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Bokum Riff - Erfahrungsbericht

Hallo,

nachdem ich meine nahezu traumatischen Erfahrungen in der Rehaklinik der Deutschen Rentenversicherung Borkum Riff einigermaßen überstanden habe, möchte ich Euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten:

Die Abholung am Hafen klappte gut. Meine Koffer waren übrigens ein paar Tage verschollen. Ich würde zumindest einen kleinen Koffer mit Notkleidung im Handgepäck dabei haben. Soll wohl häufig vorkommen,

Das Zimmer war renoviert. Von Größe und Ausstattung schon ok. Das Bad war auch sehr schön. Besonders sauber war es allerdings nicht. Schwarzes Zeugs an den Vorhängen. Löcher in der Bettwäsche. Die Gardinen sicher Monate nicht mehr gewaschen. Im Duschbereich war die Decke nicht ganz geschlossen. Das ergab einen Ausblick auf die Entwässerungsrohre. Sollte dass die Badlüftung sein? Ich würde sagen, der Schacht endet im Umkleidevoraum der Frauendusche. Dort fehlten auch einige Bretter und die Rohre kamen mir sehr bekannt vor. Grund für derartiges sind häufig Feuchtigkeitsprobleme. Gegen Schimmelpilze bin ich allergisch. Vielleicht lag es daran, dass ich drei Wochen durchgehustet hatte? Die Matratzen sind extrem hart. Wer über 100 kg wiegt hat sicher keiner Probleme. Ich wiege allerdings 55 kg. Am Ende der Reha hatte ich massive Rückenschmerzen. Der Orthopäde meinte später, dass das von der Matratze kommen könnte. Er war fassungslos. Die Rückenschmerzen bin ich bis heute nicht wieder los geworden.

Frühstück und Abendbrot waren in Ordnung. Das Mittagessen war sehr schlecht. Es gibt nur ein Hauptgericht. In den anderen Rehakliniken gab es immer drei Gerichte zur Auswahl. Eher deftige Hausmanskost. Ich selbst bin Vegetarierer und bekam drei Wochen lang Essensreste vorgesetzt. Eine veg. Speiseplan gab es nicht. Furchtbar. Jedes Krankenhaus ist da schon deutlich weiter. Mittagessen gibt es schon um 11.30. Erhält man Sondernahrung, z.B. ich, dann steht das Essen meistens schon um 11 auf dem Tisch und ist dann schön kalt. Die Essenzeiten sind unangemessen. Selbst am Wochenende ist Frühstücksende um 8.00 Uhr. Wobei dann schon kurz nach halbacht mit dem Abräumen begonnen wird. Abendbrot um 17.15. Das Personal möchte ja zeitig Feierabend machen. Ich war bisher in 3 anderen Rehakliniken. Und da konnte man am Sonntag immer bis 10.00 Uhr frühstücken und bis 19.30 zu Abend essen. Dann ist der Tag auch nicht so lang und man kann v.a. im Winter noch das letztes Tageslicht mit Spaziergängen auskosten. Die Mittagsruhe wurde nie eingehalten. Teilweise fanden Therapien statt. Die ganze Klink ist sehr hellhörig. Spätesten wenn kurz vor 6 Uhr das Personal kommt, ist man wach. Abends kommt man wegen des Lärmsauch schlecht in den Schlaf. Die meisten Patienten haben auch über massive Müdigkeit geklagt.

Den Chefarzt habe ich während meine Aufenthaltes nicht gesehen. Der war wohl krank. Das Personal freute sich darüber. Das Personal war weitgehend sehr unfreundlich. Selbst am Empfang, falls während der Öffnungszeiten überhaupt mal jemand anwesend war, konnte man nicht mit Höflichkeit nicht rechnen. Eine Mitarbeiterin meinte, dass sich ein Großteil der Patienten bei der Rentenversicherung beschweren würden. Dann käme alle 6 Monate jemand von der Rentenversicherung vorbei und würde Ärger machen. Weshalb alle Angestellten wieder einen auf den "Deckel" bekämen und noch weniger Lust hätten, ihr Arbeit zu verrichten. Das erklärt natürlich so einiges.

Den Oberarzt habe ich einmal gesehen. Ansonsten nur Leute, die direkt von der Uni kamen und wenig Ahnung von meiner Krankheit, schwarzer Hautkrebs, haben. Anstatt einen Menschen aufzubauen, wurde, vermutlich unbewußt, sehr an der Demontage der Psyche gearbeitet. Die Therapien waren schlecht. Die erste Woche fast gar nichts, in der zweiten Woche, nach massiven Beschwerden mehr, in der dritten Woche wieder fast gar nichts und dann natürlich schon Freitagmorgen 10.00 Uhr Therapieende und Entlassung in grauenvolle Langeweile. Es gab Wassergymnastik von lustlosen Therapeuten durchgeführt. Ich hatte morgens um 8.00 Wassergymnastik. Ein richtiges Aufwärmen fand nicht statt. Jedenfalls habe ich die ganze Zeit gefroren. Das darf nicht sein. Walking, natürlich ohne Stöcke und ohne jegliche Einweisung und Aufwärmen. Der Trainer ist nicht mal mitgelaufen. So auch keine gezieltes Tempo. Strandgymnastik. Ein Lichtblick. War gut. Malkurs für Krebspatienten. War gut. Allerdings das psychotherapeutieren mal so eben zwischendurch fand ich sehr übel. Z.B. fangen Mitpatienten an zu weinen, weil sie unvorbereitet mit Fragen konfrontiert wurden. Da gibt es dann aber keine ensprechende Zuwendung. Man sitzt ja am Maltisch. Eine Gesprächgruppe für Krebspatienten gab es nicht. Für andere Gruppen auch nicht. Eine Sozialberatung gibt es nur auf Antrag. Dann auch viel zu kurz und schlecht. Dabei ist die Sozialberatung ein wesentliches Element einer Reha. Nachhaltigkeit der Reha gab es auch nicht. Also dafür zu sorgen, dass erzielte Dinge in der Reha zu Hause weitergeführt werden können. Im Prinzip gab es überhaupt kein Behandlungskonzept für die paar Krebspatienten. Mir wurde gesagt, man befinde sich ja im Aufbau. Naja, was interessiert mich das? Es gab z.B. keine Vorträge zur Krankheit, keine Sportprogramme zur Leistungssteigerung, Vertrauensgewinnung in den eigenen Körper, Abbau von Todesängsten. Nix. Unglaublich. V.a. weil es auch sehr verzweifelte Patienten gibt. Beim Wäschebügeln ist z.B: eine Mitpatientin heulend vor mir zusammengebrochen. Sie hatte sich soviel von der Reha versprochen. Ich konnte ihr wenigstens etwas weiterhelfen. Aber das wäre Aufgabe der Klinik gewesen. Aber großes Interesse am Patienten ist ja nicht vorhanden. Von Patienten mit Schuppenflechte habe ich gehört, dass die mit der Therapie auch nicht einverstanden sind. Viel zu wenig Therapie. Weil man nach dem Eincremen einen Bademantel anziehen muß, und klar, dann die Creme mit dem Stoff auch über gesunde Bereiche zieht, gab es oft Brandwunden zu sehen. Es wird auch reichlich Kortison verteilt. Aber darüber haben auch andere schon ausführlich geschrieben.

