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10 Tage Fasten bei Psoriasis Arthritis - Meine Erfahrungen

Guten Tag,

mein Name ist Tina, ich bin 40 und habe seit 30 Jahren eine diagnostizierte Psoriasis Arthritis, die glücklicherweise immer wieder nur in Intervallen auftrat mit längeren Zeiten der völligen Symptomfreiheit. Betroffen waren eigentlich nur die Kniegelenke. Was mich immer gewundert hat ist, dass ich praktisch keine Schmerzen habe (und dafür bin ich sehr dankbar), sondern während eines Schubes einseitig ein Kniegelenk immer mehr anschwillt bis es so instabil wird, dass es Punktiert werden muss und Cortison mein Leiden zumindest zeitweise beseitigt. (Differenzialdiagnostisch wurde Borreliose bereits mehrmal ausgeschlossen.) Einige Monate war ich auch auf MTX eingestellt, habe es aber wegen Kinderwunsch nicht sehr lange genommen. Bei hartnäckigen Schüben wurde bereist mehrmals eine CSO mit Skleromat gemacht, das hat gut geholfen, aber ist ja jetzt seit einigen Jahren vom Markt. Hauterscheinungen (Psoriasis) habe ich glücklicherweise keine, nur eine stark atypische Veranlagung mit Neurodermitis in der Kindheit, aber seit ich beruflich an den Schreitisch gewechselt habe, ist das auch mit normalen Cremes gut im Griff.

Aktuell befinde ich mich wieder in einem Schub (nur linkes Kniegelenk, aber das frustet mich schon sehr). Ich wurde bereits 2x in den letzten 4 Wochen punktiert (inkl. Cortison) und beim nächsten Anschwellen steht def. eine RSO an. Szintigrafie zeigt zum Glück nur Entzündungsgeschehen in dem einen Gelenk.

Warum ich hier schreibe:

Ich fühle mich sehr allein mit meinem „Leiden“, auch wenn ich weiß, dass andere weit mehr betroffen sind als ich. Und ich möchte etwas tun, um meinen Behandlungserfolg zu steigern und am besten bis zum Tode symptomfrei zu sein (wenn ich auch weiß, dass die Veranlagung nach heutigem Wissenstand nicht heilbar ist). Gerne würde ich euch an meinem geplanten Vorhaben (Fasten + Ernährungsumstellung) teilhaben lassen und erhoffe mir durch die Verbindlichkeit des Schreibens Motivation und Durchhaltevermögen auf lange Sicht.

Nun zu meinem Vorhaben:

Ich möchte 10 Tage komplett fasten (nur stilles Wasser und Kräutertee). Bereits in der Vergangenheit habe ich einen starken Zusammenhang zwischen meiner (leider SEHR zuckerhaltigen Ernährung) und meinen Rheumasymptomen feststellen können. In Fastenzeiten war ich immer sehr schnell komplett symptomfrei (körpereigene Cortisonausschüttung, etc.). Leider habe ich das Fasten nie länger als 5 Tage durchgezogen und bin, nachdem es mir besser ging wieder komplett in alte Essengewohnheiten zurückgefallen. Das soll nun anders werden!

Seit Dienstag esse ich jeden Tag weniger. Morgen wird es nur noch einen Apfel geben und ab Samstag soll dann das Fasten beginnen. Gerne würde ich euch immer wieder ein Update dazu geben, wie es mir damit ergeht. Ich bitte darum keine Beschimpfungen hinsichtlich Verantwortungslos, etc. zu posten, sondern würde mich freuen von anderen Betroffen zu hören (positiv wie negativ), die von ihren Erfahrungen mit Ernährung und vielleicht auch Fasten berichten möchten. Zudem habe ich mir einige Bücher zum Thema Psoriasis/Entzündung/Rheuma und Ernährung bestellt, die ich in der Zeit plane zu studieren.

Also auf los gehts los 🙂

Fasten bei Psoriasis arthritis 22 Mitglieder haben abgestimmt

  1. 1. Hast du schon einmal gefastet, um deine Symptome der Psoriasis arthritis zu verbessern?

    • Ja, mach ich regelmäßig
      18%
      4
    • Ja, mach ich gelegentlich
      27%
      6
    • Nein, aber ich habe es vor
      4%
      1
    • Nein, ich habe kein Interesse daran
      50%
      11

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Hervorgehobene Antworten

kurzes update:

geht mir noch immer gut beim Fasten, wenig bis kein Hungergefühl. Blutzucker stabil bei 6,7mmol/l (keine Medikamente momentan :) ) Gewicht habe ich 3,8Kg verloren, das sehe ich als normal an. 

entweder bilde ich mir das ein oder meine Beweglichkeit fängt an besser zu werden.

LG Olaf

Am 18.9.2020 um 13:05 schrieb kuzg1:

dass der zusätzliche Sauerstoff in den Blutkreislauf gelangt.

gewaltiger Irrtum ... 

Am 19.10.2020 um 08:20 schrieb Olaf72:

gestern hatte ich wirklich Probleme mit dem Appetit und musste mich ablenken ....

.... das Ablenken ist wichtig!

vor einer Stunde schrieb Olaf72:

entweder bilde ich mir das ein oder ...

... es ist eine Kopffrage (wie ich immer wieder selbst feststelle). 

LG Richard-Paul

vor 10 Stunden schrieb Richard-Paul:

gewaltiger Irrtum ... 

