wenn es zum Thema anti-entzündliche Ernährung schon einen Thread gibt, bitte nicht zögern, mich darauf zu stoßen
Also, ich mache mir seit ein paar Wochen Gedanken, ob es nicht eine anti-entzündliche Ernährung gibt, die vielleicht ein bisschen auf die Pso einwirken könnte. Habe gesucht und gefunden. Arachidonsäure ist das Stichwort und der Übeltäter.
Fündig bin ich geworden bei Seiten zum Thema Rheuma, da auch diese Menschen Entzündungsprozesse in Schach halten müssen. O.g. Säure ist in tierischen Produkten enthalten, vor allem in Schweinefleisch, Innereien, Eigelb, Thunfisch. Das ist eine Fettsäure, die im Körper zur Bildung von Entzündungsbotenstoffen verwendet wird. Weniger dieser Säure => weniger Entzündung. Bei Rheumatikern funktioniert das sogar messbar.
Bei mir sieht das momentan so aus: viel Fisch (vor allem Lachs und Hering), dazu Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln. Vollkornbrot mit Käse, Joghurt, Milch, Quark, mäßig Gefügel (Putenbrust, Hähnchenfilet). Praktisch kein Schwein mehr, wenig Eier. Gute Öle (Walnussöl fürs Essen, Oliven zum Braten). Obst und Gemüse ohne Ende (schnell und billich: Birnen und Pfirsische aus der Dose, Bananen, Kiwi etc.)
Im Grunde ist das eigentlich nix anderes wie mediterrane Ernährung.
Wer sich so ernährt oder gerade recherchiert, Rückmeldung wäre schön. Ich mach das erst seit wenigen Wochen, in einigen Monaten wird sich vielleicht was zeigen. Meine einzige Befürchtung: das schöne Wetter, bei dem die Pso eh besser wird, könnte das ein bisschen abfälschen. Wirklich aussagekräftig wird das wohl erst im kommenden Winter werden.
Wunder bringt das sicher keine, aber ich finde, wenn man an allen Stellschrauben dreht, die es gibt, dann hilft das vielleicht, der Pso die Grenzen zu zeigen.
Hallo zusammen,
ernähre mich nun schon so über Jahre.
Habe damit PSO ganz gut im Griff, natürlich gibt es im Winter leichte schübe, sind aber erträglich. Als ich noch 35 Kilo mehr hatte und alles gegessen habe war die PSO schlimmer.
Es war ein langer weg !! Leider hat die Ernährung bei mir, wohl gemerkt bei mir, keinen großen Einfluss auf die PSA, Schübe werden häufiger und stärker. Habe PSO seit 39 Jahren und PSA seit 11 Jahren. Fakt ist, dass die Ernährung trotzdem großen Einfluss auf die Gesundheit hat, wird häufig auch bei Neurodermitis diskutiert.
Wer es versucht, kann eigentlich nichts falsch machen. Ein Versuch lohnt sich immer, aber Geduld muss man haben, denn wie bei allen natürlichen Sachen braucht es seine Zeit.
Trinke täglich bis zu 2 Liter lauwarmes Wasser zur Entgiftung und meide Süßes.
wünsche allen die die Ernährung umstellen wollen, viel Erfolg.
