Die Rheuma-Liga Rheinland-Pfalz lädt zu einer Online-Veranstaltung über "Rheuma bei Kindern" ein. Die Veranstaltungen finden online über Microsoft Teams statt, so dass Betroffene aus ganz Deutschland teilnehmen können.
Referen ist Dr. Boris Hügle, Chefarzt der Kinder- und Jugendrheumatologie im Rheumazentrum Rheinland-Pfalz.
Anmeldungen gehen an: info@rheuma-liga-rlp.de
Die Veranstaltung ist kostenlos.
06.05.2026 14:00
Nun, dann möchte ich mich auch einmal vorstellen.
Mein Name ist Ferid Bernd, die meisten nennen mich Bernd, von meiner Familie werde ich Ferid genannt, aber niemand nennt mich Ferid Bernd.
Meine Psoriasis habe ich 1965 nach einer Pockenschutzimpfung bekommen und würde mit Windpocken auf eine Karantäne Station eines Kinderkrankenhaus drei Monate festgehalten und mit Schuppenflechte entlassen, da es wohl doch keine Windpocken waren.
So begann meine Zeit mit der Psoriasis, sie wurde zu meinem ständigen Begleiter und ich und mein Umfeld gewohnten sich an den Anblick.
Ich ging auch zum Dermatologen, Bestrahlte mich mit UV-Licht und salbte und cremte mich.
Nach einer gewissen Zeit ging ich nicht mehr zum Dermatologen, es gab ja nix neues und die Psoriasis galt als unheilbar. Drum ließ ich mir meine Salben und Tinkturen durch einen befreundeten Arzt verschreiben und hielten noch einen Plausch.
Eines Tages erzählte er mir, dass er in einer Ärztezeitung gelesen hätte, das Probanden für eine Medizinische Studie für ein Biologic Namens Enbrel gegen Psoriasis gesucht werden. Er fand den Artikel wieder, entweder Uniklinik Münster oder ein niedergelassener Dermatologe in Osnabrück. Er rief den Dermatologen an und vereinbarte ein Vorstellungsgespräch, danach wurde ich in die Studie aufgenommen und nach sechs Wochen war meine Psoriasis verschwunden. Ich spritze mir das Enbrel dann noch über zehn Jahre bis ich es absetzte, da ich im Krankenhaus war.
Hautmäßig war alles ok, aber nun habe ich PSA bekommen und nehme wieder Enbrel.