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Zusammenhang Psoriasis, Ängste und Cortisol?


bomp

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Gn'Morgen zusammen, ich bin der bomp...

...und dies hier ist mein erster Beitrag. Kurz zu mir: ich habe starke SF - überall - wird stetig mehr - angefangen hat's mit ca. 12 Jahren - mein Opa hatte sie auch sehr stark inkl. Arthritis, Ölflecken usw. - meine Schwester hat "nur" Psor.-Arthritis...

Ich bin auf diese Seite über Google gestoßen (und zwar auf diesen Beitrag: http://www.psoriasis-netz.net/forum/showthread.php?t=219599)

Ich habe hier einige Beiträge gelesen, in denen der Zusammenhang zwischen Pso und Psyche bezweifelt wird oder in denen gefragt wird, wie dieser Zusammenhang wohl aussehen könnte. Ich habe im web einen interressanten Artikel gefunden - hier Auszüge:

von http://www.journalmed.de/newsview.php?id=11976

Wissenschaftler der Universität Zürich haben herausgefunden, dass das körpereigene Stresshormon Cortisol die Angst bei Spinnenphobie und sozialer Phobie reduziert[...]

Einem Teil einer Gruppe von 40 Personen mit sozialer Phobie wurde eine Stunde vor einem frei gehaltenen Vortrag Cortison (eine Vorstufe von Cortisol) in Tablettenform verabreicht. Verglichen mit dem Scheinpräparat verminderte Cortison die Angst beim Vortragen signifikant. Zudem fanden die Forscher Hinweise dafür, dass Personen, die aufgrund der gefürchteten Situation mit einer hohen körpereigenen Cortisolausschüttung reagieren, auch weniger Angst entwickeln[...]

Verglichen mit dem Scheinpräparat führte die Cortisolbehandlung zu einer sukzessiven Verminderung der Angst. Die angstlösende Wirkung war selbst zwei Tage nach der letzten Einnahme von Cortisol noch zu beobachten[...]

Ich selbst bin neben der SF auch mit einer sozialen Phobie (Angststörung) gesegnet. Zeitlich stimmt der Beginn dieser Ängste mit dem Beginn der Pso in etwa überein (aber gibt es auch einen kausalen Zusammenhang?)

Zugegeben, meine Schuppenflechte begann mit der Pubertät (da passiert ja so einiges mit einem), aber es hat mich schon sehr aufmerksam gemacht, dass das (auch körpereigene) Stresshormon Cortisol (als Wirkstoff 'Cortison' genannt) mir gegen beide meiner 'großen' Erkrankungen helfen könnte...

Nun ja, ganz so abwägig ist der Gedanke selbst für mich als Laien nicht, gehört doch immerhin die Haut als Organ gesehen zusammen mit dem Verdauungssystem dem sogenannten vegetativen Nervensystem an (und wer sich ein bisschen mit Depressionen auskennt weiß, dass Stresshormone und Botenstoffe wie Dopamin, Seretonin usw. maßgeblich mit den Nervenenden zusammenspielen).

Lange Rede, kurzer Sinn - ich würde gerne mal wissen, wie es bei Euch mit Ängsten aussieht! Seid ihr ängstlich? Seid ihr depressiv? Habt ihr Panik? Seid ihr eher ruhige Gesellen und Gesellinnen oder Nervenbündel? Hat Euer Hautarzt Euch mal auf Eure psychische Beschaffenheit befragt?

Könnte die Antwort auf die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Pso und Psy vielleicht die sein, dass sie sich nicht gegenseitig bedingen, sondern vielmehr beide aufgrund eines defekten Hormonhaushaltes entstehen...?

Ich wäre froh, wenn ihr Euch trauen würdet, Euch zu outen!

Schätze, das war 'ne ganze Menge Text für's erste Mal - aber romantisch war's - lol

Schönen Tag und bis dann

b.

