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Geschichtliches

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historisches Allerlei


Antje

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Nichts hat in das alltägliche Leben von Europäern so eingeschlagen wie die „Erfindung“ der Eisenbahn Anfang des 19. Jahrhunderts. Natürlich kannte man Dampfkraft schon so ca. 100 Jahre lang, aber plötzlich konnte man mit ihr Menschen und Güter in relativ kurzer Zeit von A nach B schaffen. Das war eine Sensation. Der Raum um einen herum verdichtete sich und die Zeit nahm an Geschwindigkeit zu. Musste man früher 3 Tage lang in der Postkutsche die schlechten Straßen langholpern, um die Großmutter zu besuchen, war dies nun innerhalb eines Tages zu schaffen und das völlig gleichmäßig und ohne ruckeln. Man fühlte sich wie ein Pfeil, der durch die Landschaft schoss (bei 50 km/h ;o)) oder wie im Flug, während die Landschaft am Abteilfenster vorüberhuschte (O-Ton der ersten Bahnnutzer). Für die an nur langsam wechselnde Bilder gewöhnten Augen war dies schnell ermüdend. Wer sich der Reizüberflutung entziehen wollte, las Zeitung oder ein Buch. Zusammen mit der Eisenbahn entstand ein enormer Markt für Reiselektüre. In England beispielsweise entwickelte sich Ende der 1840er ein organisierter Bahnhofsbuchhandel. Zum Teil war es auch möglich, ein Buch an einer Station auszuleihen und es bei der Ankunft wieder abzugeben (gegen Gebühr natürlich).

Was die Koordination der Fahrten anfangs erheblich erschwerte, war die Tatsache, dass keine einheitliche Zeit existierte. Jeder Ort hatte seine lokale Zeit, d.h. die zentral festgelegten Ankunfts- und Abfahrtzeiten stimmten hinten und vorne nicht (na eigentlich so wie heute). Die Bahngesellschaften bestimmten also für ihre jeweiligen Strecken eine einheitliche Zeit. Die genaue Zeit wurde dann morgens per Uhr weitergegeben (die Uhr wurde mit dem ersten Zug von Ort zu Ort weitergereicht – ob es später noch genauso war, weiß ich nicht). In England gibt es ab 1880 eine allgemeingültige Standardzeit und in Deutschland ab 1893.

Mit der Eisenbahn verknüpften die Leute auch ganz bestimmte Phantasien und Ängste. Die Kutsche wurde immer als Ort der sozialen Kontakte gesehen. Man kam sehr schnell ins Gespräch, fand Freunde und Ehegefährten. In vielen Romanen des 18. und 19. Jahrhunderts spielt die Kutsche bzw. die Gesellschaft in der Kutsche eine wichtige Rolle. Mit der Eisenbahn jedoch verband die Phantasie weniger Träume als Alpträume. Der Horror des Verbrechens rankte sich bald um das Eisenbahnabteil. Anlass dazu gaben zwei Vorfälle ………

Fortsetzung folgt

3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

vira

Geschrieben

... lechz, lechz - - nach der Fortsetzung ..... !

Falls deine historischen Aufzeichnungen bis in die Neuzeit gehen werden, dann könnte ich dir mit einigen brisanten (selbst erlebten) Anekdötchen auf die Sprünge helfen ... ;-)

Von 1970 bis 2007 war ich leidenschaftliche Eisenbahnfahrerin - - - jetzt boykottiere ich die Bahn weitgehend - auch wegen des Rauchverbotes !

LG - vira.

Fifty

Geschrieben

jaja....

immer wenn es spannend wird:

Fortsetzung folgt.....

Antje

Geschrieben

Vira, über das 19. Jahrhundert komme ich nicht hinaus. Deine Anekdötchen würde ich trotzdem liebend gern lesen. Poste sie doch hier. Von mir gibt es noch zwei Bahn-Blogs (einen über Mord und einen über Unfälle), dann kommt was anderes. Du kannst deine Geschichten also unter die drei Blogeinträge verteilen.:smile-alt:

Liebe Grüße

Antje

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      Korrektur:  Statt "Gehörknöchelchen" muss es richtig heißen: kleine Kalziumkristalle*  Manchmal schieben sich kleine Kalziumkristalle aus dem Innenohr in die Bogengängen, die Bestandteil des Gleichgewichtsorgans sind. Die verirrten Kristalle simulieren dem Gehirn eine Bewegung, die nicht stattfindet. Dadurch wird das Gehirn irritiert und reagiert mit Schwindel. Beseitigung des Dreh- oder Lagerungsschwindels:  *Mit geeigneter Kopfbewegung lassen sich die Kristalle auch wiede
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