Ein Freizeitangebot war dürftig. Ein Vortag über das Wattenmeer. Sowas hatte ich schon x mal in der Grundschule. Das Freizeitprogramm wurde von den Zivis gestaltet. Dementsprechen eher nur für Männer. Z.B. Fußballabend, Skatabend. Dann auch noch im Vortragsaal mit Neonlicht. Sehr gemütlich. Keinerlei Kreativ-Veranstaltung. In einer meiner letzten Kliniken habe ich Gitarre spielen gelernt und dann sind wir durch die anderen Kliniken gedüst und haben mit unserem Nichtkönnen verzaubert. Der Kiosk hatte abends auch nicht mehr auf. Der Betreiber wollte den Kiosk auch aufgeben. Es gab keinen Alkohol, keinen Kuchen, keine kostenlosen Tageszeitungen. Gemütlich Aufenthaltsräume gibt es nicht. Nur die paar Kunstledersofas im zugigen Empfangsbereich. Schwimmbad steht auch nur eingeschränkt zur Nutzung. Und nur mit Voranmeldung. Es müssen auch immer mind. 3 Personen anwesend sein. Fitnessraum dito. Zum Wasser ist es sehr weit. Ich habe 20 Minuten zu Fuß gebraucht. Am besten ein Fahrrad aussleihen und bis in die Stadt radeln. Das Wasser ist dann in ein paar Minuten erreichbar. Ich finde Borkum auch häßlich. Kein Vergleich mit Sylt. Ich muß dazu sagen, ich wohne nur 20 Meter von der Ostsee entfernt, da ist Strand und Meer nix besonderes für mich. Außerdem habe ich Hautkrebs und gehe deshalb nicht schön in der Sonne spazieren. Was nervigerweise die Ärzt dort immer propagieren. Wer in einer Großstadt im Landesinneren hat sicher mehr Freude an Borkum. Und wer daheim nur vor dem Fernseher hockt, der findest sicher Entspannung beim Tanzen oder Bier trinken in den umliegenden Kneipen.

Mein Fazit ist, dass ich auf gar keinen Fall mehr in eine Rehaklink der Rentenversicherung fahren werde. Die üblichen Ablehungsschreiben der Rentenversicherung werde ich in den Papierkorb schmeißen (da gehören sie verwaltunsgrechtlich auch hin) und auf Erstellen eines Widerspruchbescheides bestehen.

Gruß, Toskana

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Hallo,

auch ich kann die Erfahrungen von Beachball nur 100% bestätigen. War selbst für 4 Wochen 2006 in der Borkum Riff Klinik wegen Schuppenflechte. Essen, Freizeitmöglichkeit etc. absolut o.k.

Selbst der Chefarzt hat (damals war die Fussball WM) mit uns die Spiele verfolgt. Fand ich persönlich Klasse.Wegen dem Abendprogramm: Das ist ja wohl jedem selbst überlassen was er daraus macht. Möglichkeiten gibt es ja genug. Und mal ehrlich, soooo viel toller ist Sylt jetzt auch nicht. Ich hatte gleich am Anfang eine nette Truppe kennengelernt im alter zwischen 25 und 55 Jahre. Wir hatten immer viel Spass.

Ich wäre froh wenn ich wieder eine Reha dort machen könnte.

Ok, mancher Ablauf der Rehabehandlung hatte ich Anfangs auch nicht nachvollziehen können, aber das sind dort Menschen, mit denen kann man Reden. Zumindest wurde mir nach einem Gespräch mit der Oberärztin der Therapieplan, soweit es möglich war, meinen Wünschen angepasst. Persönliche Kritik darf sein, wenn sie konstruktiv ist.

In diesem Sinne

gruß Lothar

Hallo liebe Leidensgenossen,

bin gestern aus Borkum Riff wiedergekommen. 3 Wochen fast nur Regen und Sturm. Aber meine Haut ist ganz toll geworden. Ich war auf Station 5. Die Schwestern der Station, die Bäderabteilung, die Mitarbeiter des Speisesaales u. der Info ( u. noch viele mehr ) sind wirklich super. Von 3 Wochen war ich 1,5 Wochen krank. Den Infekt hat einer an den anderen weitergegeben.

Da ich vor 2 Jahren einen Hörsturz hatte ich mit dem andauernden Wind so meine Probleme

Falls jemand aus Borkum Riff dieses liest, nochmals vielen Dank für die nette Betreuung.

