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Homöopathie und Darmflora-Tropfen haben meine Psoriasis gebessert

Hallo,

ich habe jetzt eine 20jährige Psoriatikerkarriere hinter mir. Ich habe die meisten klassischen Behandlungsarten, (Salben mit und ohne Kortison, Calcipotriol, etc. Bestrahlungen, Fumaderm, Totes Meer, stationäre Klinikaufenthalt usw. mitgemacht. Mein Hautzustand war zuletzt so schlecht, (ca 80% befallen) dass sie in der Uniklinik Freiburg von mir Bilder machten und neben Immunosporin noch andere Medikamente mit erheblichen Nebenwirkungen einsetzen wollten. Ich war an dem Punkt wo ich mir sagte, jetzt probiere ich noch Homöopathie sonst mache ich mir vielleicht später mal Vorwürfe dass ich es nicht probiert habe. Nach Behandlung mit homöopathischen Tropfen geschah drei Wochen nichts, es wurde eher schlimmer. Dann bekam ich noch etwas für die Darmflora. Nach weiterer Behandlung von ca. 10Tagen hat sich innerhalb von nur einer Woche meine Haut komplett regeneriert.

Alle schuppigen Flächen sind weg!! Ich kann es selbst kaum glauben. Diesen Zustand habe ich nun seit ca. sechs Wochen und ich hoffe es bleibt so. Deshalb: Nie die Hoffnung aufgeben. Egal wie schlimm es kommt, es gibt eine Chance auf Besserung

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Hallo Kuno,

was ist Natur- u. was ist Alternativmedizien?

L. G. Stinker:confused:

Hallo Kuno,

habe vergessen zu Berichten, dass ich seit meinem TCM-Aufenthalt keine PSA-Beschwerden mehr habe, und das ist genau 11 Jahre her. Behandelt wurde unter anderem mit Akkupuktur.

L.G. Stinker

:confused:

@ stinker

Da gibt es keine genauen Definitionen für Alternativmerizin. Die Alternativmedizin würde sich selbst als alternativ zur Schulmedizin verstehen. Wenn ich etwas "alternativ" mache, bedeutet das im Allgemeinen, dass ich etwas anders in der Hoffnung oder mit der Überzeugung, dass es so besser ist.

Aber was ist Schulmedizin? Darunter verstehe ich eine Medizin, wie sie in Universitäten gelehrt wird. Es ist eine Medizin mit wissenschaftlichem Anspruch. Aus meiner Sicht wird versucht, die Schulmedizijn für wirtschaftliche Interessen einzuspannen, um bestimmte Produkte gut vermarkten zu können. So ist sicherlich zu erklären, dass die pharmazeutische Industrie immer wieder versucht, Medikamente auf den Markt zu bringen und bei Problemen, diese zunächst herunterzuspielen, bis es irgend wann nicht mehr geht.

Naturmedizin ist eine Medizin, die mit Stoffen aus der natur zu heilen versucht. Das ist bei Obst statt Vitaminpillen sicherlich gut. Wenn wir wieder anfingen, statt Azetylsalizylsäure Salizylsäure aus Weidenrinden zu verwenden, wäre das schlecht, weil letztere wesentlich mehr Nebenwirkungen hat als das inzwischen vertraute Aspirin bzw. die ASS. Nun werden Antibiotika zum Teil auch Stoffen aus der Natur nachgebaut. Insoweit wären sie eigentlich auch Naturmedizin. Da sträuben sich manchem Naturmediziner die Nackenhaare. Den Ansatz in der natur nach pharkologisch wirksamen Stoffen zu suchen, halte ich für sehr sinnvoll. Aber es muss natürlich auch darauf geschaut werden, welcher Stoff ist gut für pharmakologische Zwecke und welcher nicht. Und zum Abschluss will ich noch einen Stoff nennen, den die Naturheilkunde nicht auf ihre Fahnen schreiben würde, der aber dennoch ein sehr natürliches Produkt ist: Botox. Es handelt sich um ein Toxin aus Clostridium botulinum, einem Bakterium.

Aus einigen meiner Beispiele wird deutlich, wie wenig hilfreich es ist, künstliche Gräben zwischen verschiedenen medizinischen Richtungen aufzuwerfen. Es geht immer nur um die eine Frage, kann ich und wenn ja, wie einen bestimmten Stoff für medizinische Zwecke verwenden.

Ein Problem entseht immer dort, wenn sich die Frage nach der Nützlichkeit eines Medikamentes mit dessen ökonomischer Verwertbarkeit schneidet. Man kann es ja verstehen, dass Firmen teure Forschungen nicht in den Paierkorb werfen möchten, wenn sich erweist, dass ein Stoff am Ende doch nicht so gut wirkt oder schwere Nebenwirkungen hat.

