👋 Herzlich Willkommen im Psoriasis-Netz. Du bist hier in der größten unabhängigen Gemeinschaft für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis im deutschsprachigen Raum.
Du besuchst unser Angebot gerade als Gast und kannst manch nützliche Funktion nicht nutzen – zum Beispiel, um zu antworten, selbst zu fragen oder mehr Bilder zu sehen. Aber es gibt Abhilfe 🙂
Im TV habe ich per Zufall bei einem Bericht über Chilischoten erfahren, dass der pfefferige Wirkstoff der Schote, das Capsaicin, auch bei Psoriasis helfen soll / kann.
Daraufhin habe ich gegoogelt und folgenden Bericht gefunden:
Mein Apotheker war so lieb und hat mir die Salbe angemischt mit 0,025 % Capsaicin.
Sie muss im Kühlschrank aufbewahrt werden und ist nur ca 4 Wochen haltbar, da keine Konservierungsstoffe.
Ich behandele Handinnenflächen und Steißbeinbereich, und bin gespannt, was sich so tut.
Meine Handflächen einschließlich der inneren Daumenballen waren bisher trotz laufenden Eincremens mit ureahaltigen Salben (Daivobet hängt mir zum Hals raus!) ständig trocken und schuppten sich blutig.
Einmal Händereiben, und ein silbriger Schuppennebel schwebt durch die Gegend... na, Ihr kennt das ja sicher.
Seit 3 Tagen nun trage ich die Capsaicinsalbe 2x täglich dünn auf die befallenen Gebiete auf, und stellte schon am 2. Tag fest, dass die Haut an den Händen "ledriger" ist - d.h. sie schuppt nicht mehr silbrig.
Auch lösen sich größere Plaques leichter ab - bzw. lassen sich leichter ablösen - ich gebe ja zu, ich ziehe dran... *lach*.
Und diese dann wunden Stellen sind auch nicht mehr lange offen, sondern (wei soll ich das jetzt beschreiben???) bilden schnell eine feste, dünne Hautschicht - das Problem mit den Verkrustungen und Verspannungen ist erst einmal vom Tisch.
Um es mal laienhaft auszurücken - ich hab das Gefühl, die ganze Hautpartie ist "widerstandsfähiger" geworden.
Der Juckreiz hat merklich nachgelassen.
Beim Auftragen auf die Haut spüre ich ein leichtes Brennen, welches ich aber nicht einmal als unangenehm empfinde.
Eher so, wie eben ein mit gutem Chili gewürztes Gericht - aber noch im Toleranzbereich des europäischen Gaumens.
Es lässt auch nach wenigen Minuten völlig nach.
Und ist - meiner Empfindung nach - um vieles angenehmer als dieser nervige Juckreiz.
Ich habe daraufhin auch mal mutig eingerieben, obwohl da die eine oder andere Stelle noch offen war - und muss sagen, dass manche aseptische Tinktur wesentlich!!! unangenehmer ist.
Aber das ist sicher eine sehr subjektive Wahrnehmung.
Ich werde jetzt mal auf 3x täglich einreiben erhöhen...
Bin gespannt, wie es weiter geht.
Hat jemand von Euch damit schon Erfahrung?