LG

Brigitte.

hallo Anja.....nein, du hast ihn nicht falsch geschrieben.Hast mich ja mit Ilka angesprochen...:smile-alt:

genauso wie Gaby...deshalb musste ich was schreiben.Damit ihr wisst, dass ich das nicht bin.

hier hat sich jemand mit dem Nick Toskana angemeldet, nur mit "k" geschrieben.Ich wollt das nur richtig stellen...

winke.....

Ilka.....:smile-alt:

Es gibt nur eine wahre Ilka ;)

Gruß Heiner

Es gibt nur eine wahre Ilka ;)

Gruß Heiner

...wie Recht du hast!!!

Dich hab ich auch vermißt!!

LG Anja

Hallo,

ich möchte mich nun auch mal wieder zu Wort melden. Ich muß hier leider feststellen, daß einige die Kliniken verwechseln. Ich weiß daß auf Borkum "eine Klinik neben der Anderen steht", aber sonst kann ich mir die 180°-Drehungen innerhalb von Wochen nicht erklären.

Ich war 1997 zum ersten Mal auf Borkum, in der Klinik Riff. Es war fast alles super dort. Alles ganz phantastisch. 2003 war ich zum zweiten Mal dort. Die Sauna war (laut Mitpatienten) seit Monaten wegen Renovierung geschlossen. Das Personal im Speisesaal war sehr gut, das Stationspersonal nicht ganz, einzelne Personen haben sich den Arbeitsplatz wegen der Krisensicherheit des Arbeitgebers rausgesucht, anstatt sich nach den Bedürfnissen der Patienten zu orientieren. Ich war 42 Tage dort (Abreisetag war genau der Tag meiner letzten Zuzahlung), mein Zustand war schlimmer als bei der Anreise. Im Bericht stand "Therapie erfolgreich", 2 Wochen danach begann bei mir die Fumaderm-Therapie. Nach meiner Augen- und Gehörgangentzündung gab es in der letzten Woche keine Anwendung mehr.

Kritik gab es in folgenden Punkten bei beiden Aufenthalten: Wartezeiten auf dem Gang bei den Visiten. Das Stationspersonal weiß wieviel Patienten da sind und hätte es zeitlich regeln können, da fielen in der Woche 4 Behandlungen aus. Das Angebot an Sporttherapien (Adipositas-Gymnastik, Strandgymnastik, ...) fand ich für unzureichend, aber hier muß ich selber Einspruch erheben, da die anderen Patienen 15 Jahre älter waren und wahrscheinlich mehr Sport im Fernsehen gesehen als selber betrieben haben. Ich fahre 4000 km Rad im Jahr, mache auch sonst noch Sport. Für mich war die Gymnastik gerade mal aufwärmen, andere Patienten waren bei den Übungen angestrengt.

Im Mai werde ich mit meinem Fahrrad anreisen (aus Ba-Wü, also kenne ich das Meer nur aus dem Urlaub), denn ich will mindestens 20 km am Tag fahren. Außerdem solange es dort Pferde gibt, wird es mir dort gefallen. Will auch wärend der Reha nicht aufs Reiten verzichten, ein Pferd ist für mich der beste Ergotherapeut. Ein Pferd zu putzen bringt mir mehr als Figuren aus Speckstein zu schnitzen. Nichts gegen Ergotherpie, aber ich bin nicht so kreativ veranlagt, daß etwas Hervorragendes rauskommt. Der Therapeut würde wahrscheinlich mich trotzdem loben, aber nur weil er nicht demoralisierend sein darf. Ich bastle lieber Zweckmäßiges, bin ja handwerklich geschickt, nur eben nicht so kreativ-künstlerisch.

Sobald ich meinen "Einberufungsbefehl" erhalten habe, werde ich nachfragen wer grad auf Borkum ist, bzw. auch in dieser Zeit dorthin unterwegs ist. Da ich an einer Uni-Klinik wegen der Psoriasis in Behandlung bin, kann ich ja den Erfolg genau beurteilen (haben ja eine Foto.Abteilung), werde auch wieder ein Tagebuch schreiben, welches ich (falls gewünscht) hier (evtl. auszugsweise) posten kann. Hoffe ich lese noch einige von Euren Berichten.

Tschüß, Matthias

PS: Fälle kein Urteil aufgrund von Hörensagen, eigene Erfahrungen sind wichtig.

Hallo Matthias,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Mich würde auf jeden Fall auch dein "Tagebuch" interessieren denn ich habe mal in Erwägung gezogen nach Borkum zu fahren.

Ist die Klinik auch was für PSA?

2003 hatten die noch keine Therapie für PSA, obwohl ich nicht verstand warum. Pso und Psa kommen doch nicht so selten zusammen vor. Vielleicht hat sich inzwischen etwas verändert.

Ich werde in meinem Antrag das Fachklinikum Borkum als Wunschklinik angeben, ich bin mir zwar sicher das sich die Klinik Riff verbessert hat, aber ob die Organisation (Visite)besser ist weiß ich nicht. Vielleicht könnte man hier im Forum eine Rubrik "Reha-Tagebuch" einführen, wo jeder seine subjektiv erlebte Kur niederschreiben kann. Gegliedert nach der einzelnen Klinik, so daß jeder einen direkten Vergleich zwischen den Erlebnissen hat.

Die Klinik Riff, wie ich es aus dem Jahr 2003 kenne, wäre für mich als gelernter Kaufmann mit Fachgebiet Marketing/Organisation eine Herausforderung. Der Patient erfährt kaum etwas über die Klinik, die Informationsmaterialien sind sehr dürftig. Ich kann eine Klinik auf Borkum nicht mal vorab besuchen und anschauen, wenn ich dafür durch die ganze Republik fahren muß. Eine Klinik um die Ecke kenne ich bereits bevor ich als Patient hinkomme fast auswendig.

