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Hallo, liebe Leidensgenossen !
Nachdem ich mir mal wieder die Zeit genommen habe, ein wenig intensiver im Forum zu stöbern, habe ich einige Parallelen entdeckt, die mich zum Nachdenken, aber auch zu einer Selbstanalyse bewegt haben.
Zu meiner Person: Ich bin 33 Jahre alt und habe seit ca. 4 Jahren Psoriasis. Den Hautärztedschungel habe ich schon durchkämpft und auch von den Behandlungsmethoden dürfte ich mittlerweile auch schon als "austherapiert" gelten (Cortison-Salben, Curatoderm, Neotigason, Fumaderm, Balneo-Photo-Therapie etc. etc. , ein richtig wilder Querschnitt durch die ganze Medizinbranche also).
Eine Verbesserung des Hautbildes habe ich dabei häufig nur mit mehr oder weniger starken Nebenwirkungen erreicht, letztendlich war aber nie ein dauerhafter oder längerfristiger Erfolg zu erzielen.
Nun zu meinen Denkansätzen:
Klar, es ist erwiesen, dass Psoriasis eine genetisch bedingte Krankheit ist, die irgendwann einmal ausbrechen kann, aber nicht muss.
Klargeworden ist mir aber mittlerweile, dass die Schwere der Psoriasis sich eigentlich durch den psychischen Zustand sehr stark beeinflussen lässt, ich möchte sogar soweit gehen, dass dieser Aspekt hauptverantwortlich für den Zustand der Haut ist.
Wie schrieb cecilia erst vor Kurzem ?
"warum wird die pso immer nur äußerlich behandelt? bestrahlungen, cremes und und und... PSO ist doch ein innerliches problem!!!
es wird ein fehlsteuerungssignal zur haut ausgestrahlt, daß von innen kommt und doch nicht von außen. "
Ich habe hierzu leider keine Forschungsergebnisse im Internet gefunden, aber es gibt einige Punkte, die mich immer mehr zu dieser Erkenntnis bringen:
Beispiele:
1)Ich fahre (wie der Nick ja schon verrät <img src="http://img.homepagemodules.de/grin.gif">) sehr gerne nach Griechenland. Dort kommen gleich sehr viele Faktoren zusammen, die sich positiv auf die Psoriasis auswirken:
viel Sonnenlicht, Baden im Meer, Erholung und Abschalten pur.
Gewöhnlich reichen zwei Wochen aus und ich bin fast völlig erscheinungsfrei.
Ich habe aber auch schon einen Urlaub dort verlebt, der nicht besonders stressfrei war und in dem ich gar nicht richtig Zeit zum Erholen und den "Kopf frei kriegen" hatte.
In diesem Urlaub besserte sich mein Hautzustand auch kaum.
2)Ich lebe derzeit in Trennung und die ganzen Folgeprobleme, die sich daraus ergeben, machen mir recht stark zu schaffen. Dazu kommen zur Zeit noch starke berufliche Belastungen. Meine Haut blüht förmlich auf mit neuen Erscheinungsherden.
3)Viele berichten, dass sie während eines Kuraufenthaltes sehr gute Heilungserfolge erzielt haben, die Schuppenflechte jedoch nach dem Wiedereinstieg ins Alltagsleben sehr rasch wieder aufgetreten ist.
4)Olli B. schrieb vor Kurzem in einem anderen Thread: "Ich konsumiere seit ca.4 Monaten dieses Zeug (Anm.: es geht um Haschisch)und siehe da,meine Schuppenflechte ist fast vollständig verschwunden."
Auch der Konsum von Haschisch erzeugt erwiesenermassen einen Zustand innerer Ausgeglichenheit und Ruhe, oder ?
5)Bei den meisten Betroffenen ist der Hautzustand im Winter deutlich schlechter, als im Frühjahr/Sommer. Bekannt ist aber auch, dass neben äusserlichen Einflüssen (nasskaltes Wetter, trockene Heizungsluft, wenig Sonnenschein) der Körper auch weniger "Glückshormone" ausschüttet (ich kenne jetzt leider nicht den Namen dieses Hormons, die Mediziner unter Euch mögen mir verzeihen).
6)Krankheiten oder Infekte, wie z.B. Erkältungen/Grippe sind auch für den Körper "Stress", bei sehr vielen Psoriatikern stellt sich als Folge auch eine Verschlechterung des Hautbildes ein.
Diese ganzen Beispiele bestärken mich immer mehr, dass Behandlungen mit Medikamenten zwar eine temporäre Linderung des Zustandes bewirken können, aber dem psychischen Zustand wesentlich mehr Bedeutung zugemessen werden muss.
Ich möchte diese Denkansätze daher jetzt zur Diskussion stellen und freue mich über zahlreiche Beiträge.
Gleichzeitig würde mich interessieren, ob es Betroffene gibt, die das Thema "Psyche und Pso" bereits aktiv behandelt haben, und damit auch evtl. bereits Erfolge erzielen konnten, so z.B. durch Stressabbau durch autogenes Training, Tai Chi, etc., aber auch Erfahrungen mit Psychotherapeuten usw.
Liebe Grüße aus Hamburg
Greeky
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