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Erfahrungen austauschen über das Leben mit Schuppenflechte und Psoriasis arthritis

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Hallo bomp,

ich bin schon der meinung das die pso SEHR VIEL mit psyche zusammenhängt. ich habe sie auch seit der pupertät, habe auch viele familienmitglieder die es haben, aber keiner in dem ausmaß. bie mir wir sie nur durch mandelentzündung aktiviert.

ich bin kosmetikerin, deswegen ist die krankheit noch weniger schön. aber um so mehr ich mich reinstress die krankheit weg zu bekommen, und von einem artzt zum anderen renn, die immer ihr ganz persönliches wundermittel an mir testen wollen, um so hartnäckiger wird sie.

irgendwann mal hatte ich keine lust mehr zu cremen und tabletten einzuwerfen (da wird man so dick), und dann hab ich gar nix mehr gemacht.

sicherlich, hat länger gedauert, wie mit dem ganzen zeug, aber positiv denken hilft schon. was nützt es mir mich hinzuhocken und mich selbst zu bemitleiden, das stört nur mein familienleben, und ich habe gar nix davon.

keiner sagt das das einfach ist, aber es hat zumindest bei mir geholfen.

ärzte sagen selbstverständlich man soll sich damit keinen stress machen, aber die habens ja auch nicht!!! gerade wenn ich dann den zustand erzwingen will, wird es nur noch schlimmer.

ich hoffe konnte dir ein kleines bild machen :(

Viele Grüße coly

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Herzlich Willkommen im Club

Schön das Du uns ergoogelt hast :(

Ja, zum Thema Ängste könnte ich selber Bücher schreiben oder Vorträge halten !

Ich habe seit meinem 16. Lebensjahr mit Panikattacken und einer generalisierten Angststörung fast täglich zu tun.

Ambulante Psychotherapien und ein 3 monatiger stationärer Klinikaufenthalt in der Psychosomatischen Abteilung, sowie regelmäßige Besuche zu meiner Neurologin gehören seit dem in mein Leben.

Ach ja, ganz vergessen-die episodischen Depressionen-man ich glaub ich hab nun alles:cool:

Und nun schau ich mir in der Zeit meine Hautveränderungen und Gelenksbeschwerden an-ich kann nur sagen,daß auch die Beschwerden der PSA seit dem einer Berg-und Talfahrt gleichen.

Ich kann nicht bestätigen das unter Cortisongabe sich meine Psyche verbessert hätte.Es gab eine Zeit, da ging es mir PSYCHISCH so schlecht, das mein Cortisolwert um das 8-fache erhöht war !!! Durch einen Zufallsbefund im Krankenhaus wußte ich nun warum ich um die Lampe flog.

Mediziner sind ja der Meinung Cortison würde Stimmungsaufhellend wirken-jo bei mir hab ich das bis heute aber noch nicht wahrgenommen.

Ich habe selber erfahren, das Ängste und Depressionen sich in unser Leben einschleichen, wenn wir Konflikte mit uns oder anderen Menschen nicht verarbeiten können, aus welchen persönlichen Gründen auch immer.

Meine Lebensqualität ist unter den Ängsten so eingeschränkt, das mir alltägliche Dinge oft sehr schwerfallen oder gar nicht erledigt werden können. Es kommt ganz auf die Minute an, ob ich heute in das überfüllte Kaufhaus gehe oder nur mal um die Ecke zum Tante Emma Laden.

Ich muß jeden Tag aufs neue meinen Ängsten begegnen-weglaufen und vermeiden macht die Sache noch schlimmer.

Ich bin froh, das es heute sehr viel einfacher ist eine amb.Psychotherapie verordnet zu bekommen. Ohne die Verhaltenstherapien wäre ich bestimmt schon vor vielen Jahren von der Brücke gesprungen.

Aber eins habe ich in der ganzen Zeit nie verloren, meinen Glauben und meinen Humor:)

LG Martine

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Hallo, bomp --

du bringst dich hier ja gleich mit interessanten Fragen und Thesen ein --- aber erst einmal : WILLKOMMEN !