Hallo beisammen,

also ich war Sommer 2006 in der Reha und bin es jetzt auch wieder (Klinik Borkum Riff der BFA)

Ich finde es auch einen ziemlichen Schwachsinn was toscana schreibt!

Die Essenszeiten so wie das Essen selbst, sind föllig ok, nahezu perfekt. Man bekommt sehr viel Auswahl an Salaten und ich bspw. esse keinen Fisch, somit bekomme ich auch keinen Fisch - alternativen gibt es also! Wenn man Nachschlag haben will - kein Problem.

2006 waren hier Umbaumaßnahmen - gehört hat man auf den Zimmern selbst nichts, da der Umbau erst auf der einen Seite des Hauses, dann auf der anderen Seite stadgefunden hat. Es wurde auf die Einhaltung der Ruhezeiten viel Wert gelegt und Handwerker angehalten die Arbeiten in diesen Zeiten einzustellen.

Wenn man Anwendungen bekommt die man nicht haben will, sagt man dem Arzt bescheid und es wird nach einer anderen Lösung gesucht. Wenn man etwas dazu haben will, sind die Ärzte nie abgeneigt.

Die Putzfrau hat die Vorhänge in meinem beisein gewechselt, genauso wie die Bettwäsche, welche ohne jegliche Löcher war. Weder 2006 noch 2008.

Abwechslung gibt es hier genug, wenn man sich einfach mal mit ein paar leuten zusammen tut und nicht hofft von einem Clubbetreuer animiert zu werden. Wo sind wir hier, im Urlaub oder in der Reha?! - Oder man nutzt das angebot der Zivis, Vorlesungen im Vortragssaal, .....

Zum Thema Personal: Superfreundlich. Bei einigen muss man sich zwar ab und an mal an den Humor gewöhnen, aber der ist wie daheim - herzlich und absolut normal.

Ok, Gesprächsgruppen gibt es hier leider nicht im Angebot - zugegeben, aber man kann auch einen Aushang an der Pinnwand machen, wer interesse hat und es wird sich sicherlich jemand finden, wenn nicht, besteht auch kein Interesse.

Ich war 2006 total begeistert. 2008 Aufgrund des Wetters etwas weniger, aber daran kann die Verwaltung auch nichts ändern.

In diesem Sinne .... immer wieder gerne!

Gruß, Hierba

PS.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten ;)

Ich finde es auch einen ziemlichen Schwachsinn was toscana schreibt!

PS.: Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten ;)

TOSKANA ...???

guckst mal da --> hallo Anja.....nein, du hast ihn nicht falsch geschrieben.Hast mich ja mit Ilka angesprochen...:smile-alt:

genauso wie Gaby...deshalb musste ich was schreiben.Damit ihr wisst, dass ich das nicht bin.

hier hat sich jemand mit dem Nick Toskana angemeldet, nur mit "k" geschrieben.Ich wollt das nur richtig stellen...

winke.....

Ilka.....:smile-alt:

Ich finde es auch einen ziemlichen Schwachsinn was toscana schreibt!

;)

he he he.....

ich schreibe keinen Schwachsinn....

immer genau lesen, und auf die Nicks aufpassen.......

es gibt " toscana".....das bin ich.....

und es gibt " Toskana", welche den Erfahrungsbericht schrieb....

und ich fand, dass das auch kein Schwachsinn war...

zu dem bericht...was sagt eigentlich tosKana dazu inzwischen?

also wenn man mich nach einem Erfahrungsbericht so niedermachen würde, wie das einige taten, dann würd ich dazu auch nix mehr sagen.......

ich habe das Gefühl, dass hier über verschiedene Kliniken geredet wird.

denn es kann ja wohl kaum sein, dass es über eine Klinik so unterschiedliche Meinungen gibt.

Obwohl.....ist eigenlich auch möglich....

jeder hat einen anderen Geschmack, jeder hat einen anderen Sinn für Dinge...

was dem einen gefällt, das gefällt dem anderen schon lange nicht....

was der eine mag, mag der andere überhaupt nicht......

die einen nehmen alles hin....die anderen regen sich auf....

ein endloses Thema....

und wenn Toskana das alles so erlebt hat, dann wird das wohl auch stimmen.

liebe Grüsse...

toscana

Dem stimme ich zu !!

Habe auch auf andere Seite schon negatives über die Klinik meiner 1. Wahl gehört...habe aber nie jemanden so angegriffen wie es hier praktiziert wurde.

Ich glaube ich hätte mich zu diesem Thema auch nicht mehr geäussert...das ganze würde einer Rechtfertigung nahe kommen !

War jemand zeitgleich mit ihr in der Reha ??

Hat jemand das Zimmer gesehen...das Essen probiert....die Mitarbeiter erlebt ?

Vielleicht war der Koch krank und das Essen deshalb zu diesem Zeitpunkt schlecht...die Motivation des sonst so netten Personals im Keller ?

Es gibt 1000 Möglichkeiten.

Fakt war das sie über ihre persönlichen Erfahrungen geschrieben hat ....und was für andere schlimm ist ,ist es für mich noch lange noch nicht und umgekehrt !!

Das bitte ich doch das nächste Mal zu berücksichtigen !!

Ich finde es wie gesagt wichtig das auch negative Dinge zur Sprache kommen ...es gleicht sich aus mit den vielen positiven Erlebnissen die danach hier aufgelistet wurden ,die wahrscheinlich niemals so erwähnt worden wären,weil sie als selbstverständlich angesehen wurden !

Hallo beisammen,

also ich war Sommer 2006 in der Reha und bin es jetzt auch wieder (Klinik Borkum Riff der BFA)

Ich finde es auch einen ziemlichen Schwachsinn was toscana schreibt!

