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BFW Beurteilung


Steffi12

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Guten morgen Ihr Lieben,

ich hoffe es kann mir hier jemand diese Frage beantworten oder einen Tipp geben.

Ein sehr lieber Bekannter von mir, ist zur Zeit in einem Berufsförderwerk, wurde durch die DRV dort hingeschickt.

Er hat einen Bandscheibenvorfall, künstliches Kniegelenk rechts und leidet an PSO.

Gearbeitet hat er im Straßenbau.

Laut Reha Bericht und MTD ist er Berufsunfähig.

Nun hat er die Teilhabe am Arbeitsleben beantrag und ist zur arbeitsmedizinischen und arbeitspyschoolgischen Abklärung geschickt worden.

Das was er mir bisher erzählt, ist das sie alle an einem PC, Matheaufgaben gerechnet haben, Merkfähigkeit getestet wurde, deutsch in Wort und Schrift und Räumlichesvorstellungsvermögen getestet worden sei.

Sie mussten dann in den folgenden Tagen bis zu 5 Std. alle Rechenarten schriftlich schreiben.

Er ist ziemlich KO, denn es soll wohl sehr mit Druck dort alles statt finden.

Nun rief er mich gestern Abend an und erzählte mir, dass seine Beraterin Ihm mitteilte, dass er nur im Durschnittlichen Bereich Schulisch wäre, die Ausswertungen würden zeigen das er nicht Umschulungsfähig sei zum Technischen Zeichner, er könnte sich überlegen seinen Meister zu machen.

Muss ich dass jetzt verstehen, er kann doch Gesundheitlich nicht mehr seinen Beruf ausüben, wie soll er denn dann seinen Meister machen,?

Die haben ihm doch gesagt er sei nur Durchschnitt was Schule betrifft, aber in einer Meisterprüfung wird auch Theorie im Mathematischen sein.

Ich kann mir schon vorstellen, wenn mann fast 20 Jahre nicht mehr alle Grundfomeln der Mathe mehr gemacht hat, dass man dann ganz schön ins schleudern kommen kann, aber das ist doch Menschlich.

Im weitern war er bei einem Arzt, dieser hat seine Reflexe getestet, Blutdruck gemessen und einen Seh Test gemacht, laut dieses Arztes sei er Arbeitstauglich.

Eine Pyschologin hätte gesagt, dass er bedingt durch sein Gesundheitszustand schwer Deprissiv sei und nur eine rein Schulische Umschulung mit Stützunterricht machen dürfte.

Gespräch soll ca. 10 Minuten gedauert haben.

Er sagte mir, dass eine Beurteilung-Emfehlung an den Träger gehen würde, aber dieser die letzte Entscheidung treffen würde, es sei nur eine Einschätzung Ihrer Seits.

Für mich persönlich hört sich das alles sehr widersprüch an von Seiten der Berater, geht es hier mal wieder nur ums Geld?

Kann man gegen so eine Beurteilung widerspruch einlegen?

Ich selbst kann meinem Bekannten da gar keinen Rat geben was er nun machen, ich hoffe Ihr habt einen Tipp für Ihn.

Lg Wurmli

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Hallo Wurmli,

also war dein Bekannter zur Berufsfindung so nennt sich das. Da geht es ordentlich zur Sache. Ich habe das 2004 hinter mich gebracht- ich habe das damals schlimm empfunden und so wie es dort war kommt es dann wenn die eigentliche Umschulung kommt noch schlimmer!

Genau dieses wird getestet ob du das aushälst. Ich war zwei Wochen damals im BfW in Bad Vilbel und wir sind gestriezt worden von morgens um 8 bis abends um 5! Und Tests wurden auch geschrieben, man guckt wie weit kannst du lernen, wie weit hälst du den Druck aus. Auch die Gespräche kenne ich und die Frage: Trauen sie sich das zu? Da wird deine Einstellung zu dem Ganzen geprüft! Mir hat mal damals auch gesagt mit einer Berufsvorbereitung werd ich es schaffen und ich habe es auch so gemacht- hatte allerdings wegen meinem fortgeschrittenen Alter :lol: eine Berufsvorbereitungszeit von 6 Monaten und ich muss sagen das hat mir gut getan. In dieser Zeit wurdest du trainiert auf die eigentliche Umschulung und als die dann begann war man fit genug um mit den "jungen" mithalten zu können, Die Umschulung selbst war die bitterste und schlimmste Zeit in meinem Leben und ganz ehrlich- mir hat sie keinen neuen Job gebracht.

