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    Juckreiz kann von Stress und Seele kommen

    Wenn's juckt, muss nicht allein die Schuppenflechte Schuld sein: Auch Stress und die Psyche lassen uns kratzen.

    Gestressten Menschen juckt besonders häufig die Haut. Von Personen, die viele belastende Probleme haben, ist knapp jeder neunte von quälendem Juckreiz betroffen. Das berichtet jedenfalls die Universitätsklinik Heidelberg. Sie beruft sich dabei auf eine norwegische Studie. Bei den Menschen, die nicht so viel um die Ohren haben, leiden "nur" 6,6 Prozent unter Juckreiz.

    Einer anderen Studie aus Münster zufolge sind zudem mehr als 70 Prozent der Juckreiz-Patienten außerdem psychosomatisch oder psychiatrisch krank.

    Hauptursachen des chronischen Juckens, an dem insgesamt acht Prozent der Bevölkerung leiden, sind dann aber doch schwere Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte. Aber auch Patienten mit Nierenversagen und Lebererkrankungen sind häufig betroffen.

    Die Mechanismen, die dem Jucken zu Grunde liegen, sind inzwischen weitgehend entschlüsselt: "Bekannt ist, dass freie Nervenenden in der Haut Signale über das Rückenmark an das Gehirn schicken, die als Jucken wahrgenommen werden", erklärt die Hautärztin Elke Weisshaar.

    Auslöser sei die Ausschüttung von Botenstoffen wie Histamin in der Haut, die die Nerven-Enden reizten. Derartige Reizstoffe könnten von Immunzellen produziert werden. Einen Ansatzpunkt für eine neue Therapie liefert der Uniklinik zufolge die Blockierung von Rezeptoren im Nervensystem durch Morphin oder ähnliche Substanzen, da Juckreiz eng mit der Empfindung von Schmerzreizen verbunden ist. Als sehr effektiv habe sich auch die Kühlung mit Hautpackungen erwiesen. Getestet werde auch die Bestrahlung mit UV-Licht.

    Quelle: Nachrichtenagentur AP, 28.10.05


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    Recommended Comments

    Ich hatte meine Schuppenflechte an den Händen im Griff. 2 Jahre totale Abheilung ohne Juckreiz. Ich hatte mir das APS-Bad (Apotheke) gekauft und damit die Hände tägl. 10-15 Min. über ca. 4 Wochen gebadet. Über 2 Jahre hatte ich total gesunde Hände und jetzt fängt alles von vorne an. Juckreiz, kaputte Hände (Handflächen), Cortison, Handschuhe nachts usw.

    Ich bade wieder mit APS, aber es funktioniert dieses Mal nicht.

    Bin verzweifelt, denn die Hände braucht man stündlich.

    Anna

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    Hallo Anna,

    ich war wegen juckreiz in der dermatologischen Fachklinik Schloß Friedensburg.

    Dort waren viele Schuppenflechte-Patienten, teilweise auch nur die Hände betroffen. Da wird dir auf jeden Fall geholfen. Die lassen dich erst weg, wenn es besser ist. Du wirst ganz nebenbei auch richtig durchgecheckt. Cortison nur als Notlösung... Viele Patienten hatten schlimme Entzugserscheinungen, die es länger genommen haben. Erkundige dich bitte mal, Einweisung hatte ich vom Hausarzt. 3-4 Wochen einplanen. sehr schön da. lg von Tanja

     