Hallo,

zu 98% ist jeder Beitrag subjektiv! Kaum jemand von uns kann eine Reha wirklich objektiv beurteilen, da jeder die Einrichtung mit seinen Vorstellungen und seinem Erfolg vergleicht. Ob Toskana (hoffentlich jetzt keine Verwechslung) Recht hat ist nicht nachweisbar, es gibt schlechte Kliniken. Die erste Frage stellt sich mir ob sie tatsächlich die Klinik Riff meinte.

Ich habe noch eine wichtige Frage an Hierba: Wie sah es bei Dir mit den Visiten aus? 1997 und 2003 mußten wir vorm Ärztezimmer warten, das gibg um 8 Uhr los und endete kurz vorm Mittagessen. Natürlich wurden auch während diesen Zeiten Patienten zu Anwendungen eingetragen, welche aufgrund der Wartezeit nicht eingehalten werden konnten. Vielleicht ist die Klinik inzwischen darauf gekommen, daß technisch möglich ist eine Warteliste zu erstellen, in der jeder sehen kann wieviel Patienten vor einem kommen, bzw. eine andere Methoden anwenden, die eine Warterei unnötig machen, bzw. die Zeit nutzbar zu machen.

Das Essen war für mich fast immer in Ordnung. Beim ersten Mal wurde ich auf Reduzierkost gesetzt, beim zweiten Mal habe ich dieses verhindert, Von meinem Gewicht her war Vollkost sogar besser, da ich den vorgesetzten Teller leergegessen habe, wärend ich beim zweiten Mal einfach weniger auf den Teller habe (hatte mich fast schon vom Salat sattgegessen, Ein reichhaltigeres Salatbuffet kenne ich nur vom Maredo).

Was erwartet ein Patient von der Reha? Ich habe die Überzeugung, daß der Tag aus "Arbeit" und "Freizeit" besteht. Ich muß als Patient mich aktiv an der Behandlung beteiligen, das ist klar, nur muß auch etwas für die Seele getan werden. Ich werde in der Reha zum einen viel Radfahren und auch Reiten (Reiten ist die Zeit in der ich auch meine Krankheit vergessen kann und Spaß haben kann). Eine Reha ist für Körper und Geist, wobei die Trennung für mich nicht klar möglich ist. Denn den Sport den ich mache (auch außerhalb der Reha) ist für mich mehr als koörpliche Fitneß.

Der Gedanke "ich stelle meinen Körper zur Verfügung und die Klinik macht was" ist falsch, Reha ist auch für den Patient harte Arbeit.

Hallo Reitpferd

Also ich kann auch nicht wirklich was negatives über die Klinik Borkum Riff sagen und ich war von ende Dezember bis ende Januar dieses Jahr dort,das waren dann mal ebend 5 Wochen. Ich war auf der station 5 und dort hatte ich keine zeit Probleme mit den Visiten,ganz im gegenteil wenn die gesehen hatten das man schon zeit hatte konnte man schon früher reingehen oder man konnte absprechen das man vielleicht etwas später erst da ist.Das war da auf jeden fall kein problem.Mit dem éssen kann ich auch nur sagen das es wirklich super war und die essenszeiten waren auch ok.Wer diätkost oder sonstiges kriegte sein essen ab 11.45 uhr und die normale Kost wurde ab 12.10 uhr serviert.Das Freizeit angebot war auch in ordnung.Man konnte schwimmen gehen zu bestimmten zeiten oder Kegeln oder Billiard spielen.Dann haben sie auch noch eine Sauna im Haus.Ob die Cafeteria wieder auf hat weiss ich nicht zu meiner zeit hatte sie leider zu.Die Anwendungen die man bekam konnte man zum grossen Teil mit den Ärzten absprechen.Und die jetzt erst oder noch da sind oder auch erst noch hinkommen kann man nur sagen die haben es fast noch besser als wir im Januar, da bei uns in der Stadt so gut wie fast alles geschlossen war.Achja und die Zivis bieten in der Woche auch immer wieder was an.Eine Tischtennisplatte haben sie in der Klinik auch.Das einzige negative war das wenn man dann doch mal ernsthaft Krank geworden ist waren die Ärzte leicht überfordert aber ansonsten sehr Fachmännisch.

Ich war 2 Mal auf Station 1. Die Visiten waren eben der Negativpunkt. Abgesehen davon daß beim zweiten Mal keine Verlängerung über die 42 Tage gab und die Sauna 6 Monate lang renoviert wurde (Klafs liefert innerhalb von dieser Zeit mehr als 10 neue Saunen mit Aufbau). Das Essen war gut, bei Diätkost eben nur die starren Mengen, aber das ist ein psychologisches Problem.

Aber ich gespannt wie es dieses Mal wird, falls ich dorthin komme. Eigentlich nehme ich jede Klinik, Hauptsache auf Borkum, mag eben diese Insel

Ich habe noch eine wichtige Frage an Hierba: Wie sah es bei Dir mit den Visiten aus? 1997 und 2003 mußten wir vorm Ärztezimmer warten, das gibg um 8 Uhr los und endete kurz vorm Mittagessen. Natürlich wurden auch während diesen Zeiten Patienten zu Anwendungen eingetragen, welche aufgrund der Wartezeit nicht eingehalten werden konnten. Vielleicht ist die Klinik inzwischen darauf gekommen, daß technisch möglich ist eine Warteliste zu erstellen, in der jeder sehen kann wieviel Patienten vor einem kommen, bzw. eine andere Methoden anwenden, die eine Warterei unnötig machen, bzw. die Zeit nutzbar zu machen.

Klar das alle meinungen subjektiv sind.

Vorab: Ich bin auf Station 1.

Naja das ist ein Punkt bei dem ich auch ein kleines Manko sehe. Man wartet immernoch zur Visite auf die Gängen und es zieht sich manchmal hin (+15 bis 30 min.).

Aber man muss auch bedenken. Für jeden Patient wird eine "Sprechzeit" kalkuliert. Wenn man mehr fragen hat, bzw. der Arzt mehr berät zieht sich die Zeit selbstverständlich nach hinten. Wie daheim beim Arzt.