So wie die Pubertät eine Umstellung für Psyche und Körper eines jeden Menschen ist - so ist es päter auch das Klimakterium (die Wechseljahre), jedenfalls bei der Frau - Mann ?? -

Dass ich beides lange hinter mir habe, ersiehst du aus meiner Altersangabe, oben.:(

Ich habe nicht vergessen, dass ich meinen Körper in jenen Jahren sehr genau beobachtete, stellten sich doch Monat für Monat neue/andere Veränderungen ein (die Haare wurden dünner, die Haut bekam die ersten brauen Flecke, plötzlich taten die Knochen weh, Brustveränderungen, Augen wurden schlechter usw.usw.) - und ich hatte latente Ängste, dass DIES oder JENES nicht mehr 'normale' Wechseljahrsbeschwerden sein könnten ....(?) - also durchlitt ich im Stillen diverse Herzinfarkte, Brust- und Unterleibskrebse usw. - - jeweils bis eine gezielte medizinische Untersuchung keinen Befund zeigte ... :)

Im letzten Drittel dieser Zeit begann meine PSO an den Handinnenflächen - wurde natürlich nicht als solche erkannt, sondern als Allergie gegen irgendetwas behandelt ...

kurz zuvor bereiteten schon starke Gelenkschmerzen in den Finger-/Handgelenken mir und den Ärzten Ratlosigkeit und Sorgen ...

Insoweit könnte deine Vermutung des defekten Hormonhaushaltes im Zusammenhang mit dem Ausbruch meiner PSO an den Händen schon passen ...(?) - - warum dann allerdings mein rechter Fuß jetzt erst vor zwei Jahren noch dazu kam (?) .... vielleicht weil bei einer diagnostizierten Psoriasis pustulosa palmoplantaris = Hände und Füße einfach zusammengehören ....:confused:

Moin, moin - vira. :)

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ich sende dir einen netten Willkommensgruß :(

[ATTACH]2140[/ATTACH]

Leide zwar unter keiner sozialen Phobie (zumindest bin ich mir darüber nicht bewusst) und Ängste habe ich auch nicht so.

War aber mit 3 Sozial Phobiker tanzen, essen und beim Umzug haben sie mir auch sehr tatkräftig geholfen.

Nette Jungs, die haben das mit Therapie und einer speziellen Selbsthilfegruppe in den Griff bekommen.

LG

2140.attach

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Hallo Bomp,

ich finde es sehr interessant, heute von Dir diese Frage zu lesen, denn ich mache mir auch seit ein paar Tagen Gedanken darüber.

Hab mal gelesen: die Schuppenflechte ist eine Art Panzer, der Schuppi möchte sich abgrenzen, ein Schutzschild aufbauen, vielleicht unbewußt, weil es ihm zu viel wird oder weil er sich mit Worten keine Grenzen ziehen traut. Darum übernimmt das der Körper, wenn auch auf diese ungute Weise.

Ich denke gerade darüber nach, ob das bei mir so ist; vielleicht wieder ein Ansatzpunkt für meinen Homöopathen, der immer noch das richtige Mittel für mich sucht, und dabei natürlich auch immer die psychischen Aspekte abklappert.

Meine Mutter hat mittelstarke PSO und auf jeden Fall eine soziale Phobie. Was zuerst da war oder ob es gleichzeitig entstanden ist, kann ich aber nicht sagen.

Bei mir ist es so: bin schon auch ein bisschen verklemmt, vorallem wenn ich Leute nicht kenne. Kann sehr schlecht oder gar nicht auf fremde Menschen zugehen, freue mich aber, wenn andere auf mich zukommen.

Auch Freunde/Bekannte kommen fast ausschließlich auf mich zu (Anruf/Besuch), weil ich von mir aus oft gar nicht so das Bedürfnis nach Kontaktaufnahme verspüre oder mich nicht aufdrängen will.

MEIN GOTT, HABE ICH ETWA AUCH EINE SOZIALE PHOBIE UND WAR MIR DARÜBER BIS JETZT NOCH GAR NICHT IM KLAREN ??

