Vitamin D innerlich
#1 OFFLINE
geschrieben 15. Juli 2008 - 13:52
Ist es da nicht naheliegend, Vitamin D oral zu nehmen?
Wer hat Erfahrungen damit oder vielleicht nach der Einnahme von Vitamin D zur Osteoporosetherapie/Prophylaxe eine Besserung der Haut beobachtet???
Als Präparate kommen z.B. Dekristol (20 000 I.E. Vitamin D3 - Colecalciferol - z.B. alle 14 Tage eine Kapsel, Vorsicht wegen möglicher Überdosierung!) oder DOSS (1 Mikrogramm Alfacalcidol einmal täglich) in Frage, oder .....????
Freue mich auf Eure Erfahrungen und Tipps.
#2 OFFLINE
geschrieben 14. März 2010 - 20:06
Mit meinem neuen Dermatologen und regelmäßigen Laborkontrollen will ich nun überprüfen, ob höhere Konzentrationen im Serum sich positiv auf die Psoriasis oder auf die Dauer der erscheinungsfreien Intervalle auswirken.
Mehr dazu demnächst.
Würde mich freuen, Erfahrungen und/oder Meinungen anderer doch noch hier lesen zu können - so abwägig ist mein Ansatz doch nicht! Oder?
Viele Grüße
grBaer
#3 OFFLINE
geschrieben 14. März 2010 - 23:05
Das man Vitamin C/D für die Knochen also im Falle der Ostoperose nur bis zum 25 Lebensjahr ca. einlagert und danach +-0 Jahre jeder Mensch ist anders dieser Vorgang vom Körper stllgelegt beziehungsweise auf das wenigste reduziert.
Natürlich weiss ich nicht wie es sich auf die Pso reagiert, aber es wäre sehr Aufschlussreich wenn du uns weiter auf dem laufenden hälst.
Also ich habe die Psorcutan Salbe also eine auf Vitamin D basierende Salbe und muss sagen sie hat mir bis jetzt von den nichtkortisenhaltigen salben die besten Resultate gegen die Pso vulgaris.
Wenn man die Pso arthritis hat sollte man diese Argument mit der Knocheneinlagerung weiter hin mal erforschen ob es dies wirklich so ist oder es nur eine Geschichte war
Gruss Retorix
#4 OFFLINE
geschrieben 15. März 2010 - 12:04
2 meiner Hautärzte (unterschiedliche Hautarztpraxen) befragte ich, ob Vitamin-D Präparate (orale Einnahme) bei der Psoriasis hilfreich sein könnten. Beide verneinten dieses.
Nur Vitamin-D Salben könnten Abhilfe schaffen.
Viele nette Grüße aus Hamburg
Fredy
#5 OFFLINE
geschrieben 15. März 2010 - 17:59
Die Frage, ob innerlich eingenommenes Vitamin D sich auf die PSO auswirken kann, kann ich nicht beantworten. Eine Studie mit einem Nachweis dafür ist mir zumindest nicht bekannt.
Vitamin D wirkt auch bei Erwachsenen. Natürlich kann ein Schaden durch Mangel in der Jugend später nicht mehr ausgeglichen werden. Die Krankheit, die Kinder mit Vitamin D-Mangel bekommen heißt Rachitis. Die Knochenentwicklung ist gestört. Knochen "verbiegen" sich, weil es ihnen an Kalk fehlt. Rachitis tritt hauptsächlich in Notzeiten, in Deutschland z. B. nach dem zweiten Weltkrieg auf.
Grüße
Kuno
#6 OFFLINE
geschrieben 15. März 2010 - 19:10
also ich reagiere allergisch auf Vitamin D. Im übrigen vertrage ich leider diese ganzen chemischen Vitamine, Eisen und anderes überhaupt nicht. Schade. Denn es würde einiges erleichtern. LG
#7 OFFLINE
geschrieben 19. Juli 2010 - 11:06
Hallo,
gibt's schon neue Erkenntnisse bei Dir ?
Gruß
Marc-André
#8 OFFLINE
geschrieben 30. November 2010 - 01:44
sunnys schrieb 15. März 2010 - 19:10 :
also ich reagiere allergisch auf Vitamin D. Im übrigen vertrage ich leider diese ganzen chemischen Vitamine, Eisen und anderes überhaupt nicht. Schade. Denn es würde einiges erleichtern. LG
Es gibt keine Allergie gegen "Vitamine" ist so ähnlich wie ne Allergie gegen Wasser!!!!!!!!!!! Allerhöchstens gegen irgend welche zusatzstoffe, aber selbst dabei ist viel "Kopfsache"!