Die Alternative bei der Anzahl der Patienten wäre natürlich zu sagen "So, ich habe für Sie nur 10 min. - weitere Fragen werden nicht mehr beantwortet".

Warscheinlich wäre das gemäcker dann noch größer.

Des weiteren habe ich auch gemäckert, wenn mal eine Anwenung um 18:30 eingetragen war. Aber alle wollen morgens hin und abends Freizeit. Kann aufgrund der Patientenzahl logischerweise nicht klappen. Und die Damen von der Terminierung helfen meist auch kullant weiter.

Ich selbst musste dadurch auch ein mal das Baden ausfallen lassen. Aber was ist mir wichtiger, einmal "zu plantschen" oder ein ausführliches Gespräch. Ich nehme das letztere.

Angreifen wollte ich Toscana nicht - Sorry übrigens für die falsche Schreibweise. Aber der Beitrag klang für mich extrem negativ und bei einigen Punkten kann ich, wie viele anderen auch, nicht der gleichen Meinung sein.

Ich denke nur, man muss sich klar sein dass man in die Reha geht und nicht in den Urlaub. Bspw. muss hier eine Putzfrau in extrem wenig Zeit rund 31 Zimmer (bei vielen Abreisen) reinigen. Sind dennoch freundlich und versuchen ihr bestes.

Mit der Zeit wird hier einem ab und an mal langweilig - je nach Gruppenbildung. Da fallen dem ein oder anderen auch mal Fehler auf, so ist eben das Leben eben. Fehler werden gemacht um daraus zu lernen. Dafür kann man sich auch konstruktiv mit der Klinikleitung unterhalten.

In diesem Sinne,

Hierba

Hallo Matthias,

vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht.

Mich würde auf jeden Fall auch dein "Tagebuch" interessieren denn ich habe mal in Erwägung gezogen nach Borkum zu fahren.

Ist die Klinik auch was für PSA?

....ganz sicher nicht für PSA, ausser du hast es nur leicht.

Sicher hat er recht, mit den eigenen Erfahrungen, nur wenn ich schon dort bin und es ist nicht OK, was dann??? Ich kann es mir beruflich, wie viele andere von euch auch, nur alle 2-3 Jahre erlauben eine Reha zu machen, da muss alles stimmen. Wobei die Nordsee wie schon erwähnt eh nichts für mich ist.

LG Anjalara

Hallo,

Ich war jetzt längere Zeit nicht mehr hier.Hab aber jetzt die Berichte über Borkum-Riff gelesen.

Ich war 2003 für 6 Wochen in besagter Klinik.Hab damals auch unter meinem Nick Bengelchen geschrieben,dies könnt Ihr alles noch hier nachlesen.Ich war damals von Mitte märz bis Ende April dort also über ostern,es war das Jahr als der super Sommer begann.War auch an Ostermontag in der Nordsee,Wasser hatte 6 grad......brrrr.Also zu meinen Berichten von damals hab ich nix zuzufügen,ich war zufrieden zumal ich jetzt einen direkten Vergleich sehen kann.Ich war vergangenes Jahr im Oktober für 5 Wochen in der Ostsee Klinik Ückeritz auf Usedom die kann also selbst nach diesen Jahren nicht mit Borkum-Riff mithalten.Dazu möchte ich ganz wenige Dinge anführen 1. also das essen kann in keinem fall mit dem in Borkum konkurieren,Borkum war besser. 2. Das Therapiebecken in Ückeritz wird mit Chlor gereinigt,ist kein salzwasser obwohl nur 100 Meter von der Ostsee weg. 3.Bei mir,ich bin auch Adipositas-Patient also Quarkstrassen Besucher,waren also die Bemühungen des Personals in Borkum wesentlich intensiver und auch erfolgreicher ,Schulungen und Vorträge wesentlich,aus meiner Sicht,besser.

Bei den Behandlungen sind auch Unterschiede,die sich auch bei mir später ausgewirkt haben und die ich vergleichen kann.Nach Borkum war ich etwar 1 Jahr fast erscheinungsfrei ,nach Ückeritz gings bereits nach 3 Wochen wieder los,wobei nicht zuletzt die Behandlung mit Psorcutan-Beta ( die letzten 2 Wochen in dieser KLinik ,nur damit man mich als erscheinungsfrei der BFA vermelden kann ) mit ein Grund war.

Ich war jetzt notwendiger Weise für 4 Wochen statinär in der Uni-Klinik Homburg dort hatt man mich von 4 Jahren Neotigason weggenommen und ich hab mit Fumaderm angefangen,merke jetzt Besserung meiner Haut wobei ich noch nicht die höchste Dosierung erreicht habe.

Möchte jetzt im Moment nicht mehr schreiben,nur noch eins anmerken.Nach dem Erhalt meines Entlassungsberichtes aus Ückeritz ( mein Hausarzt hatt ihn mir überlassen ) habe ich einen Beschwerdebrief an die BFA geschickt.

Mittlerweile habe ich von der BFA eine Antwort erhalten,meine Vorwürfe, auch bezüglich eines nicht stimmigen Berichtes der Ärztin,werden geprüft und mir in eine Stellungnahme der BFA zugesichert.Möchte für den Moment schliessen,stehe aber gerne weiteren Fragen zur verfügung,

euer Bengelchen 50 ( früher Bengelchen )

Naja das ist ein Punkt bei dem ich auch ein kleines Manko sehe. Man wartet immernoch zur Visite auf die Gängen und es zieht sich manchmal hin (+15 bis 30 min.).

Aber man muss auch bedenken. Für jeden Patient wird eine "Sprechzeit" kalkuliert. Wenn man mehr fragen hat, bzw. der Arzt mehr berät zieht sich die Zeit selbstverständlich nach hinten. Wie daheim beim Arzt.