Liebe Grüße Morle
Toi toi toi für Deinen Versuch, liebe Grüße, Spaghetti
Hallo! Oh, es gibt Interesse daran ;-) Arachidonsäure kommt nur in tierischen Produkten vor, man kann also alles Pflanzliche uneingeschränkt essen wie ich das Prinzip verstehe. Knoblauch ist also ungefährlich. Höchstens für die unmittelbar Verwandten und Kollegen könnte der Knoblauch negativ auffallen
Mein Speiseplan sieht ganz grob so aus, ist nur ein Ausschnitt:
1. Morgens
- Vollkornbrötchen mit süßem Zeugs (Nutella, Marmelade) oder (besser): Quark. Oder Käse. Dazu abwechslens Kakao oder Kaffee. Manchmal auch zwei Scheiben Putenbrust aufs Brötchen, aber nicht zu oft
oder:
- Müsli
oder:
- Pfannkuchen (mit Nutella oder Quark gefüllt und zusammengerollt)
2. Mittags
- gebackener Lachs mit Pellkartoffeln oder Kartoffelsalat plus eine Tomate oder etwas Paprika
oder:
- Fischbrötchen (Vollkornbrötchen mit paar Streifen Hering ausm Glas)
oder:
- Kartoffelsalat mit Fetakäsestückchen, dazu eine Tomate
selten (max 2x die Woche):
- gebackenes Hühnchenschnitzel oder Putenschnitzel mit Pellkaroffeln/Kartoffelsalat plus Tomate oder Paprika. Kartoffeln mit etwas Walnussöl bestrichen.
selten (1x die Woche):
- Schweinerückensteak o.ä. plus pflanzliche Beilage
- Eierspeise (3-4 Spiegeleier, hartgekocht oder sonstwie)
3. Abends
Was mir so in die Finger gerät ;-) Vor allem (Naturjogh. da weniger Zucker) Joghurt, angereichter mit Obststückchen wie Birne oder Aprikose. Oder Vollkornbrötchen oder Vollkornbrot mit wenig Pute, oder Fischbrötchen oder nur Obst. Oder mal n Stück Kuchen oder Schokolade
Zwischenmahlzeiten:
Obst, Obst und nochmals Obst... D.h. mal Birne oder Aprikosen aus kleinen Dosen (ho ho), Erdbeeren, Kiwis, Bananen (nicht zu viele, da Kalorien- und Zuckerbombe), Äpfel. Obst lässt sich gut als kleine Stückchen in Naturjoghurt untermischen.
Das ist so der grobe Fahrplan. Milch nicht literweise, aber doch einiges in Form von Joghurt und Quark.
Ergänzen könnte man das ganze noch mit Lachsöl-Kapseln, die verstärken den entzündungshemmenden Effekt noch.
Für mich ist das ein bisschen ein Experiment. Wie gesagt, wer sich dafür interessiert, einfach nach "Arachidonsäure" googeln. Beim Essen kann man Phanatsie walten lassen, Hauptsache nicht zu viel Fleisch, viel Fisch und Obst, wenig schnelle Kohlenhydrate wie Zucker.
Also die Pso wird dadurch sicher nicht weggegen, vielleicht auch nur ganz wenig weniger jucken oder so, aber als Nebeneffekt hat man sich wenigstens gescheit ernährt
Hallo Krümelchen,
gute Aktion, bin auf die Wirkung gespannt. Schreib' mal immer wieder davon.
Grundsätzlich heißt es ja, es gäbe keine Diät für / gegen die Schuppenflechte. Dennoch gibt es auch ein Buch dazu:
Danke für diesen Tip! Kannst du aus dem Buch berichten? Was empfehlen die so? Stimmt, Wissenschaftler sagen, es gäbe keine spezielle Pso-Diät, aber andererseits kennt jeder so seine persönlichen Trigger. Mir scheint, das Ganze ist vielleicht noch nicht so systematisch angegangen worden. Vor allem diese anti-inflammatorische Geschichte ist ja relativ neu, wenn ich das richtig gelesen habe im Web. Mir scheint das ja auch ganz logisch, Rheumatiker und andere haben ja ähnliche Probleme mit Entzündungen oder Autoimmunreaktionen.
Ich seh das als kleine Stellschraube, an der man drehen kann. Am Ende werden wir ja alle dennoch mit der Pso leben müssen. Ich hoffe nur, wenigstens nur mit so viel wie wirklich "nötig"...
hab das hier nur als Info reingestellt, vielleicht gibt es ja einen Zusammenhang mit Medikamenten die innerlich angewendet werden, wer weiß?