Und Vitamin D überzudosieren als gesunder erwachsener Mensch ist recht kompliziert wenn man nicht absolut geistig minderbemittelt ist! Es gibt ne Packungsbeilage dadrauf steht wieviel man nehmen soll und wieviel nicht. Und wenn man etwas weiter recherchiert kann man recht schnell und einfach erfahren wie hoch sichere Dosen sind und dann selbst ausrechen wie viel man nehmen sollte! Ich selbst nehme 1 dikrestol 20.000/Wo ein und zumindest bilde ich mir ein das es etwas bringt! Und billiger als irgendwelche Fischölkapseln oder sonstiges ist es auch noch.
Grüße
#9 OFFLINE
geschrieben 19. Dezember 2010 - 21:20
Fredy schrieb 15. März 2010 - 12:04 :
2 meiner Hautärzte (unterschiedliche Hautarztpraxen) befragte ich, ob Vitamin-D Präparate (orale Einnahme) bei der Psoriasis hilfreich sein könnten. Beide verneinten dieses.
Nur Vitamin-D Salben könnten Abhilfe schaffen.
Viele nette Grüße aus Hamburg
Fredy
Zu Vitamin D innerlich eingenommen gibt es noch keine Studien und keine Berichte zur Wirksamkeit bei Psoriasis. Entsprechend verneinen natürlich Ärzte eine bekannte Wirksamkeit.
Ob es Studien geben wird, halte ich sehr für fraglich, denn wer soll sie bezahlen? Für die Pharmaindustrie dürfte es wegen fehlender Patentmöglichkeiten und damit Verdienstmöglichkeiten uninteressant sein.
So wie es Jahrzehnte (seit 1958) bei Fumarsäure war ...
#10 OFFLINE
geschrieben 19. Dezember 2010 - 22:05
marc-andre schrieb 19. Juli 2010 - 11:06 :
Hallo,
gibt's schon neue Erkenntnisse bei Dir ?
Gruß
Marc-André
ich nehme seit 7.10.2009 vierzehntägig eine Kapsel Dekristol 20 000 I.E. ein und seit 18.1.2010 wöchentlich.
Meine Laborwerte liegen im Normbereich:
25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-D):
15.4.2010 50,50 ug/l (Mikrogramm pro Liter)
7.7.2010 32,70 ug/l
wobei das Labor angibt: leichter Mangel: 10 - 20 ug/l
ausreichend: 20 - 30 ug/l
optimal: 30 - 60 ug/l
toxisch: > 100 ug/l
1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 i.S.
27.4.2010 45,5 pg/ml
7.7.2010 54,9 pg/ml (Picogramm pro Milliliter)
Normalbereich: > 16 Jahre: 16,3 - 81 pg/ml
Die Calciumwerte lagen im Normbereich.
Eine neuerlich Laborkontrolle aller Werte steht an.
Arbeitsbedingt habe ich mich in den letzten Monaten nicht mehr mit dem Thema befasst - die Dekristol allerdings weiter eingenommen.
Im Herbst 2010 hatte ich einen wochenlangen, hartnäckigen Infekt, teilweise mit Fieber. In diesem Zusammenhang habe ich die Einnahme von Fumaderm stark verringert. Entsprechend blühte meine Haut auf und schuppte sehr stark. Ich bin nun wieder bei etwa 5 Fumaderm Tabletten täglich, die ich magenlöslich einnehme (Halbierung mit Messer) und damit keine Darmunverträglichkeiten (dünner Stuhl bis Durchfall) mehr habe. Meine Haut schuppt nicht mehzr so viel und an den Unterarmen gibt es "Abheilungs"-Tendenzen.
Zu einer Bewertung meiner Dekristol-Einnahme muss ich mich in Ruhe an die Auswertung meiner Laborwerte setzen und ggf. die Dosis weiter erhöhen. Da Vitamin D im Körper gespeichert wird, müssen lange Zeitkonstanten bis zur Einstellung eines Fließgleichgewichts berücksichtigt werden - also ist Geduld gefragt.
Ggf. ist der Einfluß der Jahreszeiten/ Freizeitverhalten (Vit. D Bildung in Haut durch Sonneneinstrahlung)mit zu berücksichtigen.
Mein Ziel ist es, mich allmählich an die Obergrenze der optimalen Vit D Konzentration im Serum heranzutasten.
Die Vit. D Materie ist mit ihren ganzen Metaboliten und der Umwandlung im Körper recht komplex und wird derzeit weiter erforscht.
Niedergelassene Ärzte sind aufgrund der Sprechstundenbelastung und der spezifität der Fragestellung meist "überfordert" um sich mit dem Vit. D Thema ausführlich zu befassen.