Die Alternative bei der Anzahl der Patienten wäre natürlich zu sagen "So, ich habe für Sie nur 10 min. - weitere Fragen werden nicht mehr beantwortet".

Warscheinlich wäre das gemäcker dann noch größer.

Ich hätte mir einfach eine schlichte Liste gewünscht, jeder trägt sich ein, dait hätte ich gewußt 12 kommen vor mir. Klar, die Dauer des Gesprächs ist unterschiedlich, aber bei 12 Leuten á mind. 5 Minuten sind es also mind. 60 Minuten Zeit.

Des weiteren habe ich auch gemäckert, wenn mal eine Anwendung um 18:30 eingetragen war. Aber alle wollen morgens hin und abends Freizeit. Kann aufgrund der Patientenzahl logischerweise nicht klappen. Und die Damen von der Terminierung helfen meist auch kullant weiter.

Manchmal fand ich die Termine machmal etwas ungünstig gelegt, wenn ich mein Essen fast schon abrechen mußte um rechtzeitig dort zu sein. Ich will eben dort in Ruhe essen (hastiges Runterschlingen führt nur zu Streß und Verdauungsschwierigkeiten).

Mir fällt noch eine Sache ein: Stehen die dort immer noch auf Dithranol als erste Wahl?

Hallo zusammen,

war selber 2006 für 5 Wochen im Riff und kann nur sagen, es war eine sehr schöne und wohltuende Zeit.

Das Essen war super gewesen, habe fast vier Kilo zugenommen, das Personal war klasse drauf, an Tagen wo ich mal wieder auf Krücken kam, half mir jeder, ohne zu motzen. Selbst die Mädels in den Stationszimmern, waren klasse drauf. Dr. Zik, war aber der aller Beste ;).

Anwendungen hatte ich auch zu genüge, wo ich kaum noch das weggehen in die City mit einbauen konnte. Aber es waren ja auch ein paar Wochenenden dabei wo man Abends schön weg gehen konnte.

Zum Wasser brauchte ich auch nie lange, trotz meiner PSO unter den Füssen, komisch......

Na ja, man hat mir mal gesagt, wer Borkum einmal Besucht und sagen kann, man hat sich in die Insel verliebt, so wie ich, der liebt restlos alles. Aber ich kenne auch Leute, die auf die Insel gekommen sind und haben nur genörgelt und waren froh, als sie wieder fahren durften.

Denk, jeder sollte seine eigenen Erfahrungen machen und sich nicht von dem was andere Berichten erschrecken, bzw. verschrecken lassen.

Nicole M.

Borkum - Eine Insel zum verlieben!

Nicole, Du hast mit Deinem Beitrag völlig Recht. Entweder gefällt einem die Insel und ist glücklich oder er freut sich auf die Abreise.

Eine Insel, Fluch und Segen in Einem. Die Fluktuation beim medizinischen Personal ist relativ hoch, auf eine Insel ziehen ist nun mal nicht jedermans Sache und Pendeln ist auf Dauer auch nicht das Wahre. Daher ist jeder Erfahrungsbericht mit einer rel. kurzen Halbwertszeit zu betrachten. Auch hinsichtlich des medizinischen Fortschritts. Als ich vor 5 Jahren das erste Mal dort war, gab es weder Enbrel, noch Humira & Co.

Was erwartet ein Patient von der Kur? Hilfe, aber wer leistet die? Eine Reha ist harte Arbeit, nicht nur fürs Personal, sondern auch für den Patienten selber. Er muß an sich arbeiten (nicht nur der Adopositas-Patient). Der Erfolg hängt aber vom Einsatz des Personals ab, denn die müssen einen Kranken motivieren aktiv gegen die Krankheit anzukämpfen. Mich interessieren auch die Feinheiten und Hintergründe einer Therapie. Ich habe schon etliche Methoden versucht und möchte die Riskobewertung mitbestimmen.

Die große Frage ist bei eine Reha: Wer hat das Sagen in der Klinik? Die kaufmännische (Verwaltung) oder medizinische (Ärzte) Abteilung?

Bei der BfA-Klinik vermisse ich im Internetauftritt nähere Infos über die Therapien, das Spektrum ist groß. Wenn eine Einrichtung zum Beispiel die Therapie hauptsächlich auf Fumaderm setzen würde, hätte diese bei mir eher schlechte Karten. Ich habe die Therapie schon gemacht und hatte irgendwann die Grenze überschritten, bei der die Nebenwirkungen die PSO-Wirkung überwogen. Ich finde bei einer Maßnahme, die nur alle 4 Jahre stattfindet (Regel-Mindest-Abstand zwischen 2 Rehas) sollte man mehr Infos erhalten können als alle Kliniken von sich aus liefern. Deswegen ist dieses Forum auch wichtig.

Freundliches Personal und deren Wissen, daß es nicht möglich ist gleichzeitig an zwei Orten zu sein, bzw. das ein kranker Mensch nicht in der Lage ist mit Marathonläufern mitzuhalten, sind eine gute Basis für gelungene Reha.

Hallo,

Hallo Reitpferd,aber auch alle anderen Schuppis.

Die Regelzeit zwischen zwei Reha`s beträgt nach Auskunft eines Mitarbeiters der BFA,der mich in der letzten Reha auf Usedom beraten hatt 2 Jahre.

Dabei ist die richtige Begründung bei Antragstellung wichtig,also die Aussagen des Heimarztes sind sehr wichtig.

Mir hatt er( besagter BFA Mitarbeiter ) ja sogar eine jährliche Reha als durchaus normal in Aussicht gestellt.

Wobei bei Antragstellung ( auf die enormen seelischen Belastungen bei Pso ) sehr deutlich hingewiesen werden sollte.( Ich verstehe dies als einen Wink mit dem Zaunpfahl,also kommt der seelischen Belastung bei der Entscheidung der BFA ein sehr grosser Stellenwert zu.) Dies sollten alle Ärzte bei Antragstellung beachten,sicherlich wissen dies die wenigsten,also nicht allein der Hautzustand,sondern vielmehr die seelischen Belastungen spielen letztlich eine Rolle bei Genehmigung der Reha durch die BFA .