Auf jeden Fall bin ich unter Alkoholeinfluss um WELTEN lockerer, da habe ich (besonders in meiner Jugend) die meisten Leute kennengelernt.

Ängstlich bin ich schon ziemlich (vielleicht weil ich gerne Krimis anschaue: da fällt mir alleine in der Dunkelheit auf der Strasse allerhand Zeug ein), ansonsten bin ich auch zunehmend "vorsichtig" beim Autofahren; wenn ich recht nachdenke, hat das auf jeden Fall in den letzten Jahren zugenommen; die PSO hab ich allerdings schon seit dem Grundschulalter, vielleicht war ich da auch ängstlich, nur die Ängste waren andere.

Ängste bekommt man sicherlich auch viel anerzogen, in unserer Familie paßt es jedenfalls: ich + Mutter beide ängstlich und beide Schuppis.

So long, bin gespannt, was die anderen noch alles schreiben.

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Hallo alle miteinander,

dies ist mein, genau wie Bombs, erster Eintrag in diesm Forum... ->übrigens bin ich auch zufälligerweise über google hierher gelangt.

Ich hatte mit dem Thema Schuppenflechte eigentlich schon seit längerer Zeit abgeschlossen und erinnere mich nur sehr ungern daran; aber jetzt bleibt mir wohl auch nichts anderes mehr übrig, denn es scheint wieder auszubrechen.

Bei mir fing es vor fünf Jahren, also im Alter von 17 an ->ich habe zu der Zeit, eigentlich eher aus Witz, einer verkorksten Liebesgeschichte, die mich damals auch sehr mitgenommen hat, die Schuld gegeben... Da mir schließlich von Ärzten erklärt wurde, dass es zumeist psychische Ursachen hat (dass es auch eine Erbkrankheit ist, habe ich heute zum ersten Mal gehört), muss darin wohl auch irgendwie der Auslöser liegen!?

Es fing mit kleinen Pusteln an, worüber ich mir wenige Sorgen machte, als ich jedoch eines morgens aufwachte und auf meinen Knien und Füßen einen großflächigen "Ausschlag" entdeckte, ergriff mich dann doch die Panik und nicht zu knapp! Mein Hautarzt war sich noch nicht einmal sicher, worunter ich litt - verschrieb mir dieses und jenes, schickte eine Hautprobe nach der anderen ins Labor und entschied sich letztendlich für eine Art "mutierte PSO".

Ich brauch hier wohl niemandem zu erklären wie man sich dabei fühlt im Sommer mit langen Hosen herumlaufen zu müssen und dann doch wieder hier und da ein blödes Kommentar hören zu müssen!?

Allerdings muß ich sagen, dass meine Familie und mein näherer Bekanntenkreis einfach wundervoll reagierte - Mitleid konnte ich nicht gebrauchen, ich schwamm ja bereits im Selbstmitleid... Außerdem hatte ich großes Glück, dass ich diesem Jahr insgesamt ca. neun Wochen am Meer verbringen konnte ->es wurde immer besser, bis die PSO nach insgesamt ca. einem Jahr völlig verschwand!

Seitdem habe ich immermal wieder hier und da eine Pustel, konnte mich darüber aber immer amüsieren und machte mir weiter keine Gedanken, weil ich dachte, dass wenn ich mich reinsteigern würde, es nur schlimmer wird...

Hat soweit auch ganz gut geklappt, bis dann vor einigen Monaten die Pusteln kamen, aber nicht mehr verschwanden. Ich rede hier wahrscheinlich über Dimensionen über die die meisten hier nur lachen können ->befallen sind mittlerweile Arme und Beine mit einzelnen Pusteln, die max. einen Durchmesser von 1cm erreichen, aber die Angst, dass es wieder so schlimm werden könnte, wie es einmal war ist nun doch wieder durchgedrungen!

Womit ich dann wohl auch das eigentliche Thema erreicht hätte...

