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Hallo zusammen 😊

Ich nehme jetzt seid 11 Wochen MTX und bin sehr zufrieden...eigentlich habe ich so gut wie keine Nebenwirkungen...Nur ist mir aufgefallen das meine Haut im Gesicht viel schlechter geworden ist...und meine Haare sind auch weniger geworden. Hat jmd. die gleichen Erfahrungen gemacht? Wenn ja kann man da gegen Steuern? LG Jessy😊

Hervorgehobene Antworten

Hallo Jessy

Ich habe am Anfang ein paar Haare verloren. Aber das hat schnell nachgelassen. Das ist allerdings niemand aufgefallen weil ich eine ziemlich dicke Matte auf dem Kopf habe.  An meiner Haut habe ich keine Veränderungen fest gestellt. 

Haarausfall war echt ein Thema, gerade wenn man keine Löwenmähne hat. Übelkeit kam irgendwann dazu. MTX kann....vieles verändern, auch die Psyche, Sexualität und vieles mehr. Bei mir war es so und nach dem Absetzten hatte ich wieder echte Lebensqualität. MTX hatte gute Wirkung für eine ganze Weile, aber zu welchen Preis. Nach dem Absetzen bleib der sogenannte Schub aus, für die PsA gab es aber Folgen, auch weil ich eine Zeit keinerlei Medis genommen habe, bis zum Supergau der Gelenke, die Haut blieb lange stabil. Ich bekam dann die ersten Biologika, die solche starken NW nie erzeugt haben. Haarausfall hatte ich aber auch unter Humira....leicht.

Eine Freundin nahm lange Jahre ohne große NW MTX und kam gut zurecht. Jetzt aber, trotz Labor-Kontrollen, hat sie eine Leberzirrhose. Alkohol ist da nicht das Problem, den sollte man unter MTX sowieso meiden.

Lg. Lupinchen

Eine Frage zur Medikation MTX:

Warum wird es immer wieder verschrieben, obwohl so viele lebensbedrohliche Nebenwirkungen bekannt sind? Ist das eine Verhältnismäßigkeit gut zu  böse oder ist das eine reine Kostenfrage? Sollte selber vor vielen Jahren dieses Medikament bei „nur“ PSO bekommen, wobei die Ärzte die Gefährlichkeit bei einer Krebsvorerkrankung  das dann doch nicht verschrieben haben und ich selbst damals mit vielen Infos die Reissleine gezogen habe. Deshalb habe ich dann jahrelang mit viel Eigeniniative , verschiedenen  Kliniken und endlich mit Leutenberg  die PSO in Schach halten können, bis endlich die Biologicas in mein Leben trafen. Es sollte heutzutage jeder Patient von seinem  Arzt über dieses Medikament und andere Alternativmöglichkeiten aufgeklärt und beraten werden, auch gerade  bei PSA. Voraussetzung natürlich, der Doktor möchte das auch. 

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vor 2 Stunden schrieb Waldfee:

Warum wird es immer wieder verschrieben, obwohl so viele lebensbedrohliche Nebenwirkungen bekannt sind?

Es wird immer wieder verschrieben, weil es nicht so viele lebensbedrohliche Nebenwirkungen gibt. Außerdem kommen viele Leute gut damit zurecht. Die Dosierung zur Behandlung von Rheumatischen Erkrankungen ist sehr viel niedriger als die zur Behandlung von Krebs (1000fach).

Es gibt einige sehr unangenehme Nebenwirkungen, die sich teils auf 1-2 Tage nach der Einnahme/Spritze beschränken und evt. tolerierbar sind und es gibt Nebenwirkungen die eine sofortige Absetzung zur Folge haben.

So gut wie alle Nebenwirkungen sind reversibel, d.h. nach der Absetzung hört die Wirkung und die Nebenwirkung auf.

Zur Vorsicht gibt es einige Vorerkrankungen bzw Situationen bei denen MTX nicht gegeben wird, daher müssen vor der Gabe auch eine ordentliche Anamnese und etliche Voruntersuchungen laufen.

vor 2 Stunden schrieb Waldfee:

Biologicas in mein Leben trafen

 

Schön, dass dir Biologiclals gut helfen. Und sicher ist die Wirkungsansatz wesentlich "schmaler", das bedeutet aber (leider) nicht, dass es keine möglichen Nebenwirkungen gibt. Auch bei Biologicals gilt eine vorherige gute Anamnese und etliche Voruntersuchungen. Auch hier sind (schwere) Nebenwirkungen möglich.

vor 2 Stunden schrieb Waldfee:

oder ist das eine reine Kostenfrage?

Sicher ist das auch eine Kostenfrage. Ich finde es auch legitim, mit einem preiswerten Medikament anzufangen und zu schauen, ob ein Patient damit zu recht kommt. Wenn ja, was ist gegen einen Einsatz zu sagen? Biologicals kosten für einen Patienten 12.000 - 25.000Euro  pro Jahr. Man muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man das Medikament wirklich braucht, weil ein anderes die Lebensqualität nicht verbessert, aber zu fordern, dass jeder sofort das Recht auf ein Biological hat ist auch ein wenig unrealistisch. Wobei es ja inzwischen sogar schon First Line Biologicals gibt. Das wird sich mit der Zeit wahrscheinlich auch noch weiter verändern. So bergen die Techniken die nun z.B. auch für den RNA-Impfstoff entwickelt wurden auch für andere Erkrankungen und deren Behandlung Chancen.

 

Bearbeitet ( von sia)
tippo

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