Hallo Richard-Paul, 

es wäre doch nett, wenn Du auch aufklärst, wenn ich/wer auch immer, mich irre (sich irrt) ...... und dann auch noch gewaltig. 

vor 10 Stunden schrieb Richard-Paul:

... es ist eine Kopffrage

Warum? Oder besser: wie ist das nun zu verstehen? 

LG - Uli 

Bearbeitet ( von kuzg1)

vor 2 Stunden schrieb kuzg1:

Hallo Richard-Paul, 

es wäre doch nett, wenn Du auch aufklärst, wenn ich/wer auch immer, mich irre (sich irrt) ...... und dann auch noch gewaltig. 

Warum? Oder besser: wie ist das nun zu verstehen? 

LG - Uli 

Ich bin zwar nicht Richard-Paul, kann dir die Frage aber vielleicht erklären.

Wenn es so wäre wie du meinst, dann bräuchten wir COPDler nur Rülpswasser trinken und bräuchten dafür keine Sauerstoffbeatmung mehr. Manch einer von uns würde sich freuen, da dies verdammt einfach wäre und keine große Tanks in der Wohnung stehen würden. Ist aber leider nicht so.

Gruss Anne

vor 2 Stunden schrieb kuzg1:

..., wenn ich/wer auch immer, mich irre (sich irrt) ...... und dann auch noch gewaltig.

Die Aufnahme von Sauerstoff aus dem Darm ist vernachlässigbar und steht in keinem Verhältnis zu den Kosten dieser Wässer.

Wir sind Landtiere und nehmen unseren Sauerstoff bei der Lungen-Atmung aus der Luft auf Umgebungsluft. Bei Tests konnte im Blut keine erhöhte Sauerstoffkonzentration im Blut nach dem trinken von mit Sauerstoff angereichertem Wasser gemessen werden.

Im übrigen wurden/werden wohl fragwürdige Tierversuche unternommen.

Bei gesunden Menschen gibt es bei normalem Luftdruck keinen Sauerstoffmangel. In schlecht gelüfteten Räumen hilft lüften oder ein Schritt vor die Tür.

Psiram zum Sauerstoffwasser

 

vor 12 Stunden schrieb kuzg1:

es wäre doch nett, wenn Du auch aufklärst, wenn ich/wer auch immer, mich irre (sich irrt) ...... und dann auch noch gewaltig. 

Diese Frage wurde schon gut und richtig von @Tenorsaxofon und @sia beantwortet.

Ergänzung: Anne meinte mit "Rülpswasser" wahrscheinlich das Kohlenstoffdioxid in den Flaschen [umgangssprachlich und fälschlicherweise als Kohlensäure  bezeichnet]. Strukturformel: O=C=O   ist 2 Sauerstoff-Atome mit je 2 "Armen" an 1 Kohlenstoff-Atom verbunden; = ein nicht brennbares, saures, farbloses Gas; es ist löslich in Wasser. Aber: nicht verwertbar als Sauerstoff-Lieferant im Körper [dazu siehe die richtigen Anmerkungen von @sia].

LG

 

 

vor 12 Stunden schrieb kuzg1:

Warum? Oder besser: wie ist das nun zu verstehen? 

... die "Kopffrage": Das beste Beispiel ist wohl das Aufgeben von Rauchen. Der Kopf will zwar, aber andere "Befehle" im Gehirn sind stärker. - Wer z.B. die "verqualmte" Serie "Babylon Berlin" angeschaut hat und immer wieder das Anzünden einer Zigarette gesehen hat, wird als Raucher des Öfteren wohl selbst zur Zigarette gegriffen haben [obwohl der Kopf "gesagt" hat, "besser nicht"]. - Hier spielt auch die Psyche wieder mit; - schon viel und gut  diskutiert hier im Forum.  - Ein unendliches Thema.

LG Richard-Paul 

 

neues update:

heute letzte Tag, ab morgen esse ich wieder :)  die letzten Tage hatte ich grosse Probleme mit der Menge an Flüssigkeit. Ich habe die Wassermenge auf 1Liter reduziert (ich kann kein Wasser mehr sehen :)

Blutzucker ist stabil und im normalen Bereich (keine Medi und Insulin die letzten 1,5 Wochen) ich hoffe, das ich die Insulinresistenz etwas aufbrechen konnte, wird sich die nächsten Tage zeigen. Gelenke sind momentan schmerzfrei. Nehme im Moment keine Schmerzmittel.

Fazit: Es war wirklich eine Erfahrung. Die ersten 1-2Tage waren heftig danach ging es recht gut. hatte am Tag 9 einen echten Tiefpunkt und war kurz vorm abbrechen. Zum Glück muss ich nicht körperlich arbeiten sonst wäre ich wohl nicht soweit gekommen.  In den ersten Tagen fiel mir manchmal auch die Konzentration schwer aber nur phasenweise.

Ich kann es jedem empfehlen der Willensstark ist :)

LG Olaf

Hi @Olaf72

ich drücke dir so derartig die Daumen, dass du den Tag noch gut rumbringst. Und vor allem, dass du vielleicht die Insulinresistenz und die Gelenkschmerzen in Schach halten kannst. Bin gespannt auf deine Berichte in den nächsten Tagen und Wochen. 👍

  • 3 Wochen später...
  • Ersteller

Update: Frust

Letztes Wochenende haben wir angefangen mit den Kindern einige Weihnachtsplätzchen zu backen und seitdem bin ich sehr nachlässig mit meiner Ernährungsumstellung geworden (jeden Tag größere Mengen Zucker, 2x/Tag Kaffee, hier und da Weizenprodukte, ...). Die Quittung kam prompt: seit gestern ist mein Knie wieder geschwollen 😒

 

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