FĂŒr Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis ist es unbestritten besser, wenn sie nicht rauchen. Wer es nicht schafft, davon zu lassen, hat in diesem Kurs die Gelegenheit, sich mit seinem Rauch-Verhalten zu beschĂ€ftigen.
Das UKSH Gesundheitsforum Kiel bietet einen Rauchentwöhnungs-Kurs an. Er wird digital und vor Ort in Kiel abgehalten. Und: Er ist kostenlos.
Der dritte Teil des Kurses behandelt das Thema âNichtraucher bleibenâ. Er vermittelt Strategien, um vor einem RĂŒckfall gewappnet zu sein oder mit einem RĂŒckfall umzugehen.
Der Kurs ist nicht als Frontalvortrag gedacht, sondern als moderierte gemeinschaftliche Diskussion. Dadurch soll die Möglichkeit entstehen, dass jeder seinen eigenen Weg zum Nichtraucher findet. Es wird aber natĂŒrlich auch respektiert, wenn sich Teilnehmer nicht an den Diskussionen beteiligen wollen.
Der Kurs ist ein Gruppenkurs mit Eike Hansen, einem zertifizierten Rauchentwöhnungstrainer mit jahrelanger Erfahrung Er ist Lungenarzt und Ex-Raucher und weiĂ genau, worĂŒber er redet. Die drei Teile des Kurses bauen aufeinander auf, sie können aber auch jeweils einzeln besucht werden.
Informationen zum Kurs gibt es unter Telefon 0431 500-10741 oder per Mail an gesundheitsforum.kiel@uksh.de. Auf beiden Wegen kann man sich auch anmelden.
Wer vor Ort teilnehmen will: Die Veranstaltung findet im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-Park Kiel am MĂŒhlendamm 1 in 24113 Kiel statt.
16. September 2026 04:00 PM
Hallo zusammen đ
Ich nehme seit November 2022 ILUMETRI. Einerseits dachte ich mir, hier mal meine bisherigen (positiven) Erfahrungen teilen zu können, andererseits habe ich auch selbst eine Frage, bei der ich auf eure Erfahrungsberichte hoffe (fĂŒr Eilige: die Frage steht ganz unten).
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Zu meiner Vorgeschichte (Krankheitsverlauf, Behandlung):
Ich bin 36 Jahre alt und habe Plaque-Pso seit meinem 8. Lebensjahr. Erst waren es kleine Stellen am Kopf, irgendwann wanderte sie auf die Ohren und schlieĂlich mit ca. 18 auf den Körper.
Mein PASI wurde nie bestimmt bzw. mir nie mitgeteilt. Auch in meiner aktuellen Praxis nicht (siehe âBehandlung und Erfahrung mit ILUMETRIâ). Die Pso war bei mir in vielen kleineren Tupfen am Körper verteilt, jeweils maximal so groĂ wie ein 2-Euro-StĂŒck. Die meisten Stellen waren gerötet, einige neigten zu mittelschwerer bis schwerer Schuppung. Die NĂ€gel waren nicht betroffen, ansonsten war die Pso ausnahmslos an allen Körperteilen aktiv, als hĂ€tte jemand Konfetti auf mich geworfen.
An Behandlungen habe ich â wie wahrscheinlich die meisten hier â so einiges durch: Fettige Salben, Bestrahlung, Bioresonanztherapie mit Eigenurinbehandlung und sogar einen einwöchigen Krankenhausaufenthalt. Kurzum: Jede Menge Behandlungen, die das Problem oberflĂ€chlich angegangen sind und die ich (bzw. meine Eltern) wegen ihrer UmstĂ€ndlichkeit nur halbherzig praktizierte(n).