Soweit meine Antwort dazu, Gruß Kuno

@ stinker

Im Einzelfall lässt sich immer schwer sagen, was geholfen hat. Da PSO und PSA schubweise Verlüfe haben, ist das noch schwerer zu analysieren. Wenn man jetzt untersuchen würde, dass mit Akupunktur eine Besserung bei so und so viel Prozent und bei andere Behandlung in mehr oder weniger hohen Prozentzahlen eine Heilung erreicht worden ist, wäre das eine braucbare Aussage.

Ich kann also so weder beweisen, dass Akupunktur gut ist noch dass sie schlecht ist. Ich finde es auch in Ordnung, dass in der angewandten medizin ein gewisser Pragmatismus vorhanden ist. Ich hatte ja vorhin die Akupunkturbehandlung bei Sucht bei uns angewandt wird, obwohl es nicht sicher ist, ob sie hilft, das gleichzeitig geführte Gespräch oder die damit verbundene Entspannung. Möglicherweise bewirkt aber die Nadel auch lokale und zentrale (im Nervensystem) Endorphinausschüttungen (Endorphin = körpereigener Stoff, der morphinartig wirkt und in bestimmten Situationen an den den Synapsen der Nevenzellen (Verbindungs- /Haftungsstellen zwischen einzelnen Nervenzellen) zu Steuerungsprozessen führt. Solche Endorphinausschüttungen könnten den Körper dazu bringen wieder unabhängiger von äußerer Drogenzufuhr zu werden. (Aber das kann ich nur im Konjunktiv schreiben!). Wie die Wirkung bei PSA zu erklären wäre, kann ich nicht sagen. Vielleicht Verminderung des Stresspegels - Stress ist ja ein Faktor der PSO und PSA verschlechtern kann.

Lass Dir um Gottes Willen nicht von mir Deine positven Erfahrungen mit Akupunktur ausreden. Hier ist einfach noch sehr viel im Fluss.

Gruß, Kuno

Hier ist einfach noch sehr viel im Fluss.

:)Finde ich mal ausgesprochen positiv, das Du uns hier viele Erklärungen und Tipps gibst. Für Deine Zeit und Mühe mal ein kleines Danke:cool:

Liebe Gruße

Savant

Hallo Kuno!

Schließe mich dem Dank Savants an.

Mein ehemaliger Hausarzt (Internist und Homöopath) sagte mir einmal:

Glauben sie an die Wirkung von Homöopathie? Wenn ja, kann ich ihnen auch etwas homöopathisches verschreiben; wenn nein, dann macht das keinen Sinn.

Nach dem Motto - "Glaube versetzt Berge" - könnten wir uns auch eine neue Heilmethode ausdenken. Wir geben ihr einen exotischen Namen, geben ihr eine geheimnisvolle orientalische Legende, verkaufen den Leuten Krimskrams für viel Geld (Kupferringe, Steine, Mineralien, heiliges Wasser, heiliges Öl usw) oder wir lassen die Leutchen in irgendein entlegenes Kaff pilgern um dort einen was-auch-immer anzubeten. Dadurch könnten wir viel Geld verdienen und würden auch noch einigen von diesen Leuten helfen.

Dabei kann man seine Selbstheilungskräfte doch auch selbst aktivieren. Yoga und autogenes Training sind da zu nennen.

Meine Frau litt an Warzen. Und da alle Medikamente und OP's nichts nutzen, bekam sie den Tipp: Jeden Abend die Warze zu streicheln und ihr sagen "Verschwinde". Selbstsuggestion. Es hat gewirkt.

@ Savantiner

Die Erklärungen gebe ich gern. Es fällt mir nicht allzu schwer, diese Dinge zu beschreiben, weil ich ja diese Dinge mal studiert habe. In meiner beruflichen Praxis war es mir immer wichtig, mein Wissen zur Verfügung zu stellen. Als Patient will ich doch so gut wie möglich meine Krankheit verstehen. Dann habe ich viel größere Möglichkeiten, Dinge zu tun die für den Krankheitsverlauf günstig sind. Auf jeden Fall freue ich mich über den positiven Kommentar.

Aus meiner Sicht wird versucht, die Schulmedizijn für wirtschaftliche Interessen einzuspannen, um bestimmte Produkte gut vermarkten zu können.
Alternativmedizin ist ein Milliardenmarkt, alleine in Deutschland. Das Unterscheidungsmerkmal zieht also schon mal nicht.
Gast
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