#11 OFFLINE
geschrieben 19. Dezember 2010 - 22:14
lebkuchen schrieb 30. November 2010 - 01:44 :
Grüße
wie lange nimmst Du schon Dekristol ein?
Wie sind Deine Laborwerte?
Machst Du noch zusätzliche Behandlungen?
Viele Grüße
GrBaer
#12 OFFLINE
geschrieben 24. Dezember 2010 - 01:32
Außerdem ist selbst 1kapsel pro woche noch gut zu tolerieren, da man mit dieser dosierung zumindest für einen sonst absolut gesunden, jungen erwachsenen vollkommen nicht im toxischen bereich liegt!!
Zumindest hat sich noch nie jemand beschwert, und ich bin schon seit jahren regelmäßiger blutspender.
Als weiter therapie nur Ecural salbe, sonne(die echte, nicht die aus der röhre), strand und meer!! wobei die letzten 3 sachen bis jetzt am besten geholfen haben!!!! nur leider nicht zu oft zu realisieren sind....
und ich mache mir keinen kopf um irgend welche pseudowisschenschaftlichen erklärungen von wegen dieses und jenes alkoholische getränk und oder diese und jene speise lösen einen schub aus.......ist ja wohl absoluter quatsch sowas.
Gruß
#13 OFFLINE
geschrieben 24. Dezember 2010 - 12:45
lebkuchen schrieb 24. Dezember 2010 - 01:32 :
Außerdem ist selbst 1kapsel pro woche noch gut zu tolerieren, da man mit dieser dosierung zumindest für einen sonst absolut gesunden, jungen erwachsenen vollkommen nicht im toxischen bereich liegt!!
Zumindest hat sich noch nie jemand beschwert, und ich bin schon seit jahren regelmäßiger blutspender.
wie viele Monate oder Jahre nimmst Du denn schon Dekristol 20 000 IE einaml die Woche ein?
Vitamin D3 wird im Körper gespeichert und es dauert Monate, bis sich ein Fliessgleichgewicht zwischen der aufgenommenen und der ausgeschiedenen Vitamin D Menge einstellt.
Dekristol wird Dir ja wohl von einem Arzt verschrieben (wenn Du nicht anderweitig Zugriff auf das verschreibungspflichtige Präparat hast), dann kannst Du ihn ja mal "beauftragen" im Rahmen einer Laboruntersuchung Deines Blutes den Calcium-Spiegel bestimmen zu lassen und vielleicht auch mal die Werte für
das 1,25-Dihydroxy-Vitamin-D3 i.S. (Probe muss tiefgefroren ans Labor gesendet werden) und das 25-Hydroxy-Vitamin D (25-OH-D).
Du hättest dann die Sicherheit, nicht überzudosieren, bzw. müsstest eventuell die Dosierung noch erhöhen, um in den für Deine Psoriasis therapeutischen Bereich des Vitamin D zu kommen - falls Vitamin D innerlich bei Psoriasis wirksam ist.
Ich würde mich nicht darauf verlassen, was alles bei Blutkonserven untersucht wird. Die oben genannten beiden D-Vitamine vermutlich sicher nicht, schon mal aus Kostengründen.
Schöne Festtage!!!
#14 OFFLINE
geschrieben 24. Dezember 2010 - 12:55
http://www.psoriasis...en/page__st__20
#15 OFFLINE
geschrieben 23. Januar 2011 - 22:43
#16 OFFLINE
geschrieben 26. Januar 2011 - 23:52
Phosphat i.S.: 1,12 mmol/l (Normbereich 0.87 - 1,45)
also beide Werte im grünen Bereich
#17 OFFLINE
geschrieben 24. Februar 2011 - 03:34
ich möchte mich auch mal an Eurer Diskussion beteiligen.
Nehme seit Dezember 2010 Fumaderm, seit 5 Wochen die Höchstdosis 2-2-2.
Leider wurde die Pso trotz Fumaderm + Daivobet + Daivonex + UVB nicht besser, mit einem weiteren Schub sogar noch schlimmer.
Durch die D-Fluoretten von meinem jüngsten Sohn bin ich auf die orale Einnahme von Vitamin D3 gekommen.
Ich habe mir in der Apotheke Vigantoletten 1000 I.E. gekauft und seit 9 Tagen genommen.
Ich weiß nun nicht ob es an Fumaderm, den Cremes, UVB oder den Vigantoletten liegt, aber meine Stellen werden flacher, hellrot und sind fast verschwunden.
Was mein Hautarzt dazu sagt, weiß ich leider nicht, habe mit Ihm darüber noch nicht gesprochen. Ich weiß auch nicht ob das beim nächsten Blutbild auffällt.
Wollte die Tabletten nur testweise einen Monat nehmen und schauen was passiert.