Upps, jetzt habe ich den Namen meiner Vorrednerin vergessen ->babsi oder so!? sorry! ;-) Auf jeden Fall kann ich mich in vielen Punkten ihrem Thread anschließen: ich halte mich prinzipiell für einen eher verschlossenen Menschen, die die das allerdings wissen sind eher sehr wenige und sehr nahestehende Personen. Ich studiere, habe einen recht großen Bekanntenkreis und einen sehr guten Freundeskreis und in meiner Familie herrschen die mehr oder weniger üblichen Probleme. Für Außenstehende bin ich absolut "normal".

Hier wurde ich dazu gebracht nun einmal mehr darüber nachzudenken bzw zu erkennen, dass ich das wohl eher nicht bin. Mein größter Fehler ist es wohl "perfekt" sein zu wollen, ich halte mich durchaus für egozentrisch und narzistisch, wenn auch nicht hochgradig. Ich kann Stunden, ganze Tage und vor kurzer Zeit habe ich es eine ganze Woche geschafft, mich in meinem Zimmer zu verkriechen, über mich, mein Leben und meine Ängste nachzudenken, wenn es auch immer dasselbe ist, ist mir keine Minute zu schade. Ich hasse es in unkontrollierbare Situationen zu geraten, die ich nicht vorhersehen kann und sei es nur ein Grillabend mit zehn Leuten, wobei ich nur zwei kenne - solchen Situationen gehe ich aus dem Weg; wenn ich es dann doch nicht schaffe, kostet es mich eine derartige Überwindung, die ich im Nachhinein absolut nicht mehr nachvollziehen kann und versuche daran zu arbeiten. Ich habe ein ernsthaftes Problem mich bei Menschen bzw Freunden zu melden, wenn sie nicht zu meinem Alltag gehören und habe auf diese Weise schon einige Freunde verloren. Eine Beziehung aufrecht zu erhalten grenzt beinahe an Unmöglichkeit - in den letzten fünf Jahren habe ich mich so oft von meinem Freund getrennt, dass ich es nichtmal mehr an zwei Händen abzählen kann... Das er das mitgemacht hat, ist wohl eine andere Geschichte.

Dass ich ein wirkliches Problem haben könnte? Nein. Ich bin eine Meisterin im Verdrängen.

Wie und ob das mit meiner Pso zusammenhängen könnte? Keine Ahnung. Das werde ich wohl auch noch eine Weile verdrängen, es auf meinen Prüfungsstress schieben und schauen wie weit ich damit komme.

Keine Ahnung, ob dieser Thread hier irgendjemanden interessiert, weiterhelfen wird es wohl niemandem, aber ich muss zugeben, es hilft. Es hilft wirklich sich so einige Dinge von der Seele schreiben zu können und zu wissen, dass es jemand liest...

Ich wünsche euch allen auf jeden Fall alles Gute - man ist nicht allein und dass zu wissen, ist schon verdammt viel wert!

Vanessa

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WILLKOMMEN, Vanessa ....und - ich bin beeindruckt von deiner Ausdrucksweise, von deiner Offenheit und vor allem, was du mit 22 Jahren schon über dich selbst weißt und auch benennen kannst ...

Insofern hat sich dein gelegentliches Abkapseln vom 'wilden Leben da draußen' schon mal für dich gelohnt - - denn aus Erfahrung kann ich sagen: Es ist nichts niederschmetternder, als die Erkenntnis - nach vielen Jahren des unbedachten Dahinlebens - dass Mensch sich über- oder unterschätzt hat !

Ich bin dreimal so alt wie du - aber ob die PSO mit unseren persönlichen Ängsten und Eigenarten direkt zusammenhängt, könnte auch ich nicht mit Bestimmtheit sagen...

Ich neige dazu, an eine genetische Programmierung zu 'glauben' - ob und wann die PSO dann ausbricht hängt dann wohl wieder mit dem physischen und psychischen Befinden und den allgemeinen Lebensumständen das Einzelnen zusammen.

Also, vielleicht eine positivere Beurteilung deinerselbst gefällig ? Ein Auf-sich-selbst-besinnen oder Vom-Freund-trennen muß nicht unbedingt *egozentrisch* sein .... man könnte es doch auch *Prioritäten setzen* nennen - oder ?!