Irgendwann mit Anfang 20 habe ich es dann aufgegeben mit den Behandlungen und war bis zu meinem 33. Lebensjahr in keiner dermatologischen Praxis mehr. Von ILUMETRI erfuhr ich durch Zufall. Ich war eigentlich in der Praxis, um meine Leberflecke prĂŒfen zu lassen und habe eher nebenbei, ohne groĂe Erwartungen gefragt, ob sich in den letzten 10 Jahren etwas in der Pso-Behandlung getan hat.
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Mein Lebensstil (ErnÀhrung, Bewegung, Gewicht):
Seit ca 3 Jahren habe ich meine ErnĂ€hrung etwas Pso-freundlicher gestaltet, d. h. kein Alkohol, kein Fleisch, möglichst kein Sonnenblumenöl, dafĂŒr Vollkorn, Ballastoffe, Omega-3. Zucker und WeiĂmehl (vor allem Kuchen) konsumiere ich aber weiterhin und regelmĂ€Ăig. Eine Zeit lang habe ich zwar versucht, strenge DiĂ€t zu halten, aber auch hier habe ich die Umstellung als fĂŒr meinen Alltag nicht praktikabel erlebt. Hinzu kam, dass ich mich bei jedem âVergehenâ schlecht gefĂŒhlt habe und mein Essverhalten ins Zwanghafte zu kippen drohte. Ich versuche mittlerweile möglichst ausgewogen zu essen, bin aber weit entfernt vom Ideal.
Vor 5 Jahren habe ich Sport fĂŒr mich entdeckt. Das war wegen der Pso viele Jahre ein Tabu fĂŒr mich und ich habe mir vor meinem ersten Besuch im Fitnessstudio mehrmals von meinem Freund versichern lassen, dass mich dort niemand anstarren wird. So war es zum GlĂŒck auch. Seitdem gehe ca. 2 mal pro Woche zum Krafttraining. Im Alltag lege ich meine Wege zu FuĂ oder mit dem Fahrrad zurĂŒck und bemĂŒhe mich darum, jeden Tag mindestens 30 Minuten spazieren zu gehen.Â
Bis zu meinem 17 Lebensjahr war ich immer normalgewichtig. Seitdem schwanke ich phasenweise zwischen Normalgewicht und leichtem Ăbergewicht. Momentan bewege ich mich bei 69 Kilo bei 165cm KörpergröĂe.
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Behandlung und Erfahrung mit ILUMETRI:
Die erste Spritze ILUMETRI erhielt ich im November 2022, die zweite im Dezember. Danach muss das Medikament alle 3 Monate verabreicht werden. Ich bekomme jeweils eine Spritze (100mg) und könnte bei Bedarf verdoppeln. Da ich mir die Spritze selbst nicht setzen kann (schon ein Pflaster abzulösen ist das blanke Grauen fĂŒr mich), gehe ich dafĂŒr meistens in meine Arztpraxis â das hatte mir meine Dermatologin vorab angeboten â oder frage eine befreundete Krankenschwester.
Als ILUMETRI-Patientin bin ich Teil einer Langzeitstudie zur VertrĂ€glichkeit des Medikaments. Deswegen musste ich vorab einen lĂ€ngeren Fragebogen ausfĂŒllen, in dem ich selbst die schwere meines Befalls einschĂ€tzen sollte. Eine Bestimmung des PASI seitens meiner Ărztin erfolgte nicht, sodass die Ergebnisse der Studie zwecks Entwicklung des Hautbildes auf meinen subjektiven EindrĂŒcken beruhen. Hinzu kommt, dass meine Praxis etwas schluderig mit der Studie umgeht. Mir wurde zwar gesagt, dass ich weitere Fragebögen ausfĂŒllen mĂŒsste, wenn ich in der Praxis nachfrage, weiĂ aber entweder niemand etwas davon oder sie wissen gerade nicht, wo die Unterlagen dafĂŒr sind. Mein Eindruck von meiner Arztpraxis ist ohnehin gemischt aber mir ist es unterm Strich egal, solange ich problemlos an mein Medikament komme. Alle 6 Monate werden auĂerdem die Blutwerte gemessen. Bisher waren sie bei mir unauffĂ€llig.