Ich finde diesen Zusammenhang irgendwie merkwürdig, kaum nehme ich die D3 Tabletten wird meine Haut besser.
Wie sind denn Eure Erfahrungen?
Viele Grüße Tim
PS: Bevor ich an den Pranger gestellt werde... die Risiken und Nebenwirkungen sind mir bewusst, aber die haben wir ja überall (MTX, Cortison, UV...)
#18 OFFLINE
geschrieben 26. Februar 2011 - 23:11
Tim schrieb 24. Februar 2011 - 03:34 :
Ich weiß nun nicht ob es an Fumaderm, den Cremes, UVB oder den Vigantoletten liegt, aber meine Stellen werden flacher, hellrot und sind fast verschwunden.
Ich finde diesen Zusammenhang irgendwie merkwürdig, kaum nehme ich die D3 Tabletten wird meine Haut besser.
vielen Dank für Deinen Bericht. Meiner Einschätzung nach ist es ein Zufall, dass sich 9 Tage nach Beginn der Vit. D Einnahme Deine Haut bessert. Ich denke, auch wenn Du vor 9 Tagen angefangen hättest statt dessen Kaugummi zu kauen oder am Daumen zu lutschen, wäre Deine Haut auch besser geworden, vermutlich aufgrund Deiner sonstigen intensiven Multitherapie. 9 Tage halte ich einfach für eine zu kurze Zeitspanne für eine Wirkung des Vit. D3. Seit Dez. ist es aber etwa die Zeitspanne, nach der die FUMADERM nun Wirkung zeigen könnten.
Ich konnte trotz wesentlich höherer Vit. D3 Einnahme bisher bei mir leider noch keinen Effekt auf die Haut beobachten.
#19 OFFLINE
geschrieben 26. Februar 2011 - 23:37
GrBaer185 schrieb 19. Dezember 2010 - 21:20 :
Ob es Studien geben wird, halte ich sehr für fraglich, denn wer soll sie bezahlen? Für die Pharmaindustrie dürfte es wegen fehlender Patentmöglichkeiten und damit Verdienstmöglichkeiten uninteressant sein.
So wie es Jahrzehnte (seit 1958) bei Fumarsäure war ...
Hallo Großer Bär!
Einer Studie, die von der pharmazeutischen Industrie gesponsert ist, würde ich von vornherein misstrauen. Das Geschäft mit Vitaminen ist größer als Du vermutest. Die Gazetten, die in Apotheken, Drogerien und Reformhäusern verteilt werden, sind voll von Werbung für irgend welche zusätzlichhen Vitamine. Teilweise werden die erforderlichen Tagesmengen nach oben korrigiert. Am liebsten sind mir unabhängige Studien, die von möglichst wenig Interessen, höchstens von der ein vernünftiges Ergebnis zu erbringen gesteuert sind. Im Laufe meiner beruflichen Karriere habe ich Berge pseudowissenschaftlicher Veröffentlichungen in die Hand gedrückt bekommen, mit denen ich ganze Bbliotheken hätte füllen können. (Die allermeisten landeten im Papierkorb.)
Die Behauptung, dass die Ärzte etwas gleich ablehnen, weil es keine Studien gibt, klingt ja toll. Hast Du darüber nachgedacht, dass Pharmakologie eine Wissenschaft ist und nicht darauf beruht, dass man sich irgend etwas ausdenkt, wie es denn wirken soll, und dann zum Medikament macht? Das war früher so. Zum Glück sind diese Zeiten vorbei.
Ansonsten hast Du aber schon damit Recht, dass die Pharmaindustrie sich auf die einträglichen Dinge fokussiert und andere Dinge vernachlässigt.
Grüße von Kuno
#20 OFFLINE
geschrieben 27. Februar 2011 - 00:07
Kuno schrieb 26. Februar 2011 - 23:37 :
da stimme ich Dir voll und ganz zu. Nur, gibt es in nennenswertem Umfang nicht von der Pharma bezahlte Studien? Gibt es Arzneimittel die nicht von einer Pharmafirma entwickelt wurden?
Zitat
Dann folgt natürlich eine lange Phase der (klinischen) Studien, wo sich die Theorie bestätigt oder sie widerlegt wird. Ein gut Teil ist immer noch Erfahrungswissenschaft.
Ich behaupte nicht, das Vitamin D innerlich bei Psoriasis positiv wirkt. Ich sage aber, dass dies nach dem heutigen Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann und das meiner Meinung nach dies weitere Untersuchungen/ Studien wert ist.
Wenn die Studien sonst niemand macht, dann bleibt nur der verantwortungsvolle Selbstversuch und der Bericht und die Diskussion (im Psoriais-Netz) darüber.
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