Nach einem Unfall, bei schwerer Erkrankung und bei Pflegebedürftigkeit ist die Frage zu klären, wer rechtsverbindliche Erklärungen und Entscheidungen vornehmen und persönliche Angelegenheiten regeln kann, wenn es für eine Person selbst nicht mehr möglich ist. In dieser Veranstaltung wird über Bedeutung, Möglichkeiten und Geltungsbereiche der Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzlichen Betreuung informiert. Formales und Formulierungen werden beispielhaft vorgestellt. Nach dem Vortrag ist Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Nähere Informationen: Telefon 0451 500-10742, per Mail an Gesundheitsforum.Luebeck@uksh.de oder auf der Internetseite zur Veranstaltung.
Veranstalter: UKSH Gesundheitsforum Lübeck, Campus Lübeck
Veranstaltung vor Ort: UKSH Gesundheitsforum im CITTI-PARK, 2. OG, Herrenholz 14, 23556 Lübeck
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unter Telefon 0451 500-10742
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15.06.2026 16:00
Ich war lange nicht da. Und das hat zwei Gründe. Der Erste: Ich stelle gern selbst Crem, Lotionen usw. her, baue Heil-Tee an, probiere viel aus, um mir selbst zu helfen, und habe dies hier sehr oft gepostet. Ein Kosmetikhersteller hat meine Rezepte "geklaut" - abgekupfert, oder wie sonst es bezeichnet werden kann. Hat dann in die Lotionen, Crems und Salben Zusatzstoffe untergemixt, damit sich das Ganze lange hält. Ich kann schließlich nicht jedes Rezept patentieren lassen, aber es wäre freundlich gewesen, wenn diese Firmen mich fragen würden. Ich war nun so enttäuscht, daß ich mich für eine Weile zurückziehen wollte. Daraus ist dann eine sehr lange Zeit geworden und hätte ich heute nicht die liebe E-Mail von Claudia vom Netzwerk erhalten - auweija, hätte es wohl noch länger gedauert - und das aus dem 2. Grund:
Viele, die mich kennen, wissen, daß mich nicht nur die Schuppenflechte auf der Kopfhaut, im Gehörgang, auf Hand- und Fußflächen und anderen Stellen nervt, sondern daß die PSO-Arthritis meine HWS und LWS mit Anbauten versehen hat und die Wirbelsäule im Rückenmarkskanal derart verengte, daß eine OP notwendig wurde. Und statt daß der Neurochirurg ordentliche Arbeit abliefert, hat dieser mich in den Rollstuhl operiert. Nur durch eine Not-OP lebe ich noch, da durch den Fusch die Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) auslief. Ich war 12 Wochen im Krankenhaus.
Ihr könnt jetzt sagen: Menno, im Rolli kannst du doch auch schreiben und dich trösten lassen - ja, das könnte ich. Aber kämpfte auf 4 Kriegsschauplätzen: 1: Amt für Versorgung und Soziales. Die Leute dort begriffen nicht, daß mir mit einem vollständigen Querschnitt, nicht funktionierender Blase und Darm ein Schwerbehinderten-Ausweis zusteht. Ich mußte klagen. Nach "nur" 12 Monaten bekam ich 80 Grad der Behinderung, Merkzeichen G, aG und B (Begleitung notwendig, ich komme ohne Hilfe weder in Zug und Bus) zugesprochen. Mit diesem Ausweis bekam ich endlich auch den blauen Parkausweis, der mich berechtigt, auf Rolliparkplätzen zu parken. Übrigens: Wer solch einen Ausweis hat, sollte in Rostock lieber nicht auf einem Rolliparkplatz parken. Ich bekam wegen "nicht zu lesendem Ausweis" ein Köllchen. Das Ordnungsamt ließ nicht mit sich reden. Also kam der Vorgang vor Gericht. Mein Anwalt und das Rostocker Gericht lachten sich schlapp. Nach 6 Monaten wurde das Ansinnen des Ordnungsamtes zurück gewiesen. Trotzdem hat mich der Unsinn 890,00 Euro für den Anwalt gekostet. Gerichtskosten trägt das Ordnungsamt.