Erste Verbesserungen im Hautbild konnte ich im MĂ€rz 2023 ausmachen. Die Rötungen verblassten, bildeten sich zurĂŒck. Manche der Hautstellen wurden beim Abheilen hell bis weiĂlich und nahmen dann in den folgenden Monaten ânormaleâ Farbe an. Am Körper ging mein Befall nach einem halben Jahr um geschĂ€tzt 90% bis 95% zurĂŒck. Wenn man sich mit Pso auskennt, kann man sie an einzelnen Flecken erkennen, mit etwas Abstand sieht es im Sommer aber eher so aus, als hĂ€tten mich ein paar MĂŒcken gestochen â kein Vergleich zu vorher. Die Pso am Kopf ist leider geblieben (siehe âFrage an euchâ).
Nebenwirkungen hatte ich bislang keine â toi toi toi! Wenn ich bestimmte hochverarbeitete Lebensmittel esse, die meine Haut triggern (z. B. Kartoffelchips) verspĂŒre ich manchmal ein Unwohlsein der Haut wie kurz vor einem Schub. Ab und an habe ich danach auch kleine SchĂŒbe, bei denen ein paar mehr Flecken auftreten oder die vorhandenen Flecken empfindlicher sind. Das passiert aber nur sehr selten und diese Lebensmittel versuche ich danach so gut es geht zu meiden. In der Regel bilden sich die Flecken nach der nĂ€chsten ILUMETRI-Dosis zurĂŒck.
AuĂerdem verstĂ€rkt sich die Pso zum Ende des ILUMETRI-Zyklus in der 11. und 12. Woche. Aktuell bin ich 3 Tage mit meiner Spritze im Verzug und bemerke vermehrt kleine Punkte auf den Unterarmen und eine leichte Schuppung an einer Stelle im Gesicht. Auch diese VerĂ€nderungen sollten sich nach der nĂ€chsten Spritze zurĂŒckbilden. Wichtig zu wissen ist, dass ILUMETRI nicht auf den Tag genau genommen werden muss. Ich könnte die Spritze einige Tage frĂŒher nehmen, bin diesmal aber ausnahmsweise spĂ€t dran.
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Mein Fazit:
Vor meiner ILUMETRI-Behandlung habe ich mir fast ein Jahr Bedenkzeit genommen, weil ich es als sehr groĂen, beĂ€ngstigenden Schritt empfand, mich dauerhaft auf ein so schwerwiegendes Medikament - im Guten wie in seinen möglichen Nebenwirkungen - einzulassen. Ich bin sehr dankbar dafĂŒr, dass wir Pso-Betroffene heute diese Behandlungsmöglichkeit haben und dass mein Körper bisher so positiv darauf reagiert. Ich drĂŒcke bei jeder neuen Spritze und bei jeder Blutabnahme die Daumen, dass es so bleibt. Auch wenn - oder vielleicht weil - nicht absehbar ist, wie lange ich ILUMETRI nehmen kann, weiĂ ich die Erleichterung, die es mir bringt, jeden Tag zu schĂ€tzen.Â
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Frage an euch:
Wie oben beschrieben ist meine Scalp Pso weitestgehend unverĂ€ndert. Ich ĂŒberlege deshalb, meine Ărztin auf die Verdoppelung der Dosis anzusprechen.
Habt ihr Erfahrungen mit dem Verdoppeln der Dosis von ILUMETRI nach lÀngerer Zeit? Wie hat sich eure Haut entwickelt? Sind bei euch plötzlich Nebenwirkungen aufgetreten?
Schreibt selbstverstÀndlich auch gern, falls ihr Fragen habt.
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Ich freue mich auf eure Antworten und danke allen, die sich bis hier unten vorgekĂ€mpft haben! đ€