Micanol wird vom Markt genommen

Micanol

Das Medikament Micanol wird nicht mehr hergestellt. Derzeit sind noch Restbestände mit der 1-prozentigen Creme im Handel. Die Version mit 3 Prozent ist bereits nicht mehr verfügbar.

Der wichtigste Wirkstoff in Micanol war Dithranol, manchmal auch als Cignolin oder seltener als Anthralin bezeichnet. Er wird vor allem noch in Kliniken angewendet. Sein größter Nachteil: Er verschmutzt alles – und wirklich alles –, mit dem er in Berührung kommt. Sein größter (und aus unserer Sicht überwiegender) Vorteil aber ist, dass er nebenwirkungsfrei helfen kann, wenn man ihn richtig anwendet.

Unser Leser Gerhard S. hatte uns auf die Einstellung von Micanol aufmerksam gemacht und berichtet:

Micanol ist für mich als Psoriatiker eigentlich unverzichtbar: Das darin enthaltene Dithranol ist hoch wirksam, hat keine Nebenwirkungen, die Anwendung von Micanol ist einfach.

In unserer Community tauschen sich Betroffene über Alternativen zu Micanol aus.

Vom Hersteller Riemser heißt es:

Wir können Ihnen leider keine konkreten Alternativen nennen. Es existieren jedoch Rezepturvorschriften für die Herstellung einer 0,05- bis 2%-igen Dithranol-haltigen abwaschbaren Salbe. Diese sind im DAC/NRF – einem Rezeptur-Nachschlagewerk – hinterlegt und können nach Verordnung des Arztes in einer Apotheke hergestellt werden.

Eine Dithranol-Salbe kann von jedem Hautarzt per Rezept verschrieben werden. Sie wird dann in einer Apotheke angerührt. Wer auf Micanol schwört, kann und muss Arzt und Apotheker also auf das DAC/NRF verweisen.

Über Claudia Liebram 281 Artikel
Claudia Liebram ist Berlinerin mit Leib und Seele. Dort arbeitet sie als Redakteurin. Ihre Psoriasis begann, als sie 3 Jahre alt war – viel Erfahrung also, die sie weitergeben kann.

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