Vielleicht wälzt sich hier ja noch jemand in Knoblauch, weil es ja so gesund sein soll und wundert sich das seine Therapie nicht anspricht.
Hallo Spagetti,
ich weiß nicht, ob das stimmt, aber zum Knoblauch hat mir jemand gesagt, wenn man was mit dem Darm hätte, dürfe man gar keinen Knoblauch essen. Nun habe ich schon mehrfach gelesen, dass Pso irgendwie mit den Darmbakterien zusammenhängt...
Gestern hatte ich am Essen ziemlich viel Knoblauch. Heute jucken meine Füße sehr. Na ja, aber ich hab auch noch Süßes genascht und Wein getrunken - jetzt kann ich mir wieder aussuchen, was meine empfindlichen PP-Füßchen gestört hat. So langsam weiß ich auch nicht mehr, ob das Essen eine Rolle spielt oder nicht. Ich lasse zwar nach wie vor Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Citronensäure weg, aber selbst dafür hab ich keinen Beweis, ob es tatsächlich was ausmacht oder nicht.
(Vorhin ist meine Quendelcreme angekommen; bin mal gespannt...) Schönes WE!
ich kenne auch Menschen, die Knoblauch laut eigener Aussage "vom Magen her nicht vertragen".
Mein Magen ist ein gut funktionierendes Teilchen und meine Familie kommt mit Knoblauch prima klar. Darum genießen wir ihn.
ich habe pso seit fast 3 Jahrzehnten - und glaubt mir - ich habe meinen Körper genau beobachtet. Im Winter ist die pso schlimm, im Sommer geht sie fast weg.
Nun aber auf Thema zu kommen - vor 4 Jahren wurde bei mir Diabetes diagnostiziert und ich habe meine Ernährung umgestellt - ich habe 10 kg abgenommen und halte mein Gewicht bis heute -
aber meine pso und auch die pso-arthritis interessiert es nicht :confused:
Im Prinzip geht es darum bestimmte Substanzen zu vermeiden: Gewürze, die vom Fruchtstand oder Blütenstand stammen, diverse Nußarten, Zitrusfruchtschalen und Traubenweine und deren Produkte sind tabu.
Ich habe es damals ausprobiert, es zeigte bei mir allerdings keine Wirkung.
einst las ich dieses Thema als Gast. Und vielleicht liest du irgendwann diesen großen Dank an dich.
Das von dir erstellte Thema mit der Arachidonsäure ging mir nicht aus dem Kopf. Es hat trotzdem gedauert und mir wurden dann allmählich Zusammenhänge zwischen meinem Essverhalten und der Autoimmunerkrankung klar. Bedauere es, meine Essgewohnheiten nach deinem Hinweis nicht sofort umgestellt zu haben!
Aber manchmal brauch es einen längeren Prozess. Auch der eigenen Umsetzung.
Ich bin zwar Vegetarier, habe aber viel Käse und Sahne zu mir genommen. Auch Schokolade. Und die Krankheit wurde nicht besser.
Nachdem ich aber deinem Hinweis nachgegangen bin, d.h. ihn umsetzte und zusätzlich noch natürliche Mittel zu mir nahm, hat sich meine Autoimmunerkrankung nach Jahren endlich in den Griff kriegen lassen! Und das, nachdem Medikamente bei mir längerfristig nicht viel ausrichten konnten! Es immer wieder von vorne anfing!
Ok, eine Weizen und Kaffeeunverträglichkeit habe/hatte ich auch. Da muss ich ebenso Konsequenz aufbringen.
Aber als Erstes (s.o. leider erst nach längerer Anlaufzeit) fing ich mit deinem Hinweis/Rat über Arachidonsäure Link zur Arachidonsäure an.
Habe aber dennoch jetzt eine ausgewogenene und vielseitige Ernährung. Alles ist nur eine Sache der Umstellung und des Willens.
Ich kann das von dir Beschriebene bestätigen. Nochmals vielen herzlichen Dank.