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Wer ein Office-Dokument weiterreicht, gibt eventuell unabsichtlich
vertrauliche Informationen preis. Versteckt in der Datei finden
sich nicht nur Angaben zur Entstehungsgeschichte, sondern womöglich
auch heikle Firmeninterna, berichtet c't in der aktuellen Ausgabe.
Vielen Nutzern von Office-Paketen, seien sie nun von Microsoft oder
von Sun/StarDivision, ist nicht bekannt, dass Word & Co sämtliche
Änderungen an Dokumenten protokollieren. Einige Mausklicks genügen,
um gelöschte Textpassagen wieder zu Tage treten zu lassen. Mit
einem Hex-Editor lässt sich die komplette Entstehungsgeschichte
des Dokumentes eruieren: Der Speicherpfad, etwaige frühere
Dokumentnamen und die Bezeichnungen aller Rechner, auf denen das
Dokument bearbeitet wurde.
Wenn eine Firma Office-Dateien als E-Mail-Anhang verschickt oder
im WWW publiziert, könnten Interessierte aus den verborgenen Daten
beispielsweise Hinweise auf die Organisationsstruktur des
Unternehmens ablesen. Auch bei internen Dokumenten kann es heikel
werden: So etwa, wenn ein abgemahnter Mitarbeiter sieht, wer seine
Abmahnung ursprünglich verfasst hat und welche Abteilungen
unberechtigterweise daran mitgewirkt haben. "Solche versteckten
Informationen können nicht nur für Peinlichkeiten sorgen, sondern
durchaus juristische Konsequenzen haben", heißt es im Fazit des
c't-Berichts. http://www.heise.de/newsticker/data/jk-27.01.02-001