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Nach 6 1/2 Wochen in der Hautklinik teilstationär, habe ich heute mit Humira angefangen. Eigentlich sollte ich am vorletzten Tag wieder Remicade bekommen. Das Mittel war da, der Tropf sollte gelegt werden. Ich wollte nur vorher prophylaktisch zur Toilette, weil die Infusion immer so ein bis eineinhalb Stunden dauert.
Auf dem Gang kam mir der Oberarzt entgegen und meinte, er müsste mit mir sprechen. Er plapperte alle Nebenwirkungen herunter und meinte zum Schluss, dass er sich in Absprache mit dem früheren Oberarzt für Neotigason entschieden hätte. Super, dachte ich, die wissen doch aus der Krankenakte, dass ich mit dem Mittel massive Probleme hatte. Beim nächsten Arztbesuch wurde alles abgeblasen, weil die Leberwerte in die Höhe gegangen waren. Nach Begutachtung durch den Prof. wurde mir Humira verordnet.
Heute sollte es in der Apotheke ankommen. Den ganzen Tag war mir schon schlecht vor Angst vor diesen Pens. Nicht vor der Nadel darin, sondern weil ich nicht wusste, ob ich es überhaupt schaffen würde, den Pen zu halten. Links verkrümeln sich bis auf den Zeigefinger alle Nägel, rechts der Daumen- und der Mittelfingernagel. Die Kuppen der betroffenen Finger sind schuppig und voller Risse, außerdem mucken die Gelenke mal wieder.
Dann fiel mir meine liebe Hausärztin ein. Ich also meine sechs Pens samt Entsorgungstöpfchen in der Apotheke abgeholt und hoch in die Praxis. Die Ärztin war gerade im Vorzimmer. Ich schilderte mein Problem. Bei einem Preis von über 1.900 Euro für die beiden Spritzen hätte ich Angst, dass das teure Medikament nicht dort hingelangen würde, wo es hin sollte.
Sie wunderte sich zwar, dass es zwei Pens sein sollten, ist aber gleich zur Tat geschritten. Und hat mir gleich noch ein Rezept gegen "Mobilitätsstörungen im Magen-Darm-Bereich" gegeben. Nächste Woche soll ich wieder mit dem nächsten Pen erscheinen, weil bis dahin wohl keine Besserung an den Fingern eintreten wird.
So, nun heißt es abwarten, wann und wie gut Humira wirkt.
Lieben Gruß