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Hallo @ ALL
ich bin weiblich, fast 52 Jahre alt komme Norddeutschland und lebe seit fast 10 Jahren in der Schweiz. Diagnose PSO seit 1976 mit allen möglichen Salben und UV Therapien durch die Jahre gegangen. Bis zu meinem 40igsten Lebensjahr hatte ich unterschiedliche Schübe- am ganzen Körper oder auch nur Punktuell aber immer auf dem Kopf. Es gab beschwerdefreie Jahre und solche die mich ziemlich forderten.
Mit zunehmendem Alter gingen die Hautreaktionen zurück, wobei auf dem Kopf die Schübe immer wieder kamen, die mit einer Cortisonhaltigen Lösung in Schach gehalten wurden.
Eine Hepatitis C Infektion aus den 80iger Jahren (Fremdblutgabe nach Unfall) habe ich erfolgreich vor 10 Jahren mit PegIntron und Ribavirin "platt" gemacht und bin jetzt als geheilt eingestuft worden. Während der Therapiezeit war ich übrigens von Hautreaktionen der PSO befreit.
Ich erwähne die HepC Infektion, weil diese auch wichtig für die Medikamentenwahl gegen die PSA ist. Bestimmte Medis können die HepC Infektion sowie auch eine erlittene Tuberkulose Infektion wieder aufflammen lassen. Ich hab ne Menge dazugelernt, seit dem ich die Diagnose PSA letztes Jahr im Oktober erhielt.
Das war auch eher ein Zufall, das ich nun weiss warum ich mich lange schon so fühlte wie auch jetzt.
Ein Unfall mit meinem Fuss wurde hier in Zürich in einer Sportlerklinik erfolgreich behandelt. Nach Ausheilung hatte ich allerdings an anderer Stelle des Fusses Schmerzen, die mich sehr beeinträchtigten und da auch mein rechtes Knie angeschwollen war und ebenfalls schmerzte bin ich wieder hin. Dabei erwähnte ich auch, das es in der Hüfte, im Rücken hier und da und auch an der Schulter ab und zu mal weh tut. Ach ja und nicht zu vergessen- am Abend nach der Arbeit fühlte ich mich wie "verprügelt" der ganze Körper schmerzt.
Morgens aufstehen wurde auch immer schmerzhafter. Beide Füsse waren (und sind) wie blockiert und ich schlurfte und schlurfe noch durch die Wohnung wie ein gaaaaanz alter Mensch.
Ich bin eine ziemlich aktive Person. Als Dekorateurin bin ich den ganzen Tag auf den Füssen und die Einschränkungen wurden schnell mehr.
Die Überweisung zu meinem Rheumatologen in der gleichen Klinik war zunächst eine Erleichterung. Da verstand einer meine Beschwerden und stelle mir nur eine Frage:" Haben sie Schuppenflechte?"
Nach Blutuntersuchungen die weder Rheuma noch Arthritis ergaben, bestätigte er mir die Diagnose der PSA. Es folgten einige MRI Aufenthalte (ich hasse diesen Tunnel
) die dann offenbarten wo denn nun schon ordentlich Aktivität der PSA statt findet. BINGO......HWS, LWS, rechte Hüfte, rechte Schulter usw.........
Nach 3 monatiger Einname von Salazopyrin, hab ich das Medikament jetzt absetzen müssen. Es zeigte keinen Einluss auf die Entzündungen. Die Schmerzen blieben und wurden sogar mehr. Dafür hatte ich Abgeschlagenheit, Magenprobleme, Wortfindungsstörungen, Schwitzattacken und Reizbarkeit vom Feinsten. Ach ja und ich hab viel geheult
..........Klingt wie bei den Wechseljahren aber die hab ich Gottlob bereits durch- eine Folge der damaligen Interferon Therapie.
Nun nach Absetzen geht es mir im Kopf wieder super, meine Energie kehrt auch zurück und ich hab das Gefühl, die Schmerzen sind auch tolerierbar . Oder hab ich mich nur mehr daran gewöhnt? Irgendwie gehört das " ich fühl mich verprügelt Gefühl" ja schon zu meinem Leben
Nun soll MTX an den Start.
Über die Eingabe MTX bei Google hab ich auch Euch gefunden und mich schon durch einiges durchgelesen.
Ich hab ja schon ne Hammer Therapie mit dem Interferon durch. Das war mega heftig, was NW`s betrifft. Damals wusste ich aber, das es nur für 6 Monate sein wird und hab so den Durchhaltemechanismus am Start gehabt.
Jetzt beim MTX wird`s mir auch etwas mulmig und ich bin hin und her gerissen. Ich kann mich auch noch nicht wirklich damit abfinden KRANK zu sein. Eigentlich bin ich ja Pudelgesund
.......Werte wie ein junges Ding
Mir ist bewusst, das ich die PSA stoppen muss aber so richtig in den Kopf will die dauerhafte Chemiebombe noch nicht, jetzt wo ich spüre wie mich Salazopyrin schon beeinflusst hat und wie es mir ohne geht. Das ist schon spürbar.
Ja nun...es gibt immer schlimmeres und ich bin froh auf dieses Forum gestossen zu sein. Ein Austausch Betroffener hat mir seinerzeit bei der Hep Therapie auch sehr geholfen und mir das Gefühl gegeben nicht allein zu sein.
Huch- nun hab ich aber viel zusammengetickert ..........
Also auf bald und gute Besserung Euch Betroffenen
LG vom Deichkind