Den 2. Kriegsschauplatz beanspruchte meine Krankenkasse. Die hat nicht begriffen, daß ich dank der Rollstuhlpflicht Hilfe benötige. Naja, Ehemann und Kinder helfen doch gern und machen alles, was notwendig ist. Wozu also Pflegestufe. Ich habe 6 Jahre geklagt. Nicht mal das Landesgericht war einsichtig. Ich habe die Kasse gewechselt und kurze Zeit später hatte ich Pflegestufe 2 (Jetzt heißt es Pflegegrad). Und wer jetzt denkt: "Menno, du hast doch einen med. Beruf und kennst dich in den Gesetzen aus ", dem muß ich sagen; "Je besser Du Dich auskennst, desto mehr streiten sich die Behörden mit dir. So ging es mir.
3. Kriegsschauplatz: Die Rentenversicherung zerrte ich mehrmals vor Gericht: Ich wollte trotz Rollstuhl weiter arbeiten. Ich liebe meinen Beruf. Aber die Rentenversicherung wollte weder den Plattform-Treppenlift (Kostenpunkt 18 000 Euro), noch den Autoumbau (Rolli-Einzug, Kostenpunkt 5000 Euro) bezahlen. Nach einem Jahr hat die Rentenversicherung aufgegeben. Ich ging dann noch 3 Jahre arbeiten. Mein Arzt verordnete mir dann eine Reha, weil die Schmerzen in der Wirbelsäule, die Nervenschmerzen in gelähmten Gliedmaßen und ständigen Nierenentzündungen immer schlimmer wurden. Die Rentenversicherung lehnte die Reha ab, darauf hin schrieb mich mein Arzt dauerhaft krank. Die Krankenkasse teilte der Rentenversicherung mit, daß meine Arbeitsfähigkeit dauerhaft in Gefahr sei. Der Rentenversicherung war es egal. Also beantragte ich zwangsgewissermaßen Rente. Und jetzt kommt das Schärfste: Ende Dezember 2016 wurde EU-Rente bewilligt, Mitte Januar 2017 wurde mir mitgeteilt, daß die Rente gestrichen wird, da ich arbeiten gewesen bin. Ich frage mich, wie die Rentenversicherung auf dieses schmale Brett kommt. Also wieder Klage eingereicht. Nach 6 Monaten mußte die Rentenversicherung die EU- Rente bewilligen.
Den längsten schlimmsten Kriegsschauplatz Nr. 4 bescherte mir der Neurochirurg mit seiner Haftpflichtversicherung. Laut zweier Gutachten hatte der operierende Arzt von 5 möglichen Fehlern lediglich nur 4 Fehler gemacht. Da sollte doch eine Entschädigung ohne Artillerie möglich sein. Nix da: Der Arzt behauptete nun, ich wäre selbst schuld gewesen. Klar doch, ich operiere mich ja auch selbst am Rücken ???? 😟 Dann wurde behauptet, ich sei gar nicht gelähmt und nun wurde noch ein Gutachten eingefordert. Der Gutachter beschrieb ausführlich meine Lähmungen, die durch Schädigungen der WS durch den zerschnittenen Nerv hervorgerufenen zusätzlichen Erkrankungen, und daß mein Querschnitt niemals Rückläufig werden wurde, im Gegenteil: Die Schmerzen würden schlimmer werden. Gibt jetzt die Haftpflichtversicherung auf? Ach i wo. Warum auch. Mal schauen, wann ich endlich aufgebe, haben die sich gedacht.
Schmerzensgeldangebote: 1000 Euro - ich: Nein // 3000 Euro - Ich: das reicht ja nicht mal für Pysiotherapie // 10 000 Euro - Ich: Ich werde meinem Anwalt die Klage nahelegen, ich hatte lange genug Geduld (da waren bereits 5 Jahre ins Land gegangen) // Treffen zwischen Anwalt und Haftpflichtversicherung, Angebot: 30 000 Euro - Ohne Nachbesserung doch Klage, Sie kennen mein Angebot, ich kann rechnen // 100 000 Euro - Ich: Wenn Sie sich meinen Vorstellungen nicht annähern, reiche ich im Mai Klage auf 500 000 Euro ein. Nun sind 7 Jahre des Streites um. Ohne eine Rechtschutzversicherung hätte ich keine der Klagen einreichen können. Frage des Tages: Bekommen wir Gerechtigkeit, wenn sie uns zusteht?
Wie viel hätten zwischendurch aufgegeben? Durch die ganze Streiterei wurde die PSO-Arthritis schlimmer, ich bekam krasse Schübe. Meine Hände kann ich in die Mülltonne schmeißen.
Seid lieb gegrüßt vom Füchslein vom Dienst 🦊