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    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      "Neurodermitis – das ist die Krankheit, bei der sich die Leute so viel kratzen. Schuppenflechte juckt nicht so stark." Seit Jahren zeigt sich immer öfter, dass diese Meinung genau eins ist: eine Meinung. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Das bestätigt jetzt eine Studie. Zwei Forscherinnen in den USA haben sich angeschaut, was in 19 hochwertigen Untersuchungen zum Thema Juckreiz bei Neurodermitis und Psoriasis herausgefunden worden war.
      Das Ergebnis: Auf einer Skala von 0 bis 100 landete der Juckreiz bei Neurodermitis bei 62,87. Bei der Schuppenflechte betrug er 63,03 – sogar ein klitzekleines bisschen mehr. Für Statistiker ist das aber noch keine deutliche Abweichung.
      Und jetzt? Die beiden Forscherinnen schlagen vor, dass der Juckreiz in künftigen Studien zum Thema Psoriasis immer auch Thema sein sollte.  Schließlich lässt sich am Juckreiz auch erkennen, wie zufrieden jemand mit einer Therapie ist oder wie es um seine Lebensqualität steht.
      Juckreiz kann stark sein – egal, wie schwer die Schuppenflechte ist
      Auch Dr. David Roblin und Dr. Ro Wickramasinghe aus Großbritannien zeigten in einer Studie im Jahr 2014, dass der Juckreiz viele Menschen mit Schuppenflechte fest im Griff hat. Sie hatten die Daten von 158 Patienten ausgewertet, die an einer Studie für eine neue Salbe teilnahmen und eine leichte bis mittelschwere Psoriasis aufwiesen. 68,8 Prozent der Studienteilnehmer litten an einem mittelschweren Juckreiz, 33,8 Prozent an schwerem Juckreiz. Das bestätigte bis dahin schon bekannte Zahlen, in denen von 70 Prozent mit einem mittelschweren Juckreiz ausgegangen worden war.
      Unklar war aber, ob der Juckreiz stärker ist, wenn auch die Psoriasis stärker ist. Und genau das konnten die Forscher nicht bestätigen: Sie fanden keinen streng wissenschaftlichen Beweis dafür,  dass eine schwere Schuppenflechte mit einem stärkeren Juckreiz einhergeht. Für die Forscher ist vielmehr klar: Die Stärke des Juckreizes bei Psoriasis-Patienten ist unabhängig davon, wie schwer die Schuppenflechte ist. Und: Die gängigen Psoriasis-Medikamente wie Kortisonsalben oder Vitamin-D-Cremes richten sich gegen die Entzündung, nicht aber gegen den Juckreiz. Der ist aber für viele Betroffenen das quälendste Symptom, und so würden viele lieber zuerst den Juckreiz behandelt wissen.
      Die Wirkung der gängigen Medikamente auf den Juckreiz aber war nach Meinung der Forscher bis zum Zeitpunkt ihrer Studie nicht in anderen Studien berücksichtigt worden. Also zogen die Wissenschaftler das Fazit: Forscher und Ärzte müssten mehr Aufmerksamkeit darauf legen, Therapien gegen den Juckreiz bei Psoriasis und anderen Hauterkrankungen zu entwickeln.
      Quelle: "Itch intensity in moderate-to-severe plaque psoriasis versus atopic dermatitis: A meta-analysis" in: JAAD, Juni 2017
    • Claudia Liebram
      By Claudia Liebram
      Mit einer Videobrille lässt sich der Juckreiz lindern – auch bei Schuppenflechte. Entdeckt wurde das eher zufällig, doch jetzt wollen Forscher in Oldenburg mehr wissen.
      An der Hautklinik der Uniklinik Oldenburg bekommen Patienten auf der Station schon mal eine Videobrille "verordnet". Gezeigt werden wahlweise Filme, die der Ablenkung und Entspannung dienen – aber nicht einfach, um die Tage schneller herumgehen zu lassen: Die Brille soll dafür sorgen, dass die Haut nicht mehr so juckt.
      Dabei war sie ursprünglich gar nicht für diese Anwendung gedacht. Vielmehr fing alles bei den Patienten mit Schmerzen an. Aber wie Menschen an langen Nachmittagen so sind: Die Bettnachbarn der "Brillenträger" wollten das Gerät auch mal ausprobieren. Und siehe da – bei ihnen ging der Juckreiz zurück.
      Die Wirkung soll nun in einer Studie mit 150 Patienten wissenschaftlich untermauert werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass durch die Entspannung mit der "audiovisuellen Stimulations-Brille" eine Entkopplung vom sogenannten Juckreizgedächtnis erfolgt – und damit zu einer Linderung des Juckreizes an sich.
