweit ich informiert bin, kann das Progesteron antientzündlichen Einfluss haben und gerade bei AI Erkrankungen hilfreich sein. Oft ist nämlcih die Östrogen-Progesteron Ratio aus dem Gleichgewicht, eigentlich zuviel Östrogen. Aber es gibt ja auch da Unterschiede Estriol und Estradiol. Nur eins der beiden ist antientzündlich. Darum ist auch die Pilleneinnahme mit den künstlichen Hormonen oft ein Trigger für AI Erkrankungen, soweit ich weiß.

Auch die Nebenniere kann ein Faktor sein, wenn sie schwächelt und zuwenig Cortisol produziert.

Hier vielleicht ein Anfang für eine weitere Recherche:

https://autoimmunportal.de/autoimmunerkrankungen-ursachen/

Viele Grüße

Am 29.8.2018 um 08:21 schrieb Armadillo:

Hallo zusammen,

 

ich bin Ende vierzig und neu hier.

Ich habe seit ich denken kann eine leichte Schuppenflechte hinter den Ohren gehabt. Dann kam im Laufe der Zeit eine stärkere Schuppenflechte am unteren Hinterkopf dazu, die mal stärker und mal schwächer und manchmal auch ganz weg war.

Seit Ende 2017 wurde die Schuppenflechte immer stärker und war ganz schön nervig / unerträglich. Sie hat sehr viel gejuckt.

Mitte Juli 2018 bin ich dann "hoppla" voll in die Wechseljahre gerauscht. Ich hatte von heute auf morgen rund um die Uhr alle dreißig Minuten eine Hitzewallung. Die Hitzewallungen haben mich nachts vom Schlafen abgehalten. Selbst wenn ich mal eingenickt war, bin ich von der nächsten Wallung wieder aufgewacht. Ich war nachts nur noch damit beschäftigt, mich entweder ab- oder zuzudecken. Hinzu kam ab und zu Herzrasen vom Feinsten.

Meine Rettung aus dieser Misere war dann eine Hormonersatztherapie. Ich schmiere mir jetzt jeden Morgen ein Östrogen-Gel auf die Haut und nehme abends Progesteron. Nach zwei Tagen waren die Hitzewallungen wie von Zauberhand verschwunden. Was für eine Erleichterung das war, könnt Ihr euch nicht vorstellen. Ich kann wieder schlafen :-). Puh!

Jetzt bin ich nur noch dabei, die genaue Dosis, die ich individuell brauche, einzujustieren. Bei zu viel Östrogen bekomme ich nämlich fast täglich eine Migräne-Aura (ohne darauffolgende Kopfschmerzen).

Warum ich Euch das alles schreibe? Ich habe heute Morgen entdeckt, dass meine Schuppenflechte am Hinterkopf komplett verschwunden ist. Ich war in letzter Zeit so sehr mit den Hitzewallungen und dann mit den Migräne-Auren beschäftigt, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass meine Schuppenflechte nicht mehr juckte und immer weiter verschwand. Und nun ganz weg ist!

Als ich vor zwei Wochen mit der Hormonersatztherapie begonnen habe, war die Schuppenflechte jedenfalls noch voll ausgeprägt da! 

Ich sehe da einen Zusammenhang zwischen Östrogenspiegel und Schuppenflechte. Um so niedriger der Östrogenspiegel, um so stärker ist die Schuppenflechte, jedenfalls bei mir. Früher war das rückblickend während des Zyklus so und dann als er immer weiter sank bis ich schließlich Hitzewallungen bekam. Und jetzt mit einem hohen Östrogenspiegel kann ich sagen: "Tschüss, Schuppenflechte"! :-)

Vielleicht hilft meine Beobachtung jemandem hier?

Viele liebe Grüße

Armadillo

 

Liebe Armadillo,

vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich kann deine Erfahrungen zu 100% bestätigen.

Bei mir ist es genauso. Die Psoriasis ist bei mir ebenso zyklus- und östrogenabhängig. Es ist den Medizinern aber auch bekannt, dass die Pso hormonabhängig sein kann. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Vorpubertät (ab 6ten Lebensjahr), Pubertät (von 10-16), Schwangerschaft, Geburt, Wechseljahre usw. sind als "Trigger" bekannt. Allerdings wird hier kein Geld in Studien investiert und die Hormonbehandlung bei Psoriasis wird auch nicht von den Kassen übernommen.

Das Hormon Östrogen ist aber auch entzündungsfördernd. Das heißt, dass ein Zuviel an Östrogen dazu führen kann, dass das Ganze genau ins Gegenteil kippt (wie in deinem Fall dann Migräne). Derzeit ist es der Medizin noch nicht bekannt wie der "perfekte Hormonhaushalt" aussehen sollte bzw. ob es diesen überhaupt gibt. Hormone sind von extrem vielen Faktoren abhängig und sie haben einen enormen Einfluss auf unser Mikrobiom.

Ich freue mich für dich, dass du durch die Hormontherapie Linderung erfährst und wünsche dir, dass du - wenn du mal durch die Wechseljahre durch bist - keine Probleme haben wirst mit dem fehlenden Östrogen.

Liebe Grüße

  • 1 Jahr später...

Hallo Armadillo,

Danke fürs Teilen deiner Erfahrung! Ich hatte nie irgendwelche Hautprobleme und hab nun seit 4 Monaten keine Menstruation mehr, Hitzewallungen, Libidoverlust, an den entscheidenden Stellen ( Hand, Knie, Ellbogen) habe ich Psoriaris entwickelt und ich bin mir nun sicher, dass dies von dem jetzt erst kürzlich festgestellten Östrogenmangel bei mir kommt. Ich denke auch über eine Hormontherapie mit Östrogenel und Gestagenzugaben nach. Ich bin noch immer etwas zurückhaltend mit der Entscheidung, weil ich Angst vor Nebenwirkungen und anderen negativen Wirkungen der Hormone habe.

Wie kommst du mittlerweile zurecht mit den künstlichen Hormonzugaben?

Liebe Grüße

Katja

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