Leider kann ich dir nicht sagen ob man Widerspruch einlegen kann, ich würde es aber auf jeden Fall machen, denn die wollen auch sehen ob du intressiert bist- auch das wird getestet. Als ich damals von der BfA meinen Bescheid bekam stand drin das sich der zuständige Sachbearbeiter melden würde. Nachdem sich zwei Wochen nix getan hatte hab ich den angerufen. Auf meine Aussage hin das ich auf seinen Anruf warten würde kam die Aussage er arbeitet nur mit den Leuten die sich melden- denn die wären wirklich intressiert.

Letztendlich hast du recht- es geht immer nur ums Geld!

Vielleicht konnte ich ein wenig helfen, versucht hab ichs jedenfalls.

Herzliche Grüße

Mainzelfrau

Falls dein Bekannter eine Umschulung bekommt soll er sich genauestens über das BfW erkundigen!

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Hallo Mainzelfrau,

danke für Deine Antwort.

Das ist ja schon echt heftig, wie kann man das Aushalten?

Ich bin der Meinung, wenn man doch in eine Umschulung geht, egal ob Schulisch oder Betrieblich, ist man doch entspannter und geht sicher anders mit der Situation um, als wenn man so massiv unter Druck gesetzt wird, da kann es ja nur schlief gehen.

Neusten stand von heut morgen ist, dass er in Franken an einer Meisterschule seinen Meister machen kann, dieser würde auch gezahlt werden, aber was ich nicht verstehe ist jetzt, warum soll er über 500 km entfernt von seiner Familie Ihn machen und nicht Wohnortnah? - und er kann doch nicht mehr arbeiten in seinem Beruf.

Ach man, muss es denn immer nur um Geld gehen, wir haben doch alle brav und atrig eingezahlt, warum wird es dann einem immer so schwer gemacht?

Tut mir echt Leid für Dich, da machst Du die Hölle durch für eine Umschulung und bekommst dann doch keinen Job, dass ist doch total frustrierend.

Darf ich fragen was Du jetzt machst?

Lg Wurmli

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Ein guter Rat an deinen Bekannten- er soll drum kämpfen in Wohnortnähe seinen Meister machen zu können. Ich hätte damals als erstes nach Isny gesollt zur Umschulung- das hätte ich nicht ertragen soweit von meiner Familie entfernt zu sein- ich hab gesagt das schaffe ich dann nicht- so hat man dann das nächstliegende genommen das die 6 Monate Vorbereitung anbot und so bin ich nach Heidelberg gekommen.

Vieles wird von BfW schön geredet schöner als es ist. Nicht jeder hat das verkraftet- manche Familie ist daran zerbrochen und mancher Teilnehmner ist gesprungen im wahrsten Sinne des Wortes! Aber das ist ja alles nicht wahr- doch wenn die Feuerwehr aufs Gelände fuhr wusste jeder warum!

Übrigens heute arbeite ich im Supermarkt an der Kasse und dafür hätte ich wahrlich keine Umschulung gebraucht!

Er soll kämpfen, den guten Rat kann ich nur geben, als meine erste berufliche Reha abgelehnt wurde damals und ich dann wieder aufs Arbeitsamt musste sagte der Sachbearbeiter damals" Das halte ich eine glatte Fehlentscheidung meiner Kollegen" Nach meiner Frage was ich denn nun tun solle sagte er" stellen sie einen neuen Antrag" Hab ich gemacht, hab zwar dadurch ein ganzes Jahr verloren- aber dann gings doch auf einmal,

Viel Glück für deinen Bekannten!

liebe Grüße von der Mainzelfrau

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