Moin, moin - vira. :(

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  • 4 weeks later...

hallo, ich habe pso seit ich 14 bin und bisher nicht mehr losbekommen in wechselnden Formen seit 6 Jahren überall. Zur Zeit nehme ich Fumaderm und es hilft sehr gut, wenn ich es absetze ist sie sofort wieder da... Jedenfalls bin ich ein sehr agiler, spontaner eigentlicher witziger Typ, aber dennoch auch sehr ängstlicher. Mit 14 hatte ich auch meine 1. depressive Phase und in großen Abständen kommen sie immer wieder. Die letzte große war vor einem Jahr und auch jetzt ist es fast wieder soweit. Ich leide an einer Angststörung, eben Überängstlichkeit gegenüber allem möglichen. Ich mache mir auch schon seit ich Denken kann um alles viel zu viel Gedanken, nat. habe ich auch mal gute Phasen u. mir merkt man es evtl. auch nicht oft an z. B. auf Arbeit - ich weiß aber nicht mehr ob die Angst durch die Krankheit oder umgekehrt gekommen ist. Gruß Anne würde mich über Post freuen!

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Schuppenflechte als hauptursache einer sozialen phobie? Ich denke sie spielt mit eine große rolle, ist jedoch nicht des pudels kern.

Ich kann zwar nur für mich schreiben, aber vielleicht spiegelt es sich bei anderen auch so wieder. Zu meinen „blüte“-zeiten habe ich alles daran gesetzt, ein erkennen der pso durch andere personen unmöglich zu machen. Im hochsommer mit langer hose und leichtem sweatshirt. niemand sollte die pso sehen. Ich erzählte es nicht mal im freundeskreis. Ich hatte ständig was zu verheimlichen. Zu jeder zeit, zumindest wenn ich nicht alleine war. Ich glaube genau dieses verheimlichen schlägt sich dermaßen im benehmen, auftreten und verhalten wieder, dass es mit zu einer sozialen phobie beitragen kann.

Solche ängste, wie unten beschrieben, ( ihr sprecht mir übrigens aus der seele!), hatte ich aber auch schon vor ausbruch der krankheit. Ungewohnte situationen mussten immer möglichst vermieden werden. Immer an das ungewisse zu denken, was ist wenn… , was macht dies, was macht das für einen eindruck? Wie soll ich mich verhalten?

Wie sehr mich das angekotzt hat. Es wird weniger, definitiv! Ob´s daran liegt, dass man älter wird, die stunden bei der psychologin doch was bringen? Ich weiß es nicht.

Allerdings hat man weiterhin das gefühl irgendwie anders zu sein. Me, myself and i. in seiner eigenen welt. Das denken ist das sprechen mit dir selbst!

Fragen am laufenden band, womit man sich den ganzen tag beschäftigen kann. Gott sei dank hab ich mein studium, das mich viel zeit kostet. Man zweifelt echt an seinem verstand.

Habe mir auch sämtliche selbstdiagnosen gestellt. Von autistischen störungen (kein autismus selber) bis zum burn out syndrom ( wobei ich manche dinge aber auch wirklich 1:1 auf mich übertragen konnte). Aber laut psychologin dann doch soziale phobie. Kann auch sein.

Was spielt das für eine rolle? Man ist nur einer von vielen und doch ein einzelfall.

Was für andere selbstverständlich ist, ist für mich erst mal zu ergründen. Ein buch mit sieben siegeln. Das ist doch nicht normal!?!

Es verschlingt ungeheuerlich viel zeit, um für sich aus fremden menschen freunde zu machen.

Aber man ist ja in einem ständigen wandel, bzw. in einer ständigen weiterentwicklung. Also wird es irgendwann dann mal kein problem mehr damit geben, gespräche aufrecht erhalten zu können, interessiert und interessant zu sein, spielend/ offen durch die welt zu tanzen, und, und und.

tut das, wovor ihr angst. habt. Euch alles gute!

Neon

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