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Biologika haben alles verschlimmert :(

Hallo liebe Forummitglieder,

ich habe mich länger nicht gemeldet und bitte auch um Entschuldigung, dass ich mich hier nicht mehr einbringe...

Ich versuche mich kurz zu fassen:

Ich bin 36 Jahre alt, habe zwei Kinder (11 Jahre) und gehe seit über einem Jahr in Psychotherapie wegen Depression (dysthymie) und einer leichten sozialen Phobie. (die bringt aktuell leider nichts weil es teilweise Gruppentherapie ist..dort aber Probleme besprochen werden die mir nicht helfen-ich werde das ansprechen)

Ich bin nie wirklich glücklich mit meinem Leben...und ich fühle mich oft einsam.

Seit meiner Jugend habe ich PSO Vulgaris.

Seit meiner Trennung vom Vater meiner Kinder Anfang 2019 wird die Schuppenflechte schlimmer (Panikattacken, Alkoholkonsum und Isolation).

Sie betraf den gesamten Körper aber nur Fleckenweise (ca 1cent groß), sowie stark an Ellbogen und Knien.

Ich habe nicht wirklich eine Behandlung gemacht. Nur einmal 2022(?) und anschließend hatte ich einen so chlimmen Schub, dass ich drei Wochen in der tagesklinik war.

Oktober 2025 bekam ich dann Cosentyx. Die ersten drei Monate wurde alles besser. Auch psychisch hat mich das vorwärts getrieben.

Im Dezember dann hatte ich einen Infekt und psychisch starken Stress (neuer Freund mit starker Depression-er hatte Suizidgedanken..es hat mich so mitgenommen, dass ich den Kontakt pausieren musste)

Dadurch hatte ich einen starken Schub. Ich habe Wynzora und Daivonex bekommen. Alles gemacht und weiter gespritzt. Es hat nur leichte Besserung gebracht. Ausschleichen war erfolglos.

Zusätzlich Pilz im Mund, Genitalien und wer weiß wo noch (habe ich mit verschriebenen Tabletten behandelt).

Jetzt nochmal mit Wynzora wiederholt. Es wird leider alles immer schlimmer. Ich habe nun PSO an Händen, Füßen und Hautfalten(Intimbereich und Achselhöhlen) sowie mini Pünktchen die sich langsam ausbreiten. Meine Füße und Hände reißen ein, ich kann nicht schlafen weil es so juckt und mein Po reißt immer wieder auf.. Sex habe ich nun auch nicht mehr.

Ich werde jetzt auf Skyrizi umgestellt (gestern erste Spritze) und habe MomeGalen bekommen(nutze ich jetzt aktuell nur für Hände und Füße)

Ich bin sehr kraftlos, habe so wenig Hoffnung. Ich bin so jung und fühle mich so krank. Ich will irgendwann endlich mein Leben genießen :-(

Ich habe einfach das Gefühl einen riesen Fehler gemacht zu haben. Ich hätte nie Biologika nehmen sollen..ich hab das Gefühl ich bin jetzt in einem Kreislauf gefangen aus dem ich nicht merh raus komme...ich würde lieber wieder an den Punkt zurück, an dem ich vor den Spritzen war.

Seit 2024 bin ich ohne Arbeit und weiß gerade auch nicht wo ich arbeiten könnte mit meinen Händen, Füßen und der belasteten Seele..(ich hätte so gern mal Geld für einen Urlaub mit meinen Kindern!)

Ohje, ich will nicht zu sehr jammern oder mich selbst bemitleiden.

Aber ich denke hier kann mich vielleicht jemand verstehen.

Vielleicht hat ja der Ein oder Andere hier einen Rat für mich oder möchte seine Erfahrungen teilen.

Danke fürs Lesen!

Ganz liebe Grüße von Eva aus Berlin❣️

Hervorgehobene Antworten

  • Ersteller

Ich möchte anmerken, dass ich eigtl ein genügsamer, fröhlicher Mensch bin, der die Hoffnung nicht so schnell aufgibt. Aber es gibt eben auch die andere "Seite"...ich kann manchmal auch einfach nicht mehr...es ist nunmal nicht alles immer leicht. Ich wollte hier wirklich nicht "rumjammern", sondern vermitteln, wie ich mich aktuell mit der Situation fühle.

Ich würde die Biologika nicht generell verdammen, gerade sie geben vielen wieder eine gute Lebensqualität. Du bekommst auch noch eins von den neueren. Leider wirken sie bei jedem anders und man muss es ggf. wechseln. Ich kenne Deine Ausprägung der Pso nicht, aber ohne eine Behandlung wird es sicher nicht besser.

Wie du aus Deinem seelischen Loch wieder rauskommst, dazu kann ich Dir nur Ratschläge geben.

  1. versuche Sport zu treiben, geht auch mit Pso, macht den Kopf frei.

  2. wende Dich an eine Selbsthilfegruppe, dazu siehe mal hier nach, oder bem DPB in Hamburg, haben eine Website.

  3. Beantrage eine Reha, dort findest Du andere Betroffene, dass hilft einem ggf. weiter. Es ergeben sich dort immer gute Gespräche und Erfahrungsaustausch. Man ist eben nicht alleine mit seinen Probemen. Ich würde Dir von einer Mutter-Kind-Reha abraten, der Beandlungsansatz ist dort anders und ggf. ist dort niemand mit einer Hauterkrankung, es geht ja nur um Dich. Es gibt auch Rehakliniken (Haut) die Kinderbetreuung anbieten, auch das würde ich nur machen wenn es keine andere Möglichket gibt. Evtl. hast Du ja, gerade in den Ferien, die Möglichkeit das sie betreut werden können. Die Kliniken bieten auch Entspannungsübungen an und haben auch oft Psychologen.

  4. Nimm hier an einem Usertreffen teil, dort triffst Du alte Hasen die Dir sich weiterhelfen. Geselllig ist es auch. Siehe dazu in der Bildergalerie. Das nächste ist in Schwerin.

    Kopf hoch ich kenne das von früher gut, mir haben dann die Reha-Aufenthalte am Toten Meer sehr geholfen. Physisch und Psychisch.

    Lg. Lupinchen

  • Ersteller

Vielen Dank für deine Nachricht!

Ich war hier in Berlin mal bei einer Selbsthilfegruppe aber kam mir fehl am Platz vor weil der Altersunterschied zu groß war.. vielleicht probiere ich es jetzt noch mal.

Eine Reha ist zur Zeit auch ein Gedanke der mir immer wieder kommt. Ich werde mich dazu hier mal belesen!

Sport ist tatsächlich gerade nicht sooo einfach weil die Fußsohlen teilweise eingerissen sind. Aber auch da überlege ich was man sonst noch so machen kann (Geld für Fitnessstudio ist halt leider nicht).

Deine Tipps sind aber sehr wertvoll für mich.. gerade was die Kinder angeht. Ich hab oft ein schlechtes Gewissen. Sie würden sich tatsächlich noch mal sehr eine Mutter-Kind-Kur mit mir wünschen. Die war vor 5(?) Jahren sehr schön für uns!

Ganz liebe Grüße 🌺

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