      So sieht sie aus, die Videobrille
      Zuvor waren auf der Station insgesamt drei Systeme getestet worden: eines mit Virtual Reality, eines mit Augmented Reality Brille und die schmale weiße "audiovisuelle Stimulation Brille". Das Fazit der Patienten nach drei Monaten sprach deutlich für Letztere. Als Gründe gaben sie an, dass die anderen beiden Modelle eher unruhig machten, weil sie zum Mitmachen und Umherschauen animierten.
      Die nun favorisierte Videobrille kam vor einigen Jahren unter dem Namen "Cinemizer" auf den Markt. Sie hat zwei kleine OLED-Bildschirme. Die lassen es so wirken, als säße ihr Träger zwei Meter weit von einem 40-Zoll-Fernseher entfernt. Nach einer Einstellung der Sehschärfe kann gewählt werden, welcher Film es sein soll – und los geht's mit der Entspannung und Ablenkung.
      Professor Ulrike Rapp, die Direktorin der Hautklinik, sagt: "Alles, was dazu beiträgt, dass sich unsere Patientinnen und Patienten wohler fühlen, wirkt sich positiv auf die Heilung aus. Deshalb haben wir nun die Videobrille auf der Station regelmäßig im Einsatz.“ Sie und ihre Kollegen erhoffen sich einen einfachen und kostengünstigen Therapieansatz. Der könnte am Ende sogar dafür sorgen, dass Menschen mit Juckreiz weniger Medikamente brauchen – oder gar keine mehr.
      Du glaubst, du hast schon alles gegen diesen verdammten Juckreiz probiert? Wir haben da eine Checkliste für noch mehr Ideen gegen das Kratzen.
    • Loik
      By Loik
      Seit längerer Zeit habe ich kurz nach dem Essen oft einen Neigung zum Räuspern, wobei der Auswurf in der Regel etwas viskös und relativ klar ist. Es scheint dabei auch leichte Schwellungen in der Nasenschleimhaut zu geben. Im Verlauf einer halben Stunde ebbt es meist ab.
      Das ganze ist eigentlich nicht sehr schlimm, es ist aber lästig beim Telefonieren oder überhaupt wenn man mit Leuten reden muß.
      HNO- und Lungendoktor haben nichts krankhaftes feststellen können. Seit kurzem habe ich aber nach einem Hinweis den Eindruck gewonnen, daß es sich um eine Histamin-Intoleranz aufgrund gewisser Lebensmittel handeln könnte. Mit Juckreiz an der Haut ist es nicht verbunden. Trotzdem hege ich die Vermutung, daß es mal wieder mit meiner systemischen Psoriasis zusammenhängen könnte, die bei mir schon diverse Entzündungsphänome bewirkt hat. Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
    • Claudia
      By Claudia
      Liebe Leser,
      vom 17. bis 19. Dezember 2012 wird es wieder ein Expertenforum geben - und zwar zum Thema Juckreiz. Diesmal antworten gleich drei Expertinnen vom Kompetenzzentrum Chronischer Pruritus am Universitätsklinikum Münster: Professor Sonja Ständer, Fiona Schedel und Dr. Claudia Zeidler.
      Sammelt Euch und Eure Fragen schon mal - zum Juckreiz bei Psoriasis, aber auch zum Juckreiz aller Art, egal, welche Ursache er hat. Da gibt es vielleicht bei manchem im Bekannten- und Verwandtenkreis auch Fragen.
      Zu gegebener Zeit richten wir dann die Rubrik ein, in der Ihr Eure Fragen loswerden könnt. Wer es eilig hat, kann seine Fragen aber auch jetzt schon hier reinschreiben, wir kümmern uns um den Rest.
    • pipistrello
      By pipistrello
      Hallo zusammen,
      ich leide an einer sehr kleinflächigen Pso an Armen, Beinen, Bauch und Gesicht. Sie besteht seit langer Zeit, heilt nicht ab.
      Nach einem Arztwechsel wurde mir zum ersten Mal gesagt, dass bei dieser Art oft Infektionen oder Unverträglichkeiten die Pso weiter blühen lassen.
      Mein Hautarzt hat keinen Ergeiz, die Suche zu beginnen. Aber ich möchte doch die bestehenden Möglichkeiten austesten.
      Daher meine Frage: Bringt es mich weiter, Bluttests oder Untersuchungen auf eigene Kosten zu machen. Zum Beispiel: Gluten, Laktose, Histamin, IGe-Antikörper etc. zu prüfen?
      Allergietest etc.
      Wer hat Erfahrungen und kann mir Tipps geben?
      Danke

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