Dies werde ich beachten und bald wieder einen Reha-Antrag stellen.Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin,ja,es stimmt ja auch irgendwie,meine Haut macht mir zwar sehr zu schaffen,aber die seelischen Auswirkungen sind mit Sicherheit genau so schlimm für mich.

Bengelchen

Hallo,

Hallo Reitpferd,aber auch alle anderen Schuppis.

Die Regelzeit zwischen zwei Reha`s beträgt nach Auskunft eines Mitarbeiters der BFA,der mich in der letzten Reha auf Usedom beraten hatt 2 Jahre.

Dabei ist die richtige Begründung bei Antragstellung wichtig,also die Aussagen des Heimarztes sind sehr wichtig.

Mir hatt er( besagter BFA Mitarbeiter ) ja sogar eine jährliche Reha als durchaus normal in Aussicht gestellt.

Wobei bei Antragstellung ( auf die enormen seelischen Belastungen bei Pso ) sehr deutlich hingewiesen werden sollte.( Ich verstehe dies als einen Wink mit dem Zaunpfahl,also kommt der seelischen Belastung bei der Entscheidung der BFA ein sehr grosser Stellenwert zu.) Dies sollten alle Ärzte bei Antragstellung beachten,sicherlich wissen dies die wenigsten,also nicht allein der Hautzustand,sondern vielmehr die seelischen Belastungen spielen letztlich eine Rolle bei Genehmigung der Reha durch die BFA .

Dies werde ich beachten und bald wieder einen Reha-Antrag stellen.Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin,ja,es stimmt ja auch irgendwie,meine Haut macht mir zwar sehr zu schaffen,aber die seelischen Auswirkungen sind mit Sicherheit genau so schlimm für mich.

Bengelchen

Hallöchen,

das mache ich schon lange bei den Anträgen, dass ich meine physischen und psychischen Probleme mit der PSO beschreibe und die Belastungen bei Arbeit und Haushalt. Nach dem Sozialgesetzbuch ist allerdings nach wie vor die 4-Jahresfrist festgelegt, aber ich kenne viele die, bei entsprechender Antragstellung, jedes Jahr fahren können.

LG Anjalara

Nach dem Sozialgesetzbuch ist allerdings nach wie vor die 4-Jahresfrist festgelegt, aber ich kenne viele die, bei entsprechender Antragstellung, jedes Jahr fahren können.

LG Anjalara

Hallo Anjalara

Das mit der 4 jahres Frist stimmt aber so nicht ganz.Wer chronisch Krank ist, also so wie wir kann alle 2 Jahre wieder eine Kur b.z.w. eine Reha beantragen und müsste sie auch bekommen.

Es hat sich also nichts geändert. Ich war im Jahr 2000 in Borkum Riff und bin frustriert, mit verschlechtertem Hautbild und total genervt abgefahren. Nachfolgend habe ich einen Auszug aus meinem Tagebuch von damals eingefügt.

Schlussbemerkungen:

Meiner Erfahrung nach fahren ca. 60 - 70 % der Hautpatienten frustriert und mit verschlimmertem Hautzustand von der Klinik weg. Bei den Atemwegserkrankungen ist die Zufriedenheit höher. Einen entscheidenden Einfluss auf den Kurerfolg hat die Station und damit der Stationsarzt .Wenn man keine Lebensmittelallergien hat ist die Küche mit das beste was das Haus zu bieten hat. Mit Sonderernährung tut sich die Küche aber schwer. Organisatorisch läuft ziemlich viel schief. Die Motivation der Mitarbeiter ist größtenteils sehr gering. Allerdings gibt es auch löbliche Ausnahmen. Unter den Patienten gibt es einen sehr großen Zusammenhalt. Es wird viel miteinander unternommen. Ich habe viele schöne und intensive Gespräche geführt. Die Patienten haben sich untereinander immer wieder aufgebaut und für andere mal als Blitzableiter fungiert oder selbst bei anderen Frust abgelassen. Zum Frustabbau gab es leider viel zu oft Gelegenheit. Eine Patient formulierte seinen Frust einmal so: "Hier biste kein Mensch sondern ein notwendiges Übel das den Büroschlaf stört." Viele Patienten fühlten sich gerade im medizinischen Bereich mangelhaft informiert oder als Versuchskaninchen. Von vielen Patienten wurde auch bemängelt, dass es zur Freizeitgestaltung von der Klinik überhaupt keine Angebote gibt. Es gibt außer dem Schwimmbad (sehr eingeschränkte Öffnungszeiten) keine Angebote für alle im Bereich der Freizeitgestaltung.

Zwei Highlight noch zum Schluss:

An der Rezeption als ein Patient etwas fragte und noch eine weitere Frage hatte..

"Haben Sie es jetzt bald, ich muss weiterarbeiten."

(die Arbeit bestand aus einen Kreuzworträtsel)

Bei meiner Ankunft in der Klinik (wir waren zu fünft) habe ich mich zu erst zurückgehalten und den anderen an der Rezeption den Vortritt gelassen. Als ich als letzte an die Rezeption trat, freundlich guten Abend sagte wurde ich mit folgen Worten begrüßt: "Haben Sie jetzt zugehört oder muss ich alles nochmal erzählen."

Borkum ist eine wunderschöne Insel, Aber die Klinik Riff ist von innen so wie sie von außen aussieht. Die Gebäude sehen irgendwie nach Kaserne aus und alle negativen Klischees die es über Kasernen gibt erlebt man im inneren live. Empfehlenswert auf Borkum ist besonders für Psoriatiker das Fachklinikum Borkum.

Liebe Gruße

Marianne

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